Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1784 (2.2.1924)
- Date
- 1924-02-02
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980867--17664-3004671- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
■ ffe, 1781 Wien, Samstag ' _ Tagesbericht. Aus den Auszeichnungen eines Wische« Dolmetschers Bon Jakob KrauSz. S. Hyperchochmie. '' Diese Goschichie war eigentliche ganz danach angelegt, tragisch zu enden. Schuld daran war die gefährlichste Judenkrankheit, die Hyperchochmie. Hyperchochmie ist eine jüdische Bolkskrankhett, wie etwa die Zuckerkrankheit oder die. Hämorrhoiden. Während ich jedoch die letzteren nur mitfühlen aber nicht analysieren und heilen kann, hat mir die Hyperchochmie meiner Konnationalen schon viel Kopfzerbrechen verursacht und manche traurigen, aber auch viele heitere Stunden verschafft. Für meinen Nachruf und für ein etwaiges jüdisches „Who is who?" (Wer ist wer?) — ich .glaube, ein solches jüdisches Selbstberäucherungswevk wird irgendwo durch ivgendwen vorbereitet — sei hier festgestellt, daß die Bezeichnung Hyperchochmie meine Erfindung ist, und daß ich hiermit den Schutz dieses Wortes in allem — mir eigenen — Ernst hiermit öffentlich anmelde. Ich kenne auch die Beschaffenheit dieser Krankheit, ihren Erreger oder, -wie mau zu sagen Pflegt, den Bazillus, und kenne auch die verläßlichste, probateste Methode zur Heilung der Hyperchochmie judaica. Beschaffenheit: Der Kranke ist von der Sucht 'befallen, m Hyperbeln zu sprechen und noch öfter zu schreiben. Ganz gewöhnliche Familien- oder Geschäftsbriefe solcher Kranken sind .in der Regel durchsetzt von solchen hyperbolischen Redewendungen, die der Schreiber gewöhnlich mit der Randbemerkung einleitet: „Wie unsere Chachmim, unsere Weisen sagen." In den.meisten Fällen jedoch haben unsere Wei-ftn solchen Blödsinn, wie er ihnen in den Mund gelegt wird, niemals gesagt. Die köstlichste Weisheitsbeute schrieb mir einmal ein jüdischer SängerT-der Josef hieß, in einem Gemisch von Hebräisch und Jüdisch von . seiner Konzerttournee. ,Jch will mich nicht loben, weil es einem Weisen und Gelehrten nicht ziemt, sein eigenes Lob zu singen, aber sch muß es doch sagen — der Beifall war so groß, daß, wie unsere Weisen vom großen biblischen Josef, dessen Name sich bis aus mich verpflanzt hat, sagen: ,^Iosef wurde förmlich zerrissen." Meinen Lesern brauche ich wohl nicht erst zu sagen, daß der zitierte Spruch nicht von „unseren Weisen" stammt, sondern im ersten Buch des Pentateuch steht. Ich konnte übrigens bald darauf seststellen, daß zwischen den beiden Josef nur insofern eine Gleichheit besteht, daß die Geschichte mit dem Zerrissenwerden sich inbeiden Fällen als Märchen erwies und eine reine Erfindung lvar. Während aber der biblische Josef nach glücklichem Bestehen einer Prüfung, seiner. Widerstandskraft BizeWnig von Aegypten und in dieser seiner Eigenschaft ungewollt der Urheber der Knechtschaft seiner Bruder im Lande Mizrajim' geworden ist, wurde unser Sänger Josef nicht von einer entzückten Zuhörerschaft „förmlich zerrissen", vielmehr, wie unsere Weisen der Kunstkritik schon so -oft sagten, von den maßgebenden Kritikern (zeigt uns einen unmatzgebenden!) ganz ungeheuerlich,/Verrissen". Die schwerere Form der Hyperchochmie äußert sich in einer unbeschreiblicheil, grenzenlosen Platzfurcht, ohne Grenzen der Furcht und ohne Grenzen des Platzes. Der Kranke fühlt sich nirgends sicher, weil er das Gefühl nicht los werden kann, daß ihm allein nichts sicher sei auf dieser Wett. Weder der Boden unter seinen Füßen, noch die Gesetze der Gesellschaft. Selbst die Wahrheit sei ihm gegenüber nicht sicher, stehe nicht fest. Unter der Wirkung der Hyperchochzn're krankt alles,- was er zu sagen und zu tun hat und was sein Gegenüber daraus erwidern und tu« konnte, wie eine komplizierte Schachstellung, aus der man „so und auch -so" herauskommen kann. Deshalb wurden, seitdem unser Erzvater Abraham ans seiner Wanderung aus bestimmten Gründen sein Weib Sarah für seine Schwester ausgab, so viel tausende Juden auf ihren Wanderungen an den verschiedenen Grenzpfählen und in den Einwanderungshäfen tvegen schwerer Hyperchochmie in das frühere, oft noch trostlosere Elend zurückgctrieben. Aus einer Kombination dieser beiden Formen der -Hyperchochmie entstand die nachstehende Geschichte, die leicht hätte tragisch enden können. - -r- Meyren Kriegsdienst leistete ich als Zensor und Dolpletsch bei einer Zentralbehörde im Hinterland. Dieses Datum gehört nicht für den Nachruf und auch nicht für das Nachschlagewerk über unsterbliche Juden. Wer erzählet es auch,, bitte, nicht den rassenschützlerischen Durchhaltern, die mich schon tvährend dvs Krieges in den verschiedenen .Kanzleien, in denen mich der Dienst mit ihnen zusammenführte, -verächtlich - für einen „jüdischen Tarchenierer" hielten. Und sie hatten wahrlich recht, unsere armen, von 'Heldenmut und JugeMrvft strotzenden Reinrassigen! Denn rch «war, als ich gemustert und für „geeignet" befunden wurde, nicht älter als 49 Jahre, 11 Monate und 12 Tage und konnte m der Tat nicht mehr als ein halbes Dutzend Krankheiten und Gebrechen präsentieren, für die mir der untersuchende RegimemZarzt, ein Schwiegersohn des christlichsozialen Bürgermeisters Dr. Weiskirchner, wohlwollend auf die Schulter klopfte und das erhebende „geeignet" ins Protokoll diktierte. - Die Stimmung im Lande war eine^äußerst verzweifelte. Fünfundfünszigjährige wurden an die Front geschickt. Sechzigjährige zu schweren Kriegsdiensten herangezogen. In den Spitälern wütete die berüchtigte fliegende MnsterungskommissM. Die Militävstellen witterten überall Spionage, Hochverrat und Fahnenflucht. In dieser Zeit wurde mir Wt Httgewiestti» dessen Erledigung mir die schlverste _ggfciter Snorn^eUnti«. * _ Aufgabe tu mciitcnt Leben gcstM hat. Ich sollte cixicu in einem Gemisch von Jüdisch, Deutsch und Polnisch geschviebenen Brief begutachten. Cs handelte sich hauptsächlich tmr die folgende Stelle: „Was Du schreibst, daß Ihr zu Harrst -keine Ruhe habt, daß Du nicht weißt, ob Du morgen zu essen hoben wirst, und daß sich jeder über den Meilech wegen feiner Un- Menschlichkeit ärgert, weil er ruhig zusicht, wie die Utenscher: um ihn herum zu Grunde gehen, so nröchte ich am liebsten von hier fliehenzu Dir, um Dich 'lventgsterrs vor dein Aergsten zu schützen. Bon Meilech aber mutz man sich nicht alles gefallen lassen. Man mutzte dem Meilech das heilige Wort unserer Weisen ins Gesicht schleudern: „Meilech eljon, Meilech ewjon!" Das bedeutet, mein Kind, heute ist der Meilech der Oberste, morgen ist er der Bedürftigste. Lange kann es ja nicht mehr bauern, habe Geduld, wein Kind." Der Brief, denr diese 'Sätze entnommen sind, und -der au eine in Wien wohnende Frau gerichtet war, lag in einem umfangreichen Akt,, der von einer Militärgerichtsft-clfe im Felde behufs weiterer Erhebungen an meine Dienststelle gesandt worden ioar. Aus dem Akt ließ sich die ganze traurige Geschichte konstruieren. Chain: Goldwasser — er hieß natürlich anders — schrieb einen Brief an seine in Wien lebende Frau. Der Brief kam zur Militärzensur und zun: Unglück war der betreffende jüdische Zensor ein leichtfertiger, oberflächlicher Ignorant, der überdies, wie es scheint, in einer Abart von Hyperchochmie, den Ueber-objektiven spielen wollte. Er übersetzte einfach überall „meilech" mit,König" (Kaiser), so daß es dann hieß: „Ällau müßte dem König (Kaiser) das heilige Wort unserer Wessen ins Gosicht schleudern; usir. . . . Das bedbutct, mein Kind, heute ist der König (Kaiser) der Oberste, morgen ist er der Bedürftigste." Für die Militärbehörde war somit der Tatbestand des Hochverrares, der Akajestätsbcleidiguug und weiß Gott welcher Verbrechen noch gegeben. Der Akt stellte mit -Befriedigung fest, daß Eh. G. sich bereits in sicherer Haft befinde und seine Aburteilung nur noch von dem Einlangen -der dortigen, das heißt also der hiesigen Dienststelle abhängig sei. Mir war es, sofort klar, -daß wir es hier mit dem rypischen Fall einer -komplizierten Hyperchochmie zu tun haben un.) ich machte aus dieser meiner Ansicht auch den mir Vorgesetzten Beamten kein Hehl. Ausführung des Auftrages wurden die Adressatiu und ihr Vater,'der bei ihr wohnte, vorgeladen- und „Perluistriert". Dem Verhör wurde auch ich zugezogen. Kaum -wurde der Me meiner ansichtig, streckte er mir -beide Hände entgegen und rief außer sich vor Freude: „Schalem Weichem, Herr Doktor, Sie sollen leben und gesund sein, .jetzt sehe ich erst, wie recht unsere Chachamen haben, wenn sie sagen: „Lo alrnou Jisroel!" (Israel ist nicht verwitlvet)". Und zu dem Beamten gewendet: „Sehen Sie, gnädiger Herr, der Herr Doktor kennt mich und kann Ihnen von meinen. Zores erzählen." Schon wieder die Hyperchochmie! Ich 4»at in arger Verlegenheit. Ich konnte mich — nicht etwa ans Hyperchochmie — wirklich nicht erinnern, den alten, gebrochenen Mann jemals gesehen zu haben. Hunderte ähnlicher Gestalten führte der Krieg mir vor Augen, hunderte jammerten mich um Rat und-Hilfe an, -mag sein, daß auch diestr Me unter ihnen war, aber in meinem Gedächtnis hatte diese Begegnung keine Spur zurückgelassen. Der Beamte tat, was seine Wicht war. Er „perksstrierte". Man merkte ihm die Qualen an, die er dabei litt. Er traute der Gesellschaft nicht und hätte so gerne auch mir nachgewiesen, daß ich nicht vorurteilsfrei sei. DaS Verhör ivar scharf, aber nicht tendenziös. Drr Me sprach immerfort von seinen Leiden und beteuerte, nichts verbrochen zu haben. Die Frau hingegen hatte «6 mit ihrem seinen Instinkt bald heraus, daß sich ihr Mann in Gefahr befinde und daß diese Gefahr irgendwie auf ihren Feind zurückzuführen sei. Als sie geftagt wurde, was sie eigentlich in Wien mache, wovon sie lebe, mit wem sie Verkehre, erzählte sie mit der Lebhaftigkeit des ostfüdischcn Weibes ihre einfache Leidensgeschichte. Zn Hause, in Ostgalizien, harte ihr Mann gemeinsam mit seinem Schlvager Meilech Schwermann — ich nenne ihn hier bloß Schwermau», er. hieß jedoch anders — ein Geschäft. Als ich den. Namen „Meilech" hörte, atmete ich erleichtert auf. Der Beamte schmunzelte und marf mir einen vielsagenden Blick zu. Das Weib sicht zu erzählen fort: „Meine Eltern und ich flüchteten, noch bevor der Russe in die Stabt kam. Unterwegs verloren wir unsere Mutter und einen kleinen Bricder. Wir wissen nicht, ob sie noch am Leben sind. Min Mann und der Schwager blieben zurück, um noch rasch alles zu Geld zu machen und zu retten, was zu retten war. Dann flüchtete auch mein Mann. Kaum in Wien angekommen, wurde er gemustert und ins Feld geschickt. -Nach einiger Zeit tauchte auch mein Schwager auf. Wir wissen, daß es ihm gelang, fast -das ganze Vermögen zu -retten, aber er leugnet eS, läßt uns jetzt verhungern «nd verfolgt uns noch obendrein. Ich schrieb alles meinem Mann und jetzt bekomme ich auch von ihm kein Schreiben mehr. Alles hat sich gegen mich und diesen alten Mann verschworen. Ich bitte, gnädiger Herr, schicken- Sie mir meinen Mann nach Hause. Mit einem schwachen Weib kann der Schuft Meilech machen, was er will." Am selben Tage wurde auch M-ilech Schwermann eiuvernommen. „Wie heißen Sie'?" — ,Max Schwermann." — „Sie heißen doch Meilech Schlvermann!" — „So steht es nur in der Matrik, aber hier tv-erde ich von allen Max ge rufen." D»r Beauüs hatte gerkicg. Die Familiengeschichte, wie sst?. Februar 1024 " Gelte 9 lUar Ateilech Schwermann erzählte, interessierte wenig. Die Recherchen über die politische Verläßlichkeit der Frm'ilte Goldwasser lauteten günstig. So wurde denn der Mt, &ni meine Uebersetzung beigeschlossen wurde, in einer Weist erledigt, die Ch-sim Goldwasser vor dem Tod infolge Hyptv» chochmie flirte. . Nttvrprobe. ' Hinter tat Kulissen des Zirkus Hagenbeü. " Div Direkcioil des Zirkus Hagenbeck hatte für gestern Rachmiitag Einladungen zu einer Zirkusprobe ergehen lassen. Eine Probe im Zirkus, in der Manege oder in 'den Lüsten ist wesentlich ellvas anderes als auf einer Sprechbü'hne. Unterscheidet sich doch schon das Milieu ganz gwvaltig von lenem der Bühne. Die „pauvres" Saltimbanques mit ihrem internationalen Anstrich erregen immer unser Interesse, denn sie sind nicht nur Allerweltskünstler, sondern auch AllerweltsmeuschLN. Halsbrecherisch sind ihre Künste, nerven-- anfprctschend ihre Arbeit, die sie lächelnd ausführen, während das Publikum entzückt ist. illur tvenige können sich vor« stellen, tvelche Unsummen von Arbeit und Fleiß ein Zirkuskünstler täglich rmfioendel, um am Abend vor dem Publikum Zu erscheinen. Einer Probe im Zirkus Hagenbeck beiwohnen zu kömten, ist schon pspchologisch interessant. Ist doch dieser Zirkus mit seinem großen Menschen-- und prachtvollen Tiermaterial einer der hervorragendsten in ztoei Weltteilen, sicherlich der ikdrutettdste auf dem Kontinent. Mit Gruseln verstlgt mau die Sorbereitungeu zürn Todesspruug von der Höhe der Kuppel. Das Sicherheitsttetz erscheint einem ganz nebensächUch. Mau sieht nur den Kuppelraum, die ungeheure Höhe, spürt den Atent stocken, hat nmr dos Gefühl, ob auch jede - Masche des Netzes hält, ob oben in der Höhe jede Schraube, jede Niete hi Ordnung ist und ehe mau.noch aufzublicke-ir wagt, che die Tausende am Absttd -tweder auszu-atmen beginnen, ftcht der Waghalsigeschon wieder aufrecht im Netze) ucnranscht vom Beifall. Ta sind weiters waghalsige Reckkünstler. Auf Deziutete-r . abgezirkelt, geuan visiert, werden die Reckstangen aufgestellt und Probiert, damit am Sßhend alles klappt. Der Kraft-, mensch Heros probiert seine 56- und 100-Kilogewichte, ein Lnftakr, sehr kompliziert, wird probiert und schließlich gelingt auch er. Alles unter Musikbegleitung. Man führt schließlich Elefanten-, Kainele- und Pferde- »ressuren vor; diese Piecen find der Clou des Zirkus, sie' wrrdetr in höchster Vollendung vorgeführt. Selbstverständlich ist es nicht möglich tuest vierbeinigen Künstler auf einmal in der Manege zu scheu und marc sucht fie dechalA in ihrem Heim auf. Da sieht man friedlich! bei einander die Berberlölven, die bengalischsstc Tiger, die hinierlistigetr Gishüren usw. Aber sie alle kommen in dem stnsttimMen Febrnarprogramm zu Wort. G. G. tzssenbahnunsall i»Me«er-Re«ftM. Aus Wiener-Neustadt wird uns telegraphiert: Gestern urittags stieß der Personenzug Nr. 16 der Aspangchahn auf seiner Fahrt nach Wien, wo er um 12 llhr 48 Mn. fällig ist, bei seiner Einfahrt in die Station mit einer BersäMblokomotioe zusarnmen. Bon den Passagieren wurde e il u c r schwer, mchrere leicht verletzt. Vom Zugspersonal erlitten der Packmeister lebenstgefährliche, vier Bedienstete schwere Verletzungen. Die Verunglückten tonrbcu fm das hiesige Krankenhaus überführt. Als Ursache des Zusammenstoßes ivird falsche Wechsel st e!llnng ängkZeben. / Mord m der Keine« Psarrsaffr. Die Nichte mit der Hacke. Gestern früh gegen halb 7 Uhr tourde die Prostituierte Marie Pichler von ihrer dlichte Barbara H o ch m e i st e r, die mit Gr gemeinsam ein Kabinett in der Kleinen Pfarrgasse bewohnt, gerveckt, tvorauf die erst siebzehnjährige Hochmeister mit der Hacw auf ihre Tante ein drang und ihr mehrere Hiebe auf detr Kopf bei brachte/ Die Ueberfallene eilte hilstrustnd auf den Gang. Bald waren die Polizei und Rettrmgsgestllschaft erschienen. Die schwerverletzte Pichler wurde auf die Unfallstatiou gebracht und die Hochmeister einem VerhöiL unterzogen. Sie war tagsüber als Hausgehi'lftn tätig und schlief bei ihrer Tante,' deren Schmuck nach der Tat verschwunden tvar. Die Hochmeister gestand ihre Tat ein und erklär, sie hätte es auf die Barschaft und Juwelen der Pichler abgesehetc gehaÄ, von der sie sehr strenge behandelt ivorden sei. Ae Forderungen der ZnvaiÄrn. Beschwerden gegen den Minister Schmitz. Wie wir erfahren, beabsichtigen die K r i e g s ü e s ch ä d i t e u der Regierung ein neuerliches M emora nd um zu überreichen, das ihre Forderungen enthält. Diese beziehen sich vor allem auf die zu geringe Witwenrente, die derzeit 57.000 K. monatlich betrügt, auf die Regelung der Trafiklizenzen für Kriegsbeschädigte, auf ein gerechtes, rascheres Verfahren vor der I n v a l r d e n e n t f ch ä d i g u n g s -- k o m m i f j t o n und auf die Mänderung der Bestimntungen über die Auszahlung durch die Krankenkasse. In den Kreisen der .Kriegsbeschädigten herrsche große. 11 u< zusriedeuheit über das Vorgehen des Mmisters für soziale Verwaltung Schmitz, der auf die meisten der.bescheiß denen Wünsche dieser Kriegsopfer nicht einmal eine Antwort gibt und die Kriegsbeschädigten als,eine Last betrachtet. ,