Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1822 (12.3.1924)
- Date
- 1924-03-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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©efle S Men, Mlttvoch Wiener MorgenieiLnnn. 12. .MLrtz 1924 Nr. 1822 SMWMMl» \tm Polllk Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitzergatse 4 Kreditum Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-1.85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 Telegrammadresse: Frapobvnk Boliswirt. Kleinrentner und Kleinattionär. Von ^Zr. Heinrich Schreiber. Der politischc kimstur; hat unleugbar auch t>en irlvt- | schajilichen Umsturz nach sich gezogen, und da es schon im j Wesen und Begriff des Umsturzes gelegen ist. daß er in feinem s Gefährdung?- und Wirkungsbereich alles auf den Kopf stellt,! hat es sich prompt ergeben, das; airch im Verhältnis zwischen j Rentner und Aktionär alles vertau'r'st ist. Idente und Rentner sind in der Geldzerstöinng zerrieben und anfgerieben worden, w daß Kapital und Zins fast völlig zerbröselt unb ihre Eigner verbettelt sind. Dagegen sind Aktie und Aktionär, wenn auch nicht gerade emporgeckrnnmen, so doch hübsch und heil davongekommen, weil sie der Schwimmgürtel der Katastrophenhauffr vor der Katastrophe bewahrt und davor gerettet hat. daß sie in die Untiefe der Inflation geraten. Die sichere Rente und Obligation hat sich als unsicherer Rutschboden erwiesen, der jeden Halt verlor, und d:c jchwan.kende. ungewisse Aktie war kräftig genug, um dem stürmischen Element schmieg' sam zu trotzen und Oberwasser zu behalten. So kommt es, daß der Kleinrentner;u einem nrodern expressionistischen Bild des Jammers erstarrt ist. das Mitleid sordert und Mitleid weckt. Die Kleinrentner sind die Kriegsinvaliden irnd Kriegsgeschädigten des finanziellen Schlacht- und Trümmerfeldes, imd wenn sie sich zusanunengeichloffen haben, um, wie jene des strategischen Mißgeschicks, vom Staate Hilfe und Beistand zu begehren, dann mutet cs an, als ob es auch hier gälte, brennende Wunden zu lindern und schmerzliche Verstümmelungen zu mildern. Iui Zusammenbruch, der dem unheilvollen Kriege folgte, ha; Treu und Glauben des Krouengläubigers einen furchtbaren Stoß erlitten, den auifhusangen und abzuwehren bisher der Liebe Mühe nicht gelang, solange das Traktätloin der absoluten Kronen- Pariiät nachgebetet wird. Den Kleinrentner aus deur Sumpfe zu ziehen, wird an die Schaffung eines Ausgleichsfonds gedacht, den die Kriegsverdiener speisen sollen und aus dem statt Recht Gnade fließen mid Barmherzigkeit geschöpft werden mag. Da ist der Aktionär, und sei es auch nur der Kleinattionär, doch ein anderer Patron. Als kleiner Mann ist er Zwar nicht groß und reich, aber auch nicht arm geworden. Ihn hat die gütige Fee der Valorisierung sachte bei der Hand genommen und sorgsam geleitet, ihn im schlimmsten Umsturz vor dem Absturz behütet. Der Zuwachs von jungen Aktien hat auch den Kleinbesitz gemehrt, und wenn die großen Mionäre den Kleinaktionär ausschatten und vom Bezugsrecht ausschlietzen wollten, haben sie gelärmt und sich zur Wehre gesetzt, gedeckt durch einen Schild, an dem alle Pst'le abprallen muffen, weil er im Feuer des unbezwi «glichen Schutzes der Minorität gehämmert nnd gestählt ist. Schon ist die Reaktion nicht auögeblieben, schon haben die Majoritäten nach ihrer Sicherung Ausschau gehalten und sie auch entdeckt, gewiß nicht, um den einzelnen .Mrnaktionar an die Wand zu drucken, aber doch, um die Masse solcher Partner und Gegner sich vom Leibe und in Schach $t halten. Aber gerade diese Bewegung und Tendenz beweist, daß der Kleinaktionär nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, daß er eine nicht zu übersehende Komponente im Kräfteparallelogramm der Aktiengesellschaft verkörpert, die zu stärken und zu befestigen die Gesetzgebung eher beflissen als abgeneigt ist. Kurz der Klsinaktionär ist ein Faktor, der sich vom Kleinrentner in der jetzigen traurigen Gestalt und Verfassung ungemein vorteilhaft abhebt. Diese Erfahrungen finfc es denn auch, welche die kleinen Sparer zur Aktie ziehen, chr Anlagebedürsnis dem Anlagepapier entfremden und dem Spiel- und Spekulationspapier oerbuhlen. Gewiß nicht ganz zu unrecht; denn die Attic ist und bleibt das Standardpapier für Finanzkapital und Unternehmertum jetzt und für die Zukunft, was wohl ein unerschütterter Waubenssatz der Volkswirtschaft bedeutet. Mit der Rente und vor allem dem fix verzinslichen Berpflichtungs- 'cheiu, der als Obligation unfo kaufinännissche Schuldoevjchreiknmg im industriellen Leben vormals eine beachtenswert« Beliebtheit errungen hatte, sieht es vorläufig nicht so zuversichtlich und aussichtsreich aus. Die Beobachtung hat sich verdichtet, als ob der Krieg gerade für die Mtte und fast für iie allein sich zum wahren Stahlbad erprobt hätte, während;r -für die Rente und den Rentner sich als verheerende, erkältende Douche erwies, an deren Folgen die kleinen Leute ^ch-wer und fröstelnd zu tragen haben. Ist es da erstaunlich, vaß auch das Spavkapital bei aller Vorsicht aus Bedächtigkeit sonach lechzt, in das Bassin der Aktie zu Zeigen und dort mit ven geübten Schwimmern nm die Wette zu plätschern? Die Saijsou beginnt, nachdem der Ausstand im Finanzgeschäft zur Neige gegangen ist. Schwankende Haltung der Franken. Die ungarische Krone sinkt weiter. Auf den internationalen Valutemnärbten ist der aanzösische Franken größeren Schwankungen aufgesetzt. £rr FrankenfpMrLaiion ist boldommm unschlüssig, wie sie sich zur weiteren Gestaltung des Franken verhalten soll. Es verlautet, daß die französische Regierung sich mit Nt o r g a n wegen Entrierillig einer größeren Anleihe in Verbindung gesetzt habe nnd Morgan trotz der offiziellen De-neinis iit Kürze persönlich krach Paris kommen werde, um die Anleihe zmn Abschluß zu bringen. Die gestrige Devise Paris notierte in Zürich 21.50 gegen *21 am Vortage. Auffallend ist auai die weitere Senkung der Devise V u d a p c st. Sie hat gestern in Zürich sleben P u ulte e'mgebüßt. Der ungarischen Regierung helfen alte ins Ausland gemeldeten Veschwichtignngsversitche über günstige Abschlüsse der Znckerindnstriellen und der Getrcidevcrkänfer nichts. Auch die Devise Mailand beginnt einpsiiMch zu sinken- Sic wird durch den Sturz des Franken ungünstig beeinflußt. Zn Wien wurden gestern gehandelt: Kabel Paris: Prompt *27.70 bis 27.90, pro April 31.50, pro' Mai 80.—, pro Zn in 35.50, pro Juli 37.0. Kolossales Geschäft. Devise Paris in Zürich: Anfang 21.10, Schluß 21.—. Frankerwerzinsnng differiert in den einzelnen Skadenzen zwischen 50 Prozent nnd 90 Prozent pro anno. Effetren-Prämiensätzc pro Ende Mai: Debecrs 1690. dont 100, Randmines 395, dont 20, Goldfields 115, dont 20. Jevisen- und Daluirnlurse. f in i'cnt bev Ccfrsrretcfiifcficn Rationalüank.l Vista 11. März 10.! März Geld Ware Oeld Ware ^instbrUsm i. 1 hol!. «julJen 261’L- R2'-._ 26270._ •-.fe-ram 1 iu-r. Kronen . . . RTfi. _ R74.~ 877.- ReJrrrd 1 Dinar . 871. - 87t.- 877.- 881. - Rerl’n* 1 deutsche Reichsmark 1M10 15.97!5.3> ,5.9- Rriisse* I heldische Francs . 23t L 2350, - 721 L — 2225.- Rtnlapept I nncarische Kronen O.hO 1.- Hnkarest 1 l.ei. 3>'»1. - ^3.- 357.- 369.- Clirist'ania 1 nonvetr. ICronen 0481. - , - 0539. - 9570. - Kopenl:af;en 1 dänieche Kronor . I073 10770,— 11030.- 11070.- London 1 Pfund Sterling . . 302in. - 3'13l0o.— 3039O'.- Madrid 1 Pesetas. 87*'. - 80<;o,- 8550.- 8629. - .Mailand I Lire.. , 2WH.- 2006.- 2954.- 2966.- New Vor!: I Dollar..... 7087-,.- 71,85.- 70935.- 11185,— Paris 1 Francs. 2602.-?6!8.- 2982.- 2538.- Pra? I tscliecho-siow. ICronen 2037.- 2047.— 2041. - 20.64.- Fofia 1 Lewa ...... 433.— 487.- 489.- 494- Stockholm J seliwedircheKroiior 1832),- I ä3<V:. - 18379. - 18439.- Warschau** 1 polnische Mark . Zürich l schweizerische Francs 12193.- 12211, — 12210. - 12269. - Noten Amertkan. Noten v. 5 Dollar nufw. 7036). - 7126).- 7cm - 11269, - - * » kleinere . . . Pelglsche Noten 100 Francs . . 22 n. - 2215. - 2185.- 2215.- Bulgarische Noten zu HW) Leva . d: i _ 403. - 476.- 484,- , . * 1"») . . n iv kleinere . . . 411. - 449. — Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten*....... 1C61 11.70 10691.- 15.39 10910.— 14.99 10990.- 15.50 „ . kieiiiere* , | I i%y 14.80 Engl. Koten von 5 Livres?, aufw. 301930.— 301100.— 802700.- „ B kleinere. 3 ni'/fui.— Französische Noten 100 Francs . ^5^5. - 26 05.- Holländische Noten 100 Gulden . 78100.— 22120.— 2ö32o,- Italienische Noten v. 100 Lire aulw. 24 t').- 2955.- 2970,- » „ kleinere . . . Jugoil, Noten ungest, zu 1000 Dinar 2ii*o — 2880.- - - »71.- 888.- 874.- . . . . 10U . , . , kleinere . . 85’"- 93^).- 861.- Norwegische Noten 100 Kroner . L440.- 9410.- 9490, - Polnische Noten *.. . 8^-.- 72.- 82,- . , kleinere4* . . . Pumklnische Noten zulOoOu.SOOLei <k - 358. 75 _ 3d2 — 361. — 365,- » ■ kleinere . . . Nuss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 3fS. - 342 - — » » » Kk) , *•— , . . kleinere . . Schwedische Noten lOÜNronor . 18110.— 18’N),~ 18250.- 133.57,- Schweizerisch*: Noten 100 Francs, 12160, - 12240.- 12145.- 12225, - Spanische Noten 100 Pesetas . . 8440, - «524.- 8460.- 3540. - 1 schecho-slow. Not. v.lüOOautw, 203).— 2025.- 2042.- . „ kleinere 202.J. - 2038.- Ungar. Noten (neue Ein.) zuIOOOKr, -.8) -.93 0.87 0.97 , , zu 10.000 Kr, ... . . kleinere. * Für 1000 .'I.-Mark, ** —.73 -.83 für 10.000 polit. Mark. Knpitalsdermehrungen. O e st er r ei ch if ch e A. G. s ü r B a n u n t c r n ehm u n g en. Erhöhung von 400 auf 600 Millionen Kronen. Bczugsrecht: für vier alte Aktien eine neue Aktie. Bezugspreis: 106.000 K. pro Stück tet quel. Bezuasfrist: 11. bis 20. d. — OesterreichischeWcinproduzcntennnd -H ändlc r -A.-G. Erhöhung von einer Milliarde auf zwei Milliarden. Bezugsrecht: für eine alte Aktie eine neue Aktie. Bezugspreis: 7000 K. pro Stück. Bezugssrist: 11. bis 25. d. Nichtzulassung des Prager Bankiers Fuchs zur Wiener Börse. Dem bekannten Prager Bankier Fuchs wurde die Aufnahme in die Wiener Börse verweigert. Als Grund wurde das ähnliche Verhalten der Prager Börse gegenüber Aufnahmsgesilchen von Oester reichern angeführt. Tatsächlich dürsten noch andere Gründe hier mitspieleu. Vezngsfriftverlängerungen. Die Vereinigte Holzverwertungs - A.-G. nnd die O e st c r r e i ch i f ch e Au t o in o b i l sab r iks - A.-G. (vormals „Austro-Fiallch verlängern die Bezuosfrist auf die neuen Aktien bis einschließlich 20. d. — Die Eisenstädter Bank für das Burgenland A.-G. verlängert die Frist bis zum 16. d. Keine Ursprungszeugnisse für Postpaketsendungen nach Italien. Bisher mußten für alle Postpaketsendungen österreichischer Waren, die in Italien aus Grund des Handelsvertrages vom Jänner 1023 Zöllbegünstigung genießen, Ursprungszeugnisse erbracht werden. Wie nun die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie erfährt, hat sich die italienische Regierung bereit erklärt, von der Verpflichtung zur Beibringung von Ursprungszeugnissen bei Poslpciks.ffcnvimaim abzuschen. Unreelle Budapester Bankfirmen. Aus Budapest wird gemeldet: Seil der Flucht der Kommissionäre Roty und Karin e s aus Budapcht hat sich die Zahl der auS der Hauptstadt durchgegan genau Winkelbantiors und kleinen Vvrsenkommissionäre erschreckend vermehrt. So sind in den letzten Tagen die beiden (Gesellschafter der Kommissionsfirma Karl Aczel n. Eo. spurlos verschwunden. Die Detektivs suchen seit einigen Tagen den Bankbeamten Alexander Erbos, der nach Schädigung seiner Kommittenten nm 130 Millionen durchgebrannt ist. Gegen den Koinmissionär Alexander H ir schb er g sind Anzeigen über eine Schadeussumme von 1,6 Milliarden eingelauscnt. Hirschberg wird von den Detektivs seit Tagen vergeblich gesucht. Der Agent Viktor Fodor ist mit 46 Millionen Kronen Kommittentengeldern ohne Abschied aus Budapest abgereist. Die Polizei recherchiert ferner seit längerem in der Affäre der Firma A l p a r u. Helfe r, gegen welche 40 Anzeigen von geschädigten Klienten einliefen. Die Schadensziffer übersteigt hier eine Milliarde. Die beiden Gesellschafter haben Ungarn längst verlassen. Der Kommissionär Eugen Wiesinger wird gleichfalls von den Detektivs vergeblich gesucht. Die Kommittenten Wiesingers beweinen mehrere Hundert Millionen. Die Polizei bat einen Steckbrief gegen die beiden Gesellschafter der Kommiffwnsfinna Laykauf ü. Fremda erlassen. Die Schadenszfffer wird in diesem Falle auf eine halbe Milliarde Kronen geschätzt. Schließlich ist auch der Generaldirektor der Getreioe- Export- und Import -A.-G., Andor Frankl, entgegen den Gerüchten über einen angeblichen Ausgleich mit seinen Gläubigern, noch immer nicht in Bildapest aufgetaucht. Dieser angesehene Getreidegroßhändler soll sich vielmehr bereits in Paris befinden. Wiener »Srse. Schwach. Die bereits am Vortage in ErschemMg gotvettene schwache HMuwg übertrug sich fm verstärken Mähe auf die gestrige Börse. Ungünstigen Einfluß übten footgefetzte EnÄÄstmrgSa>bga!ben im Zusamnwichamg mit der ProilougalE, die, im Vereine mü Lce.weMuifen der Konlermme, <ms manchen Gr» bieten enrpfmÄiche Rückgänge auslösten, da der MarA nur geringe Aufnahmsfähigkeit bekundete. EinAcklnv Kategorien, wie Sompei'il, Uivga-rff'che Kredit, Karpachen, Pürple-nm, mußten mit dam DÄnustzoichen aufgezogen werden. Im weilbeven Verlaufe des Ge>schäisie8 hielt die ausgesprochen makte Tendenz an und nvm schloß zu den tiefsten Tageskursen. Von den KnUssewerten büßten Südbchar-Priovitäiten 17.600 K., Bankverein 7000 K., Oefterreichifche cKvedit 16.000 K., Uingavischc Kredit 41.S0Y K., Depositenbank 3000 K., dbnglobank 10.000 K., Länderbank 28.000 K., Un-ionibanik 86.000 K., Zivnsstenska 15 000 K., Staatsbahn 27.000 K-, Lombarden 8000 St, Feilten 27.000 K., Krupp 12.000 K.. Poldihütte 18.000 K., Rmua 5000 St., Waagner *24.000 K-, A. E. G. Uniion 10j900 St., Siemens 9000 K., Timber Holding 19.000 K., Selgo Kohlen 51.000 St., Tri'farler 30.000 lK., Brüimer RMaschinen 45.000 K.. ungarische Hosherr 18.000 K., Kavpathen PctvckleMN 32^100 K. und Sernperii 26.800 K. ein. Im S ch r a n k e n waven die Rückgänge emschnsidender, da die Tlbgaiben zrrfolge der forüvährenden Hiinaussch'i>eIbUiNg des Kassatages einen größeren Umfang «mgerwmmeu hatten. So verloren vor: den fließenden SchrmÄenwe-rden Dampfschiff 110.000 K-, Zlllgemeine Bau 28.000 K., Auffig chemische 50.000 K., Berg und Hütten 140.000 K., Gwinttrnn Holz 50.000 K., Oöerungarische Hütten 36.000 K., ungarische allgemeine Kohlen 150.000 K., Fanto 260.000 K-, L-ehkam Josefschaler 30.000 K., SchoÄler Zucker 90.000 St., llmgar. Zucker 250.000 K. und östevveichische Eisenbahlwerkchr 76.000 >K. "Auch die zu Einheit skuvsen gehandelten Effekten waren durchwogs billiger erhälillich. So verloren von den Trcnrsporiwerten ^ldria 50.000 K.s Nord'lwhn 940.000 K. Arff dem Daumarkte büßten Golleschouer 150.000 K., Perlmooser 100.000 K. nnd Wienerberger Ziegel 160.000 K. äm. Stärker rückgängig waren Petrolsuniwerte, von denen Gcrlicia um 235.000 K>, Naphta um 68.000 K .niedriger bowwiet wurden. Auch die Eisen- «md Kchlenwerte bewegten sich amif wesenMch reduziertem Niveau. Bezugs rechte: WarchalowSki 9000, Grazer Waggon 6020 und ungarische Zucker 300.000. Aus dem Anlagemarkt ergäben sich itJtt arrttoefenllichü Verschrckbimgen. Von den Exoten notierten: Jvvag 385.000 bis 397.000. HolFierband 24.000 bis 25-000- Mvazmva 170.000 bis 179.000. Tepegc 85.000 bis 87.000. UmversM 5-9.000 bis 66.000. Wiener Waffen 19.000. Die Warenmärkte. (Eigenbericht der «Wiener Morgenzeitung".) Chemikalien. Das Chemikaliengeschäft war -in der BerichtNooche zieiu» kich flau und die Zurückhaltung der Käufer -ist größtenteils durch den Bankbeamtenstreik vernrsiacht- Mit Beendigung des Streiks erhofft nian allgemein wieder oi.ne Belebung des Geschäftes. Wichtig für Zlnporte aus Palen fst die in den ersten Tagen dieses Monats erfolgte Herabsetzung der tschechischen Durchzugsfrachten. Auch für die Exporte nach Tschechien wird diese Frachtherabfetzilng wieder Wglichkeiten bieten. In Pcwaffin fft die Tendenz weiterhin fest, doch werden von den R-affiuerien auch in Teilpartien die Produzenten direkt beliefert, sodaß für den Händler das Geschäft in diefeur Artikel fast unmöglich wird. Sehr gesucht war wieder Bienenwachs und setzte sich die Auffvortsbewegung der Preise lveitev fort, zumal sehr wenig Ware am Markt «ist. T-as Weiche starke Interesse zeigte sich auch in Connwubawachs und die Haussestimumng der vorigen Woche übertrug sich auch auf die jetzige Beriichtswoche. Weniger Interesse war für Iapantvachs vorhanden, wobei die Preise unveröirder.t blieben. Ebertso notieriten Montanwachs und Stearin preishaltend. Der Terpentmölmarkt wird drrrch die schlecht« Witterung ungünstig beeinflußt, doch war das Auslandsgeschäft troh«dem ziemlich lebhaft. Abgeschtvcicht haben sich Antichlor um 200 cuf 3300 K. transit Wien, chlorsaures Kali nm 100 auf 6900 K. transit Rrgeusburg. Wachs. Der ausländische Wachsmarkt ist weiterhin fest, da die Nach» stage rege nnd die vorhandenen Bestände an den Stavelplätzeu knapp sind. Die unverbindlichen Richtpreise sind zurzeit folgende: Ausländisches gelbes Bienenwachs je nach Provenienz 126 bis 135 Schilling, fettgraues Karnaubaivachs 105 bis 107 Schilling, la Original Iapgnwachs erste drei Marken 92 bis 95 Schilling pro Cwt., alles unverzollt, ob Lager München, reines gebleichtes Bieneuwackis 29;i Goldmark, Ceresia noturgelb 54/56* 87 Gold-