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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-13 · Heft 1823 (13.3.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1823 (13.3.1924)
Date
1924-03-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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tMk | .xtowwiwaB teHetin Der Marsch nach Serw. Der Hitter-Prozetz. sNgendienst -er „Wiener Morgenzeltmrg*F VWych«, S2. MZnz. Der gewesene GenevcckstaaLAtomMissär K a h t fyat einten Lösen Txvg hinter sich. Er hat!» e£ sich jo omfach Vovgestellt, auS seinem vorbereitete« Manuskript eine gart überlegte Rebe -u Perleisert, in der er all« HMen Momente über seine eigenen Hochverrat> tyf&ne übergehen und nur über seine im Bierkeller gestatte Komödie berichten konnte. Er tat dies mit dom Lntevtarr des brave» Kindes, das da glauben machen will, eS habe mir geMwgen mütgsspielt. Die Fragestellung der Gegenpartei riß diese Ausreden und dieses Geflunker erbarmungslos Meder und -sigte Kahr als einen doppel- Küngikge», daLsi aber höchst unvorsichtigem Menschen, der sich seinen Kompagnons trotz allen Mißtrauens voll Ln die .Hand gegeben hatte. Er stand als eim beschrankter Man« da, der nicht «nstande ist, die Tragweite seiner Aeuho- «mgen zu erkenne» mtd dem in der Stunde der Entscheödurvg nichts übrig Meb, als die rascheste Flucht und das Verkriechen hinter den Bajonetten. Den Angriff auf das Reich, den Marsch nach Berlin, hat er selbst bereits Ende HepttmiLer erwogen und besprochen und mit Ludem-orff mck Hitler vereinbart. Als er abe-r unter dam Zwange Lossows die Gefahren des Planes erkannte, fiel er um. Aber ohne seine Mitverschwovenen zu verständigen. Am 8. Novttnber entschloß sich dann Hitler lochnMagen und jetzt ließ ihn Kahr im Stich. Hitler wnd Ludendorff ginge« chm ahnungslos als betrogene BetvLger in die Falle. DaS gestrige Verhör KahvS hat gezeigt, daß die Proze ßfüh rn« g ganz in Len Händen der Angeklagten siegt. ES sah so aus, als ob nicht em Prozeß gegen HiLer rrnd Ludendvvss, sondern ein stllcher gegen Kahr stattfinde. Der Vorsitzende N e i L h a r t, des^n AÜychörrAett zur nationalsozialistischen Partei bekannt ist, ließ mit offenem Behagen diese (Zskarnotaye von statten gehe« mrd beschaanLte sich nur daraus, Kahr von der Beantwortung a%t peimkicher Frage«, die vielleicht dem Hitler geschadet hätten, befreien. Kahr hat übrigens noch einige böse Tage vor sich. Gegen ihn und Lossow schwebt ein ErmittlvngSverfahren, das ihre Teilnahme an der Verschwörung noch weirter auß. Karen soll. Man wird ja seihen, ob die Taktik, immer wieder die OeffenLichkeit ausAuschliehen, guch in disfe-m Falle gehandhabt werden wird. Bor Ämgen Tagen wurde der nach Mrnchs« «rksandte Zeichner des Budapester demosvatisch-op ositionelle« Abendblattes ^Mtr Kurüsr" Ladislaus Fodvr von dem Vorsitzenden aus dem VechandlunHssaale anSgewrr^ fe«. Wie das Vaft mmmchr aus Berlin, erfährt, wurde ta «eglMsche Zeichner auf Grund einer Denun^atwu des «exander Holttfi [*■*** MGgMHesvNi. Houvst tzm vemmtMty vor mnge« de« Oüwrabbrner von Sizegedin Emanuel Low als angeWchs» Hochvervätor denunziert. Er brachte mm der baymschsn Regierung zur tzKenu-knis, daß Ladislaus Fodor De die BeÄrmr „dtational-Zeitung" und firr liberale mtgwsche Blatter zckchne. Me ,Mti Kurier" werter mrtteM, ist Hollest, der eigorMch Holländer Hecht und orn getaufter Hübe ist, bald «ach der Affäre mit dem Obervcrbbiner L8w auS Ungarn «ach München geflohen, wo er sich Hitler a»z«hiedern verstand. Auf Grund stLner Beziehungen M HWer wwvde Hollost sodann Pressechef ckner indnstrrellorr dötttsch-vSMsch polttychen Gruppe in Mkmhen. Heute kam bvr dMe Hauptzouye, Vbevst d. Ge^ff e r Vovnch-mu-ng. Er ist Komandaut Ler bayrischen Landes- PoVysi und HiÄee hatte ihm am 8. November die Stelle e«es PokizemmimskerS angetvage«. Seme Vernehmung brachte bisher vöW «nbekaiMte Details über Derhawdlangen mit Seeckt Wtage. Im übrigen sagte Ssisser gv- «ä* das gleiche avS wie Loflow rmtd Kohr. . Oberst von Seiff«, bet etfcfgf: vernommen wird, betont vit seiner Aussage, daß seit Errichtung de8 Generafftaatslkommissariats ihm «e wichtige Aufgabe der AufrechterhalUmg der Verbindung «tt de« vaterländische« verbände« ovkytz. deren Sammlung xn nationaler Arbeit Kahr al? eine stiiner wichtigste» Aufga!oen betrachtete. Er habe mit großer Sorge Verfolg, datz allmählich der Kampfonnb ein« mchr «nd mehr zumindest gleichgültig^ wenn nicht feindselige Nichttmg gegenüber Bayern eingeschlaaen Hab«. Bayern war mrr »och Äe Plattform für die Ziele des Kempfbundes. Zeuge habe immer wieder die Führer dahin aufgeklärt, daß die LandestzqLPü chre Pflicht erfüllen müsse, und Hobe sie gewarnt, ewe Unüberlegtheit zn begehen. W? der oMen Bchprechung mit Hitler habe dieser Mre Gegensätzlichkeit Mit Kahr bMndet. Zen-ge erwähnt hier di« SMpechMtgm mr Generafftaatskomiwssariat, wobei Kahr Wgte, [et möglich, daß ein Staatskommissar in besonderer Herwenpung für Sach>en and Thüringen ausgestellt >Werpe, rmd man habe auch schon iibersegt, ob mau nicht in Morobayern einen besonderen SbvatMrmmissa-r ausstellen fvlle. Er bewyte aber, daß er l'Mt nicht befugt sei, einen ^W^rt.MaatskMmissär auMstellen. Bon einem Marsch «ach Berlin'war in dieser BeFprechung rmt keinem Wort? M RKe^ Bei der Zufammenkunst hatten sowohl Minoux ÄS aüch Löfsow erisucht, Luden-dorff in mäßigendem Sinn« ioi beeinflussen. Ludendorf.f habe damals gsautzert, '«e werbe nichts vnwrnchmen chne vachsrige Verständigung. Ende Oktober habe sich Dr. Weber um eine Eintgu-ug zwischen Kahr und Hitler bemüht, was aber ohne Erfolg blirb. Hittdr habe fswe rzevt chsrVre voqge- Öen. Zeuge wendete aber sofort «dr» daß er i» Nords« , ich «nberannt sei und daß Ludendorsf aus außenpolitischen Gründen volllommen »»« möglich sei. Gr h<Se allmahKch den Eindruck gchvoau«» aS old Hitler eine suggestive Einwirkung auf ihn auSttben wolle. Lluch Hitler habe oamals das Versprechen gegeben, nichts zu unternehmen. Zeuge betont, er habe sich niemals mit der Roll« der Verteilung einverstanden erklärt, alles, was Hitter «nd Dr. Weber hierüber auSgesagt hatten, sei , , erfunden mtd unwahr. - Seine Nnterrvdutvg mit General Seeckt in Berlin fö ans Beranlasiung des GenevalstoatsrommissärS und mit Wisse« des Ministerpräsideinte« erfolgt. Der .Hatchtzweck war, zu vechuten, daß es zwischen der in Sachsen »nüb Thüri«' gen einmarschierenden Reichswehr und dem polizeilichen Grenzschutz zu Zusammenstößen komme. Er habe Seeckt uritgeteilt, daß an einen Marsch nach Berlin oder eine Bedrohung deS Nordens nicht zu denken sei, und er habe erklärt, daß di« Gerüchte über separatistische Absichten KahrS absolut haltlos seien. Der Gedanke^ Hitler, Ludenderff und DrEo-r Weber ga unterrichten, sei chm niemals in den Srn» gekommen. Zn jener Zeit fei ein Flugsblatt trat bet faffche» Unterschrift Jo. Lossow" bereits gedruckt gswesen. In der Besprechung am 6. November habe- Losiow betont, daß er mit der Reichswchr sich nie werde in einen Kapp-^l«tsch hmainzichen lassen. Er (Zeuge) habe gesagt, daß, wenn es zu einer Explosion käme, die Äandespolizei ihre Pflicht tun müsse, auch wenn sie die Waffen gegen Freunde richten müßte. Im Vertrauen auf die Zusicherungen Hitler-, Dr. Webers und Ludendorffs, nichts zu uuternehme«, sti « in jene hinterlistige Falle . gegangen. Seisser bezeichnet akS die allein Schuldige« dle- Migen, die den sinnlose« Ueberfall ausgeführt hätten. Er habe sich aufs heftigste aachgelehnt gegen die Rolle, die ihm zugedacht war. Zeuge kommt dann ans die Vorfälle im Börgerbräukelter zu sprechen, die er im allgemeinen wie Kahr und Lossow schildert. Er habe sich bei diesen Vorgänge« gesagt: Frei werden kannst du nur. wenn du daS Spiel rnitmachst, so widerwärtig es auch an sich ist. Er sei dann in das Generatstaatskormnissariat gegangen. Die Behauptung, daß De. W,eber hier vorgedracht Hahr, ein Zweifel an de«r von Lossow gegebenen Wort sei ausgeschlossen und alles sei in bester Ordnung, sei von Ab iS Z ««wahr. Nicht 8, nicht t4, sondern billige Tage bei „Adeslstrumpk" I. Trattnerhof Nr. 2 Beim Verlassen des Ven-eraVstaLtSkymu^ffaviats sei er ans einige Kompagnien de-r Jtvanterieschule gestoßen, die auf Befchl Ludendorffs die LaUoesbolizeiiwache äbynlvsen hatten. Zeuge habe dem Führer den sosorkige« Befchl gegebov. widrigenfalls geschossen würbe. maqchwre^ ä konbMt dann auf den VoMurf M frechen, daß tMen- und Heiler nicht rechttzeitig verständig worden feien, uud t, hätte Ludendorff im BürgevbrLukeller fein Bedauern über den llebersall und den Mißbrauch (fernes Wortes zum Ausdruck gebracht, dann wäre die Maltchkest gewesen, Ludendorff rechtzeitig zn verständigen. Außerdem wollte man im der Nacht einen Kampf mttec allen llnrständen vermeiden, denn die Truppenstmcke war auf beiden Ssitm fast die gleiche. Rbchtsautzvalt Dr. Holl echM Einspruch dagegen, baß die Aussagen de- Zeugen eine« ganzen Tag «^widersprochen i«S Land gehen. Gr beantrage deshalb «irre Unterbrechung der Sitzung. Weitere Wortmelidungsn der Verteidigung schneidet schließlich der Borsitzsnd« mit Feststellung ab, daß eine Pause von zwanzig MinAben «Srrtritt. Nach Wiederaufnahme dar Sitzmm gibt Angeklagter Doktor Weber mehrere Erklärungen cw, wonach er seine Aussagen vollauf mtsrechterhalte. Auch der Angeklagte Hitler weist dir m beWg auff seine Person «gemachten Behauptungen des Zeugen Seässer Mrck. Auch dar AngeKagte Zoeh««r bezoichnet bi« Behauptungen des Zeugen in veF«g auf seine Person als E n t stell««gen. kAe gleiche Ecklarnng gibt Ludendorsf ab. Die Verteidigung wendet sich entschieden gegen den AlAschlnß der Oeffentlichkeit. Nach kurzer Beratung veMudet der Vorsitzende, daß für die Daater der woiteren Vernlchmuu.q des Zeugen Seisser wegen Gefährdung der Staatssicherheit dis OHentlichbeit ausgLschlossen werde. Nach DrÄchrng einiger Schreiben dttrch beri Porfitzenden wird die Vernehmung Kahrs fortgesetzt. Dr. Holl stellt fest Aufieß habe am 2. Oktober fl» Aufträge Kahrs aus geführt, Reichsävbeitsminister Braun sei heute tut Gmrerallstaatskonvmissariat a-cweistn. Es sei ihm erklärt worden, feine Anwetienhest sei nicht weiter er,rünscht. Auch die ErzibmcM-Mörder komrten ruhig ihrem Bems trachgehen. Kahr bestreitet, eilten Auftrag gegeben ga hch^u. „ Es folgt sodann eine Reihe von Fragen der PerteitziMttg darüber, wie stch Kahr den Druck auf den Reichspräsidenten hinsichtlich oes Di rektoriu m s gedacht habe und Wie die Sache geplant gewesen sei. wöM Cb er t aus solche Pläne überhaupt nicht aingehen würde. Kahr stellt fest, daß m<jn gehofft habe, es wevde gelingen, das DireLtorinnl auf legalem Wege über den Arti-kei 48 der ReichSvcr-assuug za er reichen. ^sos«. .«Aorit^der, Amge, es. jtzr^rWig, daß «hm ,..."7.' «.MK, KM «L. raq Von General d. Seeckt «rMtäryihe «ngebotra worden sei. Er haibe ober daMr gSdankt, voll « drchr HllÄ nicht benötigt habe. Van der Verteidigung werde» noch wottvve Fvagen «mß geworfen, bie vom Vorsitzenden teikweffe nicht zirgelafsm werden. Auch Hitler stellt einige Fragen» darunter, m8 welchen Peosönlichikeiten a«S dem Norden Kähr über das Divettvrimn verhandelt habe. Kahr erwidert, er habe raij Mi«o«^ ferner mit Tirpitz «nd «ttt Gchrer darÄb« ^ach verschiedenen weitere» Anfragen der ewt#$t«jt Bov teidiyer erklärt Kahr, de« Kapitän Ehrhardt im Süptenche, flüchtig asjprochen zu haben. Nachdem dar Staatsanüoalt ht> an-tragt hatte, den Rechtsanwalt Nnßbaum in der morgn gen Sitzung als Zeugen über -re GeiseLvechastungen zu fce* nchme«. wurde die Sttz»»g auf morgen vormittags vertagt. Der Fememord in PmMm. Beginn der BerharMmg i« LokpJig. Berkdt, 1L Mky. (Lek. de« ^vr. MovgenMuwg^ Heute bvMM vor dem StaaiS^richtShvs in Leipzig bis Hauptdecha-Mung in der Pnrchimer Mord ja che AngÄagt find die fimf chemaKge» Roßtzache« M siebe« mEnduryitsche Gutsbesitzer, die de« «öfteren Id der Tat Beistand geleistet haben. GeVarmÜich wurde einem Walke bei Parchimr der Lehrer Kadow ermordet., well « vo« de« Roßbacher« der Spitzerer verdächöiyt wv-v. dev war. Der Pvogeß dächte GamStag z« Ende gehen. I« der hsuttge« Bevhandlrmg wurde lediglich Bervchmung der Angeklagten durc^eführt. Der erste Angs klagte, der Lmdwirtschaftttche Arbeiter R-udoiff Hötz. sagt, <ms, daß aan Mordtage die AwseKagten zusammen mS Kadow in einer GasÄvivtschaft getvun^w hätten. Die An. gMrtzten hätten beschlösset^ Äadow §» veMprügeln» weif er sich emev Urttechchlogumg schuldig gemacht habe. SÜ Mervcheten Kadow $u einem Ausflug; Mtterwegs wurdi Rast gemacht, worauf chn die AngeKaglen mit G u m m i. knättel«, Spaztzerstöcke« «nd zwei Zentimetsr starken avSgeriffenen Baumstämme« verprügelten Gv stöhnte sehr stark. Die Angeklagten hätten darauf ba Wossen, Kadow den G nadenschuß zu geben. Er sei in eine nahe Wakdschommg getragen wvvden. Der ZlngeÄagts Höß behaupte^ den veaHSnyniSvolle« Schaß hÄbe der Da, gekkrgte Kausimmm Bernhard Iurisch abgegeben, dov dil Anzeige vom MvÄ> erstattet hatte, währerÄ» andere Ango- Qagte behaupten, daß Höß de« Schuß abgegeben habe. Hoß gibt zur Bekräftigung seiner Ardssage cm, Kvldow sei ein kommunistischer Spitzel gewesen, denn man habe Veto Trunkenen aus der Tasche mehrere Paipteve gezogen, bfe einen komrmMistrschen Bericht darstellten. Um dir Spms der Tat z» verwischen, habe man die Papiere verHramnL Nach der Tat LOe« sich die Töter ruhig schlafen. Erst am anderen Morgen schaufelten sie ei« Grab im Walde, das sie mit HokdeLrant bedeckte»!. Hieraus wurde der Ang-sKagte, Kanfnrann Bernhard Jnrisch, «invernommen, der dir MachauhÄge erstattet hatte. Am Tage der Tat war er crai einer Trinkerheilanstalt entwichen. Iurisch schilderte dm» daS Zusammentreffen im Wi rtshaus «Pa», chim. Ass der Fahrt »ach Nvchof hohe der Mi-tangettagtr Zadek emen Rttwsher gezogen, Pfeiffer habe auf Kadow angeschlagen und auch die anderen Angeklagten folgten diesem. Beispiele. KadM sei kblwlsi-h-rstr ö mt. am Boden gekgen, woraus Höß mit einem T a s ch e nmvsfer ans Kadow eingestochen habe. Der Vorsitzende bemeckte hiezu, das Bovgckhim der Angeklagten wäre von ein« solchen Roheit gewesen, daß d» Gurgel gänzlich durchgsschnWen und die Luftröhre auf die Seite ge sch oben war. Hiermpf trat eine Unterbrechung der Vorhaudlutm «in. Srntscher «eichstag. BE«, 12. März. (Tel. fc. ^Wiener Der Reichstag beriet harte nur kleinere Vorlagen, ltntei1 amdevean wurde ettr ZeNtrumsantrag (tmrf Wort er»: bezahlung der sozialen Fürsorgelerstn^ ge« im besetzte» Gebiete angenomrne«. ReichHnMrMiltrilstLr Dr. Luther begrüßte den Amtrag, bedauerte aber mrter allyomeiner Zustimmung >dcs Hauses, Aaß die BescchuingSlbehörden die Durchfülhvtmg der Giouer- «otdnordmrng im b^etzten Gebiete «och immer nicht ge^ nehmigt hätten, zumal das Reich mit de« Gvmmhmen aus dem besetzten Gäbiehe rechnen müsse. Dex Reichstag «Marte sich dcvmr weAsrS mN der Ausprägung von Gilbermüngen im Werte vrm> 1, 3 Mid 3 Mark einverstanden, ebenso mit dem Reichspostsinanzgesetz, daS owe Ware Trennung Mischen den Finanzen der Reichspost rwd denen des Reiches Vorsicht. ZwN Schlüsse wurde cfot Amtrag der DouffchiMimmlen cchgölchnt, AusinMnen -M den ReschstagKivahlen rn mrch die Wahl des Rezch spräs idente n vor- Mobmen, Nachdem der Notesitt ohrve Debatte in drdttc'r Lesung gmohmPt Wochen war. wuche die Schknßabstl-mmttng ans Dowm-Dg vertagt' Sine »ene Sxhloflov in Lndwigshsien. Lndwjgffhafs«, 18. März. Im Oppauer Werk snL>, inte gemeldet wich, heute eine GasGainntelleitung und ein dabei befindlicher Kühler explodiert. Ms Ursache wird üdcchastige Abstellung angessyen, woditrch sich Gasgemische entwickelien, die zur Entzsichnug kamen- Ferner ist heute in dem gleichen Wer? sin Brounkohlmhunker in Brand geraten. Wegen der Einstellung der RvtstandSarbeiten kann der Brand n i ch t g ellös.ch t -werden. Menschenleben sind nicht zu bellagen.

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