Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-02-05 · Heft 1786 (5.2.1924) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1786 (5.2.1924)
Date
1924-02-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980869--17687-3004696
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Veite 6 Wien. Biensiag Plikationen, vom erschlichenen Busserl bis zur Milliardenanlerhe an Mesopotamien, nicht als neuer dramatischer Einfall gewertet werden. Und sonst ist nichts, kein hübscher Dialog, keine lustige Szene, nicht einmal Situationskomik — nichts. Ein Brei von Witzelei, ohne Verwicklung, ohne Lösung, unaufhörliches Gejüdel, das auf verständnisvollem Beifall im Publikum stieß. Die Geistigkeit des „heiteren Stückes" läßt sich vielleicht am besten durch die Verse kennzeichnen: „Radio, Radio, Gib uns Antwort srisch und froh . . .* vser so ähnlich. Sonst ist alles vorhanden, was sich ziemt. Btttzvlanke Aktualität. Ein Radiokonzert, eine Modellszene (Toiletten und Mannequins reizend), eine Gaunerherberye, daS rührende Bettelkind und Meister Uridil — große Sensation des Abend! — betrat die weltbodeutenden Bretter, wobei sich .Iiapid" auf „Schritt" reimen muß. Übrigens benahm sich der große Mann bei dieser Gelegenheit recht geschickt, und es war schließlich nicht seine Schuld, daß man mit chm eigentlich nichts anzufangen wußte. Die musikalischen Einlagen waren von beschämender Trivialität und vervollständigten den Eindruck der Oede und Trostlosigkeit. — Gespielt wurde vortrefflich und von seiten der Schauspieler geschah das Möglichste zur Rettung der Situation. Die Herren Strehlen, Müller, Sachs, Hofer, Moser und Heller gaben ihr Bestes, und ihnen ist eS zu danken, wenn man doch für Augenblicke den schalen Geschmack im Munde los wurde und lachen konnte. Entzückend anzusehen die Damen W e st, K o s s e w und manche andere. — Das Publikum lachte gehorsam, wie cs sich bei einem Faschrngsstück mit Witzen aller Kaliber (meist des schweren) gehört, ließ aber doch merken, daß selbst bei uns zu einem „heiteren Stück" noch etwas mehr gehört als Federnfacher, Zötchen und ein Einfalls-Defizit. K. M. Moderne Mnstk. Konzert F. Waller. An.dem Abend, den der amerikanische Dirigent F. Wal- Zer mit dem Wiener Symphonieorchester gab. war das Programm der interessantere Teil der Veranstaltung. Gustav Mahlers vierte Symphonie leitete das Konzert ein; sie gehört zu den umgänglichsten Werken, das sich durch eine heitere, behagliche Diolodie austzeichnet und im Formbau leicht §u Mersehen ist. Der Kamps mit dem Dämon, der in und um Mahler rang» setzte während der Arbeit an diesem Werke aus und ließ ihn die Ruhepause des Waffenstillstandes in hellstem Lichte erstrahlen. Das Sopransolo des vierten Satzcs erzählt in innigem Tone davon (besonders, wenn Frau Förste! es fragt). Gerade dieses Werk muß mit Zartheit und innerer Bornchnchert aufgefaßt werden, um nicht durch vergröbernde Temporückungen entstellt zu werden. Herr Waller schÄdste nicht nur fchr frei in der Auslegung der langsamen Satze, er ließ einen feineren Magsvnn überhaupt vevmisien. Auch in Skrjabins „Poeme de l'Extase", dem Uebevganswerk des genialen, russischen Komponisten, in dom langsam die Fäden sich lockern, die auf Wagner zuvückführen, kam die Orgie des Manges zu kurz. Dieser Skrjabin, der letzte große Metaphhsrker der Musik, ist den entgegengesetzten Weg DschaiLowskys gegangen. Er brach vom Westen gegen Osten auf und sah schließlich sein Heil in der mystischen Verbindung aller schöpferischen Kunstkräste. Die letzten fünf Klaviensonaten sind die Führer in dieses Neuland, das noch viel zu wenig gelärmt wird. Die Novität des Abends, eine Habanera des Jungfranzosen Louis Ändert ist ein kurzes, zartes Stück, das aus dem langsamen Rhythmus des kubanischen Tanzes sein Leben und sein .Kolorit bezieht. Der Dirigent fand beim Publikum reichliche Anerkennung. Paul Wertheimer, der bekannte Wiener Schriftsteller, begeht heute seinen 50. Geburtstag. Wertheimer ist vor allem Lyriker und ha: mit seinen Gedichtbänden, insbesondere mit seiner Sammlung „Sommerheidenweg" Anklang gefunden. Viele seiner Gedichte wurden vertont. Auch seine Erzählungen, unter denen „Der Brand derLeidenschäften" hervorragt. finden viele Leser. In den letzten Jahren wurden wiederholt Wertheimers Bühnenwerke aufge-■ rührt, so die Komödie aus der Goethe-Zeit „Frau Rat" bei Jarno und „Das blaue Wunder" am Akademietheater. Demnächst gelangt ein neues Bübnenwerk. Wertheimers, der sich auch als trefflicher Mensch in weitesten Kreisen großer Beliebtheit erfreut, am Deutschen Bolkstheater zur. Auffübrung. Die Hebräische Oper in Palästina. Die Hebräische Oper in Palästina kann weitere Erfolge verzeichnen. Nicht nur Juden, sondern auch alle anderen Bevölkerungsschichten bringen ihr regstes Jnteresie entgegen. Alle bisher in Jerusalem, Jaffa und Haila veranstalteten Vorstellungen waren trotz der zahlreichen Wiederholungen stets ausverkauft. Nach den gelungenen Aufführungen.von ,Pa Traviata" und „Rigoletto" hat die Operngesellschaft unter Leitung des Herrn Golenkin m Jerusalem nunmehr auch die Over ,Jl Pagliacci" von Leoncavällo -ur erfolgreichen Aufführung gebracht. Morgen den 6. d. spricht Universitätsprofessor Dr. K. C. S ch n e i d e r im Neuen Saale der Burg über die „Stelluna der heutigen Wissenschaft zum Okkultismus^ Nur noch wenige Karten bei Kehlendorfer, Gusti Schmidt und der Burg. („Musica".) (Entgeltlich.) Konzert des FrauensymPhouieorchesterS (Dirigent: Julius Lehnerl) am 5. d. um 7 Uhr abends im Neuen Saal der Hofburg. Mitwirkend: Elisabeth Witter (Gesang) und der zehnjährige Pianist Julius Chajes (Schüler Professor Keffiffoglus), welcher zum erstenmal in Wien öffentlich spielt. Programm: Cherubim: Ouvertüre zu „Der Wasserträger""; Gluck: Arie aus „Orpheus und Eurydike"; Mozart: Klavierkonzert A-d«r mit einer Kadenz von Julius Ehajes; Richard Wagner: „Im Treibhaus", „Träume", „Schmerzen"; Wolf-Ferarri: Serenade für Streichorchester. Karten Musikvereinskasse, Abend- (alle Hofburg. (Entgeltlich.) Am dr« Aentern. Burgtheater: Mittwoch um 6 Uhr abends „Der junge Medardus" von Artur Schnitzler. In diesem Stücke wirkt fast-das gesamte Solopersonal mit. Zum ersten Male spielen: den Medardus Herr Philipp Zeska, den Födcrl Herr Karsten, den'Kribbling Herr Eichberger, den Laffraye Herr Parsen und die 'Frau Berger Frau Ras cm. - Ä 1'« b * m 1«1 fc e q t e x : Morgen um halb S Ubr abends 4&t»- 4M Mhr Ifli litt«. tölettet? Mitteilungen aus dem Publikum. ffloöctflfeus «a Grüne ökka>to« rn «len neuesten Pariser £WoJetten -*“1 HfcT'^L I I — |-Q_|—i_ u-Lrl-|_ii_j-^L 1 Wien, //. %aborstr. 7 GEBRÜDER MEDEK 1SSTALUTEDRE 3. 8er.. Ungargasse 47 Tctopkes: 104« 1088 Spezialisten für: Badezimmer. Waschtische u. Klosettanlagen REPARATUREN SOFORT bOU DannBi'O. Steppdecke», Ottomanen. Diwans, Polstennöbel Reisinger-TTngelin IV., Johann Stransegasse 41 Wiens bilii^pte Bett warennnd Tap eeier er-W erk»t8t ten Umarbeitung «amt Reinigen nn<! Krampaln i. Füllung: 1 Matratze, 3 Teile, 1 Steppdecke E 80000, Diwans, Ottomanen von K 75.000 aufwärts. 2T „Wienea 788 Um OBERE DONAUSTRASSE 91 Gvlsttei «treag eatawratit unter Atif*icht des EHrw Rabhfnat* der Schiffschul Kunerol billiger und ausgiebiger als jedes andere Fett eere«?* unter der Aufsicht Seiner Ehrwürden, des Herrn Rabbiners S. B. EH REN FELD, WATTERSDORF Deutsches Bolkstbeater: Heute um 8 Uhr abends Verabschiedet sich Alexander M o i s s sin Gerhart Hauptmanns dramatischer Phantasie „Der weiße .Herland" für längere Zeit Vom Wiener Publikum. Die Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Morgen Bernard Shaws Komödie „Man kann nie wissen", Donnerstag (halb 7 Uhr) Ibsens dramatisches Ge dicht „Peer Gynt", Freitag Sudermanns Schauspiel „Die Denkmalsweihe". Kammerspiele: Heute um 7 Uhr abends die deutsche Uraufführung des Lustspiels „Die Alarmglocke" (La Sonette d'Alarme) von Maurice Hennequin und Romain Coolus mit Gisela Werbezirk. Zuspätkommende können erst nach Schluß des ersten Aktes zu ihren Plätzen gelangen. Morgen um 10 Uhr abends Gastspiel Maria Orska als Charlotte in Berneuils .Karussel" Raimund-Theater: Heute um 7 Uhr Erstaufführung „Rebeinander" von Georg Kaiser mit Max Pallenberg, Anton Edthofer, Magda Garden, Lilly Karolh und HanS Ziegler in den Hauptrollen. Neues Wiener Stadttheater: Sonntag um halb 3 Uhr nachmittags Lortzinqs Oper „Der Waffenschmied". Musikalische Leitung Kapellmeister Friedrich Grub er. Vorverkauf im Hotel Union, 9. Bez., Nußdorferstraße 23, von 4 bis 6 Uhr und an der Tageskasse uit Theatergebäude. Carl-Theater : Allabendlich - die Julius Bittnersche Operette. „Die silberne Tänzerin" pünktlich um d r e i v i e r t e l 7 Uhr. Während de sBorspieles kein Einlaß. Johann Strauß-Theater: Die Direktion hat Herrn Raoul A s l a n eingeladen, sein Gastspiel zu verlängern; sein nächstes Auftreten als Kaiser Josef in der Operette „Die Förstercheistl" ist für Sonntag den 10 d. nachmittags um 3 Uhr angefetzt. Uonzertnschrichten. Heute Dienstag, 7 Uhr abends, findet im Großen Musrk-- vereinssaale der Liederabend des Kammersängers Franz Steiner mit Gesängen von Schubert, Brahms und Richard Strauß statt. Begleitung: Franz Mittler. Wenige restliche Karten an der Konzertkaffe Gutmann und an der Abenokasse. Die Konzertdirektion Gutmann übersiedelt heute in die neuen Bureaus, 8. Bez., Lothringerstraße 20, im Gebäude des Konzerthauses („Egis" A.-G. in Gründung). Telephon-- / rmmmera 79.480 und 77.179» " ' 8. Februar 1924 Nr. IM tzerichlssaal. Sie SeschSfte in du« deutsch-arische« SintL Gestern fand vor dem Handelsgerichte eine Verhandlung gegen die Deutsche Bodenbank statt, die ein grelles Licht auf die Geschäftsgebarung in dieser arischen Bank wirft. Der frühere Schuldirektor Albert Ehrlich, der dem Direktor Schüler im Jahre 1921 geraten hatte, Krupp-Aktien zu kaufen, die auch dann stark in die Höhe gingen, hatte der Klage zufolge für diesen Rat 100 Krupp-Äktien erhalten, die bei der Bank deponiert waren, ohne daß er eine Deckung erlegen mußte. Plötzlich wurde er verständigt, daß 26 Stück Krupp- Aktien von Direktor Schüler ohne seinen Auftrag verkauft worden seien. Auf der von Ehrlich stammenden Vollmacht fall von Schüler der Zusatz gemacht worden sein: „Ich ermächtige den Direktor Schüler bis auf Widerruf, Verfügungen über mein Konto zu treffen." Ehrlich klagte nun die Deutsche Bodenbank auf Zuweisung von 25 Stück Krupp Aktien sowie Gutschreibung des entgangenen Gewinnes. Die Deutsche Bodenbank erklärte in ihrer Klagebeantwortung, daß das, was Schüler getan habe, für seine Rechnung geschehen sei und die Bank nicht angehe. Im Laufe der gestrigen Verhandlung führte der Klageanwalt Dr. Rode aus, Direktor Schüler habe Aktien der Kommittenten verkauft und diese erst zwei Tage später dertändigt. Die Kurssteigerungen seien so oft zu seinen Gunsten» Kursverluste zu ungunsten der Kommittenten gebucht worden. Weiters wird dem Schüler vorgeworsen, daß er während einer Strafuntersuchung als Zeuge drei verschiedene Ansagen machte, sowohl vor der Polizei wie vor dem Unteruchungsrichter. Der als Zeuge erschienene Direktor Schüler, der jetzt Direktor der Mereantilbank ist, weiß auf diese Be« chuldigungen nichts zu erwidern. Schüler (zu Ehrlich): Und sie haben Milliarden verdient! Bor der Vernehmung macht der Vorsitzende Oberlandesgerichtsrat Weiß den Zeugen Schüler darauf aufmerksam, daß er als Zeuge die dolle Wahrheit angeben muffe, jedoch das Recht habe, die Aussage in allen Fällen zu verweigern, wo die Beantwortung ihm zum Schaden gereichen könnte. Er solle sich daher sehr wohl überlegen, was er sage. Die Verhandlung wird zur Führung eines Vergleichs unterbrochen. Nach einstündiger Beratung wird ein Vergleich abgeschloffen, wonach der Kläger mit Zustimmung der beklagten Deutschen Bodenbank die Klage zurückzieht und die in dem Prozeß gemachten Behauptungen nicht aufrecht erhalt, wahrend Schüler sich bereit erklärt, 12 Millionen und die Kosten zu zahlen. SHOfottartetam mit «efüTAtcn Schal». Der Geschäftsfreund Horvath angeklagt. Bor Jahresfrist hatte die Betrugsaffäre des ehemaligen Bankbeamten Wilhelm Wetz und seiner drei Helfershelfer großer Aufsehen erregt. Als kleiner Beamter der Lombard und ESkomPtebank war Wetz auch bevollmächtigt, für die Bank Einlagen und Bargelder aufzunehmen und hatte feit September 1922 begonnen, auf eigene Faust Geschäfte zu machen. Sein Monatsgehalt betrug eineinhalb Millionen Kronen; in Wahrheit jedoch betrieb er einen riesigen Aufwand, zahlte Mmente für seine geschobene Fron und seine Kinder, hielt sich mehrere Wohnungen und Autos. Die betrügerischen Manipulationen des Wetz, für die er Schecks aus der Werkstätte deS internationalen Fälschers Melchior Horvath verwendete, ergaben schließlich eine Lchadensziffer van eineinhalb Milliarden Kronen.. Wetz, er sich letzt vor den Schöffen deS Landesgerichtes 2 mit seinen Mitschuldigen Wenzel Zdimera, Wilhelm S t e r g e r und dem Bankbeamten Ludwig H o r a c e k, zu verantworten hat, erklärt sich nur teilweise schuldig. Die Verhandlung ist für fünf Tage anberaumt. Es sind vierzig Zeugen aus der Bank- und Finanzwelt geladen. Unter den Geschädigten befindet sich auch die Wiener Lombard- und ESkomPtebank. Wetz hatte verschiedene Angestellte dieser Bank, die er zu unzulässigen Geschäften verleitete, gegen falsche Schecks um beträchtliche Geldbeträge geschädigt. So veranlaßte er den Beamten Horeck, ihm aus' mehreren Safedepots Beträge von Gsammen 1000 Dollar und 10.009 tschechischen Kronen auSzufolgen. MS Sicherstellung erlegte er Schecks einer angeblichen Rio de la Plata^Aank. Wetz legte sich auch fälschlich den Titel eines P r o f e s s o r 2 hei. Der Pachter des Ease Atlantis zur Räumung des Lokales verurteilt. Der aufsehenerregende Strafprozeß gegen Max Aczel, Pinkas Ferbev und Genoffen> wegen betrügerischer ' Abgabenhinterziehung im Cafe Atlantis, worüber kürzlich eingehend berichtet wurde, hat nun auch ein -ivilgerichhliches Nachspiel gehabt. Der Pacher des Kaffeehauses, Max A e z e l. hatte, nachdem chn der Verpächter Ferber bei der S'euerbehörde angezeigt hatte, der Eigentümerin d^8 Häuserblockes Atlantis, der zum Konzern C a st i g l i o n i geborigen Jndustriebureau- Gesellschaft mitgeteilt, daß er das Cafe Atlantis von Ferber als Pächter gegen das hohe Entgelt von elf Prozent der Bruttoeinnahmen tu Untermiete genommen habe, wobei sich Aczel als Geschäftsführer Ferbers ausgegeben hatte. In dem Bertvaa zwischen Ferber und der Jndustriebureau-Gesellschaft war jedoch vorgesehen, daß sede Weitergabe der Kaffeehons- Llckalitäten an dritte Personen untersagt sei. und eine Uebertretung dieses Verbotes die sofortige Vertragsauflösung und di« Verpflichtung Ferbers zur Rückgabe der Lokalitäten zur Folge habe. Die Jndnstriebureau^Nesellschaft überreichte rmnmehr beim Bezirksgericht Inner« Stadt gegen die Firma KaSznar u. Co., unter welchem Namen Ferber, der Gesellschaster dieser Firma, den Vertraa abgcschloffen. die Klage auf sofortige Urbergabe der Kafftehauslokalitaten. Hierüber fand vor dem Einqelrichter Hofrat Dr. Pa bst die Verhandlung statt. Die Klägerin war durch Dr. Julius Popper und Doktor Friedrich Pachner, die geklagte Firma durch Dr. Maurus Deutsch vertreten. Rach wiederholten Vertagungen und nach Einvernahme zahlreicher Zeugen und Sachverständiger erging im schriftlichen Wege dar Urteil, wonach der Klage st ottgegeben und die Firma Kasznar u. Co., die sich übrigenim Ausgleichsverfahren befindet, verurteilt wird, die Kaffeehauslokalitäten binnen acht Tagen bei sonstiger Exekution geräumt zu übergeben und die Gerichtskosten in der Höhe von 26,500.000 St. zu bezahlen»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.