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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-06 · Heft 1787 (6.2.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1787 (6.2.1924)
Date
1924-02-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seck 3 Wien. Mittwoch Mlenev Mnr»enzerturm. Rakovszky redete sich wie immer auf die galizischen Juden aus, die angeblich schon in Hellen Scharen an der Grenze sichert und. nur auf die Gelegenheit tvarten. um bei einer Lockerung der FremdenbehandlunÄ das arme Ungarn durch eine Masseninvasion zu überfluten. Demgegenüber -dockt das jüdische Blatt „Egyen^öseg" den ganzen Schwindel dieser angeblichen Jnvasions-gefahr auf. Das Blatt stellt solgerrdes bistorisch fest: Die letzte angebliche gal'z'sche Judeninvasion erfolate tvähvend des Krieges, als d'e österreichisch-ungarische Heerrsleitung d'e galizischeu Flüchtlinge, deren Wohnorte ans taktischen Gründen uuter Geschützfeuer genirmmen wurden, waggonweise nach Ungarn geworfen wurden. Es ist bekannt, daß diese gcttizischen Inden nicht lange in Ungarn bleiben konnten. Im Jahve 1916 TD'*~bcn sie unmittelbar irr dem Pessachfeste über Weisung des Ministerpräsidenten Stephan Tisza vom Innenminister Johann San dor mit zweiwöchigem T'rmin ausnahmslos aus Ungarn ausgewiefen und in verschlossenen Waggons in Sammellager verteilt. Wer eine Auscnchaltsbewilli-ung erhielt, mußte sich alle zwei Wochen zur Revision stellen. Diese Revisionen arbeiteten so gründlich, daß sich im .Jahre 1918 im ganzen alten großen Ungarn kaum noch einige hundert d'eftr Flüchtlinge vorfanden. In Jahre 1918 ließ der, Ministerpräsident Alexander W e k e r l e im danraligen Obevungarn durch die Gendarmerie eine Razzia auf Galittaner durchführen und die Ausgegrifscnen wurden wieder in geschlossenen Waggons in ihre inzwischen verwüstete Heimat a'bgeschobeu. Aber auch damit war es nicht genug. Die Räte regierung des Bela Ku n veranstaltete gleichfalls in Budapest eine Razzia auf galizische Flüchtlinge, so daß um die Mitte des Jahres 1919 auch die letzten Ueberreste der galizischen Kriegsflüchtlinge Ungarn verlassen haben. Es ist ausgeschlossen, daß seitdem galizische Juden nach Uugarn eingewandert wären, denn die Verhältnisse in dem Nachkriegsungarn waren durchaus nicht verlockend für sie. Ter Schwindel, der mit den galizischen Judeninvasionen getrieben wird, besteht darin, daß auch solche jüdische Personen als Galizianer verfolgt und ausgewiesen werden, die seit Jahrzehnten in Ungarn leben und deren Kinder heute kein« andere Sprache als di« ungarische beherrschen. Inland. Seipel in Bukarest. Bukarest, 5. Februar. (Orient-Radio.) Bundeskanzler Dr. Seipel empfing h'u-te die Vertreter der rumänischen Presse und erklärte, die Verhandlungen mit dem Ministerpräsidenten Bratianu und mit dem Minister des Aeußern Du ca seien günstig für die Vorbereitung zukünftiger Vereinbarungen und legen Zeugnis ab - von dem guten Willen beider verhandelnden Parteien. Sesterreich und Sowjetmtzlaud. Wie wir erfahren, beabsichtigt die österreichische Regierung nachder Rückkehr des Bundeskanzlers Doktor Seipel aus Bukarest die Anerkennung der Sowjetvegierung durchzuführen, doch muß sie v o r h e r seitens Italiens erfolgt sein. Zwischen Oesterreich und Rußland bestehen seit 1919 Verträge in Handels fragen und das österreichischrus fische Syndikat ist der beste Beweis für die Annäherung; doch ist eine volle rechtliche Anerkennung bisher nicht erfolgt. In österreichischen politischen Kreisen wurde angedeutet, daß Oesterreich sich bemühen werde, nicht zu spät mit der Anerkennung zu kommen. Die Erklärung über die rechtliche Anerkennung werde zwar nach Italien, aber vor der Tschecho-Slowakei erfolgen. Dar MaabrateklMrgesetz. In der gestrigen Sitzung des Wiener Stadtsenates referierte der Finanz reftrent Stadtrat B r eitner über den Verlauf der Verhandlungen über die Novellierung des Abgabenteilungsgesetzes und rnachte von den der Gemeind? Wien vov^elegten Abänderungsvorschlägen Mitteilung. Die chrißlichsozialen Mitglieder des Stadtsenats verlangten die Vorlage des Ziffern Materials. Sbadtrat B r«i t n « r erklärte jedoch, daß er nicht imstande sei, diesen Wunsch zu erfüllen, da das Material sich gegenwärtig im F i n a n z- Ministerium zur Prüfung befinde. Es folgte eine längere Debatte, die für v e r t r a u l i ch erklärt wurde. Da das Ziffernmatevial erst in einer der nächsten Sitzungen d:s Stadsenats zugänglich gemacht werden wird, wurde die Debatte schließlich vertagt. Der österreichisch-tschechische Grenzverlehr. In den nächsten Tagen tröfft eine tfchecho-slowakische Kommission in Wien ein, um mit den zuständigen österreichischen Stellen über die Regelung verschiedener Fragen des Grenzverkehres zu konferieren. Sesterreichische Justiz. Hakenkreuzler als Richter. Im Finanz- und Budgetausschuß referierte gestern Berichterstatter Dr. Dostal über Kapitel „Justiz". Gegenüber dem Aufwands im Jahre 1923 in der Höhe von 243.634,7 Millionen Kronen .ergibt sich ein Mehrerfordernis von 14.227,4 Millionen, daS ausschließlich auf die persönlichen Ausgaben entfällt. Die verhältnismäßig günstige budgetäre . Entwicklung der Justizverwaltung beruht hauptsächlich auf dem Rückgang der Kriminalität, die sich langsam, aber sicher vollzieht.. Während beim Lcmdesgericht für Strafsachen Wien 1 im Jahre 1922 20.909 Straffachen angefallen sind, betrug der Anfall im Jahre 1923 nur 16.615. Beim Landcsgerich'e in Wien 2 betrug der Anfall im Jahre 1923 6632, Ende 1922 verblieben 1515, Ende 1923 nur 932 Strafsachen anhängig. Mg. Eisler bemerkte, die Bilanz des Wirkens des Vizekanzlers Dr. Frank als Verwalters des Justizressorts lasse sich dahin zusammenfassen, daß er die Autorität der Rechtspflege und das Vertrauen der Bevölkerung in sie verwirtschaftet habe. Kein Mensch wird verstehen, warum in unserer kleinen Republik, die national geschlossen ist und wo viel gleichartigere Verhältnisse bestehen als in der alten Monarchie, nicht eine vernünftige Reform des Strafgesetzes in irgend einem Umfange unternommen werden sollte. Man kann gerade jetzt nicht lebhaft genug an die Regierung die Mahnung richten, das V a l o r i s i erungsproblem einer legislativen Lösung zuzuführem Die Verschleppung dieser Lösung ist sine Gefahr, deren Größe man gar nicht abzuschätzen vermag Wir. werden eines Tages durch irgend ein oberstgerichtliches Urteil überfallen werden, das eine Valorisierung in irgend einem gar nicht abzusehrndrn Umfange zuläßt, und dadurch wird natürlich die ganze Wirtschaft auf den Kopf gestellt werden. Dang werden die legislativen Versuche zu spat kommen. Die Justizverwaltung scheine das allgemeine Rech^sbewußtsein. das die Strafbestimniungen über di« Fruchtabtteibung nicht gerade gut heißt, in dem Sinne beeinflussen zp wollen, daß man durch häufige und scharfe Verfolgungen den Leuten wieder die Strafbarkeit der Fruchtabtreibung näher bringen will. Es sind tatsächlich in der letzten Zeit in einer großen Zahl von Fällen Anklagen erhoben und Urteile gefällt worden, gegen die man sich sehr lebhaft zur Wehre setzen müßte.'Insbesondere gilt das-von lenen Anklagen und. Urteilen, die aegen Aerzte gefällt wurden. Die lebhafte Abwehr der Aerzteschaft gegen diese Urteile hat gezeigt, daß. es sich da um Tendenzurterle gehandelt hat. Geradezu sträflich ist die Verschleppung, der Be», ratung des Ehereformantrages. Der Kampf gegen die Sever-Ehen und oie Verweigerung der Dispense vermehrt von Tag zu Tag die Zahl der Konkubinate. Wenn das das Ideal ist, dessen Beseitigung, der Bundeskanzler - nur uMr Donner und Blitz erleben will,-dann möge-er dies« Auffassung für die Auffassung höchster Moral halten. Für unerläßlich Hilten wir sine gründliche Reform der Gesetze über die Richterernennung. Die heutige Art der Richterernennungen macht aus der Richterschaft eine 6. Febvuar 1933 Rr. 1781 deutschnationale, -hakenkreuzle rische Tischgesellschaft. Die Richtervereinigung ist eiy Hakenkren zlerischer Kampfver«in geworden. Wenn die Richtervevemiaung Wert darauf legt, an ihrer Spitze Leute zu haben, deren Namen ein sehr trauriges Blatt in der österreichischen Justiz füllen, wenn sie Wert darauf legt, daß die Helden der K r a m a r s ch - I u st i z. Leute, von denen man gemeint hat. daß sie auf ewig vergessen sind, die Repräsentanten der heutigen Auffassung' in der Richterlchaft seien, so kann man doch nicht Persoualsenaten. die durch diese Richtervereinigung ins Leben gerufen werden, die Richevernennungen überlassen. Wir verlangen in einer Novelle, daß die Personalsonate nach ■ dem Proporz gewählt werden, daß cm der Beurteilung der Bewerber der Vorsitzende des Nechtsmittelstnats wilnimmt und daß d'e Nichtaufnahme eines gut qualifizierten Bewerbers in einem Vorschlag begründet werden muß. Wir erklären mit aller Entschiedenheit, daß wir nicht gesonnen sind, die Ernennung der österreichischen Richer der Vereinigung der Kramarsch-Richter als ihr Privileg zu überlassen, wir verlangen, daß die Erneirnuira der Richter zu einer Angelegenheit der gesamten Rich'erschift werde. Die Verhältnisse der Rechtssprechung haben sich seit unserer Kritik nicht wesentlich gebessert. Die Unzulänglichkeit des Einkommens der Richter bringt gewiß eine große Verdrossenheit mit sich, sie darf sich aber nicht ausschließlich darin Zeigen, daß man Sozialdemokraten, über die man zu urteilen hat. verurteilt und Hakenkreuzler freispri.cht. Der Nichterstand ist nicht unpolitisch geblieben, sondern er ist politisch pewovden. Dr. Renner hat schon seinerzeit an den Justizminister die Anfrage gerichtet, warum er nicht die Generalstaatsanwaltschaft ausfordert, die Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes wegen des Grciner Urteils zu erbeben. Es wäre die Pflicht der Justizverwaltung, einem solchen Skandal für die österreichische Rechtssprechung im Auslände ein Ende zu machen. Daß es sich hier um ein System "handelt, kann man z. B. auch daraus entnehmen, daß Dr. Deutsch in einem Kostenbeschlutz des Bezirksgerichtes Grein verurteilt wird, cm Kosten nir den Prozeß dem Gegner 50 Millionen zu ■~Men. Die Herren scheinen sich diese provozierende Behandlung von Sozialdemokraten zu einem Sport gemacht zu haben. Warum ist z. B. gerade ein Richter wie Hofrat Hotter, der nicht imstande ist, seine politische Auffassung in der Ausübung seines Amtes zu unterdrücken, dazu ausersehen, die politischen Prozesse zu führen? Dieser Richter hat wieder in der jüngsten Zeit in so vielen Fällen zu Beschwerden Anlaß gegeben. Oder warum ein Mann wie Staatsanwalt Meißner, der sich selbst als Hakenkreuzler bekennt und sich die gröbsten Ausfälle gegen die Angeklagten leistet, in allen politischen Prozessen gegen Sozialdemokraten die Anklage vertreten muß. versteht kein Mensch. Die Beratung wird heute fortgesetzt. Der Beamtenabbau. Der Schutzverband ehemaliger öffentlicher A n g e st e! l t e r hat an das Bundeskanzleramt sine Denkschrift wegen Ausgestaltung der A b g ebautenfürsvrge gerichtet. Die bisherige Uebcrleitung der abgobauten Bundesangestellten wird darin als unzulänglich bezeichnet und die Errichtung einer Beruf sberatungsstelle, sowie eine weitgehende Erleichterung beim Uebertritt ins Gewerbe gefordert. Weiters wird verlangt, daß ein bestimmter Prozentsatz a bgebauter öffentlicher Angestellten bei Invest i t i o n s ar b e i t e n von Gebietskörperschaften verwendet und' auf jede Weise die Ueterleitung von Abgebauten in neue Berufe gefördert Werder;. Schließlich wird auf die besonders schwierige Lage jener ob-gebauten Beamten verwiesen, deren Abfertigungen verbraucht oder die um ihre Ab-fertigungsbeträge gekommen sind, wc'shalb sie einer besonderen Fürsorge bedürfen. Abschieb des jap anischen Gesandten. Der bisherige japanische Gesandte K u m a t a r t Honda hat heute Wien verlassen. Zur Verabschiedung hatten sich namens des Bundespräsidenten der Vorstand der PräsidentschaftLkanzlei Seküonschof Dr. Löwendhal, namens 'der Bundesregierung Vizekanzler Dr. Frank und in Vertretung des abwesenden Bundesministers für auswärtige Angelegenheiten Dr. Grünbevger der Gesandte Pogatscher im Bahnhof eingefunden. Wende d.r Tertiär- und Diluvia-lzeit gelebt haben, die affenähnliches Aussehen hatten. Die Altsteinzen hat in Palästina Gerate hinterlassen und die einzelnen' Unterzeiten, die ihren Namen nach französischen Fundorten tragen, wie Precheleen, Chellecen, Acheuleen, Moirsterien. sind hier nachzuweisen. In Palästina-Syrien har man aus der Zeit des Challeen und Acheuleen Urmenschenspuren als geschlagene Stein« gefunden. Zwischen Tyrus und Drdon zeigten sich an der phön:zischen Küste Splitter, bearbeitete Feuerstemstücke, Fäustel, Kratzen. Bei der Station Duhn am W'stfuß des Antilibanon liegen Feuerstein brocken, die man dorthin gebracht haben muß. Man muß es nach den Funden von Fäusteln mit einem eiszeitlichen Arbeitsplatz zu tun haben. Werkplätze kann: man in Galiläa an der Quelle Mn el-Emir bsi Nazareth und in einem Tal bei Ain JA. Während der Monstiere-Zeit lebte der Urmensch entweder wie im Libanon in Hehlen oder in Freiluftstationen (Adlnn, Kafrasa). Man fand bei Adlun Fäustel. Hand-spitzen, Schaben, M sser, in den Höhlen zwischen Saida und Sur Feuerstein gerate, Knochenbruchstücke. Ans den Knochen konnte man feststellen, das folgende Tiere vertreten waren: europäischer Auerochs, mesopotamischer Damhirsch, Wildziege. Wildschwein. Dem eiszertl'.chen Mousterien zählt man di: Spitzen und Schabber zu, die man in dm offenen Stationen und Höhlen Palästinas und Syriens, bet Jutta in Tüdsudäa, bei Schraf'at, Rum-ullah gefunden h.n. Vom Flrndort Mudi in Obergaliläa stammen Fenersteinu.itd Knochenfunde, Spitzen und Schaber und Feuersteine und Knochen vom Hirsch. Reh, Pferd, Rind. An einem Fundplatz in d.r Nähe des Beirut entdeckte man nicht nur Feuersteine, sondern auch Knochen mit Drandspuren, aus denen gefolgert werden kann, daß der Palästina-Urmensch das Feuer schon kannte. ... '^m. ^ordu.ser des Nähr Ibrahim sindet sich ein Felsenmassiv mit drei Grotten, die nach dem Meere hin geöffnet sind. Man fand aus dem Movnplatz dieser Höhlen Fsnersteine und Knochen. Zwei der Höhlen waren mit Küchenäbfällen angefüllt. Der Höhlenboden war regellos mit Knochen, Feuersleinsplitter, S'-muscheln, Schnecken, Bison-, Wildschwein-, Damhirsch-, Steinbockresten bedeckt. Diese letztgenannten Tiere müssen die Jagdtiere gewesen sein. Eine jüngere steingeMiche Statt-on lirgt am Ncchr ol- Dschö-z unter einem überhängenden Dach im Felsen bei den Mühlen von Nähr Hai. Die hier hansenden Eiszeitsäger nährten sich in erster Linie vom Fleisch des großen Steinlbockes und vom Damhirsch. Das südliche Pcrlästtna kennt eine Reihe Fundplatze mit gem sich tattrigen Werkzeugen, so in der nördlichen und südlichen Umgebung von Jerusalem, im Norden bis Betlch'm. Entweder haben an solchen Stellen Bewohmr gelebt, die noch lange die' altsteinzeitliche Technik pf'otten, . oder ein kulturell niedrig sichendes Volk besiedelte diese Landschaft und brachte diese zurückliegende Kultur mit. Der jüngeren Zeitspanne der Altsteinzevt gehören Messerklingen Mit symmetrischer Zurichtung und sangeartiger Form an, die man in Palästina-Syrien gefunden hat. Die ziemlichen Messerfutide am Ain Nuseime d.mten den Untergang nach dem Magda'lenien und Azvlien'an, denen wir in Südwesteuropa und Nordafrika die wttndervollen eiszeitlichen Malereien verdanken. Ein charakteristischer Fu^ndplatz aus der Magdalenienzeit ist ' die Höhle Mnreret Ä-Me>o. Sie hängt fünfzig Meter über der Talsohle.' Auf dem Höhlen>boden lieot eine meterstarke Schicht mit Asche, KnocheisstückeN, bearbeiteten F.uersteinen. Den Feuerstein zu den Werkzeugen hat man weit hevgcholt. Nachgewiesen wurden Mesfed, Spanschaber, schmale Spitzenl Eigentümlich sind gekrümmte, sichvlartige Klingen. Bei Untalms in der Nähe von Beiruit liegt eine HöhlensiMung, -der wir Hämmer, Schlagstein«, Nuslei, Mngen, Spitzen, Bohrer, Schaber, Kratzer verdanken, die sich -mit Menschenknochen zusammen fanden. An diesen Menschenknochen zeigt sich Spuren von Kannibalismus. Die Knochen vieler Wiederkäuerraffen, sind aufgeMagen. Nun nähern wir uns der historischen Zeit. Das sieinzvitt liche Dardenoisien, Flemsien, Kampigsnien setzt ein. In Ostjordcmien bvi Ain ol-Mutaba fand man aus dem Dardenoisien eine ganze H.rdstelle und ein ganzes Atelier mit oielen Hunderten von Me sserchen und Nusloi. Am Bahnhof Derat entdeckte man ähnliche Funde. Aus dem jüngeren Flenusien am Wadi Witte, bei Dera, fand man grobklohige, dicke Stücke, Raspeln, Kratzen, Schleifsteine, Dengler, Bohrer. Schaber traten vereinzelt auf. Mit den Funden aus dem Cämpigien, ungefähr 12.000 vor Christi Geburt, kommen wir zur neueren Steinzeit. Man findet aus dieser Zeit Meißel, Spalter, Beile. An den Schneiden schleift man bereits die Steingirät«. Wo zwischen' diesen schon besser hevgostclllen Steinwerkzeugen gröbere und rohere Form auftreten, da liegen Beweise vor, daß mongolische oder negroide Rassen mit niedrigerer Kultur ' eingringen. Di« Menschen sind noch Jager. Der Ackerbau beginnt erst, wie auch die Töpferei ohne Drehscheibenbenützung einsetzt. Besonder? reiche Fundplätze dieser eiszeitlichen jüngeren Kultur liegen in der Uuge'bung von Bettehem, Jerusalem, Galiläa. Aus der jüngeren Sttinzeit kennen wir von Menschen bewohnte Höhlen mit Schnttresten, polierten Beilen, Hacken- Meißeln, Messerklingen, Sägen, Tonscher-ben -im Libanon bei Dschaita. An der phönizischen Küste, auf dem ostjorda^schen Hochplateau, sind gleiche Reste gefunden worden. . Bis in die Metallzeit hinein, bis 4000 bis 3500 vor Christi, benutzte man . die Steinwerkzeug«, bis sieschließlich durch Mvtallgsgen stände verdrängt wurden. Die historischen Zeit begann, von der Denkmäler und Auszeichnungen melden. X.,.

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