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Wiener Morgenzeitung · 1924-03-02 · Heft 1812 (2.3.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1812 (2.3.1924)
Date
1924-03-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Veite S Men, Sonntag_ Uralte kier. Bon Rudolf Hundt. Wie hellte den Säu-gotieren Luft, Land und Wasser uls LebcnSraum dient, so befaßen i>in Erdmittelalter, in der sogcrranlüen Jurazeit imd in der i!hr zeitlich folgenden Mtkveide- Seit vor zehn bis fünfzehn Diilli-onen Jahren, die Eidechsen die Fähigkeit, sich diese drei Medien <vls Wohnrännve zu erobern. 'ülanerika, Afrika und Eur-o-pa haben mÄ ihrer: jurassischen und kreide zeitlichen Schichtenablageru'ngen hinreichend genug Beweise geliefert, so daß man sich von bom spezialisierten Leben dieser Saurier, die oftmals die fast märcherchafte Größe von dreißig Meter Länge erreichten, ein ziemlich genaues Bild nm-cken konnte. ‘ Aber eines wußte man bis jetzt nicht genau: Ob diese ricsenlwften Eidechserl, die als Flngsaurier in den Lüften Herrscher waren, die als Raubtiere mit flinker Bewegung das Land narb Beute abiuchren. die als gewaltige Fleifchmassen tagaus, lagern die Flachst bevölkerten, immer auf der Nahrungssuche, Eier legten oder lebendige Junge zur Walt brachten. Deutschland batte vor dom Weltkriege eine eigene Expedition ausgerüstet, welche au: Tendagurn, in den: früherein Dentsch--Oftasrika, gewaltige Sanrierreste auffand und nach Berlin brachte. In den letzten Jahren räjtcieu die Amevikairer eine aus fünfundzwalrzig Äkann bestehend? Expedition aus, die in den Jahren 1920 bis 192Z in der Mongolei bis an den Fuß des Altai Forschungen liach Dinosauriern anstellte und große Erfolge erzielte. Man fand in der Morrgolei über tausend Reste der heute vollkourmen ausgcstorbrnen Saurier. Darunter waren zroölf vollständige Skelette. Verschiedene nlitaufgefundene Säugetierrefte und Vögel eiustammen jüngeren Schichten. Wissenschaftlich am bedeutendsten und von größtem allgemeinen Interesse ist der Fund vor: fünsundztoanzig sehr gut erhaltenen Eiern, die bestimmt voll diesen Sauriern, den so genau men Schrcckcnssturiern, stammen. Die Eier l>aben «4ne Größe von etwa zwanzig Zcntiimrern. Sie wurden in Sandsteül gefunden und fiitb sehr gut erhallen. Man fand sie immer in einzelnen Hausen von fünf bis neun Stück. An den Eiern kan:: nmn rwch die Poren urrd einzelne Farbslecke feststellen, aus denen man auf die natürliche Farbe schließen kann. Die Stückzahl verrät inuner ein Gelege, und wenn mau bedenkt, daß der sie einschließende Sandstein früher einmal loser Wüstensand gewesen ist, vielleicht Flußustrsand, dann kann man sich sehr gut vorstellen, daß diese Saurier ähnlich wie cs die Krokodile auch tun, ihre Eier in den warmen Sand der Wüsteirflußnstr niederlcgten, damit sie von der Sonne ausgebvürei wurde:!. In unmittelbarem Zusammenhang mit den Eiern fand sich mich einmal ein Saurierskelett, und ztvar in einer Stellung, die das Der beim Eierlegen eingenommen haben mußte. Wie konnten null diese Sauviereier derfbemern und so der Nachwelt überliefert werden? Die Eier lagen in einer Vertiefung im Sand und wurden vom Wüstensand überschüttet. Als dann das Gi in der Wüstentemperatur austrockuede, sickerte in den Hohlraum Wüstensand ein. Er fällte ihn aus und aus dem langsam verhärtendell Sand wurde «n rötlicher Sandstein. Man vermutet, daß die Eier voll dem pflanzenfressenden Dinosaurier stammen, den mall llach dem Leiter der amerikanischen Mongolei-Expedition Pvotoeeratops Andrewsi geuewmt hat. Außer den zwölf vollständigen Sttletten, die man fand, waren unter den tausend Resten auch fünsimdsiebzig voll» ftärrdige Schädel von ganz jungen Exemplaren bis zu ausgewachsenen Riesentieren. Die größeren Exemplare der Mongolersaurier gehören den fleischfressenden Eidechsen an, wahrend die kleineren Formen den pflanzenfressenden Sauriern zuzuzählen sind. Dem Fachmanne fallen frie Ähnlichkeiten der Mvngokleifu.nde nach der Art ihrer Aufbewahrung, ihrer Zusammenfetzuilg mit den in den Jahren 1910 bis 1913 am Drndagnru, von der damals dort arbeitenden deutschen Expedition gefun« denerr Sauriern auf. Die Funde in Amerika, Afrika, Europa ergänzen sich gegenseitig derart, daß man ein fast umfassendes Blld des Sanrierlebens der mittslcktterlichen Erdgeschichte gew'nluell kann. Prinzessin Louise von Belgien gestorben. Wie aus Wiesbaden gemeldet wird, ist Prinzessin Louise von Belgien (vormals Prinzessin von Sachsen- Koburg und Gotha) gestern -'in HO. Lebrnssahr gestorben. Prinzesiin Louise, die älteste Tochter des Königs Lsopold des Zweiten von Belgien, hat die Oeffentlichkeit wiederholt mit ihren Geld- und Nevvenaffären beschäftigt. Sie war mit dem Prinzen Philipp von Sachsen-Koburg verheiratet, der sie wegen ihrer Schulden, die sie in krankhafter Verschwendungssucht aufhäuste, in einer Nervenheilanstalt einsperren ließ. Von dort entfloh sie im Jahre 1904 mit Hilfe des ungarischen Rittmeisters Maltachich (der vor kurzen: gestorben ist) nach Paris. Ihre Ehe mit dem sächsischen Prinzen wurde ein Jahr später geschieden. In den folgenden Jahren machte die Prinzessin, um „standesgemäß" leben zu können, ans das Konto der zu erwartenden Erbschaft ihres steinreichen Vaters neue Schulden; ihre Hoffnungen wurden jedoch enttäuscht, da Leopold der Zweite ihr nichts vermachte. So schlug sie sich seither jahrelang mit ihren Gläubigern mrd mit den belgischen Gerichten herum, durch die sie einen Anteil am väterlichen Erbe erlangen wollte. Ihre EEschaftsPvozesse hatten jedoch keinen Erfolg. Irr den letzten Jahren abenteuerte sie in Paris herum. Wiener Maraenzeitunn. Unser Radio-Konzert! Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllimilllllllllllillllllllllllllllllll Heute von 10 bis 12 Uhr Radio-Frsthschoppentonzert im großen Saale des Hotel de France, 1. Bez., Schottenrkng 8. ,111,1,III,„II,!! Unsere Abonnenten haben freien Eintritt in den Saal gegen Vorweisung des Abonnementscheines. Der Radioverlehr. Bevorstehende Aufnahme des Radiotelegrammverkehres mit Frankreich und Bulgarien. Wie an zuständiger Stelle erklärt wird, sind die Berhandlimgen mit Frankreich und Bulgarien wegen Aufnahme des drahtlosen Telegrammverkehres ihrem Abschluß nahe und kann mit der Aufnahme in allernächster Zeit gerechnet werden. Bis jetzt stehen wir mit Nord- und Südamerika, Deutschland und England in drahtlosem Verkehr. Vorläufig das letzte Radiokonzert in Wien. Heute wird wahrscheinlich fi'ir längere Zeit das letzte Radiokonzert stattfinden, da das Technologische Museum, wo die Probesendestation untergebracht ist, die Räume für sich angefordert hat und zwischen der neuen Broadcasting-Gesellschaft und der Firma Czeija n. Nißl Differenzen ausgebrochen sind, die, im Falle sie nicht bald ausgeglichen werden, eine Unterbrechung in den Konzerten herbeiführen werden. Die neue Broadcasting-Gesellschaft hat sich nämlich bereit erklärt, die Probestation zu übernehmen, doch will sie den hohen, voll der Firma Czeija u. Nißl geforderten Ablöseüetrag, der sich angeblich auf eine Milliarde beläuft, nicht zahler:. Die neue Gesellschaft versucht nun, die Radio-Amateure zu einer Stellungnahme in der Angelegeilheit zu veranlassen. Der Schadenlcidende wird das Publikum sein, das sich bereits an die Konzerte gewöhnt hat. Es scheint überhaupt jetzt eine merkwürdige Wirtschaft zu bestehen. Es sind viel zu wenig gute Apparate vorhanden. Die Verstärker,' die für das Anhören eines Konzertes notig sind, sind in Wieir nur in einer sehr beschränkten Zahl vorhanden. Die A n f st e l l u n g eines ausländischell Radiogerätes ist verböten — im Jntereste der österreichischen Firnlen, die jedoch bisher mit wenigen Ausnahmen weder Verstärker noch aildtzre wichtige Zusatzgeräte führen und, wie erwähnt, ausländlschenicht verkaufen dürfen. Hoffentlich wird die Postmtb Telegraphendirektion ihre strengen Vorschriften etwas mildern, was im Interesse des Gedeihens des Rundflugverkehres unbedingt nötig ist. Der Mord an einer Wienerin in Florenz. Bisher nicht aufgeklärt. Wie bekannt, wurde in der Nacht zum 1. Februar d. I. in einer Herberge in Florenz in ihrem Zimmer eine Frau mit einer Hiebwunde am Schädeldach in einer großen Blutlache im Bette liegend tot aufgefunden, während ihr vierjähriges Kind an den Bettpfosten angeschnürt war. Es hieß damals, daß die Ermordete Wesselsky heiße und eine Wienerin gewesen sei. Der Mörder hatte seinem Opfer ein Taschentuch in den Mund gestopft, um ein Schreien zu verhindern, und dann den tödlichen Hieb mit einer Hacke geführt. Auf Grund der Zeitungsnachrichten meldete sich der Magazinsarbeiter Franz Lotivsky, der im Sicherheitsbureau die Vermutung aussprach, daß die Ermordete möglicherweise mit seiner Schwägerin, der 26jährigen Josefine Wesselsky geb. Hachenblaicklier, zuletzt in Salzburg wohnhaft, identisch sein könnte. Es wurde festgestellt, daß der Bäckergehilfe Karl Wesselsky mit seiner Gattin Josefine im Februar 1929 von Salzburg weggesahren war. Man fand jedoch eine Karte aus Genua vor, die das Ehepaar nach Salzburg geschrieben hatte, und aus der hervorging, daß sie sich in Florenz befanden. Jetzt ist nun dem Sicherheitsbureall von der Quästur in Florenz eine Zuschrift zugesalldt worden, wonach der Name der Ermordeten nicht Weffelsky lautet, sondern Alma Dora S1 enzel. Unter dem VerdachtederTäterschaft hatte inzwischen die Florenzer Polizeibehörde einen Mann verhaftet, der sich Lebu Berkovici nannte und sich als Goldschmied und Uhrenhändler ausgab. In seinem Absteigquartier in Florenz, in dem er verhaftet wurde, hatte er sich als Jakob Wertumis, Klavierstimmer, eingetragen. Bei seiner Einvernahme gab er auch an, daß er sich auch den Namell Josef Hutting, Maschinist aus Amsterdam, beigelegt hatte, als er seinerzeit in Livorno verhaftet worden war. Als Mi 1 schuldigeandemMorde wurde nun die B ä ck e r g e h i l f e n sgattin Josefine Hachenblaickner aus Salzburg verhaftet, und überdies wird von der italienischen Polizeibehörde ein schweizerischer Staatsangehöriger, Gloor Alexander, der sich auch Alfred Aller nennt, verfolgt. Die ermordete Stenzel soll aus der Nähe von Wien stammen. Der Kam»! um tzen Pharao. London, 1. März. (Tel. d. „Wiener Morgenzeitung".) Die Blätter melden aus Kairo: Howavd Carter hat den gegen die ägyptische Negierung angestrengten Prozeß zurückgezogen, dagegen ki'Mdigt die Gräfin C a rnavon einen Prozeß wegen Nichterfüllung des mit ihrem Mamw abgeschlossenen Vertrages an. _2. März 1924 _Nr. Kalenderreform in Fuaoflawleu. Belgrad, 1. März. (Tel. „Wr. Morgenzeitung".) Daserbisch-orthodoxe Patriarchat hat die Einführung Vene u e n Kalenders mit 14. März «beschlossen. Las Wiener Madegewerbe gegen Poiret. Ein Ausgleich? Der Sturm der Wiener Schlneidergenostenschast und de- Modoexportverbandes gegen den Pariser MobMnstler Poiret hat infolge der Resolution der genannten Innung weit über die direkt bet-oWigtell Kreise hinaus Aufmerksamkeit :mid Interesse erwogt, obwohl es sich nach den Ankündigungen nur um em Ballstst unter dem echt französisch amnutenden Titel „Gala du printem p s" hand.'-ln sollte, bei welchem allerdings, wie nicht anders zu erwarten ist, die Inszenierung und Vorführung phantastischer Toiletten im Rahmen eines Frühlingsfestes die Hauptrolle zu spielen hat. Im übrigen scheint hier em Ausgleich derart zustande zu kommen, daß auch die h e i n: i f ch e n Mo d e l l h ä u s c r Gelegenheit haben werden, ihre Kreationen aus deni Gala du printenlps zur Geltung zu 'bringen. Tatsache ist, daß Paris immer noch auf dem Gebiet der Mode tonaugebend ist. Die Wiener Häuser, die etwas auf sich halten, pilgern zu jeder Saison in die Modezentrale, um von dort Modelle, zu-mindest aber Anregimgell zu holen, und eben diese Häuser sehe:: ihren Stolz darem, mit Pariser Modellen austvarten zu können und für sie indirekt Reklame zu machen. Was ist nun geschehen? Der gute Poiret erleichtert diesen Schwärmer,: für die ftanzösischen Kreationen die kostspieligen Reisen nach Paris, er bringt sie ihnen sozusagen ins Haus, ob er aber seine Kleider direkt an den Privatkunden verkaufen darf, ist eine andere Frage. Tatsächlich wird er in der nächsten Woche m einem Wäschesalon in der Türkenstraße feine Modelle verführen und den größten Zulauf haben. Im übrigen gibt es ja einen erst kürzlich zwischen Oesterreich und Frankrleich abgeschlossenen Handelsvertrag, der gewiß auch die Frage des gegenseitigen Aeistausch's gewerblicher und kunstgewerblicher?frtif,ei[ regelt. Hier sitzt der wunde Punkt. Paris ist ein kräftiger Abnehmer des Wiener Kunsthandtverkes. Die Wiener Stoffmode hat sich auch dort praktisch dnrchgesetzt. Gegenwärtig sind in England und Amerika umfangreiche Ausstellungen des österrVichischen Kunstgewerbes zu sehen, das sich die Welt erobert hat: solche Ausstellungen sind das b'ste Propagandamittel und wir würden es gewiß als Unrecht empfiudell, tvollte man nn Auslallde gegen eine solche Propaganda Stellung nehmen. Eine Absperrung unserer Waren seitens des Westens würde ::ns intensiver treffen als üin etwaiger Boykott gegen ein Pariser Modellhaus, das seine Arbeiten sehr leli-cht über Prag und Budapest, allerdings ver« teirert, nach Wien bringen könnte. Die Wiener Modekunst steht selbst auf einer zu hohen Stufe, als daß sie durch ein paar Paris>er Neuheiten Schaan leiden könnte; dies nn: so weniger, als Poirets Kleider nur für de:: ganz ellgen Kreis bestimmt ist, der einer extravaganten Gefchmacksrichttlug huldigt und als die Ideen, welche seinen Modellen zugrunde liegen, von unseren ersMastigen Häusevn erst verwienert werden müssen, um für unsere Damen „tragfähig" zu sein. Ae SftmutM des Rordweftimhichofes. Eine Abordnung beim Bultdeskanzler. Die Delegierten der Kaufleute und Gewerbetreibenden des 2. und 20. Bezirkes sprachen gestern beim Bundeskanzler Dr. S e i p e l in Wahrung ihrer durch die Sperrung des Nordwestbahnhofes und durch die Stillegung deS Schnellzugsverkehres am Nordbahnhof gefährdeten wirtschaftlichen Interessen vor. Der Bundeskanzler nahm die von der Versammlung der betroffenen Kreise gefaßte Entschließung entgegen und belllerkte, daß diese Angelegenheit, seitdem die Bundesbahnen ein selbständiger Wirtschaftskörper geworden sind, nicht mehr der direkten Einflußnahme der Regierung unterliegt. Nichtsdestoweniger habe er bereits Erkundigungen eingezogen, denen zufolge er die Sperrung des Nordwestbahnhofes a!8 eine vorübergehende Erscheinung betrachte, die in absehbarer Zeit wieder rückgängig gemacht werden könnte. Bezüglich der Umleitung der Schnellzüge vom Nordbahnhof auf den Ostbahnhof erklärte der Bundeskanzler, dahin wirken zu wollen, daß dem Nordbahnhof wieder der alle Schnellzugs- Verkehr zugestihrt werde, wenigstens soweit es sich nicht um durchgehende Züge handle, für die internationale Bereit barimgen in Betracht kommen. Dir Forderunge« der Hausbesitzer. Unter Führung des Obmannes, Primarius Doktor How.orka, sprach gestern eine Abordnung des Schutzbundes für den konservativen Hausbesitz beim Bundeskanzler Doktor Seipel vor. Dr. Howorka verwies auf die Notlage, in der sich heilte viele kleine Hausbesitzer befinden. Der Schutzverbaud für den konservativen Hausbesitz trage sich mit dem Gedanken, ehestens eine Enquete einzuberufen, an der nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Mieter u,ld Obdachlose teilnehmen sollen. Des weiteren sei die Veranstaltung eines internationalen Hausbesitzertages in Wien geplant, auf welchem alle die Hausbesitzerschaft und die Mieter berührenden Fragen zur Erörterung kommen und ein Ausweg aus den gegenwärtigen Zuständen gesucht werden soll. Rechtsanwalt Dr. Thorsch ersuchte den Bundeskanzler, zu veranlassen, daß zu der beabsichtigten Enquete auch ein Organ der Regierung entsendet werde. Der Bundeskanzler erwiderte, er hoffe, daß sich die Hausbesitzer zusammenschließen. Dem Wllllsche nach Entsendung eines Regierungsorganes zur Enquete werde er e n t s p r e ch e ll, wie er auch bereit sei, die berechtigten Wünsche mtb Forderungen der Hausbesitzer nach Mäalickrkeit ju unterüi'itzeu.

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