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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-04 · Heft 1845 (4.4.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1845 (4.4.1924)
Date
1924-04-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1845 ' W-ieu, i^vdJciQ Kawfmenmschafft fordert tm Falle des Inkrafttretens des neuen Zolltarifs vor allem die Aufhebung der Ginfuihrverbote, ferner fei der Zollberrat wieder einzuschen und denn Handel eine entsprechende Vertretung eiuzuräumen. Aebcrdiez müssen die sogenannten Einfuhrabgaben aufgehoben lverdcn, die ohne jede gesetzliche Begründung heute gefordert werden. An dieses Referat knüpft« sich eine mehrstündige Debatte» Kommerzialrat Pollak schilderte den Einfluß des g-eplanicn Zolles siir Textjilien auf die Bekleidungsbranche und betonte, daß die Maßschneiderei heute schon hart an der Grenze ihrer Konkurrenzfähigkeit siehe. Redner bczeichnete es als eine Skrnpellosigteit, ZMr Schutze einer Wollindustrie, von der in Oesterreich nur zwei Fabriken existieren und vollkommen unzureichend seien, der Bevölkerung die Kleidung um mehr alz 40 Prozent zu der« beuern. Delegierter Weinberger von der Linoleuni- und Wachstuchtndustrie bemerkte, daß für Wachstuch der Zoll auf IM Prozent in Goldkronen erhöht werden solle, um ein Monopol für eine Ersatzindustrie zu schaffen. HandelÄomnrervizePräsident Binzl: In: Falle der Ein- Mhru-wg des Mehlzolles würde die Belastung der Bevölkerung Oesterreichs im Jahre allein 60 Millionen Goldkronen ausmachen. Diese Belastung geschehe zum Schutze von zirka zehn Mühlen, dbe insgesamt 2500 Arbeiter beschäftigen. Die Kaufmannschaft, sagte Redner zum Schluß, müsse alle Anstrengungen machen, um diesen nngcheuerlichen Zolltarif zu Fall zu bringen. Denn es gehe nicht um das Wohl des Handels, es gehe um das Wohl von ganz Oesterreich. (Stürmischer Beifall.) Delegierter Wagner von der Lin oleum branche griff in scharfen Worten die Handelskammer an, tvelche zum Schutze deS Handels gar nichts imbernchme. Einen solchen Zolltarif kö>nne sich die Kaufmannschaft unter keiner Bedingung gefallen lasten. Kommerzialrat P a l d a von der Glasbranche betonte, daß Oesterreich auf Grund der geplanten Zollsätze um seinen ganzen GlaZexport, auf welchen es ja heute mangels heimischer Glasfabriken angewiesen sei, kommen werde. Die drei oder vier Fabriken, die in Oesterreich bestehen, erz-engen nur ganz minderwert ige Produkte. Minens der Porzellanbranche teilte Delegierter N e urath mit, daß Oesterreich zwei Porzcllanfabrrken besitze. Ihre Erzeugnisse, ganz abgesehen davon, daß beide Fabriken Wer- Haupt nicht leistungsfähig seien, sind für den hiesigen Markt unbrauchbar. Die Versammlung nahm sodann «ine im Sinuc der vorstehenden Ausführungen gehaltene Resolution einstimmig an, worauf Präsident Kornel Spitzer die Versauvinlung mit den Worten schloß, daß der neue Zolltarif die Kaufmannschaft zu einem einmütigen entschiedenen A b w e h r k a m p f veranlassen müsse. Devisen- und Balnteukurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Ratio;,albanU Vk8tL 3. Geld April Ware 2. April Geld Ware »MKlerrtam f. 1 voll. G»ld«n 26321- 26425.- 26300.- 28460.- Arrani t jue. Kronen . . . Beinrad 1 Dinar . «72.- 876.- 874.— 878.— £.72.— 876.- 874.- 878.— Berlin* 1 deutsche Relchsmnrk . 15.20 15.80 15.30 15,90 Brüssel 1 belgische Francs . 3664.- 3616.- 3619.- 3153 t.- Budapest t ungarische Kronen 0.00 1.- 0.90 1,— Bukarest 1 I.ei. 307.— 369.- 363.— 365.- Chrisllanla 1 norwep. Kronen 0*186.— 9580.— 9480.- 9520.— KonenhaRen I dälnischc Kronor . 11836 — 11870.- 11790.- 11820.- London 1 Pfund Sterllmr . . . Zl>55,on,_ 3065)0,- 305500— 30650^.— Madrid I Penetas . . 9180.- 9220,- 9430.- 9470,- Mailand l Lire. 3144.- 3156.- 3174.- 3180.- New York 1 Dollar.' 70935_ 71185,— 70935.- 71,85.- Paria 1 Francs. 4272.— 4288,- 4272.- »268.- Praer I tscliecho-slow, Kronen 2115.- 2125.- 2123.- 2133.- Sofia 1 Lew« . 503.— 512,- 510.- 514,— Stockholm 1 scbwedlscheKronor 18570.- 18631).- 18370.- 18630.— Warschau»* 1 polnische Mark . Zürich l schweizerische Francs 12460.- 12450.- 12445.— 12595.- IVoten Amerikan, Noten v. 5 Dollar aulw, „ . - . kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . 70663.— 7,n6y.— 76660.- 70960,— 705fir.— 70960,— 70560,— 711.60.- 3560. - 3590. - 3575.- 3r65.- Bulgarische Noten zu 1000 Leva . 486.- 494.- 488.- 496.— „ . , 100 . . , * , kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner 466.- 474.- 468.- 476,— 11590.— 11570.- 11640.- 11720.- Deutsche Noten*.. 15.10 15.70 15.10 15.70 . , ,100 ... » , kleinere» . . . 14.90 15.50 14.90 15.50 bngl. Noten von 5 Llvrest. aulw. 20.3730.- 305300.- .403700,- 3O.t30O.-~ » . kleinere. Französische Molen 100 Francs . 303507.- 305100.- 3t>35f 0. - 305100— 4245.— 4275-- 4245.- 4275.- Holländische Molen 100 Gulden . 26100.- 2S3*"0>- 26«50.— 2623').- Italienische Noten v. 100 Lire aulw. 3150.— 3170.- Z180.- 3?W.~ » , kleinere . . . 3121- 3140.- 3157.- ZI 70.- Jngosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar 867.- 873.— 887.- 873— . . . „ 100 . » . kleinere . . «57,— 863.- 857.- 863— Norwegische Molen 100 Kroner . 9360.- 9440.- 9360.- 9440— Polnische Noten **. 74.- 84.- 74,— » „ kleinere** . . . R9._ 79.- 69.- 79— Rumänische No len zu 1000 u.500Lel 3<>3.- 367.- 338.— 862- * * kleinere . . . 343.— 347.- 338.- 342— Rum. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . „ 100 . . , kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . 18360.- 18460.- 18360.- 18461— Schweizerische Noten 100 Francs. 1236J.- 12440.- 12360,- 12440— Spanische Noten 100 Pesetas . . 9060.— 9140.- 9310.- 9390— Ischecho-slow, Not. v.lOOOaufw, 2092.- 2168.- 2112.— 2128— , » kleinere 2087.- 2103.- 2107.- 2123— Ungar, Noten(neucEni.) zu lOOOKr. 0.85 0.95 0.85 0.85 . .zu 10.000 Kr. . . , . . kleinere. 0,80 0.90 .0.80 0.90 * Für 1000 M.*9Jiari, ** für 10.000 Doltt, Mark. KapitalsverMehrungen. Carl Kuhn u. Co. A.-G., erste österreichische S ch r e i b f< d e r n- und -F e d e rhalterfabrik. Erhöhung von 150 auf 300 Millionen Kronen. Bezugsrechte: Auf je ein« alte Aktie eine n e r. e A k t i e zum Stückpreis von 6000 Kronen tel quel. BezngSftist vom 4. bis einschließlich 14. d. — Erste ü st e rreichische Weiden- Produktion und K orbwaren-Industrie A.-G. Wien. Erhöhung von 100 Millionen ans 500 Millionen Kronen. Eine Warnung der Wiener Börsekammer. In der letzten Zeit urchvea sich in den DaaeSblättern Ankündigungen, in denen unter veHckivdenen SchlaMvovlen. wie: „Sicherstellung gegen KnrSveruqt^. ^GoldttiÜatzm^, „Grötzeve GefchLfts- Mchlüste ffouwgiett*, ^Prümterrgefchäfie" ntsio., feie BeterlMilg on Efsi^tenttonSoiktionen, die U«vern<chine von Geldern zur Verzinsung, Ut Abschluß von PrümiengoschLften oder anderer G-elidgeschäfr« unter ossonderS gllnstiiMm Bedirügungen uwd in ausfallender West« angsboteu wird. An, FUß dieser ÄMrü»imn«en Lehr teils der A«« einer Firn«, die sich -ewöhnAch im ndUl v^i« ''_Wiener: MoLgerrzeitung. Honnummer ohne Name-nSangabe. Die Oeffentlichkeit wird hiermit vor solchen Ankündigungen oder Inseraten nachdnicklichst gewarnt. Sie stammen regelmäßig von Personell oder Firmen, welche die Wiener Börse nicht besuchen. Die Wiener Börsokammer hat in % 21 des Statuts für die Wiener Börse bestimmt, >daß Mitglieder und Besucher der Wiener Börse, welche sich maüktschreierischer oder anderer der kLuftnänniischcn Ehre uwlvüdigen Antündigungen ode Anpreisungen (hierunter fallen insbesondere alle anonymen) bedienen, sich eines Disziplinawergehens schuldig machen, welches mit hoher Geldstrafe oder dem'Ausschluß von der Börse geahndet werden kann. Die Wiener Börsekammer wird gegen einen Börisebchicher, der sich dieses Vergehens schuldig machen sollte, sofort einlschreiten, sie muß aber die Verantwortung für das Treiben solcher Pepsoncn oder Firmen ablchnen, welche sich als Bankiers oder Bankgeschäfte bezeichnen, aber nie zur Wiener Börse Zlltritt hatten und diesen Zutritt auch nie erhalten werden. Ein neue, Weg zur Beschaffung von Franken. Bekanntlich ist die österreichische Devisenzentralc nicht geneigt, die zur Deckung der verlustreichen Frankcnet>gagements notwendigen Fvanckemnengen zur Verfügung zu stellen. Infolgedessen ist es für die Verlustträger ziemlich schwierig, sich die notwendigen Valuten zu beschaffen. Um sie dennoch zu erhalten, wurde, wi'e die „Neue Wirtschaft" meldet, folgender Ausweg in der letzten Zeit eingeschlagen: Es wurden Papiere gekauft, welche in größeren Mengen tu Paris gehandelt werden. Diese sollen nach Paris gebracht, dort verkauft und aus -dem Erlösdie Schulden beglichen werden. Daraus wird es au6) zurück,gesÄhrt, daß in der letzten Zeit Juli-Süd so lebhaft gefragt waren. Nanientlich -am letzten Kassatag am Montag war Juli-Süd das Favoritpäpier des Tages. Es wurde offen in der Kulisse zugegeben, daß das Papier in erster Reihe für Zwecke der Devisenbeschaffung dienen solle. Geringere Nachfrage zeigte sich für Staatsbcchn und Länderbmrk, die ebenfalls diesen Zwecken dienstbar gemacht werden sollen. Besserung auf dem internationalen Stahlmarkt. Aus London, 3. d., wird telegraphiert: Ter Sv'kretär der Londoner Eisen- und Stohlbör.se schreibt, daß bei der gestrigen wöchentlichen Zusammenkunft wesentlich mehr Geschäfte getätigt worden seien als seit geraumer Zeit. Tie Lage scheine sich besonders seit der Besserung des Franken zugunsten der britischen Fabrikanten 311 wenden. Eine beschränkte Menge britischem Roheisens sowie befriedigende Quantitäten von Spezialeiisen würden nach ibc.iit Kontinent verkauft, dessen eigene Produktion jetzt so teuer sei, daß in der abgelaufenen Woche fest gar kein kontinentaler Stahl von englischen Konsumenten bestellt wurde. FrachteryLhnng in Polen. Wie uns die Speditionsfirma Jos. I.' Leinkonf, Aktiengchellschast, mitteilt, tritt in Polen ain 5. d. eine Frachterhähnug im Ausmaß von ungefähr 25 bis 33 Prozent ein. Gleichzeitig wurden teilweise Aendernng-en in der Güterklassifikation v'orgenommcn. Nähere Auskünfte kostenlos durch die Finna Jos. I. Lein kauf, A.--G., Abt. Polen, 1. Be;., Helferstorfcrstraße 9, Tel. 68.205 und 60.003. <Entgclilich.) Mitteiluaseu des Kredttoeenveretnes von 1870- Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde ein geleitet: Tschecho-Slowakei: Kuglec Eduard, Handelsmann, Abertham. Hofmaim L Co., Kaufleutc, Aussig. Mrazek Johann, Zuckerwarenhanbluug, Anffig- Dulze. Singer Emil, Eisenwarenhändler, Brünn. Belz Martha, Handeltzfrau, Gablonz a. d. N. Ertl Ernst. Drogist, Klostergrab. Preußler Gottlieb, Schneider, Kolin. Matejov Brüder, Wäscheerzeugung, Mahr.-Ostrau. Weiß & Millinger, Kansleute, Beregszasz. Fiala Heinrich, Spengler. Mähr.-Trüban. Süeregatelnoje Kreditnoje Drnrestvo, Gemischtwarenhandlung, Nizni Sinevir (Pod-karp. Nuß.). Zatloukal Franz, Maschiuenfabrikaut, Olniütz. Beck Egon, Reisender, Olmütz. Lanik Karl, Gemischtwarenhaudlung, Ober-Smrcnh. Boznica Fr., Galanteriewaren, Olmütz. Novotny Wenzel, Tischler, Pardubitz. Vo dicka Karl, Kaufmann, Prag. Elsner E., Inhaberin Erwine Elsner, Handelsfrcu, Prag. Vytvar Josef, Tuchhandlung, Prag. Stein Rudolf, „Patria", Taschnerlvarenfabrik, Prag-Michle. Gerö Desider & Josef Ritter, Kaufleute, Presov. Rona Panla L H, Schreiber, Strovkov. Dlapac Rudolf, Elektrotechniker, Radotin. Dolezal Robert. Gemischtwarenhandlung, Skutsch. Holzmann I. B., Gemischtwarenhandlung, Swratka Radeschin. Hmne Ernst, SchnittwarenhauU'imq. Tetsäien. Hohn Viktor, Kolonialwarenhandlung, Trovvau. Flußmann Samuel, Kaufmann, Trnava. Schönstnnni Salomon, Kausniann, Veca a. d. Waag. Janecek Ernst, Kaufmann, Witkowitz. Pavlistik Ferdinand. Drechsler, Zlin. — I u-g 0 s l a w t e n : Peurac Stanka, GlaSwarenhandlnng, Karlodac. „Sanitas", Drogerie. Belgrad. Mitrakovic Braca, Kaufleute, Bosn.-Dubice. Filival Slavka, Kausinann, Gospic. Krauler Ivan, Kairfmann, Kazazak bei Petrovce. Petras Jan, Handelsmann, Padine (Pancevo). Klasnja & Schmidt, Kanfleute, Varasdin. — Ungarn: Csarsch Jenö, Kaufmann, Fünfkirchen. — I t a 1 i e n : Suster Silvio, Kanfmann, Trient. — Der K 0 u k n r 8 wurde verhängt: Oesterreich: Sndv Christian, Privater, Langenwang, früher Gemischtwarenhändler,^ Siebenbrunn bei Kapfenberg. Kohllacher Johann. Schneidermeister, Admont. Tumler Fritz, Kallfmann, Innsbruck. Gran-Ruaz Gustav, Apotheker, Lustenau. Turner Leopold, Kailfmann, Ried im Innkreis. Kerilmavr Gustav. Holz- und Kohlenhändler, Graz. Gordcscki Halis, Kanslnailn, St. Ruprecht bei Klagenfurt. Dallcr Anna. Handelsfran, Salzburg. Martich Alfons, Kaufmann, Göß bei Leobei;. Amon Karl, Manrlfaktllrwarenhändler, Wester. Gruber Friedrich, Buchdrucker, Salzburg. Dernhaupt Walter, Kausinann, Salzbilrg. Prokop Rirpert & Co., Galanterie- und Papierwarenhandlllng, Salzburg. — Tschecho-Slowakei: Ouaiser Franziska, Schuhfavriksbesitzerin, Reichenberg. Hübner & Co.. Kaufleute, Aussig. Wagner Karl, Kaufmaim. Wiesenthal. Dubsky Franz, Kaufmann, Ruzomberok. Skuret Josefine, Schniitivarelihandlung, Hohenstadt. Bernbauer Eduard, Gemischtwarerchaildlung, Schönau bei Neutitschein. Brada Moritz, Kaufmann, Freudenthal. Aordböstnüsche Holzbearbeitungsmaschittenfavrik „Nohama", K. Schicht, Reichenberg. — Jugoslawien: Sege Iw au. Kanfmauu, Biarburg. Santak Mirko, Kausinanr«, Barasdin. — Ungarn: Bndapester Zeitnngsverlag A.--G., Budapest. Zakar Karl, Kaufmann, Szeged. — Außerdem meldete der Glallbigerschutzveibaud Oesterreichs folgende Z a h l u n. g 8 e i n st e l l u n g e n : Radrndt, Krüger & Co., Ges. nt. b. H.. Kleiderkonfektion. Berlin. Spiegel Aiar, Vkanufakturwaren, Münster i. W.' Hall Humes, Baumwollspillnerei. Roytetr. Barker Fanbert, Kostüm- und Rockfabrikatlt, London. Copeland John, Tnchfabrikation, Nornnmton. Teris Jakob, Wirkwaren. London. Neid Harold, Swansea. Swiudells John. Seidenerzeugung, London. Parker James, Mciutel- und Kostümerze lgung, London. Rossi Fercuccio, Gerberei, Turin. Milardi & Bcuüsegni, Knopffabrik, Florenz. Guarnieri Cesare, Handschuhfabrik, Mailand. Wiener Börse. Neuerliche RüÄgange. Fortgesetzte exekutive Abgaben im Zusammenhänge mit der neuerlichen Aufwärtsbewegung de8 französischen Franken bewirkten an der gestrigen Börse einen weiteren Rückgang des Kursniveau?. Unguusrigen Einfluß übte« auch Leerverkäufe der Kontermine und für M<fyefUx Rechnung. D« größeren Abgaben V-en- 4. April 1924 ' Seite.7 über wurden nur mäßige Interventionskäufe der Großbanken z». Ausführung gebracht, so daß ein Aufhallen der rückläufige» Bewegung unmöglich war. Nach Erledigltng der ersten Abgabe» trat wohl eilte etwas nchigere Stimmung ein, doch war eine merkliche Beffenmg nicht wahrnehmbar. Im Gegenteil, fortgesetzte Positionslösungen schwacher Hände bewirkten weitere Rückgänge, so daß der Schluß in der Ktilisse zu den t i e f st e u Tageskursen erfolgte. Eine AuSnahmsstellung nahmen bloß Länderbankaktien ein, die im Zusammenhänge mit der Höherbewertung des französischen Franken um 10.000 K. stiegen. Hingegen verloren Südbahn-Prioritäten 6000 K., Bankverein. 5000 K., Britisch-ungarische Bank 8000 K., österreichische Kredit 7000 K., ungarische Kredit 53.000 K., Unionbank 9000 K., ZivnostenSk« 11.000 K., Staatsbahn 27.000 K., Lombarden 7000 K., Alpine 8000 K., Felten 13.000 K, Krupp 22.000 K., Poldihütte 40.000 K., Rima 16.000 K., Waagner 29.000 K, A. E. G. Union 7000 K., Siemens 13.000 K., Tirnber Holding 41.000 K., Salgo Kohlen 35.000 K., Trifailer Kohlen 30.000 K., ltngaris'che Hofherr 20.000 K., Karpathen Petroleum 27.000 K. und Semperit 15.000 K. Im Schranken waren die Rückgänge einschneidender. Eine Reihe von Effekten ivurde mit dem Minuszeichen aufgezogen. Von den fließenden Schrankenwerten büßten Dampfschiss 40.000 K., Allgemeine Ban 50.000 K., Aussig chemische 70.000 K. Prager Eisen 40.000 K., Oberung. Hütten 50.000 K., Ungar, allgcm. Kohlen 190.000 K.. Lokomotiv Sigl 29.000 K., Fant» 350.000 K., Schoeller Zllcker 55.000 K., Ungar. Zircker 120.000 K. und Oesterreichische Eisenbahnverkehr 45.000 K. Von den zu Einheitskursen gehandelten Werten ermäßigten sich Adria um 80.000 Kronen, Nordbahn 500.000 K., Perlmooser um 210.000 K., Gölte» schauer um 325.000 K., Gösser um 200.000 K., Pilmer Brau nm 300.000 K. Dynamit Nobel verloren 450.000 K. ein. Inngbunzlauer Spiritus 1,500.000 K. Auf dem Petroleummarkte gingen Galicir llm 200.000 K. tiefer aus dem Markt. Ziemlich gut behauptet lagen tschechische Werte. Bezugsrechte: Öberösterreichische Wasserkraft 50 K. Auf dem A n l a g e m a r k t e waren Silbenenten höher, wogegen österreichische Gol^rente 1600 Punkte niedriger bewertet wurde. Tschechische Eisenbahnobligationen setzten ihre Auswärts- Lewegung fort. Don den Exoten notierten : Holzverband 24.000 bis 27.000 K., Mraznica 90.000 bis 103.000 K., Tepege 60.000 fitf 64.500 K., Wiener Waffen 16.000 bi? 16.500 K. Die Warenmärtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgmzeitun>g".) Baumwolle und Wolle. Am Bremer Baumwollmarkt bat sich da- Geschäft belebt nachdem die Arbeit in den Häfen teilweise wieder ausgenommen wurde. Auch am Platze war mehr Umsatz, während nur wenige Importgeschäfte zustande kamen, weil die anterikanischen Abgebei sich bei erhöhter Basis und kleinerem Angebot recht fest zeigten Die Zufuhren zum Bremer Wiarkt betrugen in der abgelaufeuen Woche 34.381 Ballen, auszeführt wurden 10.366 Ballen. Seit Beginn des neuen Ernteiahres (1. August 1923) wurden zngefiibrt 635.793 Ballen nordamerikanische (Vorjahr 695.717). 9143 Ballen ostindische (13.301) und 7735 Ballen verschiedene Sorten (4066). Ausgeführt wurden: 794.162 Ballen nordamerikanische (826.921), 16.193 Ballen ostindische (8796) und 10.615 Ballen verschiedene Sorten. Am Weltmärkte ist die Lage unverändert. Ter Absatz nach dem Inland war befriedigend. Tie Tendenz am Bremer Wollmarkt war fest, das Geschäft bei kleinem-lngebot in Fabrikstäusen ruhig. _ Biehmärtte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Margenzeittmz^.) :K i n d e r nt a r k t. Der gestrige 2luftrieb belief sich auf 37 Stück inländisches, 36 Stück ungarisches, — Stück tschechoslowakisches, 108 Stück jugoslawisches und 228 Stück rttmimisches, ztlsammen 404 Stuck Schlachtvieh, worunter sich 863 Stück Diastmrd 41 Stück Beittlvieh befandetl. Ter Gattung nach waren 350 Ochsen, 14 Stiere, 40 Kühe und — Büffel. Bei besserer Nachfrage blieben die letztnotierten Preise fest behauptet. Stellenweise sind die Preise um 500 K. pro Kilogramm gestiegen. ■ Schweine m fl 11 i. Aufgetrieben wurden 306 Schwein«, darunter 341 Fleisch- und 55 Fcttschweine. Letztere, die nur in mittleren Chtaltläteu vorhanden waren — Primasorten fehlten —, konnten die Dicnstagpreisc erzielen. Fetischweine haben sich in den meisten Fällcri tun tim 500 K. pro Ki.logravtm verteuert. Es notierten: Fettschweine 22.500 bis 23.000 K. und Fleischschweine 23.000 bis 24.560 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. S t e ch v i e h m a r k t. Die Grscinrtzufubr belief sich auf 2402 Stück Kälber, 1298 LSeiduerschweine, 182 Weidnerschafe, 106 Ziegen, 2031 Kitze und 332 Lämmer. Bei lebhafter Nachfrage konnten Primasorten Kälber die vorwöchigen Preise erzielen. Mittlere und tnindere Qualitäten erlitten einen Preisrückgang vo» 1000 K. pro Kilogramm, Fleischschweine in besonders guten Qualitäten sind lim 1000 K. pro Kilogramm in der Notiz g«- stiegen. Fettschweine tendiertert unverändert. Es notiertetu Kälber 25.000 bis 26.500 K., Weidnerkülber 22.000 bis 31.000K., Fleischschweine 24.000 bis 30.000 K., Fettschweine 26.000 bis 27.500 K., Schafe 10.000 bis 22.000 K.. Ziegen 6000 bis 14.000 .K., Kitze und Lämmer 16.000 dis 26.000 K. pro Kilogranlin. _ Baumwollmarkt. Nerv-Bork» 2. April. Bauntwollztlfuhreu in beit atlaitl n»d Golfhäfen 10.000, im Innern 3000. Ausfuhr nach Großbritannien —, liach dem Kontinent 13.000. Lokalmarkt middling: 29.10 (letzt. Kurs 28.50). Tendenz : Fest. — Termine: April —.—, Mai 29.01, Juni —.—, Juli 27.95, August 26.70, September 25.35, Oktober 24.70, November —.—, Dezember 24.25, Jänner 23.92, Februar —März 23.80. Berliner Börse. Berlin, 3. April. Wenn auch in der aus allen GebictLg unverändert Vorhervschcrtdnt Geschäfts stille noch keine Be« lobuug eingmreren ist, so scheint in den bislang täglich sranfiirücnöi'u Äursrückgmugen ein Stillstcr:ld eingerretM zu setz», uild es machic sich eine ^«nisse Wideostan-Rvaft geltend. Die Arrdorrkllappu,,^ ch ckber »och nicht bevobeu. Mir klntzfristiye4 Geld mrrßlev X& Ovomille pro Tqg dqprhlt wer»«

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