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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-22 · Heft 1803 (22.2.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1803 (22.2.1924)
Date
1924-02-22
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Kt. 1808 Wen, streik^. Wetter S2. %tlnm 1924 ®etfc I imm sttt der Von Adolf Döhm. In einem h->r veröfse-tl-ch'en interessan'eu Arlilel einer Te'lnrhüierZ der Hakoah-Neile*) wi d unter andrem gesagt: „Solang bloß 5 Prozent des pal "sti! eusischen Bodens sich in jüdischem Besitz bef'nten, haben wir kein Lnteres^ daran, ob d.'e palästinensische Handelsbilanz aktiv oder Passiv' ist." Diese Aeußcrmrg ist nicht re^t ve-ständli-b. CS ist nicht einznsehen, warum die s:h-?n heute in Paliist'na produktiv tätige Iudenschaft kein Interesse an der'Handelsbilanz haben soll, einem her arundle^eudsten Eleme'te der Ge'amtwirtscha't. Spez'elk die Passivität der Han'ellb'lanz Palästinas ist so eigener i^er Natur, da'; ei e nähe.« Analyse nötig ist, um die Nichtigkeit jenes Satzes zu untersuchen. Zunächst mutz die Handelsbilanz Palästinas, solange daZ Aufbau st adium dauert, dauernd passiv bleiben. Denn die für das Land re'a'iv hohen Summen, d'e von außen. namentlich von Zionisten, inS Land gebracht werden, stol'eu e'ne „zusä'-lich-", nicht' aus der Wirtschaft deS Landes stammende Kanf'raft dar. Aehnlich wirken die Summen, die England für die Be'a^ung ausgibt. Ta Palästina kei"e nennenswerten ausw'irii'en Kapitalsanlagen besitzt — hierher sind nur Betrage zu rechnen, weiche einige reiche Esendis bei ägyvt'fchen Ban'en haben, doch auch d'e'e worden wtzt wohl me'stenS in dw valästine s's^en F'l i'e 'cr An l, Eg p ian Brn dicko er se n -, so wur^e daS gesamte Handeldas in den letzten drei Finanzjahren durchs^nittlich 41/2 M'll onen P'und pro Jahr betrug, in der Hauptsache durch die von außen ein ström enden Gelder für Investiti"nen und für Unterstützungen und in noch lehr bescheidenem Umfang vom Fremdenverkehr gedeckt. Allerdings behaupten Kenner der Verhältnisse — Stat'st'ken darüber gibt eS nicht —, daß zu einem klenen Tei'e nurh eine Kapitalsau szehrung wegen jener Passivität stattsindet. Schon dieser letzte Umstand ze'gt, daß es ke'uem wirtschaftlichen Subjekte Palästinas gleichgültig sein kann, ob und warum die Handelsbilanz passiv ist! Analysieren wir d'e Verhältnis*« nähr", und dies ist mangels o«"auer stat'st'fcher Unte laaen nur in allwmri eu Zü^en mö'lich, so müssen w'r uuterschei'en zw'sheu solchen Geldern oder Waren — a'so We ten —, d'e cinströmeu, um in pr 0 dnktiven Anlagen investiert zu we den, und solchen, die dem Konsum zufl'esen, wie die BrsaynngZ'asten und die ver'ch'etenen Un'erstutzurg"g?i er. De.- Zufluß der erstehn, d'e Hauptgue'le der pa'sireu Handelsbilanz, ist durchaus e r w ü n s ch t. und der Jude Palästinas kann nur hoffen, daß der Zustrom solcher Werie stän'-'g wachsen werde. E'ne bloß d'rch ihn erfolgte Passivität von Handels- und Zahlungsb'lanz ist durchaus erfreulich. Dagegen bedingen d'e Unterhalts- und UnterstützungSgelder eine n-erw'lrs.h'e zusätzliche Kauskra't, die s'ch namentlich in den ersten NackkriegSjahren sehr unangenehm durch d'e Erhöhung der Lebenshaltung über daS dem Stande der W'rtfcha^t entspehen^e Niveau und eine Steigerung der P-ei'e fühlbar gemacht hat. Dadurch wurden damals d'e Kosten der Kolonisation sehr verteuert. Dies« Gelder wir'en nicht nur als relativ erhöhte Nachfrage nach Lande^vrcdnkten, sondern auch als solche für Importe und verschleiern dadurch d'e .HaudclSb'linz. Die Zahlungsb-'lanz steht eben, namentl'ch bei den ge'childer'en Verhält»'ssen Palästinas, in untrennbarer Verbindung mit der Haubelsb'lauz. Wenn wir aber d'e P robust,'an Pal-'stinas an und für sich betrachten, wie sll es den Juden gl:iXv'il'ii sein, ob durch Erhöhung der eiuheimis-'en Produktion, namen l'ch durch gesteiaerte Ve-arbe'tung iuländischer Rahsto'ft — statt bier« auSzusuhren und das daraus erzeigte Produkt einzuführen — daS Pissivum der Handel'b'lauz gesenkt wird oder nicht? Jene quantitative und organishe Produkt'onSsteiaerung bebauet erhöhte Arbeitsgelegenheit, gesteigerte Konsum kraft und Senkung der Preise, al'eS Dinge, von tewn in e-'.iiw-tester Weise die -Kolonisati0ns- und damit die Einwanderungs möglich leiten erhöht v e e:t! In der Judustr'e sind es fast allein di: Ju^eu. welche j.>ne ProbustionSsteigcrung herbeisüh er, und damit an der Ce"kung d:S HandelSpafs'vnms n,'t weiten. 'Aber auch in de.- Lanowirtschaft ist der Umstand, daß die Inden nur 5 Prozent deS Bodens besitzen, gar n'cht aukschlag^erend. Teun erstens besitzen s'e von der bebauten Fläche über 10 P wzent und zweitens nützen sie diese in viel intensiverer^ Weise aus als die Araber, so daß gerade an den Erportgütern, wie Orangen. Wein usw., der jüdische Anteil ein relativ sehr hoher ist. Was die Kousumseite bekrisft, so stellen die Juden, abgesehen von der englischen Garnison, d'e ja jetzt sehr gering an Zahl ist, die kauskrästiaste Schichte der Bevölkerung dar, weshalb ein relativ sehr großer Ante l des Imports von Konsumgütern auf sie entfällt. Dessen Minderung durch Steigerung der einheimischen Produktion liegt im höchsten Interesse des jüdischen Iischub.. . *) Ing Dr. A. Suchestow: DaS Wirlschaf.Sproblem in Palästina, 15. f^:6ritar 1924. Wenn wir von der Einfuhr von Produktionswerten (Kapital und Sachgütern) absehen. d'e, w'r.erwähnt, eine erwünschte ist, so ist der Rest des HaridklspassivumS' gerade für die Juden ein sehr unerwünschtzr. Cr muß irgendwie bezahlt wer'en^, durch ÄrbetSkraft, durch Barzahlung, welche daS VclkSvermögen mindert, - oder durch Unterstützungsgelder von auswärts. DaS Handelspassivum ist daher keine abstrakte Ziffer, die für die Juden gleichgültig sein könnte, sondern sie ist. der Ausdruck des Stande! und der Gliederung der Volkswirt sch a ft. Daß diese in Palästina auf einer-sehr niederen Stufe steht, ist für d'e Juden ein ungünstiges Moment, und gerade sie arY'et am me'sten an ihrer Verbesserung und damit an. der Senkung de! Passivums der Handelsbilanz. RegiWerte Unternehmunsrn im Fahre li!?. Die kürzlich m Tel'Awiw erschienene Zweiwochenschrist „Mischar Wetasia", welche den Fraoen' von Handel, Industrie und Agrikultur gewidmet ist, ve.-öffeütlicht einen Aufsatz, welcher eine Uebersicht über die Nnteruehmungen, Att'enge'ellschaften, Kooperativen usw. b'e'et, deren osf'zwlle Negistrierung im Jahre 1923 erfolgt ist. Die'e lleber'icht be ve'st, daß trotz der ökonomischen Kris« tes vcrflrsfenen Jahres e'ne ganze-Reihe neuer Unternehmungen gegründet werden konnte. Im ganzen wurden bei der Palöstina-Negienmg im Jahre 1923 138 ve r sch i e.de n e G es e l lsch afte n registriert, darunter, 23 A'tienige ellschaften, 21 kooperative Ge ellschaften, 83 Handelsoeselisch asten mit me froren Teilhabern und fünf ausländische Aktie^^e'ellschaften, die im Lande tätig sind. DaZ- Kapital der. reg'strierwu Aktienge "ellschaften erreicht d'e Summe von 1,333.865 Pfund e rusch t'ießlich der Million der ElektrizitätSgeselli'chaft. Unter den Aktiengefelkfchafwn befinden sich drn Ban'en, zwei Gese?^fchasten für Bodenkauf und Häuserbau, e'ne Tolegr:vhen-Agentur,. eine Drucke ei, drei grschäsM be, Ünte'rnehmunaen, zwei elr'tr technische G:"e lschafte \, sechs Fabriken. Unter den Kooperatireu finden sich elf Baukoopera'i"eu, Banken, VersicherungS-, Spar- und Leihkasfeu in Städten und in Fclivnien. Unter den neuen Geschäst^nnternehmunp.en finden wir f'lthe mit Baumaterialieuhandel, mit Kleibern, Getreide, Fel! e r, Büchern, Möbeln. Mehl, Maschinen, Benzin und Petrcü.'um, Mein, Musilinstrumen'eu, .tz'er. Mb:« alwasf.'r- und Eisfabriken, evf Fab ü'en und Werkstätten, Perlage, Restaurants usw. Ferner 28 Kommisfions- und A.'.enturunternehmungen. Unter den fünf a n.s l ä n d i sch e n Ge'e l'cha^ren findet sich eine amerikanische mit ei"em Kapital von 20.000 Pf'nd zur Schaffl'-? e'ner'S'edlung in Mig bal, eine fra-zösisch':. ei "e tür.'ssche, eine österreichische und eine en^l'schr Ge'r lf.hast, dor-mter e'ne Be sicherungsgek'llschaft für Tabak und eine für Handel im a'l-eme'.nen. Von de:r Aktiengesellschaften -sind 14 in Jerusalem, drei in Jaffa und Tel-Awiw und drei in Haifa. Die- Kooperativen vor'e'len sich: Elf auf Jaffa und Tel Awiw. vier auf Jerusalem, zwei auf Haifa, eine auf Tik-rriaS, sechs in den Kolonien. D'e me'sten Lompa^n'e-e'e'lschaft-n, 42. s'nd in Tel'Awiw^ 23 in Jerusalem, 18 in Haifa, zwei in TiberiaS, eine in den K'lonien. Etü^stik der Jrrdnstrren. Der Se'retär des Han^e^Z- und Jndnstrie'-evartements der pal."st'ne'ckisch''irn'stfs.hekl.E'.e"ut've bereitet eine Ueberf'cht über die jüdisßen Jndnst.ien.im L^n'-e vor. Bus den bisher'gen Ergekniffrn d-fefes Zensus seien die folge..den Daten hcrausgehoben: ö« «g 8 In dustrien Zs -I SS . B n »g JS M «D w - O L •ß 8i >L « Aabrunk'sm'ttel . . e. st ec . 77 N 51 f.noo so K- 74K',, 437 Baumaterialien . . . 21!*■ .(*50 8 r«9 863 Ksi'^^tion -. . . lfl ö' 100 —.■ — 116 -"letall. . 70 1« -91. . - 1SV Druckaev'e h» . . . . 23 41.n50 12 87'/, 24t .^vl't'earbrUung . . . 2t r -'3 9 J°0 9*0 Te-til. . 11. aio 3 61 70, Leder . ... . . . Pi iV.78 - —i 146 Ebempcbe..... — — 40 ^av'er. . 0 - t>:^) 1 158 Kork - .... ... 2 . 5.'"'0 8 83 9 Huterzeuminz . . . . 8 ’ 4.1 "0 _ 23 WS^erei . . . . . . 1 3.n 0 1 15 13 Lunstgewerbe .. . . . 4 . . soao 1 2 25 Vürstenerzeujpcnß . . 4 L.^OO . ~ 42 Tabak. . 1 2.000 — — 2 Eneuaun« elektrischer ' Batterien ..... 9 1.300 41 Küchengeräte . . . . % «00 ch»» — 9 Leim . 1 500 —> — Aiüdlsteine . . . . . 1 7bO' — 1 Film und- Postkarten . 1 , 650 - — — . 1 Ret eartiket . . . . . 4 860 — 6 Waaevbau . . . . 850 — 12 Tapeten .... . 8 830 — 0 Schirme und Stöcke . 1 20Ö - — — - 1 -Zu-lammen. . 279 968.548 84 1674'/, . 2881 Ler Fahrerbertcht der Gemeinde von Lel-Awiw. Die auS drm Ja-hresb-cricht der Tel-Awiwer Stadt-gemeinde zu ergehen ist, hat d:S abgrlaufene Finanzwchr trotz der Dirtfchaf'Skrlsemit e:n-.'m.-G e w! n n s a l d 0 -abgeschlossen Die in Ame-rika aufgebrachte Anleihe hat die Jnängriffnachme nutzbringender ösftn'tlicher Arbeiten ermöglicht, tknd auch d^-R-utchrnbcrgsche ClektrizilZtsstcktivn bat gme Fortschritte aufzuweisen. Im Berichts'alwe ssnd 477, H ä u s < r erbaut und 462 2 8den neueröffnet worden. » „Kuntres". d^S Organ der palästinensischen Arbeiter^ organi-fatian Achdu^h Haawoda, hat vm Zusamwerhang mit den, wie berei'.S ^emeldr:, vor kur-cm ftattaefun-dc-nen Gein-'inde- Wahl^n in Tek-Äwiw etnen Aufsatz verö-ssenklich', in Welchem am Gebaren der Berwaltun-a dieser ersten re-infüdischen Gemeinde Palästinas Krttik cwü-bt wird. Bemerkt ff*:, daß zwischen der sozialistischen Achdu-ch Hsawoda und der buroerl-ich-n Gememdwerwaltung v^n Tel-Awiiw ein seit la-ngem dauernder Grg.msatz besteht. Der Swd!gemeinde Tel^w'.w wird vorgehalten, daß sie sich bisber dem indischen Nationalrat (Waad Lenmi) nicht '-n!erstes ha:bc. E'nen so wicht!.a:n Posten für die iüdische ^Sache jüdische Gemeinden i>m Lande bilden, so könnten sie dieser Sache zum Schaden aereichen, wenn üe die Wichtigkeit der jüdischen Autonomie nicht eins lien. WoiterS wird der Swdw-rwattnna vorae-balten, daß sie sich bisher zu wenig mn die Einwanderung gekümmert habe; was in Jaffa gaschieihen sei. sei a^ne ibre Borbere-ltuna und mcr durch äuß'ren Zwan-a erwkat. Innerhalb der Gemeinde müsse eine besonder« A r b e i t 8 a b t e i l u n g oe'cha-ffen w rden, we>lche die Durchführung verschiedener Arbeitspläne verwirklichten solle .Initiative aus diesem Gebiet« könnte die Gemeinde durch eivcn .Zufluß von Kapitalien b reichern. N-^iw-?'dig lei ferner die Gründung einer st ä d t i s ch e n Bank. Die ö'sentlichen Ardeiten dcrcki'em-e-'nde fotz'n sich nicht bl ob auf Straßenbau beschränken, die. Gemeinde müsse vielmehr er'ra^br'n-oende össenck-iche.Wirisch-aswn schassen r-ud in der Fraae d S H-senbaueS -und des Verkehrswesen? die Initiative erarei^-n. Es sollen Ind-il st r iekooperativen ae'chaffan ' werden, da die En'w'ckluua der Stadt ohne eine entwickelte Ind,->üric nich^ möglich sei. Schlr'h- Nch wird der Verwägung dor^ewarfw, daß sie biAwr die Bodenspekulation geduldet habe. Te^wiw. urvrüngl'ich zur Gartewta.di bestimmt, bm'.nn^ in der letzten Z >it schmale Gassen ohne Pflanzenwucks anizuweis.'n, neue Däuser, werden weit van der neueren Stadt gebaut, während in der Stadt eine Mmae von lecLcn Plät-?n vorhanden sei, m-> welchen man spekuliere. Daher'muHw die Gemeinde den Be>ü'-ern dieser Plätze große Steuern auferlegen und selbst b'.Mge Häuser bauen. Dm den Kolonien. Die vor drei Jahren gwründete Kolonie K^ar Grl«- a d i, weickre, wie letztens berichwi' würde, an?0 Kühr und 260' Stück Kleinvieh besitzt, verfügt.berci's.über e'nen grdßdn Viehstall, einen Getreidespeicher, e'ne Hühnerzucht und vier Häuser zu vier Wohnräumen, zivei Baderäumc, e!n Waschziinmer, e'ne Molkerei. Im ganzen hat d'e Kwuzah gegenwärtig 2200 D-nam Baden. Arbeitsordnung: Im Stall ein Arbeiter ganziährig, seine Gehilfen Wechseln nach drei Monaten, ebenso bei der Hühnerzucht Di« Schafe haben drei ständige Wächter, das.Grasmährn erfolgt abwechselnd.. Feldarbe'.ter werken, halbsährig ausaetprchsel^ andere (Wacht, Kochen usw.) wechseln allmonatlich. Dir K'.ndevcrz'iehung und -Pflege okkupiert ständig eine Person, ihre Gehilfen wechseln halbiährig. Di« Kinltor (33) haben Kindergarten und .Schul« mit zwei Lehrern und einer Kindergrr'nerin. Der Kindergarten wird auch von den Kindern von?rl-('hai besucht. In der neuen, van den Londoner. MaceabeanZ gegründeten Kolon'e Geser wurden zu Winterbeginn 5000 Bäum« gepflanzt. Mit Hilfe der Ica und der Regierung wird eine Chaussee bis' Iernsalenr gebaut (3,5 Kilometer lang). Diese konn'e weacn d:§ Widerstandes der Araber früher nicht gebaut werdm. Gegrnwärttg. arbeiten an der. Herstellung der Chaussee 5 0 Araber. Ein« weitere Chaussee von der Kolonie nach. Ekron (5 Ki'ometerl ist geplant.; Im ®mcf Jesree.l. In Tel-Adas haben sich 40 Familien als neue Siedlgr. nieite'rgelässrn. Der ihnen zur Verfügung, st hende Boden beläuft sich auf 4 0 00 Dun am, von denen 2s00 gepflügt und b sät wuvden, 70 Dunam wurden mit. Tabak bepflanzt. Di« Si«dler hoben 12 Paar Arbeitsvieh md 20 Milchkühe zur Verfügung und betreiben auch Hühnerzucht Die Siedler bewohnen einstweilen Häuser des arabischen ^Dorfes Tel-Adas. 200 Dunam sollen.'m Laufe des Jahres mit Vaum-n bepflanzt werden, in e-stcr Reihe mit Eukalyptus. Für die amerikanische Kolonie „Herzliad^. Die Kampa'n« für die Gründung einw paläst'.neufischen Kolon'e amerikanischer Iud?n unter dem Namen „Herzliah" schreitet vorwärts. DiSller ist laut ein-em auf.der letzten Sitzung des zionistischen ExelutivkomHecS der Vereinigten Staaten erstatteten Bericht Boden um den Betrag von rund 700.000 Dollar angekauft worden. Dieser ZeusuS.ist insgferue unvollständig, iU eine Anzahl von Unternehmern aus ve fch edenen G.-ünden die Ansrage unbeantwortet ließ, de.e» Zahl auf lO-biö-20 Prozent der Unternehmungen geschätzt wird. Daher dürste sich die Gesamtzahl der Industriearbeiter auj zirka 3300 stellen. Die wirtschaftliche Lage der Araber. Die arabische Zes tung „El Carmel" spricht von einer allgemeinen Verschlechterung der wirckchaftlichen Lrrge der palästinensischen Araber. In Nazareth und in dessen Umgebung, schreibt die Zoitcrng, wohnt, der Stamm Zaiba. Dieser hat kürzlich mit den Juden «in Abkommen über den Verkauf seiner Felder in ein'm. Umfang von 15.000 Dunam treffen müssen. DaS Ge.d braucht er. um seine Gläubiger zu befriediacn. Wir fordern, daß die tcbaftlichrn Anleihe in^zehn Iahresrawn zn einem kleinen Zinsfuß gestattet. 2. daß sie ein Moratorium herauSgibt, das die Dauern und andere Cchnldner v.on den hohen Zinsen befreit. Nur so wird unser Volk hinüberkommcn. Andernfalls wird Land zerfallen. . it:

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