Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1822 (12.3.1924)
- Date
- 1924-03-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980905--18129-3005174- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
> uw' — wMt vOldWIy MEMöWMeMW m N«ch mt W.»8Ä Sie Sitzung des zionistischen Aktionskomitees. Las Begrüßungsschreiben Lr. Weizmauus. — Sie Beteiligung der RichtzioEeu au der gewish Ageurtz. (Eigendienst der «Wiener Morgenzeilrmg".) Sovdov, K. März. Die Debatte Wer die Jewish Agency j«cha «it dnet ftncjea llMerbrechumg zwei Tage in An» I ßsMdch «d wurde erst «n 6. d. am 1 Uhr nachts geschloffen. >Da- «Äüeiteude Referat Sokolows betonte, daß die Exej Intive vökllig eiatüg ist «r der Schätzung der Vedeatmrg, welche ve von Dr. WeSzman» in Amerika ge- Dhvtrn DerhaMumgev -nr GÄvmavnvg neuer »Kreise für die i ZMarbeit am Aust«« des mttivnaken Heims .in Palästina habe», «dd daß es Sache der Aktionskomitees sei, dem gegenwärtigen Staub der VerhaMnnge« gemäß der Exekutive Richtlinien zu gÄnu, welche die F<wtsühamg und erfolgreiche Beendigung bet begonnenen Derhaoübungeu ermöglichen. Das amerAanvsche Mirtglisd der Exekutive, Louis LiPStt, «Märt«, daß die Arbeit Dr. Wciz- «vawnS und Dr. Rupptins -m vollem Einvernehmen «it de« Führern deS amerikanische« Ziionisat u - und mit den ameriLarvischen MwigliedeM des MionssmnMeeS erfolgte. Redner fchAdert die mneve Lage des onieri- Sa-ntHchen Judentums, die einen Umschwung der Veziehmrg der dortigen Juden zu alltveMchen, »MÜschm WMemen zur Folge gehabt und sie für das Verständnis der Pakäst ina-S ach« reif gemacht hat. Bezüglich der Organisierung des amerikanischen Teiles der Jewish Astency müsse man 'mit Rücksicht auf die Struktur des dorfigsn Judentums den Weg deschreiten, daß man die einzelnen organisierte« Gruppierungen zu erfassen sucht, $utn Beispiel die ArbeÄeryetMÄschasten, die Bruderschaften, die ReKgümSgesellschcrsten ustv. Der bedeutendste KrsiS ist jedoch der um das Anglo-Jewish-Comite und den ,^Joint" gSbiKnite, der durch feinen Einfluß auch die Moderen Kreise nach sich W zichen imstande ist. Die DechaMungen waren darauf ^richtet, diese KreÄse zur Usbeönahme eines Teiles der Der- «vüvorMchreit zu bewegen. Alle Einzelheiten sind erst Gegenstand der BerhaM-ung-n und es werde« währscheiinrlich noch Monate vergehen, bevor ein definit ives FdchÄdat erzielt «ist. Mer die Seweyrmg, die heute in AmerÄa Mvter dem Schlagwort der Erweiterung der Jewish Agency entstanden ist, ist «in Weii^eikfeuder Versuch zur Gewdumng des ameriümifchev Judentums. " . Nachdem Herr Mg. Goldberg den DerLauf der New- Norker Kvnfevenz vom 17. Februar geschiM>e>vt «Nd ihre ywß« WrÄmrge» «ach außen betont hatte, gÄcnyM daS noch vor der Kotzcherenz abgefaßte Begrüßungsschreiben Doktor Weizma-nns zur VerLcsung, in welchem er auseinandersetzte, daß LLe Schaffung einer kombinierten Organisation i« Amerika für den ArHbau Palästinas wünschenLw»t f«S, die dann, MbaD eine ALmachurrg mit der Zionistischen Organisation erweicht sei, Vertreter i« dis Jewish Agency entsenden kann. Sobald die andere Gruppe ihre Wünsche stmmÄievt hat, werde dies e Pkaüfovm der ZiottifHschen Qvgarchakio« vritgeteSt werden, die beamt dazu Gteldmg Su nehmen haben wird «nb diese Vorschläge -mit den Vorschlägen anderer Gruppen in anderen LLudenn inr Einklang zu bringen hat. Er Weczmann) und Dr. Ruppm hatten bei allen Verhandlungen mit allem Nachdruck daraus hinge-vivsen, daß unbeschadet der zu gründenden Investitionsbank der Keren Hojeflod das wichtigste Instrument des Palästina- AnfbaneS sei; diese Auffassung hohe auf der ascheven Seite Volkes Verständnis güfianden, und es fei daher zn erwarten, daß die nichtziontstische« Juden Mr den Keoen Hajessod ßvyße Summen mHbringen werden. Daraus splge tlogifcherwekfe, daß dre (stiftet Seit« auch entert Anteil bei der Derd»e«dang der Fonds hat, ein PvoMsm, dem das ANioirSlomüt« ernste Auftn«?famkeSt widmen muß. Wenn das Wber- »iuSommen beSxr LeKe dahmgche, daß der Keren Hoijeflad -durch tzewemfame Anstrengung auifgcibDacht und verwendet wird, dann hdrde allerdings der Kongreß nicht mchr die GiWelinistrtution fei», die das ganze Dudggt ststleyt; allerdmgs wäre sein Anteil, Zar Hälfte rMzubiesdimmen, -ein sehr wesctMcher. Dem Kougoeß würde in der technischen AÄÄtz der Bndgetie- Ettttg eine wesentliche Erleichiernng geschiaften weiden, so daß er sich in eichöhtem Maße den wichiiigen FunS- Ao«en zuwenden könnt«, die -in den letzten Jahren zu kurz ifAcmtun sind, wie der nationalknslnrelle« Arbeit, »e» zionist-rsche« Propaganda, der Stärkung der Organisation und dem Nationalfonds. Das Schreiben Dr. Metzm-anns Mietzt: schwer fiir mich, aus eine so große Entsermmg mich MÄ Stimmungen zu bsschästvgen. Dennoch WK ich, daß ich, bevor ich diesen Brief schiliieße, Wert darauf legen muß, iß ertfäxen, daß der reine Geist und die iZuknuft der ZionistafcheNd Organisation, vMrtznd dieser schweren Jahve in Ehren zu vcpräsentieren •mciit größtes Bemühen war, m-rr so teuer sind wie »mr w^memem von den seMsternan-irten Hütern Mis-crer Kivniswfchen TveMian., -Au gleicher Zeit aber würde mich nichts davon abhalten, di« Reäbität einer schweren St!Nation fl» er- Ä»m«n, und wenn eS mir zugefalletr ist. die PovWsche Orgamstrsion den Bedürsmfsen der IM anznpaffe«, nvld wenn dieser Prozeß der AnpMrmq e*fct schwerer ist, so kann ich sagen, daß niemand mchr dar-umter Mibet als ich ftWst. Dennoch bm ich bereit, diesen Preis willig zu zahle!!, wenn, ich dafür sehen kann. daß. die Ziorristsche OrMn:sation eine wirKich« Rolle als die Avantgarde >be!i der Erreichung des nationalen Heimes ouMllt, unterstützt und gestärkt durch ein ^Hinterland, dessen Elemente nicht -alle HosiMmgen und Aspirationen der -ZionH-sten tteiHeit mögen, ch-e aber trotzdem b^Lriit sind, Hand adlc^en bei sirrem -bedentenide» DM des WeES «nd deren HDe im gegenüvärÄgen Stadiium «nzwerfechast wesetMch fft. -DchließM darf man nicht vergessen, daß die nichtzionistifcheu Jude» doch auch einen integrierenden T«Ä der J-uldenheit bilden, und daß es unsere Pflicht ist. sie mit uns vorwärts zu tvagen. auch wenn wir sie nur einen Teil des Weges vorwärts tragen können. Zusammen mit der Arbeit für die Jl'wich Atzwncy und den Keren Hasessod haben wir hier unter der Leitung von Mr. L i p s k i eine erfolgreiche Kampagne Kr die Stärkung der Zionist ischen Organisation Amerikas unternommen, aus der der amerikanische Ziorvismns dieses Jahr moralisch und -finanziell gestärkt hervorgchen wird, sedenfalls stärker als er je .zuvor getvesen ist. Die Zionistische OrgLNiisation in chre-r Gesamchevt nmß Kr sich die Rolle des Chalu.z in Anspvuch rvchmen gegenüber dem Rest der Judenheit, und sie sollte sie sortsetzen in demsÄben Geist, der die Ankunft eines Ehaluz mr PaNstina charakterisiert, mit Mvt. Entschlössen^heit und vor ollen: S^MausoPsemng, gepaart sur selben Zeit mit Geduld, Voraussicht und Toleranz. Geht voran, erfüllt von dem Gl-cnchen an die Unzer.störbarke-it unserer Ideen und ihres endlichen Triumphes!" Ms Basis für die Disktssion wurde ein Antrag LipSkis, wie bereits kurz berichtet wurde, vcwgelegt, der für die Zusammenarbeit mit dv« Nichtzioniste» folgende Grundsätze mrfftellt: Die Zilmiftische Organisation bleibt die Jewish Agcncy. Außer den bereits bestehenden Organen der Jewish Agency (Kongreß,' MionSkomitee, Exekutive) soll ein Jewish Council geb'Ldet werden, welcher zu 50 Prozent ans gionistischen und zu 60 Prozent auS nichtzionistischen Vertretern ztufammengesetzt ist. Me Mtfyabe dieses CouncÄs sollen fein: «Bratning in allen politischen AnHeLsgrtchvitcn, Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Angelegt.nheiten durch igemeinfame Ansbringung der notwendigen ^Kapitalien und gemeinsam« Festsetzung des Budgets, sowie -Neberwachung seiner Durchführung. In der Debatte, -m welcher fast sämtliche Mitglieder des Aktionskomitees das Wort eogüiffen nnd die stelleviweöfe sehr erregt war, legte Abg. G r ü n b a n m in einer zweistündigen Rede fein« ablehnende Stellung gegenüber dem Vorschläge Dipsk'is dar. Er setzte auseinander, daß es gefährlich fei, ine Budyetrechte der Zionistischen Organisation einer neuen Körperschaft a-uszrüiefern, in -der sich auch Elemente beftnden könnten, die der Idee eines jüdischen NationalheirneS in Palästina und dam jüdischen NEonakbewutztsein feiM-ich gesinnt wären. Mer würde eine damevnde Mchängi>gkeÄ von der: jüdischen Finauzma-gnaten mtd die AuAi-eferung des wichtigsten Prinziips, des Prinzips der Souveränität des Volkes bedeuten. Die Kolonisation Palästinas wäre aber bedeuitungslos, wen« nicht Keichzeiläg eht Erwachen des Mischen BoSkeS vor sich ginge. Der ZionistenLmgreß dürfe fein Recht auf die Kontrolle des Palostina-WerLeL nicht abgeben, und daher könne das Recht der Festsetzung des Palästma-GudgetS dem Jewish Cotmeil nicht übertragen werden. Wen» andere Mische Gruppen an dem Aufbau Paläftmas teillzunehmen wünschen, so hätten sie GÄvgenheit, dies durch Schaffung besonderer Institutiouen und durch korporative Zusammenarbeit mit der Zionistischen Organisation zu tun. Die Rede GrünbMms formüfievte den ablehnenden Mandpunkb gegen die Vorschläge Vipskis am schärfsten; eine Anzahl von Rednern sprach -für Komprom-ißformnlirrnngen. Im Laufe der Debatte sprach unter anderen Herr Kurt Blum eufeld, welcher, ebenso wie die Mt-ionskMrkteMritBeder Dr. Reich, Sewin-Epstein, Weißbnrg, S. Landan, Neufeld, Dr. Barth, Motzkin, nachträglich zur Sitzung emgetroffen ist. Er -trat entlschreÄen für die Vorschläge dm Exekutive ein, und wies auf Grund fckner Erfohvungen m Deutschland daraus hin, daß dort jetzt große M ögt ichker-teu bestünden, beden-tLnde jüdische Gruppe« und Persönlichkeiten für die Mitarbeit am Pa.lästina-/Anfban zu gewinnen, di« bisher aHfefiZ gestanden seien. Nach B«enidrgu-Ntz der Debatte wmde eine. Kommission, bestehend aus den Herren Naiditsch, Feiwel, Holpern, Lipski, Grünbaum, Jacobfohm, Rnrock und Welt sch, ei-wgesetzt, welche -Mer diese Frage eine ResolMiaa für das Plenum des AktionskomAeos vorzubewilen hat. Das Mtionskom-ite« hatte auch Gelegenheit, sich mit verschiedenen legislativen Maßnahmen zn ibefafs-en, die chm dom Kongreß zur endgültigen Redigienmvg Überlassen wurden. Es nahm den Entwurf einer Geschäftsordnung des Zentralrates, fermec -die von: iletzten Kongreß geäicherten BeftinmMngen des O rga n isa tionssta tutes an. Vorschläge aiirf dlendevrurg des Wahlreglenrsnts, Festsetzung eines Staitdtes der zionistischen Bearntenschaft, wurden der Exekutive zum St-udimn unid Anr Erstattn-ng -von Vorschlägen ar: die nächste AktiouslomRocsitzung übeogebcn. Prof. Pick kehrt in btt palästinensische zionistische Exekutive znrück. Wie der I. T. A. rnitgetevlt wird, hat Prof. Pick, der Vertreter der Misrachi in der palästinelüsischen EMuiiive, auf siw Dslegram-m aus Anreoika hi::, laut tvelchoni die Mern-ungsversch iedenhefien wegen der Kürzung der für die Misrachi-Arbert in Palästina im zionistischeir Budget eingesetzten Summe zwischen Dr. WeiZmann und dem Präsidentcn des aiilerikauischell Misvachi, Rabbiner WLeyer B e rerledigt wurden, ferne M-tiigkeit wieder ausgenommen. Einbevufung des Zionistische« Parteieate-8 Das Zionistische Landeskomitee tzM mA: Sonntag de, 30. d. findet im Saale der Hakoah Mlashof), 1. Gez. Wissi-ngerstraße, 3 Uhr MdchmLtitagS, die Sitzamg deS Partei vatcs statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Sitzumy de- A. C. 2. Die Lage iw Zionismus. S. GvenduMeS. Re Wahlen in KarvathorManÄ. Ei« Gespräch mit Oberrabbiner Dr. H. Brody in Prag (Eigendienst der Wiener Morgenzeittmg".) Prag. 10. März. Im Mrttelpu-nkt deS poetischen Jnteresies der tschecho. flow akischen Mischen Parteien stehen heute die Parlaments« Wahlen in Karpathorußland. Seit dem Bestände der Re» pMik bietet sich das erste Mal d« Gelegenheit für di« Judenheit, ihre eigenen Vertreter in das Parlament zu entsenden. In Karpathomßland Ware die Möglichkeit der Par. lamentsvertretung der Juden vorhanden, da die Zahl der stimmberechtigten Juden zur Sicherung mehrerer Mandate vollauf genügt. Die Parteiengersplitterung im Judentum scheint jedoch diese Möglichkeit abermals zu gefährden. Um über den jetzigen Stand des Wahlkampfes n» Karpathorußland unb dessen Aussichten Mr die jüdischen Parteien ein klares Bild gewinnen zu können, hat unser Prager Mitarbeiter mit dem Kandidaten der jüdischen Volkspartei in Karpachorußland Mr dm Senat, Herrn Dr. Brodh, ObervMbmer der Prager KultnZgemeinde, Ruckspwche genommen, der in zudorkormnerider Weise folgende Aufklärungen gab: ,ß>aS Judentum in Karpathorußland, das nach dem Umsturz politisch völlig Unorganisiert dastand, ist dadurch verschiedenen gefährlichen Einflüflen erlegen. Der Mangel an geeigneten Führern machte sich stark bemerkbar, so, daß die politisch unreife Masse einerseits unter den Einfluß einiger das alte Regime anftreE^nder Strömungen geraten war, andererseits sich von der orchodoxm Zentvalkantzlei von Preßbürg leiten ließ und so jcLe reale Richtschnur verlor. Angesichts dieser Zersplitterung «rch politischen Haltlosigkeit haben im Jahre 1920 Dr. Singer, Dr. Gold stein, W a l d st e i n, Markus. Ungar omb ich in Karpachorußland eine Konferenz abgehalteir, in der wir uns benmhter^ eine eigene jüdische P olitik z« inaugurieren. Die Fmcht dieser Arbeit war die Gründung der vereinigten jüdischen Partei. Kmye Zeit darauf hat Herr Markus Ungar dieses Uebereinkommm gebwchen und eine sogenannte jüdisch-konservative Partei gegründet, welcher dann die Gründung der jüdischen bürgerlichen Partei folgte. Von dieser Zeit au bildete das Judentum des karpachoruffischeu Gebietes dm Spielball einiger ambitiöser Männer, die sich ungevufen zu Führern aufdrangten. Den letzten Rest seiner Selbständigkeit hat das Judentum dieses Gebietes eingMßt, als die Preßburger orthodoxe Zentralkanzlei in Uzhoröd (Ungarn) eine Expositur errichtete. Seither gab eS nur mehr ein Gebot: die Be7^ der Preßburger Kanzlei zu befolgen. Anläßlich der KourmunaÄvahlen haben sich die drei bestehenden jüdischen Parteien wohl zu einer einheitliche» Wahlpartei zusammengeischlossen, aber -nach der Ausschverkvlng der ParlamentÄrxchlen zerfiel diese Einheit wieder. Die nnberilstnen Führer des Jlldentums liegen sich gegenseitig in den Haaren, Jntriguen werden gesponnen und gehen so weit, daß einige dieser jüdischen Vertreter" geneigt waren, mcf eine eigene jüdi-sch« Vertretung zu verzicht e n. Fest geschlossen und zielbewußt in dieser Zerrüttung biteben nur die jüdisch-nationalen Wähler, die au Ort nnd Stelle die Gründung der; jüdischen VolkSpwM proklamierten und ihre Kandidaten Mr beide Häuser norm« nierten. Die Vertreter der Konfervativm und Bürgevlichm berieten mehrere Tage lang in NHorod und entschlossen sich endlich für eine gemeinsame Liste. Diese Liste wurde, daun Äs die -der jüdisch-dem okratischen Pa rte i überreicht. Sie fand sofort dm Unwillen und die Erbitterung der Wählerschaft. Unter dem Drucke der öfstnifichen Meinung jedoch hot diese Partei in den letzterr Tagen mit »der jüdischen VoMpartei Einigungsverhandlungen angeknüpst, die noch im Gange sind, jedoch wenig mrssichtsreich zu foiu scheinen." Ihr Berichterstatter erfährt übrigens aus anderer Quelle, daß die Listenführer der j ü d i s ch - d e m o k r a t i« scheu Partei entschlossen sind, tzh r e K a n d i d a l n r im letzten Moment zurückzuziehen. Ne Tagung der MlkerbMdratLß. (Eigendienst dee „Wiener Morgenzeitung".) Genf, 11. Dlärz. Der VöMv'bundvat hat seine Arbeit licgonMN. Es ist mterefsanE, zu beobachten, wie. dir Telcgierten jede Gelegenheit auch mchechaN des Kcrlifercn;- saalcs dazu, benützeil, um Wer TageAfraa-eni zir -debalticren nnd ivomoglich Borentfcheidungen zu tre-ffelk. So fand gestern abends eine Beratlvng bei dein Direktor der Sektion für die Minoritätsfragen, Kolba n, -statt, die sich mit >r Frage des Saarheckeltß und denc potuischeni Minorität-b- .problenr befaßte. Das grüßte Jn-ieresse »vandle -sich der Frage zu, wie d!ie g r i e ch i s ch - \ 1al i e u i f ch e S t r c i L - frage liquidiert tverden wird. Man sucht eifrig nach einer Formel, welche geeignet wäre, s-owo!hl die Atiniina - listeu als auch die Maximalisten ün Bölk-erbumde zu besrie-- ldigen, lMd nran zlveiM nicht daran, daß eine solche Formel gefundelii werden wird. Was die Iaw o r i n <i f r o g c <\n : belangt, so ist der diplomatische Redakteur des „Fi'nrnal