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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-22 · Heft 1803 (22.2.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1803 (22.2.1924)
Date
1924-02-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ur. IMS Wien, Freitag Wiener MorakmesLim^ Februar 1924 Lindfleisch, Primaqualität, zu folgenden Detailpreisen MM Verkauf: Vorderes 16.000 K. mit Zuwage, Hinteres 16.000 K., Rostbraten 20.000 Sk. ohne Zuwage, Lungenbraten 85.000 K. ohne Zuwage. Auf den Grünwarenmärkten ist keine wesentliche Aenderung der Preise eingetreien, bloß Kohl hat sich neuerlich verteuert. Lebhafter Nachfrage begegnet holländisches Kraut, daS billig und qualitativ gut ist. Morgenfrost. In Oesterreich herrschte gestern bei stretkgem Morgens^st und stellenweise Morgennebel heiteres Wetter. Mittags hielt der Frost im Alpenvorlands noch an. (Wien —2 Grad.) In den inneren und südlichen Alpmländern taute es. Voraussage: Wolkenloses Wetter nur mehr von kurzer Dauer. Morgenfrost, tagsüber starke Temperaturzunahme, wahrscheinlich über Null Grad. Wie n, 22. Februar. * Unser Roman. Wesen technischer Schwierigkeiten enfl-M heute die Fortsetzung unseres Romanes „Die Heimatlosen" * Professor Rethl gestorben. Gestern nachts ve^arb im Mer von 68 Jahren der bekannte Larhnoo'lo.qe Professor Leopold Reib?; er war eine Kapazität auf dem Gebiete der Äehlkopfkr^nkh'iien, insbesondere der Physiologie der Stimme. Äanae $r'? war Ne'hi Stimmarzt an der Staatsakademie für Musik. Er war auch Begründer der österreichischen Gesell- Most für experimentale Phonetik. Professor Rethi war übrigens selbst ein vorzüglicher Musiker: >cr bearündote das Wiener Arrzteorchester, m welchem er die erste Gei"' spielte * Bierzigjähnqes Berufsiubilöum. 'dcrrtenr I>a?ob Nagel feiert am 2? d. sein 40Mriges Ber.ojubrläum. NaqÄ besorgt für die meisten Wiener Tageszeitungen die Berichterstattnng über die Warenbörse und ist Herausgeber von Spezialberichten der Warenbranche. Er erfreut sich w'gen seiner Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue allgemeiner Sympathien. * Sc'lbstmordaffäre in der polnischen Gesandtschaft in Budapest. Zu der in den hiesigen Zeitungen erschienenen Meldung über den Selbstmord eines angeblichen polnischen Gesandtschaiftssekretärs in Dn-apest. der einen groß ven Betrag unterschlagen haben soll, ist die polnische Gesandtich^tt in Wien ermächtigt, faloendts richtigzustellen: Einen Ge.fandrschaf'ssekreior namens Reszatowski gibt es bei der polnischen Gesandtschaft in Budapest überhaupt nicht. In der gemeldeten S-elbstmordaffäre handelt es sich offenbar um den provisorischen Kanzleraehilfenbeamten Nesz-etarsky, der bei der Konsulara-öieilnna der polnischen Gesandtschaft in Budavest nur kurze Zeit in Verwendung stand und bereits vor einigen Wochen ans dem Dienst entfernt wurde, llebrigens war Reszatarsky nicht einmal polnischer S^aalsanaehöriaer. Oberrabbiner Dr. Elias Adler in Budapest gestorben. In Budapest ist, wie uns von dort berichtet wird, der Oberrabbiner Dr. Elias Adler nach einer Operation g-'torben. Der Verstorbene, der an der Rombach-Synagog-r tätig war, vertrat die mittlere konservative Rich'ung im Budapester Rabbinat und stand im Rufe eines bedeutenden Talmudgelehrten. Während des Krieges machte Dr. Adler, der auch Felvrcrbbiner war, durch eine Aktion, die die Ueberreichung eines Huldigunasgeschenkt8 der 5Vuden an die Erzherzog Josef bezweckte, viel von sich reden. Anch seine Teilnahme an der Amerikareise der Budav-ster jüdischen Delegation vor eineinhalb Jabren fand durchaus nicht die ungeteilte Zustimmung der ungarisch"n Judenschast. Dies? Reise endete mit einem entschiedenen Mißerfolg. * Das Glatteis. Gestern glitt -die Auftva-rterm Melheid Sachs ans dem Sckwarzenberaplatz, als sie von einem stehenioen Sirabenbabnzug nnssteioen wollte, ln'^lne d^s Glatteises ans und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. D'v-> Rettungs- Msellschofl brachte die Berunäluckte in die Nnfallstation. * Chloroform, Kokain und Schwerverbrecher. Wie ermnwlich. wurde im veraanaenen November die Artistin Helens Kubit in ihrem Hotelüininc-r, mit Chloroform be-- Läubt. bewußtlos anfoeftmden. Ihre Wevti'ack"N und ihr Pelz wari'n verschwnnden. Der Täter wnr-de danrols in der Person des Heinrich Tbomer avsgesorscht. der in dvr Wohnung des angeblichen Kaufmannes Leo Rosfield in der Girardi-!gasie im Kokainransch bewußtlos ousgesunden wurde. Man «fand bei ihm ein-n Teil der aestohlen'n Gegenstände der Ar- : ist in. nur der B-lz konnte nickt zur Stelle gebracht werden. Auch der WOaebl'chs Rosiie'ld wurde verhaftet, dock» konnte ibm nichts nochaowi'sen werden. Durch eine Leibesvisitation, die an Ros'fleld vorgenomm-u wurde, fand man einen Bahnhosgarderobes^ein. und Rosfield aab zu. einen Koffer bohnlaaernd nach München abgeschickt zu haben. Der Koffer konnte noÄ in Sal'bura beMaanechmt werden und der gestohlene Pelzmantel fand sich darin. Durch «'inen Steckbrief der Berliner Polirei. der anch eine Bhowaravlne entstielt, wurde nun lest« aeistellt. daß der anaestlillie Rosfi^d. der sich der verschiedensten Nmn^n bediente, der lest lanaem van den deutschen Behörden Schwerverbrecher Alois Schuck sei. von dessen Verhaft Berliner Kriminalpolizei verständigt wurde. 8sl Regen Wind Kälte wird man leicht von Erkältung befallen. Man muss daher rechtzeitig dafür Sorg© tragen, dass im Hause nie fehle der in seiner schmerzlindernden Wirkung einzig® echte Diana Franzbranntwein mit Menthol weleher für Massage, Einreibung, Umsch’äge und als Gurgelwasser gleich unentbehrlich ist Ueberall erhältlich Diaia-FraizferuitwetaPniiktln-liß. WIEN, li. Engerlhstrafie 161 Ui präg, vm. Drahobeüovi t>e tung die B: * Tanzinstflnt Hermann Braun, 14. Bez., Rerndorfgasse 42. -tzente moderne Perfektion. Beginn “/37 Uhr abend« ' . (Entgeltlich.) J.A.B.Unita«, J.A.B. gkphirah, J.A.B. Barissia Heute Freitag den 22. Februar, V98 Uhr abends, VIII. Lerchenfelberstraße 46 (Barissen-Bude) SOtttÜQ Sr. Heinrich Glanz: ff' .««Wisches Staat-recht' Me Dundesbrüder und Freunde sind Willkommens «HARUACH» Vereinigung Jüdischer Forscher, Schriftsteller n Künstler Samstag den 23. (Februar, ,/a8 Uhr abends VORLESUNG Else Lasker-Schfller Einleitende Ansprache: Hans Jacob 5aal des Ingenieurn. Architektenvereines, B. Eschenbachgasse 9 Karten' im Vorverkwif ta dar Adminkfrrtio« der tWjflW McfgBKSjtaig1 ([ Ein Bureauhmts am Lmrrenzerberg. Wie ein« Lokalkorre- 'spondenz erfährt, laßt ein bekannter I' n dustriekonzer n gegenwärtige Pläne für ein an Stelle des Laurenzergebändes zu errichtendes achtstöckiges Bureauhaus ausarbeiten. Nach Anstellung d^r erforderlichen Kalkulationen wird die Gruppe an das Handelsministerium mit einem Kauianbot herantreten. Im Falle des Zustandekommen des Projektes würde die Steueradministra-ticm in das Gebäude der ehemaligen Marinrsektion und die Bureaus der Delegraphendirektion in Räume der neuen TÄevhonzentrail-s in der Raftrmoffskygasse verlegt werden. Vereine, BorttSge und Versammlungen. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, 2. Bez.. Ferdinandsstraße 23, Tür 6. Morgen Samstag im Sitzungssaal der israelitischen Kultusgemeinde, 1. Bez., Seiienfiettengafse 4, Vortrag. Professor Dr. Salo B a r o n r Die jüdische Autonomie in historischer Beleuchtung. Beginn 7 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. — Verband stub-ierender Zionisten aus Rußland Hechawer. Heute um 8 Ubr abends im Cafe Kamptal, 9. Bez., Spitalgasse 25, Vortrag. Dr. I. W a l dm a n n r Die jüdische Nationalautonomie in Osteuropa. — Wiener parapsychisches Institut. Morgen Samstag, präzise halb 8 Ubr, spricht RegierungSrat U. Tartar u g a über Telepathie und Hellsehen. (Neue Wiener Handelsakademie.) Technisches Museuur. Morgen SamStag um 8 Uhr nachmittags Fübrungsvortrag von KustoS Zug. N. B or o e v i e: Die Wasserkrastmaschinen. Sonntag den 24. d. um 10 Uhr vormittags im großen Hörsaal Lichtbildervortrag von Dp. O. B r y k: Technischer Monatsbericht über neue Erkenntnisse und Erfindungen. Döblinger Tempekverein. I-rr seiner jüngst.abgehaltenen .Generalversammlung hat der Döblinger Dcm'pelverein Herrn Moritz Müller in Würdigung seiner großen Verdienste um diesen Verein zum Ehrenpräsidenten ernannt. Typographiakränzchen. Das Kränzchen des Gesangvereins Freie Typographia findet Samstag den 23. d. um 8 Uhr abends in Weigls sämtlichen Sälen statt. Ununterbrochener Tanz in drei Sälen. Nach Schluß Straßenbahnverkehr nach allen Richtungen Eintrittspreis im Vorverkauf 15.000 K. Karten zu haben: i Buchdruckerheim, 7. Bez., Seidengasfe 17, 2. Stock; Touristenausrüstungsgeschäft H. Rotier, 15. Bez., Neubangürtel 19; Weigls Schankkasse sowie bei allen ausübenden Mitgliedern. Der zweite Trafikantenball verbunden mit Künstlevakadsm-ie findet am Montag den 25. d. in den Sophiensälen statt. Propasandameeting auf der Landstraße. Im Rahmen der von der Zioniftifchen Sektion Landstraße veranstalieten Schekel- und Propaganda- Woche fand am vergangenen Sonntag vormititags im Löwenkino ein Meeting statt, bei welchem Dr. Isidor Kl aber auf den großen Wert einer wahrhaft füdiischen Erziehung der Heranwachsenden Jugend, die oft ihre Eltern dem Judentum zmückgewmne, und auf die Tatsache der bereits bestehenden jüdischen Schulen in Mett als den Attfang der völligen Gewinnung der jüdischen Jugend hinwies. Sodann besprach Dr. Löwenherz das Problem des PalästinaMufbaues. Die Juden der Gegenwart seien in ihrer Stellungnahme zu Palästina in drei Kategorien zu teilen: in die Chaluzei-arez. die opferbereiten, jungen Wienschen. die alles hergegeben haben, um das Land in Besitz zu nehmen; die C h a l u z e i - h a r u a ch, die geistigen Führer, welche die jüdische Kultur wieder zu neuem Glanz gebracht und die hebräische Sprache neubelebt haben, und die Chaluzei-hakesfsef, die übrigen Juden der Galuth, von denen man eigentlich das geringste Opfer der Mitarbeit verlangt: das Geld, das notwendig ist. um Crez Israel wieder aufzubauen. Zum Schluß sprach Schriftsteller Doktor Ruudt von seitten Erlebnissen m Palästina Er betonte, nach deni, was er gesehen, sei es ihm ein Rätsel, daß das jüdische Volk nicht einig sei im Aufbau des jüdischen Zentrums in Palästina. Die Ausjührungen der Redner machten auf die zahlreiche Zuhörerschaft Men Eindruck. Brieftaste« der Redaktion. Techniker. Sie können bei Erhöhung des Mietzinses die Entscheidung des Mietamtes aurufen, das die erhöhte Forderung überprüft. Kündkgungsgrund ist dadurch nicht gegeben. — S. Z., Rcw NsrK. Die Nachkommen der Familie Pereire sind nicht mehr Juden. — Zionist, Wilna. Die israelitisch-theologische Lehranstalt in Mett. — K. W», Bresian. 1. Nein. 3. vn- JteteBB*. Bühne und Kunst. Sperntheater. Gastspiel Gcrmaine Lubi». , Bor dem Kriege sang in der Hofoper der fvauzösische Opernsänger Dalmorez, dessen Lohengrm mit \mm wärmen, hochkultivierten Tenorstimme stark« Wirkung zeitigte. Nun haben wir aus der Pariser Großen Oper eine Elsa bezogen, Madame Germaine L u b i n. die Gattin des bstannten Dichters Geraldy, deren starke romantische Persönlichkeit auch ohne die schon vorher in der Presse deröffenilichten Empfehlungsschreiben der französischen Komponisten Charpentier und d'Indy Beachtung gefunden hätte. Eine schone, vornehme Gestalt, lebhaftes Mienenspiel und harmonische Bewegungen unterstützen eine wiche, wohlklingende Sopransti'mme, die beson>ders «t -der Höhe ergiebig ist. Die Technik ist ansehnlich, reibungslos Vollz'vchk sich der Regist-erwechsel, das Piano ist weniger klangvoll, das Stimmtimbre ungewöhnlich hell, dis Botalvsierung der Französin fremdartig, das lyrische Register dürftiger als das dramatische. Ob man sich sine Elsa mit diesen großen Vorzügen und kleineren Mängeln gerade aus Paris der» schreiben mußte, blei.be dahingestellt; jedenfalls rechtfertigt ihr verdienter Erfolg woiteve Ga-stfpiel«. — Fräulein Olszewska. die letzthin als Brangäue in der hohen Lage Unsicherheit verriet, erfvente als Ortrud durch «ine ganz wunderschön warme und zugleich dramatische Mthöhe, die im Götteranvus leicht und fvsi ins bähe B emporstieg, ein seltener und stolzer Besitz einer i'1 Urin! Wuchtig und würdig, nur mitunter trocken und spr' ist der Telramund des Herrn Dr. Schippe r. anspre nd der König des Herrn Norbert, vielverheitzend erb' st die junge Stimme des Herrn M a d i n, welcher in der von Direktor Schalk mit Hingebung und Feierlichkeit geleiteten Aufführung den Heerrufer sang. Ein Versager war Herr F i s ch e r - N i e m a n n, welcher an Stelle des Berliner Opernsängers Günther — wieder einmal eine Absage und nicht die erste in diesep Woche! — den Lohengvin sang: die leisen Töne sind reiz- und klanglos, die Uebergänge fehlen, und wenn er mit' voller Wucht loslegt und sich seine rohe ungeschlachte Riesenstimme in der Hohe endlich durchgekämpft hat, tut deren Ungestüm in der Seele und in de» Ohren weh. Mt feinem schwerfälligen Gesangs.mechamA« mus ohne jede feinere Distinktion und mit seinen unmöglich derben Gesten kann er ohne Anleitung in der Oper nicht vorwärts kommen, er nehme doch «Mich Gesangsunterricht, bevor es mit seinem Prachtvollen Matevial vorbei ist! ' t Wie wir Hoven, ist er dazu auserseheu, in SmetanaZ „Dalibor" die . Titelrolle zu singen. Die Denoristennvt hält . also we'iter an: Herr Oestpig ist Opevettenstar, die Herren Schubert, Slezak, Tauber usw. sind anscheinend derzeit für die Staatsoper nicht zu haben. Die Solisten erklären neuerlich, daß sie an ihren vertragsmäßigen Urlauben bei rechtzeitiger Anmeldung nicht gehindert werden können, wogegen wir an unserem Standpunkt sesthalten, die Sondevinte ressen der Solisten, welche der Staatsoper ihren Ausstieg verdanken, müßten gegenüber den Lebensuotwendigkoiten des Opevncheaters zuvücktveten. Sollten die Solisten wirKich nur ein Fünftel bis ein Viertel der Fviedensbezuge erhalten, während doch die Eintrittspreiise die Pavität bereits erreicht haben, so mußte hier Wandel geschaffen werden. Dies erfordert freilich eine Erhöhung der Einnahmen» welche infolge des schwachen Besuches immer weiter zurückgehen. Die sinkende Frequenz ist eben eine Folge des ge-, mmderten allgemeinen Interesses an der Staatsopev infolge sinkender Avböitssvsude, einförmigen Spielplanes und des Schreckgespenstes der ewigen Msagen, Fehlbasetzungen und Spielplanänderungen im letzten Augenblick. — Darum sollten zunächst alle Mitglieder der Oper, vom DireLtor bi's zum Choristen, arbeiten und noch einmal arbeiten, mit der Wiener Wurstigkeit und Schlamperei aufräumeu und der Würde des Kun'stinstituteZ ongemesiene künstlerische und materielle Opfer bringen. Dann würde wohl das allgemeine Interesse und Vertrauen in die alte KMurstatte wieder einziehen und dem künstlerischen Gewimr ^wüv^ auch die materielle Sanierung der einzelnen^ Opernmitglieder — ohne Star- und Gastspiolshstem — später Nachfolgen, Erst Arbeit, dann Gewimr, aber nicht umgekch^' D. M Racheatt an Mfreü Ken. Ein mißglücktes Attentat wegen einer abfälligen Kritik.?*. Kerrs Schwiegervater an der Affäre beteiligt. Der Berliner Kritiker Alfred Kerr wurde auf dem Heimwege ans dem Theater von Mi Attentätern überfallen. Es gelang den Neberfall zu vereiteln. Kerr befand sich während der Affäre in Gesellschaft seiner Gattin, Gestern hat Alfred Kerr in den Berliner Morgenblätdern «ne Mitteilung veröffentlicht, in der er darauf hinweist, daß s e i t zweieinhalb Monaten dieser Uebersall geplant sei. Es handle sich um einen Racheakt einer kleinen Schauspielerin wegen einer abfälligen Kritik Kerrs. Die Zuschrift Kerrs schließt mit den Worten: „Soweit das Ergebnis. Einzelheiten ergibt die fernere Untersuchung, welche den ganzen Umfang eines Sumpfes zu belichten haben wird. Ich muß das alles hier ftststellen. Das Maß dieser Verkommenheit duldet kein Vertuschen mehr. Der Attentäter ist dem Staatsanwalt übergeben." Von anderer Seite erfahren wir, daß dieses Attentat vvn dem eigenen Schwiegervater Kerrs inszeniert wurde, der damit seine Geliebte r äch e n w o! l i e, welche von Kerr abfällig kritisiert Mrde.

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