Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1789 (8.2.1924)
- Date
- 1924-02-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 4 Men, Freitag Mische Kolonien in der Krim. Vor einig?-r Zelt wurden über Initiative des Joint drei« hundert jüdische Familien auS dom Inneren Rußlands, dk zusammen etwa 1600 Seelen zählen, auf der Halbinfcl Krim als Kolonisten angesiedelt. Die Krim, der beste landwirtschaftliche Boden Rußlands, li'gt heute brach. Gerade aus diesem Grunde hat die russisch« Regierung an der landwirtschaftlichen Ansiedlung von Juden rnif der Krim großes Interesse. Sie stellt auch Land, das ehemals Großgrundbesitz war und jetzt herrenlos jst, unentgeltlich zur Verfügung. Di" jüdischen Kolonien auf der Krim entwickeln sich schr günstig. Im Hinblick darauf und auf di« ausgezeichneten wivrschafrlichrn Möglichkeiten der Krim — die Halbiufal hat vorzügliche natürliche Häsen und günstige Trausportbsdingüngen --- propagiert der landwirtschaftliche Sachverständige und Direktor per Wiederaufballarbeit des Joint in Rußland, Doktor Josef Rose n, wie die I. T. A. mttteÄt, die Ansiedlung von mehreren tausend jüdischen Familien aus Jnnerrußland, die besonders in den (feinen Städten große Not leiden, aus der Krim. Die Kosten für die Airsiedlung einer Familie einschließlich Bodewb'schafft, ng schätzt Dr. Rosen auf 500 Dollar. Jüdische Kolonien auf der Krim könnten, dg die Siedler gute Vorbereitung für die Palüstina^K-olonisatsou erlangen könnten, gerade für die Pälästina-Avbeit von- Nutzen sein. Aus diesem Grunde haben auch die C h a l u ) j m in Rußland groß Interesse für die Krinl-Kolonisiepung, die sie als eine Etappe für Palästina betrachten. Auch unter den russisch-jüdischen Hilfsorganisationen hat dieser Gedanke rasch Wurzel gefaßt, und die russischen Abteilungen der Jca und der Ort haben ihre Milwirkunq versprochen. Um die Kolonisierung in größerem Maßstabe in Szene zu festen, wqre vorläufig eine Million Dollar erforderlich, welche Dr.. Rosen durch die Mitwirkung des Joint aufbringen will. 8. R. S?ren! gestorben. Wie uns aus Warschau berichtet wird, ist d"rt, kaum 51jährig, der jüdische Publizist, Historiker und Novellist Israel Nathan F r e n k plötzlich gestorben. In jüdischer und hebräischer Sprache führte Frenk mit gleicher Meisterschaft die Feder und war lange Jahre (seit 1888) publizistisch tätig- „Hanuliz", „Hasman", „Hazefirah" (deren Chefredakteur er eine Zeitlang war), der „Raser Hasut", desien Redaktion er in den letzten Jahren angehörte, schätzten seine ausgezeichneten politischen Berichte ebenso wie seine Skizzen, Novellen und historischen EsiayS und Monographien. Der Tod ereilte ihn mitten in der Arbeit an einer im „Nasen Hajut" erscheinenden historischen Arbeit, „Episoden yus der Geschichte der Juden in Warschau", die gerade .jetzt nach einer hochinteressanten Monographie „Täuflinge in Polen" in der Warschauer Tageszeitung erscheint. Die jüdische Publizistik verliert in Frenk einen ihrer unermüdlichsten, vielseitigsten Vertreter. Stellungnahme der Wiener llmMchen Sesellschast «egen die Streitwertnovelle. Angriffe gegen die Regierung. In ihrer gestern avgehal tenen Vollversammlung nahm die Wiener Juristisch? Gesellschaft Stellung zur Streitwertnovelle. Die Aussprache wurde durch Handel Gericht?-' Präsidenten Dr. Engel eingekeitet, der die Erhöhung der Grenze, für die hezirksgerichtlich« Zuständigkeit auf 15 ML" lionen Krönen scharf kritisierte. Der Präsident der Advokatenkammer, Dr, Gustav Harpne r, führte aus: Als wir Anwälte aus her Zeitung den Wortlaut des vom Justizausschusse bereits angenommenen Gesetzes erfuhren, habe ich mit einer Reihe von Kollegen zu intervenieren versucht, um die Annahme des Gesetzes noch im letzten' Moment zu verhindern. Damals hat sich die Regierung mit allen jenen Argumenten, welche die heutigen Redner angeführt haben, gegen die Fassung des Ausschusses gewendet, und nur am Widerstande der bäuerlichen Vertreter des Nationalrates ist die schließlich« Annahme der Vorschläge, welche wir übereinstimmend mit der Regierung erstattet haben, gescheitert. Weshalb ich die Regierung auf das Entschiedenste angreisen muß, ist, daß sie selbst gelegentlich der Beratung, im Bundesrate von dem von ihr als einzig richtig Lezelchrreten ja für die Gesundheit der Justiz unbedingt notwendigen Standpunkt abgewichen ist und entgegen ihrem bisherigen Verhalten im Justizausschuß des Nationalrates plötzlich selber den Vorstellungen, welch« von Juristen im Bundescate erhoben wurden, mttgegengetreten ist und so verschuldet hat, daß der Bundesrat von seinem Einspruchsrecht nicht Gebrauch gemacht hat. Ich muß betonen, daß wir Anwälte den Kamps gegen das Gesetz zunächst nicht aus wirtschaftlichen Gründen ausgenommen haben, sondern vor allem im Interesse der Justizpslege. Hofrat Dr. Erwin Hellmer, Senatsvorsitzender beim Lonfesgerichte Wien, machte es der Regierung zum Borwurs, ' 1 s'e nicht sofort eine Verordnung mit den von dem G• empfohlenen Grenzen erlassen hat. Die S.reit cerin.velle r i ch t e ru n d a n w a l t s f e i n d l i ch. Pietro Mazzlni in Wien. Der sechsjährige Meisterplanist. Ter kleine sechsjährige Meisterpianist Pietro Mazzinsi ist gestern hier eingetrofsen und gleich hei seiner Ankunft vor dem Hotel Imperial von einer ihn erwartenden neugierigen Menge freundlich begrüßt worden. Er ist ein kleines, hübsches Burscherl mit intelligenten Augen, die jedem sofort aussallen. Er sieht noch viel jünger aus als er ist und macht gleich einen sympathischen Eindruck durch die Natürlichkeit seines kindlichen ÄSlener Mor»enzeitun^. 6. Februar 1924’ Nr. 1789 Wt Wiener zeitungsverhSltnlffe vor dem Vofel. Saftlglionl und Steahart. — HakenkreuMakate ans der Sruckerrl der amtliche« „Wiener Leitung-. — Re PMvarkaffa. Der Finanz- und Budpetausschuß setzfe gestern die Spezialdebatte über den Etat fort und erfetoiffte die Kapitel „Justiz". „Wiener Zeitung" und „Postsparkasse". Zum Kapitel Justiz brachte die Opposition, ihre schon bekannten Forderungen nach Reform des Eherech'es und Befreiung der Frauen vom MutterschaflSzwang vor. Frau Freundlich verlangt überdies die Gleichstellung der Geschlechter in bezug auf das Familienrecht. Aba. Austerlitz bezeichnet« cs als Skandal, daß die Staatsanwälte die Art dulden, wie sich mächtige Zeitunasherausaeber über di« Borschrifien des Preßgesetzes hinwfesetzen. In einem Aufsehen errc-genden Prozesse, saktze er. ist festgestellt worden, daß sich zwei Zeitungen in einem finanziellen Untertänigkeitsvcrhältnis zu Castiglioni befinden, der nebstbem noch den gesamten Konzern der ERemuhl-Blätter besitzt, so daß er in Wien über fünf Zeitungen verfügt. In welchem Staate war« es möglich, daß ein Ausländer so viele Zeitungen in emer Stadt unterhält, sie seinen kapitalistischen Interessen dienstbar macht und einen solchen Einfluß aus die öffentliche Meinung,erobert?. Ein anderer Plutokrat, Herr Bose l, besitzt zwei, Doktor Sieg hart hpei Zeitungen, sp daß sich zehn Zeitungen im Besitze von drei Menschen befinden. Muß das nicht in jedem Betrachter öffentlicher V"rgän^e die größten Bedenken erregen? Der Nationalrat wollte durch das Preßgesetz eine gewisse Anständigkeit in der Presse herbeiführen. Wir haben bestimmt, daß das. was redaktioneller Text ist, von den Einflüssen der bezahlten Annoncen freible-ibrn muß. Nichts ist lächerlicher als di« Behauptung, dieser ß 26 sei in der Praxis nicht durchführbar. Es braucht eine Zeitung nur sp anständig zu sein, zwischen Text und bezahlten Anzeioan eine Scheidemauer aufzurichten. wie cs in ganz Deutschland der Fall ist. Was denkt man sich dann, wenn, man liest. Castiglioni kaufe die Zeitungen; um feine finanziellen Interessen zu fördern? Mittels'einer Zeitung fördert man sein« finanziellen Interessen dadurch, daß man die Bavölkerunq irreführt und für irgend welche faule Aktien Stimmung macht, wie überhaupt -ie Börse die zentrale Sonne von Oesterreich geworden ist. Beim Kapitel „Wiener Zeitung" kritisierte Abgeordneter Zelenka. daß aus der Druckerei der amtlichen „Wiener Zeitung" ei« sozialdemokratisches Flugblatt, das, geON Pen Abg.'Stei'ne-gger gerichtet war, und ein mit dem Hakenkreuz geziertes gryßdeutsches Flugblatt, das, die verschiedensten Beschimpfungen gegen Sozialdemokraten und Juden enthielt, Wesens, dem die Manieriertheit Und das eingebildete Gehaben des erwachsenen Künstlers fehlen. Ein. natürliches Kind, .das für die Spiele seines Alters, ebensoviel , Interesse hat wie für daS Klavier. Lin kurzes Spiel beweist, daß die Meldungen, die ihn als den Pianisten der Zukunft bezeichnen, nicht gelogen haben. Ein kleiner Meister des'Klaviers steht vor uns. dem unter der Leitung seiner Mutter, der Sängerin Carla B e n a s s i. und seines Vaters, des Journalisten Pietro M a z z i n i, die schönste Zukunft bevorsteht. Die Mutter hat seine Anlage großgezogen und gefördert. Hier liegt der seltene Fall vor, daß nicht durch fremde Lehrer einem Kinde das Spiel eingetrichtert wurde, sondern eine systematische Forderung der Begabung durch hie Mutter langsam, aber stetig erfolgt ist- Der kleine Knabe spricht französisch und italienisch, doch bedient er sich mit Vorliebe des Französischen, was wohl auf den längen Aufenthalt in Paris und den Verkehr mit Franzosen zurückzuführen ist. In Paris hat er auch den ersten großen Erfolg gehabt, und wenn man bedenkt, daß er erst Fit einem Jahre Klavier spielt, und mit vollendeter Meisterschaft spielt, so ist es keine Phrase, daß, man ihn den kleinen Beethoven nennt. Dazu kommt noch eine auffallende Aehnlichkeit der Gesichtszüge mit dem Beethoven der Jugendzeit, nur daß der kleine Mazzini den ausgesprochenen TypnS des Südländers, des Italieners, anfweist. Es ist ein Vergnügen, dieses schöne Kind anzusehen» das schon gefallen müßte, selbst wenn es nicht so begabt wäre. Hier in Wien wird der Kleine am Sonntag abends in dem schon jetzt nahezu ausverkauften großen Konzerthaussoale Musikstücke von Beethoven, Mozart, Haydn und Komponisten italienischer Schule spielen und den Gesang seiner Mutter am Klavier begleiten. Beim Abschied stellte er sich vor die Tür und sagt: „Jetzt sind Sie mein Gefangener!" Da hebt ihn Direktor R o s n e r von der Konzert* direktion M u s i e r, die dieses Konzert vtzranstaltet, in die Höhe und lachend verabschiedet sich der Kleine van seinen Besuchern und läuft zum Schreibtisch, wo er kritzelt. Ich glaube, die vielen Besucher werden ihn auf die Dauer nicht interessieren. Nowosad ans dem Steinhof. Die Prüfung des Geisteszustandes noch nicht abgeschlossen. Wir haben. berichtet,, daß der hakenkreuzlnische Mörder N» w o s a d in die Irrenanstalt am Steinhof überführt worden ist. Me wir nun erfahren, ist die Prüfung seines Geisteszustandes noch nicht abgeschlossen. Die Unters u ch u n g wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, doch besteht bereits der d r in gen de Verd ach t, daß Nowosad im Verlauf der landesgerichttichen Haft durch seine, Simulationen die Gerichtspshchiater irtegefühtt Hatz Die Schließ««- der Nordwestbahnhoses. Gegen die Schließung, des Nordwestbahnhoses macht sich eine große Protestbewegung bemerkbar Die Spediteure beabsichtigen, sich der Aktion anzuschließen, da durch die Auslassung des Nordwestbahnhoses der geschäftliche Verkehr mit der Tschecho-Slowakei unterbunden werde. ohne Anoabe des Verlegers und des Druckyrteß herausMchen wurde. Cs gebe nicht an. daß eine vom Staat herausaegebewr Zeitung das Preßgesetz derart verletzt. Im FinanzministerM« soll eine Direktorenkonferenz stattgefunden haben, bei der hop:■ Plan, die „Wiener Zeitung" zu verkaufen und in ein« AM«Ngesellschaft umznwondeln. besprochen wurde, Vizekanzler Dr. Frank versprach, daß sin Hinkunst 'in der Druckerei „Wiener Zeitung" die Anordnungen des Preßeesetzes beobachtet werden würden. Die Umwandluna der „Wiener Zeitung" in eine Aktiengesellschaft stehe nicht in Erwäauno. Abg. S e v e r stellte ausdrücklich fest, daß die Angabe des Druckers und Verlegers auf >dem St-sin-eaper-Flugblatt von* Bundeskanzleramte verboten wurde. Bei Beratung des Kapitels „Postsparkaffe" bedauerte Abg. Eldersch. daß das in Rom über di« Post» iv^rkasse getroffene Uebereinkommen von den Nationalstaaten noch nicht ratifiziert wurde. Wenn sich boi den Ausgaben keine Ersparungen erzielen lassen — von einer Erhöhung, der GeliLhreri müßte entschieden abgesehen werden —, so sollte doch für jene Gelder, die die Postsparkaffe den Banken und anderen Kommittenten leiht, wenigstens für die Zeit höhere Zinsen in Anrechnung gebracht werden, solange von hen Banken selbst so hohe Zinsen eingeho-ben werden. Der Gouverneur der Postsparkasse, Dr. Schuster- Bo nn ot, verwies auf den dem Nationalval vorliegenden Gesetzentwurf. Dieser sieht vor. es dem Postsparkassaamt zu üherlaffen. die Gebühren festzusetzen, um di« Bedeckung für fl» ■ neuen Lasten, die das Postsparkaffaamt auf sich nehmen sollzu finden. Bei der Erhöhung der Gebühre« wird aber mit ungemeiner Vorsicht vorgegangen werden müssen, tveil bas Postsparkasiaamt. beziehunosweise der Scheckverkehr kein Monopol oder Royal ist. Mag die Erhöhung der Zinse«" erträcmisse des Instituts betrifft, versicherte der Gouverneur, daß das Vostsparkassaamt in dieser Beziehung das geschäftlich mögli'chste tue. Der Postsparkassa ist aber in bezug auf die Vermttaäung immer eine gewisse' Grenze gesteckt: sie kann angesichts der außerordentlich großen Schwankungen ün Verkebreinen viel kleineren Teil als jedes andere Institut der ftuchtbaren Veranlagung zuführen. Außerdem muß daS Postsparkasiaamt in den Kassen ungeheure Bestände halten. Es gißt Tage, an denen 60 Milliarden bar zurückgezahft werden. Schließlich wurde noch dgs Kapitel „Unterricht" sin Beratung gezogen. Nächste Sitzung: Heute. In den Räumen des Nordwestbahnhoses sollen hie ßpedi« tjonslokale von Schenker, Caro «. JeNinek und.anderen Speditionsfirmen untergebracht werden, Die Sebühren der 8icherheit»«iache. Die Beratung über die Neuregelung der Nebengebühren der Sicherheitswache zwischen dem Vizekanzler Dr. Frank gls Vertreter des in Bukarest weilenden Bundeskanzlers, dem Finanzminister Dr. Ksi e n b ö ck und dem Polizeipräsidenten Dr. Schober, die am Montag begonnen haben, wurden gestern vormittags fortgesetzt und dürften in den nächsten Tagen zum Abschluß gelangen. 8l» LawinennnMck Im GeM'e. Aus H i e f l a u wird ein schweres Lawinennnglüh im Gesäuse berichtet. Mittwoch nachmittags ging vom Garnischbachberg durch das Schcibenbauerkar eine mächtige Lawine nieder, die den 25jährigen Holzknecht Adolf Fluch, der gerade im Kar mit einem Holzfuhrwerk beschäftigt war, samt dem Fuhrwerk und zwei Pferden in die Tiefe riß, Von Hieslau eilte Feuerwehr, begleitet von vielen Bewohnern zur Unglücksstclle, wo sie bis in die Nacht vergeblich an der Bergung des Verunglückten arbeiteten. Der Sturm und neuerliche Lawinengefahr hatten zur Folge, daß di? Bergungsarbeiten eingestellt werden mußten. Gestern früh kamen von allen Seiten Holzknechte herbei, die sich rastlos bemühten, die Leiche zu bergen, doch war ihre Mühe vergeblich, Leichte Befferunn des Wetters. Der amtliche Wetterbericht. Der Wind war gestern noch böig, hat aber an Stärke be^ beutend nachgelassen. Kärnten und Südsteiennark hatten ziemlich heiteres Wetter. Im übrigen Oesterreich war es veränderlich^ in Wien wechselten wieder leichte Schneeböen mit Sonnenschein. Die Temperatur hielt sich nach schwachem Morgenftost etwas über Null. Das Wetter wird im allgemeinen weiter zu rasche» Aenderungen und lebhaften Winden neigen. Voraussage: Leichte, kurz dauernd« Besserung, mäßige veränderltche Bewöbk u n g, m o r g enS mäßiger Frost, tagsübenahe um Null. ’ Sie LebensmittelmSMe. Die Zufuhren von Fleisch sind in, der Grotzmarkthglltz ' gestern aufjallend gering ausgefallen. Angekommen waren vloß acht Waggonlädungen verschiedener Fleischgattungen, währeno, sonst an Donnerstagen die Zufuhren ausgiebiger sind. Die ^Preislage blieb für/alle Gattungen vollkommen unverändert Aus den Grünwarenmärkten sind die zur Verfügung stehenden Mengen ausreichend^ hg sich! der. Absatz hauptsächlich auf die billigeren Artikel Kartoffeln, Kohl, Kraut, Karotten,- beschränkt. Die änderen Artikel sind viel zu teuep und kommen für die breiten Schichten nicht in Betracht. Der aus Italien! eingeführte Karfiol stellt, sich, auf-den Märkten wett billiger als ‘ der der hiesigen Gärtner, weshalb er auch größerem Zuspruch beaeEt.