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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-16 · Heft 1826 (16.3.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1826 (16.3.1924)
Date
1924-03-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1828 Wien. Wahrheiten und Unwahrheiten der Woche. Die internationale Lage in der abgelaufenen Woche war ruhig: Poincare war heiser. — Die FriedenÄdee „Paneuropa" macht Fortschritte; in England wird -die Luftflotte bedeutend aus-gebaut. — Es ist unwahr, daß der französische Franken so rapid gestiegen ist, damit er Platz habe ju sagen. Wahr ist vielmehr, daß Oesterreich den Tr. Zinimerman den Franzosen Werlassen wollte, weshalb sie ihre Valuta schnell sanierten. Darüber sind sogar berühmten Glatzköpfen über Nacht graue Haare gewachsen, weshalb sich die Friseurpreise in Men erhöhten. — In Bayern hat der Anstich des Märzenbrau den politischen Burgfrieden gestiftet. Die Parteien werden andere Maszkrügeln ergreife:: müssen. —Es ist unwahr, daß in Ungarn noch immer viele Personen spurlos verschwinden. Wahr ist vielmehr, daß ihre Leichname stets gesunden werden. — Bei der Poivet-Redoutc gab es um die gespendeten Hüte «ne förmliche Schlacht. Den Damen wären dabei die Kleider gerissen worden, wenn sie welche angehabt hätten. — Es ist unwahr, daß der Wiener Wald- und Wiesengürtel für die Zigarettenfabrikation wichtig ist. Wahr ist vielmehr, daß das Sijtenamt Ehepaare, die in: Hotel absteigen, nicht belästigt, wenn sie sich mindestens über die silberne Hochzeit answeisen rönnen. Es verlautet, daß verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit für die Kultur einen Schlag ins Gesicht (?) bedeuten. Sicher ist, daß das, neue Familienblait „Er und Sie" die Gartenlaube zu verdrängen beginnt. — Es ist nicht erwiesen, daß das Radio bei uns arisch ist. Die antisemitischen Wellen haben damit nichts zu tun und haben in Oesterreich eigentlich immer bestanden. — Die wirtschaftlichen Verhältnisse bessern sich: Vorgestern gab es in Wien zwischen 10 und viertel 11 Uhr abends keine Insolvenz. — Es ist unwahr, daß die kalte Witterung aus die Einheitsfront der Maronibrater zurückzuführen ist. Wahr ist vielmehr, daß sich der Breitner mit einer genialen Idee befaßt. NänrUch, wer sich den Luxus einer Luxussteuer leisten kann, soll dafür separat zahlen. — .In einem städtischen Bureau ist die „Russen- und Schwaben- Plage" so groß, daß sogar das nütgebrachte Gabelftühstück der Beamten bedroht wird, wodurch diese am Amtieren verhindert werden. — Das Interesse für den Boxkampf Carpentiers ist ungeheuer. Ueberhanpt ist der Fortschritt in der MÄt groß und Oesterreich wird ewig stehen. a. s. Humor aus Sefchiwa und Kehlla. 1. Etwas Gutes im „Scheweß achim". In der zwevten Hälfte des vorigen Jahrhunderts erschien in der Slowakei eine deutsche Wochenschrift in hebräischen Lettern, die den schönen Titel „Scheweß achin:" trug. Diese Bezeichnung, aus den Psalmen hergeholt, kann man am besten sinngemäß mit „brüderliche, idyllische Eintracht" wieder geben. Das Blättchen suchte seinen Namen dadurch am besten gerecht z« werden, daß es möglichst viel hausbackene Frömmigkeit verzapfte. Den stets zu losen Streichen aufgelegten intelligenden Bachurim jedoch bot es wegen seiner Spießer-Hastigkeit viel Spott und mancherlei Ulk. Eines Tages — es war so um Purim kinum , als man gerade wieder in: Kreise der Bachurim einen besonders einfältigen Artikel des „Scheweß achim" in verdienter Heiterkeit glossierte, rief ein bvmostcs Haupt aus: „Ihr könnt sagen, was Ihr wollt; aber ich habe heute im ,Scheweß atf/im" etwas so Köstliches gefunden, wie ich es noch nie in meinem ganzen Leben in einem Blatte gesunden habe!" Im „Scheweß achim"? frugen die anderen. „Das mußt du uns auf der Stelle sagen. Wir halben doch die letzte Nummer sehr genau durchgelesen und wären sehr neugierig auf die Weisheit, die dir so gut gefallen haben konnte!" Nach einer Minute erwarturrgsvollen Schweigens, kam die Antwort: „Wenn Ihr euch noch so sehr den Kopf zerbrecht, Ihr werdet es nicht herausbekommen. Die Sache ist nämlich so: Meine Mutter, sie soll leben, hat mir als Geschenk eine wunderschöne, große, delikate Stopfleber geschickt, eingewickelt in die letzte Nummer des »Scheweß achim'. So etwas Gutes habe ich bisher wirklich noch nie in diesem Blatt gefunden." 2. Dir Schulprüsung. Feibesch war ein armer Teufel. Von frühester Jugend an dem gründlichsten Talles eng verschwistert, war er ohne irgendwelctres jüdisches oder sonstiges Wissen hc-rangetvachsen. Er wurde also in der Kehila gar keiner Beachtung gewürdigt und niemals fragte jemand nach feiner Meinung oder 'gar nach seinem Rate. Doch Plötzlich, sagen wir durch Beerbung einer kinderlosen Onkels in Amerika, von desien Existenz er gar nichts wußte, kan: Feibesch zu Geld, zu sehr viel Geld, und zählte zu den reichsten und stolzesten Persönlichkeiten der Gemeinde. ES versteht sich von selbst, daß er nun das große Wort führte, daß sein Rat sehr gesucht und seine Weisheit viel bewundert wurde. Mit wachsendem Wohlstand war er auch an Ehren gewachsen und bekleidete nunmehr die Stelle eines Gemeinde- Vorstandes. Als solcher wohnte er am Ende des Schuljahres der Schulprüsung bei, an welche sich die Zeugmsverte-ilun-g anschließcn sollte. | Der Ortspfarrer und der Rabbiner als Schulinspektoren sowie einige der „gebildeten Honoratioren" halten bereits Fragen gestellt, als der Lehrer, dem es sehr um die Gunst des neuen Gemeindepräsidenten zu tun war, auch diesen bat, sich doch auch durch Stellung einer Prüfun-gssrage von den erzielten Unterricht sresultaten zu überzeugen. Rckb Feibesch nimmt eines der bereitliegenden Zeugnisse in die Hand und liest die Rubriken: , Religion, Deutsche Sprache, Französische Sprache, Geographie . .. Mit gewichtijfiex Miene, im Bewußtsein seiner Würde, tritt er an die erste __Wiener Morrfenzeltnnq. Bant heran und »Mttshand-rlt": „Sag, mein Kind, iu i c heißt die Katz aus — Geographie?" 3. Es ist nicht lösche (Es macht nichts). Dis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts tvar der Durchgang durch den Schloßhof in Berlin, der zwischen dem Lustgarten und dem Schloßpark liegt, noch freigegebe-n. Rur Warans Gründen der Feuersicherheit das Rauchen verboten. Ein Jude ans dem Osten, der sich auf der Durchreise in Berlin cnlfhiÄt, wollte die Gelegenheit, sich als „Aufgeklärter" aller gesellschaftlichen Pflichten bar, ausleben zu können, nicht ungenützt lassen. Es war Samstag. Die Stirnlocken hinter die Ohren gelegt, promenierte er durch den Lustgarten und passte ans einer dicken Zigarre. Jetzt betritt er den Schloßhof. Ein Soldat von der Cchloßwache weist auf die Zigarre und sagt ihm beim Tore im höflichen Tone: „Säe dürfen nicht rauchen." „Ah ich weiß, es ist aber nicht lösche." Unser Freund passt tveitrr und freut sich im still«: seiner aufgeklärtsn Ucberlegenheit. Aber sofort tritt ein zweiter Soldat an ihn heran u:ü> sagt: „Geben Die die Zigarre weg, cs ist strenge verboten, zu rauchen." Aber ja, ich weiß, es ist aber nicht kosche." Und führt die Zigarre von neuem zun: Munde. Beim nächsten Schritt packt ihn ein Schutzmann am Ar»' und sagt: „Sie kommen mit auf die Wache und werden in .Strafe genommen!" Besiegt mid erstaunt brummt der Abgeführte vor sich hin: „Ah, also doch. Ich hätte es nie geglaubt, wenn ich es nicht erlebt hätte. Man darf also doch nicht am Schabbcs rauche n!" Dr. Charbona. Zio-n istißcb-e Sektion ^ra-ter^ Heut« Sonnt«? den 16 März 1924 . 8 Uhr abends, findet im zionistischen Stfctionshcime, II., luneptrasie 8. ein Vortrag statt. Dr. Z. F. Finkels<ein: Die Klassiker der jfil und hebr. Literatur Ferner eine Vorlesung äoLtmi-era 932 Sreehelneti Pflicht! Gäste willkommen! Sie glücklichste« Frauen der Welt. Niemand kann mir seinein Schicksal zufriedner sein als die Frau bei den Eskimos. Mit d?m Augenblick, in dem sie in den Ehestand tritt, beginnt für sie ein durch keine Zwischenfalle geirüblcs Glück. Die Flitterwochen verlaufen, wie das bei dem ruhigen, schweigsamen Charakter des Eskimos nicht anders zu erwarten ist, ohne besondere Aufregungen. Die einzige Lieb sbezeugung ist ein Lächeln, das von den: glücklichen Behagen der Gatten Kunde gibt. Die Frau freilich begnügt sich nicht immer nrit dem bescheidenen Gunstbeweis und liebt cs, von Zeit zu Zeit, während er auf der Jagd ist, aus dem Zelt des Gatten Au verschwinden und nach dm: ihrer Eltern zurückzukehren. Sie weiß nur zu gut, daß sich der Manu bald hier einstuden w'.ckd. um sie durch zärtliche Worte zur Rückkehr urüer das eheliche Dach zu bestimmen. Derartige Eskapaden, die nur dazu dienen, die Liebe zu steigern, wiederholen sich zwei-, dreimal, ohne daß der Gatte darin etwas Ungewöhnliches sicht. HorhzcitsgescheuF« kennt mau bei den Eskimos so wenig als eine Tvaunngsz-eremonie irgend welcher Art. Die Ehe hält deshalb nicht schlechter. Obgleich es jedem der Eheleute sveistcht, den anderen zu verlassen, so drrckt doch keiner daran, von dieser Freiheit Gebrauch zr: machen. „Unter diesen Eskimos, denen ich begegnete," so schreibt der Polarforscher Christian Le den, „habe ich imr e i ne n e i n z-i ge n solchen S ch e i d u n g sfall erlebt. Es handelte sich dabei nm eine Frau, die sich von ihrem Gatten tvenute, und ztoar aus dem Grunde, weil er ein Schwächling war und ihr Pantoffcklregiment ohne weileves duldete." Wenn auch der Mann nominell der Herr in feinem Hause ist, so wird er doch nie daran denken, seine Frau zu seiner ieinung zu bekehren. Wenn er beispielsweise ben Wunsch hegt, noch eine zweite Frau oder vielleicht auch zwei zu nehmen, so muß er sich zunächst der Zustimmung der ersten Frau der-- sichern» und diese hat nie etwas gegen den Wunsch ihres Garten einznwenden; sie ist im Gegenteil zufrieden, «'.ne zweite Frau zur Unterhaltung und Hilfe im Haus weben sich zu haben. Wenn eine Frau keine Kinder hat, so ist sie die erste, die dem Gatten zu redet, eine zweite Frau zu nehmen, damit das Zelt nicht kmderleer bleibt. Der Mann behandelt seine Frauen mit Achtung und verteilt sene Liebe gerecht zwischen ihnen, so daß man von Eifersucht hier nichts hört. Alle wissen, baß mit Zustimmung der Gattin es dem Manne gestattet ist, ein Verhältnis anzuknü>pfen.,Di e Vielehe gilt für beide Geschlechter, da st: d« Frau die gleichen Rech e wie der Mann hat. Bei den Stämmen, tvo die Männer den Zahl nach überw'.egen, kcnm auch die Frau mehrere Männer haben, rwmrlich nur mit der Zustimmung ihries ersten Gatten. Auch ihre Neigung für einen anderen, nicht verheira'eten Mann vermindert durchaus nicht die Achiung vor dem Gatten, der oft zu al: und gebrechlich ist, um die Jagd auszuüben und die Bedürfnisse der Familie zu befriedigen. In diesen: Falle ist die junge Kraft eine große Hilfe für das Haus. Aber auch in den Fallen einer reinen Liebesleidenschast kommt es hier nicht zum Konflikt. Die Eskimostau vertraut ihr Geheimnis ohne weiteres dem Manne an, der, wenn er sich überzeugt hat, daß es sich um einen Würdigen hagelt, der Fvan schwerlich die Erlari-bn's verweigern wird, sich für einige Zeit von ihm zu trennen. Ist aber zufällig der Liebhaber der Frau seinersei s verheiratet, dann bleibt freilich nur der Austausch der Frauen übrig. 16. März im Seite 7 Von Klara Mautner. Von Klara Mautner. K:ö-., vernünftiger Mensch wird «unentwegt vevlau-ge«, daß die Schaubühne eine „moralische Anstalt" sei und bleibe. Das Theater diem auch unserem Amüsement und wenn es d esem letzten Zweck in ansprechender Weise ger cht wird, ist schließlich weiter nichts dagegen eiiH'.uvenden. Aber bei aller Toleranz wird man doch nicht rvnchin können, gegen den „Betri«. t?A, d?e in der Mehrzahl d.r Wiener Bich neu eingesetzt hat, Stellung zu nehmen. Vielfach scheinen allerdings die neuen Stücke nach dem Rezcp. d.s alten Witzes über die Kanonensabrikaition gebaut 3it werden: Mau nimm, ein Lock) und gießt M'tall 'herum. Das Lock ist da. Mit dem Metall ist es freilich zumeist schlecht bestellt. Ein richtiges, modernes Lustspiel, Sketch, Posse oder wie das Ding fonü 6ciwnt|ci wird, besteht aus «einer EntklerdungS« -fzene (es können auch mehrere sein), einem bekleideten oder uubelll-id-cten Rackttanz, am die ein paar Zoten gewickelt sind. Nstch: die Plu as-e des Antors nicht zur Erstnnung neuer Zoten, so behilft ci sich mu alten obfr mit ein paar schlechten W'tzen Im DI uc'puiM steht brutalste Sexualität, nicht als Problem, nicht Zeiwricheumug, N'chl als Gegenstand kü-nstllerifcher Darstellu>i>g, sondern nur als Mittel, das Publikum zu ^cruitnieren". Wer etwas zu sagen hat, da.rf jede, auck, die Lühuste Situation auf di-? Bühne bringen. Aber leider bringen Meistens jene Verfasser diese Situationen, die nichts, aber gar nichts zu sagen haben als wiehernd ststzustellen, daß die Natur Männlci-n und Weidleiu ^schaffen hat. Alles andere, Handlung, Sprache, Witz, Dialog, ist überflüssig. Der Held spaziert in Unterhoseir herum, die Heldin verstchert, unter dem Mantel kein Kleidungsstück zu haben und zeigt sich bereit, den Beweis dafür omzutretett. Und Br"chn?n werden gegründet und erha'lien, um idieser grundsätzlichen Witzlosigkeit eine Stätte zu bieten. Allerdings sind, das muß zagestavacn werden, dabei h; auch noch andere Interessen in: Spiel. Al-; sich das rrslenm! ein angesehenes Theater bereit fand, einen Abend der Modmrevuc zu widmen, gab es nicht wenige, die das als Mißbrauö) der Kunststätte werteten. Nun sehr» wir, Zlöend um Abend, sozusagen eine verschämte Modenschan, iüc die d?r Theaterzettel emsig Reklante macht, ja es gibt Stücke, die ci^nAich nur eine Ausrede für die Vorführung von Toiletdm, Schuhen, „Ledereusstattungen", Möbel usw. sind. Bis rnr Rageifeile und zum Dialaiendolch wird der Zuschauer über die Herkunft aller Bühnenrequisiten informiert und freut sich daran. Und da die Bühne so vortrefflich daraus einaest-ellt ist, Stimmung zu machen (allerdings nicht just künstlerische), so ist es selbstverständlich, daß alles, was sich an eroberungsbedürfligw Weiblichkeit auf den Brettern tummelt, die Gelegenheit weidlich anönnrü. sein« Vorzüge (es müssen auch nicht nur künstler:>che sein) ins hellste Licht zu bringen. Die Schauspielerin hat die Achtung der bürgerlichen Welt so schwer errungen, daß es beklagenswert ist, wenn nun durch dle Schuld ideallostr „Zielstrebigkeit", unr das schöne Wort zu gebrauchen, dieser Kredit wieder verloren geht. Den Darbietungen entspricht das Ptrbl'ikum, nanwntlich die Frauen. Man muß den Ernst und die Andacht gesehen haben, mit denen Arbeiter die Kunststätte betreten, um das Verhalten des Durcbschuüespublikums würdigen zu können. Gewiß, auch früher hat sich das junge Volk geschmückt und geputzt zum Theaterbesuch. Aber der Theaterbesuch ist doch nicht in e.ster Linie Toisetteschaustellung gewesen wie heute. Im Parkst: und auf der Galerie, unten wie oben, ist nicht das Sehen und Erleben, sondern das Gesthenwerden die Hauptsache. Um viesem Zwecke zu genügen, ist auch die Beifallsrasere: erfunden worden, eine Mode, die nvit jedem Ja-hr schlimmere Formen a.n-> nimmt. Es soll nicht verschwiegen werdrir, daß un'er diesen von Begeistevungsknimpfen Befallenen sich junge ^^inn-en überaus unliebsam hervortun und ihre Verständi:is--cknb Heinmungslosigkeit in peinlichster Weise bekunden. Das jüdische Theat-srpubl'ikum war stets von Ernst und glühendem IMreffe erfüllt. Es ist beschämend, zu sehen, mit welcher Freude es sich nun mit Minde.rwerri>gk-L'iten begnügt, und wie hingebeivo -äe junge Welt allerdwrchsichl'Wen Personcn'iultus tr übt. "* Zu den Mißbräuchen, geyrn die Front gemacht werden muß, gchört Mich das Starwesen. Es trägt gewaltig dazu bei, unseren Spicklplan zu verderben. Da gräbt die eine Größe alte, urdumme Possen a.u8, wvK sie ihr eine „Rolle" bieten, eine andere kommt mit Ibsen, wo er am -verstaub^sten ist, «im Koffer, die -dritte hält es für ihre A.usga>be, den ülbernsirn Auslaudskilsch Hu den Barbaren an der Donau zu bringen. Und wir schlucken gehorsam, was uns serviert wird, lauschen den Glücken, die so stupid sind, daß sich Klem>''i>mpelshefrn wc-'-gern würde, sie im Kino hinzunchmen, und heulen vor Degeist-evung, wie es dem Mister Bimpf gebührt. Vielleicht hat wirklich jede Sbadt das TH'N'^r, das sie verdient. Dann ist es aber Höchste Zeit, daß wir uns gegen die Mehrzahl unserer Bühnen austehr.. M Flipour drs ÄderkasdHrrtr«. Richard Baxter aus Minneapolis diente i-m Kriege in der amerikanischen Armee; er kam verwundet in ein Spital in Washington, und dort erklärten die Aerzte seinen Zustand für hoffnungslos, da Gefahr einer Lähmung bestehe, welche unbedingt tödlich Verläufen müsse. Der Todeskandidat setzte jedoch nicht allzu viel Vertrauen in die Diagnosen seiner Aerzte, und als er im Dezember 1921 aus. dem Spital entlassen wurde, beschloß er, nach seiner eigenen Methode gesund zu werden; er wollte eine au.kgeidehnü' tour machen. Seine Frau stimmte diesem Plane z.u itnd evklärte sich bereit, mitzugehen. Ein Freund Baxters, dem er * von seinem Plane erzählte, gewann der Sache Interesse ab und setzte Baxter einen Preis von 10.000 Dollar aus, wenn er es fertig bringe, in sieben Jahren 50.000 englische Meilen zu machen; der IZreis falle Baxter auch früher zu.

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