Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1796 (15.2.1924)
- Date
- 1924-02-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Wien. Probestreil in den Wiener Lheatern. Wegen der Kündigungen in den Operettentheatern. Der Bühnerwciein teilt mit: In der ocftcrn ftattffcfim*» denen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Schauspieler wurde gegen die an den Wiener Theatern vorg.'nott'meneu MafstnrüTÄngungen Stellung genommen. Die ArbeitSgemcinschest beschloss, an einem Tag der miLsten Woche (wahrscheinlich Donnerstag) in allen Wiener Theatern einen Probest reit zu proklamieren und an diesem Tage in »>ner öffentlichen, um 11 Uhr vornlitta-as anzusetzenden Versammlung gegen die Massenki'mdigungen zu demonstrieren. Diese Demonstration soll sich in erster Linie gegen die Theaterunternehmer richten. Es wird in dieser Versammlung naturgemäß aber auch Gelegenheit sein, über die geschäftliche Lage der Wiener Theater zu sprechen und die Frage anspttverfen, ob diese Tyeateruirternehmungen in der Lage und, den Steueransprüchen der Stadt Wien zu genügen. Bon der Llrbeitögerneinschaft wird der Versammlung empfohlen werden, als verstärkte Demonstration gegen die illrassen'ündigungrn den Generalstreik in sämtlichen Wiener Theatern (auch in den Bumdeötheaiern) für einen Tag auszimlfcm. Entlassungen in Graz. Aus Graz wird uns gemeldet: Gestern wurde dein Vorstand der Oper, dem gesamten Personal, dein Orchester und Chor zur ablaufenden Spielzeit gekündigt. Die Kündigung ist auf die außerordentlich schwierige finanzielle Lage, in der sich die Grazer städtischen Bühnen befinden, zurückzusühren. Kein Gnftspiel unserer Etmrtsoper in LonSon. Dem Eingeweihten Um es schon seit Wochen klar, daß aus dem Gastspiel unseres OpernensembleS in London Nichts werden würde Wehrte sich doch De; Oraauisauon der Londoner Musiker, die selbst nichr auf Rosen gebettet sind, gegen die Konkurrenz des Wiener vhilha-emn ch-n Crt '--8;:n': ohne konnte Wien.'7 Cst an 4 a Grstwi'! nicht denken, da einerseits bei Her.rnziehung der minderwertigen englischen Musiker die OiMlitär -er Aufführungen gelitten hätte, andererseits die Proben mit den fremden Musikern ein llcbermag cm ganz unproduktiver rünstlerischer Arbeit erfordert hätten. Trotzdem wurde immer wieder in der StaaiZ> oder erklärt, die Verhandlungen gingen ihren normalen Gang, &S nun endlich offiziell verlautet, daß das Gastspiel gescheitert sei. Wir wollen dem verloren gegan-genen Gastspiel keine Däne nachwemen, uns vielmehr freuen, daß die Sänger und das Orchester nun daheim zu neuen Taten rüsten können'. Wir brauchen wenigstens nicht zu fürchten, daß sich das materielle Debakel, das unser Opernballer auf seiner spanischen Tournee erreichte, mit unseren Säng-wn in London wiederholen könnte. Liederabend Berta Sivertiin. Endlich einmal eine jüdische Liberianerin, die auch wirk- 4rch singen kann. Krankl doch der jüdische Liedgesang in Wien an zwei Grundübeln: Die Inrerpiew» vc-stehen sich fast nie auf Gesangsrunst und das sogenannte jüdisch« Repertoire ist aus jiddischen Schlagern zweifelhafter -Herkunft wahltos zusammen^ffiellt! Boi Fräulein Swerrlin ist ein ergiebiges Material in -den Dienst einer wohlgepslegren Technik gestellt, die schöne, dunkle, von echter Lvildenichast durchglühte Stimme fühlt sich m deutschen und russischen Liedern ebenso daheim wie in jüdischen und hebräischen Gesängen: Sehr eindrucksvoll ist das jüdische Volkslied „Nach Jeruschalojim", ein jüdischer Gesang von Kopit, der ganz überflüssig durch Geigenbeglcuung beschwert wird, verwendet mit Geschick synagogale Rezitative, hingegen brachte ein hebräischer Gesang eines unbekannten Komponisten (?) einen schwachen Abklatsch von Mendelssohn. Fräulein Swertlin verstand es vorzüglich, den mannigfachen Stimmungen der Lieder gerecht zu werden und erntete lebhaften Beifall. slb. Operntheater. Kammersänger D u h a n mußte sich gestern im Sanatorium Löw einer Blinvdarmoperation unterziehen. Direktor Schalk ist wiedorhergesttllt und nimmt heute seine Tätigkeit in der Oper wieder auf. Raimund-Theater. Ein BühnentjnbNäum, welches dieser Bühne und seinem Publikum Ehre macht: zum §6. Male wurde Franz Molnars Vorstadtlegende .Liliom" vor dichtgMlltem Hause in muster-gültiger Darstellung und Inszenierung gegeben. Max Vallenberg in der Titelrolle war wieder außerordentlich und alle Mitwirkenden, insbesondere ab'r die Damen W a gner, Geßner und Schleinitz sowie Herr Forest teilten sich in die Ehre des Abends Oesterreichischer Künstlerbund. Die 16. Johresausstellung des Oösterreichischen Künsilerbundes in der Halle, 1. Bez., Zedlitzgasse 3, mit den BÄdentwürfen zur Ausschmiücknttg eimr Sporthalle wird am Sonntag den 17. d. arm 4 Uhr nachmittags geschlossen. Ehrenpreis der Stadt Men. Gestern wurde der Ehrenpreis der Stadt Wien für -den Österreichischen Künstt-erbund dem akademischen Maler A. Hörbiger zuerkannt. Di? Jury bestand aus Vizebürgermeister Emmerling, amlsfubven-den Stadirat Richter, Obermagistratsrat Rentier von den städtischen Sammlungen und den Malern Payer-Gartegen, Girardi, May und Borschke. Tr. Karl Zeiß gestorben. Im besten Mannesailter — faum 32 Jahre — ist der Gener-alintendani: der 'bayrischen Staatschsattr, Dr. Karl Zeiß. nach kurzer Krankheit gestorben. Zeiß gehörte -/u den hervorragendsten Spielleitern der deutschen Bühne. Er begann als Literaturhistoriker und hatte insbesondere als -Hebbel-Forscher einen guten Namen, als er ferne Tätigkeit als Bühnenleiter begann. Zunächst in Dresden, dann in Frankfurt und schließlich in München wirkte Zeiß als Regisseur gang hervorragend. Seine Shakespeare- -und Hebbel-Jnszen!','ru-ngen machten Schule, und seine Aufführung von Goethes ,/Uvfcvust" >war eine Tat. Als man am Wiener Buvgtheater „Wilhelm Dell" expressionistisch einkleidete, konnte man sich auf Zeiß berufen. der bereits Schillers Dramen expressionistisch inszeniert hatte. Bekanntlich hat sich Zsiß um die Förderung junger, neuer Dramatiker von Bedeutung, -mSbojondtzve SterncheM, , " WKit«°x Kaiser, Unruh und Paul Kornfeld, der bis ww aus Wiener Bühu-n noch nicht gespielt wurde, große Verdienste, erworben. Während der letzten Jahr-» tauchte aus Anlaß der wiederholten Bnrgtheaterkrise öfter das Gerücht auf. Zeiß werde pm Direktor des Burgtheaters berufen werde:: Es kam nicht dazu und nun hat die .Bühnenkunst einen ihrer besten und eigenartigsten Förderer fritt^eitig. verloren. Maria Gerhart. der ausgezeichnete Koloratursopran unserer Staatsoper, gastiert-e an mehreren Abenden in der Frankfurter Oper und erzielte bei Publikum und Presse einen großen Erfolg. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abend- »Die Katakomben". A k a d e m t r t h e a i e t. Morgen, '/#8 Uhr abends, ,D e r B i l> e r p e l z". V 0 l k s 0 p e r. Heute „D a 8 R h e 1 u r 0 l d*. Morgen „D t e W a l k ü r e". Deutsches V 0 l k s t h e a t e r. Morgen und Dienstag Paul WertbeimrrS Schauspiel Jltnldjen üonÜetttt*. Sonntag Schnitzlers ,8l n a t 0 l"«* Zyklus mit Herrn Günther in der Titelrolle. Kammersviele. Heute, morgen und Sonntag finden di« letzten drei Nachtvorstellungen von VerneuilS Lustspiel „Karussell* mit Maria O r S k a a. G. statt. Montag gebt im Ralimrn der Nachtvorstellungen Frank Wedekindtz Schausviel „Schloß W e t t 11 ft e i u* mit Maria O r S k a als Effie und Hugo Werner-Kahle als Tschamper in Szene. Johann Strauß -Theat er. Sonntag, 3 Uhr nachmittags, und Dienstag, V48 Uhr abends, „DieFörsterch ri st l" mit Raoul A s I a n a. G. An allen übrigen Tagen „Bajazzos Abenteuer". Romertnachrichten. (Die nachstehende» Ankündigungen find entgeltlich.) Heute, präzise 7 Uhr abends, Klavierabend Aoberkch Vast im Zeremonienlaale der Hofburg. Karte» bei Gutmann, Kehlendorser und cm der Abendkassa. Ser BeMllitnngrgerichtshof sstr die Gleichberechtisnng der Kongestionen. In der Frage der ÄonfsffionÄosigkeit hat der -Perwalrun-gsgerichrshof in einem speziellen Falle eine prin-zipielle Entscheidung gefällt. Ein Ehepaar in Eöensee Harde seinen 7lustritr aus der römisch-kaiholischen Kirche für sich- und sein vierjähriges Kind angerrieldst, ohne einer anderen Kv-rffeffiou beigetneten zu sein. Dir Be§irkshauptmannscha-ft Gmunden entschied, das Kind behalte die Zug Hörigkeit zur katholischen Kirche, was von der Landesregierung und dem Bundes« Ministerium für Unterricht bestät-igt wurde. Auf Grund einer BesS-werde har nun der B: rwaltit-ngSgerrchtshos die Entscheidung als gesetzlich nicht begründet aufgehoben und dabei-auf den Staatsverttag von 'Saint-Germai-.r hmgewiesen. Nach den Bestimmungen deS Vertrages haben alle Einwohner Osstarre-ichS da» Recht, jede Art Religion oder Bekenntnis öffentlich odcr privat fr-ei -u üben. Für den Begriff des Roliigionswechsels feien damit völlig neue Grundlagen geschaffen worden-. Aus den Bfftrnlmu-ngen des Vertrages gche h:rvor, daß alle RÄigioncn und Bekenntnisse einander gleichgestellt seien. Für den -RÄigionÄlvechsel sei es nicht erforderlich, daß mit dsm A?.lstritt aus einer ReligionLgffrllchaft der Eintritt in eine andere verbunden sei. Tie Beschiverdesührer als gesetzliche Vertreter des unmündigen Kindes waren daher bevechtigt, den Austritt des Kindes aus der katholischen Kirche zu erMiren. Die Querelen der Frontkämpfer. Die Frorrtkämpfervereimgung hatte am 18. Februar vorigen Jahres in den Sophienlälen em großes Fafchingsfest veranstaltet. Das Ballkomitee hatte mit der Direktion der städtischen Straßenbahnen ein Uebereinkommen getroffen, dahin, daß nach Schluß deS BallfesteS die'Direktion ^mehrere Straßenbahnzüge zur Heimbeförderung der Ballgäste gegen einen bestimmten Pauschalbetrag beistellen sollte. Cs wurden seitens oes Obmannes deS Ballkomitees für die Beistelluny von sieben Straßenbahnzügen eine Pauschalsumme von dreieinhalb Millionen Kronen erlegt und das Ballkomitee erhielt 1400 Stück Fahrscheine zum Zwecke des Verkaufes an die Besucher des Festes. Kaum hatte das Fest begonnen, als ein Beamter der Straßenbahndirektion im Festsaale erschien und mitteilte, daß die Beistellung der Straßenbahnzüge nicht erfolgen könne, und zwar wegen unvermutet eingetretener technischer Hinoernisse. Irr Wirklrch« keit sollen sich die Straßenbahner geweigert haben, zur Heimbeforderung^ der Frontkämpfer auszufahren, weil am Vortage Franz Birnecker in Hutteldors von den Gesinnungsgenossen der Ballveranstalter getötet worden sei. Vor dem Handels- 0, das über die Schadenersatzklage enffchied, machte der er der geklagten Partei geltend, daß vis maior es der Direktion der städtischen Straßenbahnen unnröglrch gemacht habe, den Vertrag zu erfüllen, zumal eS sich um einen freiwilligen Dienst der Straßenbahner, außerhalb der Betriebszeit, bei einem Sonderzug gehandelt habe. Es sei auch nicht daran zu zweifeln gewesen, daß arbeitswillige Straßenbahner von oer Mehrheit der andergesinnten mit Gewalt am Dierffte verhindert worden wären. Da8 Handelsgericht akzesttierw diese Einwände, wies die Klage der Frontkämpserverem'.gung ab und verurteilte sw zum E r s a tz e d eP r 0 z c ß k 0 st e n. Beleidigung d«S Bundeskanzlers und der Regierung. Der Hllfsarveiter Franz Seemaper wurde kürzlich von eincm Wachmanne wegen eines SlrußenrrzeiseS arre-iert. Während der Eskorte aufs Kommissariat benahm sich Seemaher, der angeheitert war, sehr renitent und erging sich in heftigen Beschimpfungen gegen den Bundeskanzler Doktor Seipel. Auf die Aufforderung des Wachmannes, sich zu mäßigen, erwiderte Seemaver: Die ganze Regierung kann mich.... Gestern hatte sich Seemaher deshalb vor oem Bezirksr-ichter Dr. Löw wegen Beleidigung der Regierung zu verantworten. Er erklärte, daß er sich an den ganzen Vorfall nicht erinnern könne, da er zur kritischen Zeit volllrunken war. Er sei namlick Abstmenzler, habe jedoch kurz vorher anläßlich einer Namenstagsfeier zwei Krügel Bier getrunken, wovon er ganz berauscht wurde. Der als Zeuge vernommene Wachmann erklärte, daß der Angeklagte zwar angeheitert, aber nicht volltrunkcn war. Der Richtör verurteilte den Angeklagten zu m ssw säsä,^-" IS. Mr»« IM " Nr. 17» Volkswirt. EeKeNtzeite Krone --- 0.0081% Oentimei. «nsMInno Wien ----- 0.0081 Centimes. In Zürich notierte 14./2. 13./2. die österr. gestempelte Krone ...» 0.0081',. 0.0081«/* die österreichische Krone. 0.0081 0.0081 die tschechische Krone .. 16.68V, 16.70 die Mark.pro Milliarde Holland 215.— 215.- New-Aork .. 575.25 »74.75 London ........... 24.72 24.75 Paris 25 80 86.10 24 92 85.07 Belgrad 6.97'/, 6.87 Bukarest 295 2.95 Sofia 4.35 4.91 Budapest 0.0201 0.09 Warschau ............ —.— Die Mrserrlagr. Bon informierter Seite wird uns geschr^ben: Angcsagiit Revolutionen treffen in der Regel nicht ein. Gegen Mitte Dezember wurde sowohl von den Finanzblättern wie auch von den Banken für Jänner ein ftllmmante Hausse prognostiziert, die sich vornehmlich auf das bevorstehende Auftvrrtungsgesetz stützen sollte. Die Berufsspekul-ation har daher im Dezembev- «nfang große Posten Effekten vorgrkaust, diese desn Publlbam zu höheren Kursen weitergsHaben und sich mit town verbliebenen Esfektensaldo mit Rücksicht auf den damaligen enckrm hohen Zinssatz Gnfcc Dezember selbst exekutiert. Nun wartete doS Publikum auf die avisierte Hausse un-d suchte um jeden Preis eine Begründung für das Ausbleiben derselben. Das Publikum wird damit verttöstet, daß dieses Aufwertnngsgffetz eben noch n i ch t e r s ch i e n e n i st. Inzwischen haben sich die Kurse um 20 biS 40 Pri'.zeni reduziert. Die wirkliche Ursache dieses gewaltigen KursrückMNges ist aber in Wirklichkeit ganz wo anders zn suchen. In erster Linie hat B n d a p e st den Wiener Marki derou- :itrt, -indem nnS Ungarn die Arbitr-agetverte in enoriucr Zahl am hiffigen Platze zu jedem Preis ausgeboten und verkauft wurden, um für den Gegenwert die so kostbaren Devisen ab;uziehen. Die aus Oesterreich aus diese Weise abgezogenen Devisen und Valuwtl gepen zweifellos in viele Milliarden. Als weiteres Moment für diesen Kursrückgang kommt noch, daß Prag und Brussel ziemlich groß« Effektenposten sukzessive verkauft haben, da beide Plätze in Paris e'm lukrativeres B-> tätrgungsftld gefunden hsben und sie überdies bei dem Verkauf 'ihr«r Effekten selbst bei gedrückten Kursen noch immer anschn-- Uchen Nutzen schöpfen konnten, weil twch beide Platz« ersten? unter dem heutigen Knrs erstanden und überdies ihre Dalura zu tieferem 5kurS rückdecken konnten, als sie dies seinerzeit konvertiert haben. Auch die öst-evrffchische Berufssprkulation ist zum Teil nach Paris gewandert, doch in relativ geringerem Ausinaße. Zusammeufasi-end ist also die Situation so, daß daS Publikum an den zu hohen Kursen erstandenen Effekten festhält, ohne tverteve Kätffe machen zu können. Aniderers-eits fehlen aber, di« Käufer. Die Koutermkne wagt bei den gedrückten Kursen kein» weiteren Angriffe, weil das oberwähnt« AnfwertnngSgcfetz, sollte cs wirklich obligat werden, die Chance nach unten vorweg nimmt. Di« Stagnation dürfte also erst b «- endet sein, wenn seitens des Auslandes wieder neue Käufer auftreten, da es ja außer jedem Zweifel liegt, daß Ungarn die jetzt um jeden Preis auf den Markt geworfenen Effekten, wobei in vieler Hinsicht der Jnnenwert unterboten wurde, viel teurer zurückkaufen wird müssen. So lange die Verhältnisi« speziell in Ungarn verworren sind und Budapest, wenn cnrch nur in geringem Umfange, Verkäufer bleibt, verhindert dieser Unlstemd das Platz greifen eurer festeren Tendenz. Di« groß« Gefahr, die dies« Woche den Markt bedrohte, best-Md vortveg darin, daß d'e Besorgnis gerechtfertigt war, es könnten die bet kleinen Bancken mangelhaft gedeckten Depots und Kontizur Exekution gelangen. Zum Glück war Mittwoch insoweit «im Besierung zu verzeichnen, daß, ansHchend von Elektrizität-- und Petroleumwerten, sich ein« um eine Nuance freundlichere Tendenz durchbrechen konnte, die, zumindest vorläufig, ein weiterer rapide- Abbröckeln verhindert hat. DaS Aufwertungsgesetz kann zur Besserung der Tendenz viel beitragen. Dieaber nur dann, wenn dieseobligatorisch wind mid andererseits der Markt von der Mass-mgeburt von jungen Aktien, welche heute keinerlei AufnahntSfähigkeit haben, verschont bleibt. Es geht ja schließlich doch nicht an, oie Noten» presie still zu legen und die Aktienpress« um so mteigiver arbeiten zu lassen. SckerreWsche Natioimlbank. Abnahme de- BanknotenumlMseS. — Erheblich« Steigerung deß Wechseleskomptes. Während die Oesterreichische Nationalbank im Monat Jänner stärkere Anfordevungen nach D.visen zu befriedigen hatte, waS iy den Bankausweisen dieses Monats in einer ziemlich konstanten Abnahme B<^.///»rtzeS -um Ausdvuck kam, ist nach dem Ausweis der Nation-albank vom Februar m der ersten Febvuarwoch« eine bescheidene Zunahme de- Barsch« tze 8 um rund 9 Milliarden mff 8011 Milliarden zu vev» -eichnrn. Im Wechfeleskompt« werden für di« gleiche Perwd- Äbchreim-eichu'ngen im Betrage von rund 109 Milliarden auSgewiesen, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß in diestm Betrage zufolge der ün Monat Jänner in Wirksamkeit gesetzte« Abänderung der Zensurordnung die erst am 1. Februar crbgerechneten Wechselemveichungen vmn 81. Jänner enthalten sind. Da die Einreichungen am letzten Jänner recht bedvmende waren . - «pH «bei der Haftanstalt Wien allein über 100 Milliarde» be-