Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1833 (23.3.1924)
- Date
- 1924-03-23
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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M.I833 Seite 13 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. r swan vvrsw/ra« Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, 8 Alle Arten von Bankgeschäften Telephone j 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42. 68-4-78. 69-4-82 Ecke Bognergasse beim Graben) Kredit~ uno Warengeschäfte 10465 Telegrammadresse: Prapobank Bollswirt. Depression. Bon Dr. Michael Zussan, Die Vorgänge an der Börse in der vergangenen Woche haben so recht die Depression, die seit längerer Zeit auf dem Wirtschaftsleben Oesterreichs lastet, zum Ausdrucke gebracht. Die Kurse sind ziemlich tief herabgesunÄn. Es sind Tiefstände, dir im letzten Halbjahre noch nicht gesehen wurden. Bei manchen Gemütern machte sich eine überängstliche Stimmung geltend, die sich nicht immer in vernünftigen Handlungen und Gerüchten äußerte. Man sprach vom schwarzen Dienstag und schwarzen Freitag, glaubte Grund zu haben, weiter Pessimistisch gestimmt zu sein, und gab allen um glichen Vermutungen Ausdruck. E§ ist wahr. Die Börsenprognostiker hatten ein anderes Aussehen der Börse erwartet. Ende deL Borjahres hieß es, da- Neujahr werde eine Hausse bringen. Sie blieb aus. Und als der Bcmkbeamtenstrei? durch drei Wochen die Gemüter erregte, wurde allgemein behauptet, das Ende des Bankbeamtenstreiks würde unbedingt die schlech t e Stimmu n g in ihr Gegenteil Umschlagen lassen. Es war wieder nichts. Anstatt dessen verdüsterte sich immer mehr der Horizont und statt in die Höhe zu steigen, senkten sich die Kurse immer weiter. Baisse und Hausse müssen in regelmäßiger Folge obwechfeln. Das ist ein altes Börsengesetz, dem fast schon die Wirkung eines Naturgesetzes zu kommt. Die Hausse hat im Vorjahre nur einige Monate gedauert. Doch die Baisse dauert schon über ein halbes Jahr und das bringt einen Teil in Mißstimmung. Hypochonder geben der Ansicht Ausdruck, daß sich die Börse überhaupt nicht mchr erholen werde, daß die Stille des Marktes eine dauernde Erscheinung Wiens bleiben werde. Phantasten! Gerade so wie diejenigen, welche seinerzeit zu den höchsten K-rsen eingestiegen sind, der Ansicht Ausdruck verliehen, daß die Hausse noch lange nicht aufhören würde, und dann plötzlich durch den Rückschlag eines Besseren belehrt wurden, gerade so wenig können die Pessimisten aus der jetzigen Stagnation aus einen dauernden Stillstand schließen. ES ist richtig: die jetzige Depression ist eine außerordentlich heftige. Auch die Baisse hat die Grenze des Normalen bereits überschritten. Es wird aber dabei nicht in Betracht gezogen, daß eS außerordentliche Umstände waren, welche auf den Markt in ihrer Fülle fast gleichzeitig eingewirkt haben. Zuerst kamen die unzähligen Neuemissionen mit den Bezugsrechten, die die Taschen des Publikums statt mit Geld mit ALiien voll füllten. In dieser Hinsicht ist gar manches gesündigt worden. Man hat der Aufnahmsfähigkeit des Publikums mehr zugrmutet und dabei übersehen, daß Oesterreich nicht über allzuviel Kapital für solche Zwecke nach der überwundenen Inflationszeit verfügt. Dieses Voll pfropfen hat eine gewisse Müdigkeit deS Publikums erzeugt. Wie der Uebersättigte nicht mehr Speisen verträgt, so hat das Publikum nicht so viele Aktien aufnehmen können, als die mrzähligen Emissionen und Neueinsührungen der einzelnen Institute ihm zumuteien. LL soll hier nicht des längeren gesprochen werden über die Fehler, die gerade von denjenigen begangen wurden, welche ein Interesse an dem tadellosen Funktionieren des Marktes haben sollten. Man hat mit der Aufnahmsfähigkeit de§ Publikums verschwendet und nicht gedacht, daß dirS nur bis zu einer gewissen Grenze gehen könne. Und gerade hier haben diese Kapitalsfaktoren ihre Kurzsichtigkeit am krassesten zum Ausdrucke gebracht. Gerade hier haben sie gezeigt, wie wenig sie von den tatsächlichen Wirtschaftserfordernissen durchdrungen sind. Um rasch möglichst vre! Kapital in ihre Kassen zu bekommen, haben sie alles Mögliche dem Publikum in die Taschen geschoben, und dadurch tutt ihr eigenes Geschäft für die spätere Zeit verdorben. Dann kgm die merkwürdige Steuerpolitik deS Staates. Zurzeit der alten kameralistischen Wissenschaft, wo die Menschen noch mit Zöpfen herumgelaufen find, hat sich das Axiom herausgebildet, daß die Staatsausgaben unbedingt nur durch Steuern gedeckt werden können. Und es scheint, daß unsere heutigen Finanzmänner am Staatsruder diese Zöpfe der Alten mit der Denkart jener mitgeerbl haben trotz der modernen Gestaltung der heutigen Wirtschaft. Es hat sich die Meinung herausgebildet, daß unbedingt alles und jedes direkt und xnbir.eft besteuert werden müsse. Es ist dabei übersehen worden, daß das Stenerobjekt, das heißt, der Steuerzahler, ebenfalls ein Wesen ist, da8 Existenzberechtigung hat, und daß »reu auch ihm nicht mchr Zutrauen darf als seine Kräfte vertragen. Doch das österreichische Parlament glaubt, in fernen demagogischen Schlagworten den Massen am nieifl-.n entgegenzukommen, wenn e§ unbedingt den Kapitalsverkehr besteuert. Die Börse ist dazu das willkommenste Ob- '•Der Fiskus sucht auS Ihr herauszubekommen, so viel nur >t. A'.,Tabc in der Vorwoche hat der JnLustrleverband iv ,.>10!:; .ine Beratung> über die Wirtschaftslage Oestrr-;>/vboitn; und dabei konstatiert, daß die österreichisch,; ' ' ■:; ' ''DD 'einkenne, wenn ihr die den. Solche Mittel können aber nur auf der Börse durch Aktienemissionen und sonstige Bege-bungen erzielt werden. Wenn aber der Staat mit immer mchr Steuern herausrückt, dann könne die Börse nicht der Industrie das notwendige Kapital verschaffen. Das ist die Ansicht der Industrie gewesen und nicht der Börsenkammer. Daß der Staat dieser Ansicht gewesen wäre, baömi wurde nichts gehört. Er bedachte nicht, daß auch er an dir Börse einmal appellieren müsse, um die Wirtschaft Oesterreichs auszubauen. Doch beim österreichischen Parlament sind nicht so weitsichtige Ansichten vertreten. Da werden nur rasch Steuern gegen die Börse beschlossen. Die Sozialdemokraten erklären, daran nicht rühren zu wolle» i, weil es doch gegen das verhaßte Kapital geht, und die Christlichfozialen wieder erklären, die Börse sei jüdisch, und der I-n.d' habe nur zu zahlen. Die Ansichten beit?x sind charakteristisch. Die Sozialdemokratie will eine blühende Industrie, um weniger Arbeitslose zählen zu müsien. Die Mittel für diese blühende Industrie kann auch der „KapitalSinarkt", die Börse, verschaffen. Damit die Börse aber dazu „fähig" sei, belastet man sie nur mit Steuern. Zweifellos eine äußerst konsequente Wirtschaftspolitik. Ein Begi»lnen mit antikaprtalistischer Praxis beim Pferdeschwanz. Bei den Christlichsazialen irgendwelche Internen für die Wirkung deS Kapitals zu nnden, wäre vergebliche Mühe, da sie bekanntlich von wirkkicher Wirtschaft keine Ahnung haben. Wer aber hier tatsächlich die Interessen des KapitalsmartteS wahren soll, ist der Finanzminister. Er hat aber völlig versagt. Und wie Oesterreich schon mit seinen Finanzmaßnahmen immer „geschickt" vorgeht, ist eS auch fetzt zu spät gekommen. Man wollte Exportsteuern einführen, nachdem der Export längst aufgchört hat. Man will eine Effekten- Umsatzsteuer einführen zu einer Zeit, wo das Geschäft am Boden liegt. Es ist die ungeschickteste Zeit, die sich ein Finanzminister für die Publikation eines Gesetzes.zur Besteuerung der Börse wählen konnte. Doch dieses Unmögliche war beim österreichischen Finanzminister Ereignis. Man mag «n ein bureaukratisches Berschen bei der Publikation des Gesetzes denken ober nicht. Tatsache ist, daß, bevor noch das Gesetz über die Verdoppelung so recht in Sie Praxis nmgesetzt werden wird, der Finanzminister sehr rasch seine Steuern wird abbauen müssen, tvenn er überhaupt noch ein Interesse hat, daß die Börse in Oesterreich zum Leben kommt. Das wichtigste Moment, welches vielleicht niederdrückend wirkte, war die veränderte Situation auf dem Frankcnmarkt. Verluste der Frankenspekulation sind nicht nur in Wien zu verzeichnten'. Sie sind gerade so groß wie an anderen Balutenzcntren Europas. Nur in Wien wurde mehr davon gesprochen. Der Wiener Markt hat reibungslos die deutschen Verluste erlitten. Er hat den Niedergang bd ungarischen Krone überwunden. Cr wirb auch die Verluste der Frankenkontermine überstehen können. Daß all diese Momente sich auf einmal gehäuft haben ist das Unangenehme. Es ist aber vielleicht gut, daß sie vorüber sind. Der Wiener Markt hat in sich so viel Lebensfähigkeit, daß er gar bald zu einer Regeneration wird schreiten können, lieber kurz oder lang werden doch die Banken mit größeren Stützungskäufen eiusetzen müssen und die Verlustträger deS Franken werden durch ihre Verluste lange nicht mit ihrer Spekulation anfhören. Sie sind jetzt wieder nach Wien zurückgekehrt und werden wieder hier tätig sein wollen. Die Wiener Börse ist doch nicht die Börse Oesterreichs allein, sie ist die Börse Mitteleuropas geworden und darin liegt die Gewähr, daß sie sich in nicht allzu ferner Zeit wieder kräftig erholen wird. Bange machen gilt nicht. KüpjialSvermchrungeu. Cotzmanos, V«reinigte T«M» und Druckfabriken, Prag, Erhöhung von 36 auf 48 Millionen tschechische Kronen. — Werkzeug- und Maschinenfabriks-A.-G. Weinag, Erhöhung von 120 aus 240 Millionen Kronen. Bezugsrecht: auf je eine alte Aktie eine neue Aktie. Be» zuigspreis: 10.000 K. pro Stück tel quel. Re^ugssrist vom 24. bis emchl'ießlich 31. -- Aktiengesellschaft der Bereinigten Asphalt- und BMrmaterialiertwerke Wien-FlorkdSdorf-Wcvpsmg, Erhöhung von 80 auf 120 Millionen Kronen. Bezugsrecht ans je zwei alte Alstien eine neue Aktie zum St-ückpreiL von 100.000 K. tel quel. BeyugIfrist vom 33. d. bis einschließlich 5. April. Die gestrige Versorgung konnte leicht bewerkstellögt werden, doch zog der Zinssatz bis 1 Prozent an. ' Der Privatverkehr verlies gestern geschäftslos, da sich die Spekulation weitestgehende Zurückhaltung anferlsgte. Offenhatten der Bankschalter am LS. Marz. Die Wiener Banken worden ihre Schalter orm 25. d. (Maria-Verkündft gn.ngstrg) sotvvhl in. den Zentralen ÄS auch in den Wechselstuben, Depositenkajsen und Expositnrau wie an Samstagen von 8 bis 12 Uhr geöffnet halten.. - Kein Devisenelearing am 25. März. Dienstag den 25. b. (Feiertag) sinder mit Rücksicht daraus, daß die Dienstsi'.'ndcn bei den Banken an diesem Tage um 2 Uhr endigen, ein Clearing nicht statt.- Der Außenhandel Deutschlands. Derlirh 22. Mäuz. Dsc AtlSwi-is über den ö.'ir'fck?.Außenhandelist Februar zeigt, daß b:: Q.--.h.... .stark, u::; suf 28. Mävz IM 568.2 'DitU'icmeu Mark gestiegen ist. während bei dcr Au5«. fuhr ein Rückgang aus 4SI Millionen Goldmavk eintrat. Besonders die LuxuSe-instchr hat eine unerwünschte Steigernng erfahren. Börse Kr lmidwlrtschaftNche Produkte. sEigenbenchj der «Wiener Morgenzcitn: ' Die Marktlage spricht sich ettvaS src.u - int Wochenlaufe aus, ohne daß von einer V':- Mi-itSbelebung zu berichten wäre. Speziell in ~ '. : o Geschäft außerordentlich unbefriedigend, da . ^Möglichkeit für heimische Mehle so gut wie nicht tocri-,ai > . .t ist.' Roggen findet sowohl in ungarischer wie in österreichischer Ware in kleineren und größeren Mengen Unterkunft, wobei auch Mü,r forderungen, speziell sür ungarische Provenienzen, glatt zu-" standen werden. Die Gcrstetendcnz in der Slowa^i spricht s ruhiger auS, obwohl die Malzzentrale auch diesmal zieml.m anschnlirhe Kmvfe besorgte. Auf dem Wiener Platz fehlt es sowohl an Angebot wie an Nachfrage, so daß dir Notierungen für sloUxMcke Braugerste als nominell unverändert zu bezeichnen sind. Oesterreichische Primagerste wurde zu 2625 K. ab Station ausgenommen. Bon Futterartikeln wird Mais bei prompten Lieferungsterminen bevorzugt, während spätere. Sichten vernachlässigt sind. Der Mehlmarkl biete' ein vollkommen unverändertes Bild, nach wie vor ist die zweite Dand für die Preisbildung maßgebend, da die offiziellen Miiblem Notierungen von ihr weit unterboten werden. Im Gegensätze zur Geschäftsstille m Weizenmehlen ist der Absatz in Roggenmehlen freundlicher, in Futtermehlen und Kleie wäre es soaar zu sehr großen Umsätzen gekommen, wenn ein schwächerer Angebot im Markte wäre. Es notieren pro Kilogramm ab Wien exklusive der Pauschalwareumnsatzsteuerr Weizen inländischer 3250 bis 3350 K.. jugoslawischer 3575 bis 3625 K., rumänischer 3500 bis 3550 St., Roggen 2950 bis 8050 St., Gerste inländische 3500 bi» 3750 St., tschecho-slowakischr 3700 K. bis 4050 K., 1.80 bis 1.95 Meck. K. ab Mmchegg, Mais 2850 bis 2950 K., Cinguantin 3200 bis 8300 K., Hafer 2600 bis 2700 K., Reis italienischer 6600 bis 6800 K.. Hirse ungarische, rumänische 2400 bis 2600 K.. bulgarische 2600 bis 2700 K., ©rein 5000 bis 5200 K., Mob« 9000 bis 6500 K., Weißbobnen ungarische 5800 bis 6200 K., rumänische 5700 bis 6100 K.. Pflaumen in Kisten ä 25 Moar^mm 80.85 12.500 bis 12.800 K., 95/100 10.600 bis 10.800 K., Prrßbeu österreichisches 1450 dis 1500 K., steirisches l ^bfüß 1150 bis 1200 5?.. Roggenbundstroh gepreßt 1100 bis 1200 K. ab Station, fiemfcivu 6200 bis 7200 K., Hanfsaat 11.500 vis 12.000 K., Weizengrieß inländischer 6100 bis 6200 K., Weizenmehl Nuller inländisches 5600 bis 6700 K.. ungarisches 500 > Ms 5300 51., amerikanisches Vollpatent 5700 bis 6100 St., Brotmebl 4100 bis 4200 K., Futtermebl Ia 2600 bis 2700 St, II« 2200 bis 2300 K., Roggenmeßl la 4500 MS 4600 K.. Schwarzroggen 2300 bis 2700 Weizenkleie 1850 bis 1900 Rogqenkleie 1800 bis 1850 St Ae WerenmiMe. 'Eigenbericht der „Wiener Morgenzerdung".) Duumwollgarne. Ta8 Geschäft war in der Berichtswoche ruhig und in der Preislage sind besondere Veränderungen nicht zu verzeichnen. ES notieren: Nr. 5,10 BengalkopS pro Mai - Juni, —.72 Dollar, Nr. 16/2 II« Surat -.82 Dollar, Nr. 20 -.88 Dollar, Nr. 16/24 Halb Amerika -.91 Dollar, Nr. 16/30 Rein Amerika 1.- Dollar, Nr. 36/42 Mit»! Amerika 1.15 Dollar. Nr. 42 Mittel Amerika 1.17 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung. Bamnwollgwirue. Die Preise blieben unverändert. 'Es notieren r Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach pro Mai-Juni und Nr. 12 —.73 Dollar, Nr. 16/2 11a Curat —.90 Dollar, Nr. 20/2 1.— Dollar. Nr. 20/2 Amerika 1.10 Dollar, Nr. 80/2 1.20 Dollar, 9!r> 40/2 prima 1.37 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung (trocken, mittel, naßscharf 1 Kabel-Cc.it Aufschlag pro Kilogrmnm). Rohe BanmwoUgelvebr Die Tendenz blieb behauptet, die letzten zwei Sorten befestigten sich um je 1 Punkt. Es notieren: 78 Zentimeter 14/14 20/20 pro April-Mai —.72 Schweizer Franken, 15/14 20/20 —.75 Schweizer Franken, 87 Zentimeter 21,21 80,30 —.86 Schweizer Franken, 80 Zentimeter 19/17 36/42 — .55 Schweizer Franken, 87 Zentimeter 19/21 36/42 —.67 Schweizer Franken pro Meter ab Fabrik exklusive Packung, die drei letzten Posten ftanzösischer Zoll. Kakao. Die Stimmung blieb in letzter Zelt behauptet; zu Ätarkte kamen die Gattungen holländischer i in Kisten oder Fässern zu 35.500 K. und inländischer zu 31.000 K. ab Wien. In Deutschland ist bas Geschäft ruhig. Superior bohia pro März-Dpril war zu 42 Schitliiig 6 Pence und superior jhome pro Apnl-Mai zu 45 Schilling angebote«. Gewürze. Das Geschäft hielt sich in letzter Zeit in öut engsten Grenzen, nur einige Quanten wurden zu unveränderten Preisen «us dem Ntalkie genommen. Hiervon waren die Gattungen: Cassra lignea zu 48.500 K., Kümmel zu 44 500 K., Pfeffer Singapore schwarz zn 87.500 K., Piment zu 32.580 K. Alles ab Wien. Der Auslandsmarkt war stetig, der Verkehrsader ruhig. Sei es, datz der Bedarf für die nächste Zeit vollkommen gedeckt ist und man sich auf später hinaus vorderhand nicht eindecken möchte, fei es, dast man in Erwartung einer späteren günstigeren PreiS-- konstellation die Erwerbungen verschiebt, kurz, die Entnahmrn ans dem Markte waren klein. Trotzdem aber zeigten sich die Preise im großen und ganzen behauptet. Es wurden pro 50 Kilogramm unverzollte Ware ab Hamburg notiert: für 1 spanischen Anis rein und ungemischt 115 Peset. für russische Mare in Säcken 70 Schilling, für Kardaman, gebleichter Malabar 72 Schilling 5 Pence, für Japan Ingber 115 Schilling, für l holländischen Kümmel 70 holl, st., für Mnskatblnte. Danda f. 200 holl, jl, für Zanzibarnelken I 188 Schilling, sür Pfeffer schwarz Campong 46 Schilling, Singapore 48'/3 Schilling. Stärke. Tie Tendenz weift eher aufwLrtrstrcbende Aichtungi auf und einige Gattungen erfuhren Preiserhöhungen. Es notigren: Hochprima Kartoffelstärkemehl 7300 K., WeizenstLrke 8800 5t.. Kernweizenftarke 8000 K., Ataispuder 7450 K.. Hockprima Maisbrockenstärke 6500 K., Hockprima Dextrin 9500 K., Kartoß'Märkrsirup!M00 K., Traubenzucker 8800 K., Reisstärke 8800 Ä. In Deutschland hat das Stärkesyndikat folgende Preise an'- gestellt: Trockene Kartoffelstärke und -Mehl l» 27.75 Festmarl, superior 28.75 Festmark, hochfein 29.75 Festmark pro 100 Mo- KrMin, SLLrkederivate unverändert und zwar Traubenzucker in Kisten und geraspelt 39 Festmark, 42er Kavillarsirup (ausschließlich Fahl 88 Feftlnark, 44er Bonbonsirup 40 Festmark, Coirlenr cinschtiesitich Faß 42.50 Festmark, lösliche Stärke 89 Festmark Kartoffel-- Tcrfrin la 41.10 Festmark. superior 42 Ftstrmrk vro 100 Kilo« 5988396029085901