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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-10 · Heft 1791 (10.2.1924) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1791 (10.2.1924)
Date
1924-02-10
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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L 1791 Wien, Svmtftvg Wiener Morgenzettuns. 10. Februa-r 1924 Le-lte 13 Bielkleicht würden sich trotzdem die Dinge-nicht so-weit gestaltet ha>öen» wenn nicht hinter den Kulissen sich noch manches abspielen würde. Es sind Vorgänge, die man nur ahnt, die aber dennoch gerüchtweise an der Bövse lebhaft besprochen werden. Es wollen die Nachrichten nicht, verstummen, daß die ganze Depression jetzt nichts anderes als ein Kampf des Hauses Basel mit den Baissen sei. Dieses Haus soll gewaltige Aktienpakete in seinem Besitze angehauist ha'ben, die es nun sukzessive dem Markte zur Vevfügung stellt. Es soll sich um viele Milliarden von -Effekten handeln, die ein Hans mit so weitverzweigten kapitalistischen Interessen unmöglich bei der jetzigen .Kkpitalskriapphört in seinen Tresors lassen kann, wenn es seine Geschäfte den Erfordernissen ber Zeit gemäß einrichten soll. In den Dombrowa-Unterni' .nung-en ist gewaltiges Kapital investiert. Vielleicht wäre es'möglich gewesen, hier einen Teil flüssig zu machen, wenn sich nicht die Börsenkammer in der Kotierung der Dombrowa-Mtien ablehnenid verhalten hätte. . Hier haben nicht einmal warm befürwortende Artikel genutzt, -die unbedingt das Zweite Finanz pMssum und das Finanzministeriin'm überzeugen wollten., daß sich die Wiener Börse etwas vergebe, wenn sie nicht ein solches Papier wie die Dombrowa zum Handel zulasse. Der Effekt ist ausgeblieben. Die Donrbrowa-Aktien sind noch immer nicht notiert. Dieses Unternehmen tvar si-nerzeit im Interesse des französischen Wirtschaftsimperialismus in Polen geschaffen worden. Der französische Markt hat fetzt keinen Platz mehr dafür. Er hat. auch nicht das notige Kapital für diesen Zweck. Das französische Konsortium hat mit einem'Gefühl der Erleichterung einen gewaltigen Stock abaestoßen, weil es die kommende InflationsLrise ahnte. Der Wiener Markt ist derzeit nicht in der Lage, irgendwie sein Kapital zu solchen Zwecken zur Verfügung zu. stellen. Doch abgesehen von Donchwwa-Mt'ien, sollen noch gewaltige Pakete von Alpinen und Staatsbahnaktien sich in den Tressors dieses Hauses befinden. Die Zabl der Dampfschiff- und Nordbahnaktien, die, seit langem schon gekauft, urrbenützt liegen, ist nicht geving. Noch eine Reibe anderer ans dem Wiener Markte rege gehandelter Papiere liegt vorläufig untenützt. Ein rühriges, junges Bankhaus kann sich nicht mit den Zinsen dieser Papiere begnügen. Es ist noch nicht so weit, um sich nur der Vermögensverwaltung allein widmen zu können. Die Folge davon ist, daß ununterbrochen dem Markte vo-n dieser Seite Material zufließen soll. . Zu End? des Vorjahres, als die Kurse noch lange nicht dieses tiefe Niveau erreicht haben, da habere es die Bauten als ihre Pflicht erachtet, einzugreifen und die Kurse zu stützen. Jetzt geschieht es nicht. Die Börsensama erzählt, daß darin der -Kampf der Banksinanz mit diesen Abgaben 'zum Ausdruck komme. Die Banksinanz hat jetzt kein'Interesse', das Kursniveau zu stützen, um eventuell die Kapitals; bedürfnisfe eines starken, ihm zu gewissen Zeiten nicht ganz genehmen Faktors zu decken. Die Bank der Staatsbahnu-nternehmung dürfte vielleicht über gewisse Majoristerungsversuche, die seinerzeit in der Presse viel besprochen wurden, verschnupft sein. Die Kapitalsfaktoren der Alpinen trennt ein alter Gegensatz von dem neuen Abgeber. Die Tampfsch'.ffbesitzer haben kein Interesse an einem hohen Kurse, denn die Engländer können .warten. Sie halten die Aktien im festen Besitz und das österreichische Institut dieses Unternehmens wartet ab und läßt sich aus seiner Reserve nicht herausbringen, wenn es g'lt, einen einstigen Rivalen. dem zuliebe es eine seiner wertvollsten Kräfte opfern mußte, zu einem möglichst starken Aderlaß zu verhelfen. - Die Masse der Gegner lauert aus der einen Seite. Das abgebende Haus, das immer mehr Hekatomben von Papieren auf den Markt wirft, von der anderen Seite. Dw Kampf wogt. Was fein Ende wird, läßt sich momentan nicht absehen. En's aber ist gewiß: die Wirtschaft beginn: darunter zu le den. Der einzelne Aktienbesitzer sieht mit Grauen seine Verluste und die Wirtschaft zeigt in krisenhaften Zuständen, daß sie solche Verhältnisse aus die Dauer nicht verträgt. Neuerlicher Kurssturz der deutschen Währung. Steigende Devisenpreise in Berlin. Berlin, 9 Februar. (Tel.-Komp.) Lebhaftes Interesse vregten heute in finanzpolitischen Kreisen die Vorgänge auf dem Devisenmarkts wo sich wieder eine erhöhte Nachfrage nach fremden Valuten geltend machte, so . daß die Reichsbank die Repartierungen beträchtlich herabsetzen mußte. Die Blätter führen die großen Devisenanforderungen teils auf industrielle Nohstosfkäufe, teils auf die Einfuhr von Luxuswaren, wie Südfrüchten, dann aber auch auf eine Kontermine der Spekulation zurück. Den Banken wird dabei der Vorwurf gemacht, daß' sie die Vorschrift, wonach der Auftraggeber für Devisenkäufe bei der Auftragserteilung über den vollen Gegenwert der Kaufsumme als Guthaben verfügen müsse, nichi. eingehalten haben Die Blätter fordern gegenüber diesem Uebelstande ein gesetzliches Verbot und hohe Strafen gegen deren Uebertretung. Außerdem wird, falls sich Herausstellen sollte, daß die von .der Reichsbank an die Privatwirtschaft gegebenen Kredite zu Devisenkäpfen benützt werden, eine drakonische Einschränkung dieser Kreditgewährung gefordert. Rechtsstehende Blätter sprechen übrigens dir Vermutung aus, daß Frankreich größere Markbeträge auf den Markt wirst, nicht nur um den Franken zu stützen, sondern auch, um die deutsche Mark zum Weichen zu bringen. Alle Blätter betonen aber einstimmig, daß. für -die deutsche Rentenmark absolut keine Gefahr besteht. Von maßgebender Seite werden übrigens mehrere aus dem Ausland kommende Gerüchte, die auf einen Vorstoß gegen die deutsche Mark Hinallslaufen, richtlggestcllt. So wird vor allem offiziös die New-Jorker Meldung dementiert, daß Gross - Steuerpflichtige Achtung! Sie können Ihr. gr-.siiea Elnköj»men tmd Brwerbetetier auf ela Minimum rednssterac, wenn 810 Bloh bei einem Bau beteiligen. Sie erhalten dadurch beinahe goaohenkte H&uaer and an!orde> rungBfreie Wohnungen. Auskunft erteilt Baugesollsohalt, Wien. Z. Eltnahnthatrass« 1. , 5V?» General Dawes dm Vorsitz im ersten Sachverständigenaussch'.ff; niedergelegt habe. Beruhigende Erklärungen. Berlin, 9. Februar. Im Zusammenhang mit der leichten Abschwächung der Mark an der New-Dorker Börse und an einigen anderen ausländischen Plätzen, die sich auf irgendwelche Gerüchte über eine ernste Krise der Rentenmark stützt, weisen die Blätter darauf hin, daß diese Gerüchte keinerlei wie immer geartete Unterlage haben. Die . Tatsache der vermehrten Devisenanforderungen an der Berliner Börse. berühren die Rentenmark nicht im mindesten. Denn selbst wenn dadurch eine Hinausfetzung der Devisenkurse bedingt wäre, würde dies höchstens das Verhältnis zwischen Papiermark und Rentenmark verschieben. Sämtliche Blätter führen die Abschwächung der Papiermark an einigen Auslandsborsen auf spekulative. Manöver zurück, denen man aber deutscherseits mit voller Ruhe entgegensehen könne. Die „Germania" betont, baß für den tvahren Wert einer Wahrung die Menge des Geldumlaufes maßgebend fei. Bleibe dieses Quantum stabil oder werde es sogar geringer, dann sei der innere Wert der Währung gesichert und jede Balutaversänechterung konsie binnen kurzem rückgängig gemacht werden, sobald den Spekulanten der Atem ausgeht. Nun hat, sagt br? Blatt, nach dem Reichsbattkansweis her deutsche Notenumlauf in der dritten Jännerwoche nicht etwa zugenommen, sondern um 21 Trillionen PaPicrmLrk oder um 21 Millionen Goldmarc abgenommen. Eine Inflation ist also in keiner Weise vorhanden. ‘ Komulaudische Kredit- und Handelsvereinigung. Am 6. d. bat unter dem Borfitz des Präsidenten, Herrn Kommerzialrat A l e x a n d e r E n g e l d e I a n o s i, die zweite ordentliche Generalversammlung dieser Genossenschaft stattgefunden. Dem von dem leitenden Direktor Herrn Richard! I H i fl u verlesenen Bericht Über das zweite Geschäftsjahr entnehmen wirr Das eigene Kapital beträgt 2.200,000.000 K. Dem Reservefonds wurden auS dem Reingewinn 156.000.000 St. überwiesen. Die D t v i d e n d o, für daS abgelaufene Jahr beträgt 30%. Für den Vorstand wurden die auSgelvften Mitglieder, die Herren r Alexander 18»« g eld « Zanol i, Direktor Dr.B Sla H e r tz k a, Dr.Ar t d u r P o l l q e s ekund And o v % e! t! i wied^ gewählt. Neugewählt wurden die Herren : Kommerzialrat Direktor L e.o p o l d Etting e r, Dr. Karl K" t 1« a u e r und Direktor M o t i % U 11 m an n. Zn den Aussichtsrat wurden wiedergewählt' die' Herren H u g o K ab i i ch und I. Wachtel md neugewählt Herr Gustav S ch m i e d l. Dem Oberbuchhalter Herrn Heruiann B a r d o n g wurde die Prokura erteilt. (Entgeltlich.) Die Stimmimq in Finanzkreisen war gestern von Bureau zu Bureau, ungeachtet der wesentlichen Verbilligung des Reportsatzes bis 0,375 Prozent, ausgesprochen schwach, da teilen8 der Kontermme Abgaben in Bankenwerten zur Ansführnn-g gelangten. Das Geschäft nahm aber keinen größeren Umfang an. . ' . . ' Die gestrige Bersorgung gestaltete sichüberaus leicht, da der Wochenzinssah eine Reduktion ois 0,875 erfahren hat. Das zur Versorgung gelangte Materöil war sehr gering. Keine weitere Senkung der deutschen Kohlenpresse. Aus Berlin.. 9. d.. meldet Wolff: Der Reichäkohlenverband teilt mit: Verschiedene Tages^imngen Hatzen in letzter Zm die Nachricht gebracht, daß. Läuse dieses Monats mit einer weiteren Senkung de- Koglenoresse und mit der Wiedereinführung der Borkri-mSdrelfe vom 1. April q» zu rechnen sei. Diese Nachricht ist unzutreffend. Die Kohlmindnstrie Hai mit der am 1, d. em^irermen. Preisermäßigung alles ae'.an, was sie nach der Lage der Verhältnisse tun konnte. Tie Urheber der unzutreffenden Nachrichsollten 'ich -vor Angen halten, daß durch ihr Vorgehen das Gegenteil voy dem erreicht wird was s>? bezwecken: Die nnr'ch.'gcn Ang'den. rufen näml-ch S'vckanaen auf dem Kohlsninickte'hervor verschlechtern died.irch die Lage der Kohlen induitrie. und machen sie unter Umständen sogar unfähig, mit Vit bisher »gm Pressen dnrchznkonmien. Zur Kündigung der Markprioritäten der Oesterreichisch- «ngarischen Staatseisenbahngescllschüft. Das Wiener Handolsgericht hat über Anteaa einer Grrchpe von Jntevefsruten, welche '"m die Kündigung der dreiprozentigen Markprioritäten vom Jahre' 1905 der Sösterreichisch-ungarischen St-aatsossenbahnaesellschast protestierten, behufs Wahrung ihrer Interessen die Bestellung eines Kurators in der Person d"8 Rechtsanwalts Dr. Heinrich Mittler betvilligt. Gegen diesen Beschluß hat die Sesterreichisch-unglirische Staa^seisenbahnresellschafr ebnen Rekurs eingebracht. in weichem sie die Berechtigung der Eineines Kurators bestreitet. . Fusion zweier Banken. .Die Mghrheitsgruppc. der D e üi- -schen Kreditanstalt A.-G. in Wien, 1. Bez., Habsburgergaste 4. hat ans Grund Näherer Unterihandlungen auch -an der. Kurgenländischen Zentralbank, 1. Miuoritenplatz 3, Interesse genommen. Für die nächste Zeit sst ein genteinsames Arbeiten, beztehungswesse eine Kartellterung der beiden Banken geplant, und später sine Fusion, in Aussicht genommen. Börse för lauvwiktschaMiche Produve. (Eigenbericht der „Wiener Mvrge-ntzeiterng".) Während die überseeischen Plätze in den allerletzten Tagen hinsichtlich der Tendenz der schwächeren Richtung Mueigten, blieb die Stimmung an den wvstlick)en.Plätzen -des Kominents eine freundliche. In Ungarn war die Tendenz an dM letzten.Geschästsiagen. haussiererid, tvabei die Mehlpreise eine uenerliche Stei-ggru-ng erfuhren. Der Wiener Platz unterliegt gegenwärlig nichr der geringsten Einstußnahnre des Auslandes. Er wandelt seine eigenen Wege und vorkehrr schon seit einiger Am bei von Tao zu Tag abbröckelnden Breiten. Die Ursache der außerordeullichen Verflap-ung des Geschäfteisi vornehmlich darin zu suchen, daß eine Absatzmöglichkeit für heimische und ungarische Mehle m?o:pt der starken Konkurrenz der importierten billigen italrmisüen Mehle so gut wie nicht vorhanden ist.. In Weizen stockte der Absatz gänzlich. Roggen wurde in einigen Partien in ungarischer und österreichischer Ware ans dein Markte genommen. Die Ge^stepr.'ise haben 'weiter nackgeaebeil, einige Koniur'" n slowakischer Gerste erfolgte zu 85W bis?..T<0 K. Die H c- Preise haben sich stabiliisierl, doch dürste sich das'Wer: ui.'. vertte/en, >r Neu zu zöge erwarte: werden.' M uist reichlich offerirrt. Ne.run:s s-rnd Unrerkuni: zu 2850 K. sseber das Mehla?'chäfr iei noch erwähn:, daß iiroage..mehle einiger Nack,- frag? begegnen, dagegen sinv Futtern:-l.'.e und Klcie vernachlässig: Es notieren pro Kilogramm ab Asien exllusive der Panschalwarenunssatzsieuer: Weiten inländischer 3520 bis 3300 K., iugollawischer ober rumänischer 3600 bis 3650 K., Roaaen 9850 bis 2950' K.. Gerste inl. 3200 bis 3500 K., tschecho-siowakische 8500 Si» 3700 K.. 1.55 bis 1.75 Mtedf). K. ab Matcheoa. Mais 2900 bi« 8000 K., Neumais 2775 bis 2875 K., Cinguantin 8200 bi« 3300 K.,. Hafer 2550 bis 2650 sskeis italienischer 6500 bis 6600 K.. Hisse 2300 bis 2500 K., Brein 4800 bis 5200 K., Weißbohnen ungarische 5800 bis 6200 K.. Großlinsen mmänischs 12.500 bis 13.500 K., Kartoffeln inländische 900 bis 1700 K.. Pflaumen etuviert in Kisten ä 25 Kilogramm 80/85 11.500 bi« 12.000 K.. 95 10010.000 bis 10 300 K., Pflaumenmus 8600 bi« 9200 K.. Preßheu österreichisches süßeS 1450 bis 1550 K. atz Station, Preßstrob 1100 bis 1201 K.. Leinsaat 6200 bis «400 K.. Hanssaat 12 000 bis 13.500 K., Nevskucken 2950 bi, 8100 K.. Weizengrieß inländischer 6200 bis 6300 K., Weizenmehl Nuller inländisch«''' 5800 bis 5900 K., ungarisches 5160 -iS 5450 K.. amerikanisches Vollvatent 62.00 bis 6600 K., Brotmehl 4200 bi8 4300 K., Futtermehl ' 2500 bis 2600 K., Roggenmrhl inl. U 4600 bis 4700 K.. Kleie 1600 bis 1650 K. Sie Warenmürlte. iEigünberich: der „Wtener Morgenzeitung".) Rohseide (Weltmarkt). Auf dem Krefelder Robstideunlarkle ioar die Nachfrage befssedigend und eine 2lnzahl Aö'tzlüffe lourde-getätiss, doch waren dl-, Unterhandlungen den meisten Iällen sehr schwierig. - . Obaleich der Mailänder Markt in den letzten Tagen etwas rubiger war, ließen sich nennenswerte Unteri.ebote nicht durchsetzen. Die meisten Svinner sieben bl? Anril unter Abschluß tnü). find zurzeit nicht tebr vorlausslusiig. Die Grundpreise in Lire haben sich nicht verändert und auch die Schweizer Frankenpreise hielten . sich infolge des. ziemlich stabilen LirekurteS auf der gleichen Höbe. Aus dem Markte in Yokohama verlief daS Geschäft nrbig. Infolge der KurSbefferunq des Aen haben die japanischen Spinner ihre Forderpreise ermäßigt. Sbangbai und Kanton waren gleichfalls ruhig ohne merkliche Preisveränderung. Auf dem Züricher Markte war die Lage im allpenteinen unverändert, die Preise blieben fest und eine tägliche Nachfrage nach allen Seiden war vorbanden. Tie Auswahl an greifbaren Seiden ist nicht mehr sehr groß, was sich am besten daran ersehen laßt, daß täglich allieitia um beschleunigte Lieiernnpen anaesncht wurde, welchen Wünschen aber nur in beschränktem Maße nachpekommen wurde, da Spinnereien. und Zwirnereien eben für die nächste Zeit befnedigend beschäftigt find, allerdings nur z« verlustbringenden Pressen. Es scheint noch mancher Bedass sin' der Fabssk gedeckt werden zu müssen, auch scheint e« mit den billigen Angeboten so ziemlich vorbei zu sein. Vom Lyoner Markte wird gemeldc. daß die Befürchtungen, die die öffentliche Meinung bereits einen Monat vor dem ständigen Niedergang des französischen Franken zeigte, durch seinen Sturz zur Wahrbeit geworden seien. Ebenso wie für die Finanzwelt, bedeutet dieser für Handel und Industrie eine Katastrophe. Die Maßnahmen, welche die Regierung gegen eine Verschlimmerung der Lage und gegen diejenigen ergriffen bat, welche den Sturz mit Lerbeiführen halfen, baden einen schwachen Rückschlag veranlaßt. In der Erwartung, daß diese Maßregeln den: Seidenmarkt die to notwendige Ruhe und Stetigkeit wiederoeben werden, verharren Käufer und Verläufer sin äußerster Zussickbaltnng. Mit Ausnahme einiger Umsätze der Svekulation beschränkten fich die täglichen auf die notwendigsten Bedürstnsse der Fabssk. Der herrschende Eindnrck ist, daß die augenblickliche Lttisis viel zu schnell hereingebrochen ist, als daß nicht ein Rückschlag in Kürz« folgen sollte. BanmwoNmartt. New-Porl», 8. Februar. Bann w,.Nzissuhren in den allant. und Evlshäfen 20.000, im Innern 70^0 Ausfuhr nach Großbritannien —. nach dem Kontinent 18.^00 Lokalmarkt lp'cks jno: 33.50 üefet SUit? 34.85\ Tendenz: Stetig. — Tennine: Februar 32 80 Port 83.22. Avril Mai 33.40, Juni Juli 31.98, August 29.80, Sevtember 28 83 Oktober 27.96, November —, Tezemb"- 27.52, Jänner 27.26. Die Devisenkurse. gtarfftu 8. Februar. siTevssenküsse. .*) Amsterdam 1,571.06l^ lt.585.< 88,. Belgien '169.575 (172.568., sshssstiania 561.593 (564.585,. Kovenbagen 680.295 (684.285,. Stockholm Isi01.240 (1,103.935). Italienische 184.538 kl84.538,. London 18,054.750 d 8154.500), New-Aorl 4.189.500 <4.189.500). Varls 180.525 (195.510), Schwei; 729.173 (732.165,, Svoinen 533.663 (536.655), Wien 59'351 (60'049), Nraa 121605 (121.695-, Bndavest 147 630 (147'630). Sofia 30.922 (31.171), Belgrad 50.872 (50.872) *) In Millionen von Mark. Berlin. 9 Fkbinar. i^wtenknsse.)*) — Noten: Dollar 4.189.500 (4.189.500-, Pfund 18.054.750 (18.154.kO0). Italienische : 191.520 (191.520), Polnische 445.000 (433.000,. Tstbechoslowakische 121.695 (121.695). Oesterr. aestemvelte 59'35l <59'750). *) In Millionen Mark, ausgenommen polnische Mtek. Dubapest, 9. Februar. (Kurse der Devssenzentrate. > — Amsterdam 12.180 bi« 13.040. Bukarest 170.- bis 182.-. Äüvenhagen 5285 bis 5685, Ctzristiania 4350 bis 4700. London 139.700 bis 149.704, Berlin bis —Italien 1425.- bis 1525.-. Pass« 1475.- bis 1585.-.Prag 941.- bis 1014.-, Stockholm ' 8510 bis 9120. Zürich 5650 bis 6050, Wien 0.4580 bis 0.4910, : Sofia 242.- bis 258.-, Belgrad 387.— bis 413.-,. New-Aork 32.500 bis 34.800, Warschau m Brüssel 1310 - bis 1410.-. Warschau, 9. Februar. (Devisen.) Berlin —, London 39.830.000. Nelv-York 9,209.000, Prag 260.000, Men 128.-. Rew»Dork, 8. Februar. (Devisen.) London 429'/,; Paris 452.75, Berlin 0.20 für 1 Billion, Mailand 438.— Zürich 1740.50, Kopenhagen 1621.—, Stockholm 2625.— Christlania 1339, Amsterdam 3740.—. Prag 291.—, Wien 0.14, Bndavest 0.35, Bukarest 51.25, Warschau 0.000100. 1 Madrid 1273.50, Helsingfors 251.50, Brüssel 403.50, Kanada 2*n/s, unter pari, Brasilien 102.40, Argentinien 3333, Belgrad 118.75 ... ia\i

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