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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-27 · Heft 1837 (27.3.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1837 (27.3.1924)
Date
1924-03-27
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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twk ymr Wktzn, Donnerstttg «mmlunüe« der »Weser Morgenzettung". Für Jüdische KinLerfrerm-e (bisher 2,202.470 ft.1. An Jugoslawe SSS.470 ft. Kür Jüdisches Blinbenheim 18 (bisher 2,459.86s ft.). Familie Seemann fttfitmnet 260.000 ft. als Kranzablöse für Frau Friederika Für Mensa AeademiEa Judalea (tt»her 6,208.263 + 8 tsch. K. -f 10 Schilling -f- 100.050 deutsche Mark). ,»lfe* 60.000 K. Für rasche SSUfc (bisher 406.870 K.f k*^H Dchapira 3000 K., Nngenanm. 25.000 ft., Ungenoum Für Leopold HLlsner. Dmch Dr. I. G. 15.000 ft. Für Krtegsbliode» «ilder (bisher 648.000 ft.). . S. Jelinek. Obtt-Hollabrun«, 15.000 ft.. Else 50.000 K., Lr. 1. 18.000 ft. ftflr furchtbare» «lend (biSher 270.000 ft.). Sammlung Frm Marie Maier, Stvckermr, 66.000 ft., tfn* feuannt 26.000 K. Für Jüdischer Krieg sinvali-e Fraa Friemann 80.000 K. Das Schicksal eines Kriegsblinden. «rüder Klein, „Schuhfabrik Beka", Mödling, 100.WS ft. Für „Kleine vsther" (bisher 2,584.000 K.i. ». % IS 10.000 St., C A. LStventhal 50.000 ft. $8« Bitte trat HK re. Brüder Klein, Schuhfabrik Beka, Mödling, 100.000 ft. N. H. 50.000 ft. Für Aekonvaleszenievhelm „Philantropin". Faule Fischt A Schläge 50.000 ft. Für „Ein in Hof geratener Wohl'Ller". Ungenannt 50.000 K., Brüder Klein, „Schuhfabrik Beka", «ödling, 800.000 ft. Für Aatiouglbiblioihek in Jerusale«. Durch Dr. I. G. 18.000 ft. Herr Karl Goidstaud übergab uns Zur Weiterleitung <m° ckßlich Ablebens des Hernr Dr. Alexander Engel von dessen freunden als Kranzablöse gesammelten 2,500.000 ft., und Zwar: für Jüdischen Notionalfonds 800.000 ft., für Baumpflanzen in Palästina 500.000 ft., für Elisabethheim 500.000 ft., für den Verein Jüdische Frauen im 3. Bez. 800.000 ft., für Ferienheim Erholungsbedürftiger jüdischer Kinder, 1. Bez., Biberstrabe 11, 500.000 ft. Für notleidende Kinder ad Notiz 16. März. Fr. und 8. R. 80.000 ft. Bühne und Kunst. ..Marlett«." Johann Ttrautz-Theatcr. „MarWta" heißt einte BerwaniblurtMoschichte unö Kostü- «wÄrunHSamsebegetchvit, We uns Robert Bodanzly und BMno Hardt-Warden gar nicht kurzjweÄrg erzählen, tzine Herzogin und eine Orangenveriäuferin vertauschen ihre Rollen rtid)t, aber ihre wchren Herzenswünsche, di« erst im vritten Akt in Erfüll« irg gehen dürfen. Orangen iveckon prompt die Erinnerung an Italien, «nd alle di« Personen, die Zmogen dieiseS Kampfes um den Mann fein dürfen, stecken daher -n rtalienifchsr Uniform oder wenigstens im Straßen-- gswand dieser südlichen Äonen. Die Musik von Walter Kollo ist, soweit sie nicht zu fremden Anleihen Zuflucht nimmt, mit dem Worte „ordinär" am besten gekenngeichnet. Selbst die noheliagende Berwendurdg römischen Kolorits, das das Auftreten eine- StraßenmufiLcmton ermöglicht, ist nicht schöpferisch «mSgenützt, auch diese MusA erstirlbt in der GchMone. Ae modernen Tänze tragen ihre Überlieferte FaibMsmarLe, nur «in Blues halstet «lS Uusncchme in Erinnerung. Dir JnstrumenitaÄon ist dünn «nd unoriyiirell, der fortwährende Gebrauch des Xylophons ersetzt nicht «tat mannigsaLtige Rhythmik. ■ Der Haupttenor des Johann Gtvautz-WheaterS, Erich Deutijch-Haupt, tragt mit Geschmack die Uniform eines LMziers «nd Ghvenveilters, ohne seine seelische Erregung »nerffchlich legitimieren zu können. Er wahrt die Würde seines Stander, des Offiziers und Operettentenors. Marie E j ch e r als Herzogin beschränkt ihr Gpieil auf ein Paar vielleicht als würdevoll zu erachtende Handlbsweguivgen, die regelmäßig wiederkehren; ihre Stimme, in der Midtelllage kvaftvoN, wirkt fct der Hohe M offener TongebunH unangenehm kr-eischend. Der Max Brod-Ersatz Kurt Köhler gibt einen Lebemann, den der Humor ganz im Stiche gelassen hat. Die Stars dieser MWhrMg sind Joses König in der Rolle einer StraßenmuMnten »nd Gffa Kolb« als Ovangenverkäuservm Joses Köang ist nicht nur ei« ausgezeichneter Tänzer, er hat einen Borrat an humovvollen Wortvevdrchnnyen, um den ihn viele Kollegen beweiden können. Gffa Kolb« kämmt vom Tanz her und hat der Operette all« Mittel zugoführt, deren sie als selbständige Kunstfonn bedarf, wenn nicht falsche Ambitionen mit im Spiele sind. Wie ste auif de« Brettern nur emhevgcht, wie sie ihren Partner änspringt und wie sie ihm auSweicht, wie fie exgentrische Bewegungen ihrer Wiener Natur zuführt rund wie sie ihre Geschnwildigkeit ruf all« ihre Gliedmaßen glsichmäßig vertritt, wie sie ihrem Körper Schwere verleiht und wie ste ihn gewichtslos macht — alle diese Einzelheiten göbeN das BIS» einer hochbeinigen Gestalt, deren Schlankheit organisch gewachsen ist. Visa Kolbe, di« lelbhosir gefeiert wurde, WhLirt schon hont« zu den aNvbesttn Operk!tenio°>'brc-l'ten. - ggienev Morgenzettuna. NWeilmge« gm dem Publikum.?ols Oresäner Isegves llresäner ^cn> H- Antwerpen Verlobte März 1924 Kultus- und Justiz-Taiare und Barette erhalten Sie vorrätig oder nach Maas oc! der bekannten Spezialfirma RUDOLF GOLDSTilN, fSt.!a “r*“"'S Grosses La^er feiner Stoffe für Massbestellutigen WSSM, II. TASORSTRASS6 94 Qagrl t»e« rpAMENWESrEN SWckwaren. Wirkwaren n. Sportartikel in grosser Auswahl Selxfir H< Qlockangam A *r«l«f»hon «a-aos 808 V ca»» Max ^,9zö,ssie Aast»ahl tm Wirkwaren^Spezialhaas ,ZUM LÖWEN', IX. Porzelhngasse 52, Tel 5088(11, Tel 17-3*18 GEKA Tel. 17-3-18 l&NuxsclorferstirassQlS, XIII. MSrxitrassa 194 liefert regen TELZAH LUNGEN Äkoerate I IPnolIum SCttllHE 1 STOFFE KLEIOER * LEINWAND . _ WASCHE | SEIDE UHREN VORHÄNGE WALDH0 Kittwiuscm T** yw* 8ict,e5«r IVjrtconst, angenehmem Ottditmck, vonsllnaw imiil*<i -h:«telttij,eh,s,,fie:^a3!,^e Fi«Br her ohne AemScrang der Lebenaweleej prompte Gewchtuhnahme. Bd Voreinsendung des Betrages von L. 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Sekretärin Nur Damen mit besten Referenzen und lang’ähriger Tätigkeit in durchaus selbständiger Stellung, die mit allen Bureau arbeiten durchaus vertraut sind, wollen sich melden. Entsprechender Gehalt in beiden Fällen zugesichert. Angebote mit Rcfercn?cn und Gehaltsauspiüche.n unter »Erstklassige Kräfte 10Ö01“ an die Adm. des Blattes iosoi _27. Mrz mt_Sei» » »Da« UachUas« von SranaSa." Von den etwa 8(1 Opern Koriradin Kreutzers auS btt ersten Hälfte des IS. Jahrhunderts begegnet man heute - abgesehen von seiner populären Musik zu Raimunds „Dev schwender" — nur noch seinem ^Nachtlager von Granada" gelegentlich in einer Nachmittagsvorstellung, so auch kürzlich i« Theater an der Wien. Kammersänger Ernst Fischer hat. so recht und schlecht «S eben ging, die iw Jahre 1834 in Wien uraufgeführte Oper inszeniert, er sang auch selbst mit schmucker Stimme einen schmucken Jägersmann und erntekd nach dem noch immer dankbaren Schlager: „Ein Schutze bin ich" wohlverdienten Beifall. Die einzige weibliche Partie sang Frau Dora Pachmann mit natürlichem Liebreiz und sympathischem Stimmchen, auch Kammersänger Loreru 0£Otto in uß und Herr Josef Bure sch taten sich in dem kleinen Ensemble hervor, das von dem stets be-geisterlen Kapellmeister Dr. Hans Pleß mit gar zu großer Leidenschaftlichkeit geführt wurde. — Wenn sich Konradin Kreutzer in den Sattel schwingt, so meint man, eS gelte einen Ritt ins alte, romantische Land der Freischützherrltchkeit, hinter der er freilich an Frische und Gewichtigkeit der Erfindung um etliche Grade zurückbkeibt. Im „Nachtlager" verabreicht er einen recht verdünnten Weber, der durch die jüngste Aufführung noch weiter verwässert wurde. Arme Leute kochen eben in SamtagnachmittagSvorstellungen mit Wasser! Ui>. Semisstou Weirigartmr»! In der Bolksoprr wird erklärt, daß bi- Mitteilungen über die erfolgte Demission des Direktors Wein- .garrner unrichtig sind. Weingartner sei ge'tern bei den Proben anwesend gewesen. Durch diese Angaben werden allerdings die Gerüchte von ernsten Differenzen nicht beseitigt, die zwischen Weingartner und einzelnen Vorstandsmitgliedern deS Währinger TheatervcreineS bestehen, von denen Rainer Simons alS Kandidat für den Direktorpoften aufgestellt wird. Eine genaue Kkarfiellung durch die Direktion erscheint wohl notwendig. Die nächsten Ro-itaten des Raimund-Theaters. Eusien Klopfer beendet bereits kommenden Donnerstag sein diesjähriges Wiener Gastspiel. In Vorbereitung befinden sich die deutsche Uraufführung der Groteske „Sechs Personen suchen einen Autor" von Pir<mdello in >er Jntzcniermkg durch Karlheinz Martin und die Erstaufführung des Schauspiels „Kolportage" von Georg Kaffer in der Inszenierung durch Dr. Rudolf Beer. Ms liierarische Matinee gelangt Arnolt Bronnens Schauspiel „Anar6)ie i,n S i l l i a n" in der ersten Hälfte April zur Anfführung, worin Fräulein Margarete K ö p p k c vom Lejsing'Tyeater in Berlin auf Engagement debütiert. Sondervorstellung der Jüdischen Bühm. Leiute Donnerstog um halb 8 Ähr Ädmds fiM-.t in der Jüdffchen Bühne, 2. Bez'., Tabovstraße 12, eine Sondeworstellung des erfolgreichen SchauchielK „Slempenju" von Scholem Alchchem statt. Zn dieser Vorstellung, deren Teilerträgieis dmn jüdi,sch-aLade«nschen ÄhlloisoLchenvere.in sufftefsi, sind noch restlich? Kanten an der^ AbrMasse zu Hecken. Ärs schon lange nicht gegobene Stück, eine der vesten SMpffrngen des jüdischen DoilksdichterS, und ber Zweck der Beranstalt'ung, die bsstinmrt ist. den in Not befindlichen Philosch:chsnvereän Mittel Muführen, lassen, lebhaftes Jnteresie an dttt'er Vorstellung erwarten. Ego« Wellstzz: „Alkestis". Aus Mannheim wird uns gffchriehen: Im Mannheimer Rationaltheoter fand die Uraussfühnmei der Oper .Mlkest'.s" des Wiener Komponisten Egon Wellesz, eines Schäubsog-SchAers, statt, die die Vertvmmg deT gleichnamigen Werkes von Hugo von Hofmannsthal bildet. Das OpernproAem wird i« bidjtem Werke von einem neuen Gesichtspunkte -ms aufgervllt und in Vevgefftigter Monumentalisterung von Ton und Geste zu emhsitlicher großer Fornr M Men versucht. Dem Ehvr ist «rack griechischem Muster die Rolle des Betrachters Mewissen^ er nimmt auch rn seinen Pcmtvnrimischen und tänzerischen Bewegungen, die auf das hellenische Gesamtkunsttverk zuMckweffen, an den syrischen Ruhemomentcn drr Handlung teil. Der AuGühruna gmg das Ballett ,/Da8 Wunder der Diana", ebenfalls von Egon Wellet verfaßt, vonruS. Richard L e r t s mufikaltsche Wiederaabe des Werkes war hervorragend, ausgezeichnet auch die Rcyieführimg durch den schon von seinen HündÄ-Infzenierungen be-kmmkn OHerregisseii-r der Hannoveranffchrn Oper Dr. H. Niedecken- Gebhard. Kleine Knnstnochrichteu. Die Künstleaveveinigun« Weiße Insel ha» ihre Ansstellamg im Augarten eröffneff Schweden ehrt seinen größten Maler und Raldrerer Anders 0 r n, der vor vier Jahren, sechMÜhrig. gostoüben ist, durch eine große GedächtniSauKstellnng m Stockholm. Hunderte Gemälde. Radierungen und Skulpturen gelben Asngnis von ZoxuS mächtigem Schaffen. Das Haus für Graphik Reiß und Krüger. Berlin, eröffnst eine umfarvgreiche Sammlung b\$m noch nicht gezeigter Hanineichinmgen und Aqumell? d'ni Gebiet der d c u t s ch e n R 0 m a n t i k. A«r den rhevtenl. Burgtheater. Moraen. 7 Uhr, „Der K l v e känig und der Menschenfeind". GamStag den 26. d.. 6 Uhr, gelangt „t> tx junge M e d a r d 11 k"?i:r Aufführung. Sonntag den 80. d., 7 Ubr, gebt „Mari a Stuart" in S,en«. — Wegen technischer Schwierigkeit,!!! mußte die für SamStag den 26. d. auaeletzte E r st a u f f ü lit u tt fl von Diene Firondales ftomödie „Blanche 6 a r-- I { n e" auf Mittwoch den 2. April verschoben werde«. Akademietheater. Morgen. V,3 Ubr abondtz. „G e s p s n st e r s 0 n a t e". SamStgg orn 26. d. JH nt Z * et i s ch'. Sonntag den 30. d. „D i e 8 i e b e w a ch t". DolkSover. Heute ,F ü r st i n T a n a g r ,i". Morgen fFreitagl beendet ftammersanger Tbeodor Scheid! sein Gastspiel m ,H 0 f f m a n n S Erzählungen". Im LustspiLltbeater wird morgen iFreitag'i als Gedenkfeier für den vor drei Jahren vorsiorbenen Aolksdichter Bernhard Buchbinder, desien letztes Werk „I u m goldenen Segen" mit Hanst Risse gegeben. Dieses Stück gelangt dann abwechselnd mit dem Lustspiel „21 e LöwinvndthrZungeS" zur Darstellung. Im Modernen Theater eröffnen Samstaz de»' 29. d. Kurt G 0 e h und Valerie v. M a r t e n 8 ein Gastspiel in der Komödie „I n g e b 0 t g". — Die Gnischridung wegen der Ausführung von' Alfred Br u sr.S Winierstück ,.D i c Wölfe" erfolgt brüte durch den Zensurbeirat. Dir Nr.-n-'ü'.-nme dielek Stücke» soll bekanntlich im Rahmen r.'itv Matinre Sonntag den L0. d. stattfinden.

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