Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1803 (22.2.1924)
- Date
- 1924-02-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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&%« Drcn, Allerdings erregte es in Berliner Kunstkreisen ziemliches An; sehen, in welcher merkwürdigen Art Kcrr jene Dame, wie erwähnt, die Geliebte seines Schwiegervaters, behandelte. Er schrieb nämlich anläßlich einer Vorstellung des Lcssing- Theaters, daß glücklicherweise eine bestinnnte Rolle von Fräulein 3E und nicht von der in der Rede stehenden Dame gespielt werde, die übrigens „nur ein Talentchcn mrd kein Talent" wäre. Man fand es merkwürdig, daß Kerr gegen eine Schauspielerin anläßlich einer Vorstellung losging, bei weicher sie gar nicht beschäftigt war. Berlin hat jedenfalls wieder eine neue Sensationsasfäre und sieht der zu erwartenden Gerichtsverhandlung mit Spannung entgegen. Kleine Kunstnachrichten. Die Galerie Flechtheim in Berlin hat soeben e-'me George Grosz-Ausstellung arrangiert, in der der große Karikaturist auch als Maler zur Geltung kommt. Es ist derselbe George GroSz, den die deutsche Justiz wegen Verbreitung unsittlicher Bilder mit einer ^Idstrase belegt hat. — Die Städtische Kunsthalle m -Frankfurt, -a. O. eröffnete eine Schwarz«Weiß.-Ausstellung, in der die wichtigsten deutschen Kunstzentren, wie Berlin, München. Dresden, Karlsruhe, Weimar. Darmstadt u. a., mit größeren Kollektionen vertreten sind. — In der Kunsthandlung W ü r t h l e sind gegenwärtig karikaturistische Zeichnungen des Amerikaners Adöff Dehn ausgestellt. — Am 28. d. findet die Eröffnung des Aquarellistenklubs der Genosiem'chaft der bildenden Künsüer -im Konzerthaus statt. Es ist dies die 88. Ausstellung des genannten Klubs. Josef Werkmaun gestorben. In der Linzer Irrenanstalt ist Josef Werkmann-Medelsky, ein Onkel der Burgtheaterschauipielerin Lotte Modelsky, im Alter von 73 Jahren gestorben. Werkmann, eine starke dramatisch« Begabung, wurde durch einen Zufall entdeckt. Der sozialdemokratische 2lbgwr-net« Schuhmeier las anläßlich seiner Anwesenheit in Weher, woselbst Josef Werkmann in einer Holzwa-renfabrik als Merkführer tätig war, sein Volksstück „Der Kreuzwegstürmer" und bewirkte, daß das Drama im Rarmund-Theater zur Aufführung gelangt«. Es war ebenso wie sein zweites Stück .Liebe 8 s ü n d e n" ein bedeutender Erfolg. Von Anzengruber stark beeinflußt, zeigte Werkmann in diesen Stucken doch sein eigenes ungewNmliches dramatisches Talent und wußte sich zu einer Zeit durchqusehen, wo das Volksstück nickt mehr im Schwang; war. Leider brach mit diesem zweiten Drama sein Bühnenschaffen ab. Wie bei Alfons Pe tz old hat auch in diesam Falle das Leben und die Not des Arbeiters die Gesundheit einer großen Begabung frühzeitig untergraben Er lebte seit Jahren in den schlechtesten Verhältnissen und verfiel dann in geistige Umnachtung. Ans der Volksoper. Die über die Volksoper verbreiteten Nachrichten, die von einer Finanzkrisc infolge des Austrittes drs,bisherigen Präsidenten K r a u s aus dem BerwÄtungsrate wissen wollen, werden mt3 von der Direktion als unrichtig bezeichnet. Präsident Kraus ist wegen persönlicher Meinungsverschiedenheiten mit einem Berwaltungsratsmitgliede ausgetreten. Es besteht die Hoffnung, daß die Angelegenheit in kurzer Zeit wieder bergelegt sein wird. Die Finanzlage der Volksoper wird als günstig bezeichnet. Di« Leitung hat gegenwärtig in Abwesenheit des Direktors Weingartner. der nächste Woche aus Spanien eintrifft und dann seine Tätigkeit in der Volksoper wieder aufnehmen wird» Direktor Markows kh allein inne. MaScagni in Triest. Aus Triest wird gemeldet; Pietro M a s c a g n i ist hier emgotroffen, um im Teatro Verdi einige seiner Opern zu dirigieren. Händel-Renaissanee in Deutschland. Handels Oper .Julius Cäsar" hat nun auch am Stadttheackn in Bamberg eine glänzende Aufnahme gefunden. Aus den Theatern. Burqtbeater. Morgen, 7 Uhr abends» „Agnes Jordan". Akademietheater. Morgen, 7«8 Uhr abends, jum ersten Male „Gespensiersonate" von August Strindberg. Regie Herr Heine. Bühnenbilder von Alfred Roller. Volksoper. Heute, 7*8 Uhr abends, „Fidelio". Morgen 7*8 Uhr abends, „Götterdämmerung". Siegfried Herr Laurenz Hofer von der Staatsoper als Gast. Deutsches Volkstheaier. Gegenwärtig wird die deutsche Uraufführung deS dreiaktigen Lustspiels „Doktor Knock" oder „Der Triumph der Medizin" von Jules Romain mit Herrn Forest in der Titelrolle vorbereitet. Regie'Friedrich Rosenthal. Im Raimund- Theater gelangt Sonntag den 24. d., 7*3 Uhr nachmittags, mit Max Pollenberg die Vorstabtlegende „L i l i o m" zur einmaligen Nachmittagsaufführung. Carltbeater. Montag den 2b. d. 7 Uhr abends, gelangt die Operette „Die silberne Tänzerin" zum 25. Male zur Aufführung.' Sonntag den 24. d. 7,3 Uhr nachmittags, wird bei ermäßigten Preisen „Polenblut" gegeben. B ü r g e r t h e a t e r. In der am 2. Marz, 3 Uhr nachmittags, stattfinbenden Aufführung von Ferdinand Bonns dreiaktigem Schauspiel „Der junge Fritz", sind in den Hauptrollen als Gäste verpflichtet: Wilhelm Klitsch. Oskar Bcregi, Ferdinand Onno, Herbert Waniek mrd Ferdinand Bonn. Im Lustspieltheater beginnt Hansi N i e s e vor ihren auswärtigen Gastsvielen Freitag den 29. d., ein den ganzen Monat dauerndes Gastspiel. Die Künstlerin spielt vorerst eine ihrer Glanzrollen in der Gesangsposse „Ihr Korporal" von Karl Costa. Sodann bringt sie eine Novität „D i e Löwin und ihr Junges" von Richard Keßler und Emil Zumpe. Charlotte Ander gastiert nur noch an einigen Atzenden abwechselnd in den Komödien „Die innere S t i m m e" und „Ein g e f ä h r l i ch e r M e n s ch". Apollo-Theater. Die neue Operette von Robert Stolz „Ein B a l l r o m a n" („Der Kavalier von zehn bis vier") gelangt am 29. d. zur ersten Aufführung. Der Text des Buches ist von Dr. A. M. Willner und Rudolf Oesterreichtr, bie Gesangstexte stammen von Fritz Rotier. Zm Modernen Theater findet heute die Erstaufführung von „A o s h i w a r a" („Das Hans der Laster") ein Spie! in drei Verwandlungen von Dr. Hans B a ch w i tz statt. 10 Uhr abends ist die 2 5. Aufführung des Lustspiels mit Musik „L’amour mapquG" von Guitry. In der I Ü d i s ch e n B ü h n e, 2. Bez., Taborsttaße 12 wird heute, 7,8 Uhr abends, das Drama „Gott, Mensch und Teufel" von I. G o r d i n ausgeführt. Ronzerinachrichten. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) Die ausgezeichnete Interpretin des jüdischen Volksliedes, LUda Dulitzdaja, wird am 25..d. im großen Saate^des Ingenieur- und Architektenvereines, 1. Bez., Eschenbachgasie 9, einen Liederabend veranstalten, welcher allgemeinem Interesse beg«Mt. ' MeNr ..OT*»«* 'l'M ' ' "Nr. '1808 muffi, i^nnnaanaauaiMf i Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram KredüTuna Bankgeschäften Wien, I. SeftZfergaffe 4 ^be?m Oraben)*6 Warengeschäfte Telephone: 60*4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4*82 10465 Telegrammadresse - Frapobank nHnMnBMBMBBMBHMaMi Gerichtssaal. Der umfarmfeindliche Hund. Vor dem OberlandeSgerichtsrat Dr. Nehoda hatte sich heute das Fabrikantenehepaar Alexander und Rosa Blitz wegen NichtverWahrung eines bissigen Hundes, der im Garten ihrer Billa in Hernals, Dornbacherstraße 34, ohne Maulkorb herumlief und den Briefträger Joses L i n d e n b e r g e r in den rechten Fuß biß, zu verantworten. Der genannte Postbedienstcte erschien am 25. September vor der Billa und läutete. Der Schwiegervater des Angeklagten, Herr Adolf Spitzer, öffnete und der Briefträger überreichte ein Schriftstück, vas zu unterschreiben war. Nun kam der Hund. Nach Angabe des Verletzten habe ihn der Hund sofort angevellt und auch schon gebissen. Der angeklagte Fabrikant verantwortete sich damit, daß «3 sich um ein geradezu gutartiges, sanftes Tier handle. Die Hausbesorgerin, die gewöhnlich beim Läuten die Gartentüre öffne, habe trotzdem den Auftrag, niemand cinzulassen, ehe der Hund verwahrt sei. Der Hund habe nur eine schlechte Eigenschaft: Er belle jede Uniform, bezw. deren Träger, an. Es scheinen da „Z ü ch t i g n n g s e r i n n e r u n g e n a n s der ,.K i n dh e i 1' des H'nndeS" mitzuspielen. Er dürfte. als junger Hund, ehe er in seinen Besitz gelangte, von einem uniformierten Manne öft geschlagen worden sein. Diese Mißhandlungen 1 auchenrn derCrinnerung des Hundes jeweils auf, so oft er eine Uniform erblicke. — Der Richter konstatierte aus dem Akte, daß bezüglich des Hundes ein Gutachten der Tierärztlichen Hochschule eingeholt worden sei den Hund für sanft und gutmütig erklärte, mit der Bemerkung „von Bösartigkeit sei keine Spur". — Der Angeklagte erklärte weiters, daß er im Zivilversahren alle Ansprüche, die der Privatbeteiligtc aus seiner fünftägigen Krankheitsdauer gegen ihn erhoben hatte, befriedigt habe. Der Richter sprach die beiden Angeklagten f r e i, da es sich tatsächlich nicht um eiU bösartiges Tier handle, was auch das Gutachten der Hochschule ansdrüÄich hcrvorhebt. _ Ein Mittel zur Bekämpfung der Kropfkrankheit. Im Vorjahre hätte das Bundesministerium für soziale Verwaltung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Finanzen behufs Bekämpfung und Eindämmung der Kropfkrankheit beschlossen, in den staatlichen Salinenwerken Ebensee, Hallein und Aussee jodhältiges Salz zu erzeugen, und zwar in der Weise, daß einem Kilogramm Salz fünf Gramm JÄ> beigemengt wird. Dieses Salz wurde unter der Bezeichnung Jodsalz in eigener Verpackung von der österreichischen Salinenverwaltung an die Salz- Händler zum Verschleiß übergeben. In den letzten Monaten hausten sich die Fälle, daß in den Handel gebrachtes Jodsalz Jod überhaupt nicht enthielt, so daß die Bezeichnung Jodsalz unbe- ' rechngt war. Gestern hatten sich diesbezüglich vor dem Bezirksrichter Dr. L ö w (Strafbezirksgericht 1) zwei Salzhändler wegen Übertretung des Lebensmittelgesetzes zu verantworten. Die Angeklagten verantworteten sich dahin, daß sie das Jodsalz in dem Zustande verkauft hatten, wie sie es von der österreichischen Salinenverwaltung (Salzstelle am Westbahnhof) übernommen hatten. Der Richter sprach beide Angeklagte frei mit der Begrürckung, daß, wenn in dem von ihnen feilgehaltenen, von der Salinenverwaltung übernommenen Salz Jod nicht vorhanden oder nicht nachweisbar war, dies nicht die Schuld der Angeklagten sei. Wenn ein Verschulden vorliege^ so könne es nur die österreichische Salinenverwaltung treffen, die das Jodsalz in den Verkehr oringt. Der gute Kaufmann § ucht Verbindungen im Ausland und mit den Besuchern dar Frühjahrsmesse durch Insertion in unserem Blatte, welches durch seine grosse Verbreitung In der Geschäftswelt aller Auslandsstaaten Gewähr für den Erfolg bietet Die „Wiener Morgenzeifune“ wird in der Zeit vom 9. bis 15. März I. J. in bedeutend verstärkter Auflage mit einem „Führer durch die Frühjahrsmesse11 erscheinen und vielen tausenden Handelsfirmen des Auslandes sowie allen Besuchern der Messe kostenf rei zugesendet werden Bestellen Sie ehestens Ihr Inserat Auf Wunsch unverbindlicher Besuch unseres Vertreters Admlhistration « der „Wiener ß/lorgenzesiung“, 2. Bez., ■ I Taborstrasse 1—3, Teleph. 44 0*38 u. 43-3-19 « n n « ■llll ■■■■■■■■■■ B« NB ■■•BRiaiBMS »■«■■■■>« Volkswirt. Wirtschaftmachrichten mts Polen. Die Wirtschaftslage in Polnisch - Oberschlesten. Krakau, 20. Februar. Einem hier publizierten wirtschaftlichen SiüiationLbericht aus Kattowih sind die nachstehenden Stellen zu entnehmen: Die oberschtesijche Industrie macht jetzt eine noch nicht dagewesene Krise durch. Die Eisenindustrie produziert bei stark reduzierter Arbeitszeit lediglich auf Lager» well der Absatz vollständig stockt. Große Schwierigkeiten muß die Produktion -in der Hüttenindustrie wegen des Koksmangels überwinden. Malzeisen, Eisen- und Stahlrohren finden in Rumänien noch einigen Absatz. Hingegen macht sich die Stagnation im Absatz von Trägern und Eisenbcchnb.warfsmaterial empfindlich fühlbar. Gegenwärtig ist eine Aktion im Zuge betreffend des Imports dmr jugoslawischen Eisenerzen an Stelle der teueren schwedischen Erze. Bon dem Gelingen dieser Aktion erwartet man eine Belebung der Eisenindustrie. Die Kohlenausfuhr weist auch einen merklichen Rückgang auf infolge der Produktronseinschränkungen in der polnischen Industrie wie auch infolge der katastrophalen Verkehrsstörungen. So ist der Export nach Deutschland gesunken im Verhältnis der Betriebsausnahme im Ruhrgebiet. In Nordderttschland und den baltischen Staaten macht sich die englische Konkurrenz schon . sehr fühlbar. Sogar in Oesterreich wird die bereits erworbene feste Position von der sich echo-slowakischen Konkurrenz stark bedroht. Dazu kommt noch der Umstand, daß die in Polnisch« Oberschlesien gewonnene Kohl« sich im Export höher stellt als die oberschlesische.deutsche Kohle und der Inlandsbedarf an Kohle in Polen bloß 60 Prozent der gesamten polnischen Kohlenprodnktton ausmache und 40 Prozent für die Ausfuhr bestimmt sind. Infolge der geschilderten Umstände äst die Krise der Großindustrie in Polnisch-Oberschlesien weit empfindlicher und ihre Auswirkung gefährlicher als in irgend einem anderen Teile Pölerts. Eine unmittelbare Folge der jetzigen Wirtischastslage in Oberschlesien ist dann auch die kritische Situation, in die mehrere kleine Banken geraten sind wie auch der völlige Stillstand auf dem Devisenmarkt. Italienisches Kapital in der polnischen Bergwerksindustrie. Warschau» 20. Februar. Aus dem Handelsministerium nahestehenden Kreisen erfahren polnische Blätter, daß das „Consorzio Mercantile Jlaliano" acht Konzessionen für die Kohlengewinnung im Rhburker Revier erhalten soll. Das Kohlenlager wurde noch nicht exploitieri. Bevorstehende Erhöhung der indirekten Steuern und Finanzzölle in Polen. Warschau, 20. Februar^ Wie verlautet, werden im Finanz» Ministerium Vorlagen über die Erhöhung der indirekten Steenern und Finanzzölle vorbereitet. Die Finalisierung der Vorlage wird nach Stabilisierung der polnischen Währung erfolgcrr. Polen als österreichisches Absatzgebiet. An der vorgestern stattgefundenen außerordellttichen Plemarversammlung des Vereins für kaufmännische Interessen hielt Minister a. D. Dr. v. TwardowSki, Präsident der österreichisch-polnischen Handelskammer in Wien, einen überaus aktuellen und interessanten Vortrag über „Polen als öfterrei-- chisches Absatzgebiet". Der Vortragende gab zunächst einen Ueberblick über die Gestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Polen, wobei er von der Erwägung ausging, daß der Zerfall der alten Monarchie, der anfangs für die österreichische und namentlich für die Wiener Geschäftswelt katastrophale Wirkungen zu zeitigen schien, doch auch wieder zur Vermehrung und Belebung der Grschäftsmöglichkeiten beigetragen habe. Der österveichische Erzeuger und Kaufmann könne nicht mehr in der zollgbschützten Atmosphäre der alten Monarchie operieren, er vermöge sich aber auch schwer aus das Neuausümd zu beschränken, und greife, einnral außechalb der Grenzen Oesterreichs, auch aus das weitere Ausland. Wer seine früheren Kunden in Galizien besuche, fahre wohl auch nach Warschau und Lodz. Aehnlich geschehe es >ii: dem neuen Rumänien, Jugoslawien, und so erobere er sich neue Absatzgebiete, allerdings nicht ohne große Schwierigkeiten, die in der Verschiedenheit von Land und Letlten, von Mentalität uub Nuancen begründet, für den anpassungsfähigen Kaufmann aber nicht unüberwindbar sind. Den letzten Teil des Vortrages bildete eine Skizze der gegenwärtigen Wirtschaftslage m Polen, die zwar augenblicklich einen größeren Absatz dortselbst erschwere, deren vorübergehender Charakter jedoch um so inehr erhofft werden könne, als nunmchr sich auch in Polen die gewissen Heilungsprozesse der Sanierung jchmerz-- hast bemerkbar machen. Da aber auch dir Heilmittel bereits energisch zur Anwendung gelangen — die Notenpresse ist eingsstettt, die Emissionsbank gegründet, das budgetäre GleichgLwicht jtrwährleistet, die Valorisierung aller Steuern und Bahntarife bereits in Auswirkung —so dürfte man sich auch dort aus dem Wege zur Sanierung schon ilmner sicherer fühlen