Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1838 (28.3.1924)
- Date
- 1924-03-28
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Gette 1Ö _ Wien, gtciteg__ wurde in dieser Sitzung bvschlosscrr, diese Iloberfirhrrrrrg shstenrarisch und ordnungsgemäß durchzufr'lhrerr, >darrrit den Barrarbeitorn dadurch keinerlei Schaden zugsfügt werde. Lteinarbeiteu. Der Mrsrad steht mit verschiedenen Insftrurioncn im Larrde in Vechandlun-gen wegen der Schaffung einebesonderen Fonds für die Erwerbung von St-eirrbrechern urvd die Ausführung von SteinLan- und St-eiunictzcnÄeiten. Der jüdische Nationalfonds hat feine Bereitwilligkeit dazu erklärt, mit einem Drittel >der zum Mkauf eines Matzes erforderlichen Summe teilzunchmen, Md der MiSvad hofft, auch vmr den übrigen Institut innen ZUsagentzeu Bescheid zu erhalten. Einen Steinbruch hat der Misrad in Giw'at Sch aal bereits erworben rmd wegen der Erwerbung werterer Steinbruche an verschiedenen Platzen Jerufaloms steht er noch in Verhandlrmgen. In Migdal Gei Petach Tilkwcch) hat der Misrad einen Steinbvuch gepachtet rmd in Kurze wird zu diesem Steinbruch eine Zw eigbahn angelegt werden. Dieser Steinbruch soll Jaffa und die Umgegend mit Ban» und Schotterftomen versehen, Ae Aufbauarbeit der Frauen in Palästina. Bon Anitta Müller-Cohen. Man möge nicht glauben, daß in einem Lande, tveiches erst im Werden begriffen ist, welches die härtesten Kampfnaturen, die zähesten Arbeiter verlangt, die Frau nichts zn suchen hat. Das mag vielleicht zugetroffen haben irr i*n wilden Landstrichen des amerikanischen Wild-West, wohin der Aussatz Europas kam, um nach Gold zu graben, aber nicht in unserem Falle. Die große Kvljvnisationsuntcrnehmung unserer Jahre ist, rein kulturhistorisch genommen, der Aufbau der nationaleu Heimstätte der Juden in Palästina. Ilnter ganz sonderbaren Bedingungen geht dieser Aufbau vor sich. Man würde im vorhinein denken, heute, wo mannigfache Hilfsmittel der Technik zur Verfügung stehen, sei diese Lolonisationsarbeit welliger inühselig als vor Jahrzehnten und Jahrhunderten. Doch dem ist nicht so. Ein Volk ohne einheitliche nationale Machtinstrumente, ja, wie wir aus den Erfahrungen der letzten Zeit wissen, auch ohne hinreichende Geldmittel, muß in Palästina kolonisier eit. Zu dieser Kolonisation verwendet es nicht Sträflinge, sondern es schickt seiüe besten Mensch eil zur Eroberung des alten Heimatlandes aus. So kam es, daß, wo man das Beste, das mau hat, hergab, auch die Frau zur Arbeit herangczogeu werden mußte. In Palästina muß alles neu geschaffen werden, aber das soziale Elend, die Sünden vergangener Geschlechter, sind da und hemmen naturgemäß das Tempo der Arbeit. Die sozialen Uebel zu bekämpfen und in. der neu geschaffenen Welt die Forderungelt jüdischer Kultur und Idealität zu verwirklichen, nahm die jüdische Frali aus sich. Sie tat es sozusagen im Nebenamte. Tenn es ist bekannt, daß die Frau in Palästina in jeder noch so harter: Arbeit sich dem Manne gleichgestellt wissen will, daß unsere Chaluzo-th Jugend, Gesundheit und Leben in iricht geringerem Maße einsetzen als die Chaluzim. Neben der positiven Ansbautätigkeit der jüdischen Frau in Palästina, darf aber auch ihre soziale Arbeit nicht vergessen werden. Ter alte Jischuw, seit jeher ein CSjcft der Wohltätigkeit, ist in der letzten Zeit der neuen Einwanderung von seinen Lebeusquellen abgeschnitten, und, obgleich seine Bedeutung für die jüdische Diaspora gemindert ist, blieb doch -das alte jüdische Elend in Palästina. Dazu kani dann die neue Einwanderung: die jungen Juden. Erziehungssragen ergeben sich, Fürsorgemaßnahmen werden für die jungen Leute notwendig, die hierher kommen, wo sie keine Familie, keine Ratgeber besitzen; besonders aber gilt das für die jungen Mädchen. Tie soziale Fürsorge hat bei all ihrer Grandiosität lvährend des Krieges und nachher bewiesen, daß sie in ihren Methoden noch immer im finstern umhertappt. Die Privatsürsorge ist zur Lösung sozialer Fragen ganz ungeeignet. Ihre-Mitte! wirken in Ansehung chrer Ausgaben fast lächerlich. Stets mußte bei aller Anerkennung ihrer Verdienste der Staat euren Rahnren schaffen, der die chaotischen Einzelmaßnahwen privater Fürsorge ergänzt und an die richtige Stelle leitet. Die private Fürsorge blieb immer rrur dasmahnendeGewissen desStaate s. .Irr Palästina aber gibt es einen solchen Staat, dem die soziale .Hilfe für die Bevölkerung am Herzen läge, nicht. Die englische Verwaltung hat das Bestreben, mit einem möglichst. Keirren Budget das Auslangen zu finden, und darum vermag die englische Mandatarmacht für den palästinensischen Bürger niemals dieselben Verpflichtungen auf sich zu nehmen, die der englische Staat dem englischen Bürger gegenüber sonst für selbstverständlich hält. So muß also die jüdische Fürsorge die zusammen fassende, zentrale Organisation, die anderswo vom Staate beigestellt wird, selbst ersetzen. Daß sie es bisher nicht getan hat, tun konnte, bedingt lwtwendigerweise mannigfache Mängel der Fürsorge. Doch wenn irgendwo, so sind gerade in Palästina neue Methoden?der Fürsorge i>r ingend NDtwen big. Denn im Lande fehlt es noch an einer zahlungskräftigen Oberschichte, aus welche die private Fürsorge m jedenr Lande der Welt im Falle besonderer Not und Hilfsbedürftig^ rechnen kann. - Das Problem der zentralen Fürsorgeorganisation zu lösen, wird die nächste Aufgabe der sozialen Fürsorgeinstitutiorren in Palästina sein. Ansätze dazu sind sowohl irr oer großen amerikanischen sanitären Organisation „Hadassah", als auch in zahlreicher: Frauenorganisationen des Landes vorhanden. Die Zentralstelle müßte in erster Reihe die vorhandenen Institutionen überprüfen und viele noch fehlende Wiener MoLgenzeituns. 26. Mcärz 1924 Ne. fiÖÖ schassen. Kindermtb Jngendschutz sind trotz der ersprießlichen Tätigkeit des Ieint Distribution Committee unter der Leitung der Mrs. Sophie-Berger in den ersten Anfängen. Frau Hanna Helene Th o-n, durch ihre sozial« Tätigkeit m Palästina auch außerhalb des Landes bekamrt, will einen Plan für die einheitliche Durchführung der Jugerrdfürsorge und Erziehungssragen ausarbeiten. Dieses Gebiet gehört zweifellos uebffc der Fürsorge für Mädchen und Fraueu zu beit, wichtigsten im neuen Judenlande, weil es die zukünftige Gestaltung der nationalen Wirklichkeit des Judentums aur stärksten beeinflußt. Die neue Anw ander«««. Die Palästina-Regierung hat 100 Cmwcmderuugszertifikate für weibliche Immigranten, und zwar für die landwirtschaftlichen zionistischen Siedlungen, ste ige geben. Wertere solche Zertifikate sollen nach Installierung der -ersten 100 leiblichen Einwanderer verteilt werden, welche in den neuen Siedlungen für gewisse Arbeiten sehr erwünscht sind. Da mit Rücksicht auf den Tabakanbau neue Arbeitskräfte dringend nötig sind, har die Zionistische Exekutive in Palästina mit der Regierung diesbezügliche Verhandlungen eingeleitet. Bisher wurden für die nach st e n sechs Monate (April dis September) 600 „Pernrits" erteilt, eine Ziffer, welche angesichts des bevorstehenden Arbeiternr-angels - rm Lande als ungenügend bezeichnet werden muß und die hoffentlich bald eine entsprechende Erhöhung erfahren wird. Die Arbeitsaussichter,. Im „Hapoel Hazair" schreibt I. Soker zur gegenwärtigen Lage: „In einem viel rascheren Tenrpo, als man ursprünglich erwarten konnte, toird die Frage der Arbeitslosigkeit gelöst. Mit der Uebersicdlrm.g von hunderten Arbeitern aus de«' Stadt in die Kolonie, mit den Aussichten auf neue ösfenKiche Arbeiten und insbesondere mir Abschluß der Verträge zwischen den liarrdwirtischaftlicheir Arbeitern und den taHiÄpflanzenden Dauern, erfährt die Lage des Arbeitsmarktes eine radikale Aendarung. Von den 10.000 Dunam Tabak, die heuer gepflanzt werden, sind 5000 der jüdischen Arbeit gesichert. Für diese Arbeiten werden in den nächsten fünf Monaten, 'von Niss-rn angef.angsn, 2-100 beansprucht werden, und von diesen werden 50 "bis 60 Prozent noch vier Monate nach der Hauptsaison Beschäftigung finden. Darnach würden alle gegerrwärtig Arbeitslosen Beschäftigung siindeu. Da aber ein Großteil der stM-ische-n Arbeitslosen durch ihre Familie au die Stadt gebunden ist, wird sich schon in allernächster Zeit die 'Notwendigkeit einer neuen E i nw a nd e r u n g ergeben." Untergaliläa gibt 600 bis 800 Arbeitern Beschäftigung beim Tabakbau. Die Vertreter der Arbeiter und Kolonisten in Untergaliläa haben die Vereinbarung betreffs Anstellung von Arbeitern -für die bevorstehenden Tabake nbauarbciteu bereits unterfertigt. Da in Untergalitäa gegen 3000 Du-nam mit Tabak bebaut werden, rechnet nran, daß 600 bis 800 Arbeiter, teils als Unternehmer, reit» als pro Monat Angestellte bei diesen Arbeiten lvährend -fünf Monaten Beschäftigung finden werden. Der neue Leiter des JmmigrationsdepartementS der palästinensischen Regierung. Das „Department of Jmnrigrarion and Travel" steht jetzt unter Kontrolle von Dr. Albert Hhamson, der diesen Posten nebst dem eines Controllers os L-äbour überrromnrcrr hat. ' ^V.*AWMV Dienstag den 1. April, 8 Uhr abends, Festsaal des Hotel kontinental, Taborstraße . Vortrag A.Goldberg WmM): > „Das amerikanische 8«de«t«m für den PalM»a-AusbaL" Au« den Kolonien. Die Kolonie Chederah eniwickelt sich zu einer Perle in der Kette der südlichen Dörfer. Die Kolonie ist ins Grün der .Enkalyptrrshaine gebettet und cmhält in ihrer Mitte einen schönen Park mit Obst- und Zierbärrmerr, eine Schöpfung des Agronomen Ahronsohn. Die Schilftohrland-schrsw» in der'Umgebung der Kolonie ermöglichen die Jagd, an eurer dickichtfreien Stelle sind sogar Wildschweine anzutressen. Die Kolonie verfügt über 42.000 Turranr Boden, meist mrt öctrciöc bepflanzt; ein großer Teil des Bodens trägt Mandeln-, Oliven-, Wein-, Zitronen- und OrangeuipflatMngeu. Die Kolonie har eine gemeinsame Milchwirtschaft, die 100.000 Liter fahr!ich verarbeitet, 3,5 Kilometer vom Dorfe befindet sich die Station der Haifa—Kantara-Lmie, wo ein eigenes Depot für Jnrpori- und Transporrware errichtet wurde. Die Kolonie zählt 800 Seelen (50 Bauernfamilien, 30 Iemenitenfanrilierl und 250 jüdische Arbeiter). Sic besitzt eine vrerklassige Schule, einen Kindergarten und eine Bibliothek mit hebräischen und fremdsprachigen Büchern. Die Kolonie verfügt über Arzt, Zahnarzt, Apotheker. Hebamme. Assistentin und einkleines Spital. Mit den Beduinen der Nachbarschaft steht man im besten Einvernehmen und in Handelsverkehr. Tyra. Eine kleine Aribeitc «gruppe hat sich im Jahre 1919 in dem deutschen Dorf Tyra auf «enr von den Deutschen gepachteten Grunld niedergelassen und betreibt dort eine Milchwirtschaft, die Haifa mit Milch versorgt. Die Gruppe, der es gelungen ist, den Hailfaer MilHmavkt zu erolbern arbeitet 'ohne Defizit. Ihre Beziehungen zn ihren deutscher Nachbarn sind ausgezeichMe. Rosch Pinah. Air den Tabakarbeiteir werden heiler 250 jüdilsche Atböiter 'beschäsftgt feint. Die Arbeiter erholten den Wbeir Eruteertraig, der ihnen aber vonchußweise noch vor der Ernte, je 3 Pfund Sterling vom Dnnaur, ausbezahü wertden wird. Die Bauern erhalten für diesen Zweck von der Ica leihweise 2,5 Pfund Sterling pro Dunam. In Har Knaan bei Saffed wurderr 40 erlvachsene Waisen von den „BMiMindorn" angesiedelt, die sich mit Genuisr- und TabLkaivbarl beschäftigeir werden. Ein neues Sanatorium aur Karmel. Am Karmel soll auf einem Platz des Pälästma-Aöbeiterforrds ein rreueS Avbei-terfanatoriumr errichtet werden. Der nationale Avbeiterverband in Amerika hat für diesen Zweck 1000 Pstrnd Sterling zur Berfüignng gestellt. Die Preisbewegung in Palöstina im Minner 1824. Die nachstehende Tabelle zeigt die JndexzahleA derGroßhandelspreise für Lebe»s« HeizmittelimJännerr Index Säiuter 1924 im Verhältnis p prozentuelle 8E- Jänner nähme in 1923 1922 i Jahr 2 Jahr 1. Zerealien und Fleisch . . 2. Andere Lebensmittel nnd 88.0 77.0 12.0 28.0 Obst. 3. Heizmaterial und Vca> 87.7 78-7 ta.3 218 schiedenes ...... 84.7 65.2 15.8 34.8 GeneralinLex. 86.8 73.5 13Ü 26.5 Im Durchschnitt war der Preisstand im Jänner «m 13,2*/. rüednger als im Vorjahr Md um 26,b% gegenüber dem Immer 1922. Die Zerealienpreise wiesen ziemliche SchwanÜmgen auf; so standen sie in Jerusalem In der ersten Halste des Monats, da infolge des schweren Regenfalles die Ware nicht hereinkomwen konnte, ziemlich hoch, gaben aber seitdem immer mehr nach. Fleisch ist um 0% teurer geworden nnd war in Gaza Md Haifa am teuersten; anr 31. Jänner kostete Hammelfleisch m Gaza per 100 Mlogrannn 1200 Piaster, in Haifa 1171 P., in Jerusalem 1040 P. und in Jaffa 980 P. Die E i e r p r e i s e sind in Jerusalem und in Gaza gefallen, in Jaffa Mverandert geblieben und in Haifa gestiegen. Molkereiprodukte sind um 5*/# billiger geworden; in Gaza kostete Milch 6 P. und in Jerusalem 12 P. per Rotl (zirka 23/< Liter). Die Gemüsevorräte sind beinahe ganz erschöpft; die Nachfrage ist gering und die Preise infolgedessen niedrig. Der Lokopreis für Wein wurde durch die Konkurrerrz der ausländischen Weine und durch den Kmsfall des stanzösischen Franken herabgedrückt. Zucker sank um 3% entsprechend dem Rückgang der Weltpreise. Heizmaterialien gaben um 2% nach: Steink 0 hle hat sich nrerklich verbilligt; Alkohol fiel nur ü*/,. Der Palästina-Pavrllou auf der britischen Reichsansstellung. Aur 23. April soll in A c 11t b 1 e y, sechs Meilen von London, die britische Reichsausstelluric; eröffnet werden, welche die größte dieser Art sein wird, die jemals abgehallen wurde. Palästina als eines der rNandatlärrder, für die Grotzbritamrierr verantwortlich ist. lvird aus der Ausstellung durch den Palästina- Pavillon würdig vcrtreterr sein. Die Besucher aus ollen Erdteilerr nnb insbesondere die jüdischen Besucher werden auf diese Weise die Gelegenheit haben, nahezu alle Seiten des palästinensischen Lebens kennen zu lernen, insbesondere jene Arbeitsgebiete des Lairdes. die zum größten Teil das Ergebnis Mischer Energie, Initiative uub jüdischen Idealismus darstellen. Interessenten für Ällnst und Kunstgewerbe werden Männer und Francir aus Jerusalem, Hebron und Bethlehem bei der Arbeit sehen, Glasarbeiter werden wundervolle Proben chrer Kunst geben und femenitische Juden wird man bei der Herstellung jcrrer S i 'l b e r f i l r g r a u a r t i f c I beobachten können, durch die sie berühret gelvorder^ sind. Bon besonderem Interesse wird für die jüdischerr Besucher eine unrsafsende Ausstellung der Erzengnisse der Bczalel-Schnle sein. Einen lebendigen Gegensatz zu dieser Seite des palästinensischen Lebens bilden Bilder und Karten, die das mm der palästinensischen Elektrizitätsgesellschast durch die- Dirrchführnng der Rnthenbcrg-Konzessivu geplante Werk veranschaulichen sollen. Jüdische Geschästsieutc wird vor allenr jener Teil der 2lnsstellmlg interessieren, der die irrdustrielle Entwicklung des Landes während der letzten fünf Jahre zeigt, eine Entwicklung, die fast ausschließlich iwm jüdischen Unternehmungen zu danken ist. Irr der Abteilung für s ch ö n c K ü n st e Werben Bilder mtb Zeichnungen von Abel Pann, Herurann Struck und anderen uns das malerische Land zeigen, tvie es das Auge des schassenden Künstlers sieht. Tie lsistorischeu nnd religiösen Erinnerungen Palästinas zeigen eine Anzahl voir Modellen, die die Stistshütte urrd Salomos Tempel in fernen verschiedenartigen Verwandlungen,, vom Tempel des Herodes bis zum großen Felsendom darstellen. Die palästinensische Negierung wird eine besondere Wteiliurg hoben, die zeigen soll, lvelche Fortschritte während der letzten vier Jahre die Entwicklung der Ersenbühnen, Straßen, und Berkehrsverhältnisse genrecht hak. ferner die Arbeit, die ans dem (Gebiete der Erziehung, der öffentlichen Gesundheitspflege und der Landtvirtschaft bereits geleistet worden ist. Bon dem. größten Interesse für jüdisch:: Besucher wird wohl aber jener Teil der Ausstellung sein, der die Tätigkeit der Zionistischen Drg a n i | a t;t 011 und die jüdi s ch c L a n d a r b e i t zeigt, die jetzt hu Laude geleistet wird. Dir Wichtigkeit der Textilindustrie behandelt ein Aussatz des Webereifach>naun?s B. ilcadschal in „Mischar Wetaassia". Palästina allein zahle für Webestoffe 1,3 Ätillionerr Pfurrd ans Anslarrd, noch viel rrrehr die Nachbarländer. Zwei Versuche der letzieir Zeit, dies: Industrie im Lande zu begründen, schlugen fehl. Die Ursache des Nttßlingens liegt nach dem Autor darin, daß rnan mit veralteten und klbgenützten ALasthiuen jbegvnue» habe, während nran surrst bei teueren LcherrZverhäl:- nisserr stets die Technik zu Hilfe rufe. In einem Lande, wo die ausländische Konkurrenz groß sei rurd die Korrsunrenteir ans llluslarrdsprodukt gcrvöhrrr feien, gebühre dieser Frage das doppelte Augeurirerl. Eiu Schullcgat von 15.000 Pfund. Wie die Pcilüst'rrrerrsische Telegrapherragentnr erfährt, beträgt das für die Erhaltung der jüdischen Seminare in Palästina hruterlassene Legat des verstorbcireir Rafael G vl; aus Acoskau die Snnmre vmr 15.000 Pfund. Zrrr Berwaltrrng der Strftnrrg ist ein aus Achad Ha aur, Usskschki«, Hermann Struck, Tr. Lrrvie und Rabbiner Tschernowitz bestehendes Korrrite: eingesetzt. Für die hebräische Oper. Der Ausschuß des ,jö 1 d a r Harkaur el", des schönsten jüdischerr Viertels von Ha ifa, har seit tangeur beschlossen, mir großes Vollsheim zu erlbarreu. Da nun die hebräische Qper. die „ in allerr Städten gastiert, kein geergneies Lokal kür ldie Hl-u'ffü'hvmrgelr.zur Dersügrrng ihat, wrrrde beschlosserr, das. Böt-Älln sVolksheinr) bis zurir .Fass.rmgsra.mn von 1000 Plätzen zu vergrötzerrr. Diefam Zwecke wurden gleich 800 Pfurrd, der Rleingvwmn eines Aberrds irr Petrograd 1018 der unter der Leitrurg Golinlirrs für eine Bühne in Palästina verarrstaltet wurde, über geben. — So dürft.' das werte jüdische Haifa das Strckbe« der pMstillierrstscherr Iudenlheit, .eine entsprechende Stätte für Theat.erkult.rrr zu .schajferr, zrrevst vertvioklicherr. Der Bau der hebräischerr Universität. Heuer wird ein Teil der Urrtzoersität, das ch e ru i s ch - irr r t r 0 b i 0 l v g i if ch e J rrstiiu t, scrtiggestellt. Für de.» Bau anderer Hauptirrstitrite wird ein Konkurs ausgeschr>ieberr werden. Der Äerwr der Ar. beiten ist Pros. F 0 d 0 r. Die Wasferversorgung wuüde errrar» Spezialisteir, Jrrg. Michaeli, aus Tel-Awilv, Äbe>M'b.m, da die Wasserfrage aug.lichts der hohen Lage der Univerlsität rrrrd der Noltverrdigkcit eines großen Wasserdruckes für verschiedene Laboralorrirursarbeitlen schwierig ist. QDtau wird aus Ern fparrrugsrücksichteir das verbrauchte Wasser aufs neue irr Reservoire sauiurelu, und hofft, a>rs ptrermiatischeirl Wege den rrötigcn Wasserdruck zrr evlaugeir, ohue eirrerr spezielleti Wassertürm vruen zrr rrrüsscn. Man hofft, die Arbeiten in eirrrgein Monalen fertig zu haben, .und darm gleich die wisserrfstaftllichen Aubeiten m den.Laboratorien -u begiariren.