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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-01 · Heft 1842 (1.4.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1842 (1.4.1924)
Date
1924-04-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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L’, Sette 6 Dien, Dien Stag * Explosion eines Gasofens, oK’itfc; ist cm Gatvfen im Operatwnsraum dcö Mgenieinen Krankenl-a'.ises. Ab - tcitung Professor Dr. tvahrend Rrva'.at::rarbeiten explodiert, bei ixm venmiüich ein Anstreicher nngeschickr hantiert hatte. Durch die Explosion wurden zwei Gla-Vitrinen und drei auf die Alserstraßs führende Fensterscheiben zertrümmert. Bericht wurde zurr <7-1 ück niemand. * Von der Straßenbahn gestürzt. Borgesrerc: abends wollte in der Mariahilferstraße bei der Kasernengasse die 46jährige Private Anna Lern er,, Förstergas,se 8, bei der Haltestelle aus eineu Str-szenbahnzug steigen stürzte, und erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. Die Nettnugsgesellschaft verband sie und brachte sie in daS Rudolfsfpital. * Dunkle Uniformen und weiße Aermel für die Sicherheitswache. Die Sektion der Chauffeure des Handels- und Transv^rtarbeiternrrbandes IhiI als Ergebnis der am 22. d. abgehaltenen Verkehrsamtsünrferenz mitgcteilt, daß man kompetenten Ortes daran denke, die gegenwärtige KhaAuniform der Sichcrhcitswache durch eine dunkle U n i s o r rn zu ersetzen, und zwar auf Grund der von der Sektion der Chauffeure und von der Kraftfohrunion vorgebrachten Beschwerden über die leichte Ueö cr s eh o a rkei t de r Sicherheitswachorgane bei der gegenwärngen Uniformfarbe. Ferner sollen "die gegenwärrig proberveise eingeführten langen, die Uniform überdeckenden weißen Aermel der den Berkchrsdienft an sreguenten Posten versehenden Sicherheitswachorgone allgenrein für diese Organe eingeführt werden, weil sie hiedurch den Autolenkern ,'chon in größerer Entfernung sichtbar werden. Auch die Kraftfahrrrunion hat die Einführung schwarzer Uniformen für die Sicherheitswache verlangt.- Der Handels- und Transportarbeiterverband und die Kraftfahrerunion haben an die ihren Verbänden angehörenden Chauffeure ferner die eindringliche Mahnung gerichtet, sich des Alkoholgenusses zu enthalten. weil Trunkenheit im Dienste standeswidrig sei. * Flecktyphus in Budapest. In einem von Zigeunern bewohnten Hause in der Madachgasse in Budapest sind neuerlich sieben Zigeuner an Flecktyphus erkrankt und einer z e st o r b e n. Die Behörden haben angeblich alle Vorkehrungen getroffen, um diesen neuen Seuchenherd unschädlich zu machen. * Ein Lehrstuhl für Hebräisch an der Mlnaer Universität. Aus Wilna meldet I. T. A.: An der hiesigen Universität wurde ein Lehrstuhl für Hebräisch eingerichtet. Inhaber \6& ist der polnische Orientalist Professor Nodes Lehrstuhls wicki. * Die Hakoah-Spieler an der Reihe. Die nächste Nummer res Witzblattes „Servus", welche Mittwoch erscheint, bringt rrstklassige Karikaturen von sämtlichen Spielern der Hakoah. Außerdem enthält dies bereits so sehr beliebte Witzblatt Kari- 'aturen i'Dosel und Seipel am BallhauZplatz usw.), und viele lustige Beiträge. Der Verkaufspreis beträgt ab dieser Nummer rur 2000 K. _ (Entgeltlich.) Kleine Chronik. * Eine offenherzige Steuererklärung. Der Bcranlagungs« »mmissär für die Einkommensteuer im Staat Minnesota fand rnter den Eingängen kürzlich auch die Steuererklärung eines iraven Bürgers, der gewisienhaft seine Einnahmen im einzelnen spezialisiert hatte und am Schluß seiner Steuererklärung wläuternd hinzufngte: „In diesem Jahre haben meine Einnahmen nur den Betrag von 1000 Dollar erreicht, weil rch rur während acht Monaten des Wahres gearbeitet habe. In )en restlichen vier Monaten s-aß ich im Gefängnis: denn ich bin öeruslich als Einbrecher tätig." Der gewissenhafte Steuerzahler verfehlte nicht, den Brranlaaungskommissär in einem Postskriptum auf seine Schweigepflicht betreffs der Mitteilunzen hinzuweisen, die ihm in seiner amtlichen Eigenschaft von lern Steuerpflichtigen gemacht werden. * Asnmilationsromanlif. W-arschaner Blättern entnehmen wir die folgende Geschichte: Vor einigen Tagen wurde hier unter genauer Beobachtung aller rituellen Vorschriften der SOjährige S. in das Judentum ausgenommen. S. stammt, wie aus seinen Personaldokumenten hervorgcht.^aus Petersburg und ist der Sohn eines gewesenen russischen Fürsten, An seinem Gesuch um Aufnahme in das Judentum erklärt der zunge Exfürst, daß ihm der jüdische Glaube, mit dessen Einrichtungen er sich schon seit langem besaßt habe, außerordentlich Zusage, und daß er schon seit Jahren den Eintritt in das Judentum angestrebt habe, ohne hier^r bisher die Möglichkeit gefunden zu haben. Seine Vorliebe für das Judentum will S. damit erklären, daß sein« Mutter auch von Juden abstamme. Die Rogemacyr yar, me ieuur m mrer ,-ccnoyen gerausi ivuroe uno vor einigen Monaten freiwillig zum Judentum zurückgetreten ist. Die Trauung der beiden hat bereits stattgefunden. * Der erste weibliche Staatsauwalt. Aus Berlin meldet I. T. A.: Während des vor der 8. Strafkammer des Landesgerichtes 1. Berlin, am 17. d. ftattgefundenen Hochstaplerprozejfcs Annv Sannick-Wernicke Vertrat . zum ersten Male vor einem Berliner Gericht ein weiblicher Anwalt die Anklage. Es 'war dies die Referendarin Tr. Blumenthal, eine Jüdin. Sw entledigte sich ihrer Aufgabe in sehr geschickter Weise. den Rabbiner zu ärgern diesen ein, mit,zuessen. „Sie als Gehst- ... __ . ... .- vorliegenden Sratistck'geht hervor, daß unter 74 Männern und Frauen, die in. Kunst und'Wissenschaft Hervorragendes leisteten, nur Zehn Mene« Mokge«AeMt«O.^ MteUMgm «Mi dem PMistm. f April IM M. is^ Parfümerie ^LORR/UH** Savotinerie rührende Marken: Eau de Cologne Russe Ein« de Cologne Chypre Creme Lorgnon Creme Lorignon*Chypre Loirain-Toiletkseite, Badeseile, Speikseife AJleinerzcutcr der C. Ji B /9V9X Rameraelffin in Slangs« bcstb-,k;ior.ten DM Kl 8 H und WftrieU Wien, XX. Taborstrasse Nr. 98 *=•4=» Telephon Nr. *2*1*65 KultusmS JastiZ'Talare und Barette erhalten Sie vorrätig oder nach Mass bei der bekannten Special firma RUDOLF GOLDSTEIN, Grosses Hager feiner Stoffe fßr Massbesteüungen T«t.4g a.fl» WIEN, II, TABOR$YRASS£ 54 taso GRADO- £5 Pension Goldberger Eröffnung am l. Mal. — Preis für komplett» Pension In der Vorsaison Lire 30. — Anfragen vor dem 1. Mal t Rtatorante Goldberger. 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Mengergasse 19 Telephon 47-9-72 m als Rabbiner," erwiderte Luwslewski erstaunt und indignierc. „sollten doch wissen, daß wir katholischen Priester feine Frauen haben dürfen/' Daraus der Rabbiner: „Ja, richrig, oder gm ist?s doch." * Genie und Kinderzehl. Auf Grund eingehender Untert/tcn frfifvtttt nmn mm fvrpffifirit. nrnmfi» <£ V ft j] c 6 i>r e n c sind. Die überwiegende Mehrzahl derer, die ans verschiedeuen Gebieten .^ahnbrecher" waren, setzt sich aus s v ä r g e b o c c n e n Sprößlingen kinderreicher Familien zusammen. Eooper war das elfte von zwölf Kindern, Bala c, das letzte von dreien, Napoleon das achte, F r a n klrn das vorletzte von sechs, Wagner das siebente, Mozart und Schumann das fünfte und Schubert dos dreizehnte von vierzehn Kindern. Die Eltern bedeutender Menschen waren demnach bei der Geburt ihrer hoffnungsvollst:', /"/'üli'kge bereits st: vorgeschrittenen Atter. Geschäfts h a nd wagen jeder Bauart, vier» und «weiräderig, steil und celedert, in erstklassigster AuBlQtrung, sa ganz konkurrenzlosen Preisen, siete lagernd Klosterneuburger Wagenfabrik A. G., Wien. 12. Beairk, Grieshofgasse 16, Telephon 82-4*30 eis Bereine. Vorträge «nd Bersmaml«»ge». Jüdische Tischgesellschaft Innere Stadt gemeinschaftlich m i t Z i o n i st i s ch e r Bezirkssektion I. Heute Dienstag, */«9 Uhr abends, im großen Saale des Eafe Siller, Vortrag des Herrn Rosenbaum „Die Bedeutung des Matrikelwesend für das Judentum". — Kulturgruppe der Zionistischen Be- -irksorganisation Brigittenau. 20. Bez., Karl Meißlstraße b. Heute DieuStaq, 8 Uhr abends, Literaturkurs. Referent Pros. Wilhelm Menkes. Morgen Mittwoch, */,8 Uhr abends, fft‘ Chorprobe mit Musikbegleitung unter Leitung des Herrn Wüntraub in der jüdischen Topnbeehalle. Alle Chormitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. — Jüdischer Elternverein Alsergrund. Infolge der durch den Elternverein veranstalteten Purimfeiern konnte nur der Hebräischkurs ffir Erwachsene eröffnet werden. Die Kurse für Anfänger werden erst am 6. d. eröffnet werden. Um die Einteilung der Kinder vorzunehmen, bitten wir alle Eltern, die noch nicht vorgcnommcnen Anmeldungen bis zum 5. d. nachzutrageu, mittels einfacher Postkarte an Herrn Tr. Leo Gvldhammer, Wien, 9. Dez., Roßanerlände 23. * Der Jüdische Frauenverein Lcmdftrasxe (Präsidentin Erna Schwarz-Hitler) veraustalter heute Diensrag im Marmorsaol des KursalonS (Stadtvark) einen F ü u f u b r t e t mit Musik- und Gefangsvorträgen. Karten bei den Mitgliedern, im Cafö Ilion. 3. Beg., Löwengaffe 39. und an der Kassa. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Sektor 1 Heute Dienstag den 1. d., präzise 8 Uhr abends, in der Ylachgtsellscltaft Barschaft, Hotsl-Reftaurant Barschak, II. Große Schiffgasie 3 VORYKA® Herr Dr. X. F. FlnkQlstQln: „Innere und äußere Assimilation" Jeden Dienstag zwanglose Zusammenkünfte mit Vorträgen Jüdische TischgeselIschaft Alsergrund_ Morgen den 2. April 1124, 8 Uhr abends, findet der IV. VORTRAGSABEND im Grossen Saale des Caf£ Metropol. Wien, IX. Bez., Berggasse Nr. 33, statt Thema: Jß esaafiaio P».vL«A «V esn« Vortragender: Dr. VV. HE.R2.BtKG :cöio Um zahlreichesErseheinen wird gebeten. Gäste v/inbommen Austritte aus Sem FuSeatom. Sim ElifabeUi. geb. 10. Oktober 1885, Jllova, 3. Strohgasse 4. NissrlS Aloifia geb. Lorenz, geb. 24. November 1869, Kamrnitz a. L., 3. Bez.. Landstraße Hauptstraße 141. NisselS Hermann, geb. 17. Jänner 1886, Wien, S. Bez., Landstraße Hauptstraße 141. Mund Erutstine, geb. 7. Juli 1900, Men, 6. Bez., Gumvendorferstraße 74. Lederer Bettina geb. Seidner, 27. März 1892, 3. Bez., Gensäugaffe 13. JonaS Otto, geb. 23. April 1902, Wehrmann, 10. Bez., Troststraße 105. Fischer Wilhrlmine. geb. 21. Juli 1890, 2. Be,., Schiffamt», gaffe 10. Graf Han?, geb. 15. Februar 1902, Mechaniker, 2. Bez., Czerninplatz 2. Taub Jauka, geb. 81. Juli 1905, Horkan, 2. Bez., Novaragaffe 40. Kramsiflitschek Robert, geb. 13. Februar 1908, 2. Dez., Untere Augartenstraße 36. Hulda N. ged. Zimmermann, geb. 25. Juni 1888, 2. Bez., Untere Llugartenstraße 38, Serkiu Willielm, geb. 27. Jänner 1893, Teplitz, Chemiker, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße 2. Bardach HanS, geb. 30. Juni 1897, Wien. Fabrikant, 19. Bez., Hohe Warte 34. Klein Irma, geb. 7. MLrz 1394, Wien, Bankbeamter, 19. Dez., Peter Jordanstraße 32. Simon Katharina ged. Großmann, ged. 30. Jänner 1901, Wien, 19. Bez., Friedlgaffe 51. Boda Ludwig, geb. 6. Juli 1868, Szegedin, Kaufmann, 19. Bez^, Grinzingerstraße 49. Schweitzer Wilhelmine Lea, f»eb. 19. März 1885, Hadersdorf- Weidli'.rgcm. Mangold Hedwig geb. 2. Dezember 1902, HaderSdorf-Meidlingan b. Wien. Jucker Karl. geb. 3. November 1993, Wien, Frisur, 18. Bez., Antoniaasie 54. KanninSki Israel Henoch, ged. 19. Juai 1884, Njeshim-Bursenk, Tischlergehilfe. 14. Bez., Preysinggasse 21. Durst Josef, geb. 15. Dezember 1898, KaczanowSka, Tapeziertr, 2. Bez., Novaragasse 49. Deutsch Jona» Eugen, geb. 8. Oktober 1869, Arad, Kaufmann, 6. Bez., Hirschtngaffe 1. Goldberger Siegmund Simon, geb. 3. April 1691, Budapest, Kaufmann, 6. Bez., Girardigaffe 6. Kraus Eugen, geb. 26. Marz 1902, Wien, Handelsangestellter, 6. Bez. Gumptndorferftraße 114. Landau Kurt, geb. 6. Jänner 1909, Wien. 2. Bez., Odeongasse 8. _ Bühne und Kunst. Modernes Theater. „Jngeborg", Komödie von Kurt GStz. Daß Wiedersehen müt dem Lustspielchen über daß dreieckige Thema bereitete dem Publikum offenkundiges Vergnügen. Es „geschieht" zwar gar nichts in allen drei Alten (sogar daS Geschehnis, von dem unaufhörlich gesprochen wird, Frau Jngeborgs Verführung, erfolgt nach dem letzten Fallen des Vorhanges), aber der Dialog plätschert so munter und witzig dahin, die Aufführung ist so vortrefflich, daß man sich des heiteren Abends freut, um so mehr als sich bei oller Freiheit der Rede und Auffassung auch die Empfindlichsten nicht verletzt fühlen können. Ein gänzlich zotenfreies Lustspiel ist jetzt eine Seltenheit und verdient anerkannt zu werden, doppelt, wenn man trotzdem Geleigenheit zum Lachen findet. Valerie v. MartenS entzückte durch ihre kapriziöse und geistreiche Eigenart, Maja Gering bvachte die weffen Sentenzen Tante OttüienS zu bester Geltung. Auch den männlichen Mitwirkenden (die Gesamtzahl der Personen beträgt fünf), den Herren Ritter, Schreck-er und dem Autor Kurt Götz (als Unwiderstehlichen), gebührt volles Lob. Das Bühnenbild war reizend und nützte alle Möglichkeiten der kleinen Bühne. K. M. „Ae Wölfe.' Uraufführung im Moderne« Theater. Im Rahmen einer literarischen Veranstaltung ging Arnold Brusts Einakter „Die Wolfe" in Szene. Der Antor nennt da» Drama ein „Winterstück". Tatsächlich! Er lief uns eiskalt über den Rücken. Nach einer Jbsenscheu Introduktion wird in ausführlichen Dialogen eine Diskussion über das Thema abgesührt: Das Weib liebt die Starken, Furchtbaren und läßt sich von ihnen jubelnd erobern „Jedes Weib will einmal von einem Gorilla geraubt werden," sagt der Raisonneur des Stückes, ein in Sezualftagen überaus versierter Mann, und verbveitet sich über diesen Gegenstand sehr eingehend. Der Jllustrationsfall folgt aus dem Fuße. Er ist wahrlich nicht alltäglich. Die Gattm des linden, frommen Pfarrers, der keines seiner Haustiere schlachtet und alles, was da kreucht und fleucht, das von Gottt geschenkte Äeben zu Ende leben läßt, hält einen Wolf und ein« Wölfin gefangen. Die Wölfin muß hungern und auch sonst schmachten (sie ist vom Männchen durch ein Gitter getrennt), den Wolf aber füttert die Herrin mit lebenden Kaninchen, die Torkel, ein riesenhafter Kerl, bringt und dafür in heimlichen Dämmerstunden von der Frau Pastor „entlohnt" wird. Den prachtvollen, von der Wölfin ferngehailtenen Wolf aber führt sie, wenn er brünstig ruft, in ihr Schlafzimmer. Nämlich: Rotköp-pchens Furcht vor dem Wolf wurde ftüher nicht richtig gedeutet. Sie hatte geschlechtliche Grundlage. Und als Rotkäppchen mannbar wurde, knüpfte es mit dem bösen Wolf ein Verhältnis an ... Selbstverständlich ist das grausige Geschehen mit Symbolen umvankt. Der Kosmos gibt allerlei Geräusche von sich. Die vereiste Landschaft hört man furchtbar anfstöhnen, Wölfe brüllen in den erstarrten Wäldern, während sich die Heldin mit dern Wolf im Nebengemach sodomisch ergötzt und unter seinem Kchlbiß verröchelt, umwirbt Torkel, der Urmensch, ans der Szene ein blonde?, sanftes Mädchen, das erfolgreich belehrt wird, wie herrlich sürchurliche, ungeschlachte Männer mit rotzottiger Brust und steiuhattem Biz-vps sind, und ein Akteur versichert, daß der Ort der Eveignnng hart an den Bezirken Äsiens liegt. Das Stück des begabten jungen Dichters ist abstoßend, ekelerregend und die Form ist vorläufig geborgt. Eigenarttg — leider — ist bloß der Vorwurf. Renata M o rdo, der bereits durch die Aufführung von Tollers ,^Hinkcmann" seine nicht gewöhnliche Jnszenierungs^ kunst erwiesen hat, gab dem Drama eine balladenlpfte, }tinty mungsvolle Einleitung. Auguste Pünkösdy, die blonde, herzinnige Wienerin, tat sich wirklich Gewalt an, da sw die vyu -rasender, perverser Lust glühende Pastorsfrau mimte. Es ^lng nicht recht, trotzdem sie ausgezeichnet sprach. Ganz hervorragend Wilh?lm Klitsch als Arzt und (selbstverständlich) Herr Wer- .. . n 1,! ^O. A.

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