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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-28 · Heft 1838 (28.3.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1838 (28.3.1924)
Date
1924-03-28
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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w fÖL JÄoo ®tat, Fwrkltg Wiener Morgenzeitrrng. 28. Mrz IM Serie 11" ilmruörik GL der „M.Morgeuzetturrg" Film und Kina Erscheint jeden Jirettag mmmsna9r^~r „frtmn al Raschid." Das Üleichmmige Buch des bekannten Wiener Schriftstellers Paul Frank, bas Wretzlich auch diesem Film zutfctxitix Aegt, schien alles in sich zu bergen, was man von vkvvm Frlmsujet vergangen kann. Doch hat die dranlaturgische Gea-rbeidung Vajdas hier mindestens ebenso rücksichtslos und verwässernd gewaltet wie seinerzeit im ,-Iungen Me« dardus". Verreicht man das Buch -und den Film, findet man hier vielfach AenderMgen. die nicht Äls absolute flforf* Wendigkeiten hingenommen werden können und hierfür keinen wie immer gearteten Ersatz. Trotzdem hat -aber dieser Film auch in dieser Fassung eine große Menge guter Momente und versteht es, die Spannung wnunt-erbrochen aufrecht zu erhalten. Würde man das Buch nicht kennen, sc» mühte man das Suset als solches unbedingt für gut finden, wenngleich es auch nicht sonderlich über das allgemeine Mittelmaß herausragt. Entbindet man die Regie Michael iKertesz', die natürlich auch umter der Bearbeitung in dieser Form Einbuße erfährt, der Verantwortung Or dieses Suse-t, so kann man sie nnibetdiicgt rmr lobend erwähnen. Es ist hier eine saubere und Präzise Arbsit geblüen, die die noch vorhandenen Möglichkeiten zu erfassen und auszuwerten versteht. Besonders in den großen G-ewen. wo es sich darum handelt, größere Mengen zu be° toeßeiV ist sie in jeder Hinsicht brillant. Wirklich vollkommen muß die Darstellung genannt werden. Henry Blackburn stellt einen sehr symyachischen Maxim KaG dar, der in manchen Augenblicken imstande ist, wirklich zu packen. Ms seine Partnerin biotet Mary Kid, von der wir schon nmnche schöne schauspielerische Leistung scheu, unbedingt viel Bollwertigeres als ^bisher. Es sind ihr Mar durch die Su-setbsarbeitung sehr viele Möglichkeiten genommen, aber das, was ühr hier noch blieb, wußte sie ausgezeichnet zu verwerten. Sehr gut ist auch Adolf W eisse, der in manchen Momenten wirklich ENhsmckich und dämonisch wirkt, und Karl Götz versteht «S, eine Neins Episode außerordentlich wirkungsvoll zu gestoben. Technisch vollLormnen ist die klare und plastische Photogvaphie Gustav U e z i c k i s und sehr geschmackvoll die IunenavchitSktur, Kr die Ful'ms v. Bo rsodh und Hans Berg er zeichnen. „Bubi." (,Ie sev-ret de Po lisch iuelll".) Rene Hervil hat mit dies-er reizenden -Komödie rin vürgerliches Dendenzstück geschasftn, das voll feiner Pointen ist und als Musterwevk für dieses Genre gelten könnte. Anstatt hier schroff einander gegenüberstehende Gegensätze zu bringen -BURG-KINO 1.0PERNRIN6 lg. Ab heute bis 31. MSrz Der Paramount-Grossfilm! Kolossaldrama in 6 Akten und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: 4, V96, 7, 7,9'Uhr CENTRAL-Kl $40I,Tab“Nr8 Direktion J. Schuld" Ab heute bis 31. Mfirz Der Paramount-Ordssfihn! Kolossaldrama in 6 Akten und das übrige Schlagerprogramm Beginn: »/*&, y27, Vfi Uhr —IOWEN-KINO BÄ' Ab heute bis 31. MSrx Der Paramount Grossfilm! T iiiei Kolossaldrama in 6 Akten und das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: 8/,5, Ve7, 7*9 Uhr Kino-Orchester unter Leitung des Kapellmeisters Riimeih ROTENTURM-BWO Wim, L, FLEISGBMÄRKI1 8^ Ab heute bis 31. März Jas verbotene Land Re Liebe des Jalai-Lanm Momimentainini mit der grössten Starbesetzung In 6 Akten und das übrige Schlagerprogramm Boston der Voratellnngoa: 4, J/>6> V48 uni s/»9 Ukr Bosleitreuistk einer erstklassigen KünstlerkapeUe Handlung mit entzückender Klein-malerei ausschmückend, dieses harmlose Geschchen zu Ende, ohne >dabei jemals den Faden zu verlieren oder die Spannung zu unterbrechen, Es liegt bei oiej.em Fmn — und dies ist nicht hoch genug zu werten — nicht nur eine volleudote Negiekunst, sondern auch wirkliche Heitzeiivkultur und völliges Erfassen ■ des Vorwurfes und des Mlllous vor. . , minder wirksam und erfreulich wie die Intzemerung ist hier auch. die Darstellung die größtenteils von zwei alten Leuten und einem Keinen Kind getragen wird. Und hier zeigt.zrch nun scharf profiliert der Unterschied zwischen der hochkultivierten französischen Regiekunst und den amwikani- 'Ichen Filmen, in deren Mittelpunkt ein kleines Kind steht. U^eiß der amerikanische Regisseur den Keinen Star immer wieder in den Mittelpunkt der Handlung zu stellen und dadura), -aß er ihn das Dun und Treiben Erwachsener nachahmen läßt chi erber immer in erster Linie Geld verdienen und -ihn ^nter dem Ein-slutz der Not leiden und handeln laßt), ein Mtions'sold zu verschaffen, so versucht es i>er.Regisseur, dieselbe Wirkung zu erzielen, indem 55 *n '!esuer natürlichsten Verfassung und Eczchoftr-flung zeigt und die Handlung daraus zuschneidet. Dadlirch wirkt das ganze Werk bedeutend llebenswcchrer als bei- Mit GROSSE F1LMEREIGNIS! Ein gewaltiger Film, der nun schon monatelang das Repertoirestück der grössten Kinotheater der Welt ist! Frauen auf schieferBahn I Per Staatsanwalt) Paramount- Monum enta 1 -Sittendrama in 8 Akten In der Hauptrolle: Thomas Meighan kt« k!t,Äm,m «ei m nocli lange sprechen wird! Im seSien freute bis Montag den 31. Man in folgenden Kinos: TUCHLAUBEN-K5NO,T-Tucltlauben7a; BURG-KINO, I. Opernring 10; ZEWTFiAL-KJNQ.II-Taborstrasse 8b; MÜNSTEDTS KSNOPALAST, 11. Ausstellungsslrasse 142; 3CEMTRALPALAST- KINO, VII. Mariahilferstrasse 110; MANDL-KINO, XV. Mariahilfe Mirasse V®31 ©3®ffllffifagg den l.bis Donnerstag den 4.. April * GARTENSAU-KINO, I. Patlcrlng 12; ROTENTURM-K1NO, I Fleischmarfct I; KINO VVÜEMZEILE, VI. L. Wienzelle 4; SCHOT. TENRING-KINO, I. Schottenring; VOTIVPARK-KINO, IX. Währingetstrasse 12 VOBI 5*F018a gj den 4. bis Montag den 7. April; LICHTSPIELE HERNALS, XVII. Hauptstrasse 32: KOSMOS¬ KINO, VIi. Siebensterngasse 42; WELTBIO, IX. Alserstrasse 39: VINBOBOKÄ-KINO, XX. Wallensteiuptatz 6 BtoRopoitüm der Öest&rreiclilst&iJii Filmindustrie Oes.m.ö.H. Sascha-Konzern Max Wirtseliattcr & Co. Paraiuountburcaa spielsweise die Iackie Coogan-Filme, die eher wie Märchen^ als eine Wiedergabe des wirklichen Lebens anmuten. Mdm* gens muß hier konstatiert toerden, das; der kleine Signorett ruhig einen Vergleich mit dem berühmten amerikanischen Wunderkiird aushallen kann. Entzückend werden die Figuren der beiden nufreiwilligen Großeltern davgesteM. Es spricht aus ihrem Spiel so VN Herzensgute und Erfassen ihrer Ausgabe, daß man seden ihrer Auftritte mit wirklicher Freude begrüßt.?luch die anderen Rollen sind mit schr güten und durchaus sympathischen Schauspielern besetzt. Völlig zusriedenstellend ist auch hie Photogravhie und erwähnenswert wäre weiters die diskret gehaltene Innenarchitektur. „Das lievbotene Land." Das Buch dieses wirklich kolossalen Films stammt aus der Feder Felix Saltens, des bekannten Wiener Schriftstellers. Der Neglsseur Friedrich Feh er hat es verstanden, die ungeheuren Möglichkeiten, die dieses Sujet bietet, zu erfassen und schuf so ein Werk, das kaum in irgend einer Bezichung etwas zu wünschen übrig ließ. Weiters setzten ihn — auch für andere Begriffe als hiesige — große Mittel in die Lage, dem Film eine großartige Ausstattung zu geben, die ihn zu einem wahren Prachtwerk macht. Was die Regie selbst anbelangt, so hat diese eine Men^e wunderschöner Bilder aneinander gereiht und es verstanden, die Spannung >des Geschehens ununterbrochen aufrecht zu erhallen. Auch wußte sie in manchen Szenen einen gesunden Humor zu bieten, der aber immer diskret bleibt und nicht aus dem, Rahmen fällt. Besonders erwähnenswert ist die Inszenierung in den Klosterszeuen, die sie mystisch und packend zu gestalten versteht. Auch herrscht hier eine scharf profilierende Verteilung von Hell und Dunkel, die die richtige Stimmung erzeugt und plastisch die pittoreske Szenerie herauszuhebeir weiß. Außerdem zeigt hier noch die Regie eine ffraffe und sichere Führung der einzelnen Darsteller, die durchaus erfreuliche Resultate zeitigt. Um aus die Darstellung selbst zu sprechen zu kommen, muß hier gleich gesagt werden, daß sie bis in die kleinsten Rollen hinunter sehr Mt ist. In erster Linie muß hier Oskar B e r e g i genannt werden. Er versteht es. der FiMr des Forschungsreiftndeu wirkliches Leben und Fühlen zu geben und spielt sie zu -gleicher Zeit mit jener Vornehmheit, die ihn auch auf der Bühne nie verläßt. Albert Heine als Oberpriester ist äußerst wirkungsvoll und frei don jedem falschen Pathos, auch wenn er in dramatischen Szenen nicht verleugnen kann, daß er in erster Linie Bühnenschaufpieler ist. Ausgezeichnet ist Vilma Banky und nicht minder lobend muß hier Hansi F r ü h w i r t erwähnt werden. Erika Gläßner und Hans Lackner ergänzen sich glänzend in den hier eingelegten lustspielartigeu Szenen, und drastischen Humor weiß Viktor Franz zu bieten. Hugo Thieinig als Kammerdiener bietet eine Kabiuettleistung in dieser Art. Was Ausstattung, Jnuenarchitektur und Photographie anbelangt. .so lassen auch.diese nichts zu wünschen übrig. „Der Staatsanwalt." Wir werden in dieser Woche (8elegenheit haben, einen wirklich monumentalen Film amerikanischen Ursprungs unter diesem Titel zu sehen. Neben erstklassiger Regie und ausgezeichneter Darstellung muß hier auch noch die kolossale Ausstattung erwähnt werden, die ihresgleichen sucht. Die Handlung selbst ist spannend und gibt der bekannten B eb e D a n i e l s Gelegenheit, sich als die ausgezeichnete Darstellerin leichtsiniger Frauen zu zeigen, als die sie in der ganzen Welt geschätzt wird. — Wir werden noch Gelegenheit nehmen, diesen Film an dieser Stelle eingehend zu besprechen. Die Filme der Woche. „Der Staatsanwalt." — „Faszination." — „Das verbotene Land." — „Mary sucht einen Bruder." — „Gehetzt." — „Fentou." — „Meineid." SV VITA“ FILMINDUSTRIE A.-G.. WIEN Zentrale: Wl. Heufiuagasse 1 Telephone: 374 84. 37-1-36, 39-1-95 WMBiaigMMBmmwamHBi^femwwiHWoeEagflBi wawwiWBWBXMWMMWi ■9 Fabrik und Ateliers: Rosenhügel Del Mauer. (Dienerst!. Telephone: 84 5-87, 84-5-88, Atzgersdorf 206 Sie neuen Filme der ProdiMon 1923/24: l In Giown aus Liebe Regie: E. L. Vioiet Das verbotene Land ln der Hauptrolle: Vilma Banky mit Ariette Marcha!, Viktor Vina, MaicoEm Tod Regie: Jacques Felder Motel Potemkin mit Jean Angele, Vilma Banky Regie: Max Neufold * * 'erschloiren PlU fCUffÜSaiie VOfl VSNE«ttg QU1TTNER, ZUCKERBERG & Co. bringen den „VITA“-G ROSSFILM verbotene Land (Die Liebe des Dalai-Lama) Monumentalfilm in 6 Akten Der Mm mit d®r grössten Starbeseizung: mrna Baniky, Hansi ßrübwirt, ®$kar ßeregl, Erika Glässner, Marie Gutheil-Schoder, Albert Heine, Hans Lackner, Ellen Tels-Ballett Vom 28. bis 31. Märt Gartenbau-Kino, h Rotenturm-Kino, I. Flieger-Kino, IX, Eos-Kino, Ul- Votivpark, IX. Haydn-Kino, VI. Wienzeile, VI. Vom 1. bis Z. April r Tuchlauben-Kino, I. Phönix-Kino, VII. Zentral-Kino, 11. Astoria-Kino, XVU1.

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