Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1837 (27.3.1924)
- Date
- 1924-03-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, DönnerNast Rationvlsozialistilche Ansichtskarten. Die Ritnalmor-lÜge. An einer Bers-amm«lung der natio-nalsozial: st-i« ^.fche-n Partei beim Weigl wurden UwsichtSkartcn mit der Darstellung eines Ritual mordes von der Polizei de« fthlcognahmt. Es fand dann im Sekretariat dieser Partei eine Hausdurchsuchung statt, wobei gleichfalls solche Karten gvfturden wurden. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin gegen mehrere Vorstandsmitglieder der Partei die Untersuchung wegen Aufreizung ein, die jedoch, da die Herstellung der Karten scho r anae zurückrerrbre, eingestellt wurde. , Gestern hatte sich ein Schösse nsenat unter V-oosid des Hofratcs Hotter mit dom Antrag -der Staatsanwaltschaft auf Beschlagnahme dieser Karten zu befassen. Staatsanwalt Dr. Tuppy führte aus, der Inhalt dieser Karten fei sicherlich geeignet, zu Feindseligkeiten gegen die Mische Bevölkerung arvfzureisen. Der Sekretor der nationalsozialistischen Partei, Josef Müller, entgegnete, die Karten seien nach einem Ge- ,rnälde hergestellt worden, das in einein Museum öffentlich ausgestellt sei. Eine solche Nachahmung könne dochnidn sttafgerichtlich verfolgt werden. Der Gerichtshof hat gemäß § 42 des Preßgesetz-es die Beschlagnahme, bezrchungÄEr den Verfall der Ansichtskarten mit Rücksicht daraus, daß der Tatbestand des § 302 St.-G. ^Aufreizung) gegeben ist, ausgesprochen. In der Begründung des Urteils sagte der Vorsitzende, das Gericht sei der Ansicht ge-toesen, daß diese Darstellung in der Ansichtskarte tatsächlich gveignst fei, zu Feindseligkeiten gegen jüdische Staatsangehörige aufzufovdern. Der Tatbestand des § 306 sei auch deswegen g> geben, Werl bei der Darstellung aus gewisse Instinkte gerechnet werde, wodurch eben die FrindsÄigkeiten herborgcrubfen werden könnten. Der Traum des Dienstmädchens. In Riga hat, wie von dort berichtet, dieser Tage ein polnisches Dienstmädchen bei der Polizei die Airzcige erstattet, daß es mit eigenen Augen gesehen habe, wie der Leichnam eines Ehr ästen in den Laden eines jüdischen Bäckers gerragen wurde, und es sei klar, daß der Bäcker des Leichnams bedurfte, um aus ihm christliches Mut für die bevorsiebenden Pessachiage;u gewinnen. In Lettland kannte man bisher dre Ritualmordloaende nicht, aber die bestimmte Behauptung des Mädchens schuf eine starke Erregung, die für die Juden gefährlich zu werden drohte. Dank der Energie der Rigaer Polizei, die einerseits bei dem jüdischen Bäcker t'm strenge Hausdurchsuchung vornehm, die selbstverständlich •Tüegatit) verlief, und andererseits die Anzeigern ins Kreuzverhör -nahm, wurde dir Sache bald aufgeklärt. Der Dienstgeber des Mädchens gab bei der Polizei zu Protokoll, daß das Dienstmädchsn ihm tags zuvor erzählt ftrbe, daß es in der verflossenen Nacht einer: m y st i s ch e n Traun: -gehabt habe, im Verlaufe dessen es sah, wie zu dem jüdischen Bäcker eine menschliche Leiche getragen wurde. Das Dienstmädchen, abergläubisch veranlagt, erklärte, daß der Traum auf Wahrheit beruhen iitiüffc und ging hiera-ros zur Polizei, der eS seinen Traum als wahre Begebenheitmitteilte. Das Dienstmädchen wurde verhaftet rnrd die Bevölkerung ist beruhig'. Ne Kadivec wird im Frrendmse iutemirrt. Selllstmordabsichteu der Kadrvec? Wie wir erfahren, liegt der R a t s k a m m e v ein Gesuch des Rechtsanwaltes Dr. Kramer vor, in welchem beantragt w:rd, her. Geisteszustand der Kadivce untersuchen zu lassen und ihre Unterbringung in eine Nervenheilanstalt dnrchzusühren. Dieses Gesuch wird, wie uns versichert wird, bewilligt und die Kadivee arrf den Steinhof gebracht werden. Tie Ka>w.e, bk bekanntlich we§"r». sadistischer -Delitrr zu sechs Jahren.Kerkers verurteilt wurde, mußte ins Inqu-isrlenspiral geschaftr werden, wo sie mit Miliea Vukoörankovic in einer Zelle nntergebracht ist. Es hat sich bei ihr eine Bemürsdepressivn herausgchellr. die bis zu Sclbstmordrbfichte-n gef):. Weiters wird die Verantwortungsfähigkeit zur Zeit der. Dar -bestritten. Tie vorzirnehmende Unters,:chirng '.vivd sich sowohl auf ihre Zurechnunasfähststeii, wie auf ihre Gemütsverfassung erstrecken. Dr. Kramer hat dem Gerichte eine Kaution von W Millionen Kronen angcooten. Die eingeSrachte Berufung u»i> die Nichtig isbsjchwerdr sind noch nicht erUdigj. Sie zukünftige Gestaltung der Stafa. Wahl von Vertretern der Gewerkschaften ht den Verwalt»,ngsrat. Ueber die Umwandlung des bisher den Bun-csangestellten beinahe ausschließlich gehörenden Warenhauses Stoja wird uns mitgeteilt: Die Erwerbung der Mehrheit der Aktien durch die Gewerkschaften der Arbeiter und Angestellten wird in der ersten Zeit keine Verdrängung der BundesangestMen zur Folge haben, die durch den .Bmw der öffentlichen Angestellten. den Zen-trÄvenband der öffentlichen Angchellten, den Militärgogistenverband, die Gewerkschaft der Akademiker usw. in der Stafa vertreten bleiben. Es ist auch nicht anzunchmen. daß die Arbeiterschaft in größerem Maße Einkäufe besorgen wird als bisher. ES steht bisher noch nicht sch, welche neuen Organisationen beteiligt sein werden. Zugegeben wird, daß die neuen Organisationen natürlich eine Vertretung im Verwaltungsrate verlangen und auch erhalten werden. Die Bundesangestellten bleiben an der Stafa interessiert, wenn auch die Arbeiterbank die weitere Finanzierung durchführen wird. Der frühere Präsident des Verwaltung^ lates, Regierungsvat Fries, ist schon vor längerer Zeit aus "fl-?tofa ausgetreten und sei» Ausscheiden steht mit der j I'ruwandßtng in keinem Zuiamme-Wange. _ Wiener NrorstenzeiLu««._ -.vp£<rtw-wM.wn. .. —■■«■!. vi. ■ msrMzaiicattsni* Hochrotes Leder für Kleideraufputz «& GE WITSCH» Westbahnstrasse Nr. 18 Gegenüber dichr Darstellung ist daraus g: verwnstn, daß selbstverständlich die neuen Unternehmer ihre Leute Hineinsetzen werden, wodurch die Beamtenverlretung zurückgedrängt wird. Tie Stafa wird vor: der Leitung als vollkommen aktiv bezeichnet. Es ist in diesem Falle nicht ergründlich, warum dann derartige Experimente gemacht werden, die über kurz oder lang zu Differenzen führen müssen, da die Vertreter der Gewerkschaften naturgemäß keinen anderen Einfluß dulden werden und schon gar nicht ein selbständiges Vorgehen Vt Vertreter des KeichSverbandeS der Beamten oder der Gewerkschaft der Akademiker. Sie Mchverteuerer. Sie sind gegen die Einfuhr von Milch. Zu der von uns bereits gemeldeten Sitzung des MlchkammertageS wird noch mitgeteilt: Sektionschef Mayer gab bekannt, daß die Zufuhr von Milch nach Wien von 230.000 Liter täglich im Dezember und vor: 360.000 Liter im Mai 1622 im November auf 496.000 Liter gestiegen ist und jetzt 330.000 Liter betrage, welche Ziffer 66*/, der Milchbclieferung der Vorkriegszeit betrage. Zn der Debatte wandten sich mehrere Redner gegen dir Einführung von Milch und betonten, daß ein entschiedener solidarischer Zusammenschluß aller landwirtschaftlichen Kreise?ur Abwehr der Agrarkrise nötig sei. Dieser Zusammenschluß ist natürlich ge^mr die Verbraucher gerichtet. Zn der natürlich einstimmig angenommenen Resolution wurde die Aushebung aller den Absatz hemmenden ZwängSbefiimmuugen verlangt. In diesem Falle wurde natürlich der Preis der Milch ins Unermeßliche steigen. Zum Schlüsse bereiteten die Versammelten dem alten Gegner der Konsumenten Reichsritt:r Hohenblum eine stürmische Ovation, an der sich die Konsumenten nicht beteiligen können, da Hohenblum als Vorkämpfer der Agrarbewegung stets für die Vergewaltigung der Verbraucher eingetreten ist. Sie Lebemmiftelmlirkte. Der Verkehr war auf den Diärkten außerordentlich groiug^ In der Großmarkt-Halle steht der anhaAeuv schwachen Nachfrage äti Kmz außergewöhnlich großes Angebot gegen-- über. Seit Beginn der Wache sind in der Großmarkthalle 104 Waggons verschiedener Fleischgaltungen ern-gelangt. Bon diesen itlardunsten konnten bisher >mrr zirka PA Wa,ggon§ zur Ausladung gebracht werden. Die reichen 70 WaggonS stau-dm bis gestern vorirüttags unausgeladen arff vier Zuschubgelelftn, da «weder in der Halle, noch in den ÄühlräiMen Platz zur Ilnterbrurgung dieser Fleischinen.gcn war. Trotzdem ist bisher kleine nennenswerte Ermäßigung der Preise cingetreten. Wenn das Fleisch nicht bald billiger und dadurch der Absatz besser wird, dritten große Mengen verdorben werden. Auch aus aller: übrigen Vlovkrgebieten ist keine A<endrru«ng Ser Preise eingetreten. Unveränderter BrotprerS. llloch der geftrigm Errrchnurrg der GestchungskMa: bkibeu in der kommenden Woche die Moxim alpr ei sc zur Bro: und Ft leingebnck unverändert. TrSbUler. Von dem großen Tiefvruckgrbiet, datz Errropa beherrscht, hat stch ein Kern über der pommerischen Bucht abgesondert. Auf seiner Südwestseite ist Abkühlung bei n o r d westlichen WindenimGang. In Frankfurt regnet es. In den Nordalpen war das Wetter zefteru mittags stemlich heiter u it i tt) (i r nt, in den Südalpeu trüb u n d r e g n e r i s ch. Voraussage: Vorwiegend trüb, zeitweise regnerisch, T e m p e r a t u r a b n a h m e, w c ft t i cf) c b:6 n o r d w e st l i ch e Winde. Wien. 27. März.. * Aenn mau Gold im Munde hat. haben Sie Gold im M'.m-de? S.e sind Lang-schläfer, sagen Sie. Macht nichts, bitte, machen Sie den Mund auf! So! No also: di-e>M schadhafte Gold^hi: da ist nichts? Sie ^brauchen sich nicht *ü sürchreu, ich bin lnichi der Steucrkommissär, aber eine Frage, ganz diskret: Haben Die Ihre:» Zahnarzt be^lt? Sie brauchen nicht erröten. Die ivenigsten «Menschen zahlen Pünktlich, deur Ärzt s<tM: tzftrr nicht. Aber ich will Sie warmen: Sind -Die Boxer, wein? Sie hatten einen C-Desund, sagen Sie. Das ist iein Beweis! Also, bitte: Entweder Sie bezahlen dm Zahnarzt (was Sie doch bei dieser Börsenilcrflr nicht tun werden) oder Sie gehen nur mit einem Gummikwitttel -aus, wie die Hakewkreuzler! Zchr irrsinniges Lächln «belveift mir, daß ich mich deutlicher fassen muß: Msv, wenn Sir konstant nicht zahlen, kann es Ihnen passieren, daß Ihr Zahnliefero wt Ihnen auf!der Stiege auslauert (daß die ftnster ist. dafür ist schmr gesorgt, daher der Name Hau^besorgrr), Ihnen in den Mund fährt und die irich't bnpWm: Äol^ahtte zieht, aber uid>t schmerstoS! Sie können dann rvicht zmn Rendezvous gchen, m:d so welker! So hat es nämlich oin Zahntechniker in Traunstein gemacht, wo er einer Dame, die «sich weigerte, zu zahlen, feine Gdldbriücke aus offener Straße a-us dem Munde zag. Die Sache könnte Schu«le mache«, denn, wie Sie wissen, verderben gute Beispiele die Lüsen Sitten der Mchk- Zahler, also richten Sie sich danach wnd rufen Sie Ihren Bekannten, soweit Sie nicht Boxer, PreiSringer -uftv. find, zu: Bezahle: den Zahn-aW -und Ihr erhaltet dafür eure Goldkron-en!" , a. z. * Einer, der „mit polnische« Kcmsleuten ungern Ae» schäfte macht". Das ist nämlich «der Brcivninint cfialicnhä-nbCet A. tfU im nun. :kc von dem Kaufmann Leiser Gnait und drr -Firma Ch. .R o th 200 Domren -Eohst'!: „gekauft" Hot, > \m\ y:\w, wie er sagte,, „weil polni'che :nte uachträgl'ch 27. MürZ 1924_M. im . immer mit Ausreden daher kmmwcn". Reimann vevstaiÄ ' als „erklassiger Kaufmann", ftir den er sich -ausM». von Gnojt die Fwchtbrie-sduplikcrke und Mllsi ohne BeMuM herauSzübekammetr, dann kam ihm der Bankbeamtenftreik -u Hilft, auf «den er sich -ausredete. Reinrann verkaufte die Avofi kruls selbst, teils durch seiire Ageuten« Der Freund Reimanns, der, tKausmauu Allina, lockte «wisder von ihm selbst die AvH für 06 Tmruen heraus und verkaufte sie weiter. ReienMn. eiire notorische K-asseelia-uScrUsteuz rubd iKartew'pickler. hatte «sich SU* il-etzt märten als iKohlengwßhä'Mer mit einer Delephonnummcr drucken lassen, welche akxr die eines Kasfthauses war. in dem «r verkehrte. In der letzten Zeit hielt er sich Vvenrg in seiner Wohnung auf und ü!bevn«achtew meistenauÄvaM. Gnatt -erhielt von ihn: nicht einen Heller. Der Schaden «beträgt 100 Millionen, obtoohl ReimamiN nur^ l0 Millionen verdient haben will, da er große Summen für Wagenstands^ -gelber .Plhlvu mußte. Roimaim und, Allina wnvde-n «dieser Tage verhaftet und dem Landcsgerichte eingelieftot. * Auffindung der Leiche der ermordete« Frau Ostermeier. Wie berichtet, hat am 1. Doz'omber 1626 der Feuerwehrmann Karl Qstermeier seine Gattin in die Donau gestoßen, so daß sie -ertrank. Die Nachforschungen nach der Leiche der Frau «blieben bisher erfolglos. Gestern wurde auf der Landstraße die Leiche ekrer unbcckanntän Frau a-udem Donauka na«l gebvvfte-n, die bis -ur Unkenntlichkeit verwest war. und «deren Kleider gleichfalls -fast vollständig zersetzt «waren, «ft daß man annehmen mußte, daß die -Tote bereits einige Monate im Wasser gelegen, war. Die Leiche wurde -nun aus Grund der L^rgehänge'un-d der Kleider, wie auch der Größe der Leiche als die der -unglücklichen Frau Osterweier erkanlnt. * Einbenffung des Zionistischen Partoirates. Das Zioni stilsche Landeskomitee teilt mit: Soarutag den 30. d. findet un: halb 4 Uhr nachmittags im Saale der Hackoah, 1. Be;.. Wie- «singerstvaße 6 (?lt«l-ashof). die Sitzung des Paote-irates statt. Tagesordnung: 1. Bericht über «bic Sitzung des A. C.: -verr Qberräbbiner Dr. Dhafts. 2. Die Lage im Ziouisnius: Herr Ing. Robert Stricker. Z. Bericht «über den IÄdischen lllat ioualfvndS: Herr Cham: Tartakotoer. 4. Eventuelles. Sar Wische RealgymnaAum in Me«. Im nächsten Jahre schon sind die Rävme za eng. In weiten jüdischen Kreisen dürfte e§ noch nickst bekanniftin, daß wir in Wien eine jüdische Mittelschule bc> sitzen, deren Entwicklung zu -den schönsten Hoffnungen berechtigt. Es ist -dies da» jüdische Re.alghmnasium in der Cestellez-- gasse, das vom jüdischen Schulverein vor fünf Jahren mit bescheidenen Mitteln ins Loben gerufen worden ist, jedock dank der Hingabe des unter der Leitung des Herrn Direktor Dr. Viktor Kellner stehenden Lehrkörpers die schönster: Er folge auftveist. Beweis dafür ist die Verleihung des O c f f e n t l i ch k c i t s r c ch t e s, das in Oesterreich für eine bewußt jüdische Anstalt zweifellos sehr viel bedeutet. Ucbereinstimmeiw werden von allen, die das Wirke« des Lehrkörpers am jüdischen Realgyrn-msium verfolgen, die überraschenden erzicheri'cken Resultate geschildert, die schon bisher erzielt worden sind. Die individuelle Bchaudlung der Schüler, das liebevolle Eingehen ans chre Eigenart haben ein so herzliches Verhältnis zwischen Lchrer und Schüler geschaffen, daß alle Eltern des Lobes voll sind.- Zur Hebung der Moral der Kinder und zu ihrer Heranbildung in unserer nationalen Tradition hat die Erziehung, wie diese Schuls sie zu bieten vermag, in wunderbarer Weise bergc - tragen. Der Unterricht ist bereits bis zur fünften Gynrua ' sialklasse gediehen, doch ist es noch fraglich, ob in dem für dir Anstalt gemieteten Hause auch nur eine sechste Klasse wird untergebracht werden können. Es ist daher schon jetzt etu Elternkomitee gemeinsam mit dem Lehrkörper eiftig an der Arbeit, um Beratungen darüber zu pflegen, in welcher Weise' die Grundlage für den Weiterbestand und dir Fortentwicklung der in schönem Aufschwung befindlichen U n t e r r i ch t s a n st a l t gesichert werden könnte. Cs wirb entweder an die Miete eines unrsaugreichen Go--, banges oder, was natürlich mit Rücksicht auf die Zweckbestnw ’ mung eines sülchen Hauses viel girnstiger wäre, an die Errichtung eines Neubaues gedacht, welcher allen Anforderungen entsprechen und auch die weitere Ausdehnung der Anstalt er - - möglichen müßte. Gegenwärtig fehlt es z. B. nicht bloß an genügenden Räuknlichkviten für die Unterbringung weiterer Klassen, sondern auch an einem Turnsackl. Es wäre in: Interesse «der Mischen Bache dringend zu wünschen, daß Mittel uub Wege gesunden iverden, die Zukunft dieser sich schon jetzt als unentbehrlich erwLiftn.den jüdischen ■ Mitwlschirle dauernd sicherzustell'M. Zionistische B ezirksiektion LespolLsta-k Heute Donnerstaa den 27. d. M. präzise 8 Uhr abends im Wiener Bür^ercafö, ll. Pratersiraße 11 Bortrag Herr Amtsleiter Rokenfeld „Matrikel und S t a L i st i k i m I u d e n t n m" rosw Jeden Donnerstag zwanglose Zusammenkünfte rnit Vorträgen Bereine, Vorträge und Brrsammiungeu. Zionistische Sektion XVI,XVII. tzrute, 8 UHL abends, im Heim, 8. Bez., Beunoplatz 1, Vortrag Herr Rabbiner Dr. Bach: „Jüdische Geschichte". Hierauf Orchesteworträge. — Verein Tikwath Jehuda, 8. Bez., Beurroplich t Heute, präzise */,9 Uhr abends, Rechtsanwalt Dr. I. Waldmauu: „Die jüdische Völkerbundttga". Konzertmeister Zimbler vom Tonkünstlrrvrchester: Violinvortrag; am Klavier: Fräulein Grete Koller, lvr. Josef Klaar r Cellovortrag; am Klavier: Frau Dr. Gis. Klaar. Anschließend Tanz. — Zionistische B e-- zirkLsektion Brigittenau. Heute, 'Aj8 Uhr abends, findet im Vereinslokale, 20. Bez., Karl Meißlstraßv 5/1, eine wichtige Aurschußsttzuns statt. H»echatÄz°Organisarion i» Oeftirreich. Die österreichische Hechaluz-Organisation veranstaltet gelegentlich der Anwesenheit zweier Mitglieder der Weltzentrale de» Hechäluz einen öffentlichen Bortrag, um insbesondere bte Jugend über die neuesten Nachrichten aus Palästina und die Arbeit»-- möglichkeiten dortselbst zu informieren. Der Bortrag der Seiden Herren, M. S ch a p i r o und David C y r k i n, di» vor kurzem au» Palästina gekommen find, findet Samstag den 29. d. um 8 Uhr abend» im Emtarantenyetm, 9. Dez., Türkenstraße 29, statt. Herr Schaviro spricht Über „Palästina und Alis ab", Herr Chrkin über „Die Landwirtschaft in Palästina und b-t landwirtschaftlick>e Vorbereiir'.ng der fUM':?- Tic i'T-.h' sind vstisiell 7n d'esi-.u 5:'rurna c^'s!c!-^c>!