Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1824 (14.3.1924)
- Date
- 1924-03-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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«r. im_Wk«, Fr-ilag_ Tagesbericht. Paul Mlich. (Zu seinem 16. Geburtstage am 14. März.) Heute wäre Paul Ehrlich, der Erfinder des SalvarsanS, Ä1 Jahre alt geworden. Am 20. August 1915 ereilte ihn der Tod in Bad Momburg, wo er Heilung gesucht hatte. Früh' zeitig hatte er seine wissenschaftlichen Arbeiten, in die er stets vertieft war, ausgenommen. Seine intensive Beschäftigung mit dem Problem, das er gerade bearbeitete, war auch die Ursache seiner berühmten „Zerstreutheit". Von seinem unermüdlichen Forschen suchte er Ablenkung in recht spannender Lektüre, in — Detektivromanen. Daneben war Ehrlich leidenschaftlicher Zigarrenraucher; er verbrauchte bis zu 25 Stück täglich. In dem Flaschengewirre, das stets seine Arbeitsplätze bedeckte, vermochte nur er selbst sich zurechtzufinden. Ueberdies waren alle Wände und Türen des Laboratoriums mit chemischen Formeln bedeckt, denn Ehrlich hatte die Gewohnheit, erbetene Aufklärungen auf der Stelle zu geben, ohne erst Bleistift und Papier zu suchen. Die Entdeckung des Salvarsans war das Ergebnis langwieriger Versuchsreihen, wie auch der Name „Ehrlich-Hata 606" andeutet. Sie basierten auf früheren Arbeiten, die Ehrlich die Richtigkeit seiner Uebcrtragnng rein chemischer Vorstellungen auf alle biologischen Vorgänge bewiesen hatten. Ehrlich hat auch fast allen Gebieten der Medizin neue Arbeitsmethoden gegeben, sowohl analytische und mikroskopische, wie auch Mitte! zur Beurteilung neuer Heilmittel. Den Tod verhinderte ihn, die in dem für ihn gebauten Frankfurter Institut begonnenen vielversprechenden Krebsforschungen weiterzuführerr. Der Rüg «m die Welt. Der „Petit Parisien" meldet aus W a s h i n g t o n, der Weg, den die amerikanischen Militärflieger beim Flug um die Welt einhalten werden, sei endgültig festgesetzt. Der Abflug werde am 15. d. in L o S A n g e l e 8 erfolgen. Die Flugstrecke werde folgende sein r Seattle — Alaska — Kurilen-Jnseln — Japan — Schanghai-Hoi £ ng - Haipbong lAnkunft am 10. Mai)- Saigon —Kalkutta - Bagdad- Can Stefano—Bukarest—W i e n - Straß-- bürg-Paris (Ankunft am 28. Juni)-London-Labrador—Neuichottland-Boston—Washington (Ankunft am 10. August). Wir konsumieren zuviel! Jur der östervichr scheu politischen Gesellschaft hielt Hof- Lat Dr. Frieidvich Hertz einen Vortrag über die österreichische ZahbuugSbilmtZ. Er erklärte unter anderem, daß die Phrase von 'bet gänzlichen Lebensunfähigkoit Oesterreichs ganz unbegründet sei, und daß die österreichische VMswictschaft bei voller Produktion in 4er Lage lväre, die Bevölkerung zu ernähren. Es sei sin Hand-elspasfivum von 800 Millionen Goldkronen zu verzeichnen. Das 'beweist. daß bei uns auf allen Gebieten viel zu wenig produzier. und zu viel konsumiert wende. Wenn es^nicht gÄrmge, dieses Passivum soweit abzubauen, daß der Rest durch die Zahlungsbilanz gedeckt werde, müsse Oesterreich k eine große Krise h'memgerateir. Es wende sich eine große Arbeitslosigkeit einstellcn, die schließlich das Lebensniveau ch'rabdrücken wende, oder es müßte zu einem Zusammenbruch unserer Währung mit allen den schrecklichen Folgen konmren, die wir noch im Gedächtnis ha>ben. Wir müssen darnach trachten, die Ausgabenseite der Handelsblssanz herabgudrücken. Den Bemerkungen des Dr. Zimmerman über die fieberhafte Genußsucht der Bevölkeruvig könne Redner nicht znstimmen, aber es müsse erklärt werden, daß cm Uebcrkonsum vorliege, und deshalb müsse die Steuerpolitik stärker einisetzen, um den Luxuskonsum uwd auch die Lebenshaltung heradzudrücken. Redner wisse auch nicht, ob es notwendig sei, daß jeden Augenblick eine neue Zeitung gegründet werde, statt das kostbare Papier zu exportieren. Wir «dürfen nicht vor der Einschränkung des Konsums zurückschrecken, da wir aus diese Wsiise zu einer Steigerung der Produktion gelangen. Hofrat Dr. Julius B u n z e l wendet sich aus das entschiedenste gegen eine Vesten-ernng des Konsums der breiten Massen, zumal zu den ersten Aufgaben der Sozialpolitik die Forderung nach einer ordentlichen Ernährung der Arbeiterschaft gehöre. Äammerrat Fritz Mendel! erklärt, mit Sontimantalität könne mau diese Frage nicht behandeln. Wenn e-'n UeberlousU'M bestehe, müsse er hinntergcdrücki werben. Aus dem Gebiet« der Industrie sehe Redner überhaupt keine ReMurg für Oesterrüch. Es seien keine BorbedinMlNlgen für eine Massenproduktion vorhanden, bloß für die Geschmack Amdustvie. Es fehle der heimische Markt. Dr. W e i ß - W e >N e n si e i n bem-eEt, es gehe nicht an, daß Oesterreich sozialpolitische Einrichtungen habe toie kein arideres Land. Es gebe kein Land mit einem Avbeiternvlaubsyefetz, wie es Oesterreich habe. Wir verlangen, daß die Bevölkerung für die AiifrechtechMung des jetzigen Lebensstandartes mehr arbeite. Er erklärte schließlich, daß eine Äktivpost in dem Vermögen der Banken and der Industrien ihestehe, die Aktivposten im Auslände haben. Die Diskussion wird Montag fvvtge-setzt werden. Wie der SeltlonMes Dr. Main«« z« einer Wohnung kam. Noch vor seinem Austritt aus dem Staatsdienst hatte sich üer ehemalige Sektionschef im Ernährungsamt Dr. Mazanec auf eine etwas komplizierte Weise eine Dreizimmerwohnung in einem amtlichen Gebäude in der Argentinierstraße verschafft. Eine Abteilung des Verkehrsmiuisteriums, das dort 13 Räume inne hatte, übersiedelte zuerst in das Gebäude des ehemaligen .B-vlksernährungsamtes, um dann nach vier Monaten ins Wiener mmamamgmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmammmammmmttmmmmmmmmmuavm Eine Purimgabe für Kinder! Die „Wiener MvrscrrielSunr," legt ihrer Nummer vom Samsla« den IS. »vfittf eine Purimüberrafchuns hei» -te als Gnde an rie Kinder grdar' I ist. Gs m «in lnstiaeS Burimspiel, das »0« Kammy Grane mann versaht ist «nS in spasilg«" Versen «nS heilerer Prosa Haman» Flucht nach Ser Megikku schttöert. Wir b eten diele Gabe einiae ^aae vor Sem Fest, um he» Kindern, hie das Lp.el ««führen wollen, hie Gelegenheit zur Ejuüvung?u geben. Wir hoffen, mit hieser Purim gäbe nicht nur ven kleinen, 'v ihren auch be« grsfte« jüSischen Kindern Fronde zu bereite«. Kriegsministerium und schließlich ins Verkehrsministerium am Schwarzenbcrgplatz zu ziehen. Dr. Mazancc erhielt von den 13 Räumen in der Argentinierstraße drei Räume, während die übrigen zehn Räume von der W e st e u - A.-G. tu Anspruch getrommelt wurden, deren Chefs als Souteueure deurschnationaler Zeitungen zu gewissen Regierungsstellen gute Beziehungen unterhielten. Die Angelegenheit kam schon einmal im Budgetausschuß zur Sprache. Gestern teilte nun der Bundeskanzler das Ergebnis der gegen Dr. Mazanec eingeleitetei; Untersuchung mit. Es konnte, wie er sagte, in dieser Angelegenheit kein Moment ermittelt werden, das einer attfälligeir Disziplinaranzeige gegen Doktor Mazanec zugrundegelegt werden könne. Die sozialdemoi kratischen Mitglieder des Budgetausschusses benützten den An-! laß, um die durch den Ersparungskommissär angeordneten Umsiedlungen scharf zu kritisieren. So seien aus den Gebäuden des Finaitzminisieriums Aemter verlegt worden, um Platz für die Nordisch-Oesterreichische Bank zu machen. Der Bundeskanzler habe die Anfragen unbeantwortet gelassen, die sich darauf bezogen, daß überall, wo staatliche Gebäude fteigemacht wurden, Hakenkrenzlervereine und christlich soziale Organ! s atro neu untergebracht wtkrdetr. Abg. Richter fragte, was denn mit all den Geldern geschehen ist, die als Ablose gezahlt wurden. Es sollen ja Summen bis zu zehn Milliarden errtrichtet worden sein. Dr. Seipel antwortete, über die allgemeine Frage der Gebarung des Ersparungskommissärs mit Wohnungen werde bei einer anderen Gelegenheit Aufklärung gegeben werden. Unsere heutige Beilage „Dar neue Palästina" enthalt unter anderem die folgenden Beiträge: PaliMinn-Rusbaa und Mttwonderung. Von F. ' Proj.k einer Po!8stina-Nn!eihe. Von E. B e r m a n n. Dos ^Köttel" in Lek-Aroln». Von Dr. Nellv S ch u r. Die Arbeits- und Genre irisch aiissorme» der neuen Kolonstatlon. Von R. Ben Shem. Die Eingänge des Knkeffod. Jüdische sonirüre «»best in Palästina. Handelsluge, Preisentwichluug «sw. «sw. Die erste Rächt im Gefängnis. In den nächsten Tagen erscheint im Verlag R. 8 öwit unter dem Titel „Weib er zelle 3 21" ein Tagebuch, welches Milioa B n k o b r a n-- kovic in der Haft geschrieben har. Im Gegensatz zu den aus die Sensation spekuliereitden Veröffentlichungen über und von der Vukobrankovic, hat dieses Buch durchaus ernsten Charakter und zeugt von sozialem Blick, psychologischer Beobachtungsgabe und eindringlicher Schilderungskraft. Wir geben hier eine kurze Probe aus dem Tagebuch, welche uns der Verlag noch vor dem Erscheinen des Buches zur Verfügung gestellt hat: Es ereignet sich gewiß und gerade in unseren Tagen mmtchmal der Fall, daß Sträflinge, die vorzeitig aus der Haft entlassen werden, bitten, in ihrer Zelle bleiben zu dürfen, weil sie nicht wissen, wie sie draußen Arbeit, Kost und Obdach finden sollen. Und es gibt Freie, die geradezu bitten, daß man sie einsperren möge, weil sie sonst verhungern müßletr. Aber vielleicht wissctt gerade viele der letzteren kaum, wie ein Gefängnis anssieht und was ihrer erwartet. Auch gehören solche Fälle Wohl zu den seltensten. Ich reihe diese Leute In die Kategorie der Selbstmörder ein. Sie verzweifeln am Lebert, haben keinen Mur und kein Interesse mehr daran, den Kampf Weilerzukämpfen, sind aber doch zu feige, sich auszuhängen oder zu ersäufen. So stürzen sie sich statt irts Wasser irts Gefängnis. Das eine ist dichelbe Verzweiflungstat wie das andere. W-.'nrt sich also die wenigen Desperados irr der Zelle wohlfühlett, besagt das gar nichts. Ich behaupte aber, daß selbst sie unter der Hast leiden, weuiastens in den ersten Tagen, bis sie sich „akklittratisiert" haben. Auch die Reue ist m den ersten Stunden der Haft — namentlich in der erstetr Nacht — am heftigsteit, das habe ich an einer ganzen Reihe von Häftlingen beobachtet. In der elften Nacht, wenn der Gefangene das erstemal wieder mit sich allein ist, tritt geivöhnlich die erste Ernüchterung nach der Tat ein. Er legt sich Rechenschaft «ab über sein Tun und fühlt und ahnt wohl die näheren und entfernteren Folgen zum erstenmal. Später sorgen schon die meisten Herren von der Polizei und vorn Gericht dafür, daß diese Rene, nne jede andere bessere Regung, im Häftling unterdrückt werde. Sie bringen in der Regel dem Geständigen, .so tvenig Verständnis entgegen, mljmen überall die schwärzesten, unedelsten Aiotive _14. März 1924_&rte g ec itt Wirklichkeit ist, |o daß sich auch der Schuldigste ungerecht behandeln fühlen muß. Das weckt Erbitterung und Trotz, durch die die Herren sich selber schon tnanchcs Gestäudnis verscherzt haben — und durch die sie aber auch in den nmsten Häftlingen die Reue ertöten. Wahre Reue ist für deit Verirrten das erste und wichtigste Heilmittel, denn nicht die Strafe läutert ihn, di« Stra'e verdirbt ihn nur. Reue entspringt aber n-ur der bcsserett Einsicht. Soll diese nun dadurch erweckt werden, daß man den Schubdigen wie ein Meh behandelt, an jedem seiner Worte zweifelt, ihm alle erdenklichen schlechten Eigenschaften andichtet und alle gntett abspricht? Mir ist cs in der Folge ntehrere Riale geschehert, daß Frauen, die den Rich'ern gegenüber die ihnen zur Last gelegte Tat leugneten, mir ihr Bergehetr unter den Zeichen lebhaftester Reue eingestanden haben und mir, da ich sie zu trösten, aufzurichten und zu gutem Vorsatz zu bewegen sucht«, unter Tränen das Versprechen gaben, sich in Zukunft nie mehr gegen die Gesetze verfehlcit zu wollen. Zer fünfte Messetag. Die Messe erreicht allmählich ihren Höhepunki. DÄ ernsten Käufer sind in den Vordergrund getreten. Die Abschlüsse nehmen großen Umfang au, die Aussteller melden durchwegs befriedigende Resultate. Das Ergebnis der: Messe dürfte alle Erwartungen überstet gen. Der Besuch vom Lande und aus den Nationalstaaten ist so stark! geworden, daß er sich im Großstadtbilde bemerkbar macht In der Rotunde. Di« Rotunde war auch gestern von entfielt Käufern, namentlich aus den Agrarländern, stark besucht. Acaschinen, Geräte, Fahrzeuge, Sensen, Werkzeuge und Gönnst mittel spielten im Umsatz eine wichtige Rolle In vielen Branchen kamen größere Serienabschlüsse zustande. Auch an ganz kleinett Ständen sieht man die Internationalität der Käuferschaft der Frühjahrsmesse. Werkzeug- und Holzbearbeitungsmaschinen hatten auch teilweise recht gute Umsätze. Die schon vormittags dauernd überfüllte Lebensntittel-Ausstellung hatte weiter Lroße Auslandsabsätze. Recht gut geht auch die Möbelbranche. Die Abschlüsse der Fahrzeugbranche steigerten sich weiter. Ebenso gut geht das Geschäft in der Elektrobranche. In der nun sehr gut gehenden Radio-branche hat eine Firma 300 Apparate verkauft. Für Schwerelektroartikel traten.zu den bisherigen Käuferir noch Türken und Franzosen. Die Baumesse hatte regen Zuspruch nun auch von italienischen und bulgarischen Käufern. Die eine zeitlang ziemlich ruhige Mühlenindusirie-Abteilung bezeichnet jetzt die Messetage als aussichtsreich, da insbesondere sehr ernste Reflektanten aus Niederösterreich, dann vom Balkan w schienen sind. Iw MesseMtaft. Insbesondere die Spielwarenindustrie ist imir dem bisher erzielten Resultaten außerordentlich zufrieden. In der Ledergalanteriewarenbrauche find vor allem viele Käufer aus den Sukzessionöstaaten und aus Amerika ausgetreten. Koffer sind sehr stark gefragt. Aeußerst zusriedenstelleud ist der Geschäftsgang in der kunstgewerblichen Abteilung. Für keramische Erzeugnisse legten nordamerikanische Einkäufer großes Interesse an den Tag und erteilten in diesen Gegenständen erhebliche Aufträge. Uhren wurden nach Polen, der Tschecho-- Slowakei, Rumänien und Bulgarien, außerdem nach England, Ä'eghpten und dem Sudan verkauft. In der Papiermesse wird allgemein konstatiert, daß sich eine große Anzahl ernster Reflektanten eingestellt hat, welche auch namhafte Orders erteilen. Deutsche EinNltfs' erteilten Aufträge in feiner Wiener Papierkonfektwn. In drv Hofburg wurden große Quantitäten Luxusschuhe von Einkäufern aus Deutschland und Polen in Auftrag gegeben. Das Interesse, insbesondere bei den deutschen Einkäufern, ist außerordentlich groß. Teppiche, Decken und Vorhänge wurden nach Deutschland und 5)olutnd abgesetzt. Es ist das erste Mal, daß sich in diesen Artikeln auf der Wiener Messe deutsche Aufträge erzielen ließen. Damenkonfektion fand starkes Interesse bei den Vertretern der großen englischen und amerikanischen Warenhäuser, welche auch namhafte Orders erteilten. Wirkwaren, Strümpfe, Handschuhe und gestrickte Sportartikel fanden vor allem nach dem Balkan und nach ö«Ti Türkei Absatz. Für Herrenwäsche wurden einzelne größer Aufträge aus Amerika erteilt. Nadiokonzert in btt Messe. Die ©enbeftation „Radio-HekaPhou" ver» annaltet in ihrem Konzertsalon in der Rotunde heute um halb 5 Uhr nachmittags ein Radiokonzert mit folgendem Programut: 1. Maillart, Ouvertüre zur komischen Oper „Das Glöckchen des Ereiuiten", 2. Svendsen, „Romanze" (Eellosol'o: Herr Horak), 3. Beethoven, „Adelaide" (Gesang: Herr Siwing), 1. d'Albcrt, „Tiefland", Phantasie, o. Portrag, i). Strauß, „Wiener Bonbons", Walzer, 7. Srlviug, „Das internationale Wien, großes Schlager-Potpourrie, 8. Lehar, „Java", aus der Operette „Clo-Clo". Die Musikpiecen toerden vom Onartei' Silving ausgeführt. Seipel gegen „Er und Me". Das gestrige Amtsblatt zur „Wiener Zeitung" cmlwU folgende Kundmachung der Polizeidirektion Wien: Die Polizeidirektton Wien hat mtt Erlaß vom 1. d. au; Antrag der Magiftratsabteilung 7 (Städtisches Jugendamt) die von Hugo B e t t a u e r und Rudolf Olden herausgegebene Wochenschrift „Er und Sie" gemäß § 12 Preßgesetz von j ede r Ve rbrci tung an Personen unter 18 I ahqn, sehön die böseste. Absicht und haltert jeden füo schlechter als I reu ausgssch1os> e n u n d r b r e n V -? r i r t e& du r ch