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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-08 · Heft 1818 (8.3.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1818 (8.3.1924)
Date
1924-03-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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»;■-': T S J : .'{.>, ..I ..'*■; - . A. '■ |i i n ’1 ^-LA: UMH Mett, GaMSkay österreichischen Studierenden vorgeschriebenen Betrages, wobei jedoch die Professorenkollegien, beziehungsweise die Prüfungskommissionen, in besonders rücksichtswürdigen Fällen eine Gleichstellung mit den österreichischen Studierenden oder eine Einschränkung obiger Erhöhung auf das 2,5fache der Gebühren gewähren können. 8m Ring de» Rechter. Geistern ab-endS sprach der bekannte Verteidiger Doktor Hermann KraSzna im einem Vortrage über die M ä n g e l unseres Gerichtsverfahrens. Leinen durch zahlreiche Beispiele belegten Ausführungen eutnchmen wir folgendes: Der Richter war gerade in letzter Zeit vielen Angriffen ouSgesetzt; es wurde ihm Parteilichkeit vorgeworfen. Berechtigt hingegen ist der Vorwurf allzu großer Härte, denn eint milder Richter ist nur selten zu finden. Freilich ist heute durch die bedingte Verurteilung zur Schonung des Angeklagten eine Möglichkeit geboten. Die Zuziehung von Schössen bedeutet für viele Vorsitzende ein A b w ä l z e n der Be rantwortuug für die gefällten „Bluturtrile". Recht pessimistisch äußerte sich der Vortragende über den Zeugen. So ereignete es sich einmal, daß dreißig Leute ein Hängegerüst an einem N.'mbau gesehen hatten, während ebensoviele das Gegenteil zu beeiden bereit waren. Die Unzuverlässigkeit von Kinderaussagen ist ja bekannt und es ist kehr bedauerlich, daß ihnen gerade in Sittlichkeitsprozessen oft eine entscheidende Rolle zukommt. Dr. ^aszna betonte, während seiner langen Praxis wohl schon mit Räubern und Mördern zu tun gehabt zu haben, nie aber einen Verbrecher gefunden zu haben. Für dem Verurteilten bedeutet die Haft meist die „Hochschule" des Verbrechens, sie macht aus dem Gelegenheitsverbrecher ren Gewohnheitsverbrecher. Eine viel zuwenig gewürdigte Rolle spielt die Z u s a m m e n s p e r r u n g von Individuen mir den verschiedensten geistigen und körperlichen Bedürfnissen. Der Jüngling und der Greis müssen zusammen Kn Kreise „spazieren gehen". Mit dem Hinweis auf die allzu rigorose Anwendung der Untersuchungshaft in letzter Zeit und einem Vergleich mit den mglischen Verhältnissen, die für jedes Verbrechen — bezeichnenderweise sind Meineid und Hehlerei ausgenommen — eine Nürgschaftsstellung gewährleisten, schloß Dr. Kraszna seine mwressanten und aktuellen Ausführungen. Ler Mord auf der Landstraße. Kein Alibi der Frau Pruscha. Die Erhebungen des gestrigen Tages haben noch zu Linem Ergebnis geführt. Tie unter dem Verdachte des Mordes verhaftete Frau Pruscha ist nicht in der Lage, anzuzeben, wo sie sich in der Zeit von dreiviertel 7 bis halb 3 Uhr am Tage der Ermordung der Frau Eberl befunden fat. Bekanntlich wird angenommen, daß um diese Zeit der Nord verübt wurde. Es scheint tatsächlich Eifersuchts- .'zenen gegeben zu haben. Am Montag hatte nämlich die Pruscha dem Meiche Vorwürfe gemacht, daß er mit der kberl etwas gehabt hätte, und aus diesem Grunde war es dann zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Frauen gekommen. Im Besitze der Pruscha wurde nn Brief gesunden, den sie jedoch noch nicht abgesandt hatte. Er ist an ihre in einer Ortschaft in Niederösterreich wohnnende Schwester gerichtet, und diesen Brief hat die Verhaftete, wie festgestellt wurde, am Dienstag den 4. d., also am Tage nach der Tat, um halb 1 Uhr mittags geschrieben. Es heißt in diesem Brief unteranderem: „Es ist eine Arbeitslollegin hier gestorben, man weiß noch nicht cecht, was für einen Tod sie gefunden hat." Bei genauer Untersuchung erscheint es auffallend, daß die Pruscha bereits um halb 1 Uhr mittags am Tage nach der Tat geschrieben hat, man wisse nicht recht, was für einen Tod die Eberl gefunden hat, da damals noch niemand den Verdacht nnes gewaltsamen Todes geäußert hatte und bekanntlich Herzichlag als Todesursache vermutet wurde. Die Pruscha weigerte sich auch, in das Sterbezimmer zu gehen, und hat, wie nachgeiviesen ist, eine Zeugin, die einen Streit der Frauen um 1 Uhr abends gehört haben will, zur Aussage beeinflussen wollen, daß der Streit gegen halb 8 Uhr gewesen sei, um welche Zeit sich die Pruscha bereits in der Wohnung einer Bekannten in der Klimschgasse anfgehalten habe. Die Lebrnsmittelmstrkte. Schneefall. _”■ SM?!« MsNÄkKmnW. " Mitteilungen ans dem Publikum. Zeremonien- und Rittersaal der Hauen Hofburg Heute Empfang beim \ Prinzen Orlowski Kostüm Ball * 24 Uhr: Klittern achtsakademie Restliche Kurien heim Schalter der ..Wiener Morgenzeitnng“ und in allen Theaterk&rtenbureaus. 10561 Geschäfts hand wagen jeder Banart, vierand zweirdderig, steif und gefedert, in erstklassigster Ausführung, zu ganz Konkurrenzlosen Prreen, stets lagernd Klosterneuburger Wagenfabrik A. G., Wien, 12. Bezirk, Grieshofgasse 16, Telephon 82-1-39 si* In der Großmarkthalle stellte sich gestern;nm ersten Male wieder etwas lebhaftere Nachfrage ein, was auf den stärkeren Verbrauch aus Anlaß der Messe zurückznsühren ist. Da aber gestern wieder 19 Waggons Fleisch eingelangt sind, waren die Preise im Großhandel für Schweinefleisch um 1000 bis 2000 K, für Kalbfleisch bis 3000 K. pro Kilogramm tiefer. Die Rindfleischpreise blieben unverändert. Heute dürsten sich Schweinefleisch und Kalbfleisch auch im Kleinhandel billiger stellen. Auf den Grünwarenmärkten sind die Zufuhren aus Ungarn gänzlich ausgeblieben. Infolgedessen haben sich Kartoffeln wieder etwas verteuert. Für frische Eier wurden gestern ans den Märkten Preise bis zu 1950 5k. pro Stück verlangt. {'Pessar, eiast., ärztlich etnpf. K 18, Silborsohutz, jed. Dame passend 35, garant. sicher 46, iahrl. haltbar, feinst 75, Frauensohutz-Spülapparat u. Irrigator Stück 40 und 65, jahrelang brauchbar 70. Monatsbinde, Sohutx vor Verkühlung, gut waschbar, komplette Garnitur 20 und 38, jahrelang haltbar 45, feinst, reichhaltig 80. 789 Marke „C/clop“, dauernd benütz-“——■— bar, Stück 8, Sonderqualität 12, zwei Jahre Garantie 20. Gummi oder Fischblasen '/. Dntzd. 10 und 15, stark20.feinst,echt franz.35. Gebranchsanw.zu jed.Art. Preise inTausend. Hyqien. Warenhaus M. PoSoky, Wien, VI., Stiegeng.15 SLIVOVITZ nur in eigenen Gebinden von 25 Liter aufwärts „ Erstklassige Qualität SCHÄRFSTiSN J3* * Wien, 15. Bez., Ffinfhausgasse 16, Telephon 80-4*12 W i e m, 8. März. 8. Mach 1904 Nr. 4818 * Der Streik ist ans! Sanft und sacht ist der letzte Streik selig entschlafen. Er hat den Geist, den er nie gehabt, aufgegeben. Am Aschermittwoch fielen die Masken und der Katzenjammer ist da, das heißt, es haben beide Teile gesiegt, nämlich, es hat sich nicht viel geändert. Ans dem Kampfplatz blieben Berge von Communiques. Die Beamten werden wieder arbeiten und die Direktoren wieder verdienen. Die Erholungsreisen sind ihnen zu vergönnen. Die Armen haben sich red l i ch geplagt, um den Betrieb kennen zu lernen. Der Streik hatte auch seine guten Seiten. Er hat das Kaffeesiedergewerbe gehoben. Die Folgen sind schon sichtbar in der Erhöhung der Kafseehansbreise. Er hat auch die Insolvenzen — aufgeschoben. Jedenfalls kann man aus der Geschichte eine gute Lehre ziehen: Man soll einen Streik beenden, noch ehe er begonnen hat. In diesem Sinne wird es vorwärts gehen und unser „Bund" wird zur Ruhe kommen bis zum — nächsten Streik! * Der Fall Eros. Wegen Agstatzi>on gegen die Erhöhung der Antomo-bilsteuer wurde ein Ungar ansarwiesen. Wir finden die Ausweisung ungerecht, weil sie gegen das Recht der freien Meinungsäußerung verstößt. In einer Republik mnß cs auch dem Gegner, auch wenn er kein Oesterreicher ist, gestattet sein, seine Ansicht über eine zu hohe Steuer aussprechen M dürfen. Dabei interessiert uns weder die Person des Erös noch die Frage, ob die Steuer gerecht war oder nicht. Wir wollen auch nicht betonen, daß die ganze Agitation des Erös wertlos war und keinen nachhaltigen Eindruck machte. Aber das Vorgehen des Erös war auch eine Art Streik, und hoffentlich ist bei uns nicht,der Streik das Vorrecht der einen und das Zahlen die Derpsliichung der anderen. Auch wäre festzustellem, ob es richtig ist, daß Erös 25 Jahve lang im Wien lebt. Anch das ist Terror, wenn man eine gegnerische Auffassung mit Gewalt verhindert. Diese Ausweisung kann wirklich nicht zu den „republikanischen Errungenschaften" gezählt werden und bietet dm Gegnern der Republik die Handhabe, 5ie kommunale Steuerpolitik als terroristisch zu bezeichnen. Früher nannte man ein solches Vorgehen Absolutismus! Man muß nach dieser Ausweisung die Wiederkehr der alten Zeiten befürchten, wo niemand wagen durfte, ein offenes Wort zu sprechen. Ilm di.ese Men Zeilen nicht wieder zu erleben, muß ganz offen diese 'Ausweisung als ein Fchlfchlag bezeichnet werden, der den Interessen der jetzigen Herrscher des Rathauses nicht dienen kann, weil bei einer Aendevung der Konjunktur das gleiche Verfahren auch ihnen gegenüber angewendet werden könnte. Republik ist keine Stiaatsform, sondern eine Lebensauffassung. Eine Partei, die sich zur Republik bekennt, darf niemals die Freiheit der Meinung und ider Kritik antasten, am wenigsten aber, mit Polizeimaßregeln arbeiten. t * Das Schokoladen-Iubilinrm. In diese Tage fällt ein Jubiläum, das gewiß wert wäre, in weiten Kreisen gefeiert zu werden. Es sind nämlich 400 Jahre her, seit die Schokolade^ in Europa bekannt geworden ist. Sie wurde durch die In Oesterreich herrschte morgens trübes Wetter, vereinzelt schneite es. Am Ostrande der Alpen hielt die Trübung auch tagsüber an. Im übrigen Oesterreich ist die Wolkendecke mittags aufgebrochen. Die Temperatur war um einige Grad niedriger als vorgestern. (Wien mittags plus 2 Grad.) Die Ostsee und Schweden haben wieder Frost, auch während der Mittagszeit. Voraussage: Veränderliche Bewölkung, meist trüb, geringer Z ch u c c f q I l, Temperatur um Null Grad. Meditation gewidmet. Ja selbst Lenin hat die „Göttertrank" genannt. * Rücktransport von Deutschlandkindern. Der Kinder» transport der Zeiroth-Misrachi kehrt Dienstag den 11. d. nach Deutschland zurück. Um 9 Uhr haben sich die Kinder im Vereinslokale der Zeirei Misrachi, 2. Bez., Untere Augarten- 'traße 86, zu versammeln. Die Kinder sind für die Reise mit Proviant zu versehen; auf den Paketen sott deutlich Bor- und Zuname und die genaue Adresse (aus Deutschland) geschrieben stehen. * 10. österreichische Klassenlotterie. Die Ermeuermigssrist zur 4. .Masse endet am Abend des 12. d. Die Ziehung der 4. Klasse findet Donnerstag den 20. d. im Zichnngssaalc, Wien, 3. Bez., Marxergasse 1, ebenerdig, statt und beginnt amt 8 Uhr früh. Zn Beginn der Ziehung werden die 200 Gewinnröllchen mit den höheren Gewinnen der 4. Klasse in das Gewinnrad eingelegt.. Eine Einzahlung der Schlnßimntmevn findet bei der 4. Masse nicht stakt, da diese Nummern bereits vor Beginn der Ziehung der 1. Klasse für die ganze 10. Lotterie eingezählt worden sind; dagegen wird die Eiuschüttnug der Vornummern bei jeder Klasse spielplcmgemäß so oft' vorgenommen, als Schluß nummern gezogen werden. Dies wird im Verlaufe der Ziehung der 4. Masse zwanMmal der Fall sein. (Nachfolgende Notizen vis z« der Rubrik „Vereinesind entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Brmm, 14. Bez., Reindorfgasse 42. panier eingeführt nach ihrer Eroberung von Mexiko. Anfangs aber fand sie nicht so viel Beifall als man denken sollte. Ebenso wie später, als die Kartoffel entdeckt wurde, nur wenige sich entschließen konnten, diese neue Frucht zu essen, so lehnten viele Untertanen Ludwig des Zwölften es ab, diese kleinen, braungefärbten Stücke einer ihnen unbekannten Masse zu verzehren. Erst als Anna von Oesterreich die Schokolade am französischen Hof eingeführt hatte, kam sie allgemein in Mode und hat seitdem an Beliebtheit nicht mehr verloren. Auch Frau von Gevigne erwähnt sie wiederholt rühmend in ihren berühmten Briefen. Später verurteilte sie ihren Genuß. Brillat-Savarin, der Verfasser der berühmten „Physiologie des Geschmacks" hat viel über die Schokolade geschrieben und ihr seine ganze sechste cmr-'r.r, r„<. c-. ^^^olüde eilten Vereine. Vortriige «nd Bersammlungen. Zionistische Sektion Zwischenbrücken» 20. Dez.,Allerheiligenplatz 17. Heute um 4 Uhr nachmittags Vortrag des Herrn Paul F 8 lde 8 „Die Paläftinareise der Hakoah . Gäste herzlichst willkommen! Einschreibungen in die hebräischen Kurse Montag und Mittwoch von 6 bis 6 Uhr abends. — Palästinasektion jüdischer Handelshochschüler. Heute um 7 Uhr abends im Heime der Vereinigung der jüdischen Hörer an der Hochschule für Welthandel, 2. Bez., Taborstraße 1—3, Mezzanin, Vortrag des Herrn Chaim Hammer: „Das babylonische Exil". Gäste willkommen. — Zionistische Arbeiterpartei Hitachduth, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute um 3 Uhr nachmittags Waad- Sitzung. — ZionistischerakademischerLandeSverband. Das historische Seminar entfällt heute. Das politische Seminar Dr. Plaschkes findet präzise 10 Uhr statt. — Sephardisch-akade Mischer Verein Esperanz a. Heute um 8 Uhr abends im Vereinslokale, 2. Dez.. Novaragasse 27, Vortrag (in de nt s ch e r S p r a ch e) des Herrn Dr. Sigm. Finkelstein über „M endelssohn und B a a l - S ch e m - T h o v" („H aSkala und C h a f s i d i S m u 8"). Gäste willkommen. — Verein ErezJsrael, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute um 4 Uhr nachmittags Mischnah-Seminar Dr. G o l d st e i n. 6 Uhr: HebräiiüjkurS. Morgen Sonntag, Vs8 Uhr, im Gewerbeverein, 1. Bez., Eschenbachgasse 11, wichtige Jugendversammlung. Referenten: Dr. M o s e s und Dr. S t r a u ß (Berlin). Erscheinen der Vtitglieder Pflicht. — VereinzionistischerHochschiiler Theodor Herzl. Heute um 8 Uhr abends im Lokale, 9. Bez., Lichtensteinstraße 11, 1. Stock, Ordentliche Generalversammlung. Zuversichtliches und pünktliches Erscheinen Pflicht. — Kulturgruppe der zionistischen Bezirksorganisation Brigittenau, 20. Bez., Karl Meißlsttaße 5. Heute, 7*4 Uhr nachmittags, Vortrag von Prof. W. Menkes: Popper-LynkeuS, dann Vorlesung auS den „Phantasien eines Realisten". Gäste willkommen. */*J abends im Extrazimmer der Restcmration Cohn, Heinzelmanngasie 1. Mitgliederversammlung mit wichtiger TageSordr Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. (Kein Z zwang.) — Akademische Sektion Hi d u 1 h, '2. Bez., Zirlusgasse 33. Heute, präzise 7,8 Uhr abends, Vortrag Dr. H o r o w i tzr Gustav Landauer (Vorbesprechung.) Pünktliches Erscheinen Pflicht! — Frauengruppe der zionistischenBezirkSsektionBrigittenau. Heute, 7,8 Uhr abends, im Lokale, 20. Bez.. Karl Meißlstraße 5, Vollversammlung. Referentenr Frau Erna P a t a k und Dr. Israel W a l d m a n n. Um 7 Uhr dringende Ausschußsitzung der Frauengrnppe. Leopold st ädterVolkSheim, 2. Bez., Zirkusgaste 48. Heute um 7 Uhr Borlesung Friedrich Rosenthal (Naimnudtheater). Karten zu 3000 K. * Zionistisches Landcskomitee. Das Zionistische Landes- :dnung. ZechtachzioaWche Bezlrkssektio« LeopoWadt -> Heute Samstag den 8. März 1924, präzise 8 Uhr abends, im aat. Cafä Stadt Wien, II. Taborstraße 8 Plenarversammlung 1. Vortrag Semeinderat Dr. Plaschkes: „Aus dem Gemelnderate und der Knltnsstuüe" 2. Wahl des SektoranSschusseS »osi3 Jeden Samstag zwanglose Zusammenkünfte mit Vorträgen komitee feilt mit: Atoutag ben 10. d., 7 Uhr abends, findet eine Sitzung des Landeskomitees statt. * Eugen Rotschild, dcr an einer Vlinddar>nen>tzündnng erkrankt war und sich deshalb einer Operation nnierzichen 'lassen mußte, hat diese im Sanatorium Fürth durch Professor Eifelsber.a unter Assistenz des Hatisarzles Dr. Moritz Koritschoner durchführen lassen. Donnerstag hat Eugen Rothschild das Sana,torium geheilt verlassen. * Besonders günstige Angebote während der Dauer der Messe in allen Dcl-Ka-Berkausshäusern. Der DaN des Klubs absolvierter ÄandelSakademiber in Wien findet beute insämtlichen Sälen des Kursalons statt. Wenige restliche Karten an der Abeudkassa. Jngenvgruppe -er zionistischen Bezirkrsfektion II. Vor kurzem wurde eine I n g e n d g r uw p e der zionistl'chen Bezirkssektion Leopoldstadt gegründet, die bereits über 100 Mitglieder zählt. Ihr Zweck ist die Verbreitung des Zionsgedankens in der Jugend. Es finden wöchentlich Plenarversammlrtngen mit Werbevorträgen statt, ebenso einmal wöchentlich gesellige Z u s itntme nliinftc mit einem ernsten und heiteren Vorträgen. Außerdem ist ein Hebräischkurs, ein Kurs über Palästinakunde (Vortragender Herr Dr. Leo G o l db amm e r) eingerichtet worden. Auch für die körperliche Ausbildung wird gesorgt, zirka 20 Mitglieder turnen beim Turnverein Makkabi II, wo auch Gelegenheit zum Boxen und S ch w i m m e n geboten ist. In Aussicht genommen sind K urs e für jüdische Geschichte, jüdische Literatur. Bibclkunde und Volkslvirtschaftslchrc. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariat der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, 2. Bez., Taborstraße 20 a. yübischer Wanderbunv Blau-Weih. Mörgen, 7 Uhr abends, im Saale des Gewerbevereines, 1. Bez., Esäienbachgasse 11, öffentliche Versammlung. Thema: „Die Rolle der Jugend im modernen Zionismus". Neserenteu: Dr. Walter M o s e s und Dr. Georg Strauß (Berlin). Der Palästina-Film ves Jüdischen Nalionalfsnds wird morgen, VjH Uhr vormittags, int Wiedner B ürge rkino, 4. Bez., Favoritenstraße und Sonntag den 16. d., 10Uhr vormittags, im Z e n t r a l k i n o, 2. Bez., Taborst r a ß e 8, vorgeführt Indische Kultnrorganifa'ion in '/»ll Uhr vormittags, findet die Fortsetzung sammlung der im Entstehen begriffenen organisation im Saale des Jüdischen Theaters, 2. Bez., Tabor straffe (Hotel Stephanie), statt. Die Versammlung ist alu?,<:mein »ngänglich. lim pünktliches Erscheinen wird gebeten. -- .. Wien. Morgen, der GründnngSverjüdiscben .stnltur-

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