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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-25 · Heft 1835 (25.3.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1835 (25.3.1924)
Date
1924-03-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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, IM Wwü, Dienstag » Giifen, Pa,fttm«rl<n und Toilette-Artikel, frmpßft, Erpvrt, Simon Tilles, Wien, 1. Bez., Rauhensteingasse 8. Eimgana zwischen Karrünerstraße 9—11 oder 26-27. Telephone Nr. 7ß*6*44rf 78-6-90 Gene (Neumann). ...(Entgeltlich.) Zionistische BcHrkagektton Leoppldstarit, Sektor 1 Heute Dienstag den 2b. d., vräzise 6 Uhr abends, tn der TIschgeselEsctrf Barschaft, Hotel-Restaurant Barschak, II. Große Schiffggäffe 8 VCRTßAQ Herr Or. ssrael Weidmann: »Die politische Lage im Zionismus" mt$ -Jeden DitiMag zwanglose Zusammenkünfte mit Vorträgen Vereine. Bortröpe und Bersammlungen. Zionistische Juyendgruppe Laopoldftadt. Heute, preise halb 8 Uhr, im Lokale d^s LandeslvmiteeS, S. Bez., Tckoorsiratze LOo, Plenarversarmnlung Erscheinen der Mitglieder Pflicht! Gäste willkommen! —'Kulturgruppe der zionistischen BezirkSorganisotion Brigi 11 enau, 20. Bez., Karl MeiWraß« 5. Heute Wb 7 Uhr. Mitstliefteyzusammenmnst. 6 Uhr: Litercrttlrkurr. * Grati-Lürse für Italienisch. HochschuU-oktor Prozessor -Alponso Bttolo eröffnet am Samstag den 6. April Gratiskuuse für Ataliemisch. Borgeschrittcue Montag und Dvrmerstag von 5 uis 6 und von 6 bis 7 Uhr, für Anfänger Dienstag unv Freitag von 0 bis 7 Uhr oder SamStag von 3 bis 6 Uhr. Einschreibungen und AuSlAmft« tut Sekretariat der Sprachschule Vitolo, Wien. 1. Bez., Mrtuvvstraße 17, vmt 9 bis 12 und von Z Äs 6 Uhr._ Austrttte out dem gudentum. Hartman» Alfred, geb. 30. Dezember 1900. Wien. Schauspieler, 6. Dez., Thurmburgaaffe b. Kaan Marie aeb- Pospisil, geb. 31. Jänner 1991, Wien, 9. Bez.. Alserstraße 4- Koviel Marian, geb. 19. Julie 1900, Srole, 3. Bez., Janigstraße 88. V l a s ch k e S Julius, geb. 28. Februar 1888, Wien, 17. Bez., Ottakringerstraße 38. Steinhardt Alfred, aeb. 23. Oktober 1988, Wie«, Bankbeamter, 3. Bez., Nordbahnstraße 32. Schwarz Elsa, aeb. 8. August 1897, Wien, Beamter, Gxvedientln. 2. Bez.. VereinSgasse 3b. Schlamm Margarete, geb. 17. April 1903, Wien/Beamtin, 8. Bez., Girardi- Sie 1. Spitzer Marqarete Rosa, geb. 12. November 1894, en, 8. Kübeckgasse 18. Elias Johanna, geb. 7. Dezember 1899, Wien, 8. Bez., Gärtnergasse b. Diamant Hans, geb. 19. Mai 1598, Wien, Beamter, 7. Bez., Richtergaffe 9. Sichel Heinrich, geb. 26. November 1866, Frankfurt a./M., Kaufmann, 7. Bez., Lindengasse 26. M a t t e r s d o r f Wilhelm, geb. 27. Jänner 1904, Wien. Student, 1. Bez., Rathausstraße v. Spie g e l Edgar, geb. 16. November 1900, Wien, Student. 9. Lez., Porzrllmoasse 45. Dr. S ch e y - K o r o m l a Witold Artur, 30. März 1891, Graz, Arzt, 4. Bez., Theresianumgaffe 4. Keren Kakemeth l'gkrael (Mischer Nationalfonbs), Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 33, Tel. 45-606. - Ausweis Nr. 12 vom 11. bis 18. März 1924: 6,146.190 K.; bisherige Gesamtspendensumme 206,888.784 K., zusammen 218,084.974 K., hierzu Filmeingänae bis Ende Februar 8,000.000 K., Versicherungs- Abteilung 20,000.000 K., zusammen 241.034.974 K. — 1. Bezirk: Bethaus 1, Dr. Friedmann je 100. — 9. Bezirk: Dr. M. Rosenstein 500. 9. Bezirtr Differenzen Pollatschek, Dunk & Grünhut. Moritz Wassertest, Krakau 500. 12./15. Bezirk: Dr. N. Geier: Mischloach Mauoth 1 Purim 50, Akademischer Landesverband : Z. A. V. Bar Kochba Büchsen 924, Guttenbera u. Metzger 100, Simon Picker 113, Lazar Krehstin 67. Julius Goldfinger, 63. Armin Biehl & Co., Dr. Leopold Sofer, Amalie Weiß, Dr. Josef Berger jun. je 50, I. A. V. Tordonta: Büchsen, Ing. Max Singer 103, I. A. V. Jordania 169 Dr. Heinrich 145, Smlg. w Damenkneipe 210, Z. M. V. Jedibäa d. Brandmann 415, Hechaiver, Verb. ruff. Studenten Gnrlg. 67, Bnoth Iehuda Büchsen 102, Smlg. Frl. Schärf 57, Frauenorganisation 781, Frau Traum 801, Dr. Fischer 60, Prager 70, Smlg. Thumin 140, Korn 50, Smlg. Asalah Tartakower 229, Doktor Goldstein, Moses Tartakower je 100. — Klosterneuburg: Smlg. Robert Erber 60, Kwuzah Awoiah 56, Zionistische Sektion Prater: Emil Beuczer IM, Smlg. Dörffler b. Hochzeit Schönberg 250, Büchse Gerstl 63, Kwuzah Ckiawerim Smlg. b. Filmvorführung im Cenlral-Kino 321, Zentrale r Dr. Gelber 211. Dr. H. P. 200. * Donnerstag den 27. d. um */*7 Uhr abends findet in unserem Bureau, 2. Bez., Ziu'uSgasse 33, eine Sitzung der Landeskommission und der K. K. L.-Kommtffäre statt. An dieser Sitzung wird fick auch Herr Karl Glaser, Sekretär des Hauvtbureaus beS Jüdischen Nationalfonds, beteiligten. Tagesordnung: Methoden der Nationalfondsarbeit. « Die Büchsenleeruna im 9. Bezirke wird in der Zeit vom 2ö. März bis 1. April 0. I. durch die Z. A. V. Bar-Kochbar durchaefübrt werden. Die Leerer find sowohl mit Nationatfondr- Lrgitimationen als auch Universitätslegitimationen versehen. Bühne und Kunst. Richard Sttanb über das aüchste Arbeit»- proaramm. StaatSoPeruDirektor Dr. Richard Strauß empfing gestern die Vertreter der Presse, denen er mittettte, daß ein EnIemLiegastsPlel der Oper in Lortdon nicht erfolgen werde. Frau Jeritza wird in etwa 14 Tagen hier eintreffen. Ihre evste Rolle wird voraussichtlich „Fedora" sein. In der Strauß-Festwoche vom 2. bis 14. Mai wird auch Schlagobers" aufgeführt. Dos Intermezzo" von Strauß wird während der Musikfesttvoche der Stadt Wien in einem kleinen Theater, wahrscheinlich im Büvgercheaier, am 5. Oktober aufgesührt und wahrscheinlich zwvff- bis fünfzehnmal wiederholt werden. Es wurde eine Reihe von Op.rn angeführt, die neu einstudiert werden, darunter Orpheus" von Gluck und ,Mrger als Edelmann". Frau Nemeth ist engagiert nnd wird in der nächsten Spichest austveten. Bezüglich OesivigS ist noch keine Entscheidung getroffen. Vera Schwarz wick für längere Zeit verpflichtet sein. Direktor Schalk ist noch immer krarrk: er dürfte jedoch bald hergest.'llt sein. Der Direktor teilte schließlich mit, daß bis zwm Ende der Spielzeit immer zur Verfügung stche.n werden: Jeritza, Piccaver und Schuberch, welch letztere', an «7 Wagner-Ubendem singen wird. Wiener Movgen-eituirg^ .3^ He Heute Dienstug, 2ü. MLrz, in sämtlichen Sälen des Hotel Continental, 2. Bezirk, Tabor st ratze Ittc-SiU mspHtfl kt bereinigten hebräischen Schulen Srfttlasflges vrchester Lanzarraagement: vattmavv (Hakoah) Karten 4 25.000 Kronen an der Abendkaffs Beginn 8 Uhr Deginn8Uhr flanierte. Battistinr. — Piccaver. — Lubin. — Liederabende. Das Musiklexikon, dessen Angaben bei Bühnenkünstlern nicht immer verläßlich sind, bezeichnt den 27. Februar 1857 als Mattchia B a t t i st i n i s Geburtstag. Sttht er also dem Siebziger nicht mchr ftrn, so beschämt er gleichwohl mit seinem strahlenden, echt südlichen Belccmto und mit dem Fwvrbrand seiurr dramatischen Kanlilene die' meisten Dveißiger. Seiner hohen Gesangsweisheit letzter Schluß, zu dem man freilich durch fleißiges Studium lwi den Schriftgelehrten niemals gelangen kann, ist die große, sieghafte Persönlichkeit, welche sein Gesang ausstrahU. Mag er auch Beechovens „Adelaide" als Romanze singen, man ist dessen froh, daß Battistini kein sachverständiger Liedersänger, sondern ein Romancier und ein ganz unvergleichlicher „arbiter elegantiarum" der Gesannskunst ist. Mfred Piccaver gab sem einFiges Konzert. (Be«- rühnrte Sänger geben -rminer mir ein einziges Kvngert, nachher etwa noch einige letzte Konzerte und schließlich ein MchiodSkonzert.) Tags zuvor hatte er sich m der Oper indisponiert gemeldet und abg:sagt, für das a>uSverkaufte Konzert mx er disponiert. Oder gar umgekehrt? War er vielleicht in der Oper d.öponiert und wollte ncht singen, -irn Konzert ein wenig indisponiert und wollte nicht obsagen'? Mit ferner wunder- 'chönen Stimme beMberte er wie stets die weMchen und männlichen Herzen, in die er sich in deutscher, engltifcher und .itaiienischer Sprache emschmaichelte. In der italienischen Sdrach-r ist der Weg von seinem Beleanw zum Herzen der nächste rrnd wäre wohl noch näher, wenn das Gold in seiner Kehle mit einem feurigeren Blute in seinen Adern eine «benbürvige Verbindung eingehen könnte. Die ftonzösische Opernsängerin Germaine Lubin, deren Kunst fest in der Bühne verankert ist, singt irn Konzertscval klug urtb bedächtig. Die helle, klare Stimme der schönen blonden Fvmr wird nicht vom Herzen dirigiert, sondern von eiirem scharf abwagenden Kunftvarstand, dem eine hochstehende Technik die Wage Mt. In spanischen Volksliedern trat ihr französischer Charme in seine Rechte, im übrigen viel Geist, Literatur und Bildung, wenig Leidensä)aft und noch weniger lyrisches Gefühl. Da lob' ich mir die Wiener LiedersänFRin Agnes Bricht-Pyllemann, deren kleine, kultivierte Stimnre ulst dem schlichten, aber empfundenen Vortrag von Schubert und Reger unmittelbar ans Herz rührt. Auch die in Wien noch unbekamnte Sängerin Jvlan Helfferich-Kalusay, deren dunkel timbriertr Stimme im lyrischen wie im dranratischen Register heimisch ist, schöpft ans der Tiefe einer starken Empfindung. Dem beliebten Opersänger Karl Norbert wurde es leicht, sich ans den Liedvortrag umzustellen, sein profunder junger Baß, dessen Tiefe Seltenheitswert besitzt, breitete sich selbsichcr in weniger bekannten Liedern von W<bard Strauß aus, die sich mchr durch Sangbarkeil als durch Eigenart empfehlen. Viktor Fuchs, der tüchtige Sänger und vortreffliche Gosangsmeister, nimmt vor allem durch feine intereffanten, von der Schablorve abiveichrnden Programme für sich ein, Renate Kadiunig, eine begabte Akademieelevdn mit junger Altstimme, sollte mit dem Dorttage von „Weylos Gesang" noch einige Jahre zuwarten. Warum Olly Heinzen mit ihrem zarten, unsicheren Stimmchen gerade Schuberts „Allmacht" sang! llnd tvavum sang Reuse Garv mit ihrer großen schartigen Stimme Opernarien von Mascagni und Puceini, die immer wieder abgeleiert werden und doch nicht in den Konzertsaal gehören'. Die Programme der Sänger sind womöglich noch schlechter, noch einförmig langweiliger und noch stilloser als die der Instrumentalsten! Einen wohlverdienten Erfolg erzielte die sympathische Liedersängerin Jo S t e i n, welche mit ihrer warmen Sopranstimme neue anmutige Lieder von Professor Hermann G rädener sang. Sie sind von der gleichen Treuherzigkeit und GemütStiefe erfüllt wie des Meisters D-Moll-Stre ichquartett, welches vom Mairecker-Buxbaum-QuarÄt als Vorfeier zu Grädeners 80. Geburtstag gespielt wurde.'Dtt schwungvolle Aufführung geftasteie sich zu einer Huldigung für den jugeMich lebhaften Achtziger, dessen anregendem llnterr'cht Generationen von Wiener Musikern nud auch wir die E'.nführullg in die Mysterien der Tonkunst verdanken. flb. Eine bemerkenswerte Uranffühnrng in München. Besold Birchts dramatische Historie „Leben Eduard des Zweiten von England" (nach Mrrlove) erzielte bei dar ffrausführuna in den' Münchner Kaurmerspielen einen durchschlageitlden Erfolg, trotzdem die Vorstellung sich zu lange hinzvg. Die Fabel ist ergreifend, die Handlung sehr spannend, der Dialog sehr gepflegt. Sir Frederie Bridge Morbtn. Der berülMr Kirchenmusiker Srr Frederie Bridge ist in London im Alter von 79 Jahren gestorben. Bridge war 43 Jahr dang der Organist der Westmmster-Abtei und Professor für Musik und Musikgeschichte der Londoner Universität. Er hat zahlreiche, in England sehr geschätzte Kompositionen kirchlicher Musik verfaßt. Für die Krönung der Könmr Eduard und Gco:,7 komponierte erben Reichsdeutsche Mnsikseste. Vom 22. bis 27. April fiMt m Dortmund eine Mnsistvoche statt. Zur wlfführung komr^> unter anderem: HauSMrS Ratnrshmphonie, BrauWM Tedeum. Symphonische Elegie von Rudolf Mengelberg, Symphonie von Trapp. Hymne von Jokl, Var:<nionen von Mona ff« und die Opern „Ritter Blaubart" und „Jridith" von Remrezek. — Das zwölfte deutsche Bach-Fest wird in dlasem Jahre.m Stuttgart vom il. bis 14. Juli abgshalten. — Dre ©ot* tinger-Händel-OpernsestsPiele, 6>te anfangs Juli znm fünften Male ftattflitben. bringen dieses Jaür in« Uraufführung von Handels heiterer Oper „S e r s e' (Ter^s) in der Bearbeitung von Dr. O. Hagelt. Nene Liebermann-Anekdoten. In den: „Taschenbuch für Damen" finden wir folgende hübsche Geschichtchen, deren .Held Max Lieber mann ist. Der Meister arbeitet im Garten etota Bekannten^ die auf ihre immdervolle Blumenzucht mit Recht stolz ist. Die Keinen Enkeltöchter der Dame sehen dem Maler zu, sind aber höchst erstaunt, als er zwar die herrlichen Blumen aus die. Leinwand bringt, nicht aber den Storch aus Blech, der mitten ans dem Beete prangt. Und nun hört Liebermann, wie das eine Mädel leise zum andern sagt: „Sich doch, den Storch macht er nicht!" Worauf die andere: weißt du, das ist zu schwer für ihn." — Hübsch ist auch meses Geschichtchen: Jemand erzählt, Olaf Gulbranflon pflogt immer mi grunzen, wenn er eme schöne Frau sicht. C8 wird darüber diskutiert. Frau H. sagt, eS müsse doch für eine Dam«, die sich für schön hält, peinlich sein, m warten, oft . . . Max Liebermann unterbricht sie: „Frau H. hat Angst, det er bei ihr nich jrmut!" Ans den Theater». Bur at he ater. Morgen, 7 Uhr, „Die Katakomben^. VolkSapet: .Heute Dienstag abends erstes Gastspiel deS Kammersängers Theodor Scheid! (Staatsoper in Leipzig) als Scarpia in „Tosca". Nachmittags haW 3 Uhr ,^Der Z i g e u n e r b a r 0 n" mit Hubert Lener Äs Darmkay. Morgen Mitttvoch „Traviata". Im Deutschen Bolkstheater findet Mttwoch den I6. d di« Neuanfführung von Gustav Frey!aas Lustspiel .Die Journalisten" mit Dr. Rudoff Tyrabt als Schmock statt. I-wszenierung: Friedrich Rose nt hat. In den K a m m e r s p i e i e n ist das Donnerstag den 27. d., abends 10 Uhr. zum ersten Male in Oesterreich zur Aussührll!Ng gelang.'noe nachgelassene Werk Wedekinds ..Sonnenspoktrum" in den Hauptrollen nrit Maria Orska und Ralph Artur Roberts besetzt. Voran geht „Der Kammersänger" mit Rudolf Förster, Lili Marberg und Ralph Artur Roberts in Szene. Im Theater an der Wien wird heute Kalmans Operette Gräfin Mariha" zum erstenmal als NachmittagsvoOellung ausgErt. Diese Vorstellung beginnt ausnahmsweilse um halb 3 Uhr nachmittags. Im Johann Strauß-Theater entfällt die heutige Nachnlittagsvorstellung wegen technischer Vorbereitungen für die abends mtt viertel 8 Uhr stattstndende Erstausführung der Operette.Marietta". Im Raimund-Theater wird als nächste Novität Luigi Pirandellos Komödie „Sechs Personen suchen einen Autor", in der InsMierung durch Karlheinz Marüit, vorbereitet. Wiener Komödienhaus. Heute, halb Z Uhr Das W iener Komödienhaus bringt demnächst den dreiaktigen Schwank .Liebe und Trompetenblasen" von H. Sturm und H. Vachwitz zur Erstaufführung. Als Gäste wurden für die Bovstellung unter anderen Ferdinand Bonn und Eirgen Iensen gewonnen. nachmtttags, das .^Vierte Gebot" von Ludwig Anzengruber. Lustspieltheater: Heute nachmittags hrlb 4 Uhr Kindervorstellung „Rübezahl", abends ,^IHr Korporal" mit Hansi Nicse. Mittwoch und Donnerstag mit Haitsi Niese .-Die LÄvin und rhr Junges". Freitag. Samstag und Sonntag das Do-ttsstück ,^Zum goldenen Segens Schwer« Beschuldigungen gegen einen Rechtsanwalt. In fortgesetzter Verhandlung befaßte sich gestern Landesgerichtsrat Dr. Fryda mit der. Ehrenbeleü>iguugsklage des Rechtsanwaltes Dr. R. S. Landau gegen das Ehepaar Harry und Elly Thomas uwd gegen die Mutter der letzteren. Der Kläger hatte das Ehepaar in mchreren Prozessen vertreten. Nachträglich sollen die Beschuldigten, als es zwischen ihnen und Dr. Landau zu einem Konflikt kam, sowohl bei der Polizei als auch bei Gericht behauptet haben, daß Dr. Landau von Thomas zwei Millionen Kronen verlangt und bekommen habe, welches Geld Dr. Landau seiner Angabe nach zur Bestechung von richterlichen Funktionären gebraucht und auch verwendet ha-ben soll. Dr. Landau, der seinerzeit als Beschuldigter vernommen wurde, erklärte, daß die zwei Millionen ein Honorarvorschnß waren In der grstrrgen Verhandlung wicherholten die Angeklagten, daß Dr. Landau gesagt habe, er brauche das GeL für einen Staatsanwalt oder Richter, und nach Erhalt des Geldes dem Thomas gratulierte, mit den Worten: Sie sind ein tüchtiger Kerl! Jetzt ist die Sache für Sie erledigt! Dr. Landau legte umfangreiche Peweisanträge über die allerdings bewegte Vergangenhert des Thomas und deffen Unglaubwürdigkeit vor. Der Richter fragte den Angeklagten, ob er zu der Tänzerin Norton, die m Paris an einer Morphiumvergiftung gestorben war, in Beziehungen stand, worauf Thomas erklärte, er habe sie gekannt, sedoch mit ihrem Tode nichts zu tun. Infolge Unpäßlichkeit des Richters wurde die Dechandlung abermals vertagt. Berurteilnng eines Kokainisten wegen Diebstahls. Die Artistin H. Kubik hatte im Oktober 1923 die Anzeige erstattet, daß ihr von dem Artisten Henri T h a m e r hu Hotel „Sächsischer Hof" nachts ein Pelzmantel, eine Pelzboa und eine Zigarettendose im Werte von 13,5 Millionen Kronen gestohlen worden seien. Sie sei der Einladung Thamers, ihm ms Hotel zu folgen, nachgekommen. Im Zimmer lei ihr übel geworden, und als sie zu sich kam, entdeckte sie den Abgang rhrer Sachen. Thamer, orr mit seinem richtigen Namen Johann Brandau heißtz war toogen Diebstahls, ein angeblicher Kaufmann Leo Rorfield und ein Neger. Richard Bruce, wegen Teilnahme am Diebstahl angeklogt. Braudau-Thamer gab an. er sei Kokainist und habr sich d- Mals in einem Rauschzustände befunden Die Kubik habe den Pelz zum Versetzen übergeben, damit er für sich und ii;. die eine leidenschaftliche Kokainistin sei, Kokain kaufe. Tie Gerichtspsychiater sagten in ihrem Gutachten, das; Dralida.: ein durch Kokainmißbrauch entarteter, lügenhafter, moralisch minderwertiger Mensch sen der aber weder geisteskrank ist, noch zur Zeit der Tat sich in einem Zustande der Sinnes Verwirrung befunden haben dürste. Die Psychiater erklärten weiters, daß ein Kokainrausch noch keine unzurechmmgs sohigkeit bleute. Der Staatsaltwalt trat währeitd der Verhandlung von der Artklage gegen Bruce zurück. B r a u 0 a n wurde zu einem Jahre, Rorfield zu s &■ :: H ö t c n j ch )o c r i n Kcrk v r s vor n r i 7 i'

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