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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-30 · Heft 1840 (30.3.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1840 (30.3.1924)
Date
1924-03-30
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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Terre i4_ Sonntag eine ebenso große Notwendigkeit, die, wie es scheint, übersehen wird. Um diesen zweite,: Zweck zu erreichen, ist nicht mehr erforderlich, als das Umstoßen der kürzlich cingeschlogenen Politik, den Handel zu regulieren, das Gold nutzlos aufzu speichern, den Diskontsatz verhältnismäßig niedrig zu halten und die gegenwärtige Lage des Schatzamtes und der Bank von Frankreich geheimzuhalten. Die Hauptmaßnahmen, die notwendig sind, faßt Keynes in folgenden drei Rubriken zusammen: 1. Alle Beschränkungen der Verivendung von Franken beim Kauf ausländischer Zahlungsmittel, ausländischer Obligationen oder Waren, ob für sofortige oder für Terminlieferung, sollten vollständig aufgehoben werden. 2. Der Diskontsatz der Bank von Frankreich sollte sehr hoch angesetzt werderr, wahrscheinlich nicht weniger als gegenwärtig 10 Prozent (obgleich es nicht notwendig sein wird, einen so hohen Satz eine längere Zeitdauer hindurch ausrechtzuerhalten), um gut oder schlecht begründeten Erwartungen einer möglichen Entwertung des Franken entgegenzuwirkcu. Angesichts der hohen Zinsrate^die jetzt bei französischen Regierungsobligationen erzielt werden kann (ohne Berücksichtigung der Sätze für Terminvaluten), e,üspricht der gegenwärtige Diskontsatz nicht den Bedingungei: der Lage und ist geeignet, das Kreditnehmen ungebührlich zu steigen:. 3. Eine beträchtliche Summe sollte von der noch reichliche:: Goldreserve der Bank von Frankreich abgezweigt und zur Basis eines Auslands kr«: iis gemacht werden, entweder durch offenen Verkauf oder Verpfändung, um ohne Einschränkung in den Dierrst der Erhaltung des Wechselkurses in der Nähe des gegenwärtigen Niveaus und der Wiederherstellung des Vertrauens während der Zeit gestellt zu werden, bevor die fiskalischen Reformen voll in Kraft stehen. Keynes will sich dafür verbürgen, daß diese einfachen, wohl erprobten Maßnahmen in Verbindung mit politischer Mäßi- -gung und mit den drastischen Sparmaßnahmen und Steuern, die keine andere Maßnahme schließlich ersetzen kann, von wunderbarer Wirkung sein würden. Wird diese Medizin wenige Wochen genommen und nimmt Herr Poincare (oder sein Nachfolger) den zu erwartenden Bericht der Sachverständigen wohlwollend ■ auf, so fömiie der Franken von der Festigkeit eines Felsens sein. Wird aber statt dessen den: Mißtrauen in den Franken mit den Mitteln.der heiligen Jnauintion begegnet. Ziehen die Franzosen die heimliche .mögensabgabe in Gestalt der Inflation anderen Formen der Bcsteuerung vor, bleibt Frankreich der Friedensstörer Europas — dann mag der Franken den Weg der anderen,, einst ehrenwerten. Geldzeichen gehen. Die überwundene Krise. Vom Tr. Michael Sussan. Es kann jetzt ruhig gesagt werden, daß das große Unwetter, welches die Börse in ihren Grundfesten zu erschüttern drohte, doch verhältnismäßig gut vorübergegangen ist. Wohl find erst die ärgsten Stadien hinter uns, doch das Barometer zeigt, daß sich nunmehr die Kurve ein wenig nach oben zu wenden beginnt. Es zeigt sich wieder einmal, daß der Wiener Platz eine ausgezeichnete Widerstandsf ä h i g f c i t besitzt, die ihn instand setzt, auch noch so schwere Krisen verhältnismäßig mit einem blauen Auge zu überwinden. T ic Li.ulditat des Wiener Marktes und die Geschicklichkeit der hier Agierenden, hat dies bewirkt. Darin liegt die Bedeutung des Wiener Marktes, daß er über eine tüchtige Kaufmannschaft und tüchtige Finanziers verfügt. Aus welchen Elementen diese zusammengesetzt sind, muß nicht erst betont werden. Allerdings, zu frohlocken, ist noch lange kein Grund. Noch lange kann nicht behauptet werden, daß der Kran-khcitsprozeß hinter uns ist. Es ist ein Rekonvaleszenz st a d i u nt, das nicht durch unnötige Exzesse gestört werden darf. Spät, vielleicht im letzten Moment, Hai sich der Finanzminister dazu aufgerafft, im Nationalrate, ohne cs vielleicht selbst zu wollen, die Fehler einzuae stehen, die er selbst gemacht Hat, und Abhilfe zu versprechen. Was an dieser Stelle vor einer Woche entschieden gegeißelt wurde, die übermäßige Uebersteuerung ohne Rücksicht auf den Steuerzahler und die Wirtschaft, wurde jetzt von: Finanzminister ebenfalls zugegeben. Eine Wirtschaft kann keine Steuern er:ragen, weiche ihr 85 Prozent des gesamten Ertrages wegnehmen. Eine solche Wirtschaft ist von vorneherein zum Untergange verurteilt, und der Finanzminister verspricht nunmehr, nachdem er dies eingesehen 'hat, daß er - bald eine Reduktion gewisier Steuern werde eintnten lassen. Bei dieser Gelegenheit verkünd->.te er auch, daß die durch ein Gesetz beschlossene Erhöhung der Effektenumsatzsteuer, derer: Ankündigung manches zur tristen Lage des Marktes bcigetragen hat, nunmehr auf ihre ursprüngliche Höhe zurückgeschraubt würde. Planloser kann man nicht mehr mit Steuerprojekten umgehen. Bor ungefähr drei Wochen beschloß der Nationalrat die Erhöhung einer Steuer und nun muß der Finanzminister selbst zugeben, daß diese Erhöhung jetzt nicht am Plätze sei. und muß faktisch wieder, das ganze Gesetz außer Kraft setzen. Man muß sich nun fragen, wozu überhaupt das Gesetz im Nationalrat behandelt, wozu es publiziert wurde, wozu ihm Gesetzeskraft verliehen wurde. Um einige Tage nachher wieder Zurückgenommen zu werden? Nichts zeigt krasser die Ungeschicklichkeit der Finanzverwaltung in Wirtschaftssragen und ihre völlige Unorientiertheit über die Wirkung ihrer Maßnahmen, als gerade dieser Fall. Man könnte dies ruhig als das Schi nd luder treiben mit der Wirtschaft bezeichnen. Natürlich, der demagogischen Gesinnung der österreichischen Körperschaften sind alle möglichen Besteuerungen tag gerades» w« dW FinaWnimIte^ recht. <££ LVieirer Moraenzeitrrng. An unsere P. T. Abonnenten! Am 1. April 1924 beginnt ein neues Abonnement ans die „Wiener Morgenzeitung". Wir erllrckeri, die BezuqSgebühren recktzeitig emziyahlen, damit die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. Bezngrsebühren ab 1. April 1924: rkbonnemenr für Wien (zum Abholen im Exvebit ober in einer Derschleihstclle) monatlich.K. 35.000.— Das Slboiinemeilt wolle gefällig»': rechtreitig in der nächsblieaenden Berschleißstell«' erneuert und die Bezugsgebühr gleichfalls dortselbst erlegt werden. VeNerrekch monatlich.Sk. 35.000.— Tfcherbo-SIoivalrei monatlich.... Ischech. Sk. 18.— Voten monatlich .fttol!) 3 50 Avovilawien monatlich. Dinar 60«- Devttchtanb monatlich . ..Goldmark 4.— Rvmönien monatlich . . . ..Lei 130.— Holland monatlich . . ....... holl. U. 1.50 stallen monatlich.*»ire 1L.- SchweiZ monatlich .... Schweiler Kranken 4.— Kranbreich invnalttch .... franz. Kranken 12.— Detaien monatlich ....... belg. Kranken 12.— Eaalanb monatlich......... Schilling 3.— Amerika monatlich........ Dollar 1.— ZaMeven: OellerreichNches VoitsparkaNenkonlo 150 Tlchecho-slowakifches PvMparKasfenkvnio (Prag) 59.531. Volniiches «olllvarkaNenkvnlo (Warschau! 100.227. Deutsches PoNfcheckrkvnlv (Berlin « 7) 108.722. Bnmanien «nb Bukowina: Ostbank A. G. in Cernautr «nd deren Filialen. (schweig: Schweizer BolbsbanK in St. V allen, (tnaoklawien: Dvstsparbaltenbvnlo (Haareb) 40.085. Italien: Soeieta di Eredito Commerciale Triefte, Dia Mozzini 30. cor» Rskwatlano den „Wiener Morgenzeitung" Wien,!>., Tab.rstrotze 1—3 Telephon 44.038« 43.319. ist traurig, aber bezeichnend, daß derjenige, der als erster und am nachdrücklichsten gerade auf das Unnatürliche und Schädliche der Ue'berbesteuerung hingewiesen hat, ein Ausländer, der Generalkommissär Dr. Zimmer man, war. Allerdings, der sozialdemokratische Redner hat ebenso wie. der christlichfozialc Finanzminister sich diese Einmischung des Kontrollkcmmissars in die Beurteilung über die -Steuern verbeten. Trotz alledem aber mußte der Finanznnnisier durch seine Handlungen, ohne es zu sagen, sich zu den Ansichten des Generalkommissärs bekennen. Dies zeigt nicht nur, wie richtig das Urteil des Kommissärs Doktor Z i m n: e r ma n war, sondern es liefert direkt den Beweis, da ß g e ra de f ü r di e ö st e rre i ch i s ch e W i rt scha ft ein solcher auswärtiger Kommissär unbedingt notwendig ist, weil die nur von Partei rück sichten geführte WirtschafispolitikderNationalratsparteiennichtdie Gewähr dafür bieten, daß sie tatsächlich an das Wohl der österreichischen Wirtschaft denken. D e r F i n a n z m i n i st e r i st kein Freund der Börse. Das hat er mehr als einmal bewiesen. U n d w e n n er dennoch zugunsten der Börse etwas freundlichere ■ Tone arisch l a g c n mußte, so hat er es nur deswegen getan, weil der Zustand der Wirtschaft und die Gefahr der Krise ihm diese Aeußernngen unbedingt diktierten. Allerdittgs 'hat er in seiner Rede noch immer die Frage der Auswertung der Aktiengesellschaften ganz nebulös behandelt utib man ge winnt fa st den Eindruck, als ob er Angft hätte, an die Aufwertung überhaupt heranzutreten. . Wirtschaftliche Momente können es nicht sein, die ihn zu dieser eigenartigen Haltung veranlassen. Es ist mehr das Zögern und die Ungewißheit über Maßnahmen, deren Tragweite er vielleicht nicht vorausseihen kann. Es hätte der Borst eineit viel stärkeren Impuls gegeben, wenn der Finanzmi-nifter gerade und aufrecht erklärt hätte, ob er die Aufwertung haben wolle oder nicht. Doch mit der Phrase „richtige Bewertung der Aktien", „volkswirtschafiltrier Tragweite" usw., kann ein so wichtiges Problem, das die Normalisierung der Wirtschaft beschließen soll, nicht erledigt werden. Die maßgebenden Kreise glauben nicht mehr daran, daß der Finanzminister es mit der Auswertung wirklich ernst meine. Man muß sich aber fragen, wo dl,'. Konsequenz eines FinanMinisters liege, der vor einigen Monaten die Aufwertung als Notwendigkeit hingestellt, sie nwhrmals als Programm erwähnt und sie plötzlich in den Hintergrund schiebt. Liegt darin nicht eine gewisse Inkonsequenz, die gerade bei einer sanierungsbüdürftigen Wirtschaft sich nicht zeigen soll? Vielleicht wäre di« -Rekonvaleszenz der Börse etwas rascher vor sich gegangen, wenn der Finanzmiwiister auch in der Frage der Auswertung offene Farbe bekannt hätte. Die Banken haben im letzten Moment eingesehen, welche Fehler sie bisher begangen -haben, und sie haben m:t ihren Stützungsaktionen eingesetzt. Es wäre noch nranches 'darüber zu reden. Vielleicht hätte diese Stützungsaktion ettva's konsequenter und nicht von selbstsüchngen Mot wen geführt werden sollen. Trotz alledenr hat sie ihren Zw'ck erreicht. Es muß dabei selbstverständlich auffallen, daß die Banken.gerade jetzt, wo. sie selbst den Markt stützen, einen Teil ihrer Kunde:: zu Exekutionen veranlassen, um dann zum niedrige:: Kurs die Effekten ihrer Kunden zu 30. März 1024_Nr. 1840 Das Märzende ist ein äußerst kritischer Termin. Zum Kassatag gesellen sich der Märzultimo und die Frankenlerwinlieferungen. Dennoch wird dem morgigen Kasiatag mit Ruhe entgegen ge sehen. Die schwankenden Arrangements sind gestützt. Die Schwächen sind beseitigt. Es dürste trotz des großen Geredes auch dieser Kassatag ruhig Mauser:. Das zeigt, daß die wundesten Stellen nunmeh: zu vernarben beginnen. Die Panik, die noch in der Vorwoche auf den Gesichtern so vieler zu merken war, öegmnt zu Weichen. Die Ruhe kehrt nun wieder. Vielleicht wird der Markt auch aus den Vorgängen der letzten zwei Wochen eine Lehre gezogen haben. Für die Wirtschaft aber ist es von Vorteil, daß die gefürchtete Katastrophe nicht eingetreten ist und daß sich nunmehr die Dinge zum Besseren, zu wenden -beginnen. - Steigerung der Mecho-slowakischen Krone. Sowohl in New-Vovk als auch in London und Paris ist gestern die tschecho-slowakische Krone stark in die Höhe gegangen. Auch in Zürich notierte sie gestern 17,20 gegen 16,88 am Vortage, also um 32 Punkte höher. Dies ist eine sehr starke Steigerung, wenn bedacht wird, daß noch vor ungefähr zwei Wochen eine Senkung der tschecho-slvwakischen Krone befürchtet wurde. Als Ursache dieser vehementen Steigerung wird angeführt, daß die tschechischen Banken mit amerikanischen Bankiers einen kurzfristigen Dollarkredit abgeschlossen haben. Die internationalen Valulenmärkte haben infolgedessen auf diese Nachricht sofort mit einer starken Nachfrage noch tschechoslowakischen Kronen reagiert, doch sind im Auslände nur wenige tschecho-slowakische Kronen aufzutreiben, weil bekamrtlich das tschechische Bankamt im Laufe des letzten Jahres die meisten im Auslande befindlichen tschecho-slowakischen Kronen sukzessive repatriert hat. Es wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die tschecho-slowakische Krone noch weiter steigen dürfte. Das Organ der tschecho-slowakischen Regierung, die „Prager Presse", verweist auf eine New Yorker Meldung des „Exchange Telegraph", wonach die Tschecho-Slowakoi mit amerikanische:: Bankiers über eine kurzfristige Anleihe verhandle, auf die sie bereits einen Vorschuß von 10 Millionen Dollar zur Stützung der tschecho-slowakische:: Krone erhalten habe, und bemerkt hierzu, diese Nachricht komme ein wenig verspätet. Das Bankamt des Finanzministeriums habe sich angesichts der Spekulation ans die tschecho-slowakische Krone schon vor längerer Zeit aus Gründen der Vorsicht einen amerikanischen Kredit gesichert, ohne jedoch gebunden zu sein, diesen Kredit zu erschöpfen. Der rasche Aufftieg der tschecho-slowakischen Krone in New-Nork in den letzten Tagen hänge mit dieser Maßnahme zusammen. tlnstimmtgkeiten zwischen dem Finanzminister und dem ftaMche» Börsenvertreter. An der Börse wird behauptet, daß zwischen dem Finanz^ Ntiiuister und dom staatlichen Börsenverireter gewisse Differenzen entstanden seien. Der Börsenkommissär hätte schon seit langem den FinanMinister auf die Folgen seiner Finanzpolitik aufmerksam gemacht und in richtiger Erkenntnis der Börsenlage sowohl vor der Durchführung der Verdoppelung der Effektenumsatzsteuer als auch vor andereu Maßnahmen gewarnt. Der Börsenkonnnissär hat ganz richtig die Folgen, die daraus für die Börse entstehen könnten, vorausgeschen und hat mit seinen Ansichten vollkommen recht behalten. Trotzdem war der Finanznümster, welcher andere Faktoren zu Rate gezogen hatte, nicht der Ansicht des Börsenkommisiärs. Stellung der Arbeiterin««« z« dringende« Wirtschastrsragen. Die Ermäßigung der Bankkonditioneu. — Gegen Agrarzölle. Die gestrige Vollversammlung der Arbeiterkammer beschäftigte sich unter anderem mit der Frage der Ermäßigung der Bankkonditionen und dem. Zolltarife, und wandte sich nachdrücklich gegen den Vorschlag, der die den: Staate verbleibenden Reste des Völberbundkredites zur Adbüvdung der Staatsschuld bei der Nationalbank verwendet wissen will. Die Arbeiteckammer forderte vielmehr, daß der Rest des Völkerbundkredites zu Jnvestitionen verwendet werde. Ingenieur Kozik (Siemens-Schuckert-Werke) besprach die Ursachen und Auswirkungen, der Jndnstriekrise und bczeichnete die Anzeichen der Verschärfung der Krise als ernst genug, um sofortige Abhiffemaßnahincu dringend erforderlich erscheinen zu lassen. Ebenso schwere Versäumnisse wie auf dem, Gebiete der Steuerpolitik hat die Regierung auf dem Gebiet der Zoll- und Handelspolitik begangen. Insbesondere betont die Kammer, daß sie mit Rücksicht auf die Auswirkungen für die Lebenshaltung der Arbeiterschaft und die/ Verteuerung der Produktionskosten der Industrie die Wiedereinführung von Agrarzölleu für eine schwere Gefahr halten würde. Das schwerste Hemmnis für das Wiederanfleben der österreichischen Produktion erblickt die Kammer , nach wie vor in den Verhältnissen im Bank- und Börsenwesen. Der äußeren Stabilisierung unserer Währung ist die innere noch nicht gefolgt. Der Geld- und Zinsenwucher, dessen Aus-, dehnung in letzter Zeit durch eine Reihe von Prozessen grell, beleuchtet wurde, droht die iiwustrielle und gewerbliche Produktion zu ersticken. Die Kammer fordert infolgedessen nach wie vor von der Nationalibank, das; sie die Verhältnisse auf dem Geldmarkt beobachte, und daß sie die Machtmittel, die sie als größte Kreditgeber::: in der Hand hat, anwende, um eine Herabsetzung der Leihzinsen zu erzwingen. Die Kammer erinnert daran, daß die jugoslawische Notenbank ihre Kredit-; nehmer verpflichtet, bei der eventuellen Weitergabe der Kredite^ t titum bestimmten Zinsfuß nicht -u überschvellen^M« sollt»

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