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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-03 · Heft 1844 (3.4.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1844 (3.4.1924)
Date
1924-04-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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% 6rffe 8 &fen, Donnerstag *™ ~" Wiener Mornen^ektung. nvn*sasmwMfli MgSWBgaMUWUMBHiMUKHB ■Sf^i ti Piiiik An, A ,f,„ „„. Kommandtte der Kroatischen Eskomptebank, Agram Bankgeschäften Wiei\, I. LSitUSrgStt« 4 Telephone: 60*4*82, 60*4*93, 63*4*85, 64*4*42. 68-4-78. 69*4-82 Ecke Bognergasse beim Öraben) Kredituna Warengeschäfte 10463 Telegrammadresse: Frapobank Bollswirt. Ter gestrige -«rreiabrach ao der Wiener VSrfe. Eine umfafiende Operativ» btt Aoutrrvnnr. hn der gestrigen Börse hatte er vorübergehend den Anschein. Äs ob die Wiener Börse überhaupt seiden Hak! verloren liäite und die Kurse ms Bodenlose stürzen würden. Ans den Gesichtern der meisten war die Panikstimmung leicht abzulesen. Tie Engagements eines bisher als solid gegoltenen Börsenspielers, die aus 40 Milliarden geschätzt werden, wurden exekutiv gelost. Dies hatte selstverstäMich eine Drückung des Kursniveaus Zur Folge. Dazu kamen noch die Nachrichten von den internationalen Platzen über eine weitere Steigerung d-Z Franken, was in vielen überängstlichen Gemütern die Furcht auAöste, daß nunmehr noch weitere Ex Unionen folgen werden. W-enn auch diese Momente geeignet waren, das Niveau herabzudrücken, so können sic doch nicht als ausschlaggebend angeführt werden. Alle Umstände sprechen dafür, daß die Kontermine einen großzügigen Einbruch gemacht hat und die vorerwähnten kurs-drückenden Momente als eine für ihre Aktion geeignete Grundlage angesehen hat Sie hat zirm größten Teil in den führenden Kulissen- und Schrankenwerten Leer ab gaben gemacht und dadurch das Niveau rapid' heruntergerissen. Man konnte genau beobachten, wie diese Bewegung um 42 Uhr ihren Anfang nahm und bis halb 1 Uhr dauerte. Ms die Banken sehen, welche Verwüstung dem Markte drohte, da haben sie, die anfangs aus mehrfachen Gründen unschlüssig dem ganzen Treiben zugosehen hatten, endlich eingeschen, daß unbedingt mit Interventionen eingegrrffen werden müsst. Dies hat auch die ganze Börsenstimmung gegen Schluß völlig umgeändert. Er soll hier nicht erörtert werden, warum die Banken sich so spät erst;ii Interventionen entschlossen haben. Tatsache ist, daß einzelne größere Kontermineure gemeinsam einen größeren Coup gemacht haben, um so größere Gewinne einzuheimsen. Zum Teil ist ihnen diese Absicht gelungen. Sie wurden aber m ihrem weiteren Treiben gehindert, als die Banken doch der Borst unter die Arme griffen. So ist die gestrige Deronie als nichts andere s als nur eine vorübergehende Episode der gestrigen Börse, angezettelt von einigen gewinnsüchtigen spekula-tive« Elementen, zu b et r a ch t e n. Tie Hansa-Bank nntrr SeschSstranfstcht. Frankfurt. 2. April. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Die Hansa-Bank A.-G. in Frankfurt rr. M. hat um die G e j ch ä f t s a u f f i ch t angesucht. Unberechtigte geschäftliche Maßnahmen des Leiters der Offenbacher Filiale der Bank, Dr. Linnenbecker, der weit über seine Befugnisse an zahlreiche Offenbacher Industrielle große Kredite eröffnet hatte, haben sowohl bei der Offmbacher Filiale wie bei dem Frankfurter Hauptinstitut eine so starke Jlliquidität erzeugt, daß eirre aktive Wetterführung der Geschäfte gegenwärtig nicht mehr in Frage kommt. Bei dem Institut bestehen unter anderen Verbindlichkeiten Verpflichtungen m der Höhe von vierhundert Millionen Goldmark am Frankfurter Markt. ibelastun-g von 15 bis 25 Prozent heranswirtschaften kann, wie sie gegenwärtig verlangt wird. Selbst die besten Unternehmungen waren im Frieden kaum in der Lage, einen Gesamtgewinn in dieser Höhe zu erwirtschaften. Wie weit die Struerbelastuwg getragen werden kann, «ist ein ebenso ungelöstes Problem wie die Belastung der VolkSwirltschaft durch die neuen Bahnfrachten. Alle diese ungünstigen Momente kommen in der Bewertung der Effekten an den deutschen Börten zum Ausdruck. Wir sehen, daß zahlreiche wirkliche Goldwerte den Kurs von 50 Prozent unter pari nicht überschreiten können. Es kommt eben bei einer stabilisierten Binnenwährung nicht mehr auf den Kapitalwert allein, sondern auch auf den Zinsertrag an. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist anZunchmen, daß die deutschen industriellen Unternehmungen nicht annähernd in der Lage sein werden, Dividenden auSzuschutten, die den ZinS. sähen entsprechen, die für freie Gelder auf dem Anlagemarkt erhielt werden. Naben den ungimstigen Ertragsaussichten drückt der Umstand auf den Kurs der Effekten, daß auch der Kapitalswert im spekulativen Sinne infolge der noch völlig unüberfchbaren Zusammenlegungen der Gefahr einer wesentlichen Verringerung auSgosetzt ist. Jevisen- ««st Saltttenftttfe. (Mitgetettt von der OesterretchMen Nationalbank.i Vista Amtefdam U f holl. Oulden ®rram 1 1«?. Kronen , . . Peiprud 1 niivjr . nMln* 1 rteiifqehe FclehamsrS Rrn«se' 1 heWsciie Franc« . ^n^areRt 1 ungarische Krone» “tifcarent f Lei ...... r"''rls*ianla 1 norwe*. Kronen tfonrnhapen I rfSniarhe Kronor i.nndoo i P*tmd Sterling . . '•atWH 1 Petetas. Wallanrf , k.irn. vew Yorif t Dollar. i’iri# t Pranr^ ...... Pw» 1 tschertio-stow. Kronen ^oüa 1 T.ewn c<flCt«i'Oim T sehweriNeheKfonor Warschau** 1 nolnUche Mark. Zürich 1 8chweireriache Franca Geld 28370, - m.- 374— 15,30 38t1). n.90 V>\- 0430. 11730, — 3n.wn. - 94*0,- *174.- 70730— 4772— 2123. - MO— 18570— 12445— AtHl Ware t. April Oe!d War« Noten Amerika». Noten v. 5 Dollar ««»«, „ » kleinere . . , Heleinehe Noten 100 Franca « . Btil^arische Noten zn 1000 Leva . . . 100 % . „ . kleinere. . . Dflnische Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten*. . . ,1t» ... , . , kleinere* . , . Engl. Noten von 5 Livrest. aafw. „ . kleinere. FraneOaiache Noten 100 Franca . Hollfinrtlache Noten 100 Gulden . italienische Noten v. 100 Lire aufw, . kleinere . . . Jngosi. Noten ungest. su 1000 Dinar . . » 100 » . . kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . PolnisÄe Noten — , . kleinere** . . . Rumänische Noten rutOnOu.50OLet , . U'einere . . . Russ.Noten (1* mit.) zu 500 Fabel . „ . .100. . , '''einrre. . Sehwediseiie Noten IM '>om»r . Zehweiseriselie Notr> IM Francs. Spanische Noten ICOFtfftas . . Tschecjio-slow. Not. v.1000 auiw, . . kleiner« Ungar. Noten (neue Ent.) tu ICOOKr. .tu ia«)0 Kr. . . . . . . kleinere. 3375.- 488.- 11640.— 15.10 14^ 3037W.- 3U3VO.- 4245.- afjoso.- 3180.- 3130.- 687.- 8*7,- 9330.- 74.- (».- 338,- 338.— 12M- 9310.- 2112,- 2N7.- 0,65 ss4an.> 26? r..- 26457.- 5 8.- 87».- 57-7.- 878. 872. - 876. 75.40 Iß— 3631,— 3094. 31w.- 1.- 0.90 1 — N5.- 363.- 76S,_ N7».- 0487.- 9*20, 1^37.- 11677.- 306vr.- 3?S5vt.- 3065«.- 047.7.- 8687.- k>7?7.- 318^.- 3P4,_ 3»36.- 71188.- 7093*».- 711'<7, 4288— 3082— 7908,- 21V.- 7127. - 7137— 514— *10— 51!86?0— 18820— 18830, - 12505!- 12445!” 12505.” 7oor,.)._ 7071).-;iiic— 7ir^7.- 7051'.- 710f'\- 3'65.- 3053. . 3085, 495.- 488— 496.- 476.- 46^!— 47«!— 11720. -- 1149 .- 11570— 15.70 15.10 13.70 15*5» 14Ä r<so *0.5300.- 303770.-- 395309— 303100.- 303577— 3051*'«.- 4275.- 396n.- 3997— 26230.- 28107,- 2«r«— 37OO.- 3120.- 3140— 3170.- 3090.- 311 §73.- 867.- 8TJ— 863.- 85?!- Ä- 944!).- 9360— 9440.- 84.- 73.- 83- 79.- 68.— 18- §6>.- 358.- 362- 3«.- 338.- 34?.- 18460*.- 16610— 187IO— 12440.- 124!o.— 1240').- 9390.- 9560— 9640— 2102— 2118— 212?.- 2097— 8113— 0.95 0.85 0.95 0,80 0.90 0« 9 Für 1000 ».-Mark, ** für 10.000 pol». Mark. e.9o Morgarrs Anleihe an die Schweis. Aus Zürich, 2. d., wird telegraphiert: In den yeutiarn Morgenstunden sind die bisher geheim gehaltene» Bedinaungon bekannt geworden, und welchen die Anleihe der Schwei; bei Morgan abaeschlosien wurde. Die Anleihe» summe öestyist sich aus 30 Millionen Dollar und ist aus 20 Jahre zum Zinsfuß von 5.5 Prozent und einem Gmisiüons^ kurs von 97-5 Prozent abgeschlossen. Sie soll hauptsächlich zur Tibgung.-dtt 'schweibenden Schuld, speziell für die Rückzahlung von Rsckriptionen und für Getreideliefevumgen von Amerika, bestimmt sein.. Die Dollaranleihe hat bewirkt, daß der Dollarkurs in der Schwsitz seit gestern stark zurückgegangen ist. Me deutsche SSrsenlage. Ans Perlt.» wirb gemeldet: Me unsicher, wm nicht ,zu sagen, pessimistisch, auch m deutschen Bankkreisen Äe weitere Entwicklung am deutschen Effektenmarkt beurteilt wird, geht auS bm neuesten Monatsbulletin des bekannten Bochuuwr Bankhauses Droste u. Tewes hewor, in dem es unter anderem heißt: Die Samerungskrist der dmtjschen Wirtschaft ist noch nicht zu Erche, vielmehr beginnen jetzt erst die Schwierigckeiten, die verschichenen BelastungAsaktoren auAzulbalancieren. Das Augchot svwchl aus laufender Produktion wie aus der Liquä-- dierung der Sachwerworratr ist sehr erheblich aus allen Aiavktgsbieten. Der Preis muß jetzt wieder genau aus Lohn- -koste« und soziale Lasten, Fvachtewbelostung, Steuern und Z-iusbÄastung kaMiert werden. Cs zeigt sich nun ein starkes Mßvechältnis dep verschiedenen KalVulationsfaktyren. So tMß sehr bezweifelt werden, ob die deutsche Wirtschaft sine Ains-- Nrunlichr Steigerung Ser ftauMche« Franlen. Spekulative Kaufe. A-uf den rntevnatioMen Bcklntenplätzeu h>aj es Aufschen erregt, daß der französische Franke» neuerlich eine stark« Aufprärtsbowegung eingeschlogen hat. Diese Bewegung nimurt allem Anscheine nach von London ihren Ausgang.' Schon an der vorgestrigen Londorver Börse, hat der französische Franken sich starker Nachfrage erfreut und -ist diese verstärkt zum Ausdruck gekommen. Auch New-Pork hat größere Frümkemnengen aufgekaust. In Zürich ist der Franken aus 38,30 gestiegen, während er noch am Vortage 31,60 notierte. Er hat also eine Besserung um zirka einundeinhalb Schweizer Franken aufzuweisen. Die Ursachen dieser plötzkichen Austvävtsbewegung scheinen rem spekulativer Natur zu stin. Die internationale Spekulation scheint nämlich nunmehr eine große Wendung gemacht zu haben. Sie Hai, während sie früher in der Baissespekulation engagiert war, nunmchr größere Engagements m der Haussespekulation entvievt. Ein Teil dieser Haussespokulatione« benchr auch darauf, daß sie ihre Baisseeugagements doppelt gedeckt haben, d. h., daß sie mit der Hälfte ihrer Deckungen ihren Verpflichtungen nachgekomnren sind, mit der anderen Hälfte aber a fa Hausse spekulieren. 9hm scheint sich diese Häusiespekulation zu stärkerer Agilität entschlossen zu hoben. Dagu war ihr der Umstand willkommen, daß die neue franMsche Regierung erklärt hatte, daß sie an dem ursprünglichen fimnzielleu Reformprogramm schalten wolle. Die französisch!! Regierung ist mit dieser formierten Frankenstergerung nicht einverstanden. Die französische Industrie macht sogar Schritte, um stde weitere Steigerung durch das ftan-zösische Noteninstitut unterbinden zu lassen. So ist es 3. April 1924_Nr. auch wahrscheinlich, daß sich die französische Regi-runy Kürze wird entschließen müssen, eine Kursreguliervftß des Franken nach abwärts, auf das als Stobils»! ierUN gsgrenze beabsichtigte Niveau eiitztreten z u 1 a s s e n. Da der französische Export derzeit größere Devisenmengen benötigt, dürfte ihr «me solche Wtion nicht schwer fallen. Die Regierung hat doch wiederholt indireckt «rklärt, daß sie einen Kurs von 91 Franken für das Pfund fcsthMeic wolle, was einem Züricher Kurse von etwa R Eew« times entspricht. Die Kommerzialisierung der ungarische» staatliche» 8» triebe. Berichten aus Budapest zufolge wird ein Plan, betreffend die Kommerzialisierung und Abtrennung der staatlichen Betriebe von der Staatsverwaltung ouSgsarbeitet. D!« staatlichen Betriebe sollen selbständig gemacht und auf kommerzieller Basis reorganisiert werden. In erster Linie werden die Staatsbahnen, das Telephon und die staatlichen landwirtschaftlichen Betriebe unabhängig ausgebaut werden. Die Post und der Telegraph verbleiben weiterhin in staatlicher Verwaltung. Bezüglich der Beschaffung der selbständigen Bewirtschaftung sind noch keine Details ausgearbeitet. Die Abtrennung jfi jedoch als beschlossen zu betrachten. Das drahtlos« Telegraphenwesen wird einer Aktiengesellschaft übertragen werden. An dieser Aktiengesellschaft wird der Staat nicht beteiligt sein, sondern nur einen bedeutenden Anteil des Reingewinnes erhalten. Namentlich bei den staatlichen landwirtschaftlichen Betrieben ist der Verdienst des Staates ein minimaler, da diese pro Joch 2 Goldkronen abwerfen. Man erwartet, daß die selbständigen und kommerzialisierten Betriebe, sowohl wirtschaftliche als auch finanzielle Resultat« aufwersen werden. Ein Baukenzusammenbruch in Budapest. Aus Budapest wird gemeldet: Di« Ungarische Bau- und Jndustriebank erklärte sich bei der Börse als insolveckt. Es wurde gleichzeitig bei der Polizei eine Anzeige seitens eines Kommittenten der Bank wegen Veruntreuung von 360 Millionen Kronen erstattet. Die Bankleitung begann mit den Kreditoren sofort Verhandlungen. Die polizeilichen Nachforschungen wurden bis zur Beendigung dieser Verhandlungen eingestellt, damit der Bank Gelegenheit zum Zustandebringen eines Ausgleiches geboten werde. Die Zuckereinfuhr nach Rumauien. Berichten aas Cluj (Klausenburg) zufolge, sind die Zuckervorräte im Abnehmeu begriffen und mau rechnet damit, daß bis Ende April, Mitte Mai, überhaupt keine Vorräte in Siebenbürgen vorhanden sein werden. Die Transporte aus den rumänischen Fabriken treffen nur langsam ein, so daß man zur Vermeidung des Zuckermangels aus dem Auslände wird größere Quantitäten importieren müssen. In Handelskreisen wird darauf hingewiesen, daß der ausländische Zucker in Rumänien heute infolge der hohen Schutzzölle um 4 Lei pro Kilogramm teurer ist, als die rumänischen Raffinade. Es werden Schritte zur Erleichterung der Einfuhr, respektwe Reduktion der Zölle eingeleitet und man nimmt an, daß die Regierung die Zuckerein.- fuhr aus dem Auslande begünstigen wird, damit die herrschende Zuckernot, durch Wucherer nicht ausgenützt werden könne. Wieutr Börse Mt Die gestrige Börse wies einen sehr bewegten EharakteL auf. Maßgebend hierfür war die unerwartete Steigerung deS französischen Franken. Um die dadurch zu erwartenden Verluste, welche sich durch die Frankenspekulation ergeben, decke» zu können, wurden exekutiv« Selbstabgaben ausgeführt, die auf den ohnehin geschwächten Markt einen derartigen Druck ausübten, daß im Eröffnungsstadium sich die Rückgänge zwischen 10.000 bis 30.000 K. bewegten. Trotz dieser Rückgänge wickelten sich die Umsätze dennoch in vollster Ordnung ob. Auch im weiteren Verlaufe des Verkehres konnte keine Erholung Platz greifen; im Gegenteil, es wurden weitere exekutive Verkäufe für einen Großspekulanten, Namens Heinrich Gräber, getätigt die nach Schätzungen einen Umfang von vierzig Milliarden erreichten. Diese Verkäufe, zu denen sich auch größere Leerabgaben der Kontermine gesellten, wirkten derart einschneidend auf dem Markte, daß es nur durch Inierventionskäufe des Bankenkonsortiums verhütet würde, daß keine größere Deroute sich ergeben hat und die Kurs« vom Tiefstände sich ein wenig erholen konnten. Immerhin waren gegenüber des Vortages ganz einschneidende Rückgänge zu verzeichnen. So fielen Südbahn-Prioritäten um 13.000 K., Bankverein um 15.000 K., österreichische Kredit um 21.900 K., ungarische Kredit um 33.000 K., Depositenbank um 8000 K., Anglobank um 15.000 K., Unionbank um 30.600 K., Zivnostenska um 35.000 K., Staatsbahn verloren 50.000 K-, Alpine 46.000 K., Felten 44.500 K-, Krupp 26.000 K.. Poldihütte 25.000 K., Rima 11.000 K., Waagner 23.000 K.» A. E.-G. Union 16.200 K., Siemens 15.100 K., Timber-Holding 40.000 Kronen, Salgo - Kohlen 59.000 K., Brunner Maschinen 61.000 K., ungarische Hofherr 17.000 K., Karpathen Petroleum 42.900 K. und Semperit 38.000 K. Im Schranken waren die Rückgänge einschneidender als in der Kulisse und namentlich die schweren Papiere stärker angeboten. Von den fließenden Schrankenwerten büßten Dampschiff 120.000 K.» allgemein« Bau 40.000 K., Aussig chemische 120.000 K.» Berg und Hütten 140.000 $t.r Prager Eisen 65.000 K., Ungar, allgem. Kohlen 210.000 K., Urikany . 70.000 K., Leykam Josefsthaler 26.000 K., Fanto und Schoeller Zucker je 160.000 K., Schönpriesener 85.000 K., Ungar. Zucker 240.000 K. und österreichische Eisenbahnverkehr 119.000 K. ein. Bon den zu EinheitLkursen umgesetzten Papieren bet**’**« Nordbahn 550.000 K., Golleschauer 140.000 K., Perunochtze Zement 190.000 K., Wienerberger Ziegel 240:000 K-, Pilsner 100.000 K. Auch Eisenwerte und Kohlenpapiere unterlagen der allgemeinen Schwäche. Von den Aktien der Papierfabriken wnrden Heinrichschaler um 270.000 K. und Neusiedler um ^-2+$/.-$9A

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