Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1816 (6.3.1924)
- Date
- 1924-03-06
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Ute, WM Mbit, DonneMag. ~ 6. Marz IM Veite S m Wareumame. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitirn^'.) Bnumwovzwirne. „ waren um 1 bis 9 Dünkte go»wn Borwoche rück" 5V:tierV 10jLta Benaal zwei- und dreifach 5? rp Dollar. Nr. 16/2 II» Surat -.98 Dollar. Dollar. Nr. 20/2 Amerika 1.18 Dollar. Nr. 80/2 ~*L?oK5?V,?t;n42/2 vrima 1.40 Dollar pro Ktlopramm ab Ä exklusive Packunq (trocken, mittel, unscharf 1 Kabel-CentS vinfschla- -w Kilogramm '. Uhrenindnstrie. ‘iw u der Uhrenindustrie auf dem Schweiz Platze Biel tft tm verflo„euen M>re wesentlich besser oeworden und nach den: heittistm Stande kann n-)'-s't werden, and) foaä Jahr 1924 einen ^orrschriu -,n bringen verspricht. Es stnd. geirügend Bestellungen vorhanden und der Emgmtg von vielen neuen Aufträgen sichert auch für die .ünkunit hlnre.chmde Arbeirsnröglichkeit. Die Aufträge de, ■treffe» bLuptsachlich kl« me Stücke und ganz besonders Arm«- banduhrcn. Hinsichtlich der Absatzgebiete Hai sich in letzte, Bert erne Ausdeynung steigt. Wenn auch einstweilen noch bt(j Hauptabnehmer die Ter-inlgten Staaten. England und eürias Eriche Lander sind, so zeigt sich doch ehre Zunahme in kt Aufnahme sahigkert verschiedener europäischer Staaten. So sind aus Deutschlcnrd bedeutende Bestellungen eingegenoen. Immer mehr werden Uhrwerke ohne Gehäuse ansoeführr, was beweist, daß die Uhrenschalenfabrikation im AuLlande -m immer größerem Maßstabe betrieben wird. Im Jahre 1918 mochte die Ausfuhr von fertigen Werken nur etwas über 7 Prozent der Gesamtausfnhr der Nhrenindustrie aus. Im Jahre 1923 betrug sie beinahe 8f> Prozent. Schreitet die Entwicklung in dieser Richtung weiter, so bietet sich keine Aussicht, daß die fÄweizeriscki« Uhrensckialensabrikatiott sich in welcher Werse wird entwickeln können wie die anderen Zweige der Uhrenindustrie.?lbM,'el)en von diesem Punkte, der in industriellen Kreisen etwas beunruhigt, kann die Aussicht für die Nhrenindustrie als gut bezeichnet werden. Gummi. Auf dem Aiasterdanrer Markte war die .Tendenz flau und «nun hat b?c «danflnst bedeutend nachgelassen. cS konnten also w;r wenige Geschäfte statt^nderr obwohl mehr «„geboten wurde. Die Preise gaben allmählich bis nitMfähr eineinhalb Cent nach, aber zuletzt.wurde der Markt etwas fester und der Schluß war stetig. Wiener Börse. ' Freundlich. Tw Börse zeigte gestern ein entschieden srnu-dlichcrev hild als an de« Vortagen. Dir Ansichten über die baldige Beendigung des Bankbeamtenstreiks waren ziemlich optimistisch. Auch das Publikum begann sich wieder etwas reger zu interessieren, in der Erwartung, daß bald den Störungen des Geschäftes, wie sie durch den Baukbeamtenstreik hnvorgerufen wurden, ein Ende gesetzt werden würde. Wenn sich schon zu Beginn des Verkehrs die bessere Geschäftstcndenz zeigte, so kam die freundlichere Stimmung besonders knapp vor Schluß noch besser zur Geltung. Hier scheinen mich börsrntechuische Momente nrftgewirkt zu haben, da die Kontermine angesichts der oinsetzenden besseren Stimmung eine Beengung ihrer Positionen befürchtet« unid forcierte Deckungen vornahm. In der Kulisse kam oi« günstize Tendenz ebenso starck wie nn Schranken zum Ausdruck. Einige Kulissenpapiere waren Gegenstand besonderen Interesses, wie zum Beispiel die österreichischen und ungarischen Hofherr, tvelche von der günstigen Kursgestaltung sämtlicher kleinen Maschinemverte profitierten. Erster« waren um 9000 K.. fitere um 17.000 K. hoher. Auch tschechische Jndustrivwerte waren mit Rücksicht auf di« besser« Gestaltung der österreichischen Krone in der Tschecho-Slowokei stärker begehrt. Skoda waren um 28.000 K., Poldi um 8000 K. höher. In Brnkwerten war das Geschäft nicht umfangreich. Von den übrigen Jndustri«n>erren erholten sich Waagner um 11.000 St, Siemens um 4000 K., Salgo um 18.000 K., frao- Pathen unk 12.000 K. und Semperit um 0000 K. Im Schranken hat eine namhafte Reihe von Papieren erhebliche Steigerung.'!: auftulversen. So stiegen Nordbahn um 1,200.000 K., Navigastone um 100.000 K. Bon drn Petroleumwerten -erhöhten sich Fanto um 00.000 K., Galicia um 95.000 K., Naphtha um 40.000 K., Schodnie.r um -TC? K . Wien-Floridsdorfer um 10.000 K C«.? besonders rege Bewegung l^rrscküi in den Kleir.masch'.nenwerren. Es. stieben Körting um 8000 K., Brückenbau um 30.000 St, T«nes um 45.QOO St, Gesia um 11.000 St., Sigl um 7000 St, Manvschek um 26.000 K., Ddarswerke um 11.MO St., Zieleniewsli um 15 000 K. In Eppl« und Herd kvrrnte kein Kurs gemacht werden und sind diese Werte nur mit Geld angeführt. Nur Kurz waren um 20.000 K. niedriger. Be zugsrechte: Galizische Hypotheken 4000 K, Grazer Brau 80.000 St., Watchaloivski 11.000 K, Grazer Ltiaggmi 8000 K., ungarische Zucker 865.000 K. Auf dem Anlagsrnarkt waren österreichisch-.' Renten begehrt. Bon be« Exoten notierten: Holzverband 27.000 big 29.000, Knobloch 28.000, Tepege 01.500 bis llt.OOO, Universale 60.000 bis 63.000, Wiener Steifen 19.500. Börse für landwlrtschaWche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgonzeitung'-.) .Das mildere Wetter bat die Tendenz im Sinne der Diattrakeit ch^einflußt, zumal auch das Geschäft nach Süddeutschland und der Tschecho-Slowakoi eine wesentliche Einschränkung erfahren bat. Der Grund der Zurückhaltung im Einbaus« dreier beiden Länder liegt darin, daß große Mengen in russischem Weiten und Korn zur Verftraung des Konsums bereits bezogen worden sind. Das Lokogeschäft in Weizen hielt sich rm bisherigem Wochenlaufe. ebenso an der acstriaen Mlttwochbörse in sehr bescheidenen Grenzen. Inländischer Weizen erzielte 3276 K. ab Station. Rogahn tendierte matter, da das Offert in rumänischer Mare sich als ausreichend erweist, anderseits der Absatz nach der Tschecho-Slowakei unterbunden ist. Inländisches Korn fand Unterkunft an den Konsum zu 292o K. ab Station. Braugerste lieat in der Slowakei sehr fest und konnten speziell an der Presiburger Börse sebr löbhafte Umsätze getätigt werden. Hier herrscht Geschäftsstille vornehmlich aus dem Grunde, wsil der Konsum in: Markte nicht vertreten ist. Der Transportverkebr nach Süddeutschland ist auch nicht mehr so lebhaft, da der slowakischen Gerste in polnischer Ware, die m diesem Erntesahve besonders gut geraten ist. ein unl-iebsa-mer Konkurrent erstanden tft. Das polnische Produkt fand bereits in größeren Mengen seinen Weg nach Dirddautsckland. zumal sich die Preise billiger stellen, wie für slowakische Gerste. Mais tendiert« ri«mlich matt, einige Ladttnaen fanden Unterkunft in der Preislage van etwa 1.33 tschcch. K. ex Schlepp Bratislava. Hafer liegt ruhig uud wrrrde zu etwas billigeren Pveisen gerne abgsgeben. Die Tendenz für Mehl« findet eine ettvas freundsichere Beurteiluno. da die Vorräte der zweiten Hand sich allmäbsich lichten. Der Umstand, daß die Budapester Mühlen rbre Notierungen-erhöht baden und daß anaeblich ungarische . Mehle wieder in größeren Merrgen von der Tschecho-Slöwakei anfgeüomrnen worden sind, batte zur Iolae. daß man auf dem Wiener Platze unter unveränderten Preisen nicht ankommen kann, aber auch diese w»rrden seitens des Konsums nur schleppend zugebilligt. Es notieren pro Kiloqramm ab Wien exklusiv« der Pauschalwarenumsatzsteuer r Weizen inländischer 8250 bis 3350 K., sugostawischer 3650 bis 3700 St, rumänischer 3500 bitz 3650 K., Rogpen 2925 bis 3000 K., Gerste inländische 3600 bis 3850 K.. tschechoslowakische 3860 K. bis 4250 K. <1.96 bis L11 tlchech. St.) ob Marcheqg, Futtere erste 2800 bis 2600 tschech. K., Mais 2900 bis 3000 K.. Cinqnantin S200 bis 3300 K.. Hafer 2600 bis 2700 K.. Weizenarieß inländischer 6200 biS 6300 2., Weizenmehl inländisches 0 5700 biS 6800 K.. amerikanisches Dollpatent 6100 bis 6500 K.. Brotmebl 4150 bi« 4250 K. Futtermehl ln 2500 . bis 2600 ft., Roggenmehl 4500 bis 4600 ft., Kleie 1600 bis 1650 St. t'opyrigthbi if*3 Nachdruck verbot«,. Lrtrtsch»Lrsterreic!iisch« Verlag, Wie»,. 87. yortjedung. Me Heimatlose«. Von Wilma vukelich. Jener wird dich erstellen mit Le'vb und Sosl«, der sich verpflichtet, diefe's Mciisterlvevk, deinen ovttsichen Körper, mit Seide zu behängen, ihn lebenMnHlich zu füttern, wie man ein seltsames Tier füttert... bis 4nt quillst und quillst, d-ie göttlichen zersprengst mtb fett wirst über alles Maß. Und du wirst Kinder gebären von diesem Manne, der sich das Recht mit barer Münze erkauft, der Vater deiner Kinder zu werden; denn er braucht die Fa-- wi'Ite als Rückhalt, den Sohn aber als Erben feiner Tradition und seiner Wertpapiere. Verstehst du, Lydia?-Noch blühst du wie ein-e Göttin des Diovgeulandes und bist schöner als alle, die ich je gssrhen. Noch hast du die Chancen deines Leibes, di« die einzigen sind, welche die Natur euch in die .Haud gibt . . . Bald aber wird einer konvmen, mit Vevbri-csten Rechten, und wird di« Göttlichösit deiner Linie zerstören. Denn er wird nichts verstehen von dem Isiihcrvrdentsichen, das in dem Gebilde deines Körpers sich zu höchster Vollkommenheit austristalisierte. Er wird ein hü-bsches Lärvchen rmd wohlge-bildete Formen fehen. Er wird ein gnierzoomes Vdädchen aus wohlhabe-ndem Haust sehen und eine nicht zu verachtende Parrie und wird nichis von jener Mystik ahnen, die in dir und deiner Schönheit ein göttliches Prinzip vcrkör^pert. Die Mystik des Hermaphroditen, der sich selber lieben muß. weil er das BeMom-- mcite ist. Das eine, das m sich beruht und sich noch nicht zerteilt hat in die Upzulangsichkeit Meter Prinzips." Lydia lachte. Aber ihr Lachen tvar unfrei. Sie verstand nicht ganz, aber es war schön zu hörw, gehörte zur Srimnmng der Strrnde, die sie unrnebslte und band. „Ich urust dich sehen, Lydia, muß Glied um Glied, Form und Form deines Leibes erobern. Sichst du . . .", und er zeigte auf die nackten Gestalten, die an den Wänden leuchteten. L-oda und Danae, di« LiMi-We e-ines .Gottes die Harmonie der Firmen und Linien^ autzelöjt in ein« wirre Unrast, in ein Fliehen und Sich-Verschsingen der Linien. Leuchtendes Fleisch in sieghafter Nacktheit... und eine große Glut, die rief und rief. Sulamith und Salome. Lady Gcdiwa und Susann«. Alle, die schon waren und im Zeichen des Fleisches siegten. Die Dirn« des Boulevards und die Dirne des Salons. Die mädchenhafte Kind-- sichkeit, di« erst die ersten zarten Knospen spitzt und die ersten BÄttcheu rötet. Und di« Fülle, die sich ausbreitct, tre rhre Formen leuchtend entfaltet. Fleisch, rosiges Fleisch, beseelt von Gl-uh, geschwellt von Begierde, Sehnsucht und Trauer, ausgelöst in die zerfließende Linie. Urrd zitternde Sä-am, in Wut gogoffen. als fahl« Blässe über gesenkten Wangen. Als feuchter Glanz in halbgeschlosienen Augen, und das Melken der Linie. Ihr leises Hinschwinden und Slch-Äustöstn, das so schmerzlich ist, weil es Heiligtümer zerstört. Weil es weint um sich selber, die schöne Form zu ihrem eigenen Zervbilde macht. Runzeln, Falten, Flecke, Laster und Müdigkeit ins Fleisch gräbt. Mit großer Gvste wies Gero auf seine Galerie. „Siehst du. Alle sind da. Jedes Prinzip verkupfert. Nur du fehlst. Denn nur irn Märchen beglücken Königinnen gewöhnlich« Sterbliche. Das Lcbe-n aber hat für uns nur di" scll« Dirne und di« seile Dummheit übrig. Die ein«, di« sich taufen, di« audcve, di« sich übertölpeln läßt. GKergeschenl« fallen uns armen Sündern nicht mehr in Le» Schoß. Dein Körper aber ist «in Gottergeschenk, das mit fcu allein geben kannst, nur du, Lydia, aus drinenr fteien Hillen. De,» ^Künstler und dem Manne . . , Tonn aber . . . Lydia blickt« benommen ... wie eine Berauscht« vor sich hin . . . berührt« cr mit unendlicher Zartheit und Vorsicht di« feine Schulter und strich den Arm hinab, mit einer Gebärde voller Delitzatesfe, di« dennoch einer Besitznahme glich. . „Du w.rft zn mir tonrmen, Lydia. Wie Monna Vauna wirst du kommen. Bekleidet nur mit dcinein Mantel. Dü wirst mir deinen Körper geben, daß ich ein Kunstwerk aus ihm gestalte. Du wirst kommen, Lydia, aus freien Stücken uud r.rcht vom Momente berauscht. Und ich werde dich malen, wie ich keine noch gemalt. M das Knrzitz des Schönen, das sich selber liebt, Nicht Wiener Warenbörse. (Eigenberichr der „Wiener Morgen-eitung".) öium öffentlichen Verkaufe aelanaen am 7. k- '/«! Uhr, Leder. Wiener vmzdvrse. (Eigenbericht de.r „Wiener Morgenzeitmrg^.) An der geftrigrn Holzbörse nohm da- AnSpebot einen größeren Umfang an und auch besiere Kauflust stellte sich ein. Exekutiv wurden gedeckt 500 Kubikmeter Fichte^ Tanne 18, 20. und 30 Millimeter von 18 Zentimeter auf* wärtö, 4 bis 6 Meter lang zu 520.000 K. ausftlhrftei Salzburg. Ausgeboten wurden: Brennholz Buche trocken zu 3,600.000 K. ab Wien, Erlensckeiter trocken zu 2,950.000 K. ab Marchtgg, weiche Holzkohle zu 960 f\, harte Holzkohle zu 1150 K. pro Kilogramm ab Wien, von P e it b 6 o l |H Schntttmaterial Aborn slowakisch 27/40 Milllmeicr von 25 Zentimeter aufwärts zu 950.000 K. ab nieberösterreichischev Station, Btrn unzedämvft zu 900.000 ab oberösterreichischer Station, Buche gedämpft rumänische zu 1.150.000 K. ab Wien, Eschenpfosten zähe von 53 Millimeter aufwärts 3 bit 6 Meter zu 1,500.000 K. Wien, von Laubbolz-Runbholz Esche 30 Zentimeter aufwärts zu 750.090 K. Wien, von Nadel-- Holz-Schnittmaterial Tischlerware 26 Millimeter 17 Zentimeter aufwärts zu 730.000 K. ab Wien, Kantholz 4 bis 6 Meter 15/15. 15/18 zu 480.000 K. ab niederösterreichischer Station, Lärck'e Pfosten 80 Mllrmeter besäumt zn 800.000 ft ab steiermärkischer Station. «aumwollmarkt. S»ew*>Lt»rk« 4. Marz. Baumwollzufubren in den ntlant. und Golfbaftn 16.000, im Innern 40M. Ausfuhr nach Großbritannien 8000. nach dem Kontinent 21.000. Lokalmarkt «nddlm*: 28.50 (letzt. Kur? 28.50). Tendenz: Ruhig. —' Termine r Februar —. März 28.17. Avril Mai 28.47, Juni Juli 27.90. August 26.40. Sevtember 25.80 Oktober 25.14. November —, Dezember 24.80, Jänner 24.47. Berliner Börse. Berlin. 8. Marz. Bei u,verändert bochqradiger Ge-» sckwftsstill«. 1 i« mit den schon wt D.enüp« dargestellten Ursachen erhärt ivird. fanden di« Zwangsglattstellunqen für neuerdmgs in Zahlungsverl«gcnb?:t geraten« zwei klorne Börsen firmen, di« man allerdings noch zu ha-lten boftt, ihr i Fortgang. Der Kursstand wies daher erneut Senkungen von 1 bis 3 Billionen Vco^nt für di« ftihrenden Papiere a-u?' diesen standen freilich auch Kurserholungen »n unaesähr alcichem Ausmaß aeqenüber die mit Deckungen und Mfer lautenden Ber'chten über den Geschäftsgang m Hand«! und Industrie zusammenbcinaen. Bon Rentenwerien lvar Kriegsanleihe mit 95 rückgängig. Am Geld und Dobiftnmarkt hat sich nichts von Bederrtung geändert. Der Fmnkenstrrz hat sich nicht fortg.'setzt. (Alles in Billionen von Mark.) Schlußkurie: Türkische Lose 26.1. Oesterr. SiaatSbah« 38—, Nordd. Lloyd 8.1. Ber. Vlbesckiffahrt 5.—, Berliner HaubelSgesellschaft 47.25, Kommerz. Privatbank 7.—, Tarmstädter Bank 13.—, Deutsche Dank 13.8, Diskonto» Kommandit 16.5, Dresdner Bank 8.—, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.6, Oesterr. Länderbank , NeichSbank 36.5, Wiener Bankverein 0.425, Wr. Union* bank 0.65, Mg. ElektriziLStS-4«eseLschaft 12.3, Bockumer Gnßstahl 60.—. Daimler Motoren 4.6, Teutsch-Luxemburger 53.5, Deutsche Maschinen 8.25, Dynamit dlobel 9.8. Felten n. Guilleaume 29.975, Gelsenkirckener Berg. 60.—, Tb. Koldschmidt 18.25, Harpener Bergbau 79.4, Hirsch Kupfer 98.—. Höchster Farben 16.-?-, Hobenlobe-Werke 39.5 Laurobütte 19.5, ManneSmannröbren 44.1, Phönix Bergbau 88.75. Schuckeri n. Co. 46.75. Siemens «. HalSke 44.25 Telephon Berliner 6 75. Dollarschadanweisungen 89.—. Bnmer Börse. Prag. S. Marz. Die Befestigung am Fndustrieaktienmarkt« macht« bei Eröffnung der heutigen Börse weitere Fornchvitte. ^m Vordergrund« des Interesses waven Zucker-, Brau-. Papieruud DlaschinensabrAs-Aktien. Arbftvagrwerte konnten sich nur mäßig befestigen. In der Kulisse war d»« Stimmung sebr rudia. Heimische Banken mimmmmmmmmmmmin imi" n LH "■■*9 ' das. lvas der Ergänzung bedarf, um vollkommen zu sein. Nicht das, was im Geschlecht« herrscht und vollkommen ist im Geschlecht«. Ich werde d:ch malen als das Vollkommene in sich. Lydia! Äls Letzte. Das eine. Du." Gero stammelte. Er fand kein« Worte mehr. Nur mit den Augen verschlang er sie. Sie aber wollt« di« leichte Note wieder ftndem Das DnM«, Gewichtig« hinwegscherzen. Plaud''rn, wie Lydia zu plaudern verstand, mit einem femen Spott um die Lippkn, mit em-snr Goldlaut in der Kehle. „Narr! Dichter! Maler arkadischer Träume! Siehst du nicht, daß ich «in kleines Dtädchen bin gleich allen anderen? Meine Mystik ist Unwissenheit und Neugier. Meine Vollkommenheit aber ein Zufall und nicht dtze Plastik der Seele, die das Äle Gefäß für «inen edlen Inhalt aussormt. Ja, ich l«eb« mich selbst. Aber nicht mit der Liebe des letzte» Prinzips, dos aus der Zwr^heit heimkehrt in die letzt« Einheit. Sondern mit der Liebe der kleinen Egoistin, die den Weg über sich hinaus noch nicht gefunden hat." Nicht das war der Sinn der Worte, die Lydia sprach. Diesec Sinn fl cg nur ivaertzd-wi« vor ihr her. und sie konnte ihn unnwglich fassen. Si« plarrdert« nur, wie Lydia pl<ull dcrt. An der Wahrheit vorbei. Hübschen Flitter. Worte, die sich verstecken voreinander. Die sich ein,fangen ut*4> über- Purzeln und denen ihr Lachen erst di« rechte aab, weil es ahnen ließ, was Lydia verschwieg. Tann schlüpft« sie m ihren Mantel. Schmollt« wirklich. Wie konnte man nur solchen Unsinn reden? Wo sie doch vertrauensvoll und mit bat besten Vorsätzen zu Gero gekommen! Und wenn st« sich nicht so besonders für Kunst interessierte, wäre st« überhaupt nicht gekommen. Nur um sein Atcilier habe es sich für sie gehandelt. Und dieses sei wirklich reizend und mteresiant. Und sie habe vorausgesetzt, daß er ein guter Junge bleiben würde! Dann warf sie das Köpfchen kokett in den decken, blinzelte bedeutungsvoll mit den Äugen und sagte mit «mein gedehnten Laut, der sich nur zögernd von ihre» Lippen zu lösen schien: sFortjetzung folgt^