Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-02-13 · Heft 1794 (13.2.1924) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1794 (13.2.1924)
Date
1924-02-13
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980877--17785-3004802
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

'meti, VcnnvoH Aus dm Akutem. iV4? * tl: . ^cvftcn- 7 Uhr, zu erhöhten Preisen ß Molnars Spiel ^DieroreMüh lV. Akademietheater. Morqen. ',.8 Uhr. hörend a r! e - teS Abenteuer* von Norbert Garai. «. . D p e r n t b e a t e r. Infolge Erkrankung des Direktors Schalk und de? Kapellmeisters Alwin sowie infolge Ab° wesenbeit des Kapellmeisters Reichenberger bat Doktor snchard St r a u ß die musikalische Leitung der Vorstellungen i e « o n i g i n von Saba* am Donnerstag, „Zauber- 7 r B * e am Freitag und „Klassische Singspiele* im Redoutensaal der Hofburg am Samstag übernommen. Sams-- tag statt ,Die Frau ohne Schatten* „F i g a r o S H o ch z e i t*. , ^DentschesVolkStheater. Freitag Schnitzlers Komodie „V r o f e s s o r B e r n h a r d i*. Im Raimund-Theater gelanat heute vormittags Molnars Vo' stadtlegende „L i l i o m* mm 25. Male zur DarstrÜMg. Dieses Jubiläum bedeutet sowohl für das Stück, das in Wien schon vor Iabren eine Reihe von Vorstellungen erlebte, wie auch für Max P a l l e n b e r g. der darin die Titelrolle verkörpert, einen grasten AuffübrunqSerfolg in der Satton. — Don-- nerstag wird .Nebeneinander*. VolkSsiück 1923 von Ge-rgKoifer mit Max Pallenberg und Anton Edihofer wiederholt. Im Johann Strauß-Theater gastiert beute (Mittwoch) und morqen Raoul A s l a n als Kaiser in de? Operette „D i e F ö r st e r ch r i st l*. An allen übriaen Tagen gelangt „BaiazzoS A b e n t e u e r* zur Aufführung. Im ModernenTbeater spielt seit einigen Tagen Tbeo S h a l l, einstiaes Mitglied der Pariser Comedie Franeaise, die Rolle des Edmond Ianville in „Der Vertrag '»»«Nizza* von Louis Verneuil. Ronrertnachrickten. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) Pietro Mazzini gibt Freitag den 15. d. das zweite (letzte) Konzert im Großen Mnsikvereinssaal. Der Künstler bringt ein ganz neues Programm. Karten bei der Konzerthauskasse, Guttmann, Schmidt, Kehlendorfer und „Musica" A-G. 2. Bez.» Aspernbrückeustraste 1. Heute nm 7 Uhr abends, Saal der Sezesiian, deutschrussisch-jüdischer Liederabend Berta Swertlin (Riga). Am Klavier: Erich Meller. Violine: Prof. Emannel Smarssberg. AuÄierkault. Keine Abendkasse. (Konzertdirekiion Kugel.) „Buchenland", Schuhbund der Bukowinaer in Oesterreich. Für die Nedoute am Samstag den 16. d. im Zeremoniensaale der Hofburg unter der Devise ..Karneval in Crernowitz, ein Trachtenfest der Bukowinaer in Wien", macht sich allseits das lebhafteste Interesse geltend, so daß die meisten Eintrittskarten im Vorverkaufe vergriffen sind. Restliche Karten sind erhältlich bei den Komiteemitgliedern und im Bnrean, 1. Bez., Auerspergstraße 4, Tel. Nr. 23-5-19, wo auch Reklamationen wegen Einladungen und Vormerkungen wegen Kostüme entgegengenommen werden._ Gerichtssaal. Hausherren bot Gericht. Das Mietengesetz und die „sprechende« Hauser". Die Hausbesitzerin Anna F e l d m a n n wurde zur Begebung der Baugebrechen in ihrem Hause anfgefordert, da durch die von der Baubehörde veranlaßte Pölzung der einsturrgeföhrlichen Decke zwar die unmittelbare Gefahr beseitigt wurde, jedoch durch die Pfosten die Sicherheit der Bewohner gefährdet sei. Gegen diesen von der Banoberbehörde in Wien bestätigten Auftrag brachte die Hausbesitzerin die Beschwerde an den Verwaltunasgericktshof ein, in welcher der Standpunkt vertreten wurde, daß nach dem Mietengesetz nur mehr die Mietkommissionen beruren seien, über die Notwendigkeit der Instandsetzung zu entscheiden. Der Vertreter der Gemeinde Wien erwiderte, durch Demolierungen würde die Wohnungsnot nur noch verschärft werden. Das umständliche Verfahren vor der Mietkommission würde die rasche Behebung von Bangebrechen unmöglich machen, Der Verwaltungsgerichtshof erkannte auf Abweisung der Beschwerde/ Der Hochmut der allen Hausherrenkafie. Der Hausherr Johann S k a l n i k war gestern wegen Ehrenbeleidiciung anaeklagt, weil er in einem Ebrenbeleidigunosprozesse ctts Angeklagter der Kronzeugin Therese Zaborsch im Gerichtssaal moeritten batte: „Das ist eine Anverträgliche Verson. sie büßt die Parteien gegen mich artt." Er war damals zu 500.000 K. verurteilt worden. Bei der gestrigen Verhandlung stellte es sich heraus, daß d'e Kläg">-'n, die Parteien bloß anfgefordert hatte, sich au organisieren. Die Klägerin war über Intervention des Vocsi^enden. Oberlandesgerichtsraws Dr. Nehoda, zu einem Ausgleich bereit, da rief ihr der Hausherr zu: „Wenn sie mir noch einmal entgegen tritt, dann werde ich nicht eher ruhen, als bisich sie aus dem Hause hinauskriege, das wiederhole ich." Der Klagevertreter bemerkte darauf: ..Das ist der Hochmut der a"en Hausherren käste", worauf der Richter erklärte: „Mil der alten Hausherrenherrlichkeit ist es ia für immer vorbei, sie kommt auch niemals wieder, niemals, n i ck t i n tausend Jahre n." Der Angeklagte wurde der Ehrenbeleidiauna schuldig erkannt, von einer B e st r a s n n g jedoch A b st a n d g e n o m m e n, da diese Ehrenbeleidignng vor der Verurteilung des Hausbesitzers gefallen ist itub durch die an diesem Tage verhängte Geldstrafe von 5 0 0.0 0 0 K. konsumiert erscheint. In der Begründung wird unter anderem erklärt: Es ist klar, daß die Mieter das R e ch i h a b e n, sich zu orc, au liieren. Es beveutet vielmehr ein Zeichen der Verträglichkeit, wenn eine Partei dahin arbeitet, eine solche Organisation, die ecn einheitliches, geschlossenes Vorgehen bezweckt, zu schaffen.'Der Vorwurf der Unverträglichkeit ist als Ehrenbeleidigung zu qualifizieren. . 140 Prozent Zinsen jährlich. Ein Agent, der bei Gewährung eines Darlehens sich 3 4 bis 50 Prozent Zinsen für das Vierteljahr versprechen ließ und wegen Vergehens des Wuchers zu drei Monaten strengen Arrests verurteilt worden war, wurde vom Landesgerichte als zweiter Instanz (Vorsitz Hofrat Dr Schaupp) f r e i gesprochen. Das Berufungsgericht nahm als erwiesen an. daß er insgesamt neun Millionen geliehen und sich hierbei 11. Prozent monatlich ausbedungen habe. Notlage wurde bei den Darlehensnehmern nicht angenommen. Das Berufungsgericht sprach mit folgender Begründung frei: Selbst wenn Notlage vorhanden gewesen wäre, ist zu bedenken, daß der beonsprnchte Zinsfnß keineswegs zu hoch ist, wenn man das gesamte wirtschaftliche Leben der Gegenwart betrachtet. Man denke an die Verhältnisse bei den Banken und beim Dorotheum. Wenn noch bedacht wird, daß der Geldgeber keinerlei Deckung hatte, so kann trotz des Zinsfußes von 140 Prozent für das Jahr als von einem wucherischen nrcht gesprochen werden. Wiener Mvegenzettnng. 13. Februar 1824 Rr. 1784 Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram , Kreditana Bankgeschäften WS«l%f I. SeitZerflaff 6 4 'wÄ" Warengeschäfte Telephone: 6(M*82, 60*4*93, 63*4*85, 64*4*42. 68-4 78, 69*4-82 10445 Telegrammadresse: Frapobank Volkswirt. Gestempelte «tone — 0.0081V« Centimes. DurzMvris Lirn — O.SSSlVa Centimes. I« Zürich notierte 1272. 11./2. die österr. gesiemvelte Krone ...» 0,0081s/t 0.0081V* die österreickilche Krone 0.0081V. 0.0081 die tschechische Krone. 16.70 16.70 die Mark ...... pro Milliarde Holland ° . 215 — 215.16 New°?)ork ... . 575.— 574.56 London 24.72 2476 Paris ... 2610 26.30 Mailand <>«, »»«»»«.»» 25.07 25.15 ooteaaoooO#*# 6.90 6.85 2?u?nrcfi 0»Ga0QG000O0 295 2.94 6ofia •••••oooooaoo 4.35 4.25 Vndavesi »««. o.o.oo.« 0.0201 0.0201 Warschau . . e ........ . Sie Wrrrrichisch'Mgarisdirn Setoifenbetein» banrngen. Di« Oesterreichische Nateionalbank teilt mit: Die zwischen der Ungarischen Devisenzentrale und der Oesterveichischen Nationalbank gepflogenen Verhandlungen wegen. Regelung der im Zahlungsverkehr mit Ungarn entstandenen Schwierigkeiten haben zu einer Vereinbarung geführt» welche im wesentlichen folgenden Inhalt hat: Die Ungarische Devisenzentrale wird bestrebt sein, durch Zuteilung von österreichischen Kronen oder von Westvaluta, beziehungsweise durch Bewilligung ungarischer Auslandskronen die rascheste Bezahlung österreichischer Warenimporte nach Ungarn zu ermöglichen. Ferner wird sie die Gutschrift des Erlöses ihr verkaufter Valuta sowie des Jnkasfoerlöse's fälliger Coupons und verloster Wertpapiere auf legalem ungarischen Auslandskronenkonto bei ihren Mitgliedern ohne vorherige Bewilligung gegen nachträgliche Anzeige gestatten. Alle bei der Ungarischen Devisenzentrale eingebrachten Ansuchen um Bewilligung zur Gutschrift des Gegenwertes von Effekten auf AuslandL-kronenkonto werden spätestens dritten Werktage einer Erledigung zugeführt und wird im Falle der Bewilligung der Uebertrag der einstwei-en auf ein Konto sospeso zu ( erlegenden Beträge auf ein legales ungarisches Auslaudskronenkonto zur Gänze längstens innerhalb sechs Wochen gestattet werden. Wertpapierdepots, welche österreichischen Besitz darstellen. können von einem Mitglied der ungarischen. Devisenreutrale an em anderes a-^-en A iw der r* vv’< fv' Erklärung übertragen werden, wobei den vor dem 8. August 1922 entstandenen Auslandsdepots ihr besonderer Charakter gewahrt bleibt. Zur Gutschrift des Verkaufserlöses von nach Ungarn gesandten oder dort nach dem 8. August 1922 aus ungarischen Jnlandsguthaben gekauften Wertpapieren sowie zur Gutschrift jenes Teiles des Verkaufserlöses von aus Auslandsguthaben gekauften Wertpapieren, welcher den seinerzeitigen Ankaufspreis übersteigt, auf Inkandskronenkonto genügt — in so ferne diese Gutschrift bei einem Mitglied der ungarischen Devrfenzentrale stattfindet —- dessen bloße Anzeige an die ungarische Devisenzentrale. Die auf diese Weise oder mit besonderer Bewilligung der ungarischen Devisenzentrale entstandenen ungarischen Jnlandskronenguthaben sind ohne Bewilligung der un-'arischen Devisenzentrale, das heißt gegen bloße Anzeige von einem Mitglied der ungarischen Devisenzentrale, an ein anderes übertragbar. ' Für aus solchen Guthaben angekaufte Wertpapiere wird die Ausfuhrbewilligung unter Verzicht auf die Ablieferung der Exportvaluta spätestens an dem der Einreichung folgenden Werktage erteilt werden. Die Gutschrift nach Ungarn erngeführter ungarischer Kronenuoten auf Jnlandskronenkonto kann auch bei Mitgliedern der ungarischen Devisen,'-enträle nur mit Bewilligung der ungarischen Devisenzentral« erfolgen. Die Gutschrift von ungarischen Kronen und von Wertpapieren zugunsten von Ausländern bei Personen und Firmen, die nicht Mitglieder der ungarischen Devisenzenivale sind, sowie die Ue-bertragung von ungarischen Kronen und Wertpapieren zugunsten von Ausländern an solche Personen oder Finnen, ist nach wie vor nur mit Bewilligung der "ngarischen Devisenzentrale gestattet. Schließlich 'st ein besonderes Uebereinkommen getroffen worden., durch welches die Art der Abwicklung der Transaktionen und die Ucbertragung der österreichisches Eigentum bildenden ungarischen Kronenguiha'ben unck Wertpapierdepots, welche bisher infolge der im Zahlungsverkehr mit Ungarn entstandenen Schwierigkeiten nicht dur.'hgesührt werden konnten, ermöglicht wurde. Die Oefterreichische Nationalbank hat demgemäß d'e , zum Dcvi'serchandel befugten Personen durch Zirlularschreiben anfgefordert, ihr alle zur Regelung dieser Penderrsen notigen Daten längstens bis 16. d. mitzuteilen. Jene Personen und Firmen, welche Guthaben und Wertpapierdepots direkt bei ungarischen Stellen erliegen haben, wollen sich wegen eventueller Auskunst an die Bankabteilung der Oesterreichischen Nationalbank. SekreLar-at, | Wien, 1. Dez.. Wipplingerstraße 34, wenden. Der Zeitpunkt des tatsächlichen Fnkvasttretens dieses Nebereinkcmmens w rd noch entsprechend verlautbart werden. Sie Mauze» der Anglo-Anstrian- und der Anderdank. Aus Anfragen des Abgeordneten Dr. Ellenbogen betreffend die Anglo- und Sänberlxmf teilte Fi nanzminister Dr. Kienböck gestern rm Budgetausschuß mit: Nach den mir vorliegenden Ausweisen betrugen bei der Anglob a n k am 31. Dezember 1920 nach dem Gutachten der Sachverständigen die in Oesterreich arbeitenden Aktiven 2,261.969 Pfund. Davon stammen laut Bilanz von österreichischen Kreditoren inElustve Spareinlegern 2.215.202 Pfund. Demnach betrugen die eigenen und die ausländischen Mittel der Bank, die in Oesterreich arbeiten, an diesem Tage 46.767 Psund. Hingegen stellt sich die Ziffer am 31. Dezember 1923 folgendermaßen: Die gesamten in Oesterre.ch arberienden Aktiven betrugen 3,609.016 Pfund. Davon stammen von österreichischen Kreditoren inklusive Spareinlegern, aufgenommenen Taggeldern und Mobilisternugstratten 2.191.091 Pfund. Es betragen derzeit die in Oesterreich arbeitenden eigenen und ausländischen Mittel der Bank 1,41^.925 Pfund. Bei der L ä n d e r b a n k betrugen am 31. Dezember 1920 die Gesamtheit der in Oesterreich investierten Kap!--- talien 143 M i l l i on t n Franken, dagegen die Gesamtheit der in Oesterreich aufgebrachlen Mittel 155 Millionen Franken. Per 31. Tezenrter 1920 war somit nur ein Teil der in Oesterreich aufgebrachten Kapitalien in Oesterreich selbst investiert. Ter Rest per 12 Millionen Franken war dem ausländischen Geschäft gewidmet, da damals auch die Filialen m Prag, Paris und London entsprechend zu dotieren waren. Nach dem Stande vom 31. Dezember 1923 betrugen die von der Zentraleuropäischen Länderbank in Oesterreich investierien Kapitalien 207 Millionen Franken. Äb.->üglich eines Betrages von 155 Millionen Franken für Kroditoren, Spareinlagen und Mobilisierungstralten verbleiben 62 Millionen Franken. Gegenüber dem Stande vcm 31. Dezeniber 1920 ergit sich somit eine Perschiebungzugunsten d e r I n v e st i t i o n e n i n O e st e r re i ch im B o trage von 64 Millionen Franken. In den genannten drei Jahren hat bei der Länder bank der Stand der österreichischen Debitoren um 43 Millionen Franken zugenommen, während die österreichischen Kreditoren nur um 9 Millionen Franken gewachsen sind. In d.eser einen Kategorie ist daher die Veranlagung in Ocfterreich um 34 Millionen Franken verbessert worden. Die beiden Banken erstatten die in dem bezüglichen Gesetz vorgeschriebenen vierteljährigen Ausweise, welch letztere auch der Bankkommiss on zugemittelt worden sind. Die Frage, ob die hiesige Steuerbehörde und das Finanz Ministerium die Bilanz, das Gewinn» und Verlustkonto der Wiener Niederlassung der Anglo Austrianbank und Zentraleuropäischen Länderbank anerkannt hat, muß ich v e vneinen. Es handelt sich bei Leiden Anstalten um die Veranlagung für das Jahr 1922. Diese wurde von der Steueradministvation. Wien. 1. Bez., durchgeführt. Nach den vom Finanzministerium eingeholten Daten wurde bei dieser Veranlagung bei beiden Anstalten der in den Bekenntnissen einbekannte Reingewinn nicht anerkannt, sondern die Besteuerungsgrundlage wurde unter Eiubezichuna verschiedener, von der Steuerbehörde nicht anzuerkennender Abzugsposten ermittelt. Die Differenz beträgt bei beiden Anstalten zusammen über 3,3 Milliarden Kronen. Richtig ist, daß die im Anglobankgesctz -vorgesehene zohnProzentige Gebühr nicht in barem geleistet wurde, sondern eine Kompensation dieser Gebührgegenüber dem Aktivum der Anglobank gegen den Staat im Gange ist.' Die z.ffernmäßige Bereinigung dieser Verrechnung steht noch aus. Was die bei der Gründung der Anglo-Austrianbank vorhandene „Reserve" an belangt, so ist aus folgendes hinzuweisen. Die Anglobank hatte, wie von den'Sachverständigen Hofrat S t e r n, Dr. K o n r a d und Pvof.^ Ziegler festzestellt wurde, eine Schuld an d ie Bank von England in der Höhe von 1,665.000 Psun di, Bei der Umwandlung in die neue Gesellschaft wurde, derart vorgegan^en, daß die Bank Von England für einen Betrag von 637.000 Pfund Zertifikate an die Bank'von'England ausgegeben hat, deren Befriedigung bloß aus dem Reingewinn der Anstalt erfolgen, sollte. Der Betrag der Zertifikate wurde als solcher nicht' in das Passivum, wohl aber ein Betrag von 350.000 Pfund — annähernd 125 Milliarden Kronen — in die offene Reserve gestellt. Diesem Passivum entspricht eine Aufwertung v o n A k t i e n i n g l e i ch e r H ö h e. Nach § 7 des Anglobankgesetzes ist von den aus Anlaß dex Sitzverlegung er- 1 .folgesiden Apsbuchnngesi eme Erwerbsteuer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.