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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-13 · Heft 1794 (13.2.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1794 (13.2.1924)
Date
1924-02-13
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seife <_ Wien, Mittwoch kegenh.'it, wenn der Betrieb, der unseren wichtigsten Rohstoff Verarbeitet, derarti-ge Vereinbarungen schließt, daß der Staat einfach daneben stecht und nichts anderes tun kann, als, wenn die Arbeiterentlastungsu den sozialen Frieden des Landes bedrohen, bei den Herren der Industrie bittstellig zu werden und gehorsamst zu ersuchen, m-rn möge diese st-ark.'n Betriebseinschränkungen doch nicht durchführen. Die Rednerin bedauerte es ferner, daß die Vorverhandlungen über den Zolltarif noch immer nicht ab,>Zch losten sind. Be« Erstellung des Zollwvifes werden wir sicherlich den besonderen Verhältnissen unserer Wirtschaft Rechnung tragen. Wir sind der Ucberzeiumma. daß gewisse Industrien eines Schutzes bedürfen. Wir geben zu bod?n-k?n. d?ß die Frage des Zolltarifes für' uns zu einer Kampf frage w'rd, wenn daran gedacht werden sollte, Lebensmittelzölle einzusübren. Der Industricvertr.ier Abg Reiner fand in der Rede der Frau Freundlich viele Puul:e, die auch er unterschreiben könne. Die Beiriebseinscbränkungen bei der Alpinen seien hauptsächlich auf die starke Belastung der Industrie zurückzusiihren. Tie Konsnnktur infolge der Ruhrbefetzung b.rbe bei uns aufgebört. Wenn es möglich gewesen wäre, durch erhöhte Arbeitsleistungen die Bei riebe rentabler zu gestalten, so ivären so traurige Maßnahmen nicht notwendig geworden. Eine Klarstellung über die Auswirkung desAchtstundentages ist in einer Zeit, wie der heutigen, besonders wichtig, wo die Nachbarländer zu einer viel höheren Arbeitszeit überaegang'n sind. Wir wecden g'- meinsam mit der Opposition über Mittel und Wege bera'en müssen, wie wir zu einer Frage, die uns so schwer trifft. Stellung zu nehmen haben. Es geht doch nicht an, daß ein 5g Millionen-Bolk eine völ länger« Arboitsgeit einsüürt, während ein 6 Millionen-Volk unter keinen Umständen länger arbeiten will. Das Projekt eines Wiener Freihafens sei gewiß begrüßenswert, doch möge der Handelsminriter nicht mit größeren Beträgen der Industrie kür die'en Zweck rechnen An den hohen Bankzinsen sei der Umstand schuld, daß die Ban len zu diel Personal beschädigen. Venu ein Personalabbau duröbaoführt werden konnte, würden die Banken den Zinsfuß verbilligen. Die Berimng wird honte fortgesetzt. , Hi Genera! Körner. Der Heeresausschuß setzt« gestern die Debatte über die Denkschrift des Generals Körner fort. Die Sozialdemokraten Leuthner und Dr. Deutsch unterstrichen die in dieser Denkschrift enthaltenen Angriffe gegen den Heeresm mister Baugoin durch Anführung nuer Details über unsachgemäße Gebarung des Heeresamtes. Der Großdcutsche Oberst K l i e m a >n n, der Organisator der Kärntner Hermwehren, erklärte, seine Part.'i könne der Denkschrift Körners keinen Wert bermesten, weil er der Mann der Sozialdemokraten sei. Heeresminister V a u g oin wies nochmals die persönlichen Angriff« Körners mit dem Argument zurück, daß es für einen Soldaten nicht angängig sei, gehästige Angriffe gegen einen Vorgesetzten vorzubringen. Bor einem Kompromiß Wer die Abgaben» teiluug. Die Frage der Novellierung des Mgabenteffungsgesetzes /cheint einer baldigen Lösung entaegenzugehen. Dies geht aus der gestrigen Debatte im Stadtsenat hervor, m der Dbg. K u ns ch a k entgegen feiner bisherigen Haltung, den Standpunkt der Rachausmehrheit vollständig billigte. Dieser Umschwung in den Anschauungen dürfte auf direkte Einflußnahme Dr. Seipels zurückzuführen sein, der auch auf den Finanzminister entsprechend eingewirkt hat. Es ist nunmehr zu erwarten, daß das Kompromiß über die AbgabentnlnngsNovelle in der Länderkonferenq rasch ratifiziert und vom Nationalrat ohne Fährt Weiten verabschiedet wird. Dadurch wird auch das Parlanrent wieder arbeitsfähig werden. In der gestrigen Sitzung des Stadtsenates wurde die D.batte über die Haltung der Gemeinde gegenüber der Novellicrung des Abgabenterlungsgesetzes beendet. Es war das gesamte Zahlenmaterial, das bisher den Gegenstand der Verhandlungen gebildet hat, allen Mitgliedern vorgelogt worden. Bürgermeister Se i tz und Finanzreferent B r e i tne r legten noch einmal eingehend den Standpunkt der Gemeinde dar. Es wurde festgestellt, daß den Wünschen des Bundes eigentlich nahezu völlig durch das zuletzt formulierte Anbot Wiens entgegengekommen wird. Schon die ietzt geübte Bereitwilligkeit bedeute für Wien einen überaus schweren Entlang, was aber nun noch verlangt wird, und im Komyromißvorschlag des Naaionalrates Waber niedere,elegt ist, müßte geradezu verhängnisvolle Rückwirkungen haben und zu Steuererhöhungen führen, d'e von der Wirtschaft kaum mehr ertragen werden könnten. Es sei daher notwendig, daß die Wiener Landesregierung zu dieser Angelegenheit möglichst einheitlich Stellung nehme. Demgegenüber erklärte Stad trat K u n s ch a?, aus dem vorgelegten Zahlenmaterial gehe hervor, daß tatsächlich a n Wien starke Anforderungen gestellt werden. Das gelte auch für den Antrag Waber. Die Minderheit billige vollständig, daß der Finanzreferent sich in den bisherigen Verhandlungen um die Wahrung der finanziellen Interessen Wienbemüht habe. Sie wünsche auch, daß künftig diese Taktik beibehalten werde. Die Stellung der Opposition habe darauf keinen Einfluß, daß in dem Bestreben, möglichst wenig auf die Schultern Wiens zu bürden, Einigkeit notwendig fei. 2!c Opposition versteh« den Standpunkt den p'l.11, •. i i und werde neidlos erfreut Wiener Morgenzettung. sein, wenn e8 tatsächlich gelingen sofft«, trotz der vorhandenen Schwierigkeiten, die sich ander Notwendigkeit, auch die anderen Länder für diesen Vorschlag Wienzu gewinnen, ergeben, wirklich möglichst viel durchzüseyen. Bürg rmeister Seih faßt« das Ergebnis der Verhandkungen dahin zusammen, daß trotz der MomungSvcrschieden- Herten, die sich bei der Erörterung der Finanznraßnahmen zur Deckung des Ausfalles zwischen der Mehrheit und der Minderheit ergeben, in der Frage an sich. Einigkeit bestehe. Es ''reue ihn, daß auch die Minderheit die bisherige Haltung der Vertreter Wiens bill-ßze. Amerkkr» HM für Sefterrekch. Ein Dankschre'ben des Präsidenten Harnisch. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) New-Jork, 12. Februar. Es wird der Wortlaut eines Schreibens veröffentlicht, das der österreichische Bundespräsitdent Dr. H a i n i s ch an die Leitung der States Herald Corporation gerichtet hat. Der Bundes- Präsident dankt für eine Spende von 10.000 Dollar und führt unter anderem ans: Ihre Spende zeigt deutlich, daß Sie die Lage Oesterreichs durchaus richtig zu beurteilen wissen. Dank der Kredithilse der großen Nationen, an der die Vereiniaten Staaten einen so hervorraaeuden Ant-il genommen haben, befindet sich unser kleines Land im Zustande voller Genesung. Di« Wunden, die der Krieg schlug, sind erber so furchtbar, daß die Rekonvaleszenz unseres aussichtsreichsten Landes naturgemäß noch geraume Zeit in Anspruch nahmen wird. Nach der bcispiello'en Katastrophe sind wir n ch immer so arm. daß wir den Opfern des Zusammenbruches, besonders den erwerbsfähigen Greisen, den kinderreichen Familien, den Witwen und Waisen, der vielfach notleidenden Intelligenz noch nicht aus eigenem genügende Hilfe bringen können. Vielen dieser Bedauernswerten brachten S:e wirksame Hilfe. Der Bundespräsident wi-lt sodann mit. daß er, um dem Zweck der Widmung möglichst zu entsprechen, sich mit einer Reibe sachverständiger Persönlrchfette« darüber beraten werde, wie die amerikanische Spende unter d'e geistigen Arbeiter. Künstler, Professoren usw., unter Kinder. Jugendliche unid Greife und die Studentenküchen der Hochschulen zu verteilen sei. SalamonSchabes Fleischhauer; 11^3 XX. Jägerstraße£0 empfiehlt den P T. Kunden frischst^ täglich geschlachtetes prima Rindfleisch zum Preise von IC 20.OOO bis K 24.000 7,»« Mussolini skr die auMndischr« Studenten i» Ztaiicn. Rom, 12. Februar. (I. T. A.) Der Premierminister Mussolini hat ein Dekret veröffentlicht, nach welchem sämtliche A u s l ä n d e r an den italienischen Universitäten von jeder ArtGebührenbefre-t fein sollen. Dieses Dekret, das besonders den Bemühungen der Professoren Enriques (Padua), Limontani (Florenz) und Magrini (Ferrara) zu danken ist, wird in italienisch-jüdischen Kreisen als ein besonderes Freundschaftszeichen der italienischen Regierung gegenüber der großen Zahl der an italienischen Hochschulen inflribierten S t u d e n t e n a u s O st e u r o p o> die in ihren Heimatländern infolge der Einführung des Numerus elaus u's vom StMirrn ausgeschlossen , sind, ansgefaßt. tzlue Politische AMou der ungarischen Bischöfe. Budapest, 12. Februar. (Tel. d. „Wr. Morgenzeitung".) Die ungarischen Bischöfe sollen offenbar bei den Bemühungen, den abgewirtschafteten christlichnationalen Kurs in eine konfervative Richtung mit agrar-demokratischem Einschlag hinüberzuleiten, nicht ausgeschaltet bleiben. Sie richten daiher an die einzelnen christlichen Organisationen die Aufforderung, sich zu einem neuen Parteigebilde zu vereinigen, aus welchem jedoch alle rechtsradikalen Gewalttätigkeiten ausgeschlossen sein sollen. Die Bischöfe, denen es sich um die Wiederbelebung der alten, vom Grasen Ferdina'nd Zichy lauge vor dem Kriege gegründeten katholischen Bolkspartei handelt, haben mit ihrer Anregung Vorläufig nicht viel GÄck. Das ist auch psychologisch begründet. Die Dolkspürtei war bis zum Krieg und ganz besonders während des Krieges eine ausgesprochen antisemitische Partei, die als Vorläuferin des christlichnationaien Kurses diesem publizistisch und politisch die Wege geebnet hat. Die terroristische Auswirkung des christlichen Kurses seit dem Regime Horthys wurde vom Episkopat geduldet und von seinen exponiertesten Vertretern, wie Bischof Prohaska von Dtuhlweißenburg und Feldvikar Z a d r a v e c z. in der blutrünstigsten Weis« vorwärtsgeischoben und gezüchtet. Deshalb findet der ungarische Episkopat heute nicht l.iehr den Glauben, wenn er angibt, das christliche Volk von der unchristlichen Politik und Lebensauffassung in eine humanere Richtung hinübe rzusühren. Der Mrhrer der Christlichnationa'en. Abgeordneter Wolfs, anliwortete denn auch auf diese Versuche der Bischöfe in einer christlichen Frauenv'.rsammlung, indem er sagte. daß es bei der Berufung auf die Evangelien immer nur darauf ankomme, wie nian die Evangelien liest. Ihm künden die Evangelien den Kamps gegen das Judentum und den Kommunismus. 13. Februar 1924 Nr. 1794 Tagesbericht. Ein Kämpfer für die Rechte der Juden in Norwegen. Henrik Wergeland. Von Albert Brock-Ntne (Christiania). Henrik Wergeland (1808 bis 1845) gehört zu den größter. Dichtern Norwegens. Er schrieb Gedichte von großer lyrischer Schönheit. In Wort und Schrift kämpfte er für die Anerdes Wohltätiqkeitc'sinurs der Menschheit und für die Anerkennung der hohen Lebensidcale. Sein Hauptwerk ist sein Buch: „Schöpmng Mcn-ch rnd Messias". Die hochbegabte Schriftstellerin und Vvrlmnpst'in der Frauenrcchte, Kamilla Collet, geboren" Dergotand. war seine Schwester. Beiden wurden in Christiania, der Han.rstadt Norwogeris, Denkmäler errichtet. Ter Name dicsos großen Dichters ist.aber auch für immer, mit dem Kanrpfe des Judentums um seine Rechte verknüpft Obgleich die norwegische Verfassung eine der liberalsten der Welt ist. enthielt sie doch ursprünglich eine Bestimmung, dir den Juden die Niederlassung im Lande verwehrt, und dieses Verbot wurde auch streng eingehalten. In alten Akten sinder» sich Hinweise auf di« Ausweisung von Juden aus dem Königreich. Henrik Wergeland empfand die Ungerechtigkeit dieses Verbotes m der Verfassung aufs schmerzlichste. In einem seiner Werke erzählt er von seinem ZusammeMreffen mit zwei jüdischen Hausierern aus Marokko in Paris im Jahre 1881, deren ehrwürdige, vornehme und dabei gütige Haltrrng auf ihn einen tiefen Eindruck machte. Da empfand er es als Erniedrigung, als er von ihnen erfuhr, daß. die Inden in SJfaroßö sich in einer besseren Lage befänden als die Juden in manchen christlichen Ländern. Dieses Zusammentreffen konnte er m« mehr vergessen. Im Jahre 1689 begann Wergeland seinen Kampf für die Rechte der Juden. Er unterbreitete dem norwegischen Parlament einen Gesetzesantrag, durch welchen das gegen die Juden gerichtete Ausenthaltsverbot aufgehoben werden sollte. Das Parlament beschloß, diesen Antrag dem nächsten, im Jahre 1842 zu wählenden Parlament zur Beratung und zur Beschlußfassung " zu überlasten. Inzwischen veröffentlichte Wergeland eine hundert Druckseiten starke Broschüre über die Juden, die er dem norwegischen Parlament widmete. In dieser Publikation schilderte Wevgelcmd die Lage der Juden in allen Teilen der Welt mit einem Hinweis darauf, daß die Juden in den meisten Staaten bereits gleiche bürgerliche Rechte und die Zulassung zu öffentlichen Aemtern und Würden erlangt hätten.-IN der Schrift werden auch alle gegen das Judentum erhobenen Klagen widerlegt und der wohltuende Einfluß nachgewiesen,' den die Juden in allen Ländern ausüben. Im Jahre 1842 erschien dann Wevgelands berühmt gewordenes Gedicht „Der Jude", in welchem der Dichter die Hartherzigkeit der Christen gegen die Juden, die selbst in ihrer Erniedrigung ihre ursprüngliche Seelengröße bewahren, schildert. Sein Gesetzesvorschlag auf Abänderung der Verfassung zugunsten der Juden erhielt wohl, als er im Jahre 1842 in parlamentarische Beratung gezogen wurde, bei der Abstimmung eine Mehrheit, jedoch nicht die für -eine Verfassungsänderung erforderliche Zweidrittelmajorität. Der Antrag wurde daher abermals zurückgestellt, um erst im Jahre 1846 neuerlich in Beratung gezogen zu werden. Wergeland veröffentlichte nun eine neue Schrift, die eine scharfe Kritik der parlamentarischen Behandlung der Judenfrage enthielt. Im April 1844 wurde Henrik Wergeland von einer Lungenaffektion befallen. Auf seinem Krankenbette schrieb er das schöne Gedicht Jüdin", eines der reizvollsten Bilder des Innenlebens und des Charakters der jüdischen Frau. Wevgeland war in manchen schweren Konflikt in seinem Geburtsland« verwickelt. Er hatte viel Bewunderer, aber auch viele Gegner. Trotzdem erhielt er aus seinem Krankenlager nicht nur von seinen Freunden, sondern auch von seinen politischen Gegnern rührende Beweise der Verehrung und Hochachtung, di« er im ganzen Land genoß. Wergeland stavb kaum 37 Jahre alt am 15. Juli 1845. Sein Tod erweckte auftichtige Trauer in Norwegen. Als kurz nach seinem Tod das Parlament im Jahre 1845 sich abermals mit der Aufhebung der ju-denfeindlichen Bestimmung in der Verfassung beschäftigte, kam es wieder zu keinem Beschluß. Wenige Monate nach seinem Ableben -brachten die Juden von Schweden und Dänemark im Wegeeiner öffentlichen Sammlung die Mittel zur Errichtung eines Denkmales für Henrik Wergeland auf. DaS Monument, das in Bronze gegossen ist, stellt einen gotischen Tempel mit Säulengewinden dar, in welchem die Büste des Dichters steht. Aus der Vorderseite des Denkmals befindet sich die Inschrift: „Henrik Wergeland. geboren 1808, gestorben 1845. Der unermüdliche Vorkämpfer für Freiheit und Rechte der Menschheit und seiner Mitbürger." Die Rückseite des Monuments enthält die Inschrift: „Errichtet von dankbaren Juden außerhalb der Grenzen Norwegens 1847". Da die Juden noch immer aus Norwegen ausgeschlosten waren, wurde das Denkmal unter eindrucksvollen Zeremonien im Jahre 1847 in Stockholm enthüllt und erst 1849 nach Christiania gebracht, wo es in Anwesenheit von vielen tausenden Menschen am Grabe Henrik WergelandS aufgestellt wurde. In der Parlamentssestion im Jahre 1851 wurde der Gesetzantrag Wergelands endlich, angenommen und die Bestimmung der Verfassung, welche den Inden die Einwanderung nach Norwegen verwehrte, Mifgehoben. Bald hierauf begannen Juden sich in Norwegen anznsiodeln. Ihre Zahl war anfangs sehr gering, aber schon unter den ersten jüdischen Siedlern fanden sich nicht wenige fähige, unternehmungslustige Männer, die große neue Unternehmungen im Lande schufen und dem Aufblühen des Landes neue Impulse gaben. Unter den ersten Juden, die nach Norwegen kamen, befand sich N. I. Kätscher, der, als er starb, Mi große Legate

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