Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1821 (11.3.1924)
- Date
- 1924-03-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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WLeittr Moe-ienzertunK. 11. Marz IM Serie 7 M. IM Dien, DklMy Jerger singt den Beckmesser. Die fiit Sotmtbüß bei« 10. d. angcsetzte Vorstellung „Die Meistersinger von Nürnberg" erhall dadurch «ein besonders interessantes G-apräge, daß Herr Merger, der bisher in Wien immer den Sachs fang, sich auf Ersuchen des Herrn Direktors Strauß bereit erklärt hat, ausnahmsweise die Rolle des Beckmesser zu übernehmen. Jerger hat den Beckmesser bereits in München erfolgreich gegelien.' (Sitte Shaw-Premiere in Pentium. An« Londoner Renen Theater wird seht die Uranssührnng von Bernhard Shaws Drama „D i e I n n g s r a n v o n O r i e a n s" »ordereii>et. D-er Dichter nimmt an den Proben des Stückes -teils, welches -7 Mnnnerrollan Mid eine Franenrolle zählt. Die »cs neuen Shaw-Stückes wird viereinhalb Stn-nden währM«. Au» drn Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr aberrds, „Die -ote Mühle". Volksoper. Heute „ft ü r ft i n Tana g r a". — Norgen letztes Auftreten Matt!« Battistinis als Rensco in der „Afrikaner i n". Deutsches Volkstheater. Freitag den Ick. d. spielt Dr. Iiardolf Throlt zum ersten Male seit Jahren den Stadtat Beermann in Ludwig Thomas' Lustspiel „Moral", das 'napp vor seiner 100. Aufführung an dieser Bühne steht. Bürgertheater. „Der junge Fritz", Schau piel van Ferdinand Bann, wird Sonntag den 16. d., l Uhr nachmittags, in der Besetzung der Premiere Iviederwlt. Das Eysler-Jnbiläum „Frau e.n frc sser" wnrde «ns den 25. d., 3 Uhr nachmittags, verschoben. Im Raimund-Theater beginnt diesen Freitag Lugen Klopfer sein Gastspiel als Michael Kramer in wm gleichnamigen Schauspiel von Gerhärt Hauptmann. Die Inszenierung leitet Karlheinz Martin. Zur Aufführung ervorben wurden die Tragödie „Anarchie in S illi a n" wn Arnold Bronnen und das Schauspiel „S echs Personen suchen eine«« A u t i>x" von Pirandello; beide Werke gelangen noch in dieser Spielzeit zur Darstellung. Gerichtssaal. Seit Bruder vor der Hochzeit erschaffen. Schadenersatzklage der Braut gegen den Mörder. Der seltene Fall einer Schadcnevsahklage der Braut eines Ermordeten gegen den Mörder beschäftigte gestern in ziveiter Instanz das Oberlandesgericht. Der Mühlenbesitzcr Ignaz tausch in Eichberg im Waldviertel tvollte die Müllerstochter Anna Dacho heiraten. Kurz vor der Hochzeit wnrde der Bräutigam erschossen i u seinen« Bette aufgefnnden. Der Mörder blieb zwei Jahre lang nnentdeckt, obzwar an Ignaz Rausch vor seiner Ermordung schon zwei Mordversuche verübt worden waren. Einmal war chm Strychnin in die Milch geschüttet worden, ein zweites Mal mären im Walde fünf Schüsse auf ihn abgegeben worden, die ihn nicht trafen. Erst nach zwei Jahren getraute sich die Braut des Ermordeten, vor der Behörde den wegen Diebstahls verhafteten Prüder des Ermordeten, Josef Rausch, als den Mörder ihres Bräutigams zu bezeichnen. Josef Rausch gestand den Mord ein und verbüßt jetzt eine K e r k e r st r a s e von zwanzig Jahren in der Strafanstalt Stein. Die Braut des Ermordeten, die mit dem Bräutigam schon früher ein Verhältnis unterhalten hatte, dem ein Kind entsprossen iwn, brachte mm gegen beit Mörder, der öic Erbschaft nachseir« em Bruder an ge treten hatte, für ihr Kind eine Alimentationsklage und fiir sich selbst eine Evsatzklage auf 25 Milli o n e nK r o n e n ein. Der geklagte Mörder bestritt die Dercchtignnig beider Klagen. Mit der Vormundschaft des Kindes sei seinerzeit ein Vergleich geschlossen worden, wonach gegen eine Abfindungssumme von 55.000 K. auf alle weiteren Ansprüche für das Kind verzichtet wurde. Er habe das Gut, das «hin wahrend seiner zwanzigjährigen Haft nichts nützen könne, vor Strafautritt auf den Namen seiner Frau schreiben lassen. Das Kreisgericht Krems erkannte, das; der Alimentationscmsprnch des Kindes gegen den geklagten Mörder zu Recht bestehe, dagegen wnrde der Ersatzanspruch der Braut abgewiesen. Im der Begründung wnrde hervorgehoben, daß der Fran und den Kindern des Getöteten alles, was ihnen entgangen ist, ersetzt werden müsse. Da die unehelichen Kinder den ehelichen gleichgestellt werden, sei die Alimeiltationsklage gegen den Mörder begründet. Der Anspruch der Braut sei untzvgründet, weil der Ersatz „der Fr a u und den Kindern des Getöteten" zu leisten ist, die Braut aber nicht der Frau des Getöteten gleichgesetzt werden könne. Gegen dieses Urteil, insotveit der Mimentationsanspruäi des Kindes anerkannt wurde, brachte der geklagte Mörder, gegen den abweisenden Teil des Urteils die Braut die Berufung ein. Beide Berufungen wurden von« Oberlandcsgerichte v c r w o r f e n. Der geohrfeigte Schiedsrichter. An« 29. Dezember fand auf »em Sportplätze des Sportklubs Helfort ein Fnßballwetdspiel zwischen dem Bereit« Sportklub Helfort imd dem Sportklub West statt, bei dem der Bauleiter Emil M. Schiedsrichter war. Als sich der Spieler Franz St., von Berns Hilfsarbeiter, Spielunregelmäßigkeiten zuschulden kommen ließ, wies ihn der Schiedsrichter vom Spielplatz. Darauf soll mm St. den« M. zngernfen hoben: „Haltens die Goschen, sonst kriegen S' eine Watschen". Und er hatte sie auch schon. Wie der Kläger bei der gestrigen Verhandlung bei dem Bezirksgerichte angab, habe er sich in ärztliche Behandlung begeben müssen. Der Vertreter des gcohrfeigten Schiedsrichters lehnte im Namen seines Klienten eine Abbitte des Angeklagten ab, da eine solche Roheit eine Bestrafung erheische. Derartige Vorgänge seien nicht nur eine Schande für den betreffenden Verein, sondern wirken ans den Sport im allgemeinen und ans sämtliche. Sportvereine höchst peinlich. Tie Mißhandlungen, insbesondere von Schiedsrichtern, wiederholen sich in letzter Zeit so häufig, daß viele eifrige und hrngcbnngsvolle Sportteilnehmer es sich wohl überlegen wers>en, die Ehrenstelle eines Schiedsrichters, wenn sie ihnen Dhrsoigen cinträgt, anzimehmen. Diese Roheiten müssen vom Sportplätze verschwinden und das Gericht kann durch entsprechende Strafen hierzu beitragen. Mit Rücksicht aus die bisherige Unbescholtenheit, eine nervöse Erkrankung, die der Angeklagte im Krieg akquiriert hat, imo die Bereitwilligkeit, sich zu entschuldigen, verhängte der Richter über den Angeklagten bloß emo. G e l d st r a f e v o n 3 0 <1.0 0 0 K ranen. Auch g^cn diese bet ki: Angeklagte die Berufung eingeb rächt. Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram lU5 *iu^ B M 'Ecke Bogncigasse _ W 1b d gJCSif j«5 tp beim Orabet«) Telephone? 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 10403 Telegrammadresse: Frapofoank Alle Arten von Bankgeschäften Kredittttia Warengeschäfte Volkswirt. Reprise der französischen Franken. Erholung nach schärserer Abschwächuug. Energische Maßnahmen Frankreichs. Nacktem im Laufe des Sonntags und in den Morgen stunden des gestrigen Tages der französische Franken weiter stark gesunken war, und über 1,5 Schweizer Franken eiugebüßt hatte, ist in den Vormittagsstunden plötzlich ein merklicher Umschwung eingetreten. Ans sämtlichen internationalen Plätzen hat plötzlich die Kvntermine den Rückzug angetreten und begann sich schleunigst zn decken. Der Dollar, welcher schon 00 Franken notierte, ist plötzlich ans 27 französische Franken herabgesunken. Die Ursache dieser Panik der ftrankenfpeknlation liegt darin, das; die Spekula! ivu erfahren hat, die französische Regierung wolle die Konterminespekulation des Franken ein zwicken. Es sollen beim französischen Franken ähnliche Maß nahmen muernommen werde», wie sie seinerzeit der deutsche Reichskanzler Enno im Februar des Vorjahres mit der deutschen Mark unternommen hat. Dies hat bei der Kontermine Furcht ansgelöst. In Zürich notierte der Franken 21.50 gegen 21.25 am Vortag. Vorschlag zur .Hebung der französischen Währung. Unter den Vorschlägen, die gegcnwärng in Frankreich zur Hebung des französischen Franken in allen Variationen auftauchen, ist derjenige in mar« che «-sei Hinsicht bemerkenswert, den der bekannte Direktor des „Semaphore de Marseille", Paul Barlotier, soeben in seinem Blat.e gemacht hat. Mit Adrien Artand ist er der Meinung, daß einmal der genam Bestand des Notennmlanfes fest gestellt werden müsse. Während des Krieges sind Hunderttaufende von Noten der Banque de France durch Verlust, Brand, Raub und Diebstahl verloren gegangen; so daß die Schlüsse, die man ans den Beziehungen zwischen dem Notenumlans und der Metalldecknno zieht, Ms großen Jrrtümern beruhen. Also entwerte «nan die heute im Umlauf befindlichen Noten und wechsle sie gegen neue um. Das hätte auch den ivcitevci« Vorteil, daß die Noten überall aus den Schlupfwinkeln der Bauern hervorkämen. Ferner müßten alle Besitzer von Wertsachen, wie Schinuck in Edelmetallen und Edelsteinen, gezwungen werden, diese Wertfachen bei der Banque de Franoe zu deponieren, die den von Experten festMtellteu Gegenwert den Ilyberbringern in Roten aukbezahlt und ihnen eine Quittung einhändigt, die sie berechtigt, später bei Besicrnng der tz'aae die Wertfachen wieder gegen Bezahlung der erhaltenen Summe an sich zu nahmen. Ferner verlangt Barlatier den Erlaß einer Amnestie für alle, die während eines Monats etwa versteckte Goldmünzen bei der Bancpte de France ab gelben. Wer noch den festgesetzten Fristen noch im Besitz von Gold, Platin oder Edelsteinen betroffen wird, gegen den sollen die Fnlschumnzerparagraphen und die für dieses Delikt vorgesehenen Strafen zur Anwendung kommen. Bekanntlich wird in Frankreich die Falschmünzerei mit lebenslänglicher Zwangsarbeit bestraft. Barlatier glautbt, daß bei dicsein Vorgehen rund 7 Milliarden eingehen tverden, womit eine Notenemission von 56 Milliarden gedeckt werden könnte. Die Bekämpfung -es FTnnkensturzcs. Paris, 10. März. (Tel.--Komp.) Der Ministerrat hat -heilte seine Beratungen über die Mittel zur Bekämpfung des Fraukenfturzes fortgesetzt. Die Blätter berichten, daß bei der Konferenz im Elysee, die als ein finanzieller Kriegsrat bezeichnet wird, beschlossen wurde, unter keinen Umständen zur Inflation Zuflucht zu nehme.». Es verlautet, daß die Bank von Frankreich von mehreren ausländischen Instituten Goldkredite erhalten har, die dazu bestimmt sind, den Frankensturz zu bekämpfen. Ungarn sucht seinen Kronensturz zn beschönigen. Budapest, 10. März. iTel.Ttomp.i lieber die neueste Krouenschrunggelasfüre Mischen Budapest nur Wien veröffentlicht „Az Est" folgende Darstellung: In« Budapest— Wiener Schnellzug wurde Freilag nachmittags ein Beaniter der Recherehiergrnppc des Ministeriums j>es« Fnuern, Joses Gampel, vor« DeteUires zur Ansrveisleistnng anfgefordert. Be« der Leibesvisitation fang nur.« bei Gampe!, der als Fugsbegleit» ng ständig zwischen Wi.n: n.id Bnd-avest in amtlicher Eigenschaft reifte, groß. Mengen' »ugariicher Aktien im Hockfntrer eingenäh.. In i.inem Gepäck wnrde überdies Bargeld in der Höhe von 1.4(K>,!KKJ.i4M? Kronen befchta""nahmt. Bei feinem Verhör in der nnarrifchen Greu-stativn Hegiwshalom gab Gampel an. daß er das Ge'd und die Aktien im Auftrag Bndapeftcr Kaufteute nach Wien fchmugaeln wollte, wofür ihm eine einprozeictige Pr »Vision zngesichcrt wurde. Ans Grund seiner?lns-fage waeden a-'stern vorm-itraatz die von (skr.upef namhaft gemachten Kauf!«nievan der Döcrstadthauptmannschast in Budapest einvernontmen. Die Kanfbente, darunter die beiden Chefs einer großen Tertilfirma, ein Juwelier, ein Tnchhändler uns ein Sehneide'- ocrantmorteetn sich damit, daß sie, un: ihren Verpflichtungen in Wien schneller Nachkommen zn können, bem Beamten der Grenz- Polizei Gampel mit der Ausfuhr des Geldes mrb d.-r Effekten betraut hätten und fcuKrki spekulative Absichten verfolgten. Die Polizei steh: demgegenüber ans dem Standpilitkt, daß der Kronenschinngget als ein für die ungarische Währung schädliches KonterminemartAocr anfznfassen sei. Jnfosgedesfen wnr. den olle einvernommenen Kanflente bis ans weiteres ans der Oberstadthauptmamr'chsst fcstgehaltcn. Die Polizeiliche Unterfnchnng geht weiter. Devisen- und Valnteniurse. lMitaeteilt von der Desterreichischen Natwnalbimk.) Richtkurse für -e« Wechselftukeuvcrlre-r vom IS. März 1824, ausgegeben am 8. MLez abeu-s «o. M5 w?i, Mäer Ware QeM Ware 2637-'.- ALp.- 878.- 87«.- 263W.- 977.- 801.— 88°. - 877.- 3»«.- 8«r. - 15.2 > 1550 15.31 15.01 . 7214.- 2226.- 2274.- 2»86.- "60*.— 860'-- fi.S'^O. - o570.— 05W,— 9.579. . I N8l.— 1112".- TW).- 304200.- 9W._ UfWl.- 853-1. - MN.- ' '.054.- 2O0S.— 2984... 2006.- 70085.- 71188.- 7m35.- 71188.-?«2.— 9572.- 7.1?«.- AM.- 20^4.— 24-4J.- 489.- Am,— 488.- 402.- 18370.- ism- 184», 18485. - 1S210'.- \nm\- I22t5l~ 122751 — mm,- E).-?»»'.- Vista AmslerdanJ «-! liotl. dulden AfifTam 1 }ug. Krön«« , . . Feicra<l i Dinar . RerHn* 1 deutsche Peiclisniafl: Britssel I beltOscfie «?rancs . Bndapefit 1 unwarfselie Kronen Bukarest 1 l.e«. Christian!« « uorw?i»f?. Kronen Kooenhaem 1 dSntsclie Kronor t.ondon 1 Pfund Steffin? . . Madrid 1 Pesetas . . . , . Mailand \ T.tre. New York 1 Dollar. Paris 1 Prnncs ...... Pr*7 1 tscheeho-staw. Kronen Sofia « l.i'w« . Stockholm > schweiHsnlteKfOHOr Wftrsdian** 1 polnische Mark. ÄBrlch 1 schweif frische Prärie* Noten Amerika«. Noten v. 5 lloltar aufw. . „ kleinere . . . BeJßisehe Not»« 100 Francs . , Bulgarische Noten zn 1000 Leva . , «cleinere . . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*. .. . . » im ... . . ktelnere* . . . Ensl. Noten von 5 Livrest. aufw. » „ kleinere. Französische Noten!M Francs . HolUtndische Noten 100 Qulden . italienische Noten v. IflO Lire aufw. , , kleinere . . . Jngosl. Noten ongest, zu <000 Dinar , . « S 100 I, „ „ . kleinere . . Norwegische Not«» 100 Kronor . Polnische Noten **.. . „ „ kleinere** . . . Rumänische Noten zulOoOu.üOOLei , » Meiner« . . . Russ. Note» (Roman.) eu 500 Rubel . 100 . , „ . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not, v.lOOOaufw. , „ kleinere Ungar. Noten (neue Em.) znlOOOKr. . . zu 10.000 Kr. , . . . . kleinere ..... * Für 1000 M.Matt, ** für 10.000 poln. Mark 2185.- 476,— lOfdft,— 14,00 2215.- 404. - 10990.— 15.50 2245. - 476. — 10WC.— 14.<W 2275. - 484.- lMMO— 15.50 301100.- S02700.- 301430.- 303000.- 257.i! - 26120.— 29b&,— 2GC&’- 26320.- 2070.- 25615*- 26100.- 2980.— 2595.— 2630«.- 3000.- 9ÖS'.~ SU.~ 869.- 875*.— 945o!l 72.- 94&o!- 82.- 9410.- 72.- 9493!” 82.- 36t*.—— 365i- 36t*— —►— 1835Ö!- 121*5.- 8460.— 2026,— 18350*.- »2225.- 8840.- 2042- - 18300*.- 12560.- 8410.- 2027.- l840o!- 12240— 8490,— 2043— 0.87 ü!ö7 -!«0. 1— Bekanntlich H<rt m der letzten Zeit die ungarische Krone im Auslande scharf zn sinken begonnen. Die ungarische Regierung sticht nun, um den schlechten Eindruck dieses Sturzes, der einfach das mangelnde Vertrauen des Auslandes zur ungarischen Wirtschaft dokumentiert, die Ursache ans den Schmuggel ungarischer Kronen nach Wien zn schieben. Zweifellos ist dies das ungeschickteste Mittel, um die Mängel der r.ritui Währungspolitik zn verschleiern. * Dev ungavische KvonenschinuMei. (Eigendienst der „Wiener Morgewzeibung".) Budapest, 10. März. Ter neuerliche Sturz der uniZarifchen Krone wird wiederholt mit dem Schmuggel ungarischer Valuten nach Wien begründet. Einer der Schmuggler wnrde von den Deü'^tives des Innemniusiterrmns, Wiener Schnellzug bogseibeten, festgestellt. Es Unlrden bei ihm verschiedna Werke im Betrage von zivei ÄUlliarden ungarischen Kronen gesunden, die ihm von 5^auflC'Utctt übergeben worden waren. Die Kaufleute erklärten bei der Polizei, daß sie infolge der Schwierigkeiten bei Beschaffung van Devisen ihren geschäftlichen Perpflichtimgen nicht anders Nachkommen konnten. Neuerliche Kapitalsvermehrungen Wiener Banken. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ««ock> vor den diesjährigen ordentlichen Generalversammlungen die führenden Großbanken in Wien neue?tktienemissionen durckiführen. Entscheidend für die Enuissionen ist der rapid wachsende Dedinif der österreichischen Industrie und nicht in letzter Linie der Umstand, daß ansländische Finanzkreise für die Anteilnahme mt österreichischen Banien svivie an österreichischen Jndnstrieunternehmnngen leichtter zn geüvinnen sind als noch vor wenigen Monaten. Teilweise Fürsorgeabgabesreiheit siir Reisediälen. Der Vertnastungsgeuichtshof hat jüngst entschieden, daß von den Reisediäten jener Teil nicht der Fürsorgeabgabe zu unterziehen -ist, der nachgewiesen-ermaßen oder, tvenn dieser Rach-;ve«s nicht möglich ist. ersichrnngsgemäß als Geschäftsnotosren in« In berste des llntennehmers misgegeben wird und daher nicht dem dtrbeitnebmcr. sondern den« Dionstgeber zugute kommt. Solche Beträge sind die. Auslagen für Fcchrt, für den Gepäckstransport, für Trinkgelder, Portzi, für Geschäftsbrirsc und auch die Uebernachtungsgebühren. Alles aber, tvQZ dem Arbeitnehmer zugute komnit, also die in den Zulagen enthaltenen Tllehrentloljnnngen fiir auswärtige Dünstleisinng m«d insbesondere auch die für die Zulagen zu deckenden Mchrauslngen für dsi> Bierpftegung und den AnstntbÄt des Arbckiisnebm-erS. «ft der Abgabe zn unter zielten. 5975397519185975