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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-30 · Heft 1840 (30.3.1924) · p. Seite 16

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1840 (30.3.1924)
Date
1924-03-30
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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lÄiSÄo. an Seite 16 Men, Sonntag Wteuer Morgenzeitrmg. 60. Mars 102-1 Är. 1640 O « n O P t 6 [ R I C II T Frühjahrshüte. Mil den ersten Sonnenstrahlen können wir auch die erstell Frühjahrshütc begrüßen, dir allenthalben rn bim:cr und reizendster Fülle anstauchen, lind wir können auch schon einzelne Tttps konstatieren, die sich durchzusetzen beginnen. Ta ist vor allem der kleine, dunkle, nur in diskrmester Weise garnierte Hut, die Ränder ringsum oder nur vorn oder rückwärts sich einrollend, die .Kopfseite höher als bisher, inttmuer sogar fast spiv znlanst'Ud. Schwarzes, feines, sehr glänzendes Stroh ist letzter Erl. Moire oder Trlomanbänder, ziemlich schmal gewählt, nmschlingen unten die Formen und bilden vorn, seitwärts oder rückwärts ganz flache Schleifen. An der Frontseite glänzen Schmnüstückc mit Gehänge, eine glatte längliche Silberschnalle mit cinaeschnittencr Hieroglvphcnschrift oder seltsam verschlungen eil Monogrammen, die sich die schönsten Plätze ans der Toiletre der Dame erobert haben, auch bei den Diademhnten ans schwarzem Atlas und sogar bei den altägyptischem Kopfputz nachgebildeten Formen. Sogar Ä rr l o in o b i l t a p p e n ans Seide, mir Bankdekoration oder farbigen Stickereien, werden in Schwarz oder in Bunt dem Toiletteganzrn assortiert, akiueller noch sind schmale Surrzhütchen, Glocken mit etwas bewegten Rändern, von schottisch gemengten, zu Stirnreisen gefügten Perlen umgeben. Rot ist die beliebteste Garuiturzugade, daneben M e t a l l b o r t e u in Silber, Gold und Stahl. Tas Bestreben nach dem ganz kleinen Hur schuf Modelle fast ohne Rand, nur unten mir einem winzigen Tttomanbändcheu versehen, das sich nach rückwärts iu eine M i n i g t u rschleife verknotet: schmalrandioe Formen, seitwärts au.saeschlagcn und mir einem offenen Fächer aus gelbem Lire band geziert, während kecke Ledechütchen durch bunt gestickte anseesepte Dreiecke den ersten Frühlingszauber markieren oder durch rückwärts kreuzartig gestellte kleine Ledcrleulcn mit geschliffen.'n Stahü-ägeln an ein anrikes Äeulenmodell erinnern. H.n rmmunger Ucberrafchnvg pcrlierteS Stroh mit bum eü: gewirben Bordüren, genial dragierte schwarz: Ailastnrb a.ns, die an-der Stirne mit einem glatten Silbermonv tür kischen Charakters geschmückt sind, ferner B . elous ans schwarzem Stroh oder Roßhaar, mit schmalen gewellten Suomanbändchen, von denen rechts ein kleines, gl-eichfalls gcw-ellres Schleifchen herabhängt. Hm den Hut zu den neueil, bräunlich getonten Taillcurlosrümcn abzustimmen, werden diverse schwarze Formen diskret mit holzbraunen Taffetbändern garniert; die gleiche Verwendung finden braune Holzperlen und als stimmungsvoller Akkord zu einem marineblauen Mantelkleid erscheint eine schwache Strohclo che, von einem schwarzen Taffctband zloeifacs, umwunden, in das bunte Rokokobuketts eingewebt find. Auchder Zweispitz kommt wieder, mit beiderseits aufgerollten Rändern, deren Spitze mitten auf der Stirn liegt, bunt ausgerüstete, hohe Roßhaarformen tauchen auf, ferner glatt bespannte Formen mit Lamcstoffen in Silber, Gold und Sucht, von dunklen Karos durchzogen. Bunte A p p l i! a t i o nau, in Einzelmotiven ober zu Diademen geordnet, flache, würzige Blümchen, die sich zu einer bnntsürbigen Mosaiks: raste kristallisiereu, gewöhnen bas Auge rasch au das noch Buntere dcr mit grellen Farbeiimustern belebten Seidencloche s. de neu daun assortierte Schärpen mit flatternden Enden sehr lebhafte Gesellschaft leisten. R. Ri e nczel. Zwei charakteristische Frützjahrsmvdrlle. d i ä 1 C o m plet aus dunkelblauem Rips; Kleid fontbiliiert mit kafakartiger weißer Crepe de Ghine-Bluse, Jacke paletotartig mit apartem, weiß ansgeschlagrncm Stehkragen und Bortenputz. Schwarzes Crepe Georgette -Kleid mit reich bestickter, glockeuartig fallender Tun-ique und aparter weißroter Georgette-Applikation; zierlicher vorn in eine Masche endender Kragen, die Schultern frei lassend, so daß das Kleid für Straße und Gesellschaft geeignet ist. Modelle aus dem Modenpalais Julius K r u Pn i k, 7. Bez., Kaiserstraße 115. Dir harmonische Uniform in Wedekmds „Sonnenspektrum". Die heikle Ausgabe, für ein „Mädchenpeusionüf' ein dezentes Ausstattungsbild zu schaffen, wurde in Wedekinds „S o n u e nsP ektrum", dessen geschloffen« Nachwremiere am 27. d. stattfand, in überaus zarter Weise'gelöst. Malt stand vor dein Problem, acht Mädchen-- typen eine passende Umhüllung zu geben, die einerseits u n i f o r in zweckentlprechend, andererseits doch für die Linie der einzelnen individuell wirken sollte. Durch eine aparte Kombination wurde ein primitiver, aber äschetisch reizvoller Eindruck erzielt. Die Mädchen bekamen eine ganz plissierte weite Hose und darüber in duftigster Weise ein plissiertes Hemdcheu in Cmpiresovm mit eurer Einfassung in der Farbe der Strunrpfbander. Die ganze Gruppe bildete, wenn sie sich zusammenschlost, eine Art Regenbogen, wobei die Farben anschwellend von Blaßgelb und Blaßlila über Orange, Zinnoberrot, Kirschrot und Grün bis ins Schwarz gingen; die Strumpfbä nder originellerweise aus Stvaußfedern mit Straßrnöpfen, die Haarbandeaux lange, über die Schultern flatternde, mit Rokokoröschen besetzte Schleifen, die bis zu den Knien reichten. Die Wirkung wurde erhöh: durch das Nebeneinanderliegen heterogener Färbet: und man konnte sich darüber wundern, wie harmonisch beisvielsweise ein schwarzes Hemd mit grünen Strümpfen, gelüert Strumpfbändern und kirschroten Haarbandeaux zusammentlaug, ein Beweis, daß das Farbengesetz in der NC'de einer vollständigen Revolutiomernng entgegengeht. Dieses Arrangemeut stammt ans denl Waschesalon D. Rose u f c U) auf den: Kohlmarkt. Exzenirisches in der Mode. Nach den neuesten Mekduw gen sind die Londoner Damen auf den Einfall gekommen, ihre Fingernägel mit kleinen, künstlerisch ansgüichrten Bildern, vornehmlich Porträts, bemalen zu lassen. Es handelt sich um eine Bemalung mit Emailfarben, die von Zeit zu Zeit entfern und durch eine neue ersetzt wirdi Apfelgrün, Blau und mattes Schwarz sind besonders bevorzugt. Ohne eilte wandelnde „Gemäldegalerie" wird sich die moderne Dame nicht mehr sehen lassen können. Aber Pari: will London in der Extravaganz nicht nachstehen. Der Schmuck hat sich Neuland erobert. Nachdem Hals, Stirn. Frisur, Händer und Arme mit Juwelen so sehr behängt waren, daß für Neuanschaffungen kein Platz mehr blieb, ta'in man ans beit Schuhabsatz und ließ damit eine Mod: wieder anfleben, die vor dem Krieg in Rußland. Len: Reich der elegantesten Schuhe, sehr bekannt war. Dieser neue Schmuck wird in jeder Qualität hergestellt, von den echten Steinen angefangen bis herab 51^ den billigsten Nachahmungen. "Nach Möglichkeit sollen die Steine die Farbe des Schuhlsders tragen. Bald werden kleine Vermögen sich im Straßentot verlieren oder in den Autos und Ballsälen, bis ein neuer d-ernier cri diesen Snobismus verdrängt haben wird. r. m. LET^Tg PARJSßB KR? 'ATI ONE# MODELL HÜTE d □ □ PERMANENTE 'To©ms™ 3 AUSSTELLUNG WÜJ"! 7-wi ' " ■ 1 11 ... *, f2£fc VEEURSG.5 «Kcfl&S ^ülSKS.wÖJStÄÄa Zum Sakkoanzug der elegante Brogue-Sckuh JPionJ. JVildpretmarki 2, (n fl&bvs.JtcfttJimes.JflanteeutJti JktufGnfns tti Srourrugfö ■JTelef&n* K. 3)i e n euesten Modelle in grossen Mbend- und Stilkleidern täglich Vorführung der neuesten iv V, l . Frühjahrs- Wmod e 1 le MpDENPALAlS'' KRÜPNSK vorne^mer Kleider, VU.KAIS^RSTRASSE^lll*U5’ 115 J[0Sf{ime ft. Mäntel M oderne Seidenwaren oderne Jackenfutter kaufen Sie billig im Modengesctaäft HEIA SR.BEA II. Taborsirasse 18 (Holet National) . Bitte Adresse genau ,?.i beachten! 10587 I Reste besonders preSswert! I VfKHHWHMlIJJHEWHWBMWHUaMB . . 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