Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1823 (13.3.1924)
- Date
- 1924-03-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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/ »dTIK8 SvsMt, DoMckkSM Bedenken d-fvr. Panemopa kann feinem der hoi kn Reiche die ihrer Macht entsprechende Stellung gaben, dann dies käme eurer Unterjochung kr übrige» Unions mitgliikdcr gleich. ^Panevropg" wird vielen als Utopie erscheinen. Doch ist hierfür i« erster Linie di« politisch« Laxheit der meisten Menschen vercmtwoptlich zu machen, ki gilt, ihnen dafürchten liche „Entweder -— oder", di« Wahl zwischen Blüte und Vernichtung vor Augen zu führen.. Die Antieuropäer mögen eS dann mit ihrem Gewissen ausmachen, an dem Untergang ihrer Nachkomure« durch ihren aktiven Widerstand oder chve Passivität Anteil zu haben. Nach einer Paus« beantwortete der Vortragende di« eingelangten Anfragen. Er teilt« mit, daß ebenso wie in Deutschlaich, wo er kürzlich auf einer Bortragsreise weilte, auch in kn „Siegepstaaten" die Ide-e des panHuroPäischen Staatenbundes festen Fuß zu fassen beginne. Eine grobe Anzahl Zuhörer stellten den Z i a n i 8 m u ä, bLzichungsweisie die Iudenfra § e zur Debatte. Darüibsr führte Dr. Loudenhove aus: Die in Palästina wohnenden Faden komm«» für die paneuropäische Lösung nicht in Be^ lrochk: auch stehen sie unter englischem Schuh. Die Lage der übrigen Juden wird durch den „Abbau" des nationalen Chauvinismus und der durchzustihrenden wirklich vollständigen Gleichberechtigung erleichtert werden. R. Dldr. Die SaWmmergutbahn wird noch Heuer elektrisch betriebe«. Der diesjährig« Baubericht Aber die Elcktrifizie.ung der Bundesbahnen. In jk* setzten Wochsnversammllmg des Ingenieur- und ArchitektenvereineS, der u. a. Bundespräsident H a i n i s ch, Bundeskanzler Dr. Seipel sowie ein« große Zahl von Vertretern der Industrie beiwohnten, erstattete Sektionschef Ing. Paul Dittes den diesjährigen Voubericht über die Elektri, sizievung der Bahnen. Nach einem Ueberblick über den Stmrd der Elektrisierung in anderen Staaten, besonders m Schweden arid Jrorwegen, Frankreich, Italien, der Schweiz und im Deutschen Reich, gab der Vortragende der Meinung Ausdruck, daß fic Elektrisierung, gewisser Konkurrenzlinion des Auslandes eine» starken Impuls aus die eigenen Elektrisierungsi»estrebungen «rusüben werde. Bei Schilderung des Daufortschrittes auf der Arlbergbahn und auf der Linie Ltoinach.Jrdnrn g--A ttnang.Puchheim verbreitete sich Sektionschef Dittes unter Vorführung vieler Lichtbilder besonders über die bereits fertiggestellten Bautverke und ckektrisch ausgerüsteten Streckenteile mW zeigte die im Betrieb Gehenden elektrischen Lokomotiven verschiedener Bauart. Der .'kektrischb Probebetrieb reicht jetzt bis Landeck und auch darüber hinaus ist die Herstellung der Fahrleitung weit gediehen. Sowohl ne elektrische Ausrüstung des Arlbergtunnels oie auch die Arlbergpaßleitnng zwischen St. Anton und v t. Christoph ist nahezu fertig. Von Unterwerken sind die« enigen in Zirl und Rappen baulich und maschinell voll- -ndet, jenes in Fl irsch im Rohbau fertig. Daß Maschinenbaus «er Kraftanlage deß S p »l l e r f e « w e r k e S ist baulich fertigststellt» eine von drei Turbinen bereits geliefert und der lO Tonnen-Kran der Maschinenhalle zusammen gebaut. Der vausommer 1923 war den Bauarbeiten auch am Spuller.see fiirrftig und bei Aufführung der südlichen Sperrmauer wurde nne Leistung von 13.000 Kubikmeter erzielt. Bei diesem Stand »er Dinge ist z« erwarten, daß der bereits verlautbarte Volliiduugstermm für die Kraftwerksanlage am Spullersee und für sie Aufnahme deLelektrischenvetriebestzonJnnSruckbisBludenz,d. i. anfangs 1928, eingchalten werden omr. Auch wird noch im Sommer des laufenden Wahres der Personenverkehr auf der Sol > ammergutliui« elektrisch »bgewickelt werden. SektionSchef Di t t tf schloß seine mit reich«» Beifall auf- »nonrmenen Ausführungen mit de« Ausdrucke der Erwartung, aß es möglich sein werde, dem Vlektrisizierungsbau die im lnvestitionsgesetze deS JahreS 1SS0 unffchriobene Ausdehnung u geben. sin Kind auf der Polizei seohrseigt? Cm Dienstag der vorigen Woche war in einer WäFinger Schule eine Lehrerin bestohlen und ein Schuluädcheir unter dem Verdachte dos Diebstahls auf die Poizei gebracht worben. Die Mutter wollte sich aus der Löhnung im xwei-ten Stockwerk stürzen, wurde aber rechte cirig an ihrem Vorhaben verhindert. Wir erhalten von dem Vater des Mädchens, einem Postbeamten, folgende Mitteilungen: Die in die fünfte ult'Caffc gehende Tochter ist wegen ihres kranken Dustes vom Turnen enthoben und erhielt für diese Stunde ir<ait der Lehrerin den Schlüssel zum Klassenzimmer. Als das Mädchen aufsperren wollte, fmrd es die Tür nicht geschlossen, ohne dies weiter zu beachten. Als es daun hörte, daß der Lehrerin aus dem Mantel das Täschchen mit zwei Millionen Kronen gestohlen worden sei, ging es sofort zur Lehrerin und erklärte ihr, daß sie es nicht genommen habe. Dia Kinder wurden sofort durchsucht. Nachmittags holte ein Kriminalbeamter das Mädchen ab. Die Kleine erzählt nun, daß sie auf dem Polizeikommissariat Währing eine Ohrfeige bekommen habe und aufgefordert wurde, zu gestehen, daß sie das Geld ihrer Mutter gegeben habe. Das Kind sei so erschrocken und singe" schüchterl gewesen, daß es das zugab. Auf Befragen einer Nachbarin sagte das Mädchen, es habe dies aus Angst zugegeben. Das Kind wurde über Nacht auf dem Polizeikvmmiffari-at behalten. Man gab ibm dort aus einem Becher zu trinken, den vorher angeblich ein m Lungentuberkulose erkrankter Mann benützt hatte. Freitag konnte das Kind die Schule wieder besuchen. Der Hausarzt kr Familie gibt an, daß daS Kind infolge des Vorfalles eine seelische Erkrankung z-u befürchM Habe. MtMWM MS Sem Bubivilm. 53 billigste Preise Naghi Fathalioff S W 1. Muckerstra^se z 5o33 i MI MV"«1 1 ' iTir*1"11”"— DAMENWESTEN Strickwaren. Wirkwaren u. Sportartikel in grosser Auswahl Msikw ö5©ck©wga*sQ G ■ Ml«SiHk Telephon <880» 602 ö? Grösst Auswahl tm Wirk waren-Spezialhaus , ZUM LÖWEN', /X Porzellangasse 52, Tel. 5088’1L . täglich int 2v t||[$[j Tansllnsütesia Hermann Braun X V.Rslndorfgasse 421 Tel. 17-3-18 GEKA Te». 17-3-18 IX. Nutsdorlarstrass« 19, XIII. Kän«ts>assa 194 liefert gegen TEILZAHLUNGEN SCHUHE Kl EIDER WASCHE STOFFE I MÖBEL LEINWAND KÜCHENGERÄTE SEIDE UHREN TEPPICHE UNOLEUM VORHANOE Abonnieret krmdöie SKugo Siettauers Wochenschrift '/tiichrig K 22.000, '/»jährig K 40.000 Administration: IX. CanifiuSgafse 8 Stadtburean: l. 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Es sind sehr viele Messcbesuchcr zu dem Zweck!» aus dem Auslände nach Wien gekommen, um Vertretnngen der vielen neu entstandenen Industrien, der technischen und Patentartikel, für Nachfolgestaaten und Osten zu erlangen. Samstag den 16. b. wird der Einlaß in die Messehäuser um 12 Uhr mittags gesperrt. Um 3 Uhr müssen säniiliche Messehäuser von den Besuchern geräumt sein, da mit dieser Elande die Abränmnng der Messestäiide beginnt. Die Esprcfso-K.afseeumschinen. In der Wiener Messe haben die „Espresso Kaffeeapparnt e", die in Italien allgemein verbreitet sind, großes Interesse erweckt. Wie wir erfahren. beabsichtigt eine Gesellschaft in Wien ans bsieullichen Plätzen fliegende KLsfeeschenken zu errichten, in denen zu jeder Tagesu n d N a ch t z e i t der beliebte „Espresso" verabreiäll werden soll. Eine diesbezügliche Anmeldung bei der Gewerbehörde soll bereits erfolgt sein. Nie Untersuchang gegen den Bankier Leinkanf. Darlehenszinsen von 300 Prozent pro Jahr. lieber die Geschäfte des Bankiers Richard Leinkauf wird van der Polizeikorrespondenz mitgeteilt: LeinkWf hat von einem Ansikinstrumenlenhändler einen Betrag eingellagt, der einer ZinSforderung von800 Prozent pro Jahr entspricht. In einem zweiten Falle liegt der Verdacht vor, daß Leinkauf, in der Absicht, sich einen finanziellen Vorteil zu sichern, einem abgebauten Beamten in Kenntnis der Ueberschuldung des Betrügers Ruß zur Hingabe eines Darlehenvon 70 Millionen an Ruß bewogen hat. Leinkanf ist einer jener Bankiers, welche unter der Flagge des Bankgeschäfteausschließlich Darlehensgeschäfte betreiben. Seine Kommittenten wirbt er durch zahlreiche Annoncen an, indem er ausdrücklich auf die Protokollierung seiner Firma hinweist, welche jedoch erst vor einigen Monaten erfolgte. Leinkauf, gegen den bereits wegen Wuchers ein gerichtliches Verfahren anhängig ist, verblieb während der polizeilichen Amtshandlung in Verwahrungshaft, nach Wegfall der Haftgründe wurde er auf freien Fuß gesetzt. Die Anzeige wurde wegen Verdachtes de- Betruges an die Staatsanwaltschaft erstattet. Jas Doktorat der Handelswiffenschaftra. Die Handelshochschule in Triest befreit ausländisch« Hörer vo« den Gebühren. An der königlichen Hochschule für Wirtschaft-- «ttb HandelSwissenfchaften in Triest, die vier Jahrgänge umfaßt, werden alle einschlägigen Gegenstände gelehrt, durch deren erfolgreiche Absolvierung der Doktorgrad erreicht wird. AlS ordentliche Hörer können auch alle Ausländer eingeschrieben werden, die den Nachweis über Mittelschulstudien in einem Staate erbringen können, in dem sie zur Zulassung an Hochschulen genügen. Ausländische Hörer sind vo» der Zahlung aller Gebühren und Nebengebühren gänzlich befreit. Die von der Hochschule für Welthandel in W i e n und von der Handelshochschule in Zagreb und in Budapest Diplomierten werde» unmittelbar in den dritten Jahrgang der Handelshochschule in Triest eingeschrieben. Für das laufende Studienjahr ist die Frist zur Einschreibung der ausländische» Hörer bis 31. M ä r z 19 2 4 erstreckt worden. Einschreibnngsgesuche (aus 3 Lire-Stempelpapier) sind an den Rektor der königlichen Handelshochschule (Regio instituto superiore di eommercio) in Triest zu richten und mit folgende» Nachweisen zu belegen: Geburtsschein und StudiennachweiS i» italienischer Urbersetzung: zwei Lichtbilder und 10 Lire für die Erkennungskarte und dar Meldungsbuch. CrfindunflsHomlfee toPerete tferStanlsloner Heute den 13. März findet um 8 Uhr abends im Souterrain lokale des Cafe Residenz, I. Franz Josefs-Kai, eine Versammlung Mck Oröndung eines Mts der Slanislaaer statt Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten Der Vater behauptet, daß seine Tochter sehr brav sei und, wenn sie stehlen wollte, zühause genug Gelegenheit hätte, da Geld öfters in einer offenen Lade liege. Der Schüler der fünften Knabenschulklasse Manuel gibt an, daß er an dem betreffenden Tage um halb 11 Uhr »ormittags — also um die kritische Zeit eilte Frau, die Stiege hinuntergeheir sah, die ihm verdächtig vorkam. Die ganze miisteriöse Angelegenheit bedarf dringend einer Aufklärung. Wir hoffen, daß die A n g a b e des Mädchens über die Ohrfeige n i ch t w a h r ist. Jedenfalls ist eines festzustellen: Selbst wenn die Kleine gestohlen hätte, war sie nicht über N.aHt auf dem: KoWm.issariaL behalten! Uaverllnderter Brotpreks. Nach der gestrigen Errechnung der Gestehungskosten bleibe« in der nächsten Woche die Maximalpreise für Brot und Kleingebäck unverändert. _ Sie Lebeurmlttelmfirkte. I« der Großmarkthalle langten gestern wieder 18 Waggon- Fleisch ein, außerdem find noch große Menge» unverkaufter Vorräte zur Verfügung. Trotzdem blieben die Preise in der Großmarkthalle für alle Fleischgattungen unverändert. Auch auf den Grünwarenmärkten ist keine Ermäßigung der Preise ringetreten. Die Beschickung mit Gärtnergemüse fiel üifolge der schlechten Witterung sehr gering aus. Wien, 18. März. * Zionistisches Lokalkomitee. Das Zionistische Lokalkomitee teilt mit: Die Sitzung der Schekelkommission des Zionistischen Lokaltomitecs findet heute, 7 Uhr abends, 2. Bez., Tavorstvaße 20a, statt. * Bom Wiener Palästina-Amt. Das Wiener Palästmw- Amt teilt mit: Heute Donnerstag, 5 Uhr nachmittags, findet im Palästina-Amt, 1. Bez., Bauernmarkt 24, di« Qualifikation, der zur Auswa-nderung nach Palästina vorgemerkten Personen statt. Die bereits recfistrierten Reisewerber wollen unter Mit-, nahm« von Arbeitszeugnissen und sonstigen Dokumenten M Klassifikation erscheinen. * Wiener Touristen verunglückt. Wie aus Hallstedt' aemiewet wird, sind am 10. d. im Dach st eingebiet zweif Wiener Touristen namens Norbert David und Egon Schrame! tödlich veruniglückt. i