Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1817 (7.3.1924)
- Date
- 1924-03-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- 3 ic uc r 1VS o rae rizettu ttg. 1 I *}*> i u ,*k Xt/wl lAl. iöil Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kreditma Bankgeschäften |. SeitZergafSG 4 (EbdÄblSr Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse: Frapobank Bollswlrt. Ö-eitc 6 Wien. Freitag 7 Uhr: Kants Ethik, Verfassungen der europäischen Staaten, Kaisertum und Papsttum, Märcben in dtt Weltliteratur, Bildende Kunst des Altertums, Harmonielehre 11, Entwicklung des Menschen, Französisch I und II, PsNchologische Literatur, Algebra Hl. Sltfiv: Angewandte Harmonielehre, Milchstraßensystem, Bausteine des menschlichen Körpers, Französische Literatur. Technisches Museum. Morgen, 3 Uhr nachmittags. Führungsvortrag von Kustos Ingenieur N. Boroevic: „Die Erzeugung des elektrischen Stromes". Sonntag den 9. d., 10 Uhr vormittags, im großen Hörsaal Lichtbilder- und Temonstrationsdortrag von Hosrat Ingenieur I. Lölvy: „Die Grundlagen der drahtlosen Telegraphie". Mittwoch den 12. d., 9 bis 12 Uhr, Schulbesuchstag (1. Stock). * Palasllna-Fttm des Jüdischen DakionalfondS. Der Film „DaS neue jüdische Palästina" wird am Sonntag den 9. d. im Wiedner Bürgerkiuo, 4. Vez.. Favoritenstraße und Sonntag den 16. d., 10 Uhr vormittags, im Zentralkino, 2. Bez., Taborstraße 8. ausgesülirt werden. Den erklärenden Vortrag wird Herr Tr. Ebaim T a r t a k o w e r halten. Karten von 5000 bis 15.000 K. im Jüdischen Nationalsonds, 2: Bez., , Zirknsgasse 33, und in der Lolksbibliothek Zion, 2. Bez., Glockengasse 30. Purimfest -es Bundes jüdischer Iungwanderer. Am 25. d., vormittags, veranstaltet der genannte Bund im Löwenkino seine Purümeier für Jugendliche. Das Programm umfaßt unter anderem kie Vorführung des großen Purimschattensvieles mit Versen und Musik nach selbstentworfenen Karikaturen, eine Pantomime, ein Theaterstück, Turureigen, Zaubertanz einer Mädchengruppe. Die Karten sind erhältlich: 3. Bez., Taborstraße 20 a, 3. Bez., Rechte Bahngasse 10, Tür 12, 0. Bez., Lichtensteinstraße 20 (nur abends von 7 bis 9 Uhr im Makkabi- Turnverein) und 18. Bez., Gymnasiumstraße 12/8. Jüdischer Kinöergarten XIl—XV. Im jüdischen Kindergarten, 15. Bez., Herklotzgasie 21, sind noch einige Plätze zu besetzen. Die Ausdehnung des Betriebes für den ganzen Tag mit Einschluß einer Mittagsmahlzeit ist in Vorbereitung. Neuaufnahme täglich (Samstag ausgenommen) von 9 bis 12 Uhr vormittags. _ Bühne und Kunst. Die Angriffe gegen den ehemaligen Bmgtheaterdirettor Paulsen. Eine Ehrenerklärung des Abgeordneten Jerzabek. Während der jüngsten Parlamentsdebatte über die Sanierung der Bundestheater hatten mehrere Abgeordnete, insb-esondere aber der Christlichsoziale Dr. Jerzabek, den ehemaligen Direktor des Bnrgthcaters Max Paulsen heftig angegriffen. Direktor Paulsen hatte nun angekündigt, er müsse nach diesen Ausfällen eine rückhaltlose Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse am Burgtheater vor seinem Rücktritt geben und lverde hierbei, durch die Angriffe gezwungen, der Oeffentlichkeit unterbreiten müssen, was er b is nu n mit Rücksicht auf das Ansehen und die Bedeutung des Burgtheaters verschwiegen habe. Zu diesem „Großreinemachen" wird es nun nicht kommen. Herr Di'. Jerzabek versendet nämlich eine Ehrenerklärung, die dem gekränkten Direktor Paulsen volle Genugtuung bietet. Es heißt in dieser Kundgebung Jerzabeks, daß er mit der gelegentlich der Bundestheaterdebatte im Finanznnd Bndgetausschnß von ihm gebrauchten Redewendung von dem unmöglich gewordenen Direktor Paulsen keineswegs die Absicht hatte, bie künstlerischen Qualitäten und administrativen Fähigkeiten des genannten Herrn herabzusetzen, da ihm bekannt ist, daß die Unhaltöarkeit der Stellung Paulsens als Burgtheaterdirektor lediglich infolge persönlicher Differenzen mit einem Teile des Künstlcrpersonats einerseits und durch Kompetenz st reit igkeiten mit dem Ministerium andererseits herbeigeführt worden ist. Die Büste Alfred Grünfelds. Die Hinterbliebenen des jüngst verstorbenen Alfred Grünfeld haben die seinerzeit von bem bekannten Bildhauer F. Dronot modellierte Büste (Hrünfelds der Gesellschaft der Musikfreunde gewidmet. Kunstgewerbliche Nachrichten. Frau Rosa Freud- Graf, gerichtlich beeidete Schätzmeisterin und Sachverständige für echte und alte Spitzen sowie Stickereien, wird jeden Dienstag und Mittwoch von 3 bis 6 Uhr im K u n st s a l o n A ck e rm a n n, 1. Bez., Herrenaasse 21 (Palais Trautmansdorff), anwesend sein und Schätzungen. Inventarisierungen sowie Katalogisiernngen vornehmen. — Derzeit ist in den Ausstellungsräumen des Kunstsalous Ackermann eine Leinendecke zu sehen, welche mit breiter, ungewöhnlich reicher, alter Durch brucharbeit mit Rankenmuster (Punto tagliato) geziert ist. Die Zacken und die obere Abschlußkante sind geklöppelt. Sogenannte (Genueser Spitze, 16. Jahrhundert. Kleine Kunstnachrichten. Die Verwaltung des Berliner Zoo bereitet für den kommenden Sommer eine große Tier- Kunstausstellung Berliner Künstler vor, die Tierbilder oder Tiere mit MensctM, Gemälde und Plastiken ans echtem Material enthalten soll. Der Jury gehören unter anderen die Professoren S l e v o g t unb K uhncrt an. —. Ter bekannte Berliner Bildhauer imb Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Knnstacwerbemnsenms Professor Wilhelm Haverkamp vollendete sein 60. Lebensjahr. — Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat die von der badischen Zollbehörde beschlagnahmten Abdrücke der Zeichnungen S t a u s fe r - B e r n s. die als Bestandteil der Gottfried K e l l e r - S t i f t u n g, einem weiteren Kreise zugänglich gemacht weüoen sollen, sreigegeben. Bela Bartok an der Berliner Volksoper. Air der großstr Volksoper in Berlin kommen unter Leitung Des Qperndirektors Qtto Kl« mp'rer die Werke von Bela Bartok ,/HolMschilitzter Prinz" und „Herzog Blaubarts Burg" heraus. Bartok ist der Führer der ungarischen Moderne. Eine neue Suite von Egon Wellesz. Rttdolf Schulz- Do r n b u r g, der Borkämpfer der modernen Musik, wird als Uraufführung in Bochum nnb Hamburg eine Suite von Egon Wellesz, dem jungeit Wiener .Komponisten, heransbringen, deren Violinpart die ausgezeichnete Violinvirtuosin Alma M o o d i e spielen wird. Eine Prozession zum Grabe Byrons. Am 19. April ist der hundertste Todestag Lord Byrons. Die Bevölkermtg von Hncknall hat beschlossen, diesen Tag durch eine allgemeine Prozession zum Grabe des englischen Dichters zu feiern. Bedeutsame Kunstsunde in Pompeji. Man erfährt jetzt durch Mitteilungen des russischen Forsck)ers Rostowzew von herrlichen ' G e m ä l d e f u n d e n in Pompei j, die sck^rn vor einiger Zeit erfolgten, aber von emem eifersüchtigen Gelehrten versteckt gehalten wurden. Es sind Wandgemälde zu •beit Dichtungen Homers, wahrscheinlich in Alexandria entstanden. Es handelt sich um einen Friesslreifen, welcher Illustrationen der Ilias und Qdysee enthält. Doo Besitzer des Hauses Nmr offenbar eine Homer-Liebhaber. Die Rainen der in den Bildwerken vorkommeuden klassischen Gestalten sind mit weißen Buchstaben eingeschrieben. Auch die Wände eines Zimmers und die Decke eines kleinen Alkovens sind mit Bildwerken und Reliefs geschmückt, welche Szenen aus der Ilias darstellen. Der Stil der Bilder, welche zum Teil ganz. hervorragende Kunstwerke sind, läßt deutlich erkennen, daß die Gemälde ans dem erstell nachchristlicheil Jahrhundert stammen. „Der Jude", eine Monatsschrift, heransgegeben von Dr. Martin Bnbcr im Jüdischen Verlag G. nt. b. H., Berlin Nordwest 7. Dorolheenstraße 35. Das zweite Heft des achten Jahrganges ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Emigration und Jrnmigration von Walter Preust; Die Agudas Jisroel llnd ihre K'nessio G'daulch von Nathan Birnbaum; Gemeindeorthodoxie und Sozialismus von Alfred Wiener; Der Sozialismus des alten Judentums von Max E s ch e l b a ch e r; Ilebersetznngen hebräiffcher Gebete von Berta B a d t - S t r a n ß; Adon Olam, Uebetsetznng ans der Luther-Zeit, mitgeteilt von Rudolf Hallo. Rundschau. Vemerkllngen. _ Aus den Theatern. Bürgt h enter. Morgen, 6 Uhr abends, „Der junge M e d a r d u s". A k a d e m i e t h e a t e r. Morgen, V-8 Uhr, „Wölfe i n d e r N a ch t". V o l k 8 o p e r. Heute „D i e S t u m nt e v o n P o rt i c t". Morgen (Samstag) setzt Kammersänger Mattia B a t t ist i n i als Scarpia in „Tose a" sein Gastspiel fort. Im Deutschen Volkstheater findet morgen (Samstag), 7 Uhr abends, die Erstaufführung von Karl Schönherrs Komödie des Lebens „E r d e" mit Dr. Rudolf T h r o l t als alter Grutz statt. Regie: Tr. S ch u l b a u r. In den K a m m e r s p i e l e n findet heute Freitag die letzte Vorstellung des Lustspieles „Die Alarmglocke" statt. Morgen Samstag, 7 Uhr abends, gebt zum e r st e n M a l e die dreiaktige Komödie „Der F a u n" von Edward Knoblauch mit Ralph Arthur R o b e r t s in Szene. Im Raimund-Theater beginnt die heute stattfindende Erstaufführung von Georg Kaisers Dichtung ,.G a s" I. und II. Teil, in der Inszenierung durch Dr. Rudolf Beer, pünktlich um 7 Uhr. Zuspätkommende können erst nach dem I. Akt zu ihren Sitzen gelangen. Dieser Vorstellung wohnt der Dichter bei. — Freitag den 14. d. beginnt Eugen Klopfer sein sechswöchiges Gastspiel als Michael Kramer in dem gleichnamigen Schauspiel von Gerhart Hauptmann. — Die Direktion hat die Tragikomödie „Wer weint umJuckenack" von Hans I. Rehfisch, die in Leipzig großen Erfolg aufzuweisen hatte, zur Aufführung erworben. In der R e n a t s s a n c e b ü h n e wurde für die weibliche Hauptrolle in dem Schwank „Baronin F r i tz i" von Emil und Arnold Golz Frau Rost W e r g i n z verpflichtet, die in dieser Rolle zum ersten Male in einem Prosastück vor das Wiener Publikum trit._ Scddtsful Slezak und Wiedemann. In geheimer Verhandlung. Eilte Ehrenbeleidigungsklage, die der Opernsänger Hermann Wiedemann gegen den Kammersänger Leo Slezak wegen eitler ihm im Znsammenhange mit der Lion- Affäre zugefügtetl Beleidigung erhoben hatte, beschäftigte gestern das Strafbezirksgericht 1. Der Kläger war persönlich erschienen, während Slezak sich durch seinen Verteidiger vertreten ließ. Roch vor Vorlesung der Klage wurde über Antrag der Parteienvertreter die Oesfentlichkeit ausgeschlossen. Nach längerer Dauer wurde die Verhandlung zur Vorladung weiterer Zeugen über beit Tatbestand und zur Führung eines Wahrheitsbeweises vertagt. Napoleons llebergang über die Donau. Aitläßlich der Filmaufnahme des S ch n i tz l e r scheu Stückes „Der j un ge M e d a r d u s" durch die ' S a s ch a - F i l m - I n d u st r i e- Gesellschaft in K a i s e r - E b e r s d o r f beim Friedhof der 8! a m enlosen ereignete sich eilt llttfall. Bei der damaligen Filmaufnahme sollte der lieber gang Napoleons über die D o n a n zur Darstellung gelangen. Es wurden Sprengkapseln in die Donau versenkt; eine solche Sprengkapsel explodierte noch aus dem „Festlande" und kleine Sprengstücke träfe,i den beim Filmen beschäftigten Schlossergehilfen H i b b e r t, der Verletzungen am llnterschenkel erlitt. Verantwortlich für bcu Unfall wurde der bei der Sascha-Filmgesellschaft angestellte Sprengmeister Heinrich Propst. Wegen des Unfalles hatte er sich gestern vor dem Bezirksgerichte Favoriteil zu verantworicil. Er erklärte, daß er sich ilicht schuldig fühle, da die Entzündung, bczw. Explosion auf einen Erdschluß znrückznftihren sei, für den er ilicht verantwortlich gemacht werden könne, da alle im Bereich der Möglichkeit liegendeil Vorsichten, um ein Unglück zu verhüten, getrosfeii worden seien. Der als Zeuge cinvernomntene Vormeister des Artillerieregiments 11, Brock, welches bei der Filmaufnahme mitwirkte, gab an, daß er gerade ein Brett in ein Boot zu bringen hatte; in einer Entfernung von 3 bis 4 Metern habe sich eine Sprengkapsel losgelöst und habe eine Wassermine zur Explosion gebracht. Die Wassermillen seien dazu verwendet worden, um das Einschlagen der feindlichen französischen Granaten in die Donau zu markiereil. — Nach durchgeführtem Beineisversahren sprach Landesgerichtsrat Dr. .Donau den Angeklagten frei. In der Begründung wurde ansgeführt, daß seitens des Verantwortlichen Sprengmeisters Heinrich Propst alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden sind, um einen Unfall hintanznhalten. Die Explosion sei ans einen unglücklichen Zufall zurückzuführen, für den der Angeklagte nicht verantwortlich gemacht werden könne. Zahlungsschwierigkeiten an der Budapefter Börse. Aus Budapest, 6. d., wird gemeldet: Die Wwicklung des helltigen Kassatages war mit gewissen Schwierigkeitetl verbunden, die jedoch keinesfalls den Umfang angenommen haben, den mail durch die gestrigen Exekiltionsverkänfe erwartete. Es ist nämlich Tatsache und wird auch von dem Leiter des Girovereines zugegeben, daß mehrere Börsenfirmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Eine dieser Firmelt hat noch Engagements in der Höhe von 3,5 Milliardetl und Differenzen von 400 Milliotten zu bereinigen, die dadurch entstanden sind, daß der Remissier die Uebernahme der Aktien, die so viel verloren haben, nicht auf sich nehmen konnte. Die Schwierigkeiten wurden aber dadurch bcbeuteub gemildert, daß der Konzern der Effektenhändler die Regelung en bloc auf sich genommen hat. Es werden außerdem noch zwei andere Firmen, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, genannt, doch handelt es sich hier um viel kleinere Summen, so daß nicht einmal Zwangsverkäuse nötig sein werden. (Bekanntlich ist die Mitteilung von Namen von in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Firmen vor der offiziellen Feststellung behördlich verboten.) Reformen im tschecho-slowakkschen Levisen- Handel. Aus Prag wird gemeldet: Im Bankamte des Finanzministeriums wird an einer Ergänzung der Devisenvorschriften gearbeitet. Der bankmäßige Devisenhandel der Bankett und Institute wird in der Weise eine Aendernng erfahren, daß nur bestimmte, in einem Verzeichnisse angeführte Banken, Institute und Firmen zum freien Devisenverkehr ohne vorherige Anmeldung beim Bankamte befugt sein werden. Die Errichtung von laufenden tschech. K.-Konti durch die im Auslände ansässigen Firmen oder Personen oder von Konti, über die auch Ausländer disponieren können, wird, auch wenn es sich um die auf inländische Firmen oder Personen lautenden Konti handelt, nur solchen Banken, Instituten oder Firmelt gestattet feilt, die die Berechtigung zum Hattdel mit sämtlichen Valuten nttb Devisen besitzen. Der Unterschied gegen die bisherigen Vorschriften ist vor allem in der Tatsache zu erblicken, daß bisher auch von den nur zum partiellen Devisenhandel berechtigten Firmen ausländische Konti geführt werden konnten. Aeußerlich wird die Aendernng darin zum Ausdruck kommen, daß nur die Transaktionen dieser Firmen aus dem sogenannteit „legalett Guthaben" werden erfolgm können. Die Kommissionäre, welche sich mit der Vermittlmtg von Devisengeschäften befassen, werden verpflichtet sein, innerhalb 14 Tagen nach Verlautbarung der entsprechenden Kundmachllng des Bankamies um die Bewilligung zum Handel mit Devisen nachzusuchen. Durch die Reform der Devisenvorschriften soll die Zahl der im Devisenhandel tätigen Firmen verringert und eine bessere Uebersicht über die einzelnen Transaktionen der Unternehmungen ermöglicht werden. Die Gefahr von nnberechtigK ' Manipulationen wird dadltrch gleichfalls vermindert werden^ Sie neue Zevisenordnung in Ungarn. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitnng".) Budapest, 6. März. Die neue Verordttutig der Devise n» zentrale soll in den allerilächstm Tagetl zur Beröffenilichrulg gelaitgen. „Uj Nemzedek" erklärt, daß es ben Anforderern von Devisen ermöglicht werden soll, beit Wert der verlangten De^ Visen sofort in ungarischen Kronen ztttn Kurse des Einzahlungstages zu erlegen. Demgegenüber verpflichtet sich die Devisenzentrale, in einer Frist von zwei bis drei Monaten die erforderlichen Devisen zilzuweisen. Durch diese Maßnahme soll insbesondere dem Winkelgeschäft in Devisen gestetiert werden. M amerilanischeFleischindnstrie imZahrelSLS. Latlt dem soeben herallsgegebenen Jahresbericht des Berbaitdes der amerikantschen Fleischverarbeituttgsiltteressenten war die Produktion im Fleischverarbeittlilgsgewerbc Ivährend des Jahres 1923 die größte seit dem Bestände Amerikas. Aber ebenso waretl auch die erzielten Preise für die Exportware die niedrigsten in den letzten Jahren. Während im Jahre 1923 um 30 Prozent mehr Fleisch ausgefnhrt wurde als im Jahre 1922, war der eingeflossene Gegenwert dieser Allsfuhr bloß kaum 20 Prozent höher als im vergangetten Jahre. Die Ursache Vieser Erscheinung liegt unleugbar in den unsicheren Zuständen in Europa. Der größere Teil des amerikatnschen Fleischexportes ging nach Deutschland. Der Präsident des Verbandes Charles H e r r i ck, einer der Fleischmagltateit von Chicago, gibt in seinem Bericht der Ueberzeugmlg Ausdruck, daß sobald in Europa die finanzielle und politische Ullsicherheit geordneten mtd koilsolidierten Verhältnissen weichert wird, die mitteleuropäischen Länder die besten mtd ergiobigsten Absatzgebiete für amerikanisches Fleisch und Fett bilden wevdev- 3981299019486975