Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1835 (25.3.1924)
- Date
- 1924-03-25
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien. Dren-Hütz dienet 25. März im Nr. 1838 BtftiHilEsttlt M Pik An,~Ä*Z nnr, Kommsncllts der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit-und SÄS. Wien,I.Seiucrgaste4"SÄ,™r »w« Telephone» 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42. 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse - Frapobank Bolkswirt. Sie BBrfenattafe. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Die Börse läßt Haare; büschelweise fallen sie ihr aus. Der Markt hat sich in dem Sturme, den der Zusammenbruch der Fra «k« nkontermine herauskbeschworen hat, nicht als wetterfest bewährt. Er wurde bis aus die Haut durchnäßt und arg zugerichtet. Es ist ein Bild des Jammer, das die Börse bietet, und die dichten Reihen, die sich gedrängt zur Börse und ihren Mittlern und Maklern dahergoschlängelt Hallen, sind zerstoben und haben sich nach allen Richtungen verlaufen. Sie weichen der Börse ängstlich und goflisientlich aus; abgebrüht scheuen sie den Hexenkessel, der Pech und Schwefel gespien und die Positionen dezimiert hat. Die Verluste, welche die Spekulation erleidet, gehen — es ist der richtige, bildhafte Ausdruck — ins Aschgraue; sie drücken aus den Platz und drohen ihn zu zerquetschen. Die Tragik des Falles liegt ocher darin, daß es just nicht die eigenen, bodenständigen Schöpfungen und Werte sind. an. denen sich die Wiener Börse blutig ritzt, sondern, daß sie durch Extratouren zu Falle kommt, zu denen sie überschäumende Geldlust verteilet und aus fremde Tanzböden gelockt hat, die unter den geschwungenen, strampfenden Beinen prsammengekbrochen sind. Es ist ein Sturz von ungewöhnlicher Wucht, der schr böse aussicht, einem Krach zum Verwechseln ähnelt und von dem sich die Spekulation wohl nur schwer wird erheben und erholen können. Wenn nicht alles trügt, hat sich die Börse zu starke Blößen gegeben, als daß sie rasch und einfach gedeckt werden könnten. Ein solcher Eindruck reißt an die Nerven. Die Aktie aber muß es büßen und das Bad ausgießen. Sie wird zum Sündenbock gemacht, und die bisherige Liebe ist zu Mißachtung und Gehässigkeit umgeschlagen. Das ist die Umstellung und Umwertung, wie sie nicht sein wollte und sollte, und nunmehr mit verderblicher Wirkung heremgLplatzt ist. Die Phantasie, welche die Aktie so lebhaft beschäftigte, ist verraucht und läßt einen brenzlichen Geruch zurück, der in die An-gen beißt und sie zu Tränen regt. Die Lage ist noch nicht Acklärt; sie ist derhän-gt durch vir Nebel der kommenden Termine für Versorgung, Liquidation und Prolongation, und da wird offenbar werden, welche Opfer die Offensive gegen den Franken gefordert, wer am Platze geblieben ist und welche Verluste der Rückstoß verursacht hat. Krone und Mar?, sofern? sie wirklich wieder einmal Schulter an Schulter zusammengsarbeitet haben, waren doch zu schwach, nm den Franken herunterzuringen, der mit gepanzerter Faust in die Phalanx der Angreifer gefahren ist und sie niedergeschlagen hat. Unvevschens wurden die Kontermineure in den Hinterhalt einer Gegenmingelockt und in die Luft gesprenrgt. Der Unfall ist Md bleibt eine Warnung für den Baluienkoller. Wie albcr kommt die Aktie und insbesondere der heimische Wert dazu, die Kosten dieses Abenteuers zu tragen? Sie muß schließlich die Mittel herbeischasfen, welche bis verfehlte Attacke gegen den Franken verschlungen hat, und aus ihrer Haut werden sie geschunden. Deckungen und zwangsweise Exekutionen setzen der Wtie das Messer an die Kehl« und schlachten sie ob. Sie wird aus einen Tiefstand des Kursgebäudes zurückgeschleudert, der sie um die Avancen der Konjunktur bringt und ihr die .Chancen eines neuen Ausstieges gründlich verbir&t. ■ ' Die Mixturen, mit denen man man das Unheil bannen und heilen will, wie die Milderung der Effektenumsatzsteuer, 3ic Bcovillvguwg der Konditionen und Gebühren, so wilAommeit fic im allgemeinen sind, dürften, so geht die Sorge und die Sage, der Besonderheit des Falles schwerlich beikommen. Das Uebel sitzt zu tief, and so springt Plötzlich der Notruf nach der Sanierung der Börse aus. Ist es nicht traumg, daß nun auch die Börse daran glauben und sich an das Krankenbett der Sanierung schnallen lassen muß, sie, die bisher sich immun und kraschrotzend gefühlt hatte, und die man bei allen jenen Kuren, welche aus die Sanierung gemünzt waren, für hors concours hielt, als das Bollwerk, an dem die Wagen des wirtschaftlichen Mißgeschickes abprallten! Nun ist anch die Aktie in den brausenden Gischt geraten; das wrldzischende Moment per zügellosen Valnta'Pekuilation hat sie schmerzhaft eingezwängt. Die Aktie und ihr Kredit sind in Gefahr; da heißt es, auch dieser „armen" Seele beisprirvgen, sei es aus dem Wege jener „Sanierung der Seelen", die als das neueste staatsmännisch-»sech'orgerische Stichwort ausgegeben und gepriesen wind. Sie kntwicklimg der polnische« 3«d«ktie. In den fünf Jahren des Bestandes der freien R-ePulM Polen ist trotz de«? häufigen Valutakrisen ein stetiges Anwachsen her polnischen Industrie zu bemerken. Heute beträgt die Zahl der Fabriken in Polen zirka 4000, die der Industriearbeiter etwa 700.000. Im wichtigsten Industriezweig, dem Kohlenbergbau, in welchem 320.000 Arbeiter beschäftigt sind, wurden im Jahve 1923 etwa 37 Millionen Tonnen gefördert, was 90 Prozent der Borkriegsförderung ergibt. Bon der geförderten Kohlenmenge kamen etwa drei Fünftel, nämlich 25 Millionen Tonnen, zum Export. Die ebenso bedeutende Naphthaindnstrie produzierte im Jahre 1923 etwa 75.000 Waggons Rohöl, d. i. 75 Prozent der Vorkriegsproduktion. Die Verarbeitung ersoilgt heute ausschließlich in polnischen Raffinerien, wahrend im Kriege nur 40 b'.s 45 Prozent des gewonnenen Rohöls im Inland zur Verarbeitung gelangte. Von der N-aphthaproduktion wurden im letzten Jahre fast zwei Fünftel exportiert, wobei die Naph haprodukte nicht eingerechnet sind. Die S a l z P r o d uk t i o n hat sich gegenüber dem Vorkriegsstände sehr stark gehoben. Sie beträgt mit 330.000 Tonnen im Jahre 1923 170 Prozent im Perlicilmis zum Jahre 1916. Für die Eisenproüuktion liegen die Zisftru des letzten Jahres noch nicht vor. Im Jahre 1922 produzierten die Hochöfen etwa 500.000 Tonnen, die Stahlgießereien etwa eine Million Tonnen und die Walzwerke zirka 750.000 Tonnen. Während in der Eiseuprod-uktion etwa 40.000 Arbeiter beschäftigt sind, beträgt der Arbüterstand in der Metallindustrie, welche nach dem Kriege durch die Gründung neuer Fabriken und Industrien, wie Lokomotiven-, Waggon-, Motoren-, Automobölsabriken und dergl., bedeutende Ausdehnung erfahren hat, etwa 100.000 Personen. Dir im Lodzer, Bialystoker und Bielitzer Kreise sehr mächtige Textilindustrie hat sich auf dem Gebiet der Baumwollverarbeitung gerade nach dem Kriege bedeutend entwickelt. In der B rumwollindustrie sind heute zweieinhalb Millionen Spindeln in Betrieb, was gegen das Jahr 1913 eine Steigerung von 140 Prozent ausmacht. Die Zahl der Arbeiter beträgt 85.000. Die wollt) er arbeitende I ndustrie läßt jetzt drei Viertel der im Jahre 1913 in Verwendung gestandenen Spindeln laufen; die Spindelanzahl be- - trägt jetzt 850.000. 40.000 Arbeiter werden beschäftigt. Auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Industrien ist die Zuckerproduktion in den letzten Jahren von wesentlicher Bedeutung, geworden, da es Polen gelang, in der Kampagne 1923-24 von seiner 36.000 Waggons betragenden Produktion raffinierten Zuckers etwa 14.000 Waggons zum Export zu bringen. Gegenwärtig stc'hen 76 Zuckerfabriken gegen 88 im Jahre 1913 in Betrieb. Fügt man hinzu, daß es im Jahre 1923 bereits gÄungen ist, die Anbaufläche für die wichtigsten Feldprodukte auf etwa 90 Prozent der Vorkriegszeit zu heben, wobei die Ernteerträge gegenüber e>cr Vorkriegszeit stark intensiviert wurden, so ergibt s'ch das Bild fortschreitender Produktionskonsolidierung. Ausweis der deutschen Reichsbank. Berlin, 24. März. Wie der Ausweis der Reichsbank vom 15. März zeigt, war die Neubelastung der Bank in der zweiten Märzwoche wesentlich geringer als in der Vorwoche. Für die gesamte Kapitrlsanlage der Bank, die sich in der ersten Monatswoche noch um 119,1 Trillionen Mark erhöht hatte, ergab sich in der Berichtswoche eine Zunahme um 56,5 auf 4647,9 Trillionen Mark. Die Vermehrung entfällt ausschließlich auf Rentenmarkkredite. Die Rentenmark-Wechselbestände allein sind nämlich um 108,7 auf 867,8 Millionen Rentenmark gewachsen. Die Rentenmark-Lomlbavdforderungen ermäßigten sich demgegenüber um 15,6 aus 171,2 Millionen Rentemnark. Das Papiermark-Lombardkcnto ging noch beträchtlicher zurück, nämlich um 74,9 auf 45 Trillionen Mark, während das Portefeuille an Papiermarkwechseln uud -Schecks sich um 38,3 auf 563,4 Trillionen Mark ausdehnte. Auf der Passivseite waren diesmal die Veränderungen M. ganzen geringfügig. Der Banknotenumlauf weist eine kleine Vermehrung um 0,3 auf 613,2 Trillionen Mark auf. Die fremden Gelder hoben sich insgesamt um 9,6 auf 717,8 Mark-Einlagen um 41,9 auf 401,4 Milionen Rentenmark mark Einlagen um 41,9 aus 401,4 Millionen Rentenmark stiegen, , die Pa piermark-Guthaben dagegen um 32,8 auf 316,4 Trillionen Mark zurückgiwgen. Die Eingänge von Rentenmark im Giroverkehr der Reichsbänk wurden durch sonstige Zuflüsse aus den: Verkehr verstärkt, so daß trotz der erwähnten ansehnlichen Neuausleihungen von Rentemnark die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheineu um 2,7 auf 37,9 Millionen Rentenmark Zunahmen. Das Darlehen der Reichsbank bei der Rentenbank wurde infolgedessen nicht erhöht. ' Die ausstehenden Darlehen der Darlehenskassen des Reiches sanken weiter um 0,2 auf 9,1 Trillionen Mark. Die Bestände der Bank an Darlehenskassenscheinen ermäßigten sich entsprechend. Ser Sevisendorschuß auf die ungarische Anleihe Budapest, 24. März. Wie der „Pester Lloyd" erfahrt, verhandle die Regierung mit den Organisationen des Ban kkaprt-ls und der Großindustrie wegen einer Anzahlung auf einen dom Ausland zu beschaffenden Devifenvorschuß auf die große Anleihe. Darnach hätten die Geldinstitute und die Großindustrie je 12 Millionen Goldkronen, die Privatbankhäuser sechs Millionen Goldkronen auszubringen. Die Vereinigung der Sparkassen und Banken habe das auf sie entfallende Kontingent bereits aus die einzelnen Geldinstitute repartiert. Die Organisationen der Großindustrie und der Privatbankhäuser würden dies noch im Laufe dieser Woche besorgen, so daß der Regierung zum Monattschluß eine Devisenmenge von 30 Millionen Goldkronen zmi Verfügung stehen würde. Sie Gründung einer MerreichMe» Radiofabrik. Wie wir aus erster Quelle erfahren habe-», verlegte einer der größten deutschen Konzerne einen Teil seiner FavrAen nach Wien, um an Ort und Stelle die Erzeugung von Radio- Empfangstationen und -Sendestationen nach eigenen Patenten aufznnchmen. Es ist dies >der deutsche Hvimmunn-Konzern, der die weitverbreiteten Ritscher Empfangsgeräte in serienweiser Erzeugung bereits vor Jchren in Deutschland arvfnahin. mit größtem Erfolg ausführte und nunmehr auf diesem Geibiet eine führende Rolle <m Deutschland einnrmmt. Durch den Erwerb einer eigenen Falbriksrealitat von 2000 Quadratmeter und Aufstellung von Automaten beabsichtigt das Werk, erstklassige Apparate zu besonders billigen Preisen auf den Markt, ^zu bringen und, was nicht zu unterschätzen ist, fcett Exvort nach dem DalLan, der Schweiz, Italien, Frankreich und den Usberl-eelandern von der Wiener Schwesterfabrik besorgen zu lassen. DolkSwirtschaftlich ist ein derartiger Entschluß nur zu begrüßen, da aus diese Weise in dem Werke selbst und durch die damit verkniüpfkn Berkaiufsorgani'ationen eine namhafte Anzchl Menschen ihren lohnenden Erwerb rinden werden. Der Generaldirektor Arnold GÄdstein, dessen, großzügiger Initiative dieses Projekt zu verdanken ist, trifft dieser Tcige in Wien ein. um mit den maßgebenden Behörden Fühlung zu nehmen. Das Unternehmen wird als A.-G. unter dem Titel „Oesterreich ische Hoi nag A.-G." geführt werden. __ (Entgeltlich.) Devisen- und Ralntrnknrse. (Mitaeieilt von der Oesterreichischen NationalLmrk.) Vista Amsterdam l> 1 holl. Gulden Aeram I Io-», Kronen , » » Peterad 1 Dinar ..... Pcrlln* 1 deutsche Reichsmark Rrtl<*se> 1 beMsche Francs . RnrfaneRt 1 ungarische Kronen Piilrarrst M el.. rhrtaPania 1 nonve*-. Kronen i'npenhaj-en 1 dHnlsche Kronor t.ondon 1 Pfund Sterling , , Madrid I Pesetas . . . . , Mailand t Lire ...... New York > Pollar. Paris 1 Franc«!.. Prar» 1 tscheoho-slow. Kronen Sofia 1! ewn . ctocUf'olroi sehwedlscheKronor Warschau**'1 polnische Mark. Zürich 1 schwelgerische Francs Noten Amerlfcan. Noten v. 5 Dollar aulw , „ kleinere . . belgische Noten 100 Franc» . Huigarlsclic Noten zu 1000 Leva . . wo . m „ kleinere. . Dänische Noten 100 Kroner . Deutsche Noten* . . ... . . „ 100 . . , kleinere* , . Engl. Noten von 5 Llvrest. aulw , „ kleinere .... Französische Noten 100 Francs Holländische Noten 100 Gulden Italienische Noten v. 100 Lire aulvr „ , kleinere . . Jugosl. Noten ringest, zu lOOODina . . . ° wo . „ „ , kleinere . Norwegische Noten 100 Kroner Polnische Noten *•. , . kleinere** . . Rumänische Noten zulOOOn. TOOLe , . kleinere . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rübe *?. >0^ , , , kleinere . Schwedische Noten 100 Kronor Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . Tschecho-slow. Not. v.IOOOauIw , . kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) tu 1000K . . zu 10.000 Kr. . . . kleinere .... 24. März 21. Min Geld Ware Geld Wart 2825'».- 26350.- 268V.- 28458.- S'3.- 8 7.- 8°8.- 872.- 373.- 877.- 868. - 872.- '6.40 t\5B 16.10 315» 3181.- AN. 28 6.- n.M ».01 0.91 1.01 3» 7. — 3^9.— »5q.- 371.— «Nl.- 9f70.- P880.- 9780.- 11^0.- 11 >40.— nno.— 3r4TOrj._ 30570°.— sr^n.— 305210,- 9179.- 8980.- 9n2o.— <0^4.— 3«o6.- 3«4.- 3 35.- 70<P5.- 711R5.- 7P°TS.- 7I1S5.- 4117.- V17.- 3602.— 3698.- 2059,— 2069.— 2T57.- 2067.- 503.- ML— 506.— 510,— 18720.- 18781.— 18470.— 1853U.— 12255.- 12305.- 12250.- 12300.- 7°860.— 71260.- 70860.— 71260.— 70760.— 71160.- 7076'.— 7116".- Zl'o.- 31"0.- 2775. - 2°05. — 434.- 452.- 484.- 492.- 464!- 47 L- 4c4i- 472!- 1)100.- 11187. - 1110 .— 11180.- 15.30 15.90 15.10 15.70 ILOö lHl 14 JO lH 30'900.— S045TLjf'34'n. - 305000.- 3 27' 0. - 304700— 303191— 30*800.- 4 MO.— 4''40.- 3675— 37 5— 20050.— 2620'— 2615’.- 26350— 3065.— 3085— 3 35.— 3055— 3035.- MS— 3"15.- 3125— 869.- 875— 867— 873— 859.— 865— 857— 863— 9510.- 9590— 9560— 9640— 75.- 85— 7'.— 82— 70.- 80— 67— 77— 363.- 367— 362— 366— 343.- 347— 342— 346.- ~— —— 18510*—. 18610— 18260*.— 18360— 12241.- 12310- 12235— 12115— 9110.- 9190— 8860— 8940— 2037.- 2053- - 2040— 2056.— 2033.- 2048— 2035— 1051— 0.81 0.91 0.84 C.94 DJ6 0*86 <L73 *ö!«9 ♦ Für 1000 A.-Mark, ** für 10.000 poln. Mark. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aus de« Gebiet« des gewerblichen Rcchtschutzes. Durch das Bundesgosetz vom 20. Februar ist es ermöglicht, für versäumte Fristen auf dem Gebiete des Patent-, Marken- und Musterschutzes um Wiedereinsetzung in den vorigen Satnd cinzuschreiten, falls das Hindernis durch ein unvorhergesehenes o>der unabwendbares Ereignis begründet werden kann. Es handelt' sich um die Versäumnis solcher Fristen, die am 1. Jänner 1922 noch im Laufe waren oder seither zu laufen begoimen haben. Der Wioderemsetzungsan^rag ist binnen zwei Monaten nach dem Tage, an dem das Hindernis weggesallen ist, zu überreichen, in jedem Falle jedoch' spätestens binnen sechs Monaten nach dem Tage, an dem die Frist abgelaufen ist. Nähere Auskünfte über die Frisst um die es sich im vorliegenden Fall bei Petenten, Marken vver Mustern handelt, und den Inhalt des Miiedereinsetmngscmsuchens erteilt das Markenregistrieruu-gsaMt der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien, 1. Bez-, Biberstraße 16. Einschränkung der Kapitalserhöhung««. In der nächsten Plenarsitzung der Börsenkammer wird von einenr Mitglied der Kammer der Antrag eingebvacht worden, an das Bundessinanzmmisterium mit dom Ersuchen heranzutreten, mit Rücksicht aus die ungünstigen Börsenvechältnisse vorerst weitere Kapitalscchöhungen den Miengesellschasten nicht mchr zu ge«, statten. Kapitalsvttmehrmrgen. Oesterreichisch« Domus- A.-G. für Bauten und Baumaterialien. Erhöhung von. 15 Millionen Kronen auf 1200 Millionen Kromn. Bozugsvechr: Aus je eine alte Aktie 79 neue Wtien zum Kurs von 1250 K. tel quell. Bezugssrist bis 31. d. — KärninerTonwarenfabrikS-A.-G. Erhöhung von 40 Millionen Kronen airf 80 Millionen Kronen. Aktienausgabe. Ungarische Allgemeine Realität«nbank-A.-G., Budapest. Dozugsrecht: Auf je zwei alte Aktien Dine neue Aktie zum Preis 100.000 ung. Kronen. BezugSsrist vom S1. d. bi» 4. April.