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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-04 · Heft 1785 (4.2.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1785 (4.2.1924)
Date
1924-02-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Sekte S Men, Monbag '>>«>.».. I' ...... ... ... .111.1 ' Statt im Soaftanzi-Thtattt in Stirn. R o«, L Februar. Samstag abends r‘4tb im Gon* jKmzisThealer die neueinjiubicrtc Aufführuntz der „Salome" statt, die^on Dr. Richard Strauß dirigiert wurde. Beim Einzug des Herodes stieß ein Fächerträ"tt an den Träger einer Fackel. Der brennende Spiritus d e r F a ck e l ergoß sichübervierknieendeDiene* rinnen, deren Schleier sofort Feuer fingen. Das Feuer griff sodann auf die Kulissen über. Dem rasche« Eingreifen des Regisseurs. Ehrhardt von der Stuttgarter Oper sowie der Feuerwehr, gelang es. das Feuer zu loschen. Zwei von den verunglückten Darstellerinnen mutzten schwer verletzt ins Spital transporttert werden. Dl« Vorstellung wurde sodann ohne Störung fortgeführt. gmialidendemllnftratign in Graz. Paullszenen. Die Kriegsbeschädigten hielten' gestern in Graz eine MasstnversammNng ab, bei der die Reseverrten die R -e g i erung heftig angriffen. weil sie dtzn Kriegsbeschädigten' Bersprechungevt machte, ohne sie zu -erfüllen. Es kam zu stürmisch eil Szenen. Die Jnivaliden begabett sich hierauf in einem Denionstrationszug zur Burg, um dem Landeshäuptma'nn eine Resolution zu überreichen. Als die Invaliden die Zugänge zum Burghof von Polizei besetzt fanden, kam es wieder zu stürnri scheu Szenen. Durch den Lärm wurde das Pferd eines berittenen Wachmannes scheu und stürmte in die Menge. Es kam zu eiltet Panik, bei det fünf Personen epileptische Anfalle erlitten. Da ein heftiger Orkan wehte, wurden auch mehrere Personen durch hevabfallende Dachziegel verletzt. Die M'sglieder der Deputation konnten die amge-> sammelt« Menge nur mit Mühe beruhigen -unizum Auseinandevgehen beweget. Ler Sturm in Mm. Biele BauschLdev. Der zeitweise orkanartige Sturm, der seit dem Lichtineßtag bis gestern mit wechselnder Stärke anhielt, hat in Wien vielfache bauliche Schäden verursacht. Es wurden Rauchfänge magelegt, Dachziegel von den Häusern gerissen und Firmenschllder wvggetragen. Die Feuerwehr mußte üu Läufe des gestrigen Tages z w e i u n d d r e i ß i g Ausfahrt e n untevuchmen. Vielfach mutzten umfangrLche Polzungen. vorgeno-mmm werden, um Einsturz» katchtro-phen zu verhüten. An der JubKäumskirche auf dem BoÜswehrplatz hatte der Sturm in großer Hohe einen Fensterstock gelockert, der auf die Straße zu Mrzett drohte. Da die Schiebleitern zu kurz waren, mutzte erst ein Gerüst errichtet werden. Indessen wurde die Umgebung abgesperrt. Die bravouäse Aktion der Feuerwehr erregte großes Aufsehen. Im 12. Bezirke, Meidlinger Wiener Morgenzertttng. Hauptstraße 10, tvar das Dach fast vollständig abgetragen und auf das Dach des Nachbarhauses geschlerchert toorden. Die Feuerwehr hatte harte Arbeit, den Rest des Daches zu Pölzen. Im 7. Bezirke riß der Sturm am Dache der Lerchenfeldertirche ein großes Stuck des Gesimses los. Es wurde entfernt. Aehnliche Sturmschäden waren in allen Bezirken zu verzeichnen, Mliche AuiouuWe. Atn 1. ' d. wurde /der pensionierte. Musiker der Staatsopr WilhÄm Popper auf dem Schottenring. Ecke der Wipplingerstraße, durch eigene Schuld von einem Automobil uisdergeftoßcn und schwer verletzt. Er wurde in die Unfallstation gebracht und ist dort gestorben. — Am 29. Iänucr nachmittags befanden sich der 90jährige Kapellmeister Josef S p i.tze r und der 19jährige Hilfsarbeiter Anton Baade r auf der Landstraße zwischen Ebergassing und Schwadrrf auf dem Wege zu einer Müsikprobe.' Etwa zwei Kilometer vor Schwadorf, holte sie der Chauffeur Rainer mit dem Personenauto des Spinnereifabriksdirektors Tr. Kantor aus Schwadörf ein. Sie'baten den Chauffeur, er möge sie mitnehmen'. Ratner hielt und ließ beide aufsitzeu. Beim Lriseingang fuhr das Auto in einen Baumstamm, wodurch die drei. Insassen auf die Straße ge« schleudert wurden. Während der Chauffeur unverletzt blieb, erlitt Baader einen Bruch des Schädelqrundes und Spitzer eir e'' B ch des lin'en Oberes elPer Eh^uf'eir holte einen Artt herbei.' Dieser ließ die Verletzten in die Unfallstation des Wiener Allgemeinen Krankenhauses bringen, wo Baader am 1. d. M. seinen Verletzungen erlegen ist. Seine Leiche wird gerichtlich geöffnet. MnWrofrffor Richard Robert gtstordtn. Freitgq nachts ist im Sanatorium in Kaltenleutgeben. nach längerer Krankheit Professor Richard Robert einem Herzleiden erlegen. Mit ihm ist einer der bei deutendsten Wiener Musiker dahingegangen. Professor Robert, 25. März 1861 geboren, war zuerst Pianist und Kapellmeister und ivandtc.sich alsbald ausschließlich der Lehrtätigkeit zu. Zahlreiche bekannte Musiker verdanken, ihm ihre Ausbildung, so Wera Scbapira, Rudolf Serkin, Georg SzcN, Dr. Wilhelm Groß, Dr. HanS Gal, Alfred Rose, Anna Mahler usw. Professor Robert, dem erst vor kurzem der Bundespräsident den Professorentitel verliehen hat, erfreute isich in der Wiener Gesellschaft des größten Ansehens. Die Beisetzung erfolgt morgen Dienstag, um halb 12 Uhr vormittags auf dem israelitischen. Friedhöfe (Zentralfriedhof, 3. Tor) in dem. von der Kultusgemeinde gewidmeten Ehrengrahe. Richard Waldemar vmmgülüt. Der Künstler verletzt. In der Nacht zum Sonntag ist auch Richard Waldemar ein Opfer des Sturmes geworden. Der -populäre Künstler führ gegen dreiviertel 11 Uhr nachts '4. Februar ML ~ 9^.1785 ' tut Automobil über die Floridsdorfer Prückr. Da kam ei« furchtbar heftiger Wind-sto^ unV warf das Automobil um. Die Scheiben des Autos Hingen in Trümmer. Richard Waldemar erlitt durch den Sturz eine Quetschung des Brustkorbes und durch Vie Splitter der Glasscheiben eine acht Zentimeter lange S ch n i t t w u n d e an der linken Wange und mehrere kleine Schnittwunden an der Stirne und am rechten Nasenflügel. Waldemars Befinden hat sich im Laufe des gesogen Tages wesentlich gebessert. Wien, 4. Februar. * Professor Noordru in Wien. Professor Noor de* triffl in der nächsten Zeit hi r ein. Er wird in der Urania am 14. d. einen Vortrag über die Zuckerkrankheit -und ihre Bekämpfung hatten. * Eine v.rmtßte Lyzealschiilcrin. Soi-t dem 1. d. ist die 14jährige LpzvalfchUevin Grete FrankowitS, 7. B«., Kaiserstraße 48, aus i irer elterlichen Wohnung verschwunden. In einem Briefe teilt sie den Eltern mit, daß sie wegen fortwährender Anstände nicht mehr das Lyzeum besuchen wollte. Sie werde sich selbst fortbringen und nicht mehr nach Hau^e zurückkebren. * Chmri'cha-Assar-Fe'er der jüdischen Jugend. Es war ein schönes, gemütvoll-inniges Fest, das der Jugendverem Erez Israel gemeinsam mit der Volksbibliothek Zion zur Feier des palästinensischen Frühlings veranstaltet hat. Dia Feier war der Ausdruck btt inneren Ve'tz»undenheit der jüdischen Jugend mit der lebendigen Tradition des Volkes, des mit der nationalen Wiedergeburt erwachten Natuvaefühls der jungen jüdischen Generation. Die Darbietungen hatten Niveau und wurden beifällig ausgenommen. Nebst den Gesangsvorträgrn des Oberkantors Margulies ge-?elen auch die von der bekannten Konzertsängerin ©wert* in (Ritzamit schöner Stimme gesungenen jüdischen Volkslieder sowie d'e humoristischen Vorlesungen des beliebten Scholem-Ale:ch"m-Jnterpreten Herrn Samuel Schwager» Auch die Aufführung des von Herrn Schwager für dia Bühne bearbeiteten Dialoges „M'kubalim" vor: I. L.> P e r e z, der von Herrn Schwager und dem palästinensischen Schauspieieu Kadary in hebräischer Sprache-, dargestelltz wurde, verdient, herdorgehoben zu werden. vr. ' * Eine Chamischah-Assar-Feier für die Jugend^ Die J üdische Tischgesellschaft des 9. Bezirkes veranstaltete im Saale des Jüdischen Turnvereins in der Liechtensteinstraße eine Cbamischah-Assar-Feier für die jüdischen Kinder des Bezirkes, die von etwa 180 Kindern und deren Angehörigen besucht wurde. Es war eine Freude, zu sehen, wie froh, die Kinderschar in dem Hellen, übervollen Saale die festliche, fröhliche Stimmung aufnahm, welche die Feier erfüllte. Das um die Erziehung der Kleinen hochverdiente Fräulein Hobler erläuterte in leicht verständlicher Weise den Sinn des schonen trstes. Daran schlossen sich deklamatorische und musikalische ortrage der Schulkinder, deren jüdisches Gefühl die gelungene Veranstaltung, die der Initiative des Herrn Oberrechnungsrates Weiner entsprang, in dankenswerter Weise, erweckte. * Leipziger Frühjahrsmesse. Die ehrenamtliche Generalvertretung des-Leipziger Messeamtes, Friedrich Rotte» u. Co^ in Wien, teilt uns mit, daß die Leipziger Frühjahrsmesse vom 2. bis 8. März stattfinden wird. Ab 4. d. amtiert diese Vertretung in der Handelskammer, Wien, 1. Bez., Stubenring 8, Parterre links, und können dortselbst die amtlichen Messeausweise, Paßvisas, Wohnungen. Fahrkarten nach und von LeWa usw. besovgt werden und. empfiehlt es sich, sich rechtzeitag darum zu bemühen, da bei dem großen Andrang Wohnungs- und Bahnkarlen rasch ausverkauft sein dürften. (Entgeltlich.) SS£ 100 cm breit, neueste Dessins Farben Artur Grün nur I. Adlergasse Konzerte. In unserer Zeit, welche, die kleinen und kleinsten Formen bevorzugt, begegnet man abendfüllenden Konzertnovitäten mit Mißtrauen. Sind.es doch, meistens,unzeitgemäße, historisch. anmutende Werke, wie Eugen H u b a y in seiner groß angelegten, repräsentativen Chorshmphonie „Bita Nuova" (Frei nach Dante) neuerdings erweist. Man muß es dem Komponisten, der bekanntlich Direktor der Budapester , Musikakademie,- weltberühmter Geigenpädagoge und Verfasser zahlreicher Opern und Symphonien, ist, hock anrechnen, daß er den. Idealen seiner Jugend treu geblieben ist; noch immer smd Liszt und Wagner seine! Götter, und se'ne Dante-Symphonie, die den gewaltigen Apparat dom Tenorsolo, Frauenterzett, gemischtem und Kinderchor und großem Orchester beansprucht, hält an dem traditionellen Dante-Stil Liszts und Berlioz' fest. Mit den beiden Meistem hat Hubah nicht nur' den Hang p. Riefenmaßen und Weitschweifigkeit, sondern auch die Vorliebe für das pompös Dekorativ« und Theatralische gemeinsam. Mit dem technischen Rüstzeug der Wagner-Zeit wohl ausgeftattet, predigt er mit-großer Geste die mystische Liebe Dantes zu Beatrice auf der Erde und km HimmÄ, ohne mit seinen veralteten Argumenten uns zu überzeugen oder gar zu erschüttern. „Ein guter Meister, doch lang schon tot", so wirkt Hubah in seinem sauber gefügten Werke mit seinen Kirchentonarten, seinem archaisierendtr Streben und seiner religiös tuenden Feierlichkeit, mit seiner konventionellen Koloristik und ferner äußerlich schulmäßigen Polyphonie.. HubayS „Vita Nuova" birgt kein neues musikalisches Leben, sondern steht wie eme Ruine auf den vormals blühenden Geflldm Lisztschen Schaffens und Glaubens. Bei der vom Komponisten mit schönem Eifer geleisteten Aufführung ragte vor allem Herr Dr. Szekelyhidy als Dante hervor. Auch die übrigen Sott waren mit -den Damen H « n t k e, H e i m und R u t sch k a sehr, gut besetzt^ Phil harmonischer Chor, der Waon-rsche K.n>» derchor und das SymPhon eorchefler wirk.cn e'nträchtig zusammen, und der geschätzte Tondick)ter konnte einen ganz bedeutenden Publiknmserfolg - verzeichnen. Ist „Vita Nuova" die Sch'reibtischarbeit eines erfahrenen Muii!-..-s, so sind Dvoraks slawische Tanze, die letzthür die erste vollständige Wiener Aufführung erfuhren. das mit dem HerzenSblut genährte Werk eines nationalbegeisterten UrmuMnten. Wie ein FrüNngssturM brausen diese Tänze mit der elementaren Wucht ihrer heimatlichen Rhythmen dahin, es siedet und zischt in den wechselnden Kvei- und dreiteiligen Rhythmen des schnellen „Furian^ und in der übermütigen Laune des Springtanzes (Skocna). Neben tschechischen Tänzen finden sich auch Lernrussische, südslawische und v-^nilche Weisen unter diesen ganz eimrgartttz ideäli 'erten slaMheN Tanztypen. Der g-anze mächtige Heerbann slawischer, volkstümlicher Melodik zog förnvlich mit immer wechselnden Rhythmen in reichem orchestralen Festgewande vorbei und nahm unter der siegreichen Führung des von ungestümer Leidenschaft erfüllten, prächtigen jungen Dirigenten Anton Pehnar, den Höver gefangen. ' . Das e e PhilharmonischeKammerkonzert bot mit ferner Folge von' Brandenburgischem Konzert, von Spohr, Korngold, einem Juntzitaliener und schließlich noch zwei kleinen P'ecen „In Menroriam Alfred Grünfeld" ein gar zu buntes Programm. Spohrs überlebtes Notturno Op, 34 wird durch seine Gedehntheit noch weniger erträglich: Die.kriegerisch« Janitscharmmusik läßt, man sich noch gefallen, doch die Variationen und andere Sätzchen, die Mozart und Weber überzuckern, bieten doch der Süße zuviel, Man begreift es, daß Herr Spohr, der Erzeuge« von einst so belicb^en musikalischen Konfitüren, für den späten Beethoven nicht vi«' übrig..hattet -Bier Lieder von E. W>. Korngold aus dem Jahre 1911, also noch aus seiner Kindheit, boten in ihrer gewandten Melodikinteressanten Einblick in den Werdegang.des Vollblutmusikers und gefielen in ihrem neuen, glanzenden Orchesterschmuck um so mehr, als ihnen Opemisängerin' Ella Flesch dm Reiz ihres jungen, warmen Soprans lieh. Die Kanzone „Da Mamm lontana" des Jtilien-ers Domenico Alaleona, eine harmlose, wohlklingende'Spielerei iiher ein Volkslileb, verrat nur wenig von der, Eigenart ihres Schöpfers. t(ev durch eine Oper „Mirra" und durch Orchestettverkeitn Italien bekannt wurde. — Wie km Kammerkonzert überraschte Nilius auch im Mozart-Konzerte der dänischen Sängerin Villie Hagbo-Petersen,die über eine mit großer Sicherheit in die höchsten Höhen ansteigende, fvellich mechanisch arbeitende Sopranstimine verfügt, durch eine inter- 'tftattfc Novität für Liebhaber: Sechs Mmuette itm Mozart, die erst vor «inigm Monaten im Salzburger Stift St. Peter gefunden wurden, ganz einfache, von Wvlfgang selbst instrummtierte Tärvz« (zum Teil ohne Trio), aus seine« Frühzeit, doch schon von echt mozartscher Melodik erfüllt. Das novitätenfreundliche GotteSmann-Quarteth brachte Rogers nur selten gespielte Serenade für Flöte, Violine und Bratsche t» schwungvoller Wiedergabe. Besonders liebevolle Sorgfalt hat Reger hier der Flötenstimma angedeihen lassen, die sich in bukolischer Heiterkeit erMtt Ein übermütig-derber Bauemtanz, der immer wieder anhebt, zeigt dm Tondichter von seiner gemütlichen Seite, int Larghetto, das durch keinerlei Regersche Sahkünsteleien bvschvert ist, vermag sich die Flöte in einer reichm GesangsszeE anszubreiten. Ludwig Wittels, der schon als geigmder.Wunder-* knab« Aufsehen erregte und heute zum hofsnungsvoll-sn! Nachwuchs der Philharmoniker zählt, legte kn seinem Konzerte neuerlich Proben wohlbegründeter Virtuosität und musikalischer Reise ab, Eddy Brown spielte mit einer bei ernem Amerikaner seltenen Begeisterung Bachs „Chaconne" und meisterte den schwierigm, polyphonen Aufbau und die stäche-, lsg« Rhythmik, die rassige Ungarin Edith Lorawd wagte sich an die Violinkon-zerte von Brahms und Mmdelssohn. Keine leichte Ausgabe für ein junges Mädchen, doch sich spielte mit dem Ungestüm der Vollblutmagharin, und di« Passagm und Griffe gelangen bis auf Leine Unebenheiten, die man ihr in der Hitze des Gefechtes um chres schöne»« Tones und ihrer musikalischm Frische willen gerne nach-« sieht. ' ' - ■ Eduard St euermann darf sich mit Fug Md Recht als authentischen Schönberg-Jnterpreten am Klavier« bezeichnen. Ist ihm doch eine Ktavierbearbeitung der Schön-» bergschen Kammersymphonie zu danken, und auch sonst ist) er ein Klaviersachverständiger für die musikalische Gegenwart, der Ravels „Dnbiite? mit ganz eminenter Technik und geradezu mathematischer Klarheit wiedergibt. Alles ist wohl durchdacht und intellektuell vollständig durchgebildet, die gefühlsmäßige Nuancierung ist freilich dürftig und der Impuls nicht eben stark Dqpum sollte er Chopins poettsche Preludes aus seinem Repertoire auSscheiden und sich auf die Musikmoderne beschränken, in der er ein Meisteu Vttihtl.- ' Erwin Felder. 213124

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