Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-02-02 · Heft 1784 (2.2.1924) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1784 (2.2.1924)
Date
1924-02-02
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980867--17657-3004664
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

i i.-.; ^iii.Wii,iii)hijjii.j, i IJ..I.ii 11,1111 jiiiawa—waniwwiii ' j'HWUM» iipji.iilil,,il|ici, „...ijjnityii.i.iij1..!'.m .11.,II.) , >' >>.,>>.,>>!'!, Sette S__Wien, Samstag_ Wiener MnyaenZettnnft. _ Sie Hitlerei an den Hochschnlen Deutschlands. Von Dr. Bruno Altmann. Max Weber, der hervorragend« Nationalökonom, Soziologe und ReligionStheoretiker, taxierte die Chancen eines jüdischen Gelehrten, der sich an ' einer deutschen Universität habilitieren will, mit dem düsteren Dasciate ogni speranza, ab. Diesagte Weber in dem Prachtvollen Vortrag: „Wissenschaft als Beruf", den er kurz vor dem Zusammensturz der Reichs» Herrlichkeit hohrnzollern-habsburgifchen Schlages hielt, E n Jahr später hätte er gerechterweise so nicht, sprechen können. Die erst« Revolutionszeit hatte manche Korrekturen an dem verletzendsten Unrecht des Ancien regime vorgonommen und dazu gehörte die Zuweisung akademischer Post'n, welche jüdi« schen Gelehrten unangebrachter Weise vorenthalten waren. Die Ernennung der Dozenten Stern, C a s s i c r e r, O-.Penheimer, Ehrend erg zu. ordentlichen Professoren haben die Machthaber der jungen Republik als längst. fällige Ehrenschuld, der alten Zeit sofort vollzogen. Wiederum ein Jahr später sah die Sache anders aus. •/: Der Sieg der Reaktion begann in Deutschland mit der völligen Zurückeroberung der Universitäten. Einige Hochschulen wie Königsberg, Greifs- Walde, Rostock, Bonn. Kiel haben ihr reaktionäres Regiment' Niemals Preiszugeben brauchen. Was die Judenfrage bei - dieser Wiederinstandsetzung des. alten Regimes an den Universitäten anbetrifft, so kannman zeitlich und sachlich zwei Jahre unterscheiden: zwischen 1920 und 1921 erzwingen die Studenten die antisemitischen Maßregeln, später werden dies« im Schoß der. akademischen- Senate selbst getroffen. Das gilt von Deutschland, .in Oesterreich liegt die Sache anders, aber auch nur wenig anders. Anfangs 1920 brauchte die Karlsruher technische Hochschule . einen Chemieproftssor. Der erste beste Durchschnittsdozent kam nicht in Frage, denn an dieser Stätte halten seit', langem nur Chemiker mit vorbildlicher Leistung gewirkt. Di« Fakultät beschloß, den Professor Mäher aus Berlin zu berufen. Damals fragt« sie noch ausschließlich nach zwei' Qualitäten: Leistung und Leumund. Mit dem zweiten war aller m Ordnung, mit der ersten ebenfalls, und zwar in höchstem Maße. Mayer hat eine Einlage für die Gasmasken erfunden, die diese befähigte, gegen di« giftigsten Einwirkungen, gegen Gelb- und Blaukrruzgas, standzuhalten. Es ist nicht zu berechnen, wie viele Tausende ihm' das Leben verdanken. So erwog der Senat und das Kultusministerium war seiner'An-' sicht. Di« Studenten dachten anders. Er ist Jude, er wird nicht berufen. Ohne viel zu fragen, haben sie Professor Mayer von ihrem „dringenden Ersuchen^'benachrichtigt, das angelragen« Lehramt nicht anzunehmen. Sie haben gleich Drohungen hinzugefüot, für den Fall, daß er doch der Berufung Folge leistet«. Fakultät und Ministerium schrieben sofort, nachdem sie von dieser Drohung erfuhren, an Mayer, er möchte sich durch diese „unüberlegten Morte" der Studenten nicht abhalten lassen, die Professur zu übernehmen, «S würden schon all« Sicherungen getroffen werden, um ihm die Freiheit seiner wissenschaftlichen Arbeiten zu garantieren. Die Angelegenheit wurde Gegenstand einer sozialdemokratischen Interpellation im badischen Landtage. Der Sprecher der Partei fragte die Regierung, was. sie „zu tun gedenke", um .jetzt und für künftige Falle die Gleichberechtigung bei Besetzung der Hochschulposten gegen die „reaktionären Bübereien" zu sichern. Der demokratische Kultusminister führt« ebenfalls eine kräftige'Sprache. „An der Stelle", sagt« er, „für welche die Fakultät Professor Mayer berufen hat, wirkte einst der große Chemiker Haber. Die jungen Herrchen, welche sich jetzt erlauben, gegen den Senat und das Ministerium zu demonstrieren, scheinen vergessen zu haben, daß ohne' Haber, der jüdischer. Herkunft ist, ohne sein« Erfindung der Stick st ofsgew Innung aus der Luft, der Krieg bereits im ersten Jahre verloren gegangen wäre. . Haber und Einstein, auf diese und viele andere Gelehrten können die Deutschen stolz, sein, sie können auch auf Professor Mayer stolz sein. Es wird den Studenten, die das noch nicht wissen, bcigebracht werden, daß sie von diesen Männern zu lernen haben und daß es eine Schande fft, einen von der Fakultät vorgeschlagenen Gelehrten in geradezu erpresserischer Weise zu bedrohen." Es folgte auch eine ganze Reihe von Disziplinarverfahren igegen die Studenten, das Kultusministerium gab zu verstehen, daß es die Hochschule eventuell auf ein Semester schließen werbe. Indessen erhielt auch die rebellierende Studentenschaft' von Karlsruhe Unterstützung. Ihre akademischen Gesinnungsgenossen in Heidelberg und Freiburg erklärten: Gut, wir machen den erzwungenen Streik unserer Kommilitonen mit und sorgen dafür, daß keine Vorlesung an unseren Universitäten statffindet. In solchem Falle setzen leider die Studenten ihren Willen durch. Der berufen« Professor findet sich auf die Dauer damit nicht ab, Gegenstand eines so unerquicklichen Streites, zu sein. Er verzichtet. Professor Mayer verzichtete, und in dcn analogen Fällen, die sich in Gießen, Göttingen, Münster ereigneten, haben die betreffenden' Gelehrten ebenfalls verzichtet. . Seit etwa zwei Jahren kommt es kaum noch zu solchen. Ereignissen. Es wird von „oben" hcr schon gesorgt, daß die Studenten nicht Grund zur Kundgabe ihrer beleidigten Ariergefühle haben. Peinliche Verlegenheiren entstehen dabei in den Fakultärssitzungen selbst, denn es zeigt sich, daß es gar nicht so einfach ist, die Juden vom Lehrbetrieb „möglichst" zu eliminieren. Beispielsweise llnh ds». philosophischen Lehrstühle fchr «tU Migmws 8«Sst« pr Lssihen. jstns ata* das antisemitische Moment ausschaltet. In weniger.M einem Jahrzehnt sind dahingegangen: Simmel, Külp«, Erdryann, Windelband, Wundt, Las?, Tröltsch, andere bedeutende Lehret wie Eucken, Baumker sind zurückgetreten, ein drittel Stamm vyn Professoren ist zu alt geworden, um nochmals ein« neue Berufung und eine Uebersiedlung unter den jetzigen Verhältnissen auf sich nehmen zu können. Bei solcher Sachlage ist eine Lücke, die durch da- Ausscheiden eines ordentlichen Professors entsteht, sehr schwer auszusüllen. Heidelberg war davon vor zwei Jahren betroffen. Der Tod Erdmanns in Berlin machte eine Besetzung seines Lehrstuhles notwendig, mirn gewann Heinrich Maier aus Heidelberg. Nun aber toat dessen Lehrstuhl zu besetzen. Wer sollt« kommen? Maier, der kein Jude ist, schlug Karl Joel auS Basel vor. Der andere Heidelberger Fachvertreter, Heinrich Rickert, war damit einverstanden. Es ist ein Ausnahmsfall seltenster Art, wemi die Fakultät von dem Vorschlag der Fachvertveter abgeht. Hier tat sie es. Der deutschnationale Professor der Kunstgeschichte, Curtius, hatte sich vergewissert, daß Joel «in Jude ist und er legte sein Veto ein. In dieser schroffen Form, W« er.es tat, bedeutet« das eine Kabinettsftage. Hätte die FÄul'äi jetzt auf der Berufung Joels bestanden, so hätte Curtius' schicklicherweise sein RücktrittSgesuch eimeichen müssen und solchen Konflikten mit den daraus entstehenden Konsequenzen geht die Fakultät lieber auS dem Wege.. In Erlangen ist des zweite Lehrstuhl für Philosophie seit längerem vakant. Der Fachvertreter Hensel ist ein alter Herr, die Last von Vorlesungen, Seminarübung. Prüfungen und eigener Forscherarbeil wird ihm zu schwer. Er beantragt Berufung eines Kollegen und schlägt ebenfalls Karl Joel vor. Mit dieser Wahl stößt er sofort auf den Widerstand von einem halben Dutzend Professoren. Ein rabiater Alldeutscher sagt ihm direkt ins GeM: „Die Ueberhandnahme deS jüdisch:n Einflusses ist hier unerwünscht." Hensel hat von mütterlicher Seite jüdisches Blut m den Adern, er ist durch sie ein Nachkomme des Philosophen MoseS Mendelssohn. Er ist der friedlichste Mensch, aber diese Geschmacklosigkeit ist ihm zu dumm.. Er bittet den Dekan der Fakultät, dir Sitzung aufzuheben, bis dir Herr Professor begriffen habe, daß Berufungssragw nicht mit „Hitlerschen Willenskund ge b u n g e n" zu verwechseln sind. Der Dekan muß eingreifen. Er bittet, di« Verhandlungen in sachlicher, mit der Rücksicht auf die akademischen Gepflogenheiten vereinbarlicher Weise zu führen. Damit wollte er den alldeutschen Professor zurechtweisen. Der Herr merkt eS, wird erst recht erregt und beantragt, Professor Nelson auS Göttingen zu berufen. Er weiß, daß Hensel und Nelson in persönlichen Differenzen leben, weil der erste die Frau des zweiten geheiratet hat. Nach dieser Probe alldeutsch-prpftssorale, Kollegialität hörte die Sitzung auf.' Eine zweite, mit demselben Derhandjnngsgsgenstande. folgte. Karl Joel wurde ab ge lehnt, die Fakultät weiß heute noch nW, wen sie berufen soÜ. In Berlin ist jetzt Ut Lehrstuhl des kürzlich verstorbenen PhilosvPhieprofessorS TröNsch zu besetzen. Hasser! und Cassierer sind vorgenwrkt. Beide sind Juden. „Man weiß nicht, was n-ch werden mag." Max Weber hat schon recht: Bist du Jude und willst in Deutschland Professor werden: Lasciate ogni speranza. 'Versuchen Sie unseren seidenen 3dealstrumpf l, TRAT!NERHOF 2 (Graben Sie WifÄe» Hltleriauer. In der letzten Zeit möcht sich, wie I. T. A. anS BeÄm fe* richtet, der Verband nationaldeutsche-r Juden,' das ist der kleine Klüngel, welcher sich um den Stammtisch des Dr. Max Naumann sammelt, wieder -bemerkbar. Nicht gerade sympathisch. -Der Verband hat beim Vorstand der Berliner jüdischen Gemeind« darüber Beschwerde geführt, daß im Gemeindeblatt ein Mevbeav'.ikel für den Keren Hajessod entWten sei (d:r übrigens, - wie des Gemoindsvorstand erklärt«, bezahlt war). Aus den Hinweis des Verbandes der jüdischen Hit-ler- Leute, daß di« Aufgaibe der jüdischen Gemeinde ausschließlich aus dem Gebiete des Kul<tus lieg?, antwortete der Gemoindevorftand, indem er H.rrn Naumann und seinen Treuen eine Nechtsbefthrung erteilte: „Jhre.MWftmg, di- Ausgabe der jüdischen Gemeinde liege ausschließlich auf dem Gebiete des Kultus, teilen wir nicht, da nach Gesetz und H « rkommen der Kreis ein weiterer ist." Weit peinlicher, ja aussehenerregeitder war die Blamage, die sich das N.inmami-Gr-üPpchen in emr öffentlichen Versammlung holte, die vor eini-gen Tagen im Lvgenhause in der JoachimSta'lerstraß« unter der Parole .Segen di« Mische und, str tts dsu-tschr «SHchältrr» teate. Stetcegg forderte to« die deutsche» Jude» auf, ihre» Zufamme». 2. Februar 1924_ Nr. 1784 hang mit dem übrigen Judentum v-öklig ß« lösen und sich ohne Vorbehalt ln die deutsch« Einheitsfront emzugjliedcrn. Als Eidesheffer holte er sich einen Abgeordneten der BolkSpavtei und den früheren Ordonanzoffizier deS deutschen Kronprinzen, Major Anker, einen strammen Kapp-Put-schisten Den Ausführungen Naumanns und seiner etwas geradliniger deuffchnationalen Genossen traten der bekannt« Zionist RechiScmwailt Dr. Wfrch Kl««, Ministerialrat Dr. Da dt und der sozialistisch« LandtagSabgeordnete Dr. Oskar Cohn unter ftüvinischer Zustimmung eines großen Teiles der Versammlung entgegen. MS Dr. Cohn über das .Mkisch«" Wesen und da» Unheil, dos es über die Welt bringt,' sprach, gerieten einige Anhänger und insbesondere Anhängsrinnen NaumannS in Ekstase, da sie am empfindlichsten Punkte ihrer teutschen Seel« getroffen waren, und wollten — wohl zum Beweis«, daß sie Hitlers Lehren vom deutschen Wesen völlig inne hatten—Doktor' Cohn mit Brachialgewalt aus dom Saale entfernen. Er wurde von den im Saale anw senden Sozialisten geschuht. Als wieder Ruhe emtrat, muß!« sich Herr Naumann von einem christlichen Oberlehrer darüber belehren lassen, daß die Juden Deutschlands gewarnt werden müßten, sich durch schöne Versprechungen in Sicherheit wiegen zu lassen und daß es bei den Pogromen in der Grenadierstraße in Berlin mir dem Eingreifen einer Anzahl bewußter junger Juden zu danken war, daß nicht Blut geflossen sei. Mer da nützen keine Belehrungen: die Hrtlerianor Mischer Abstammung sind unbelehrbar und Mvbv» kehvbar, trotz des Eifers, mit dsm sie sich zur Bekehrung dräuen. Der internationale Antisemitismus. Ein Weimarer Hakenkreuzplakat. Berlin, 31. Jänner. (I. T. A.) In Weimar ist dieser Tage ein antisemitisches Plakat der Mringischen Nationalsozialisten erschien, welches die Genehmigung der Reichswehrgruppe 2 in Form des Stempels ,Mmhmigt" aufweist. Dieses Plakat trägt die Bilder Kurt Eisners, Rade kS, Max Wa rburgs. des Verfassers der Weimarer Verfassung. Exministers P r e u ß usw. mit entsprechenden hetzerischen Bemerkungen. Im Text werden die Ar? beiter rn der folgenden Weise ,/rufgeklärt": „Eure Revolution im Jahre 1918 wurde infolge ,der Zugänglichkeit eurer Führer gegenüber dem Verbrechergeist der Weltborse All-Judas zu einet Lohnbewegung gestempelt. Die Führer der Roten Internationale sind besoldete Verbündete und Beschützer der goldenen Internationale.... Die Macht der dreihundert Männer, von denen Walter Ra-thenau sprach und die die ganze Weilt -beherrschen, sitzt dem Arbeiter und dem Mittelstände im Genick . . . Wir fordern Schließung der Börsen, Verbot der Judenpressei Verabschiedung der Juden auS den Staatsst«ll?n.,. ^, Es lebe der völkisch-nationale Staat! Es lebe Adolf Hitler! Nieder mit der M.-a^rvchie un-ier Gnaden All-Judas und deS römischen PapsteS!" Enteignung des jüdischen Grundbesitzes in Polen. Lemberg, 31. Jänner. (I. T. A.) Auf Initiative deS Krakauer Vereines jüdischer Großgrundbesitzer Westgaliziens fand dieser Tage im Sitzungssaals der Lemberger Israelitischen Gemeinde ein« Konferenz von mehr als zweihundert jüÄschen Großgrundbesitzern auS Oftgalizien statt. Di« Redner wiesen auf die Gefahren hin, die dem jüdischen Landbesitz nicht allein vo« der bereits in Durchführung begriffemn. sondern ncch mehr von der geplanten Agrarreform drohen. Die polnischen Großgrundbesitzer werden unter den Schlagworten „Verdienste um das Vaterland". „Mufteowirtschaften" usw. sehr geschont, während die jüdischen Güter, obwohl st« alle nur zum mittleren Grundbesitz gehören, trotz vorzüglicher Bewirtschaftung enteignet und parzelliert werden. Es bestehe die Gefahr, daß die Juden aus der Landwirtschaft hinausgedrängt werden. Ni« kommt es vor, daß auch ein kleiner jüdischer Landwirt bei der Bodenverteilung berücksichtigt wird. In Oftgalizien sind heute gegen 600 Großgrundbesitze und einige tausend Kleingüter m jüdischem Besitz. Es existieren ettva 1500 jüdisch« Guts Pacht er, mehrere tausend jüdische Gutsauffeher^ Müller usw. Etwa 200.000 jüdische Seelen ernähren sich jetzt noch von Landwirtschaft und verwandten Bemfen. Im Verlauf der letzten Jahre sind etwa 40.000 Juden auS diesen Berufen verdrängt worden. Wenn es so werter geht, werden die Produktiven jüdischen Berufe in Ostgalizien überhaupt verschwinden. Nach einer längeren Debatte wurde die Gründung einer Organisation jüdischer Großgrundbesitzer Ostzaliziens beschlossen, und eine Kommission eingesetzt, die die Aufgabe haben soll, die jüdischen landwirtschaftlichen Berufe zu organffieren. Das litauische Sonntagsruhegesetz in zweite« Lesung angenommen. Kowuo,. 31. Jänner. (I. T. A.) Das Gesetz über die Zwangssonntagsruhe wurde im Sejm nun auch in zweiter Lesung angenommen. Wie bekannt, hat dieses Gesetz große Unruhe m den Kreisen der jüdischen Geschäftswelt sowie auch in jüdischen Kulturkreisen hervorgerufen. Indessen besteht die Hoffnung, daß das Gesetz vor der dritten Lesung wenigstens in bezug auf den Unterricht in den jüdischen Schulen vevbesiert werden wird. Bemerkenswert war die Rede des Geistlichen W i l i m o s, der die Meinung vertrat, daß es unter den Juden bloß zwei Prozent Gläubige gibt. Dir jüdische Deputierten Tr. N o b i n s o h n und G a * I fs«8iMl» tan antisemitischen Argumenten k-idW- I lchastlich entgegen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.