Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1838 (28.3.1924)
- Date
- 1924-03-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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V i . t Wien, FMagt ein khedrama. Der Ueberfall auf die Vattin. <1 Wie schv« so oft in der letzten Zeit, erzeugten, 'm!VHeiÄMgS- und Wohnverhältnisse gestern wiederum eine Bluttat unter Eheleuten. Der PosOedienstete Johann Sokolt iledte mit seiner Gattin Franziska seit langem in Unfrieden. Gestern hätte die Verhandlung über ihre (Scheidung stattfinden sollen. Sokolt hatte wiederholt versucht, sein« Gattin Kur Versöhnung -zu bewegen, wa'S sie st doch Mehnte. Vorgestern nachts erschien der Mann, der -ent acht Tagen der Wohnung gänzlich ferngeblieben wL-r, wieder, und bat seine Frau, auch im Falle der Scheidung mit ihm den Haushalt werter zu führen. Sie wollte davon nichts wissen. Sokolt blieb ivegen der späten Nachtstunde in der Wohnung. Die Frau begab sich zu Bette, desgleichen der Mann. Nach einem kurzen Wortwechsel ergriff der ansch inend angeheiterte Gatte ein großes Küchcmnesser und versetzte der Frau Stiche in die Brüst und den Hals. Dadurch, daß sie sich rasch abwendete, entging sie schweren Verletzungen und konnte auf.den Gang hinauseilen. Sokolt wurde von einem Wachebeamten arretiert und auf >das Kommissariat ,Favoriten gebracht. Dort gebärdete er sich wie rasend und 'mußte' mit Gewalt niedergehalten werden. Er jr ui'bc wegen Mordversuches den: Jnqmsitenspilal emgelirfert. _ Sie Rede des Stadttater Weber. Wir haben gestern einen Auszug aus einer Rede des Stadtrates Weber gebracht, wonach er auf einen Zwischenruf ,^Wuden" gesagt haben soll: ,M ist kein Unterschied zwischen Ostjuden und Westjuden! Mir sind beide gleich unsympathisch!" » Demgegenüber werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß diese zwei Sätze ans dein Zusammenhang herausgerissen sind, und erst richtig verständlich werden, wenn auch!der dazu gehörige Teil 'der Rede wiedergegeben wird. Darnach sagte Stadtrat Weber: „Warum rufen Sie ,T finden'? Lassen Sie mich in Ruhe mit den polnischen Juden! Warum sprechen Sie nicht von Juden aus Jugoslawien, Italien und aus dom anderen Auslande? Es ist gar fein Unterschied zwischen Ostjuden und Westjndent" .(Zwischenrufe: Sie sind doch Protektor von Bösel!) Stadt-- rat We ber: Für mich sind Basel und Castiglioui gleich sympathisch. Bei 'der Versammlung herrschte ein so großer Lärm, daß ein Fehlhören leicht möglich war. Wir nehmen daher keinen Anstand, das Mißverständnis aufzuklären. De« Amtsschimmel im Wohnungsamt. Zu unserem Sonntagsartikel über das Wohnungsamt wird uns mitgeterlt, daß 'bei Einzelpersonen anders vorge-- gangen wird wie bei Familien, und daß nur die gerichtliche Kündigung mit fünf Punkten bewertet werden kann, während das für die private Delogierung nicht gilt. Der von uns erwähnte >Fall wurde am 15. d. zur Anzeige gebracht und schon am 17. d. erledigt, was nicht als langsam .bezeichnet werden kann. Allerdings wurde nicht dies von uns kritisiert, sondern die Auffassung des Beamten, der die Obdachlosigkeit außer acht ließ. Sie Lebenrmittelmärkte. In der Großmarkthalle kamen gestern wieder 24 Waggons Fleisch an, dagegen waren die Achszufuhren weit schwächer, da man infolge der außerordentlich großen Vorräte und der schlechten Absatzvechältnisse bemüht 'ist, die Bezüge nach Möglichkeit einzuschränken. Im Großhandel der Großmarkchalle wurde vorläufig nur Schweinefleisch um 1000 bis 2000 Ä. pro Kilogramm billiger. Alle übrigen Preise sowie die Kleinhandelspreise blieben vorläufig unverändert. Auf den Gärtnermärkten sind die Preise für hiesige Gärtnererzeugnisse wohl etwas zurügegangen, doch sind die Preise für Frühgemüse noch immer so hoch, daß sie für den Kleinverkauf auf Märkten fast gar nicht in Betracht kommen. Gestern kamen auf dem Naschmarkte „echte" italienische heurige Kartoffeln zum Verkauf, für die im Großhandel ein Preis 18.000 K. pro Kilogramm begehrt wurden. Wien. §8. Wdärz. * Stttbesall. Am 24. d. 'ist hier der Buchdruckersibesitzer Theodor Alt sch ul im 64. Lebensiahr plötzlich während der Arbeit in seinem Comptoir gestorben. * Plötzlicher Tod durch Herzschlag. Gestern stürzte auf der Straße der Kaufmann Max Eisner, Hiesgasse 8 wohnhaft, bewußtlos zusammen und verschied noch vor Eintreffen 'der Rettungsgefellschaft. — Der Kaufmann Siegfried Eisenberg aus Salzburg starb gestern in einem Hausflur infolge Herzschlages. * Unfälle durch die Straßenbahn. Geftem stieg die Private O. St reinmann auf das Trittbrett eines Straßenbahnwagens auf der Mariahilferstraße, als er sich in Bewegung setzte und die Frau vom Wagen fiel. Sie geriet unter die Plattform des Beiwagens und wurde leicht verletzt. — In, der Reinprechtsdorftrstraße wurde sine Frau, die ein kleines Kind auf dem Arme trug, von einem Straßenbahnzug erfaßt. Durch die Geistesgegenwart ihres; Begleiters, 'der die Frau rasch znrückriß, wurde ein großes Unglück verhindert. Die Frau erlitt 'leichte Verletzungen, das Kind blieb unbeschädigt. * Die neue« Gehälter der Advokalurangestellte». Gestern wurde in der Jahresversammlung der Kammer der RechtsanwaltSgehllfen über die Ergebnisse der durch die jüngst stattgefnndsnen Lohnvechandlungen zwischen den Rechtsanwälten und den Gehilfen berichtet. Die Gehaltserhöhungen betragen 30 bis 60 Prozent, die Mindestgehälter sind nunmehr 500.000 bis 1,250.000 K. Die Gehilfen -erhalten 16 Monatsaehälier im Jahre. Wiener Morgenzeitung. Mitteilungen aus dem Pudlttum. parkümeris „LORR/I1N** Savonnerie Führende Marken: Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre Crfimc Lorignon Creme Lorignon-Chypre Loirain •Toiletteseife, Badeseife, Speikseife AUeitierzeujrer der Rasieraeifeti in Siaugen bestbekannten ^OnOnKlfl und Würfeln Wien, XX. Taborstrasse Nr. 03 * Probevorträge. Heute Freitag, viertel 7 Uhr abends, und morgen Samstag, Va9 Uhr vormittags, finde» im Leopold-- stäbter Tempel, 2. Bez., Tempelgasse 3, ProÜevorträge des Herrn Oberkantors Israel Alter statt. * Wiedereröffnung des Lainz« Tiergartens. Sonntag den 18. April 1924 wird der Lainzer Tiergarten samt der Hermesvilla der Bevölkerung gegen Einhebung einer Eintrittsgebühr wieder zugänglich gemacht. Besuchstage sind alle Sonn-- ltttb Feiertage, sowie alle Donnerstage. Die Eintrittsgebühr in ß eu Tiergarten beträgt für Erwachsene 2000 K. Für die Besichtigung der Hermesvilla ivird eine weitere Gebühr in der Höhe von 2000 51. eingehoben. Der Reinertrag der Eintrittsgeld« fließt dem Kriegsgeschädigtenfonds zu. * Festakademie. Zur Unterstützung der Aktion, arme, kränkliche Schulkinder heuer aufs Land zu schicken, Veranstalter iw;r Eiternderem der Knabenvolksschule. 2. Bez., Czerninplatz, morgen Samstag um 10 Uhr abends im Löwenkino (8. Bez., Löwengass.e 33) eine Festakademie. Eine große Anzahl von Wiener Künstlern und Künstlerinnen stellen in hochherziger Weise ihre Kunst in beu Dienst der guten Sache und übernehmen die Patenschaft für je ein Kind, das fünf Wochen Landaufenthalt genießen wird. Eintrittskarten an der Kasse des Kinos. * Kinder zur Erholung an die Adria und italienische Riviera. Die vereinigte österreichische Krankenkassen- Hilfe für tuberkulös gefährdete Annder. entsendet ab April erholungsbedürftige tuberkulös gefährdete Kinder an die Adria und die italienische Riviera zu einem zweimonatigen Erholungsaufenthalt. Die Untersuchung und Aufnahme der Kinder findet an jedem Dienstag und Donnerstag von halb 3 bis 4 Uhr in der Kanzlei, 18. Bez., Glanziitggasse 37 (Reichsanstalt), statt. Arankenkassenlsgitimationen der Eiterte sind mitzubringen. * Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei den Handelsangestellten. Da nach gut qualifizierten Handcksangestellteu, insbesondere solchen mit gründlichen Sprachand Bnchhältniilgskenntnissen, ein immerhin erheblicher Bedarf besteht, hat die inbufti'ieüc Bezirkskommifsion int Einvernehmen mit dein Gremium der Wiener Kaufmannschaft in den Lehranstalte>t <de§ Gremiums eine Nachschulung von arbeitslosen ^Angestellten organisiert. Es wurden zwei dveiinotige AufätMrkur>se 'für BuchhÄtutrg errichtet sowie ein englischer mtb ein srorrzösischer Korrespondentenkurs abgehalten. In nächster Zeit wird in den Lehranstalten des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft auch ein Drktatknrs für Ätcnothpie sowie ein Kurs für kaufmännische Betrichsbeamte, insbesondere für Lohn- und Mkordvcrrechnung, abgchalten. * Propaganda für Bad Gastein. Gestern hielt der Kurdirektor von Bad Gastein Franz Polt einen Lichtbildervortrag im Großen Konzerthaussaal, der als Einleitung der Propaganda für Bad Gastein bestimmt ist. Die prächtigen Lichtbilder gefielen sehr und machten großen Eindruck. An den Vortrag schloß sich ein Konzert an. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsaasse 42. _ (Entgeltlich.) Vereine. Borttirge und Versammlungen. Freie D e r e i n i g u n q für technische Volksbildung. Morgen, Vg& Uhr nachmittags, im Herfach VIII der technischen Hochschule, 4. Bez., Karlsplatz 13: „Die Erforschung des Größten und Klein ft en in der Natur" von Prof. Dr. Luwid Flamm. — K e reu K a j e m e t l>. Samstag den 29. Februar, 7,8 Uhr cüends, findet im Heim der z i o n i st i s ch e n Bezirkssektion Prater, 2. Bez., Jungstraße 8, eine Versammlung statt, auf der Herr Karl Glaser, Sekretär des Haupt- Lnreaus des Jüdischen Nationalfonds über das Thema: „D i e Krise desPalä st i na-Aufbaues und ihre N eberwindung" sprechen wird. Technischer Museum. Morgen, 3 Uhr nachmittags, Führungsvertrag von Kustos Ing. N. Boroevic: „Eisen - und Stahlerzeugung". Sonntag, 10 Uhr vormittags, im großen Hörsaal Lichtbildervortrag von Kustos Dr. In-. F.Sedlaeekr„TechnischerMonat8berichtüberne>re Erkenntnissen nd Erfindungen". Sesseatliche Kmtdmachnng. Dom R a b b i n a t der israelitischen K u ltuSgemeinde wird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß es sich veranlaßt gesehen hat, der M a z z o t h b ä ck e r e i H e rvrannStrurn, 2. Bez., Rotenstemgasse 11, die r i t u e l l e A u f s i ch t zn e n t z i e h e n. VÜblinxkerTempelverein—Zionist. Sektion XIX. Sonntag den 30. März, 10 Uhr vormittags, spricht im grossen Saale des Ka s i n o Zögernitz, 19. Bezirk, Hauptstrasse NÄSS Sr. H. P. «Haje, niiimiiiiiiüiiiiiiniiiiniiiiiiiuiiiiiiniiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiii in einer grossen öffentlichen Versammlung über die „Ausgaben der filD. Gemeinschaft" 28. März 1924 && S ' ^Organisation in Oesterreich. Die österreichisch, Hecdalu^ürgainsatton veranstaltet gelegentlich der Auwesenyeit zweier Sütglieder der Weltzcutrale des Hrchaluz einen öffentlichen Bortrag, um insbesondere die Jugend über die neuesten. Nach, richten aus Palästina und die Arbeitstnöglichkeiten dortselbst zu informieren. Der Vortrag der beiden Herren M. S ch a p i r o nnd David E y r k i n, die vor kurzem aus Palästina gekommen sind, findet Samstag den 29. d. um 7-8 Uhr abends lm Lokal, 15. Bez., Herklotzgasse 21 (Vortragssaal), statt. Herr Schaviro spricht über Palästina und Aliah, .Herr Ehrkin über die Landtvirtschaft in Palästtna und die landwirtschaftliche Vorbereitung der Chaluzim. Die Jugendbünde sind offiziell zn diesem Vortrag eingeladen. Der jüdische Frauenverein. 3. Bez., Landstraße, ladet alle Müglieder. Gönner und Freunde zu dem am 1. April 1921 im Marmorsaale des Kursalons der Stadt Wien stattsittdenden 8 U h r - T e e höflichst ein. Künstlerische Vorträge. Festabend der Lese- :md Redehalle jüdischer Hochschüler. Anläßlich seines sechzigsemestrigen Best>ande8 veraMättet der Verein Sonntag den 30. d.. 8 Uhr abends, im großen FestsaÄe der Hofburg einen Festabend. Mittelpunkt der Veranstaltung bildet ein Vortrag des Herrn OberraMmrs Chajeß über „Politisch e Lage der Juden im,Jahre 1823". Das Progrmunt icrgänzen künstlerische Darbietungen der Herren Professor Wolfsohn und Beregi sowie des Jüdischen Gesang. Vereines. Der Reinertrag fließt dem Lesesaal- und Biblio. theksfonds zn. An der Spitze deS Ehrenkomitees stehen Herr Rektor Schwarz, Herr Oberrabbimr Chajes und andere führeitde Persönlichkcrterl des Wiener Judentums. Karten im Wereinsheim, 9. Bez., Türkenstraße 9, Buchhandlung Löwit, 1. Bez.,» Rotenturmstvaße, im Sektionsheim. 8. Bez., Bennoplatz 1. Reinhardt-Rummel. M:ht Ein Theatermarm hott Weltruf zieht irr View ein und eröffnet nrorgen seine Bühne. Man muß schon sagen, Wien liegt ihm zu Füßen und er laßt sicher gefallen. Seit Wochen rauscht der Blätterwald auf, ein Hagel von Interviews- Eutrcfilets, ReminiszenZen, Lobgesängen geht mit wachsen-« dem Ungestüm nieder. Alles drängt sich, ihn zu preisen und sie überbieten eilt anbei: in schmückenden Beiworten. War er soebeir noch, der „ungekrönte König dieser Theaterresidertz" so wird ihm gleich darauf der „Genius stillerschütternder Größe" zuerkannt. Um Beethoven und Schubert, um Grillparzer und Mahler war es wahrlich stiller in Wien, als um Max Reinhardt, den Einziehenden. Der erfolgreiche, schöpferische Theaterdirektor und Regisseur ist bekanntlich auch sehr betriebsam und reklantbeslisscu. Er versteht cs außerordentlich, nicht nur die Stücks die er aufführt, sondern auch sich selbst in Szene zu setzen. Nun komurt er diesmal nicht als Reise-Regisseur mit gigantischeit Zirkusspielen a la „Mirakel", bringt nickst Krawallstücke mit tausend Mitwirkenden und 10.000 entzückten. Besuchern. Er kommt, um sich in Wien niederzutassen, um in der „Theaterresidenz", der er seine Reverenz gemacht hat, ein ständiges Theater zu leiteii. das der künstlerischeir Vergangenheit, der Schönheit, der altert Kultur Wiens angemessen sein soll. Er hat das löbliche Streben, seine starke Persönlichkeit, seinen erprobten Kunstverstaud, seinen Geschmack für dieses Programm einzusetzen, durch den mitgeteilten Spielplan, durch die Bediitgungen, die er seinen Schauspielern stellte, (sie dürfen nicht im Kabarett auftreten und nicht filmen), und durch die Adaptiertlng eines geeigneteir Theaters Kit erkennen gegeben. ' j Dieser widerliche Reinhardt-Rummel, den der Meister duldet und fördert, steht aber zweifellos mit seinen kundgetanen Absichten im ärgsten Widerspruch. Breitbart-Reklame ist ein böser Auftakt für echte, vornehm-schlichte Theaterkuust, für Schillers „Kabale und Liebe" und für Strindbergs „Traumspiel". Der „Genius still-erschütternder Größe" pflegt solche Schatten nicht vorcmsAUwerfen.^ Wenn Wien wirklich so kunstverständig ist, wie es Max Reinhardt im Anbeginn, als er sich entschlossen Wien für sich zu eroberrr, mit Nachdruck versicherte, dann hätte er ihm dieses prachtvoll gesteigerte Reklam-Konzerk vom ersten Hantmerschlag im Theater in der ^ofefftabt' bis zum Firnißtag nicht zunmten dürfen. Das lärmend^ Vorspiel kann keine guten Früchte tragen, wenn Wien tvirklich als Kunststadt ernst zu nehmen ist. Mitschuldig an diesem gar nicht würdigen, gar nicht sympathischen Reinhardt-Krawall vor Beginn der Wieneü Reinhardt-Wirksamkeit sind seine Schleppträger in der Wiener Gesellschaft und vor allem in der Presse. Sie schädigen Wien und sie schädigen Reinhardt. Abschreckend« Beispiele sind zur Hand und sie hätten die Herren mit den begeisterten Federn, die doch in diesen Dingen eine gewisse Verantwortung haben, mahnen müssen, iur Interesse des vergötterten Max Reinhardt sich ein wmrig znrückzuhalten. Es genügt, einen Namen zu nennen: Richard! Strauß. Die unentwegten Lobhudler haben. Anteil daran, daß Strauß den Vorzug, in'Wien als Dperncheaterdirektoe zu wirken, sehr gering geachtet hat, und sie haben ihn selbst, bat großen Tonkünstler, schwer geschädigt. Ein noch näherliegendes Beispiel ist die Jeritza. - Dies mußte vor der Eröffnung des Theaters in der Josefstadt, gesagt sein. Im Interesse Wiens und im Interesse Reinhardts, ohne Voreingenommenheit gegen den sehr fce&eutertkit Theatermann, der für Wien gewiß ein großer Gewinn ist —, wenn er sich nur wirklich entschließt, in unserer Stadt ernstlich und dauernd zu arbeiten. O. A. für Mäntel und Kostüme fi! i i i 1 J i