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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-13 · Heft 1794 (13.2.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1794 (13.2.1924)
Date
1924-02-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wf. TT9% . - Xgfflt, MMWoH Dl« Preiserhöhung wird damit begründet. schleiß von Zigarren in den letzten Monaten bedentend gestiegen ist» so daß die Gesamtgebarung der Tabakregie in weiterer cholge hierdurch höchst nachteilig beeinflußt wurde. «ine Merkwürdig« Vfgrvndnng! Weil Zigarren stärker verlangt werden, muß der Konsument büßen und jetzt 26 Prozent mehr zahlen. Die Trafiken werden in den Tagen bis zum 17. d. sehr belagert werden, da jeder Raucher sich bemühen wird, wenigstens einen kleinen Vorrat zu sammeln. Wie werden sich aber die Trafiken verhallen? Werden vielleicht schon heute viele erzählen, daß sie auSverkauft sind, nnd inzwischen einen Teil ihrer Vorräte für die nächste Woche aufheben? Tatsache ist, daß der Borkrieg» Preis bereits vielfach überschritt t e n wurde, wie man dieam besten bei der K » b a beobachten kann, die 10 Heller kostete und jetzt daS IS.OvVfache kosten wird. Heiter, keine RlederschiSge. DaS Wetter war in den westlichen Gebieten Oesterreich» vorwiegend beiter, in den östlichen t'üb. Die Temperatur ist allgemein 8 bis 4 Grad über Null. La- Frofiaebiet reicht südwärts bi» zur Lonau. E» wird von den Noraänatn über' der Adria und über dem Balkan abhängen, ob die kalte Lust heute wieder südwärts vordringt oder nicht. Voraussage r Rasch vorübergehende BewSlkungSabnahme ohne wesentliche RiederWäoe, Temperatur «egen Mangel wichtiger meteorologischer Meldungen unsicher. die LkbemmittelmLrkte. Die Beschickung der Großmarktballe hat sich mit Beginn dieser Woche wesentlich gebessert. Gestern und vorgestern sind 64Wag«on»mit verichiedenen Fletschsorfe« eins et rossen. Trotz schwacher Nachtrag« blieben aber d i e P r e i s e vorläufig vollkommen unverändert. Aus allen übrigen Marktgebieten herrschte gleichfalls nur sehr a e r 1 n g e K a u s l u st. Aus den Grünwarenmärkte» stnd an Gemüse hauptsächlich nur Kohl und Kohlrüben angeboten. Allo anderen Arten von Gärtnergemüse sind nur sehr schwach vertreten. Die Preislage hat keine Aenderung erfahren. - Ä k e n, 13. Ftzbnrar. * Ein Wachmann hei einer Verhaftung tödlich verunglückt. Gestern hat der Dnchbinderqchilft Rudolf Ritscher rn angchettertem Zustande den Wacheveamten Jaftf E l « n e t attackiert und ihm bot der Verhaftung ver'etzt, wobei Elsner infolge d"S Glatteises derart unglücklich stürzte, daß er bewußtloliegen blieb. Die sofort ft'rbewevufcne Sdettnngsgesell'chaft konnte nur den Tod infolge Schädelgrundbruchrfeststellen. Ritscher stücktet« und verletzte «inen ihn verfolgenden Oberwachmonn, als dieser ihn einholle. durch ettren Barhieb in- Gesicht. Cr konnte schließlich von einem dritten Wachmann arretiert werden. * Selbstmordversuch ans de« Schienen. Eine aufteqmde Szene fpl-ette sich gestern auf der Wisdwer HWp'strthe ab. Bor »inen fahrenden StraßenbahNHug warf fick ein junge- Mgdchen, um sich rädern zu lassen. Die Unglückliche wurde unter die Schutzvorrichtung geschleudert glücklicherweise nur leicht verletzt. Sie ist eine 18'ahriae HanSgehils'.n. Sie gab an, daß sie sich wegen grundloser Entlassung andern Dienste.und wegen Unterstandslosiakeit da- Leben nehmen wollt«. Da ihr Geisteszustand zweifelhaft erschien, wurde sie der psychiatrischen Station übergeben. * Der Streik he! Theyer u. Hardtmuth beendet. Im Gremium der Wiener Kaufmannschaft wurde gestern der bei der ftinwi Thcyer ii. Hardkmnth über «ine Woche währende Streik der Angesb'llttn beigeiegt. Statt der geforderten Mproventigeir Erhöhung der MonatSbezüge und Gewährung eine» doppelten MonatsgchalteS im Dezember, wurde neben dem 4prozentigen Jcinnerindex eine 18^prozentige Erhöhung auf die «ringen Dezembcrgchalte bewilligt. Außerdem eryalttn alle An-gefttllttn ein« einheitliche Remuneration von 600.000 K. Die An-gestelllen verpflichteten sich, bis Ende März unbezahlt Ueberstunden zur Ausarbeitung der Rückstände gu leisten. * Sammelaktion her Kaufmannschaft für das notleidende Deutschland. Da» Gremium der Wiener Kaufmannschaft hat zusammen mit «dem Detailllstenverbanid. der ReickSovganisation der Kaufte»!« Oefterveicht und den Wiener Handolsg Massenschgsten «ine Aktion zur Unterstützung deutscher Notleidender eingelötet. Die Aktion hat ebnen Gesamtbetrag von eiwoS über 800 Millionen ergaben. Hiervon wurden aus Beschluß der von den Körperschaften eingesetzten Komitees ein Betrag Von 240 Millionen Kronur dem österreichisch"« Gesandten in Berlin mit der Bitte überreicht, h'ervon di« Hälfte zur Unterstützung notleidender österreichtscher BundeSangchör isier. die andere Halst« zur Unterstützung des deutschen Mittelstandes, - vornehmlich von Kau flauten und Angestellten, zu verwenden. Der Restbetrag tvürde kaufmännischen Körperschaften uwd lokalen Organffatzionen r>ur Verteilung übermittelt. Das Gremium ersucht schließlich dringend alle jene Firmen, welchen Sammlboqen übermittelt wurden» diese zuverlässig zurück zusenden. (Nachfolgende Notizen bis zu der Nnbrlk ^Vereine" stnd entgeltlich.) . * Tanzinstittil Hermann Braun^ 14. Bez., Reindorsgasse 42. .. AU« «»vsirnen eu'en im Ehvr r .Die beste Seife ist Kagor.* Beachte« Sie die Preise für Leinerrtvaren im Marenbaus Brüder C ch i f f m a n n, 2. B e - T o b o r ft r a ß e 48. .... pro Meter 10.500 K. 8.R00 K. pro Meter 18.d00. 11.-00 K. 3.800 _ .... pro Meter 10.300 K. 17.500 . .... pro Meter 22.800 K. 18.500 , ....... .pro Meter 14.800 * . « . . .pro Mdter 8.V00 . ... pro Meter 15.800 ft. 12.^0 , ... . pro Meter „ pro Meter 80.000 ft. 24.000 . .... 86.500 K. 19.800 , . - ..48.000 .. . 98.000 Webe Cbifion Gtreisqtadl. Damast . . Irrtet. . . Molino .» . Bettreuae. Batisichiffon , Matratzengradk. Bettücher . . . Tischtücher Ka Kaneegarnuuren uv.000 «I-s-iUich-r . 8.000 , Vereine, VortrSge und ArrsaMmlnge». B «r «i nTikwathJebuda. Bennoplatz 1. Heut«, ' präzise um halb 9 Uhr abends, Oberkantor M a r g u l i e s, : Jüdische Lieder; Sophie Flur. Äouzertpianistiu; Heinrich Rest« von der Hölle, Heitere Aorträze; anschließend Tanz. iWltwtr 8to«Mche VezlrkrseMm Leovoldstadt Sektor 2 18. Februar 1924 Serke 7 Heute Mittwoch de« 18.b.. präzise ‘/»ftttbr abend», im Restaurant ^zur alten Gulaschhütte", II. MüblfeldMe & »orttae A«l SMe, : .■.Int (mit Lichtbildern! Jeden Mittwoch zwanglose stulammeMntte mit VoMgen. Wir bitten um rechtzeitige» Erscheinen! Bvranzei-e! Am 20. Februar Dorttag Prof. Freud. Tionistiscds Lektion und Jüdische TlMihsr«gfclt«-hait Landstrasse HttUlü Mittwoch, l/,9 Uhr. int Ca(6 lllott, llt. Löwettg. 39 VORTRAG Lttdwlg Batö: ‘DiÄ'7£!eJÄSS Dr. J. H. Körner: QSste wtNlrvmmeu l «Praktische MÖslich« Kelten in Palästina» Oääte wiOknmne«! Donnerstag den 14. b., H. Tikwatli-Siebome in sämtlichen Gälen des ftursalons. — Z e t r e M i s r a ch i. S. Bez., Pratersiraße 43/11. Heut« um 8. Uhr abeudtz Ausschutzsitzung. Am 19. d. wird ein h e b r ü i s ch e r Kurs für Anfänger und Doraeschrittene eröffnet. Amneldüngen ' täglich ' ztvischen 7 bis 9 Uhr abends im DereinSlokale. -- Kl ud J n t'e l l ie n t i a. Im Salon de» Cafe Siller, 1. Bez.. Schwedenvlatz, talienischer Dortt"q de» Dr..Ambrosini über ^Futurismus*. Klaviervortrag des Prof. Roderich Baß. Tanz. Jeden Mittwoch Um 8 Uhr abends. Gäste willkommen. — Jüdischer erein Nord-Ost, Wien, 2. Bez., Tabvrstraße 21a. Heute um 8 Uhr abends im Verein-lokale Vortrag der Frau Dr. Ltlienfeld-LachS über .Was soll und kann jede Frau für ihre Schönheit tun?'* Gäste willkommen! — Zionistische Deqirktzsektivn Brigittenau. Ter für beute angekündigte Kurs Dr. SanelBeer über Kindervfl ege findet wegen Verhinderung de» Vortragenden heute nicht statt Nähere» nächste Woche. —Zionistische Frauenorganisation. Honte um 6 Uhr im Lokale, 2. Bez., Taborsttaße 20 », S i tz u n g. F ü d i s ch e Tischgesellschaft Landstraße, 3 Vez., Löwengasse 89. Cafe Ilion. Heute um halb 8 Uhr abend» Vorttäae de» Herrn Ludwig B « 1 o und Dr. I. K ö r n er. Gäste willkommen. Kulturgruvpe bet zionistischen B e z t r k » s e k t i o n XX. Heute dringende Zlusschußsitzung. *- B e t h- W a a,d Ü t i to 11 m. Heute um */,8 Uhr abends im Lokale, 6. Ä«.. Türkenstrahe S,. Vortrag Dr. Cfraim N ubinowitscht 0-in neu*t Kommentar?«nt Buche Samn-l. — Oesterreickisches Mustetun, 1. Bez., Wollzeite 48. Morgen um 7 Uhr abends Vortrag der Frau Dr. Betty Kurth „DaS deutsche Tafelbild des 14. Jahrlntnderts". Karten beim Portier, 1. Bet., Stubmring 5 «nd abends an der Kasse, 1. Bez., Wollzeile 48. <- Jüdische- Seminar. Die Zionistisckw Besirktzsektlon Leopolvstadt aktiviert ein Seminar mit folgenden Vorlesungen: Jüdische Geschickte: Pros. Dr. Baron; Geschichte des Zionismus: Adolf Böhm: Jüblscke Friertage in reliaiöser nnd sozialer Bedeutung: Pros. Rosenfeld; Palästina-Kunde: Dr. Goldhammer: Jüdisch-soziale Fragen: Prof. Leon Kellner. Zweck des Seminars ist die Ausblldung der Teil Nehmer .*“^ ' M den am gegen vorherige straste 20 A, Telephon Nr. '46-8-28, nachmittags von 5 bi» 7 Uhr. Buhne md Kunst. Var Salzburger Barocktheater. In der Gesellschaft der FreuN'de der NatilMüHMiohielt der aukgezeichnet« Kenner der Theatevgeschichte Prof. Dr. A. Kutscher von der Münchner Universttät einen Borftag über da's Salzburger Barocktheater, dem seine letzten ergebnisreichen Forschungen zugrunde lagen. — Der Salzburger Erzbischof Markus S'rttich erbaute im Jahre 1615 nach spanischem Muster im Schlosse Heilbrunn ein in Felsen gehauenes Theater, daß als erftes deutsches Naturtheater gelten kann. Professor Kutscher nimmt an, daß dort in den Jahren 1618 bis 1619 ausgesü'hrte Werke: Orpheo", „Andromeda" umd „Jl Pevsio". Opern waren und daß damit auch daS hifto«- r'fche Datum des Jahres 1627 hinfällig wird, in dem die Erstaufführung der „Daphne" von Schütz in Tovgau als bisher älteste bekannte OperndaMctnng ans deutschem Goden stattfand. Es scheint uns jedoch wenig glaubwürdig, daß in fort genannten Werken das etrtfd^ibcivfo Merkmal für die Oder. daZ harmonische Rezitativ, vorhanden war; es dürsten wohl Jntermedien oder Schauspiele mit Musik ge- 8 wesen sein, denn auch von eir.^r persönlichen Attttlerschast, die diese neugeborene Kunstsorm aus Italien nach Ulzburg verpflanz!.- hät.-. fehlen uns jegliche Bstveise. Aber von dieser noch schlver lösbaren Frage abgesehen, hat das Hellbrauner Schloßtheater durch die Ueberrlahme einer ffir die Geschichte der Theaterkvnst überaus wichtigen Erfindung. der veränderlichen Dekoration, ihre Bedeutung in der Ge'chichte der Barockb-ühne. Der Einfluß der Benediktiner machte sich an beiden Salzburger Bühnen geltend, an dem erzbischöflichen und an dem Akafomieiheater. Der Stoff der anfgeführttn Werke war zumeist der MhHo-lcgie, der Bibel oder der Legende entnommen und von einem dem architektonischen Barockornament entsprechenden Boi'wevk durchsetzt, däs die Fonn von Pantomimen oder Singspielszenen aufwics. Sttrdenren und Professoren waren als Dichter urvd Schauspieler bei den aufgosi'chrien Stücken tätig, die mehr auf äußere Technik als auf innere Erbrnrung angelegt Nmrsn. Im Znchrn des Barocks stäub das Massenausg'cbot von ntitwirkendsn Personen und die reichliche Entfaltung des Bü-Hnenapparats, her noch auf den jungen Mozart einen solchen Eindruck machte, daß er zu einem Zwischenspiel „Apollo und Hya. zinth" die Musik versaßt«. Ins Jahr 1718 fällt die Errichtung de- Rokoko- -hcaterS in Mirabell. VaS. als Amphitheater in den Felsen ^e-.MnchsbergeS gehauen, drei Galerien hat. Der kvawzöfffche Ge'chmack. der sich in dem Bau der Gartena«lagen je'gt, hat hier bereitseine Wurzeln geschlagen. u>m tm 8 Jahchunfort in for gesamten Theaterkunst die Herrchaft an sich zu reißen. Aisred S a n d t. Das „Seit". Soeben ist die zweite Nummer dieser ausgezeichnet geleiteten jüdischen illustrierten Monatsschrift erschienen. Der reiche und godiegerve Inhalt wird dem „Zelt" bestimmt zahlreiche neue Freunde zuflihren. Prof. Max Eisler chrel'bt anläßlich ft8 100. Geburtstages von Josef Israels 'ine sehr interessante vergleichende Studie „R r m- Brandt und Israels". Ähr willkomnien ist der Be- .;mn einer Artikelserie über jüdische Volkskunst!«>« Josef ReitzeS. Eine Studie von Willi W o l f r a d t iber den Maler unv Radierer Georg Ehrlich und „A nmerkungenzuPaülKönigSberger". dem hochbegabten jüdischen Bildhauer, sind ebenso anziohend wie d?r lluffatz „Das Bild der Bühne" von E. Manm. Erwin Felder gedenkt ftS jüngst verstorbenen Pianisten fred Grünfeld. DaS Heft enthält außerdem eine „B i b! i s ch e E r z a h l u n g" von Ernst Müller, einen Abschnitt aus Saul TschernichowskiS Idylle „Die Bsschneidung" in deutscher Nachdichtung von Hans Kohn, Gedichte von Abraham M. Lun; (AnS dem Hebräischen do-n Hugo K n ö p s m a ch e r und Andre S P i r e. aus dem Französischen von Josef K a l m e r). eine wunder'chöne Skizze „Unendlichkeit" von Eugen H o e f l i ch und einen Aussatz der im Kriege gefallenen Schriftstellers P«gh Über Alfred Dreyfns. Ter reich illustrative Teil und die Ausstattung dieser vornehmen Zeitschrift stehen auf der Höhe. ES ist ifr~ weiteste Verbreitung zu wünschen. Sverntheater. Eure Tristän-TuMbrimg mit einer gastierenden Isolde einer gastierenden Brangäne und einem Tristan, der drn Traditionm der Op.r durchaus nicht emspricht; demgemäß ein Parkett, das trotz des Sonntags und trotz des Tristans empfindliche Lucken aufwies. Frau Leider als Isolde hat ihre Vorzüge: Die schone Stimm« trägt, sie singt rein, wo sich andere Isolden mit dramatischen Schreien begnügen, und sie vermag frisch und mrermüdet bis zum Liebetod durchzuhalten. Eine von wildem Liebesschmerz aufgowWte Isolde ist sie nun freilich nicht, ehe noch eine blonde, hausbackene Aga'.he, die sich aus dem Freischütz!n den Tristan verirrt hat. Fräulein Maria SlSzewska ou- Hamburg» die wir um ihrer musikalischen Kultur willen schätzen» führte einen schweren Kampf gegen die Höhe, die Mittellage klang wie immer voll und warm. Herr Hofer ist kein Ersatz für Winkelmann oder für Schm-e.de-, mit dem er wohl die zähe, baritonale Tonbildung und die schlechte Vokalisierung, aber leider nicht die großartige Gestaltungskraft gemeinsam hat. Ein stattlicher Ku<r>- v^nal, ein treuer Diener seines Hervn, war Herr Schipper, ein würdiger König Herr M a r k h o f f. Kapellmeister Krauß dirigierte mit Schwung das herrliche Orchester, daS nun wieder vollzählig in Wien ist. Schlimmer steht es um di« Tenöre, die noch imm'r in alle Himmelsrichtungen zerstteirt sind. In der nächsten Woche ist Herr Tauber fast die einzige Tenorstütze des Op^'rniheaiers und auch er wird vorläufig nur als Gast geführt. Der Sängermangel erschwert immer m hr die Repertmrebilduug, man betrachte daraufhin den Gpielplan dv laufenden Woche! flb. VortragSabenb Foldhammer. Da da- Deutsche Volks theattr de« morgr-n im Mittleren Konzerlhaiissaale star'f'nd.'n« den Vortragsabend veranstaltet, gelangen die noch restlichen Sitze nicht nur an der Kaste des Kon-zerthanses, son>>rn auch W der Kasse des Deutschen Volks!heat-.'rS mm Verkauft. Sämtliche Stehplätze sind bereits vergriffen. Das Programm bietet ein« Neihe von bisher noch nicht öffentlich vorgelüsenen Dichtunjren. RcvolutionsdichtnnqeN. Im Kleinen Musikveremssaal käs Samstag OSkar Teller revolnt'onäve Ticktungen des letzten .Jahrhunderts und ein''iie Gedicht, welche das Wesen des Prolö'ariales gestaltend wiederocken. Schiller, Heine, Petöfi, Glaschrenner. Petzold, Morris Nosenfeld (ebmso wie A-brah^im Reisen in Petzows Ueberivagnng), Brö.rer, Mvrink und Marcel Mcrttnet waren m dem gut gewählten trogramm des Abends vertreten. Teller sprach Wort nnd ers frei und vermachte mtt starker 'Seseelung dttsen, was er bortrug, tiefe Wirkung .'n erwecken. Die einfach:, klar.- und von Einidringr« ln die Dichtungen zeugende Art fr« Vrrirages fand bei dem zahlv-Ich.-u Publilum dankbare« Widerhall. —tz. Ein neues Ballett. Amandus Strohmann., ein Hambnraer Schris!steiler, hat ein muck Ballett verfaß!. Obwohl es den Tittl einer „Romanttschcn Ballettpantomime" trägt, istcker Znsommen'hana mit den Ereignissen frr Gegenwart flihlixrr. Bernhard Paumgartner, der Direktor des Salzburgr Momrttnnl?. dessen Opera buffa „Die -^öhle von SaiammuKa" kürzlich in Drckd.n einen großen Erfolg errang und timt in Darmstadt ausgeführt werden wird, ist mit d«r Vertonung des Merkes foschastig;. Opemprcmieten in Deutschland. Hugo KounS Oper ,.Di« Fremde" gelangte in einer Neubearbeitung in Kassel zur Aufführung. Paul H i n d e m i t h S Einakter „H o f fn u n a, Mörder, Frauen", die Vertonung eines Buches von Kokoschka, ferner de-r Einakter „Das Nuschi- Nuschi", zu dem Franz Blei den Text verfaßt har, hatten bet oer Ersta>usführrma in Essen vollen Erfolg. Am gleichen Theater kctm Handels Over,Otto und Theophanü" und Hans P'f'itznsrr „Christckl sle in" yaraus. Franz Schrekers Oper „Der Schatzgräber" ttmrfltc bei .einer -luffübrnua am Prager Neuen Deutschen Theater mit starke« Beyall aufgerrommen. „Die Bibel in Bildern." Vor krrmem wurde in Tel- Awiw die Ausstellung des palästineniisch-jüdisäM ÄünstlerS i Abel Pan „DK Bibel ln Bildern" eröfsnet. 2

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