Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1821 (11.3.1924)
- Date
- 1924-03-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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SM K ' Mett, DstnSbag Wien, 11. März. .* Israelitisches Requiem. Der im Jahre 1844 go»n‘ÜHbctc herein für Kratikeltpflecie uub Unterstützung handelsangchöriger Israeliten versenaet eine Einladung zn dem am Donnerst m den 18: d. rnn 6 lihr abends im Seitenstetrentempel jterttfindenden statutengemäßen jährlichen „Requiem" für die nn abgelaufenen Bereinsjahr verstorbenen Bcreinsmitglieder. Die Bereinsleitung hat bei dieser Einladung noch so viel — sagen wir —^ Takt besessen, nickt hinznznfügen, daß der 19. März der siebent' Tag int?fbo;. diesmal int Adar Scheni, ist. toelcher Tag seit uralten Zeilen auch von den Chewra K'adischa-Berstnignngeu für die Gedächtnisfeiern nach verstorbene^ Mitgliederit gewählt wird, denn der 7. 2ldar wird' als der Sterbetag Moses' arn geeignetsten befunden, der lieben Verstorbenen zu gedenken. Dieser jüdische Verein, der Heuer sein LOjährigeS Jubiläum feiert, hat in seinen Statuten offenbar auch diesen traditionellem Godächtnistag für die Hast'ala seiner verstorbcnctr Mitglieder stattuarisch festgelegt. Es ist jedoch kaum auzunehmen, chrß in dent Statut von einem nniüdischen, der katholischen .Kirche eutnounuencu „Reqrtiem" die Rede ist. Es wirkt doch lächerlich, am Sterbetag des größten indischen Propheten Moses eine Art kirchliches Requiem jit veranstalten. Hat der Verein schon in seinem Titel den „Israeliten", so muß das nicht unbedingt auch darin zilrn Ausdruck kommen, daß mau höchstens israelitisch, d. h. nacbäfsend assimilatorisch, und nicht selbstbewusst ursprünglich jüdisch ist. Matt sollte doch heute, im Zeitalter der Hakenkreuze, etwas zurückhaltender sein und nicht zu Kreuze "kriechen. * Todesfall. Frau Regina Schiff, die Muster des Redakteurs der Amtlichen Nachrichtenstelle, Regiemngsrates Dokror Max Schiff, ist im Alter von 81 Jahren gestern verschieden. * Mathilde Baronin Rothschild gestorben. Alls Frankfurt a. M., 10. d., wird uns berichtet: Wenige Tage nach Vollendung ihres 92. Lebensjahres ist gestern Freifrau Mathilde v. Rothschild gestorben. Sie war eine Tochter des Barons Anselm v. Rothschild, der später die Leitung des Wiener Bankhauses übernahm und mit Freiherrn Wichelin Karl v. Rothschild verheiratet. * David Jellin 60 Jahre alt. Am 18. d. feiert der Präsident des Jerusalemer Stadtrates und C&mann des Waad Loumi David Jellin seinen 60. Geburtstag, Ans di cs ein Anlaß sind verschiedene öffentliche Ehrungen des Jubilars geplant. .Seine engeren Freunde beschlossen, ihm zu Ehren ein Sammelwerk in hebräischer Sprache herauszugebcn, in welchem die'Bedeutung und die Verdienste Jellins behandelt werden sollet». * Keren Kajsmeth l'Jfrael (Jüdischer dcationalfonds). Die Büchsenleeruug int 9. Bezirk erfolgt in der Zeit vom 2n. März bis 1. April d. I. Die I. A. V. Nniias hat an 10 Prozent Steuer 2 Milliotten Kronen von ihrer lebten Veranstaltung abgesührt. * Die Lemberger B'uai B'rith-Loge für die Palästina- Arbeit. Aus Lem berg wird uns berichtet: Die hiesige B. B.- Loge ,stteopoldis" hat über Antrag ihres Mitgliedes, Senator Bodek, die Einsetzung einer besonderen Kommission für die Keren Hajessod-Aktipn unter den Logenmitgliedern beschlossen. Die Kommission hat sich letzchiu bereits konstituiert. Außerdem bewilligte, der Verein eine Subvention für die Univer s itätsbibliothek in Jeritsalem. * Unterschlagungen im Schwewnvakkdenverbaud. . Der Landesverband Wien des Zcirtralverbandes der Kriegsinoaliden und Kr^gshinterbliebeneu Oesterreichs, 7. Bez., Jerchenselderstraße 1, ersucht uns, festtzüstellen, daß er mit dem Verband der Sckckverinvaliden und Hilflosen in der Hofburg, dessen Wirtschaft sdirektor Kantor sich Unterschlagungen zuschulden kommen ließ, weder identisch noch in irgend einem Zusammenhang steht. * Ein Doppelmord bei Raab. Wie die Blätter ans Raab melden, wurde in der Ortschaft' Groß-Bajos bei Raab ein grauenhafter Doppel mord verübt. Der Kaufmann Adam Berger, ein 76 Jahre alter Greis, und seine 6l Iahte alle Frau wurden durch Beil hiebe und Al es s e r st i ch e gestllet. Die Gendarmerie eruierte wenige Stunden nach der Tat den Mörder in der Person eines Maurers namens Kr/oman Magyar. Das geraubte Geld wurde bei denr Aconder sichergestellt. . * Brand in einer Berliner Bank. Im Palais des Fürstert Blücher,m Berlin, in dem die Zentralbanik-A.-G. uutcrgebrachr ist, brach gestern morgens ein großes Kellerseuer aus, das die gesamte Registratur der Bank vernichtete. * Der Grubenbrand in Castle Gate. AuS Mw-Park, 10. d., wird berichtet: Aus dem Bergwerk von Castle Gate bei Salk Lake City tvurden bis jetzt 80 Leichen verunglückter DergarfreHer zutage gefördert. Der Brand, der in den verschütteten Gruben au-gebrochen war, ist gelöscht. * Kein MeffeSesucher versäume es, in der Rotunde die Koje 8032, Möbelabteilung, zu besichtigen und sich davon zrt überzettgen, daß matt die besten Tapezierermöbel am billigsteit beim Selbsterzen ger M. Weitz, 2. Bez., Darwingasse 39. kauft. (Entgeltlich.) Zionistische BezirksseMon Leapoldftadt - ~—Sektor 1 ==^~——==t=^=--_- § tute Dienstag den 11. d., präzise 8 tt h r abends «b» Tischgesellschaft Barschal Hotel - Restaurant Barschak, II. Große 'Schiffgasse 3 Sotttag Aegmund Haber: „Ae M»rgeMz'eit!>n ßemcinde Kim «id die SttSen" Jeden Dienstag zwanglose Zusanrnteukünfte mit Vorträgen Vereine. Bortriige und Versammlungen. Zionistische B e; i r f s \ c f i 1 o n 4. it itb 5. Bez. Heute mn 8 Uhr Sitzung des Ausschusses im Sitz'.tngssaale des Tempelvereines. — Z i o n i st t s ch c Fra ii. e n g r uppe 19. B e.Cafe Doblhof, 19. Bez., Billrothstraße. Heute um 7 Uhr nachmittags Vortrag des Führers des Blau-Weiß in Deutschland, Dr. Walter Moses, über das Thema: „Die Nolle der Jugend beim Attfbatt Palästinas". Gäste willkommen. — Kulturgruppe der zionistischen Bezirksorga n isat i on B r i g i tt en a it, 20. Bez., Karl Meißlslraße 5>. Heute um 8 Uhr Litcratnrturs. Referent Prof. Wilhelm- Ai e n k e s. Jugendliche Gäste willkommen. —Jüdische Tischgesellschaft Innere Stadt. Heute utn viertel Si Uhr abends im Case Siller, 1. Bez., Franz Josefs-Kai 'Mezzanin), Vortrag des .Herrn Prof. Dr. Wilhelm Steilt über „Rasse, Religioit und Volkstum . Leopoldstädter Volks heim, 2. Bez., Zirkusgasse 48. Heute: I Uhr: Volkswirtschastspolüik mit Hebungen, Geschichte.der. Philosophie, Elementares Rechnem Mechanik, Geschichte der Ev)chließutrg des Erdballes, Chemische Vorgänge im menschlichen Organismus, Rechtschreibett, Französisch 2, Latein. 8 Uhr:-Denken und Sprechet,, Die politischen Probleme des 10. Jahrhunderts, Rechenvorteile, Das Weltbild der modernen Physik, Oeffentliche und private Fürsorge. Aufsatzlehre, Fran- Wieiier MoLnettzeitung. Mitteilungen aus dem Publikum. .-... ..-. Parfümerie „LORR^IN Savonnerie Führende Marken: Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre Creme Loripnon Creme Lorignon-Chypre Loirain-Toiletteseife, Badeseife, Speikseife Alleinerzcuirer der Rasierseifen in Sfangen bcstbekannteu i^wrlDrilVlrB uad 'Vürfoln Wien, XX. Taborstrasse Nr. 93 Geschäftshandwagen jeder Banart. viernnd aweiräderip, steif und gefedert, in erstklassigster Ausführung, in ganz konkurrenaloaen Preisen, stets lagernd Klosterneuburger Wagenfabrik A, G., Wien, 12. 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Illach der Pause ernste nnd heitere Rezitationen von Dberregisseur Herrn Emil Feldmar: Gesang: Frl. Amalie Weich, am Klavier Frl. Hillmann; Frl. Kahn, Klavier. Film des Jüdischen Nationalfonds. Ter Film „Das neue jüdische Palästina" wird am Sonntag den 10.' d. im Zeitiral- Kinv. 2. Bez., Taborsrraße 8, nnt 10 Uhr vormittags anfgefnhrt. Einleitender Vortrag: Dr. Ehaim Tartakower. Karten von .7000 bis 15.000 Kronen int Vorverkauf beim Jüdischen Natiottalfonds, 2. Be;., Zirlusgasse 33, in der Volksbibliothek Zion, 2. Be;., Glockengasse 30, von 0 bis 8 Uhr abends. Bühne und Kunst. „8er Faun." Kammerspiele. Diese Homöim Knoblauch s, eine gar utefjt üble Mischung von Shaw nnd Molnar — anfangs ganz Shaw, schließlich aber zu viel Molnar — wurde mit Herrn R 0berts in der Titelrolle in den Spielplau ausgenommen. Ein Ereignis der erste Alt, solaitge der Künstler den Fmitt noch in feiner Urae.sialt spielen darf, mit zottiger Britst, Stirnwülsten, Schwänzcheit und jenem überschmtntenden Temperament, das diesem tollen Burschen aus dein Gefolge Pans zu eigen ist. J>t Frack und Lackschuhe gezwängt uitb in den Prinzen Silvaiti gewandelt, wird er blässer, lvoran allerdings der Autor nicht schuldlos ist, der nach dem brillanten ersten Akt bedenklich nachläßt. Wir wetten drum: Roberts würde mit seinem unerhört lebendigen Faunlachen, mit Bockssprüngen nnd halb-göttlichem Pfauchen zustimmen, wenn ihm der Autor verstattct, den gaitzen Abend im Naturkostüm auf den Brettern zu tollen, über die Borniertheit des Menschengeschlechts zu tichertt und die. wohlangezogenen, wohlgesittctett Leute der „Gesellschaft" mit Fautckünsteu zu Pärchen zu treiben. Roberts hatte taugliche Partner und bewährte sich als feinsinniger Spielleiter. Herr 2) alb erg als Dandy, Ataria K a r ft c tt als kühle Lady mtb später als liebendes Weib, Frl. Storm mtb die muntere Frau S ch le iit itz waren gleich vortrefflich. O. A. Franz Lehars „Slo-tzlo". Bürgertheater. vyit der Serie von OporÄteniteuhelleu, di-c hi joDa T^ijo-n über das der leichten Muse mit ganzem Her,zeit verschribbette Wien sich ergießen, nimmt die. llransführ-un-g ciiueS Werkes von Franz Lehar bau? der 'künstlerischen Persönlichkeit des Kompott ist eit eitte Sondevstellnltg ein. Man erwartet bei jobom neuen Werk dieses Meisters, daß er die Tradition, die sich vor allem an den Namen Johann Strauß knstpft, in netter G-estai! 1.1. Marz im ' M. IM wieder lebettdig machen und daß r-r ans -der stickt mentalen Nveiberuny, in der icke DP er eile st agniert, den Weg-zur mnsikÄ'Uschen «KonMio finden wird. Die neue Operette „Clo-Clo" ist eine Berh.ißnng auf dieser Bahn, bereu Ersüllmtg uns dann lbeschieden sollt dürfte, wenlt ein wirklicher Lustsptoldichter, der nicht nur gute Situa.tionen ltnd treffliche Typen sieht, sondern auch .den Dialog so fassen kann, daß für die Chavakberisiernng durch das musikalische Idiom der notk^c Rannt bleibt, dem Mulsiker hilfreich seine .Hand bietet. Bcla I e nb a ch scheint nicht der richtige Mantt zn sein. Obgleich er mit gtttem Erfolge den Schwank von Alexander Engel und Julius Horst „Der Schrei nach dent Kinde" für das Ostereiienlibrcito verwendet Hai, so Poaiwtc er doch aus eigener Phantasie nur szenisches Beiwerk hlltzttsikgert, das als nnmck'vieric Einlagen mtd als Wliys aktuelle AnspiÄwwMn das Tcuisto einer LusispiÄhaM'Uwg mir beschivertl. lind die Onei Seelen in Lehars Bntst, die ai^ne, di-e «eilten fouffügen KoAtödiem ton hervorzandcrt, und die nttbere, die im Großstadt-Rhyfhtmts nntergeht, käurpsen m der ganzen Partitur um den Sieg. Mit einer reizenden JintrodnktWn, die Mcilodie amd Witz atmÄ, lbepiitut der erste M. PWioülto-Döne eines Vurzen Tanzmck'ivs gehen in ein Walzer-Dhema Wer, das >die ganze Einlettuwg >durchwirVt. Das Sunmten eines DdännorchoreS gestaltet sich;um Begrüßungschor für die eintrotenden fürstlichen (vaste, die alle ein kurzes Auftrittslied zum desten gebet 1. Clo-Clo erscheint, und nach eiinvin kurzen Entveellied sickigt das erste Tauzduett, ein schwungvoller Foxtrott. Ein Ma-rschlied im One Stcst-Rhhchnrus, van einem Chor gssumgort, ein Bostan von einer süßen Wkladie der Möser getragen, ein rhythmisch Mvechstungsreiches Lied Clo-Clos, ein >mnüg schnmchtendcr Walzer und ein Tango in Moll gehören zu den bentwlenZwerten Einge-'btmgen des ersten Aktes. Rach ermr furzen Ginleit-nng, die in das südfranzöisische Kolorit gataucht ist, höreit wir ein dem VMston adgelaittschws, zartes Lied, dem ein Terzett folgt, das aus dem Reiz Niederer HäuÄichckeit und dent Schlagen der Kuckucks-Ilhr fdinuett Stimitttungszauiber bezieht. Ein Jcuva, eine vom. Publttum beigehrte Einlage, wird weder von einer »Szene abgMst, die stinstett musikalischen >Lnst° splllchairakber trägt. Es ist dies das Dnctt am Klavier, das von der C-Dur-Skala ans in Älnvechslnug zwischen Piano- und OrchcstoMang den Weg zur freien rmtsilalischen Charakterisierung nimmt. Ein Blues int C-Dur, von Clo-Clo allein getanzt, oin One Step in der itMidjen Aufmachung, im Finale ein neuer Java, der zu der Bcrarbeiiiunig des emvorbenen Tanz gutes hmznkomml, sind die Leckerbissen, die. im zweiten M serviert werden. Der dritte M hat eine läingere Ouveattne. die den Blues imrsikalisch ausschvvtct. Sonst bietet rr, durch den Text gehindert, nur nmsikailische Einschiobsül und Conistilots. Ein Foxtrott, „Ole-Ola", aus parodMschem Gcst'tt, dent die Verwendung des SaxoPhc>Manges ironisierend zu Hilst kommt, «cin Strophenlicd, einer lriisttn Neimerei schutzlos aitsgÄiestnt, sin leckster Wiener Wallzsr uttd dos kurze Finale hebt an. Zeigt sich ldie Meisterschaft Lelhars schon futt der kompofttorischett Grundkonzeption des Werkes, st stiert sie ihre bicfoinderen Triumphe iu der Jnstemnettitation. wahreim Musikanienhuuior ist er ninerschöstflich an t-laarglichen Einfällen, die er bald den: Fagott, bald der Klavittette, bald dom Saxophon anvertraitt, um schon durch die Färb: den lachenden Ton stärker zu charaklercksiemn. Der Erfolg dieser Operette ist mirt der Dssetzung der Titelrolle unzertrenitlich verbunden. Sie ist 5Mfe Kart 0 u s ch außerordentlich geglückt. Hat die Künstlerin bisher harlplsächliich vom Tanze aus den Weg zur Ogu'rettenderstelluvg .gefunden, so ist jetzt ein budentLndes W-achsen ihres gesanglichen Könnens festznstellen. Die >notwenld>ige Einheit zwischen Tau, Geste mrd Beloegimg, die Sitte geschlossene, harmonische Qper.-ttiendctr.stellnn-g erfordert, hat sich bei ihr eingestellt; dazrt komnt t das persörtliche Fluidum e llver weiche tt, a nschmlegsamert WeiblichkStt, die besonders ihren Tanz auslzsichust. Der konnte sich des Lachens enihaltcn, weivn Gisela Werbezirk iu der Tracht der Bürgerntdisterssraitt aus her Provinz den Schrei nach dem Kittde ausstößt? In dem trockenen Himror, in dent dent Le-ben aibgclanischtett Gostenspickl dieser begnadeten Frau, sittdet jede nteuschliche Eigenart ihren Richter >u-nd Begnadiger zugleich. Ernst Tautenhahn als Papa vom Lande, -der gern Geliebter in der Großstadt sein möchte., bewegt sich zwischen 'der alten mtd jungen WtcMichkeit mit einer Sicherheit, als o!b die Bcnschiedcnlg'it der PanioffÄu aus ihn gar keimm Eindruck machen würde. Trotzdem weiß er von seinen schweren Nöten manch bitteres Wort zu singen. Robert N äste lb ergo r, der für Clo-Clo und die Opewtte notwendige Lickbhaber, stellt eine syinpathische Sttmme zur Verfügnug, hiuwr der ibr Besitzer fast ganz verschwindet. Der Beifall erscholl, dem absoluten Maßstttb nach, sehr stark und laut. Iu relatiiver B:- ziehtutg war er schlvächer als bei der Kalinan-Promierc. Schon dieser Umstand spricht für Lchars Kunst. dt. Raimund-Theater. Im Rainnritd-Dheater hat die Rolle des Lilivm nach Pallenberg Herr Oskar Sima, der sich iu kurzer Zeit in die Reihe der „Prontincttten" spielte, mit großen, Erfolg iibcrwommen und durchaus eigenartig gestaltet. Auch ztvei mtdere Neubes-etznugett Grete Kaiser ols Frau Muskat und Alfred N e u g e b a u r in der Rolle de§ Ficsur — fügett sich ausgezeichnet in den Abend, der lxckanntlich einer der bestetr des Raintund-Theaters ist. Herr Siura, aber auch die anderen Darsteller fanden stürmischctr Beifall. Eine südamerikatische Operetlentournee. Der österreichische Bühnenverein teilt mll: Ein fremder Theaterunlernehmcr eugagiert seit einiger Zeit durch die Ageittur Lanik AKener Bühnenmitglieder für eine Tonriiae, die drei Monate in Südanterika Wiener Operetten spielen sollen. Trotz mehrfacher vom Bühncuverein an die Ageittur Lanik gerichteter Ansfordernnigen, die fittan,pelle Sicherheit dieses llnternchmeus noct>- znweisett, hobelt es die 'Unternehmer bisher mtterlassen, diesem Wimsche zu entsprechen. Es ergeht deshalb an alle bereits engagierten Mitglieder ilnd an jene, die eventuell für das Hute ruch Uten verpflichtet werden sollert, die Warnung, insolangc nicht den Vertrag anzutreten, als nicht.Mischen den Arvau geureit dieser Tournee nnd dent Bühnenvereiu Berieinlitrintgen wogen der Gagenhöhe, wegen der Arbeitsverhält nisse. wähnuw der Tournee und wegen der Sichcripeit der Rückreise .gelrossen wurden.