Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1816 (6.3.1924)
- Date
- 1924-03-06
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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BiliWIpiiiiii Geffe$ Wien, Donnerstag muncv Mnv^en^eiiitn«. 6. mr% im Nr. 1810 niimniB Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitzergane 4 Ecke Bognergass« beim Oraben) Kredituna Warengeschäfte Telephone : 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42. 68-4-78. 69-4-82 10463 Telegrammadresse : Frapobaitk Die SefLhrftmg des russische« Settrifteervorler. Die sowjetrussische Wirtschaftspresse befaßt sich zurzeit, wie der „Ost-Expreß" meldet, mit dem immer ernster werdenden Problem der Spesen und Geschäftsunkosten, deren abnorme Höhe die gesamte staatskapitalistische Wirtschaft Rußlands bedroht. Insbesondere handelt eS sich dabei geradezu um das Sein oder Nichtsein der russischen Exporthandels als Funktion des Staate-, namentlich der Getreideausfuhr. Bei Beginn der Getreideausfuhrkampagne waren die innerrussischen Getreidepreise noch so niedrig, daß selbst hohe Unkosten kein Hindernis bildeten. Die Lage änderte sich aber völlig, als sich die Getreidepreise im Herbst vorigen Jahres um bis zu 60 Prozent erhöhten. Nunmehr konnten die staatlichen Exportorgane ihre Unkosten auch durch die Valulaeingänge für das auSgeführte Getreide nicht mehr wettmachen. Nach amtlichen Berechnungen machen die Kosten der Ausfuhr (Fracht, Gebühren usw.) insgesamt 33,19 Prozent deS Verkaufspreises auS. Unter diesen Umständen kann bei einem Roggenpreis von 0.70 bis 0.75 Goldrubel (Dezember 1923) und einem ausländischen Verkaufspreis von 1.10 Goldrubel von einem Gewinn kaum mehr die Rede sein. Die Unkosten der Weizenausfuhr auf der Strecke Elisabethgrad (Ukraine)—Nikolajew (Hafen)—London machen 0.80 Goldrubel pro Pud aus, der Londoner Verkaufspreis betrug Ende Jänner 1.65 Goldrubel pro Pud, so daß die Exportorgane im Innern Rußlands nicht mehr als 0.86 Goldrubel zahlen könnten, ohne daß auch nur ein Gewinn einkalkuliert wäre, während der tatsächliche innerrussische. Weizenpreis Ende Jänner bereits 1.30 Gokdrubel betrug. Nicht viel anders steht eS bei den übrigen Exportartikeln, wie Rauchwaren, Rohleder, Flachs, Holz, Borsten, wo die Unkosten 40,1, bezw. 57,3, bezw.46,6, bezw. 59, bezw. 30,9 Prozent ausmachen. Unter diesen Umständen herrscht in russischen DirtschaftSkreisen, lebhafte Beunruhigung und eS ist sogar die Befürchtung aufgetaucht, die wachsende Unrentabilität der Ausfuhr könne geradezu zu einer Bedrohung destaatlichen Außenhandelsmonopols werden. Rußland ist gezwungen, zu exportieren, und zwar insbesondere nach einer weiteren Steigerung seiner Getreideausfuhr zn streben. Erweist sich die Ausfuhr in ihrer bisherigen staatlichen Form auf die Dauer, als unrentabel, so könnte' die Regierung sich vor die Notwendigkeit gestellt sehen, dem rentabler arbeitenden Privatkapital die Teilnahme am Außenhandel einzuräumen und im Interesse der Aufrrcht- -rhaltung deS Exports auf diese Weise das Prinzip deS staatlichen Außenhandelsmonopols zu durchbrechen. Die weitere Folge einer solchen Entwicklung kAinte möglicherweise ein Vorbringen leistungsfähigen ausländischen Kapitale sein, daS angesichts der ihm ofsenstehenden, wesentlich günstigeren Kreditmöglichkeiten zu einer nahezu konkurrenzlosen Beherrschung deS cusstschen AuS- und Einfuhrmarktes gelangen könnte. Obwihl °>er Ernst der Situation durchaus erkannt wird, bewegen sich ^Vorschläge zur Besserung seit geraumer Zeit in den gleichen Bahnen (Beamtenabbau, straffere VerwaltungSorgani- .'ation, Herabsetzung der Gütertarife, größere Krediterleichterungen usw.), ohne daß sich davon in absehbarer Zeit «ne durchgreifende Änderung erwarten ließ. Kerne Freigabe der ungarischen kedisenhandelr Voraussetzung der Böllerbnudanleihe ist die erhöhte Bodensteaer. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 5. März. In der Devisenzentrale f<mb eine Beratung der Danken und Industrien mit der Leitung der Devisenzentrale bezüglich der Klagen, des Hanidels und der Industrie wegen Zuweisung der Devisen statt. An den Beratungen nahmen Vertreter deS Handels- und Finanzministeriums 'eil. Man gelangte zur Ansicht, daß von einer gänzlichen Freigabe des DeviserchandelS vorläufig überhaupt nicht die Rede sein könne. Der Präsident der Devisenzentrale erklärte, die Devisenzentrale würde nicht aufgelassen werden, ruch nicht noch Errichtung der neuen Notenbank. In finanziellen und politischen Kreisen verlautet, daß Kommission des Völkerbundes mit gebundener Marschroute nach BudapD komme. Eine der Bedingungen sei, daß Regierung Bethlen eine p.ogressive Besteuerung des Dörens einführen müsse. Nach Ansicht der Entente sei dies die ünzige Gava-ntie der ganzen Sanierungßaklion. Die Entente »erlangt angeblich dir Errichtung eines neuen Bodenkawfters, ruf dessen Grundlage dieBodcnskner neuerlich bemessen Werren würde. Diese Gerüchte sind bisher von keiner Sette betätigt worden. Der größte Budaprster Baukrott. Budapest, 5. Marz. (Tcl.-Komp.) Tire Insolvenz des Getreidegroßhändlers Audor Frankl erweist sich immer mehr als der größte Dan lroil der letzten Zeit auf dem Budapests f''A Bei dev Polizei treffen massenhaft die Anzeigen von Gläubiger« gcg-.u Zein. Bisher wurden 30 Strafanzeigen erstattet, die mrgemeldetr DUnsumme überlteigt 6 Milliarden Kronen. Der größte Gläubiger ist die Gotroidesirma Fveund-tzarrage, die 1360 Millionen österreichische Kronen zu fordern hat. Die Aktiven werden demgegenüber aus 1,5 Milliarden Kronen geschätzt. Die Familie bietet einen Ausgleich von 30 bis 40 Prozent an. aebifett* traft Balatrnkurse. (Mitgetellt von der Ossteneichtsche» Nationalb cmk.) N i ch t » u r I e für de« Wechfelstubonverkehe vom 6. MUrz 1024, «a|f|tl«a «m I« Miez atzend«. Vista AmMerta« f. , »oll. Golden Afra nt 1 l*«r. «ranen . . . Ralvrsd 1 Dinar . Berlin* 1 dentartie RctehaHMrato. ■rftaset! herrische Francs . Bndansftt l ttitearlsehe Krone« Pntwreet f Le».. Christian In 1 aonrtr. Itranan Knnenhafen I Onlaeh* Kronor Landen 1 Pfnnd Sterltag . . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand i Lire New Yortt 1 Döner.' Paria 1 Francs. Prap I tschecho-slow. Kronen . Soda t Lewa . Stockholm 1 schwedfoektKrenor . Warschau** f notnlaahe Marti. . Zftrteh I saMrelatrfsohe Franaa; Noten Anterikan, Noten ▼. 5notier adfar, ■ , » »kleinere . . . flelflsehe Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten au IHN Leva . . . . »M . . . p kleinere, , , DSntscfce Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*. . . . , , » jJ* , * . . Irtetnere* . . . Engl. Noten ron 5 Llrrest, aofw, . v kleinere. Framnslsehe Noten 100 Francs . Holländische Noten im Online . Italienische Noten v. tont.Ire aufw. . kleinere . . . Fagosl. Noten nngest. an Irak) Dinar I ' \ kleinere T . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **. » , kleinere** . . . NvmSnIache Noten ztttttmu.DOOLei - . » kleinere . . . Nuss. Noten (Koman.)nv mo Hubel * 100 9 ■ » . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Sehweieerlaehe Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . TBChecho-sIow. Not. v 1000 anfw. . ■ » kleinere Ungar. Noten (aene Eni.) eu lOOOKr. a' , aa 10.000 Kr. . , . , » kleinere ..... * Für 1000 U.-Rark. ** für 10.000 poln. Mark. 5. MUrt 4. Min Geld Ware Geld Ware 20t*\_ 26900.- 38400.- 365or._ 8Rt._ 8K7.— RfW».— *«l.- m.~ 817.— P86.- 880.- . iMe _J5«0 15.30 15.90 »14.- 2338.- 23*4.- 2936.- 971, _ novl- 371.- NKta.- 0B74.- Mlta,- #024. - fitlta,- 11734.- NI»).-. 112*1.- aotfirai.- 3037^.-3048*».- 305000.- ww»._ 87».- R7*l,_ 6974.- 3t».- »41.-?o20.- •*41.— 711*5,- 70075,— 711X5.- Nrrr.- 3043.- 7P02.- 2808.— 2045.— 2038.- 2045.- 2M6.- sta._ 514.— 913.— 517.- ■S»»— 1830).— 1832».- 18080.- imm£— fssosC— usci!- m- 77307.- 90869.- 71260.- 24Ü!- 2315'.- 249#!- 292\~ 5M.- M.- 90t.- 909.- iiom!- 11140.'-!1fl«n!— 11144.- 14,50 I&50 14.04 15JO aoaooolZ 3M54I)!- 302730!— 30434#!- MM'.- 2m.~ 9378!- 79"5'.- A2w.- 28450.- 26250.- 24450.- 3423.- 3V45.- 3oM.- 3048.- 877.- 83*!- 87»!- 685!- Sßi»!- 9490!- 93«!- 9440.- 72.- 83.- 72.— 82.- 38f!- 38)!- m- H!— —!— — — 18380^-» 18490.- 18380.- 18459.- 121«».- 12270.- 1210#,- 12770.- 8000.- 804«.- 8680.- 8749.- 2932.— 2048— 2002.- 2041.- 1!« -!ss 1!ö5 "'■* 1 1 ü.- —!- , —r— KnpttakStzermeHrunge«. Agrarbank für die Alpenländer. KapittckserHöHung von IS Mlliarden Kronen auf 8 Milliarden Kronen. Bezugs recht für eine ckbte Aktie eine neu« Aktie zu 3800 K. Plus 10 Prozent StuckßSnsen oib 1. Jänner d. I. VezugSfrist für alte Aktionäre vom 6. d. bis 6. Aprkl. Bezugsfrist zur freien Zeichnung dom 6. d. bis 16. April 19S4 qmn Preis« von 6000 K. plus 10 Prozent Stückzinson. Sine Waldbahn Hieslau—Radmer. Das Mmfftsrmm für Handel und Verkehr hat der Hoheubergschen Forst- und Domänenidirektion Eisenerz die Bewilligung zu lechmschen Boraradeiten für rin« unter Embeziehung der 'bestehenden Waldbahn herMtellenide öffentlich« GAerdahn niederer Ordnung von Hiefla« «ach Radmer «rf die Dauer eines Jahres evstllt. ... ■. - l 1 lia i IIIWM I Werbet Abounenteufürdie I 1 „Meuer Morgevzeitung" 1 Frachtermäßigung bei den deutschen Reichsbahnen. 8fa Berlin wird uns gaschricben: Im ständigm Ausschuß btt Reichseisenbahnrates wurde die Fvage der Ermäßigung der Gütertarife ans Grund der Vorlage der Reichsbahn eingehend beraten. Es wurde ein Antrag angenommen, dvr eine Ermäß» gung aller Tarife der Normalklassen um L0 bis 10 Pnozevt befürwortet. Die Ermäßigung von 6 Prozent vom 20. Immer ist in diesen ZaWn bereits enthalten. Für den Kohlentovg wmde eine Ermäßigmrg um 26 Prozent gewünscht. Der Reichs« verkchrsmin''.!fter hat zu diesen Beschlüssen, wie folgt» Stellmq genommen. Um den Bedürfnissen der Reichsbahn nach Steigs tiwtfl ihres Umsatzes und zugleich dem Wunsch« der domtsche« BoMswirtschaft Rechnung zu tragen, wurden die Gütertarif einschließlich des GütertaristS und der KohlenauSlnähmSbavisi' vom 10. März ab -wn weiter« 10 Prozent ermäßigt. Desti-mnn» ÄuSnahmStarife bleiben, wie die Zuschrift deS Dereines dswd scher Eis«nbahnverWattnvgen mitteill, von der Ermäßigung ausgeschlossen. Tschecho-slowakischc Dankdirektore« iu Budapest. Be richten aus Budapest zufolge traf dort der Präsident der Prag« Börse und Oberdirektor der Böhmischen Jndustviallbcmk Jan Novotny in Begleitung der Direktoren HcmuS und GpitailSki ein, um mit der Direktion der Ungarüsch'böhm'ischen Qn dustvieakbank (Ipar-Bank) Derhandlemgen zu Pflegen. Wie ve» lautet, betvefsen die Verhandlungen nicht nur die Angelegen» heften des genannten Institutes, sondern den gesamten Wirt' schaftsverkehr der beiden Staaten. MS Folge dieser B-orhondlungen dürste der Generaldivektor der Ungarisch-böhmische« Jndustvwbank Johanin Engel in der nächsten Zeit nach Pva§ kommen. Was hat Dtmtschland bisher an Reparationen geleistet? Aus London, 6. März, meldet daS Wolfbureau: In Bscmt. Wortung einer Anfrage nach dem Wert der Barleistiungen u»ck Sachlieferungon Deutschlands an die MÄevtvn feit Beginn de» Ruhrbesttzung erklärte Schatzkanzler Snowden, anßer de« Zahlung des fechSnionatigen Schatzsche-me an Belgien habe Deutschland im Jahre 1028 . keine Barzahlungen gemacht. Die Sachbieferungen hätten mSgesamt 298 Millionen Goldmark ht’ : tragen. Außerdem habe die deutsche Regierung an die Besatzungsheer« Papiermark in der Höhe von 21,200.000 Gokip mark ausgegAen. An die ReparationUommission hckb« st* kemeriei Summen geleistet. London und New.Asrk als internationale Anleihemärkte. Der ^Manchester Guardian" schreibt: Wer annimmt, daß die. großen amcrikani'Hen Jndustriegewinne London aus seiner großen amerikanischen Jndustriegewinne London« aus seiner DoÄriegsiposition als Hauptmackt für langfristige auswärtige' Anleihen verdrängen werden, scheint auf den ersten Anblick richtig zu urteilen. Doch wenn auch die Fähigkeit New-DorkS, auswärtige Länder zu finanzieren, zugegeben wird, so bleibt doch die Frage der Bereitwilligkeit dazu offen. ES ist möglich, einen Markt für fremd* Werte eii^urichten, wenn nicht ei« guter Teil des Publikums vorbereitet ist, fie aufzunehme«. Die, Erfahrung seit dem Kriege Hai aber gezeigt, daß die Amerikan«r im ganzen nur sehr ungern in fremden Werte« ihr Kapital anlegen. Das Remllat dieser Einstellung zeigt sich i« einer Statistik der in den beiden Ländern seit Kr/egSende untergebrachten fremden Anlechen: London New-Vork (in tausenden ißfbj (Itt tausenden T 1919 49.871 670.00.7 1920 59.659 605.296 1921 116.722 648.172 192* 186.200 848.825 1923 146.176 890.031 Während London 1919 nur 26 Prozent der Gesamtheit der auswärtiger Anlechen mifnahm, war eS 1988 bereits in*' stände, seinen AnteU aus 68 Prozem zu steigern. „Mitor" Warementrale A.-G.. Wie«. Auf Gnmd des Beschlusses der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. Dezember 1923 und der Genehmigung der Brm-i desoerwaltung v>m 8. Februar 1924 erhobt die Gesell-- schaft ihr Grundkapiftrl aus 480,000.000 K. Das Bezugsrecht aus die neuen Aktien wird den alten Aktionären ftr der Weise anaeboben, daß aus eine alft Aktie eine neue zu dem von der Regierung bestimmten Emisiionskurse von 5000 K. pro Stück entfällt. Dieses Bezugsrecht ist bei ionstiaem Verlust? desselben bis inklusive acht Tage nach Beendigung des Ba nkbeam ten streiks bei der Hauptaustalt der Oosterr. Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, Wien, 1. Bez., Renngasse 2. eder bei der Zentrale der Gesellschaft« Wien, 8. Bez.. Piaristengasse 19. Mezranm. auszuüben. Für in der Schweiz befindliche Aktien fungiert die Lombarde, Odier et Eie.. Geneve, als Anmeldestelle. Gelegentlich der Anmeldungen sind die alten Aktien vorzulegen und zugleich der Bezugspreis für die neuen Aktien zu bezahlen. (Entgeltlich.) Sie Erschwerung der Zolllredite. dir Strllansnahmr ftrr Ha«ftelila«mer. Gestern fand im Feststncke der Handelskammer eine Plenarsitzung des TransttverbandeS statt, welch« sich mst der Neu«gelang der gesetzlichen Brsttnmmnge« der Zollstundung und offenen Lager beschäftigte. Rechtskonsulent Dr. Friedkänder kvitistevte die letzte Verordnung betreffend die Neuordnung des ZollstumdmrgSwefenS und legte dar, daß die Neuregelung für den Kaufmann die Berkürzmig der Laufzeit der Kredfte von sechs Monate auf drei Monat«, die Erhöhung des Zinsfußes mW die Beeinträchtigung der Möglichkeit der SSkomptierung bei der Nationalbank zur Folge habe. Auch trete eine Erschwerung der Verkehres Über offene Lager ein, da der Besitz eines offenen Lagers, wenn er aus diesem Ware« in das Inland verkauft, meist sofort wach dem Verkauf Zoll und Warenumsahsteuer zn entrichten hat. Es liege ein« Unbilligkeit'darin, daß Zollschukdiglkeften aus dem Bormerkverkehr, das heißt akso auch auS dem Verkehr über offene Lager, nicht gestundet werdcn können. Grundsätzlich müsse sich die Kammer geh«n B«r-«g8° zinse« i« der Hohe von 88-6 Prozent pro anno w«»d«n. Nach länger« Debatte wurde solgrnde Refolutwn an» genommen: Der Transitverbawd, in dem der GvoßteÄ der TransithäMer organisiert ist, protestiert einmütig dagegen, daß die FinanzbehSrde im Zeitpunkt ernstesten KapitailSmcmgelS die Termine und Bedingungen der Abstattung der Zollfälligkeibe« verschärfe» und di« Zollkvedite kürzen und versteueim will. Dieser Schritt fft umso ernster, als wir rmS in einer Periode völliger Stagnation befinden und eine wesentliche Erhöhung d«r Zölle bevorstcht. Die Umsätze des Wiener TranfithcmdolS müsien sich aus diesem Grunde wesentlich vcrrin'gern und daS Passivum der Zahlungsbilanz vergrößern. MindererträW'iffe an Steuern und Zöllen werden die Folgen sein. Die Versammlung fordert im Internste der gesamte« österreichisckien Volkswirtschaft mit aller Entschbcdenheit di« Wiederherstellung der bewährten alte-n Zustände und ist fest entschlossen, alle Mittel der Einflußnahme aus. die kompetenten Dertretung-körper und die Regierimg anzuwenden, um ihr Ziel zu «reichen. A-/.//.-$9D