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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-13 · Heft 1794 (13.2.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1794 (13.2.1924)
Date
1924-02-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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t Nr. 1794 Wien, Mittwoch Slcttct Vbovgenzertung._^^_13. Februar 1924 _ Seit» 8 Die auswärttge Politik Sefterreichs. Bericht de« Minister« Grünberger im Budgetaurschutz. Im Finanz- und Bndgetausschuß des österreichischen Nationalrates begann gestern die Beratung des Kapitels eußeres" des Staatsvoranschlages. Die Ausgaben weisen gegenüber dem Vorjahr erneu M i u ü c r anfwand von fast sechs Milliarden Kronen ans. Minister Pr. Grünberger erstattete einen Bericht über die auswärtigen Beziehungen der Republik, wobei ec die kürzlich vor dem Hauptausschuß gemachten Mitteilungen über die Ergebnisse der rnniänischen Reise wiederholte. Weiter begrüßte er das Znstanldekonunen des italienisch-jugoslawischen Freundschaftsvertrages, der die Gefahr eines Konflikts banne, und widmete der italienischen Poilitik einige Worte der Sympathie. die aus verschiedenen Gründen im gegenwärtigen Augenblick sehr auffallcn müsse. Es besteht in den diplomatischen Kreisen ein Gerücht über Verhandlungen, die Dr. Seipel unter der Patronanz der römischen Kurie mit Italien führt und die sich auf den Ausbau des Minoritätenrechtes für Südtirol beziehen. Dr. Grünberger jagte: „Die Diplomatie Italiens, dessen Bedeutung im internationalen Leben Europas sich in der letzten Zeit — trotz aller am gegenwärtigen Regime geübten Kritiken — für jeden unparteiischen Beobachter w e s e n t-!lich erhöht hat, hat in der glücklichsten Weise die Initiative zu dieser Lösung ergriffen und damit den festen Friedenswillen der italienischen Politiker in unzweideutigster Weise manifestiert." Der Minister kam dann auf den Regierungswechsel in London. zu sprechen u-nd teilte mit, daß „Oesterreich der freundschaftlichen Haltung, welche Großbritannien seit dem Beginn der Sanierungsaktion Oesterreich gegenüber an den Tag gelegt hat, auch weiter gewiß sein kann. In dieser Begehung hat der neue Regierungschef Mr. Mac Donald unserem Gesandten^ in London vor einigen Tagen im s r e u n d s ch a s t!l i ch st e n Ton gehaltene Versicherungen abgegeben." Dr. Gründer ger bestätigte schließlich die gestrige Mitteilung der „Wiener M o r g e n z e i t n n g" über die bevorstehende de jure-Anerkennung der russischen Sowjetrepubliken durch Oesterreich. Die VevhaMnngen beginnen bereits in diesen Tagen. Schließlich teilte Dr. Grünberger mit. daß die von dem österreichischen Gesandten Kral seit Ende Oktober 1923 in Konstantinopel geführten Verhandlnngen über die Herstellung normaler diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zur Türkei zum Abschluß gekommen sind und daß an: 28. Jänner 1924 folgende drei Verträge von unserem Gesandten und dem türkischen Delegierten Dr. Aduan Bei unterzeichnet wurden. 1. Ein Freundschafts vertrag, in welchem^ die Aufnahme der regelrechten diplomatischen Beziehungen zwischen Oesterreich und der Türkei ausgesprochen wird. 2. Ein Handelsvertrag, dessen Bestimmungen vorn-chmilich auf dem Grundsatz der Meistbegünstigung beruhen und den Betrieb von Handel und Gewerbe, Schiffahrt und Eisenbahnverkehr betreffen. 3. Ein Nicderlassungsvertrag, durch den die persönliche Rechtsstellung, der Erwerb von Eigentum von seiten einzelner und Gesellschaften sowie die gegenseitige Zulassung von Konsuln geregelt werden. Tie notwendigen Schlitte behnss parlamentarischer Behandlung dieser Verträge sind bereits im Zuge. lieber das Budget des Ministeriums teilte der Minister mit: Was dir Gesandtschaften betrifft, so ist es trotz aller Ersparnisse möglich gewesen, «ine neu« Gesandtschaft in Konstantinopel zu kreieren, die gerade bei den lebhaften Hcmdelsbezichuugeu mit dem Osten unerläßlich ist. Agesichts der Finanzlage blieb uns, da wir an Neuschaffung von Gesandtschaften nicht denken foimten, nichts anderes übrig, als zu dem Ausweg zu greifen, mehrfach einen Gesandten für rnehrere Länder zu bestellen. So toutbe der Gesandte in Paris gleichzeitig mit unserer Vertretung in M a d r i d, jener -in Berlin mit der Vertretung in S ch>w eden, Norweger,, Dän c mark nick Finnland und der Gesandte in Warschau mit der Vertretung in Lettland und Estland betraut. Eine weitere derartige Zusammenlegung rst hiusichtlich Brüssel geplant, wo der Geschäftsträger im Haag gleichzeitig die Geschäfte führen soll. Irr der Debatte bemerkte der Sozialdemokrat Doktor- Elle nbögeu, die Ueberzengnng. daß eine Revision der F r i e d e n s v e r t r ä ge erfolgen müsse, lverde immer allgemeiner. Die Ergebnisse der rumänischen Besprechungen seien ziemlich mager. Redner polemisierte dann gegen die Bemerkungen des Ministers über Italien. Dr. Eisler bezcichnete es als grotesk, daß unsere Außenpolitik durch Bestechung fremder Zeitungen Stimmung fiir Oesterreich machen w'll. In Paris wurde der konrische Versuch unternommen, durch den Kauf einer französischen Zeitung Frankreich und damit auch die übrige Welt, die von der französischen Presse beeinflußt ist, für Oesterreich zu gewinnen. Soviel bekannt ist, hat sich die Regierung der Republik Oesterreich dazu ein Watt ausgesucht, das von Haus aus nicht allzu viel Einfluß besitzt, nämlich den „Eclair". Tie Wahl des „Eclai r" ist dazu noch deshalb eine besonders unglückliche, lveil das jenes Blatt ist, das gleichzeitig von der Horthy-Regierung bestochen ist, so daß die Gemeinsamkeit der Interessen Oesterreichs und Ungarns besonders drastisch znm Ausdruck komurt. Nun ist ja in Oesterreich nicht jed-w Mensch darüber informiert, daß der „Eclair" solches Geld bekomm:. In Frankreich aber weiß das jedermann, und infolgedessen ist die Meinung, nran könne durch derartige Dinge irgend jemanden gewinnen oder beeinflussen, lächerlich. Es ist eine Geschmacksachc, in denselben Sack Geld zu geben, in den auch Herr H o r t h y Geld steckt, und durch dieselben Herrschaften die Interessen der Republik fördern zu lassen, die gleichzeitig für Geld auch das Regime des Herrn H o r t h y zu. preisen haben. Um dieses Geld ist schade und nran täte besser daran, cs nützlicheren Ztvecken zuzusührern Redner verlangte ferner Aufklärungen über die Konstrlarakademie, deren Auflösung durch einen Ministerratsbeschluß voul Dezen,- ber 1919 verfügt worben ist. Zuletzt waren an dieser Akademie drei öder vier ungarische Jünglinge, ebenso viele tschechische, zwei, oder drei enKische, ein albanischer, ein griechischer n:ü) ein arabischer Hörer nHkriviert. Von diesen Hörern schieden heuer sieben aus. Es verbleibt also ein Häufchen von exotischen Lerchen, deren perjsönliche Verhältnisse sicher anfklären würden, warum sie sich gerade Wien aussuchen. Es wird behauptet, daß der Hauptinteressen: au der Aufrechterhaltung des Instituts fern Direktor, der Sektionschef Doktor W i u t e r, ist, der in diesem Institut vor allem eine Amtswohnung hat, die aus zehn Zimmern samt Zugehör besteht, trotzdem er nur für sich und seine Frau eine Wohnung braucht. Ler Turmbau zu Babel. Von Dr. Wilhelm Stein. Während die biblische Ueberlieserung in der Sage /om Turmbau zu Babel die Frage nach der sprachlichen Verschiedenheit der Völker zu beantworten sucht, beschäftigt sie sich nicht mit denr Ursprung der Sprache selbst. Wahrscheinlich weil sie den Menschen die Sprache als eine selbstverständliche, ihnen von jeher angeborene Fähigkeit zuschrieb, und selbst den Tieren, so etwa der Schlange bn Paradies, den sprachlichen Ausdruck zugestand. Die Sage ist nun von der jüdischen Tradition in recht poetischer Weise weitergebildet worden. Es mußte ja den Anschein erwecken, als sei es nur die Eifersucht Gottes, die chn vevanlaßte, . die Menschen, durch die Sprachverwirrung in ihrem Plan zu stören, einen bis zum Himmel reichenden Turm zu bauerr. Daher wird in der Sage von einem wilden Aufruhr der Menschen gegen Gott erzählt,, wobei die einen sich dazu verstiegen, mit Gott Krieg fuhren und neue Götter in den Himmel einführen zu wallen, wogegen andere von dem Turm aus das Himmelsgewölbe durch einen Regen von Pfeilen und Lanzen zu zertrümmern gedachten. Nach der Ucbcrl.ieftvung war der Ban schon zu einer solchen Höhe gediehen, daß ein Arbeiter mit seiner Ziegellast ein Jahr lang zunr Aufstieg brauchte und wenn ein Arbeiter vom Gerüst herabfiel, so war es nicht seine Person, der mau nachtrauerte, sondern der Ziegel in seiner Hand, denn erst nach einen: Jahr füitntc er sich frühestens an seinem ehemaligen Platz befinden. Pfeile, die man von: Turin aus gegen den Himmel abschoß, kamen blutig zurück, woraus man schloß, daß durch sie Bewohner des Himmels getötet worden seien. Gott sah diesen: frevelhaften Werk mdt unerschöpflicher Langmut zu, bis er endlich die 70 seinen Thron umgebenden Eirgel ausifandte, die Sprache der Werkleute zu verwirren. Es gab da die peinlichsten Mißverständnisse. Einer verlangte Mörtel, doch sein Nebenmann reichte ihn: Ziegel: darob geriet er in solchen Zorn, daß er feinem Kameraden den Ziegel an den Kopf warf, sodaß er ihn tötete. Bon dem Bau versank bann ein Drittel ln der Erde, ein weiteres Dvittel ging durch Feuer zugrunde und nur der Rest gemahnt nach an den hochfliegenden Plan. Freilich wirkt diese Gegend auch jetzt noch verwirre::-, denn wenn jemand dort vorübergcht, vergißt er völlig, tvas er eben noch wußte. Die Bibel, hat diese Sage in Babylon lokalisier: und den Namen vom hebräischen balal, dem aramäischer: balbel abgeleitet. Wir können uns rocht gut vorstellen, daß die primitiven israelitischen Halbnomader: voller Staunen und Errtsetzen vor den gewaltigen Bautverken der Riesenstadt Babylon standen und daß ihnen dort die unübersehbare Buntfarbigkeit der Bewohner, besonders aber die unbegreifliche sprachliche Verschiedenheit als eine göttliche Tat erschien und daß sie nach einer Ursache für diese heillose Verwirrung suchten. Als jenes Bauwerk gilt der sogenannte Birs-Nimrud, nach den: sagenhaften Nimrod der Bibel, ein zu Bovsippa gelegener Turn:, etwa 12 bis 13 Kilometer von Babylon entfernt. Eine Inschrift besagt, daß der König, der dieser: Bar: begann, ihr: nicht selbst zu Ende führen konnte und deshalb feinem Sohne die Vollendung übertrug. Aber auch an andere Ruinenstätten haben die Forscher gedacht. So an Baibil, einen: riesenhaften Mauerwerk inmitten des ausgedehnten Trümmerfeldes von Babylon. James Fvazes wieder hat einen Turm zr: Um, dem Ur der Chaldäer, im Auge, von wo Abraham anszog, um nach Kanaan zu wandern. Die Ausgrabungen bei diesem etwa 30 Meter hohen Tenrpelturm, der in zwei Etagen arffteigt, förderten ebenfalls Inschriften zutage, in denen sich die Herrscher, die den Ban begannen oder sortführten, verewigten. Eine dieser Tontafeln erzählt, daß die Stadt Ur hieß, und der Tempel Lin dem babylonischen Mondgott gclveiht war; als Erbauer werden Herrscher genannt, die etwa 2700 oder 2300 v. Ehr. lebten. Wohl möglich also, daß Abraham beim Ansznge ans seiner Gebnrtsstadt gerade diesen Turm als letztes Wahrzeichen begrüßte, der dam: in der Erinnerung seiner Nachkommen ganz gigantische Dimensionen annahm. Es ist um: von hohem Interesse., die jüdische Sage mit den vielen. ährUrchen Erzählunger: zu vergleichen. Schon der Forschungsreisende L l v i n g ft o n e .erzählt, FRACKHEMDEN FRACKGILETS direkt beim Erzeuger BMBl'HOLD SCHEMA UL Ltmdttrasstr Qürttl 10, linu%: 0, JJ8,4 Ans die in der Debatte ansgeworfenen Fragen erwiderte Bundeskanzler Dr. Seipel idcis wichtigste seiner Rede besprechen wir an leitender Stelle) und Minister Dr. Grünbergcr, der mitteilte, daß an der Konsnlarakadeune tatsächlich dreißig Hörer stlw-icren, davon zehn Oestcrwchcr, drei T.schecho-Slowakcn, vier Ungarn lutb sechs Engländer. Bon einer Bestechung ausländischer Zeitungen, wie Dr. Eisler behaupte, kann keine Rede. sein. Es habe sich lvviglich in eine::: bestimmten Falle darum gehandelt, in Frankreich „e i ne A r t B c v te tl u i:a § ft c Uc fit v ö st erreich i s ch e N a ch -r i ch t e n" zu schaffen. Besondere Bezie- Hungen zwischen irgend welchen französischen oder anderen ausländischen Blättern und der österreichischen Regierung bestehen nicht. Dr. Bauer fand bic Verteilungsstelle für österreichische Nachrichten nicht so harmlos. Heransgekouunen ist bei diesen: Versuch nichts arideres, als daß inan in^Paris Nachrichten lanciert hat, die dort gar i e i n e W.iT k u n ge n hatten, fordern die nur von der Amtlichen Nachrichtenstelle benützt worden snrd, um triumphierend zu berichten, daß wieder ein französisches Blatt die Saniernngspolitik des Bundeskanzlers gelobt hat. Wir verlange:: weiter von: Aänister Auftlärung über die im Kapitel „Aeußeres" cnchaltene Post „Dispositionsfonds". Es wird nämlich in Wien behauptet, daß gewisse Titel, znm Beispiel der Titel eines Komu^rziolrates, um bares Geld verkauft werden und daß das Er» trägnis dieser amtliären Titelhandclsstclle dem Dispositionsfonds zufließc. Was kostet die Verleihung cincs Kommerzialratstitels? Fst die Taxe einheitlich oder ist sie nach Branchen oder Konfessionen oder sonst irgendwie abgeftuft? (Heiterkeit.) Kommt es auch vor, daß jemar:-) den Titel Kommerzialrat umsonst bekommt? Was geschieht mir den Geldern, die dafür eingenommen werden? Minister Dr. Grünberger bcmerkw, daß das Bnndesminlsterium für Aeußeres oder der Minister für dleußeres mit irgend welchen Taxen für den Kommerzialratstitel. nicht das geringste zu tun habe. Der sogenannte Disposilionssonds beschränkt sich auf die '-bn .Staatsvoranschlag ansgeworsenen Ziffern. Das Kapitel „Aeußeres" wurde hieraus a n g cn o m m e u. Handel uad Berlehr. Di« Aussperrung hei der Alpinen und der Achtstundentag. In seiner gestrigen Nachmirtagssitznng beschäsrigre sich der Budgeransschuß nnt den: Kapitel „Handel und Verkehr" des Bundesvoranschlages. Frau Freundlich kam ans die Betriebseinschrättknngen bei der Lllpinen Mm: langes ellscha ft zu sprechen und verwies aus das mit den ifchechffchcn Eisenwerken abtzeschlosserre Kartell. Damit verband sich/ eine lUngestaltnug der Betriebsführung der Alpinen Morrtangeftllschaf'.; während man dort früher die Cisemrzcu.gung forciert' hat, wird heute mehr deir Bergbau in den Vordergrund gestell:. Es vollzieht sich eine Umstellung in der ganzen Arbeitsmethode, und es ist doch wirklich nicht eine privätwirtschaftlicke Anacdaß die afrikanischen Eingeborenen am Zambesi in der Nähe der Pittoriafälle eine Sage kennen, daß cinst ihr Gott Nyambe, der ihnen die Sonne verkörpert, auf der Erde wohnte; dann aber sei er in den Himmel gelangt nnd habe von den Menschen verlangt, sie möchten ihn anbeten. Als die ihn aber statt dessen zn töten drohte::, zog er sich voll Angst in den Himmel zurück. Nun baute:: die Menschen ein Gerüst ans Mastbäunwu, ans dem sie Immer wieder neue Stockwerke anftürucken. Als sie schor: dcm Firmament ganz nahe waren, zerbrachen aber die Gerüste und die Merrschen fielen zerfchmetteA in die Tiefe. — Die Bambalas am Kongo wicdern-m erzählen, daß eines Tages die Uagogos wissen lvolltcn, was eigentlich die Som:c fei. Sie ramncken darum Stangen in den Erdboden, befestigten andere daran und. gelangten so in ganz beträchtliche. Höhe, bis der Bau zufammenbrach und die zahlreichen Dorfbewohner, dir hinanfgestiegei: waren, ein Opfer-ihrer Neugierde wurden; seitdem lyai man in dieser Gegend keine Sehnsucht mehr zu wffsen, was die Somw ist. Bei den Aschantinegern zog sich die Gottheit vor den Menschen in den Himmel zurück, weil er tief beleidigt worden war. Als die Menschen' ihn hcrabholen wollten, weil sie sich verlassen fühlten, brach der von ihnen aufgerichtete Ban zusammen, da ihn Ameisen unterwühlt hatten. In Amerika weiß man wiederum recht Merkwürdiges über die ungehcnre Pyramide vor: Cholula in Mexiko, dem bedeutendsten Bauwerk der Eingeborenen, das in der Form den ägyptischen Pyramiden ähnelt,ün seineil Dimensionen mit ihnen rivalisiert. Ein spanischer Schriststeller, nach seinem Nmnen Duran wohl jüdischer Abstannnung. erzählt Ende des 16. Jahrhunderts, daß dieses Riesenwerk bald nach der Erschaffung der Welt errichtet worden sei. als die Menschen die Sonne fchen wollten; die ansführlich von ihm wiedergegebene Sage erweist sich bc: näherer Untersuchung als Nachab'.n::ng der biblischen Erzählung, weil als Bindemittel für die fonnengeirockneten Ziegel Erdpech verwendet wurde, das ln diesen 'Gegenden gar nicht vorhanden ist, Tylor hat die christlichen Missionäre als Verbreiter der jüdischen Sage erkannt. SchafwolSrips H 193*000 Slrthur Qriin i* nur I. Adiergasse

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