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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-02 · Heft 1812 (2.3.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1812 (2.3.1924)
Date
1924-03-02
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seile 10 ~ Wim. Sonnlag " «■■■■■■■■■BBBBIBIB« ■■■■■■■■«« ■■■■■■0G9B zu M reduzierten Preisen m » * Blusen, Kleider, Schlafröcke, Damenmäntel, * ■ Damenwäsche «. samt!. Herrenmodeartiket ■ •Schostalft Härtlein S ■ ■ ■ I. Kärntnerstrasse 14 I. Stephansplatz 2 J S Beginn Montag den 3. März iflLKAI S E RSTRAS SE-Ul-113 -115 Beginn Montag den 3. März GROSSE n O DELL.OKKASION eiej>a«ter Ball-,Tan*-ti.Strassetikleider Wien. 2. März. * Mein Schnupfen. Hat schon jemand über den Schnupfen nachgedacht? Ich glaube nicht. Es gibt hübsche lyrische Beschreibungen der Hühneraugen, so von Heine, dann haben Scheffel/Baumbach und Goethe den Katzenjammer eingehend gewürdigt. Aber den Schnupfen? Mark Twain stellt zwar alle gegen diese Schickung angepriesenen Rezepte zusammen, und die Sache endigt, wenn ich nicht irre, mit einem Mord. Es ist so, daß die Erscheinung bekannt ist. aber nicht ihr Woher. Ter Arzt, den man fragt, wirst ein Dutzend Fremdwörter aus, sagt dreimal Schleimha-utfeuchtigkeitsabsonderung und spricht dann über den Bankbeamtenstreik. Es bleibt nichts übrig, als über diesen Mangel der Wissenschaft und der Kirnst nachzusinnen. Die dicke Berta, der erste Maikäfer ist besungen worden, aber der Schnupfen? Und doch ve-rdient auch er es. Er stimmt den Menschen mild und weich. Auf dem Tischchen neben dem Bett liegen zwei Dutzend Taschentücher und der Patient betrachtet sie und die Welt überhaupt mit feuchten Augen. Man will „sei Ruah" haben und, weiß Gott, man verschafft sie sich auch. Es ist ja alles so furchtbar gleickaultig und nur das interessant, was sich auf die Nase bezieht. Den Geruchsinn, der angeblich so wichtig ist, vermißt man nicht. „Beim Hausmcrsta ist scho wieder dö Mülli o'brennt!" sagt die Kathi im nächsten Zimmer, aber ich rieche das nicht. Auch davon, daß der Herr Selcher unter dem begeisterten Protest aller Nachbarn frische Wurstfülluwg nach Hause führt, weiß ich nichts. Ich träume vor mich hin, bergige die tropfende Nase und die Augen und blättere in „Scherers Familienblott". das mir die Fleischhauermeisterin von gegenüber (Extrem ohne) gegeben hat. „weils so viel guat ist bei a jede Krankheit, wissen's, der Band war schon bei der Frau Mandl, wie die Fritzl die Masern g'habt hat und im Kriey. Jesias. da war er in alle Spitäler, da Heraußen zuletzt hat'n mer Schwager g'habt. Die der is »mal aus'n Feld hamkumma, hat er arod den blad'n Ferdl bei da Rest antroff'n. na. und wia so so dischpatieren, hängt eam auf amol a Aug'n außa." Haaaalt! Mos steht denn in dem Band? „Der Eiffelturm im Bau." Also aufregend neu ist die Sache nicht. Allerlei Wissenswertes: Die Spinne vermag ihren Faden zur 7634fachen eigenen Länge M spinnen; vom Alpha im Centauren bis zum Gamma im Perseusnebel sind 14.298 Billionen geographiiche Meilen (so weit? fragt die Grell erschrocken). Weiter: Nützliche Winke für die deutsche Hausfrau: Tannenzapfenpudding (man nehme, gebe dazu, drehe dreimal um. laste rasten, schiebe in die Röhre und lege dann das Ganze vorsichtig zum nächsten Kanal). Kartoffekbrause. Teewasserleitung, wie macht man aus Mausefallen Aprikosenbrötchen für Vas Nesthäckchen? Wie aus Hosenböden Zvgarrentaschen für Männchen — aus Ho . ., nein, mir ist mein Schnupfe« lieber. 'Wiener Mnr^en^eitnnq. * Dienstjubilaum. Am 1. d. feierte Herr Bernhard Mager, Disponent der Firma Teppichhaus-Möbelhaus S. Schein, Wien, 1. Bez., Bauernmarkt 12, ehemaliger Leiter der Lcmberger Filiale, sein Lösähriges Dienstjubilänm. Sowohl seitens des Chefs und der Direktion als auch durch die Kollegenschaft wurden dem Jubilar zahlreiche Ehrungen zuteil. * Eine Fluglinie Wien—Triest. In R o m sind Abg. Dr. G i m P l und Generaldirektor M e s s a u y <ms Wien ciuqetroffen, um mit dem Commissariato dell'Aeronautica der staatlichen Zentralstelle für Luftverkehr in Italien über den Anschluß der von der „Austria-Flugverkehrs A.-G." in Wien geplanten Fluglinie von Wien über Graz nach Triest Verhandlungen zu pflegen. * Die Wohnungen im früheren Handelsmluisterium. Wie das Wohnungsamt der Stadt Wien mittcilt, werden die bisherigen Amtsraume des Ministeriums für Handel und Verkehr in der Porzellangasse in 7 0 Wohnungen umgestaltet uitb vom Ersparungskommissär der Bundesregierung im Emvernebmen mit diesem Ministerium an BundeSa n g e st e l l t e vergeben. Das Wohnungsamt hat dem Ersparungskommissär der Bundesregierung eine Liste der beim Wohnungsamtc der Stadt Wien in der Notstands- und Kontmgcntcnliste vorgemerkten Bundesangestellten mit dem Ersuchen überreicht, bei der Vergebung der ueuerstellten Wohnungen dahin zn wirken, daß die vom Wohnungsamt der Stadr Wien vorgeschlagencn Bundesangestellten in erster Linie berücksichtigt werden. * Tie Oberschwester des Franz Josef-Spitals entlassen. Die Oberschwester der chirurgischen Abteilung des Franz Josef-Sprtals, ans deren Geheiß die geistlichen Pflcgeschwestern die Mitwirkung bei Schwangerschaftsoperanoneu verweigerten, wurde über Anordnung des Ministeriums für soziale Verwaltung vom Dienste enthoben. — Aehnlich wie in Wien sind auch die geistlichen Schwestern an der Frauenklinik im St. Johannsspital (Salzburg) in den Streik getreten, wo sic ihre Mitwirkung bei gewissen ärztlichen Eingriffen (Unterbrechung der Schwangerschaft) verweigern, obwohl in dem genannten Spital derartige Eingriffe nur durchgeführt werden, wenn ein ärztliches Gun achten sie als unbedingt notwendig bezeichnet, um Leben und Gesundheit der Patientin zu erhalten. $ Effektenlotterie. Wir erhalten vom Verband der jüdischen Kriegsbeschädigten, Invaliden, Witwen und Waisen, 2. Bez., Obere Donaustraße 63, Tür 4, die nachstehende Mitteilung: Tausende jüdische Kriegsopfer, Kriegsverletzte. Kriegsblinde, erwerbsunfähig Gewordene, dam: Witwen und Waisen gefallener Juden sind der bittersten Not, dem nagenden Hunger preisgegeben. Der Verband stellt aus seinen Mitteln das Notwendigste zur Erleichterung des Daseins dieser Aermsten der Armen bei. Keiner von denen, die ohne Prothesen oder mit schadhaften Krücken durch das Leben humpeln und infolge der engherzigen Heimatsbegriffc hier Fremde geworden sind, geht ungetröstet von der Schwelle des Verbandes. Aber unsere Mittel siird erschöpft. Durch Veranstaltung einer Lotterie wollen wir den unglücklichen Kriegsopfern helfen. Wir wenden uns nunmehr an die Oeffentlickkeit, an die jüdischen Stanimesbrüder, um Abnahme möglichst vieler Lose. Jedes Los bedeutet eine warme Mahlzeit für einen dieser Armen. Lose zum Preise von 5000 K. sind in den Trafiken, bei den jüdischen Vereinen und auch am Schalter der „Wiener Morgenzeitung" erhältlich. * Zionistisches Landeskomitee. Das Zionistische Landeskomitee teilt mit: Morgen (Montag), 7 Uhr abends, findet eine Sitzung der F i n a n z k o m Mission star. --- Wiener Zionistisches Lokalkomitee. Das Zlouislische Lokalkomitee teil: mit: Heute, 11 Uhr vormittags, im zionistischen Bureau, 2. Bez., Taborstraße 20 a, Sitzung des Lokalkomitees. Die Delegierten werden ersucht, pünktlich und zuversichtlich zu erscheinen. /'Keren Kajemeth l'Jsrael. Herr A. Pollak, der europäische Vertreter des Hauptbureaus in Jerusalem, welcher v-r kurze-m längere Zeit in Palästina weilte, um das SiMungswerk des I. N. F. zu besichtigen, wird Donnerstag den 6. d., 7 Uhr abend, im Lokal des 5k. K. L., 2. Bez., Zirkusgasse 33, über seinen Aufenthalt in Erez Israel berichten. Die an die Mitglieder der Landeskoinmission und die K. K. L.-Kommissäre ergangene Einladung enthält die irrtümliche Angabe, daß dieser Vortrag am Mittwoch den 5. d. stattfindet. Richtig ist somit der Termin: Donnerstag den 6. d. Kleine Chronik. 2 Ausgrabungen inBhblos. Wertvolle Aufschlüsse über die Handels- und Kulturbeziehungeu, die vor 3500 Jahren zwischen Aegypten und den syrischen Phöniziern bestanden, haben die seit 1921 in Jebeil, dem alten Byblos, von der französischen Verwaltung vcranlaßten Forschungen ergeben, über die Professor Pierre Montet, ein bekannter Aegyptologe, in den „Times" berichtet. Die Asgypter lernten von den Phöniziern die Kunst des Schlffsbaues und bezogen von ihnen Pinien- und Zedernholz, Karruben, vor allem aber die zur Einbalsamierung ihren Toten unentbehrlichen Stoffe, wie den Asphalt und ein bestimmtes aromatisches Oel. Sie hatten daher, wenn sie die Herrschaft über die syrische Küfktz nicht selbst ausüben konnten, an den guten Beziehungen zu den dortigen Fürsten das größte Interesse. Professor Moutet hat in Byblos die Reste eines syrizchen und eines ägyptischen Tempels aufgedeckt: unter dem Fundament ihres Heiligtums hatten die Syrer zahlreiche Götterbilder, Amulette und Basen vergraben, die zum Teil die Namen Ägyptischer Könige des Alten Reiches aufweisen, was das hohe Alter dieser Beziehungen bestätigt. Weitaus wichtiger aber wurde der glückliche Zufall, daß im Februar 1922 ein ©turnt den Einsturz einer das Meer überhangenden Felswand verursachte, wobei cm al-tes Hypogäum freigeleyt wurde, in dem ein mächtiger Sarkophag stand. Eine in der Totenkammer gefundene Obsidianvase trug den Namen Amenemhats des Dritten, der von 1850 bis 1800 vor Cristi über Aegypten herrschte. Eingehendere Nachforschungen führten zur Entdeckung von drei weiteren Grabkammern, von denen eine vor etwa 70 Jahren von einem unbekannten Engländer entdeckt und ihres Inhaltes beraubt worden sein muß. Eine dieser Grüfte gestattet eine ziemlich genaue Datierung und liefert den kaum zu wiederlegenden Beweis, daß es sich um eine während mehrerer Generationen gebrauchte Gruftstätte der einheimischen Fürsten von Byblos handelt, denen man mit ihrem wertvollsten Besitz auch die von ägyptischen Königen ihnen zugesandten Geschenke mitgab. Der hier bestattete Tote wird auf einer Grabsichel als „Fürst von Byblos, Pp-schemu-Abi" ^bezeichnet; aus einem der anderen Gräber erfährt man, daß hie Fürsten von Byblos sich auch als „Scheich der Scheichs" bezeichnen ließen Die Inschriften dieser Gräber, die etwa drei Jahrhunderte vor der Einführung der Keilschrift in Phönizien ervtstcmden, sind in ägyptischen Hieroglyphen ausgeführt, die nach ihrem phonetischen Lautwert verwendet wurden. Die Ausführung verrät für den Aegyptologen die Hand eines fremden Nachahmers, dem die eigentliche Bedeutung der Zeichen nicht ga,nz klar gewesen zu sein scheint: einige davon sehen hetitischen Hieroglyphen ähnlicher als ägyptischen Fürst M-schemu-Abi ließ sich das köstlichste der ägyptischen Geschenke, das man bisher in Byblos Heiunden hat, mit ins Grab geben, ein Juwelenkästchen aus Obirbian und Gold, das mit den Funden von Luxor durchaus 2. März tm ‘ _ . Nr. 1819^ auf die nämliche Stufe künstlerischer Vollendung zu stellen ist Für die Forschung ist die Inschrift dieses Kästchens besondev wichtig, die es als ein Geschenk des Pharao Maakherura« (AmenemhatS des Vierten) bezeichnet, der von 1800 bis 179) vor Christi herrschte; die Annahme ist naheliegend, daß der Br, schenkte der Sohn des im ersten Hypogäum beigcsetzten Fürstet war, dem Maakheruraas Vorgänger Gaben gesandt hatte. 38 ausländische iüdische Zeitungen in Polen verboten Aus Warschau berichtet I. T. A.: Im Verlauf dos den gangenrn Jahres wurde iu Polen 176 ausländische» Zeitungen und Journalen das Postdebit für Poller entzogen. Unter diesen befinden sich 38 ausländische jüdische Zeitungen. _ _ (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" fink entgeltlich.) 6 billige Handschuh-Tage bei Geruyroß. Lelen Sie unser Inserat auf Seite 17. * Die österreichische Tabakregie auf der Wiener Früh jahrsmesse wird diesmal am Rotnndengelände in einem eigen? hierzu neu erbauten geräumigen Pavillon auch einen Teil de§ Tabakregiebetriebes (maschinelle Erzeugung und Verpackunc von ägyptischen Zigaretten) dem Publikum vorführen und die dort erzeugten Zigaretten gleich an Ort und Stelle zum Verkaufe bringen. Außerdem werden auch alle übrigen Regietabakfabrikate hier und im Mes'epalast (eigener Pavillon im großen Hofe) in den neuesten Packungen und Ansstaltnngen zur Ausstellung und zum Verkaufe gelangen. * Alle Äavsfrcucn rttfen im Chor: „Die belle Seite ist Sinnet." » * Wegen Auflassung meiner Filiale in der Arbeiicrgafs» verkaufe ich die von dort übernommenen Waren (Ottomane Diwane. Eisen-, Messing-, Patentmöbel usw.) in der Zentrales 2. Bez., Darwingassc 39. und 2. Dez., Nordbahnstraße 44, z« besondcrs billigeil Preisen. M. Weitz. Mchten Eie die Preise für Letnenivaren im Warenhaus Brüde* S ch i f f m a n n, 2. B e z., T a b o r st r a ß e 48. Webe.. Uro Meter 10.500 K. 8.500 K Cbiffon ..pro Meter 13.500, 11.000 K. 9.800 „ Streifgradl.pro Meter 19.800 K. 17.500 , Damast .pro Meter 22.800 K. 18.500 „ Inlet....pro Meter 14.800 m Moliuo ..- . . .pro Meter 8.900 „ Bettzeugc ...».pro Meter 15.800 K. 12.800 m Batistchiffon ...pro Meter 15.003 m Matratzengradl.pro Meter 30.000 K. 24.000 „ Bettücher . 26.500 K. 19.800 , Tischtücher .48.000 , Kaffeegarnitureu.... . 98.000 „ Gläsertncher... 8.000 m Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische B ezirkssektkon Prater. Heute run 8 Uhr abends im eigenen Heim, 2. Bez., Jungstraße 8, Vortrag Prof. Artur Freud über „Theodor Herzl". — Zi o n i st is ch - a ka de mi s ch e r L a nd esv e r b achd. Heute, präzise 9 Uhr vormittags, beginnt das historische Seminar. — Zionistische Sektion 6—8. Bezirk (8. Bez., Bennoplatz 1). Dienstag den 4. d. um 8 Uhr abends im Bereinsheim, 8. Dez., Bennoplatz 1 a, Konzertakademie mit anschließendem Tanz. — Zionistische Bezirkssektion 19. Dez. Mittwoch den 5. d. um 8 Uhr abends im Saale des Tempel- Vereines, 19. Bez., Dollinergasse 3, Bortrag des Herrn Doktor Josef Löwen herz. — Misrachi-Beztrksgruppe 2, Sprengel 2. Heute um dreiviertel 6 Uhr abends im Bethause „Chassidim" (Sadagoraer Klaus), 2. Bez., Herminengasse 8, Propagarrdaverfammlung. Redner: Herr M. Groß. Gäste willkommen. — Seniorenvcrband der Z. M. B. Der nächste S. (£. findet Montag den 3. d. auf der Jedidäabude, 9. Bez., Nußdorferstraße 61, um halb 8 Uhr abends statt. Alle Korporationen mögen pünktlich erscheinen! — Jugendverein Ahawa'rh-Zion, 2. Bez., Glockengasse 30. Heute um 8 Uhr abends im Cafe Orient, 2. Bez., Praterstraße 66, Jubiläumsabend anläßlich des 50jährigen Bestandes des Vereines. Leopold st ädter Volksheim, 2. Bez., Zirkusgaffe 48. Heute um 7 Uhr im Festsaal: Wilhelm Klitsch (Deutsches Volkstheater): Heitere Dichtungen. Karten bi? 10.000 K. Eine Jüdische Kulturliga in Wien. Die Initiativgruppe der zu gründenden Indischen Kulturliga in Wien beruft für heute Sonntag um halb 11 Uhr vormittags in den Saal des Jüdischen Theaters, 2. Bez., Taborstraße 14 (Hotel Stephanie), die konstituierende Versamnllung ein, zu der alle Freunde jüdischer Kultur eingeladen werden. Der Würstelball des Theaters an der Wien. Der Dienstag in den Sophiensälen vom darstellenden Personal deS Theaters an der Wien veranstaltete Würstelball wird das einzige Ballfest der Wiener Bühnenkünstler des heurigen Karnevals fein; die Liste der sich aktiv an diesem Ballfest beteiligenden prominenten Wiener Bühnenkünstler und -Lieblinge ist außerordentlich groß. Der große Sophiensaal wird von Maler Ferdinand Moser und Inspektor Ludwig Macek prachtvoll dekoriert und unter anderem das alte Theater an der Wien sowie die lokalhistorische Entstehung des WürstelballeS zeigen. Im kleinen Saal gelangt eine große Nutschbahn und ein amerikanisches Roulette zur Aufstellung. Für die Logenbesncher ist eine besondere Ueberraschung, die zugleich eine sinnige Ballspende darstellen wird, geplant. Ein Maskenball am Hofe des Prinzen Oriowski. Diese am Samstag den 8. d. im Zeremonien- und Rittersaale der Neuen Hofburg den notleidenden jüdischen Studenten Deutschlands gewidmete Veranstaltung verspricht ein künstlerisches und gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges zu werden. Nach der großen Mitternachtsakademie, bei der die ersten Wiener Bühnenlieblinge Mitwirken, findet ein feierlicher Empfang beim Prinzen Orlowski, ferner Gruppenaufnahme aller Künstler und Ballgäste statt. Damen erscheinen in Kostüm oder Abendkleid. Herren in Abendkleidung. Einladungen und Karten zu 60.000 K. in den größeren Theaterkartenbureaus. Zionistieche Sektion und | otirlcfraccp Jüdische TischsreseUsrhaft lAUlUall a^ac Heute Sonntag, den 2. März, 8 Uhr abends Eröffnungs-Akademie in unseren neuen Vereinalokalitäten C&fö Lovrana, III., Löweng&see 36 i05it Gäste willkommen!

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