Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1796 (15.2.1924)
- Date
- 1924-02-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Serke 1Ö Wien, Freitag Pfund überwiesen, während das Budget in der beschlossenen Höhe 32.000 Pfund monatlich beträgt -- informiert ein Zirkular des Londoner Hauptbureaus, dem wir das folgende entnehmen: Landwirtschaft. Für laltdwirtschaftliche Zivecke wurden im November 15.866 Pfund ausgegeben (im Oktober und November zusammen 46.490 Pfund oder ungefähr 40 Prozent des Budgets). Von den 80 Familien, tne in Tel-Adas angesiedelt iverden sollen, haben sich bereits 48 Familien im November dort niedergelassen. In der Misrachi-Kolonie C h i t t i n haben bereits 18 Familie»» zu arbeiten begonnen, ebenso 20 neue Siedler in der neuen Kolonie von Ra »nah und 25 neue Familien in Merchawiah. In ' Rub-el-Nasra haben bereits 30 Kolonisten ihr Ouartier bezogen. Das Landwirtschafts- Departement hat zur Gründung verschiedener landwirtschaftlicher Gruppen vor» C h a l n z i m verholscn und für den Ankauf von Arbeitstieren und der nvtivendrgen lantmiirtschaftlichen Geräte gesorgt. Sowohl in den alten als auch in den neu errichteten Siedlungen nimmt die landwirtschaftliche Arbeit einen befriedigenden Fortgang. Immigration. Das rvichtigste Ereignis im November »vac die Grundsteinlegung des neuen I m m igrantenheimes in H aifa. Der Kostenvorarrschlag betrügt 2200 Pfund, wozu der Keren Hageulah in Palästina gegen 800 Pfund und der Keren Haiefsod gegen 1500 Pfund beitragen sollen. Die Gesaintzahl der neuen Immigranten beträgt 561. — 217 Männer, 185 Frauen und 159 Kinder —, von welchen 62 in den Jmniigranten-Camps untergebracht wurden, während der Rest »ich selbst erhalten konnte, teilweise allerdings nur durch Gervährung von kleinen Darlehen. Die Zähl der A r b e i t s l o s e n betrug i nt N o v e »»»- ber 1375, eine Anzahl von die'en fanden bei Notstandsarbeiten Beslbästiauna, die durch Darlehen des Tevartements für öffentliche Arbeiten ermöglicht wurden. Ungefähr 400 Arbeitslose erhielten kleine Subventionen, zirka 650 Pfund, 200 Arbeitslose fanden tut Peta ch T i kw a h Beschäftigung, »vozu sie e i n Darlehen von 1400 Pfund für Ausrü st u n g erhielten. Ter Gemeinde T e l - A w i w »v u r d e n 1500 Pfund für Straßenbau geliehen, bei »velchern ungefähr 200 Personen beschäftigt werden; ein weiteres Darlehen für Straßenbau der Gartenstadt' R an» ath G an bei Tel-Awüv. Nach Fertigstellung dieser Arbeit soll dort der Häuserbau beginnen, wofür bereits Mittel vorhanden sind. Das Departement für Handel und Industrie hat 518 Pfund als kleine sichergestellte Darlehen an Fabriken gewährt, an die A r b e i t e r l e g i o n (G'duth Haawoda) 200 Pfund. 3000 Pfund erhielt direkt von London die H »i p o t h e k e nb a n k zur Gewährung von Darlehen für Häuserbau und Verringerung der Arbeitslosenzahl. S ch u l »v e s e n. Aus diesem Gebiet ist die Lage dadurch etwas erschwert, daß die Jahrcsmiete für die Schulen zu Beginn des Jahres zahlbar ist. Auf Rechnung der 10.000 Dsund, die dem Schuldevartement für die Monate Oktober- November kreditiert wurden, wurden tatsächlich nur 7860 Pfund ausgezahlt. Da ungefähr 50 Prozent der Zahlungen a conto des Budgets des Schuldepartements als Mete gezahlt werden müßten, war es unmöglich, die Zahlung der Lehrgehälter für Oktober.zu vervollständigen, obgleich den Ltzhrern noch zwei Monatsgehälter für das vergangene Jahr geschuldet »verdert. Kolonisation im Dezember. (Nach dem Bericht der zionistischen Leitung in Palästina.) Im Verlaufe des Dezembers wurden die zwei Kwuzoth Ztrifim und Markenhof in den neuen Siedlungen Tel-Adas und RubaelNazrah angesiedelt. Tie genamtten Gruppen arbeiten bereits, drei bis vier Jahre im Lande. Die Markenhof-Gruppe ist in der Farm Markenhof in Deutschland ausgebildet worden und hat früher in Csir Charod im Emek gearbeitet, später in Petach - Tikwab teils bei Kolonisten, teils mit Hilfe einer Anleihe des zionistischen Kolonisationsdepartements auch auf eigene Rechnung. Außerdem wurden 11 ukrainische Familien in Bar Tob iah angefiedelt, eine Anzahl von ausgewählten Familien hat auf Nationalfondsboden in Chederah zu arbeiten begönne»». Tie Ausgaben des landwirtschaftlichen Departements für Tezember betragen 18.798 Pfund. Eine Gartenstadt Berliner Zionisten. Die Gruppe der Zionisten aus dem Osten in Berlin hat beschlossen, eine Gartenstadt Zionah auf von der Palestine Land Dw^opment Eo. erworbenen Boden -zu errichten. Es wurden bereits 45 Parzellen von zusammen 35.000 Quadratmeter Fläche erworben, welche der Gruppe gegen monatliche Teil« Zahlungen für die Dauer cines Jahres überlassen wurden. Die Mitglieder verpflichten sich, längstens binnen fünf Jahren auf den ertvorbenen Parzellen Häuser zu bauen. Außerdem hat die Gruppe Option auf einen angrenzenden Komplex Ein Teil der Bodenerwerber will bereits demnächst nach Palästina übersiedeln. — Die Gruppe der Berliner Zionisten aus dem Osten bereitet für Pessach eine vierwöchige Palästiuafahrt vor. gu der bereits 300 Teilnehmer an gemeldet sind. von den Jca-Kolonien. Die Jra-Kolonien in Obergaliläa A j e l e t h Haschachar, M a ch n a i m, T e l-C h a i st r» d K f a r-G i l e a d i haben seit den Ueberfällen von 1920 große Fortschritte aufzuweisen. Ksar Gileadi wird von einer Haschomer-Kooperative bewirtschaftet und zählt 100 Seelen. 150 Dunam wurden mit Fmchtbäumen, 30 Dunam mit Waldbäumen neu bepflanzt. Die Kolonie besitzt 80 Stück Großvieh und 250 Schafe. Die Gesamtfläche beträgt 1500 Dunam, von denen aber ein Teil steinig ist. In diesem Jahr sind 700 Dunam neue Kulturflächen erschlossen worden. MiSrachi-Arbeit. Tie vor kurzem abgehaltene M israchi- Konferenz in Amerika hat u. a. beschlossen, die »tätigen _Wiener Moraenzettimg. * Geldsumme»» für die Anschaffung Volt Arbeitsgeräten und Werkzeugen für die misrachistischen Arbeiter in Palästina bereitzustclle»». binnen Jahresfrist die Mittel zum Bau von 20 Häusern in der Misrachi-Siedlttng Kesar Iwri zur Verfügung zu stellen und einen 100.000 Dollar-Fonds für die Tachkemonischule zu schafft»», falls die Schule entsprechend dem Lehrpläne eines mrSrachtstischen Gymnasiums ausgebaut werde. Ferner verpflichtete sich die Konferenz, btnnen Jahresfrist 26.000 Dollar als Anteil ant Grüttdungskapital der M israchi-Bank zur Verfügung zu stelle»». Professor Gide und di« palästinenstsche Kolonisation. Der bekatvikte französische OLkonoinfft Professor Charles Gide, der eitler der ltervovragendste»» Führer der internationalen Gewerkschaftsbewegung ist. veröffentlicht in der letzten Nmmner der Zeiffchrift ,La Me norah" einen bogoisterten Artikel über die jüdische Kolonisation in Palästina. Professor Gide weist auf die besondere Wichtigkeit und den sozialen.Wert des jüdischen Na t i ou alfon d s hm uind behandelt ontgehend die kooperative Form es palästmenisischen Aufbat »Werkes, die er als die paffeudste und -erfolgreichste für Palästitra bezeichnet. Interessant ist, daß Professor Charles Gide als Nichtjtvde Vorsitzender des von den jüdischen Arbeitern in Paris gebildeten Komitees für de»» Palästina-Arbeiterfonds ist. , , Jer Tabakbau. Palästina gibt jährlich für Tabakimport den Betrag vor» 300000 Pfund aus, wovon ein erheblicher Anteil auf die jüdische Bevölkerung entfällt. Bekamrilich war der Tabakbau linier der türkische»» Herrschaft ein Staatstnonopo'l; eist dttrch die Zlufhebuug dieses Zustandes durch die enMche Regierung ist die Entwicklung des Tabakbmves 'im Lmtde möglich geworden. Das erste Experiment int Jahre 1921 i»t -den jüdischen Kolonien ergab Tabak vor» guter Qualität, 1902 tmrrden bereits 25.000 Kilogramm Tabak produziert, im folgenden Jahre steigerte sich der Anbau und heute kann man hoffen, daß die Ta-bakkultur eine beträchtliche Einnahmsquelle für die jüdischen Kolonisten, besonders in Galiläa, bilden wird. Das Landwirtschaftsdepartentent der Zionistische»» Exekutive hat de;» tabat'bauerrden Kolonisten einen Instruktor zur Verfügung gestellt. Verkauf der Tabakernte in den galiläischen Kolonien. Dieser Tage wurde eine Vereinbarung zwischen dem bekannten Berliner Tabakindustriellen Lubliner, dom Vertreter einer Gesellschaft, die «große Zigarrenfabriken in Deutschland b.'sitzt, mrd den Vertretern -der Verein» g u n g der Kolonisten in Untergaliläa und den Kolonien Rosch Pinah u»»d Mischmar Hajarden über den Erwerb der oberun-d untergEäischen Tabakerute des Jahres 3684 »»nterzeichnei. Herr Lubliner übernimint 230.000 Kilogramm Tabak zum Durchschitittspreis von 20 Grüsch pro Kilogramm, also für insgesamt 30.000 ägyptische Pfund. Jeder Tabakzüchter erhält als Vorschuß 10 Grüsch pro Kilogramm, und zwar 3 Grüsch nach ber Anpflanzung und 5 Grüsch zur Zeit des Pflückens, »md den Rest bei Ablieferung des Tobaks. Gemäß der Vereinbarung sollen in diesem Jahr« in Unter- und Obergalräa 3000, resp. 1300 Dumam mit Tabak bepflanzt werden, »vobei durch fünf Monate «gegen 1700 Personen Beschäftigung finden werden, die Kolonisten und ihre FamÄiennri-tgjlieder mit emgerechnet. Die Sortieruy des Tabaks wird des weiteren gegen 500 Leute während ungefähr vier Monaten Beschäftigung geben. Namens der Gesellschaft ist der Vertrag von den Herren Samuel und Simon Lubliner, Dr. Zlocisti u-»»d L, Mnz -»mt«rfertigt. Die Entwicklung des Jaffaer Orangenhandels. Der Jaffaer Oraugenhandel kann in den letzten Jahren, nachdem es «gelungen ist, die Verpackung der Orangen zu vervollkommnen wie auch die alten Verbindungen mit Europa wieder aus-- zunehmen, auf orne fortschreitende große Entwicklung Hinweisen. Die Produktion ist vor dem Kriege von 30.000 Kisten im Jahre 1898 auf 1,600.000 Kisten mit einem Lokowerte von 297.700 Pfund Sterling im Jahre 1915 gestiegei». Während des Krieges haben die Orangengärten wegen Mangels an Bewässerung und Aufsicht tote auch infolge der Kriegsvecheerungen stark gelitten. In dr Saison 1921 bis 1922 wurden 647.065 Kisten im Werte von 162.409 Pfund Sterling verschickt. Die Saison 1922 bis 1923 verzeichnet eine wertere bedeutende Zunahme auf 1,464.588 K i st e n im Werte von 374.798 Pfund Sterling und erreichte bezüglich der Quantität den Vorkriegsstand, den sie an Wert bereits um 26 Prozent nbertraf. Die Konferenz de« allgemeinen Organisation jüdischer Arbeiter, welche vor kurzem tagte, hat unter anderem folgende Beschlüsse gefaßt: Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Als deren Hauptursachen werden bezeichnet: die Gleichgültigkeit des Jischuw, die Haltung gewisser Regrernngsurfb Kommunalbehörden. die Hindernisse, welche die Regierung der Iva in der Frage der Trockenlegung der Sümpfe in den Weg legt, daß die Regierung ksi-ne Möglichkeit ergreife, Straßen zu bauen, schließlich die Neigtlng gewisser Departements, die Arbeiten a»» ausländische Unternchnter zu vergaben. Es wird darauf hingswiesen, daß, wie bereits gerneldet, ein auswärtiger Bauuniernehmer verschiede»»« öffentliche Arbeiten mit billigen ägyptischen Arbeitern ausführt. Die Organisation proklanviert ihr Recht, alle nationalen Bauten im Lartde ohne jede Bermittlung zu übernehtnel» und ’ anerkennt die Bedeutung der Anstrengungen der Arbeiterschaft, um in dir Kolonien erwzudringen und sich das Recht auf Arbeit zu sichern. Es wird mit Besorgnis festgestellt, daß die A ns iedlu n g der Arbeiterschaft infolge des beschränkten Bodenbesitzes des Natiorralfonds nicht das gewünschte Tetnpo erreicht. Die Konferenz widerspricht dem Systern der landsrnannschastlicher» Siedlung, welches die Entschridtlng Wer das anzustedelnide Material den kompetenten Institution entzieht. Der Eintritt in die Amsterdamer Internationale wurde mit Befriödigung zur Kenntnis genomirten und ein Zluifrtff zur Ge ldsamrnlung für die notlei de »»de deutsch? A r bester schaft erlassen, " 15. «Februar 1924 _ Nr. 179g Das Haifaer Technikum. Ter ^nsttze»»pe dcs Londons Kuratoriums für das Haifaer Technikum, Sir?llfred lot^' toettibei' sich mit einem Schreiben an die jüdische Presse, in dm»' er unter.aifderem auf de»» Mattgel an geschulten Werkmeistern »»ud Handwerkern iu Palästina hmweist, dem das Haifaer^ Technikum abhelfeu soll. Die eimnäligen Investitimten bezffscrt das Kuratorium mit 4000 Pfund Sterling, die laufenden Ausgabe»» für das erste Detriebsja/Hr »nff 3000 Pfund Sterling. Bon de»»t bttdgeiiericn Betrag von 7000 Pfund Sterling sind 5500 Pfund Sterling bereits aufgebracht. Die Zionistische Organisation hat 9000 Pfnltd Sterling zur Berfnguug gestellt, »vettere 1800 Pf»»nd Sterling spendete ein Ungenannter. Die Cü»nah»ne»t sind »Nit 700 Pfmtd Swrlmg prälitniniert. so daß noch 1500 Pfund Sterling zur Deckurtg des Budgets fehle»». Diesen Betrag hofft das Direktovium durch Spenden her-! ei»»zubril»ge»». — Die erste Sendung von Apparate»! u»»d Maschinen, die kürzlich eine Reil)e jüdischer und M» nistifchcr Organisatione»» in Deutschland dem Haifaer Technikum gefpettdet hat. 'ist in Haifa eillgetroffen und umfaßt Apparate fiir die physikalischen und cheutischen Jabovatorien/ große Maschinen für die Tischlerwerkstätte und Werkzeuge für die Schlosseru»rd Kle-»»»p»verwerkstätte. Außer den?lpparaten »»nd Maschinen sind in der Sendu»»g noch große Mengen Material firr die 'innere Ausstatttlng des Gebändes sowie eme> vollkommene Eq»»ipieru»»g der K»»nstabteil»»wg, darunter eine sehr gute Auswahl von Gemälden des letzten Jahrhunderts.^ enthalten. Im Laufe der nächsten Monate wird der Rest der' Einrichtung des Technikums in Haifa ertvartot. Privatinitiative litauischer Juden. Das Mitglied des litauischen Zionistischen Landeskomitees. Dr. A. I d eis o h n, begibt sich m kurzer Zeit nach Palästina, um die Mög-, lichkeiten 'des L a n d k a «u f s sowie der Gründuirg privater Industrie- und Handelsunternehmungeu zu untersuchen. Dr. Jdelsohn verhandelt gegenwärtig mit jene« Kreisen der litauischen Juden, die Jirteressc an Privatini* ttiative in Palästina habe»». Eine neue englische Palästina-Gesellschaft. Vor kurzem wurde m London eine Gesellschaft „H a a w o d a" gebildet. bcstehettd a»»s ij^iläftinenseru unb Londoner»», bereit Hauptzweck es ist, die ökonomischen und kulturellen J»»stitutionen in Palä« stina in finanzieller wie auch jeder anderen Beziehung zu unterstützen sotvie die jüdische öffentliche Meinung m England über die Ideale der zionistischen Arbeiterbewegung aufzuklären. Industrielles. Wie das Handelsu»»d Jndustriodepartemeut der Zionistischen Exekutive in. Jerusalem mittet!!, geht der Berliitcr jüdische Industrielle' S ch e i n e r an die Grün« dtmg einer Kuvert fabrik in Beth Galim (Haifa), deren Erzeugnisie außer im La»»de, in Syrien undi Aegypten Msatz finden sollen. Eine neue Chaussee zwischen Acre und Rar-el-Naknc«. Der Leiter der öffentliche»» Arbeite»», in Palästina gibt bekannt, daß zwischen Acre und Nas-el-Nakttira eiine tveue Chaussee gebaut wird. Man hofft, daß die Strecke zwischen Zrb und RaSel-Nakura zu Ende geführt u»»d ehestens dem Verkehr frei« gegeben tvird. Nathan Strauß en Palästina. Vor kurzem ist Mr. Nathan S t r a u ß, der weltbekamtte amerikanische Philanthrop, bekannt-: lich ein Anhänger des Zionismus, in Palästina eingetroffen. Nach einer smgshenden Besichtigung des Landes und der verschiedenen neugeschaffenen Institutionen hat Strauß ein ■ Telegraurm nach Amerika geschickt, in welchem er feststÄlt, daß die Fortschritte der jüdischen Arbeit erstaunlich süien. Der Keren Hajessod habe auf de»» Gebieten der neue»» Ein-, Wanderung, der agrikulturellen Tätigkeit und der hebräischen Erziehungsarbeit ttiche Früchte getragen. Auch die medizinische. Arbeit der „H a d a s s a t“ verdiene größtes Lob. Be» entsprecheni der Unterstützung der Aufbauarbeit, die Pflicht eines jeden Juden sei, sei die Zukunft des jüdischen Nationalheims gesichert. Oskar Straus »ach Palästina avgereist. Der ehemalige amemkanische Gesandte in der Türke», Oskar Straus, ist seinem, Bruder Nathan nach Palästina gefolgt, wo er Gast deS High Commifsioners Sir Herbert SamuÄ sein wird. Amerikanische Touristen nach Palästina. Wie der „Doar Hajom" berichtet, organisiert die New-Porker .^Fewish Tribüne^! eine Touristenreise nach Palästma. Sie hat zu diesem Zweck von einer amerikanischen Schiffsgesellschaft den Dampfer „Cleveland" für 600 Reisende gechartert. Die Touristen sollen am 20. März (Purim) New-York verlassen. Der „Gerer Rabbi" in Jerusalem..Am 28. Jänner ist der „Gerer Rabbi", begleitet von den Rabbis von Radin nml Sokolvw sowie 30 polnisch-jüdischen Industriellen, in Jerusalem emgetroffen. Die Reisegesellschaft wird einige Wochen^ dort bleiben, um die Möglichkeiten der Handelsverbindungen^ zwischen Polen'und Palästina zu studieren. Die Polen-Aktion des Komitees für das arbeitende Palästina. .In der letzten Zeiit ist auch in Polen eine Abteilung de» Komitees für das arbeitende Palästina geschaffen worden, i» welchem die Organisatlionen .Hcckaluz". „Hitachduth", „Poale Zion", „Zeire Zion" u»»d „Dror" koopeviert sind. DaS polnisch« Komitee schreitet nnninehr an eine großangelegte Mtion zur^ Umterbvrngung von Aktien der Palästina-Arbeiter« bank und zur Propagierung des Palästina-Arbeiterfond» sowie der andsren Jnstitutimten des Kotnitees. In alle« Städten Polens werden jetzt Subabteilningen ,des Watrschauer Komitees eingerichtet (I. T. A.) Ein Komitee für das arbeitende Palästina in Litauen. In Litauen hat sich ein Zweigvevbcmd des Komitees für das^ .mbei-bende PaMma gebildet, in welchein alle jüdischen AMittrgruippen mit Ausnahme der linken Poale-Zion vertreten sind. Im Verlauf der ersten Aktion wurden 4000 A k t i e n f ü r dit Palästina-Arbeiterbank gezeichnet, von ^welchen 740 bereits voll eingezahlt sind. Die kanadischen Zionisten für die hebräische Universität. Die in Antvesenheit Dr. Weizmanns statigeftlndcne Konferenz der Zionisten Kanadas hat die Summe von 12.000 Dollar für v»e hebräische Universität auf dem Oelberge zu Jerusalem bestnnmt. Einwanderung kaukasischer Juden. Wie cou§ Konst a n. ffnopeil gonteldet wird, sind dort 68 Judeirfamillten mit 230 »Köpfen aus dom Distrikt Darbant in» Kcnvkasus angelangi, um nach Palästina zu irbersiedeln. Die Gruppe e»»khält wertvolle Elentente für daS Land, darunter erfahrene Landwirte und Gärtner. Gin Klubheim amerikanischer Juden in Tel-Awiw. Die Orgallisation amerikanischer Juden »n Tel-Aw»w plant de»» Bau eines großen Klubu»»d Bibliotheksheimes m»t einem Festsaal, der über 1000 Personen fassen soll.