Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1844 (3.4.1924)
- Date
- 1924-04-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 18Ö " Wien, DcmrwrZiatz , ' r, ... ,1-1 . ... , ... —. imscheinend Wien verläßt, durch schcm< MschisdSko-NiZertv. den Abschied schwer machen. * Den Philharmonikern erwächst die Sorge, für Wei-n- Farbner einen vollitoertigen Ettsatz zu beschaiffeir, der lehr leicht in beging auf die Auswahl der Progrmnrne und in l>e-M>g auf die Anzahl der Novitäten, wart schwieriger jedoch irr bezug auf technische Meisterschaft zu finden sein wird. Richard Str-auß, der Operiidirekivr und der RrLstchgleiter der Philharmoniker in Südamerika, hat wcchilerwovbene Rechte'. Wenn das Orchester nur nicht dabei vom Regen in die Traufe fonnnt nnd die Wmstiuldiemntz noch eilserdiger, die Auswahl der Novitäten noch einseitiger (!) wird. — Auch die BoKsoper hat cm Stelle Weingartners noch keinen Direktor gefunden. Fnrrwäntzfar hat sich ganz vorn Wiener MuM-sben zrrrüchre,Men rurd in der DfacriLeper ist durch Herr Abgang / ClesnenS Kreuch' nach Frankfut die KapellunersteMM aikui ge-vorlden. So sind ans der stanzen Linie Dirigentenkrisen ausgobrochen. Und doch gibt es draußen im Reich so manche hochbegabten, österreichischen Dirigenten — nicht Routiniers, deren wir in Wien gerade genug haben, sondern Persönlichkeiten —. die viallvicht in die Heimat zurüükebren würden. Wir nennerr aus» Geratewohl Rainer. Ichmeidel, S-tekel und Szell von den Jüngeren, von bereits namhaften Dirigenten Klernperer, PrüDer, Stiedry und den Roichsdentfchen Leo Blech, dis bei Einrainmrng eines entsprechend großen, unabhängigon WirÄrngskrvises vielleicht zu gewinnen wären. Man müßte ihnen freilich unbekümmert mn Paragraphen und Schablone freien Sprolraumr lassen, wenn sie — entgegen dem in Wien fo beliebten reartionEN MusiKurs — dem Neuen, das Ginlaß begehrt, auch Einlaß gewähren wollten. sth. KmiSÄate» für den Lirigenteupoften aa der ßtaalsoprr. Ms Nachfolger -es Wiener Staatsopernkapellnrelsters Klemens Krauß, der, wie wir bereits gemeldet haben, als Iniendaitt der Oper nach Frankfurt a. M. berufen worden ist, werden folgende deutsch' Dirigenten genanm: Julius ö r ü wer (Wernrar), Robert Heger (München), Ferdinand Wagner (Nürnberg) und Eugen S z e n k a r (Berlin). — Julius Prüwer, der Weimarer Generalmusrkdir-Ätor, ist fallt jugendlicher Stürmer mehr; er hat ome Reihe von Fahren am Breslauer StadtLhoater gewirkt und in der Förderung der neudeutschen Komponisten, besonders von Richard Strauß, zu einer Zeit, als der erbitterte Kamps der Meinungen um dir nachvagnerfche Oper aus dem Höhepunkt angelangt war, sich seine Verdienste erproben. Den Wienern ist er vom Konzertpoidinm aus bekannt. — Robert Heger war erster Kapellmeister in Nürnberg und boklordet jetzt die gleiche Stelle an der Münchener Staatsoper. Daß er der Moderne sich nicht verschließ:, bewies er in der heurigen Scvrson mit einer ausschließlich Igor StrnwinÄhv Schaffen gewidmeten Matinee. - iFerdinand Wagner ist aus Dortmund. nach Nürnberg berufen worden, um die Nachfolge -Hetzers anzutretcm Mit dem AuSbcru des Spielplcnies des St-aidtchsaters beschäftigt, bat er auch,fur die Erfordernisse einer nuderuen Opernrogie Verständnis bekundet und die Verwahrlosung so mancher Vorstellungen ian orchestralen und szenischen Teil beseitig:. — Eugen S z e n k a r kam von Prag über Alt-en-burg nach Frantsurt a. M.. wo er besonders für die Werte rmnanischen Eharairers und zoitgenössischer Präguarg sich ei-nsctz-re. In seiner setzigen Stellung als (ÄeneralmusiL-irektor der Berliner Bolksoper hat er in letzter Feil besonders durch seine gla nz - volle Leistung als Dirigent der MnffovgSkhschen Oper „Boris Godunow" von sich rdbtflt gemacht. venoffmschaft dmmaWcher Autoren und Komponisten. Radioattffikhrnug und Autorenschntz. Die Genossenschaft dramatischer Autoren und Komponisten hiolt eine Dersanmrluug <vb, in welcher «der AoNsitzonde ■mitteiiii«, d^rß es dem Vorstände nach einer Borfprachc beim Finairzmin-iftermm gelungen fei, in der -Fratze der Waren- Umsatzsteuer insvserne eine Künftige Erledigung in der Weife herbeizuführen, daß diese Steuer beim Verleger eingehoben wird, so daß in Zukunft vermieden werden soll, daß diese Steuer vom Thecrt-erdirecktvr, Verleger und schließlich auch noch vmn Autor eiugehvben wird. Der Vorsitzende kam auch auf die schwere materielle Einbuße gu sprechen, lvelche die Autoren durch die Marlendwerttmg erlitten halben und gab bekannt, daß diese Einbuße Mi der Einkommensteuer berücksichtigt «werden wird. In dem Falle Stefan wurde das Dürgertheawr, daS sich weigevte, „Agrr" unter den Vertraglich vereinbarten Bedingungen ansVusüthren, sachsallitz, und Stefan erhobt wtn geücht'lich einen Anspruch aus eine Milliarde Abfertigung. DMar Löhner unterbreitete dem Ausschuß den Antrag, in tzeeig- Wieuer Margeuzeituus. lloobtotes l.eclöi' Mk Kleideraufputz ros GEW I TSC H. Westbahnstrasss Nr. 18 netei Zeit vor,Morgen., daß bei R a d i o ü b e r t r a g u n g e n EigentumsrrchSverlehurlgen der Autowtt und Ätompoiuften vermeldrii werden. Dia Thealerdirektoreu wären daher nn geeigneten Zeitpunkte darauf aufmerksam zu machen, die Genossenschaft erb'de daraus Anspruch, daß den Autoren bei RadwMertraglrngen dieselben Ansprüche nnd Rechte zvgesicheri werde::, u>ie bei den bisherigen Ausführungen ihrer Werke. Seitens eines Mir-Kiödes wurde darauf hittFewiüsen, daß in der O'pe-.- d-emnöchit fcyon ein Radioapparat zur Äus^ stellung gelangen wird nnd cs daher geboten fei, sich rechtz-eitig für die Interessen der Genossenschaft ein-zusetzen. Irr AWaevtzerein mck drrArÄtorenverdand. Heute wird ein.- Sitzung des Exekutivkomitees der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Theater abgchalten, in der über das Programm der mn Moniag vormittags abzuhalteu-den Perfamntinng der Bühnemnilglieder beraten wird. Es ist beabsichtigt, von/den Direktoren der Wiener Operettenrhoater zu verlangen, daß sie sich derpflichieu, sämtliche Mitglisder ihres Theaters vom i. Sevt^nibe: an loreder zu engagierrn. Der Bühncnverein beabsichtigt, im Falte die Bühnenungehörigen fiir Dcönta-g vornrittägs nicht von den Proben dispensiert werden, einen P r o b e n st r < t? für Montag vormittags durchzuführnl. Zcnmrverbot der ..PfarrhauSkomödie" on de, Nenaisiemecbühne. Die Zensur hat die Ausfübrung von Lautensacks „Pfarrharmvnikerrt veranstaltet wird. Es werden in ununterbrochener tion lwt gegen dieses Derbor den Rekurs an den Bürgermeister als Landeshauptmann ergriffen. Richard Strauß-Fest. In der Zeit vom 2. bis 14. Mai sin-- d-et in Wien ein Richard Strauß-Fest statt, -das gemeinsam von der Stnatsoper, der Gesellschaft der Musikfreunde und den Philhwmonikern veranstaltet wird. Cs werden in ununterbrochener Noihenfolge Ansiührnwgen der dramatische?. Werke sowie der fvmphomschru und Kammcrmusikwe.rfa stattfmben. Julius Wolfsohn wurde nach einem im Smetema-Saat irr Prag mit außergeivöhulichem Erfolg absolvierten Konzert von der dortigen Urania siu einen lsihopiN'Äbend verpflichtet. Der Wiener Chovin-Abend des Künstlers findet am 9. d. im mittleren Konzerthaus-saal statt. Prof. Wolf«ahn s-pielt -diesmal außer einer Reihe selten gehörter Präludien, Etüden, Nokturnen. Walzer mtd Mazurkas die große H-Moll-Sonate, die F-Moll- Phantasie und das Scherzo' H-Moll. Ein« Ausstellung alter Instrumente. Das Dortmunder Kunst- und Gewerbemufemn veranstaltet zur^sit c'i-nc beachtenswerte mu s i-?h i st oris ch e Ausstellung. Es handelt sich dabvi zumeist mn Instrumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zur Erö-ffnuntz ssand ein nrusikhistorisches Kmrrert statt. Es wurden gregoriaurche Gesänge. Madrigale, Cihörr von Palesirina und Issak und alte staliewi-sche Arien zu Gchör gebracht. Aus de» Meatem. Bur gth-eater: Morgen. 7 Uhr, ^Der Atpenköniq^und der Menschenseind". Das Durrstheaier veranstaltet nn aroßen K o n 5 e r t h a u s s a a 1 in der Karwoche drei Anstührurtgen des «Klmsterneuburtzer Osterspieles in dar UeLertratztmtz, von Gisela Beuger mit he ^teilender Musik von Andreas Meitzrnböck. Die Änfführungen finden R?ontag den 44. d.. Mittwoch den 16. d. und Sonntag den 19. d.. 7 lihr abends, statt. Akademi-etheater: Die für morgen Freitag amgesctzle Vorstellung errtfällt wegen technischer S-ckwieriateiterr. S t a a r s ö p e r: In der morgigen Vorstellung von „Carmen" smgt Kammersänger P i c c a v -e r den Don Jos-e. Ka mme rs pie're: Heute. 7 Uhr, faßte Vorstellung von -Frank Wedekinds „S-oirnenspe-kirnm" und ./Der Ka-inmerpinger" in der Promieretrüesehnng. Di« Vorstellung ist allgenrein gugängllich? Abends 19 Uhr zrnn ersten Male Lonis Berncuils Lustspiel „Der Frechdachs''. Volk so Per: Heute ..Cavalleria rusticana" und ..Der Bafazza". Freitag ErstauMyrung von Mozarts „Cost fan Ärtte". Samstag FestvoZtellnng „Die Flederma-uS". Der italienische Bariton Pasquafa A-mrto, der mn 12. d. in der Dollsoper als Searpia in „Tosen'' auftrrtt, wird am 16. d. den „Mfio'" in. „Cavalleria rnsticana" und den Ton io in singen. ‘ Im Raimund-Theater verabschiedet sich Eligen Stl öPf er in Ibsens „Gin Bol-kSseind". Die kurze Dauer feines diessahrigen Gastspiel-es war durch sein dringendes ErholunflsbedürfnlS -bedingt, daher kann der Künstler auch nicht, wie oeplant, als Präsident in ^Kabale und Liebe" bei Max Reinhardt auftr-vten. Im Neuen Wiener Sladtth^'ater -gelangt di« Nestcohsche .Da-nuhäustrparodie" Montag den 7. unk Dienstag den 8. d., viertel 8 -Uhr abends, Mgnnftcn der Humanitären Zwecke des Lvkalverbrndes des Bühnenivereins rur AnWhrung. Die Hauptrollen sind mit Haust Niese und Willy Thalker besetzt. Im Lustspiektheater beginnt ChavloitL Ander Samstag den 6. d. ein auf nur Mr wenige Wende berechnetes Gastspiel. Die Künstlerin spiel-t in -er Komödie „Die iwrere Stimme" von Dario Nicvydenti. Ihr Partner ist Ivsof Jarno. Blühende Menschen. Dar Abstcrbcn de- Haarbvdens. Die Blütenprachi, die alle Welt beglückt und begeistert, erfüllt de,t höchsten Zweck der Natur: Die Erhaltung der Pflanzenriattung. Ohne Blüte — keine Frucht. Den voll „erblühten" Menschen schmückt die Natur mit prächtigent Haupthaar, und der Pflanzenwelt haben wir voraus, daß ein Äbblühen nach Erfüllung unseres Daseinszweckes uonnalerweise auch nach Jahrzehnten nicht erfolgt. In unserem Zeitalter ist aber nichts normal, nicht die Form unseres Daseinskampfes und infolgedessen auch nicht unsere Lebensweise. Die Folgen seihen wir inSbesoitdeve an unserem Haarwuchs. Seine höchste Blüte entwickelt er etwa bis zum 29. Lebensjahr und dann erfolgt oft ein schnelles Schwiitden der Hciarpracht. Die Schäden sind eben starker wie der Wille \v fa;v, uns das Attribut unserer Bolltvertigfait, das ist unser Haupthaar, bis an8 Lebensende zu erhalten. Können wir nun die Schäden, also den Haarausfall, abwenden und uns n«ie Haare wachsen lassen? Endlich sind wir so weit, die Frage bejahen zu können. Unglaubliche Schwierigkeiten waren zu übevvinden; einural sondert der Haarboden zu viel Fett ab (Schinnenbildung), daL anderemal zu wenig (infolge Bechornung der obersten Hautschichte). Dann sind wieder Nervosität oder auch Nervenerschöpfung nach Krankheiten die Ursachen des Haarausfalles. Da fast immer mehrere Ursachen für den Haarjchwund in Betracht kommen, galt es, ein absolut reizloses Mittel zu finden, das nicht nur die Ursachen des Haarausfalles beseüitzt, sondern auch die Haarwurzeln zu erneuter Zeitbildung anregt. Dr. Weidner hat mit seiner Silvikrirr^Haarkur den richtigen Weg gefunden und damit geradezu verblüffende Erfolge, selbst bei Glatzen, erzielt. Kreisrunde kahle Stellen, ob bei Kinder:«, oder Erwachsenen, ve^ieneu prompt ans Silvi,'tin mit nenem Hüorwüsin'-r. r -nn 3. April tm Seite 7 Serichtsfaal. Siue 8l>etrag8die. Das Zivillandes-gericht befaßte sich gestern mit einer Klatze ans E h e 1 r e n n n u g, die d>-r Arzt Tr. HanS Rotz-itsek gegen seine Frau anyestreogt h-atre. Wie fehl ntiieet-ciü, hatte die Frau gegen ihren Gatten zwei Schüsse abgegeben, von denen der chm den rechten Arm deS Gatfan -er>; chm eiterte der Mette die Sckmlter verlisch, so baß Dr. R o bi ts ek, der sich jetzt der sechsten Operation unterzieh in muß, den Verlust des rechten Armes zu b-eiffoavn hat. Frau Robissek wurde wegen Mordv.'ts'.ulieZ dem Lande«Sgcricht ai-ngel-kfan, jedoch bald auf dcn 2 '. e t n h o f gvüracht. da sie die Tat in einetn Zustand der Lurnesvevwirrunlg begangen hatte. Die Ghe war aus L-iabe geschlossen worden. Als Doktor Robitfek auf Beraidlasiung seiner Eltern die Bopewrngen zu dem vernröge-uslosen Mädchen lösen wollte, versuchte es am Silvester 1321 einen Selbstmord, in-en« ck sich durch einl'n Revolverschuß schtver verletzte. Damals entschloß sich Do'tor Rochlitsek, daS Mädchen zu heiraten. D-ie <Lhe gestalfate sich jedoch sehr uivglückbich. Der Klagevertreter beantragte die Trennung der Ehe mit Rücksicht auf die fortwährenden N-achstcllnna-'n, die die Frau dem Gatten, den sie haßte, bereitet hatte. Der Berir.'ter der Frau gaib an. daß seine Klientin durch die Qualeroren des Gatten in den Wahnsinn getrieben worden sei. Der Richter beschloß, den Gerichispsychiater über den Geisteszustand der Frau und dir beantragten Zeuaen beider Parteien vernahnten. woraus die Vevhanidlnirg vertagt wurde. Der!?«ßbaWieIer als Jefrmdailt. Ter Kassier deö Bankhauses Theodor Kantor und Cie., Anton. Sandner. wurde gestern von einem SchAffeugericht wegen Diebstahls, begangen durch Äneionuug von Schecks und Werlpapierel« tin Werte von über 2fi0 M i i* lion c n, die er als L b m a n n e i n c 4 Fußballklubs für Duort-Artsrüsiungsgegenstände und für Börseuspiel verwendet hatte, zu einem Jahre schweren Kerkers, der Mitanqellagre, Konstantin Weist, »vegcn Diebstahlsteilnchmung zu acht Monaten einfachen Kerkers verurteilt. Sandner war Lei seinen Spekulati-oitcn in die Baisse hineiugekounnen, so daß er das angeeitznete Geld verlor. Ter Angeklagte gab an, seirte einzige Lebensfrage sei der Fußball und er habe zirka -10 Millionen für den Klub ausoegeben. Im Verlaufe eines Wortwechsels zwischen dem Vorsitzenden und dem Verteidiger Dr. S ch n e p p wurde über den Rechtsanwalt eine Ordnungsstrafe von einer halben Million verhän-gt, die hernach auf« gehoben wurde. _ Gin Mord aus Rotwehr. Ban Haknkrenzlern Überfüllen. Köniasberq, 1. April. i'I. T. A.) Vor der Strafk-artl'ue. des Landesgeri-chtes Braunsbera findet ueoeniwäreiq ein Prozeß aeo-.'n, den SLsähripen indischen Rechtskandidaten Paul W o chs r! m a n n aus Königsibeva statt, der in der Nemabrs-- nach: 1924 in Bramisberg den SLiäbrvaen Brlreauvntzestellten Willi Kirstern -erschossen httt. Di« Anklage lautet auf Totschlag. Ters-cTben. liegen folgende Tatsachen zugrunde: Wecklolmann nnd sein Freund Brait begfaitoten in der NeuiahrSnacht,^ i Uhr morgens, ein Fräulein Launran-n von einer FamAier^eier nach Hause. Ans «dem Wege wurden sie von SH?» stein -und einein Genosien a n ge rempelt. Es kam zu einem Kampf, in dessen Verlaus Kirstein von Wechselmann erschossen wurde. Der Fall erregte sei-nerzett großes Aufsehen. De? Angeklagte WechsÄmann wzäWe, daß er: von Kir» strin. der als Antrsemit bekannt -war. mit „Juden junge" unk anderen Schimpchoorten bedacht inch chngeremipett worden sei. Als er Kirstein abzuschüiitoln versuchte, «habe ihn dieser an der Brust und am Hals gepackt. Zmn Schluß hat Kirstein ein Holzmesser gezogen, das Weck'scll'mann im Dunkel für einen Ginnm-cknüppii! hielt. Er bade darauf seine Pistole oezogen und Kirstein gewarnt. Ms dieser ihn wieder an griff, habe er zunächst eirwn Schreckschuß ab-pcgeben. Kirstein griff ihn wieder mit dem Messer au. worauf er in Notwehr einige Schüsse aibgab. Der Untersuchungsrichter. LandeSgerichtsrat Löhner. s<W ÄS Zeuge aus,, durch einen LokÄlermin sei fastgestall: worden, daß nr-an in der Dunfachett die Messer-aArappe ja:» sächlich für einen Gummiknüivvel halten konnte. Ein weiterer Zeuge, der Kaustnannsgehille Hugo Gl a ß, erzählt, Kirsttm haste. tzaL Messer schwingend, auögerufen: .Mer als I ud en» fr« u nd be ka n n t ist. de m sei dieses Messe r".Andere Zeugen gab»n au, daß Weckscssmann wiederhÄt die Warnung ausstieß: „Weg oder ich schieße'." Kirstein aber tÄ Aeußerungen. Äs ob er glaubr-e, auch die Pistole Wechst.- man-ntz sei etroc Attrappe. Der Zeuge Brati gab an Kivsteiu und fein Genosse« hätten immerfort gerufen: ..Juden 'ra u s. e s r i e ch r nach K n o b -l a u chw' Die Zeugin L a umann schilderte die HergcntgSwci'ft in Usberemstimmung mit Wechsel-manu und Braii. Die Verchmidlnng wird einige Tage in Anspruch nehnwn. Erklärung des Haarwuchses" gibt darüber Aufklärung und zeigt Ihnen, warum alle bisher angewaitdten Msttel ohne Erfolg bleiben mußten. Geheimrat Zuntz, der den'richtigen Weg wohl einschlng, hat leider infolge seines frühen Todes das Ziel nicht erreicht. Professor Dr. med. Friedentha! hat als erster den Wert der Weidnerschen Erfindung erkannt und gewürdigt. Auch Ihnen soll Gelegenher! gegeben inerden, sich zu informieren. Jedermann, der Wert aus den Besitz nnd die Erhaltung eines schönes reichen Haarwuchses legt, erhält kostenlos und postfrei dos erwähnte Büchlein „Die Erklärung des Haarwuchses" u-nd eine Silbikrinprobe. Schreiben Sie sofort an den Silvikrinvertrieb Dr. Weidner u. Comp., Innsbruck 10, Maria Theresienstraßc 49. Benützen Sie der Einfachheit halber den GratiSbe.;ugschein. den Sie als Druellach-' in affewem Kuvert, das mit Ihrer Absenberadresse v.-v'- - einienden. \ E'!-ali-oe;'.rgich.'in: Für eine 'Sv--