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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-20 · Heft 1830 (20.3.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1830 (20.3.1924)
Date
1924-03-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Setze 9 Men. Domrers-ag Nr. 1830 f $ at u 3 (j c i k o c t § l i z e i r e ch e r ch e u re zu bedienen und ohne größere schuld mit der Zelle bekannt werden. Deffenungeachte: wird die Dcvij'cnzentrale noch immer nicht abgebant. ja es hieß sogar. Tabakovits hätte dem Minister eine Erklärung der Banken gezeigt, daß diese seihst gegen die Auflösung der Devisenzentrale seien. Milch kostete vom vergangenen Sonntag an „mit* 1000 K., vom 16. an ist der Preis schon 1700 K. Die Teuerung ist in der ersten Märzholste um 16 Prozent gestiegest, die Daten des Gcwerkschaftsrates berichten sogar einen etwas höheren Prozentsatz. Die Rolle der Sparkrone ist noch nicht ganz geklärt; allenfalls bildet sie in Industrie- und Großhandelskrersen doch eine festere Grundlage zur Kalkulation als dies bei der schwankenden Tendenz der Papierkröne der Fall war. Doch ist das Kreditwesen noch immer erschwert. Es scheint, daß die Banken beginnen, sich mit dem Sparkronesystem vertraut zu machen, die Lloydbank gibt auf 8- und ZOtagige Kündigung zur Rücklosung gelangende Kassenscheine heraus und auch die vorjährige Dividende zahlt sie schon zum Sparkronenkurse aus, de« auf Grund amtlicher Bestimmung sämtliche Tagesblätter bringen. Auch aridere Großbanken beginnen, Sparkroneeinlaaen entgegenzunehmen. -le unzeitgemäße Srßöhuug der Sffettruumsatzsteuer. Ohne Asien des Finanzministers? Die Erregung der Wiener Börse hat sich über die unzeitgemäße Erhöhung der Effektenumsatzsteuer noch immer «rcht gelegt. Man wundert sich, daß eirve solche Maßnahme gerade in der Zeit der stärksten Stagnation des Geschäftes ^troffen ümvde. Es kursiert in Finanzkreisen das Gerücht, daß die rasche Publikation ohne Wissen de 8 Finanzminister's erfolgt sei. Dieser habe die Publikation und damit das Inkrafttreten des Gesetzes für einen späteren Zeitpunkt ins Auge gefaßt. Ms aber das Gesetz im Bundes rat schon beschlossen worden war, sei es statt auf den Tisch des Finanzministers. der damals gerade m Innsbruck weilte, durch übereifrige Referenten direkt der Publikation ohne Zustimmung de's Finantzmrmsters überantwortet worden. Es sei einfach bureauckvatvsch übereilt gehandelt worden. Der F'inanz-- mimfter sei nun bestrebt, diesen begangenen Fehler irgendwie gutzumachen. Gründung einer ttaNenksch-kugoslawischen Laut. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Belgrad. 10. März. Ihr Korrespondent erfährt, daß hier eine italienisch-jugoslawische Dank mit einem Aktienkapital von 100 Millionen Lire gegründet worden ist. Die Umstände, unter benen die Bank gegründet wurde, werden noch gebe'in gehalten. Man spricht allgemein davon, daß die angesehensten Persönlichkeiten der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Welt daran beteiligt sind. Die Tatsache des Eindringens italienischen Kapitals 'n Jugoslawien wird in Zusammenhang mit dem Vordringen Italiens in wirtschaftlicher Hinsicht nach dem Osten gebracht. Der Wiener Geldmarkt. Geld ist gegenwärtig reichlich an« boten und zu drei Achtelprozent erhältlich. Der Geldbedarf r Börse hat sich in der letzten Zeit offenbar wesentlich vervrmdert. Der Franke» in der Rahe der Stabllisierungsgrenze. Auf den internationalen Plätzen ist der französische Franken neuerlich gestiegen. In Zürich notierte er gestern 29,45. Wenn angenommen wild, daß tatsächlich die Stabilisierung bei 3V Centimes gedacht ist so dürste dieses. Ziel bald erreicht sein. Es ist rrunmchr in den nächsten Tagen wahrscheinlich mit Stabil! sierungsb« st rebun gen der französir chen Regierung zu rechnen und dürften infolgedessen weitere größere Bewegungen auSbleibeit. Die Dividende« der Oefterreichische» Nationalbank. Die Oesterreichische Nationallbank versendet folgendes Communique: Für das Geschäftsjahr 1923 wurde der Gewinnanteil der Aktionäre der Oesterreichischen Nationalbank mit 8,5 Goldkronen für jede ganze Aktie festgesetzt. Dieser Gewinnanteil wild vom 24. d. an gefangen bei den Kassen der Haupt anstalt Wien und der Zweigausdalten der Oesterreichischen Nalionalbank gegen Einlreferung des Gewinnanteil! chomes auf Grundlage der Münzrelation von 1 Goldkrone ist gleich 20,2645 Cents in Dollars, und zwar in «effektiven DrÄlarnoten oder in Schecks auf New-Jork ausbezaylt. Ueber Wunsch der Parteien kann jedoch die Auszahlung des Gewinnanteiles auch in österreichischen Körnen erfolqen, wobei die Umrechnung des entfallenden Dollarbetrages den Coavponbrsitzern gegenüber zum lehtbekamrten offiziellen Geldkurse für Dollarnoten spesenfrei vorgenommen wird. Agrarzölle für Oesterreich. Die die „Neue Wirtschaft" erführt, haben die Vertreter der Landwirtschaft in den Zolltaifverhandlungen die Ausstellung folgender Agrarzölle verlangt: Getreide 2 Goldkronen pro 100 Kg., Mehl 2 Goldkronen pro 100 Kg., Fett 10 Goldkronen Pro 100 Kg.. Fleisch 30 Goldkronen Pro M Kg., Schlachtvieh 10 Goldkronen pro Stück. Proteftversaurrnlurrg der: Börse gegen die Effektenumsatzsteuer. Ter Wiener Bvrfeverein hat arm 18. d. eine Dorstaicks-- schu-wg abgehalten, in welcher zur gegenwärtigen Börsefituatwn unter Berücksichtigung der ganz unvermittelt in Kraft gesetzten Erhöhung der Effektenumsatzsteuer Stellung genommen lourde. Cs kam hierbei überenrstimmend zum Ausdruck, daß diese Maßnahme im ungünstigsten Zeitpunkt erfolgt sei und nicht nur die Börse ßels solche, sondern die ganze österreichische Volkswirtschaft ♦mf das empfindlichste schädige. Es wurde beschlossen. unter Mitwirkung sämtlicher Bank- und Bvrseverbände ein« Protestversa mmlung rvbguchalten, welche am Samstag den 22. d., 11 Uhr vormittags, tut großen Saale der Warenbörse (Eingang 1. Bez., Börsvgajfe) stattfind-n wird. Das Referat wurde Herrn Bovfevat Ernst Strasser übertragen. Zu dieser Pwtestversammlung wurden das Präsidium der Wiener BörseÄmrmer und sämtliche Borservte eingeladen. r>evifr«> und Buintenknrse. (Mit-eteilt von der Oesterreichischen Nationalbank.) Vista 19. Märe 18. Märe ÄmMenJam f» t holl. Gutden . Acratn 1 lue. Kronen .... Belgrad 1 TOnst ...... Berlin" 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 bei ef sehe Franet . . Budapest I unearfsche Kronen . Bukarest 1 Lei ....... ChrfstfanJa 1 norwev. Kronen . Konenhaeen I dSufsrheKronor . London r Pfund Stettin* . . . Madrid 1 Pesetas. Mailand i Lfre ....... New York 1 Dollar ...... Pari* 1 Franc« ....... Pra» l tschecho-slov. Kronen . Sofia » Jewa , ....... Stockholm 1 sehwediaeheKronor . Warschau**, 1 nnlnisehe. Mark . Zürich 1 schweizerische Francs . Note» Amerika». Noten v. 6 Dollar aulw. . , kleinere ... Betstlsehe Noten 100 Fra«« . . Bulgarische Noten zp lflflO Leta . - ° . 100 . . . » kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*. . . . . . . . . 100 . . . „ , kleinere* . . . Engl, Koten von 5 Üvrest. autw. „ „ kleinere ... . . Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 fluiden . italienische Nolen v. ffln-Mre aufw. „ , kleinere . . . Jogosl. Noten ungest. zu fjOOO Dinar « „ . kleinere . . Norwegische Neie« 100 Kroner . Polnische Noten **.. . . . . . kleinere*1* » 4 Rumänische Noten zutonOu. SOOLei „ . kleinere . . . Ross. Noten (Roman.) xu 500 Rubel » » 1 ■ n 10l< » d . kleinere . . Schwedische Nolen IOO Kronor . Schweizerische Noten Ivl, Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho*slöw. Nol. v.IOOOaulw. B 0 kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) tu lOOOKr. . zu 10.000 Kr, . . . kleinere velck Ware Oeld Wtra »27''.- 2637«- 2«00.- 24400. kMI.- 674.- 885.- 864.. PT!>. - SM.- 865.- 850. 16.40 NSa 16.4 RN. 90 6. 254. 286*.. 0.91 1.01 0.9t 1/1 37«.- '7t.- 379.- VI.- 9430.- »47». 94 V.- 9470.- 11070.— 11-30.- 11'70.- 3T4nno._ zavoo.- 30340".- 38440^.- »Vi.- 8000,- 8080.- 9'L».- 29M.- 2976.- 10^4.— 3016.. 71185.- 70M5.- 71186.- 36 2.- 3648.- 3572.- 3588. 2T51.- 206t.- 20St.- 2061.- 494,— SS.- 490.- 303.- (8640,- 18700.- 18640.- I87I.O.- I22A!- 12775!- 1223S!- 122«!' 70860.- 71260.- 7T860.- 71260— 7076'.- 7116«— 70760— 71160- 2970. . 30)5. 2815— 28<5— 476.- 484— 477— 485— 436*.- 464*— 4Sl\- 465*- 1090 13930— 10900— 10660. IS. 15.80 IS— 19.60 14!ö0 1«.10 14.50 15.10 3022 V).- 3038V). - 301600— 80'20".- 30» 0\ - 303600— 3-.14I.0. - 303»».- 3615.- 3615- 3545- 3‘75. 2« 3 .- 28*30— 26100— 2640 - 2960.- 960— 3020— 3fl40. 2930.- 295)— 1990— 3^ •- 869.- 875.- 864— 870— 8A*.- 865— 854— 860.- 9310.- 9390.- •i3lO— 93®']* 69.- 79— 38— 74.- 64.- 74— 03— 73- 366.- 370— 372— 376.- 346.- 350.- 352— 356.- - .— 18430.- 18530*— 18430— 1893-).- 12110. - 12190- 12120— 1240.1.- 871°.- 8820— 8860— 8040.- 2032.- 2f.48— 2038— 2054. 202». - 2041. - 2133— 2.49. 0.87 C.97 0.87 I).S7 o!82 0 92 m *0*92 * Für 1000 A.-Mark. ** für 10.000 Poln. Mark. Ktchitalsvttmehrungeu. Druck- und Bevlagsanstalt Melantrich A.-G. Erhöhung von 60 auf 120 Millionen Kronen. —■ „Steinag". AktisWLselt chaft ftir Kalksandsteinzregeln und Kunststeinindnstrie, Erhöhung von 330 auf 450 Millionen Kronen. — ElÄtriFitäts- und Straßenbahngese,schaft Linz. Erhöhung von 200 auf 2ov Mllionen Kronen. Bezugsvecht: Aus 1 c vier alte Aktien eine neue Aktie zum Preise von 105.000 Kronen pro Stück tel quel. Be-zugssrist vom 20. d. bis einschließlich 5. AprA d. I. Der tschecho-flowokische Handelsminister über die Gestaltung der tschecho-flowaki^chen Krom. Aus Prag wird gemeldet: In einer dieser Tage m Kuttenberg abgehaltenen Borsarmnluny der Gewerbe treibenden sprach .Handelsminister Ing. 2. Novak über die Stabilität der tichecho-siowakischen Krone und erklärte unter anderem, daß die Stabilisierung der Währung <rm besten die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit des Staates gewährleistet habe. Der stabile Kronenkurs bilde einen Dorn in den Augen unserer Feinde, aus diesem Grunde richten sie auch ihre Angriffe gegen die Krone. Wir haben gerade einen dieser Angriff durchgemacht, bei diesem hat die Krone trotz heftiger Anstrengungen der Feinde keine Schwankung gezeigt. Die zufällrgerweise im Jänner passive Handelsbilanz, die Gerüchte über bedeutende Reparationsverpflichtungen uyd Prager tendenziöse Informationen der Berliner Presse, all« Hebel wurden in BeweMng gesetzt, doch vergebens. Diese Tatsache stellt einen neuen Sieg der Gedanken Doktor Raschins dar. ES finden sich nnmer Leute, die aus einem Rückgang der Krone Gewinn ziehen möchten. Ms im Herbst des vergangenen Jahres von den maßgebenden Kreisen vor Kronerrspekulationen, iet es nun nach unten oder nach oben, gewarnt wurde, haben sich trotzdem einige Ungläubige gefunden, die nun ibren damaligen Leichtsinn teuer bezahlen müssen. Dieise Erfabrungen werden sicherlich eine gute Schule für diese Kreise bilden. Dir Klagen der jngoflawische« Industrie. Aup Belgrad Wird uns gemeldet: Der Jndustriellcnverband hat dieser Tage -ine Hiwiitg abgehalten. In derselben wurde die Reparationsewrtert und konstatiert, daß die Unternehmen, deren Maschinen während des Krieges zugrunde gegangen sind, - bis heute noch keinen Ersatz in natura erhalten haben. Der Psi- Nisterxat hat es zugelassen, daß das ganze Kontingent f ü r R,echnung des Staates ausgenutzt wird und hie Industrie sit hierdurch geschädigt. Das die Jndustriean leihe betrifft, konstatierte die Versammlung, daß die Bedingungen der Anleihe, wenn auch" nicht glänzend, so doch sehr günstig 'sind. Ferner wurde festgestellt, daß die Mehrzahl der siUMN^chmen keinen genügenden Zollschutz genießen. Da wir uns vor dem Abschluß des Handelsvertrages mit Italien befinden und diser ein Tarifvertrag werden soll, Wrden in die Delegation auch zwei Vertretw der Jndustvie aufgsnommeNs an die alle Eingaben, den Zollschutz be-- 1rsffend,.'zu richten sind. Bezüglich des Verkehrs wurde konstatiert, daß er trotz der Besserung im letzten Jahre nicht befriedigt hat. Die Steuern werden hauptsächlich zuungunsten der Geldinstitute, der Industrie und des Handels erhöht. Daneben werden neue Taxen und Abgaben und sonstige indirekte Steuern eingeführt. Wenn diese Lallen weiterhin eine Steigerung evlahren, werden sie die bestehenden Unternehmen nicht ertragen und neue nicht gegründet werden können. Die Ge'etze zum Schuh der Arbeiter üben einen ungünstigen Einfluß auf die Entwicklung,her Industrie.' Solange wir kein« einheimischen Facharbeiter i .haben, kann die Industrie fremde Arbeiter nicht entbehren.'In den Ausschuß wurden drei neue Mitglieder gewählt. «in Benzindertrag Rußlands mit Stinnes. D e „Frankfurter Zeitung" meldet: „Zu der of,'iziöjen Bestätigung über einen Schmierötoüiischluß seitens einer der Firmen Stinnes' Mit der russischen Sowsetregierung verlautet in Petroleumkreisen, daß es sich um eine Menge von vielleicht 40.000 Tönn.en Benzin und 10.000 Tonnen Schmierö' handeln möge. Danach kante bei Zugrundelegung der augenblicklichen hohen Märkiptrise von 70 Dollar bei Benzin und 40 bis 50 Dollar brj Schmieröl je nach Sorte ein Gofamtok^M von möglicher- 26. Mär; 1924 _ weise 6 Millionen Dollar oder 12 Millionen Gdldrubel i\ Frage. Ob die Finanzievung >durch Gegengeschäfte oder durL tufenweise Balutazahlung im Lause der Abnahme erfolgen soll st nicht bekannt. Wenn bisher russi ches Benzin durch die alte? Qelhaudclsfirmen nach Deutschland gebracht wurde, so geschah es ^egen Barzahlung. Uebrigens hatten sich die russischen Im wrre auf Grund der vorangegangenen Stauung der vusftschev LaMr' schon in der Vergangenheit zu einer ziemlichen Höh» erhoben. Wie die Heranführung durch Stinnes geschehen wird, ob insbesondere vom Schwarzen Meer über Hamburg, das ist natürlich Sache der späteren Disposition, wie Überhaupt die gaiue Abwicklung mit den Sowjetorganen noch von Fall zu Fall geklärt werden dürfte. Bemerkenswert erschein:, daß Stinnes dieses Machst einjährige Ausfuhrmonopol nicht allein iür Deutschland erlangt hat, sondern auch für Skandinavien, wo er seine Vorposten stehen hat, und außerdem für die Tchecho-Slowaker. Die letztere hat sich des Wasserweges Wer Hamburg schon mehrfach bedient, dürfte sonst aber in der Hauptsache mit Polnrsch-galizischen Produkten versorgt worden ein. Es ist auch unbekannt, daß irgendein Glied der Stinnes- Gruppe schon eine wirklich umfassende VerteUungsorganisation nr Petroleumprodukte in der Tschecho-Slowakei besäße. Sofern es nicht die Absicht ist. eine solche Organisation schnell aufgükvluen. müßte man annchmen, daß die Firma Stinnes sich mit dem Gedanken trägt, einen Teil der in Rußland verträglich erlangten Produkte gleich im ganzen weiter zu verkaufen, ak>'o nicht überall Oeldistribution zu betreiben, londevn Oel- und Benzingroßhandel, wöbe! natürlich die vom Reich frühzeitig erpachteten Tankanlagen an der Nordsee Hilfsdienste leisten können, soweit sie nicht durch die mit Sinclair vorbereitet gewesenen Verträge schon beschäftigt sind. Endlich bleibt abzuwarlen. wie weit Stinnes in allen diesen Fällen für eigene Rechnung die Geschäfte zu Ende führen will, und wie weit er Teilmengen au die von ihm ht den Vorjahren eroberten Gesellschaften Riebeck-Halle, Api ufw. abzutreten gedenkt^ die ihrerseits wohl über eine wesentlich feiner verästelte Bertrtebsorgamsation verfügen als die Handelsfirma Stinnes, beziehungsweise die Hamburger M.-Gü'. Hugo Stinnes. Zu einen: Vergleich mit der Exportfähigkeit Rußlands im ganzen bietet das in den rusilschen Bulletins der letzten Zeit enthaltene Material wenig Anhaltspunkte. Dort war das Destillationsevgrbnis der vier russischen Prcduktionsgebiete überhaupt nicht gegliedert, sondern zum Beispiel nur gesagt, daß die gesamte Petroleumgew'.nnung während des Oktober 1923 M Mill. Pud betragen habe, und daß die Gesamtaus'uhr für alle Petroleumerzeugn-isie im Rechnungsjahr 1922-23 5 Mill. Pud im Werte von 10 Mill. Fricdensrubel ausmachtc." Mitteilungen des Krebtlorenvereines von 1870. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleitetr Oeüerr-ichr Roth Alois, Kaufmann, St. Pölten. Greiner C. P. & Ko., Metallwarenhandlrrng, Wien. Mehr Hans, Hande^mmm, Dadgaltein. Berner Josef, Holz- und Kohlenhändler, Wien. Eckert Josef, Kaufmann, Wien. Färber Josef, Kaufmann, Wien. Feger Bernhard & Otto Grünwald, Schubhändler, Wie». Feld Leo. Bürstenbinder, Wien Fuchs Heinrich, Kaufmann, Wien. Goldenberg Klara, Private, Wien. Jandl Julius und Juliane, Gastwirte, Wien. „Koncheka" Ges. m. b. H., Konzertdirektion, Wien. Kurz Isaak Kaufmann, Wien. Lander Ignatz, Ratenhändler, Wien. Okigol, Erzeugung und Vertrieb chemischer und kosmetischer Artikel, Gel. m. b. H., Wien. Ochsenborn Jsaaz, Kaufmann. Wien. Ponger Valerie, Handelsfrau. Wien. Weigl Leovold, Kaufmann, Wien. Selinger Jakob. Kaufmann, Wien. Weinegqer Josef, Tabaktrafikant. Maria-Zell. Gemaßmer Ignaz, Produktenhändler, Schärding. Traugott Anton, Kaufmann, Linz. Schuster Frmiz Jakob, Holz-- und Kohlenhändler. Graz. Bobik Hans, Kaufmann, Graz. Botbe Karl, Beamter, Leoben. Geist Hugo. Kaufmann, Leoben. Tschecho-Slowakeir Kaspar Front. Leder- Handlung, Scklan. Franke Emrnuel, Tuch- und Modells fferzeugung, Mähr.-Trübau. Metzler Konrad, Handelsmann. Elsch. Targyik Julius. Gastwirt, Kezmarok. Duranna Adalbert, Kys Nove Mesto. Lederer L Adler, Schuhfabrik, Leitomischl. Ginzel W. L Sohn, Wollspinnerei, Neu-Paulsdorf bei Reichenberg. Vechta Anna. Zuckerwarenhandlung, Neu-Paka. Gregor I., Inh. Käthe Hnilica. Handelsfrau Olmutz. Koretz L Stein, „Eska" Schuhfabrik, Prag. ^Falx" Prvni Slovenska ko^ama a. s.. Preßburg. Friedmann Otto, Gemischwarenhandlunq. Levzelt Marie, Wetnbandlung Reichenberg. Lichtner Josef, Kaufmann Rima« szombat. Gesellschaft für Hornverwertunq Ges. m. b. H.. Schütten« Losen. Chmelarsch Emil, Speditionsgeschäft, Tevlitz-Schonau. Ungar Max, Kaufmann, Belke pod Tatru. Rolenfeld Markus, Kaufmann, Vrbove. Jugoslawien: Zimmermann Fr. L Sohn, Gemischtwarenhandlung, Senj. Tonefe Anton, Kauftnan», Marburg. „Teka" Spiegel Hin'o und Jakob Müller, Bopierwarenhandlung, Agrani. Rubetic S.. Allgemeine Anschaffung?« zentrale für Bank-, Handels- und Wirtschaftsgeschäfte, Agram. Rubetic S.. Allgemeine Anschaffungszentrale für Bank-, Handels¬ und Wirtschaftsgeschafte, Agram. „Gvozda", Eisenindustriehandlung, Agram. Ze-Ha, Z^atko Hirschl, Wäscheerzeuguna, Agram. Bogatirev & Palic techn. Unternehmen. Belgrad Dakic Jovo, Kaufmann, Belgrad. Cautevic Mebmed, Kaufmann. Bosn.-Tubica, Liiancic u. Jeremic, Kaufleute. Caeta. Vladic Stefan. Kaufmann, Glina. Gjorgjevic Zivojin, Kaufmann, Kurkumlse. Miskic Ivan, Kaufmann. Kustosija bei Agram Kcedzi Anton, Kaufmann, Schabatz. Zelent dvor, Restauration, Sarajevo. Landau Isidor, Kaufmann. Sa ajevo. Wehn Nikolaus, Manusakturenwarhandlvng. Senta. Begovic Vladimir. Kaufmann. Smedoro^o. — R umänieu: Szatmarer Eskompte- und Handelsbank A.-G., Satumare. Der Konkurs wurde verhängt: Oesterreich: Sudy Ehrillian, Kaufmann, Winkl bei Karvfenberg Fischer Jolef, Kaufmann, Wien. „Berna", Handelsgesellschaft m. b. H.. für Warenaustausch, Wien. Klein Samuel, Kaufmann. Veciei-Hallan Elise, Pächterin des SanawriumS Dr. Vecsei, Semmering. Wiener BSrss. Durchwegs erholt. D.C Markt zeigte geftern im Gegensatz« zum Vortag», eme dmchwegs gebesserte Tendenz. Di« Ankündigung, daß die Großbanken nu-nmehr ernstlich entschloffen seien, eine weitere Kursderoutierung der Effekten der ihnen nahest henden Unt-ernehmmvgen unbedingt zu verhindern, hatte bewirkt, daß sich dis .^ynr-ermirre >be-eittc, ihre Positionen einzudeck.m, ohne daß die Hanken notwendig gehabt hä«tb:n, stärker einzugvevfen. Auch die niedrigen Kurse des Vortages regten zu Käufen an. Die Angslverkäuisie und Selbstexekutionen de8 Vortages hatten pollkommen aufgehört. Es hat den Anschein, a4s ob die Krise aus von Verlusten der Frankenkontermin?, insoserne sie ihre Wirkung auf die Wiener Börse auSübcn könnte» in der Hauptsache überwunden wäre. Auch Prag tendiert« freundlicher und ivat als Käufer aus, welcher llmstand dahin ansgelegt wurde, daß die Prager Unt-.rbiiidung des Arbirragcvcrlchtos n'.b: von 'ialtger Dauer sein dürft«.

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