Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1832 (22.3.1924)
- Date
- 1924-03-22
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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©ette 8 Men. Samstay 22. März 1924 Nr. 1833 mr^fl Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitiergasie 4 Ecke Bognergasse Qi beim Graben) Kredituna Warengeschäfte Telephone! 60-4-82. 60-4-93, 63-4:85, 64-4-42. 68-4-78. 64-4-82 10465 Telegrammadresse Frapobank Gerichtssaal. Bolkswitt. §fn mertwSrdlger Urteil. Ser Franken im SlabMsimwgsftadlvm. Frau Ruffo als Privaidetektrv. fcut an iiä) geringfügiger, aber durch die Begleitumstände bemerkenswerter Straffall 'betreffend eine DisbstablsanklLfle Zogen eine unbescholtene imd gm beleumundete Hausgehilfin gelange vor dem Ob.rlandesger-ichtsrate Dr. Sieber zur Durchführung. Die am Freiheitsplatz wohnhaften Eheleute R u f f o, die einen Teil ihrer geräumigen Wohnung an das verwand:.' Ehepaar Heim in Untermiete abgegeben hatten, brackr.n eine Küirdigungsklage gegen ihre Untermieter ein, wobei -sie einen KünLigunosprund darin erblickten, daß bei dem -Ehepaar Heim eine Hausgchilsm angestellt ist. die bereits einen : Diebstahl begangen haben soll. Durch ihre Anwesenheit ist das Eigenrum der Hautztmietcr gefährdet. Frau Ruffo hatte nämlich. nm etwas gegen die Hausgehilfin herousz-ubekommen. bei i -deren friiheren Dienstgebern spioniert und einer von diesen, ' der A-rchitektensaattin T a n s s i g mitgeteilt, daß die Haus^es hilfin d r Frau Heim eine Perlenstickerei geschenkt habe. Diese Perlenstickerei, die aus oewöchnlickrn farbigen Glasperlen besteht, erklärte Frau Tausfig als ihr Eigentum, und erzählte i auch, daß sie 'bin einer Visitierung der Sacken der Hausgehilfin bei ihr einen Kamm, eine Bürste sowie mehrere Seidenfleck Hen gefunden habe, die Eigentum der Frau Tcmssig waren, illnsso ’ erstattete gleichzeitig mit der Kündigung bei der Polizei die Diebslahlsanzvige im Namen der Frau Taich'ig. Die Polizei :rat den hochwichtigen Nt an das Gericht ab. Der Wert der Perlenstickerei beträgt 80.000 (!) Kronen. Bei e>er gestrigen Verhandlung gab dir Hausgehilfin an, dag sie mit Glasperlen, die sie aus ihrer Heimat mitgsbracht habe, die .Handarbeit selbst ausgeftrhrt habe. Frau Tauffig blieb bei ihrer Bchsuptung und legte eine Mene gleichartige Handarbeit vor. die genau die Mas-- perlen der angeblich entwendeten Stickerei aufwies. Frau Russo plai vierte in sehr redseliger WMe für die Schuld der Hausgehilfin. Der Verteidiger hob hervor, daß hier eine Diebstahlsanzeige gegen eine' unbescholtene Hausgehilfin konstruiert worden sei, um Untermieter, die und quem waren, aus der Wohnung -herruszubringen. Heber Einschreiten des Rechtsfreundes -der Eheleute Russe, des ehemaligen Hofrates Doktor 'Poras. habe sich die Polizei besonders emrgisch für d'e Sache illieressiert und den Akt sogar dem Landesgericht abgetreten. Der Verteidiger legte mehrere Dienstzeugnkffe seiner Klientin vor, in denen ihre besondere Rechtschaffenheit anerkannt worden war. Gleichzeitig legte er einen Brief der Eltern der Angeklagten vor. in welchem bestätigt wird, daß die Aingerlagte int Vorfahre vor ihrer Reife nach Wien sich Glasperlen zum Änferrigen von Handarbeiren mitgenommen habe. Der Richter verurteilte die Angeklagte wegen Dlebst a h l e s zu 46 S t-u nden Arre-st -unter Hinweis darauf, daß das von Frau Tausfig vorgelrgte Mette Muster der Perlenjtick.'vei mit dem in Frage kommenden Stück übers'msrinnme. Ser Prozeß Kadivee. Berufung des Staatsanwalts im Falle Kotanyi. Dtaatsauwalt Dr. Kadecka hat gegen die bedingte Verurteilung des Angeklagten Kotantzi iur Kadwec-Prozeß nunmehr tue Berufung cingebracht. Ob noch weitere Berttfungen erfolgen werden, ist noch nicht bekannt. Anfechtung einer in Straßburg geschlossenen Ehe. Der österreichische Staatsbürger S. G. hatte im Jahre 1904 in Straßbura nach jüdischem Ritus eine Ehe mit Frl. I. H. geschlossen. Er hatte beim Wiener Landesgericht die Klage aus Ungültigerklärung dieser Ehe gestellt, weil die Braut ihn bezüglich verschiedener Umstände in Irrtum geführt habe und weil ein Mangel am Aufgebot vorlaq. Das Landesgericht hatte die Klage auf Ungültigkeit dieser Ehe abg e w i e s e n, weil die Behauptungen wegen der Irreführung * keinen Irrtum in der Person beinhalten, daher nicht als Ungültigkeitsgründe geltend gemacht werden kömrtert, -tnd die Aufbietung durch den Trauschein als amtliche Urkunde beglaubigt erscheint. Gestern beschäftigte sich das Oberlatidesgericht mit dem Rekurs, den der Vertreter des Gatten. Tr. Rappaport, gegen die Entscheidung emgebrachr hatte, wobei er ausfiihrte, daß der Trauschein allerdings die Tatsache der erfolgten Trauung, keinesfalls aber die Tatsache des erforderlichen Aufgebotes bekunden könne. Der Ehebau Osvertei-iger Dr. Liechten st ern verwies darauf, daß .'.ach dem deutschen Gesetz zur Gültigkeit der Ehe ein Aufgebot md)t erforderlich sei. Der Senat unter Borsitz des Hofrates Dr. End er hob die Entscheidung des Zivillandesgerichtes auf und ordnete die Durchführung einer neuerlichen Verhandlung an. Es wird nunmehr zu entscheiden sein, ob auf den Fall das deutsche oder das österreichische Gesetz anzuwenden ist. Engrospreise für Ohrfeigen. Frau Leopoldine Gürtl e r und Frl. Emilie S k a h a l i k siitd geschworene Feinbinnen. Dir Skahalik ist der Gürtler Physisch überlegen. Frau (Gürtler hat von der Skahalik anläßlich einer Auseinanderiwuna nicht weniger als 7 Ohrfeigen erhalten, eine fiel so stark aus, daß ihr ein Zahn herausgeschlagen wurde. Sie zeigte dem Richter bei der gestrigen Verhandlung wegen tätlicher Ehrenbeleidigung den Zahn, der fein säuberlich in Papier eingewickelt war. Richter (zur Beschuldigten): Wie kann man sich denn fo Hinreißen lassen? Eine Frau gegeu die aridere! Beschuldigte: Herr Richter! Sie hat mich so gereizt, ich kann's nicht sagen, ich Hab nicht anders können, als sie ohrfeigen. Klägerin: Aber gleich 7 Ohrfeigen! Während die i^iden Frauen streiten, rechnet der Richter auf einen Zettel und verbindet dos Urteil: 20 0.000 Kronen Geldstrafe. Frau Gürtler: Herr Richter! Für 7 Ohrfeigen ist daS doch einbiß chen garzuwenig. Richter: Sie ist ja eine arme Frau und es sprechen mildernde Umstände für sie. Die Klägerin ist nicht zufrieden mit dem Strafausmaß und murmelt etwas, das sich anhört wie: Der reine Engrospreis für Ohrfeigen. Bei der Tür ruft die Verurteilte zur Klägerin: Nächstens kriegst 14 Ohrfeigen. Sie erhält deshalb vom Richter eine Disziplinarstrafe von 24 Stunden. Trotz der vereinzelten Vorstöße der Kontermine in London und auf anderen internationalen Plätzen hat der Franken doch die Stabilisierungsgrenze allem Anscheine nach erreicht. Wir haben schon vor einer Woche den Schweizer Kurs von 30 Centimes als ungefähren Slabilisierungskurs angekündigt, weil dieser am ehesten dem inneren Werte des Franken entspricht. Nun hat gestern auf den internationalen Märkten tatsächlich der Franken diese Stabilisierungshöhe erreicht und notierte zum Schlüsse in Zürich 30 C ertt i m e s. Die Pariser Blätter befassen sich nunmehr ernstlich mit der Stabilisierungsfrage und auch die Londoner Presse widmet diesem Gedanken ihre Aufmerksamkeit. Aus Paris eingelangten Berichten läßt sich mit Sicherheit schließen, daß die französische Regierung dieses Niveau der Franken unbedingt weiter zu halten gedenkt. Gestern wurde auch der Bankausweis der Bank von Frankreich veröffentlicht. Derselbe zeigt neuerlich eine Herabminkerung des Banknotenumlaufes um 23 Millionen Franken, während sich der Goldbestand der Bank vermehrt hat. Es hat nunmehr den Anschein, als ob die Regierung alle Mittel anwenden würde, um den Franken wenigstens bis zum Ablauf der Wahlen, welche ungefähr Mitte Mai st a 11 f i n d e n sollen, auf diesem Niveau zn halten. Sine SrmMgms der MkteimmsaWeuer in Aussicht. Gestern sprach der Präsident ' der Börsenkammer Popper-Artberg, beim Finanzminister wegen der Effektenumsatzsteuer vor. Es verlautet, daß der Finairzmnrister den Präsidenten Popper zu dieser Konferenz eingeladen habe. Bei derselben wurden die tristen Folgen, welche die Effektenumsatzsteuer auf den Markt ausgeübt hat, einer eingehenden Erörterung unterzogen, wobei die Bereitwilligkeit des Finanzministers zum Ausdruck kam, imFalleeinesEntgegenkommens der Banken und der Sensale bei Erntäßigung der Bankprovision und Sensarie ebenfalls eine Ermäßigung ein treten zu lassen. Diese Ermäßigung ist in den nächsten Tagen zu erwarten. Absage der heutigen Protesiverfmnmlung. Der Wiener Börseverein hat für heute eine Protestversammlung gegen die Erhöhung der Effektenumsatzsteuer einberufen. Nunmehr sind dem Präsidium des Wiener Borsenvereines von autoritativer Seite Mitteilungen geworden, nach welchen im Zusammenhänge mit einer Ermäßigung der Bankenkonditionen (Provisionen, Sensarie, Girogebühren), eine Herabsetzung der Effektenumsatzsteuer mit Sicherheit erwartet werden kattn; mit Rücksicht hieraus wurde die vorerwähnte Protestversammlung zunächst vertagt. Setotjfeit* itito Valttteirkurse. lMitgeteilt von der Oesterreichilchen RationalbanN Vista Amsterdam r. i holl. Gulden Aprani 1 tat». Kronen . . , Retwrad 1 iMnar ..... Peru«*, 1 deutsche Petrh«maifc FrP««eV 1 heWurhe Franc« Pudane^t 1 itn?arf«che Kronen PtiV«rr*t 1 l.e». Chrfoftanl» t norwcp. Kronen tfnnentinpci) 1 dknUrhe Kronor t ntirfon 1 Fttinrf Sterling . « AffldrM I Pp«etas , . , . . Mnltünd i IJre . . wcw York f Polfar . 21. M3rz Oeld Wije?n. Märe Oeld Ware »m- 2645*,- 263*0. - Pp8.— 872,— pR8.— - 812. M.- 1 “.50 Ifi.n Ml*. 28 R. 21P4. N.tzk 1.0! o.9l 388.- m.-?«>.- 9681.- 9720, - 04*10, - 1IO0.- 'N70._ „"30.- 3T52',o,_ Io?2^o.- 3T4c>no.- F980._ Solo,- pq*n,- 3 36.— 3^4.- 70"^.- •■•rw iorv i Mouar , ..... ti—'»,— 7ft^,— P*ris I Kfnnc« ...... 3682.— 36««.- - ' 2«S7.- 2f07.— 501.— 5,0.- 18470.- 1863'.. - Pr„«» 1 tarfccrho-efow. Krönet» . Soda » f £«»,) ....... etoctfho»m t «ehwedlprheKrnnOf . Waracfun** 1 polnische MdtK. . Zürich 1 «fiweleerlsehe Franc* . Noten Amerika*. Noten v. 6 lloUar aulw. » . kleinere . . . PfilgUctir Noten ton Franca . . Bulgarische Noten tu inno tera , . . . ino , , , , kleinere. , . Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten*. . . , . . » ■ . » » 10O m „ . kleinere* , . . »o74.- 3592.- .v^.- 18650.- 25411. 8 2.- 872.- 16.1 29t". »71.- 0170.- ll"7o.- Za»->o".- {V'°0.- 3088,. 71,85.- 70 8. - 2061.- -.«.7.- 1871r*.— Pranxüfilucb« Noten 100 Franc* , Wbl’ilhdlsehe Noten 100 Dulden . Italienische Noten v. lOOMreanfvr. . , Heinere . . , Jngosl. Noten ungest. zu Ifion Dinar ' m » 100 ■ . „ kleinere . . Npnveghehe Noten 100 Kroner . Polnische Noten *♦. , . kleinere** , . . Rumänische Noten ztilflnflii. 500l.eI b . kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel »; » b t Ol) b r kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . schweizerische Noten 100 Franc*. Spanische Noten 100 Peseta» . . T$chechor$1ow. Not. v.TOOOaufw, , . kleinere Ungar. Noten (neue Etu.) zu IGOOKr. . , zu 10.000 Kr. . . . , •. kleinere. * Für 1000 «.-Mark, •* für 10.000 poln 12m- 12300!- 12235!- 12335.- 7«m— 71260.- 7r86ri,—? 126-3.- 7076'.- 711«o.- 7*7*0.— 71*57,- 2775.- 2ms., 2875.- 2925.- 4M.- 402.- 481.- 489. - 4*4!- 472*.- 461!— 46q[ 1110 uro.- Hirn. — 11187. 15.10 15.70 14 90 I5.5r 14/79 H.N h!5& is!io 3034 vt.. 305Cm.- .4*300.— - 303”V».— Z048-10.- 3 23 0.- 3<H4*0.- 3675.— 37 5.- 3585.- 5r75.- 261f)'\— 2*350.— M^0.— 26*?'*'.- 3*35.— 3055.— 3^70.- 3^90. 30^5.- 3-725.- 3047.- '35««,.- 867.- 87i.- 865.- 871.- 857.- 853.- 855.- 861.- 9560.- 9640.- 9310.- 9391. 7'.- 8?.- 71.- 3'.- 67.- 77. - 66.— 76. - 362.- 36«.- 364.- 368.- 34?.- 348.- 344.- 348.- 18760.— 18350*.— 18440*,- tunii!- 12135.- 12415.- 12210.- ir^n. - 8860,— 8940.- 8810, - 8020.- 2040.- 2656.— 2032.- 7048. 2035. - 8051.- 2027. - 2043. 0.84 0.94 0.85 0.95 0J9 V89 0,80 *Ö!90 Mark. DURCH DIE BANKENWELT iwwmam7»'i|,nwsi Allgemeine Industriebank vormals: ^ie cer Böhm. Inflnstr al-Bantc Telegramm-Adresse: Indnsbsnk Tel. 65-3-07,65-4-55, 65-4-56 Serie,68*5-75 Wechselstuben Indien: I. Hoher Markt 7. IV. WinHnor HnnnlafrsF«« 85 VII. Kaiserstrasse 43 Austro - Holländische Bank Zentralbureau: Wien. 1. Dr. Karl l-ue erplat». 4 (I. Ebendorferstr. 6) Telejframmadreese: Hollandbank Wien ' Tel. 27-5-25 Serie Kommanditgesellschaft /igmund Amarant & Co. Wien, I. Graben 22 (Elnvang Pe»ersplatz4) t Tel. 60590 Serie fl'er Art Dorotheum- Bankabteilung übernimmt Spareinlagen gegen Ein agebüoher Fides, Treuhand-Bank O. m. b H. 6?-?-^ SS-72 I. Neutorgasse 17 Tel. : 61.3-20. 61-2-24.64-'«72 Internationale Handelsbank Wien. I. Schottenr ng 21 Telephone: 12009, 12090, 13478. 16158, 16216, 16431 WIEN,!X. KOUNGASSE 19 Telephone: 19256, 22881. 15231. 19227. 19239, 15*19 Qesterreichische Holzbank Wien, I. Tuchlauben 17 Tel.: 63-5-25 Serie u. 66-3-05 Tel. Adr.: „HnJzages.“ Bankkommandlfgesellscliaft Franz Pollak Wien« I. Seitzergasse 4 'Ecke Bogner?, beim Graben) Telephone: 60-4-82. 6^-91. 63-4-85. 64-4-42. 68-4-78, 69-4-82 Telegrammadresse; Franc bank Bankhaus Prym & Cb. ■r . ." 1 i Kommanditg'esellschaft. .. - - .:t. Tel. 62 3 32 Wien.I. Rotenturmstrassn 19 Tai. 62-3-32 Rankhaut M. Rohatm Wien, I. Mar>a Ther*>sienstrasse 10 Telephon 11-4-60, 11-4-61 C BANK- und WARFN- SCnCrlKcl & V^O.KOMMISSIONSHAUS Wien, I. Wippllngerstr* 19, Telephon 60-1-57,68-3-60 Durchführung: sämtlicher Banktransaktionen Wiener Handelskreditbank A.G. ' Wien, I. Wlppllngersteasse S3 Telegrammadresse: .Haoredo“ Teleph 'n 64-5-65 Serie Exposltnr: I. Sohottenrinsr 18 a — Telephon 60-3-16 Sefterreichifche N<tt-«nalbank. Die Tätigkeit während des Streiks der Bankbeamten. -- Starke Zunahme des Banknotenumlauses während der Streikperiode. Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlichte heule gleichzeitig die Wochenausweise vom 15., 23. und 29. Februar und vom 7. und 13. März d. I. Während der Streikzeit wurde der Bedarf der Volkwirtschaft vom Rotcninstitute zum Teile durch die Gewährung von Vorschüssen auf bankfähige, aber noch nicht endgültig abgerechnete Wechsel, zum Teile, und zwar überwiegend, durch die Erwerbung oder Hereinnahme von Devisen. befriedigt. Der effektive Notemnnlauf hat in dieser Zeit um 1118 Milliarden zugenommen, wahrend sich die Giroverbindlrchkeiten um rund 162 Milliarden verminderten, so das; die Gesamtzirkulation eine Erhöhung um 936 Milliarden aufwies. In der Zeit vom 7. Februar bis zum 7. März hat sich der Notenumlauf einschließlich der Giroverbindlichkeiten von 7390 Milliarden auf 8558 Milliarden, somit um rund 1168 Milliarden erhöht; weitaus der größte Teil dieser Vermehrung ist zweifellos auf die durch den Streikzustand hervorgerufene Störung in der Abwicklung des Zahlungsverkchres, insbesondere auf die hiedurch allgemein bedingte Haltung erhöhter Kassenbestände, zurückzuführen. In der ersten Woche nach Beendigung des Ausstandes ist ein namhafter Teil der in den vorausgegangenen drei Wochen ansgegebenen Noten zu den Kassen der Bank zurückgestrkmt. Der effektive Notemmilauf zcigl nämlich chic Ab- 698539651948^951