Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1783 (1.2.1924)
- Date
- 1924-02-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mr. rrv» OT«, FEtz 1 Februar 1924 WAitz Krdr Absatz aus de» LebeusmittelmSrkteu.! Mitteilungen aus dem Puhsifnm, Die Preise unverändert hoch. Die Teuerung auf den Märkten hat solche Dimensionen an» genommen, -atz die -reiten Schichten de« Bevölkerung namentlich m den letzte« Tagen gegen Monatsende den Märkten fem bleiben und der Handel fast ganz ins Stocken gerate« ist. Nicht nur Geflügel, Fische und Fleisch werben außerordentlich wenig gekauft, sondern auch die Nachftage nach grüne« Gemüse ist derart gering, daß die kleinen Mengen, die täglich aus die Märkte gebracht werben, vollkommen für den Bedarf genügen. Trotz der schwachen Nachfrage bleiben d i e P r e r s e u n verändert. Dies gilt auch für jene Artikel, die weit über Bedarf angsboten sind, namentlich für Butter und Tier. _ Vorwiegend heiteres Wetter. ' ' Der 50. Breitekreis bildet die Lustscheide zwischen einer »armen Südwestströmung über Nordeuropa und einer kalten Strömung über dem Mittelmeer. Im Bereiche des Hochdruckgürtels ist der Himmel meist wolkenlos, im Nord- und Ostseebereich trüb, auf der Nordseite der Lustscheide sind leichte Niederschläge zu erwarten, die nach O e st e r r e i ch kaum üdergreifenwerden. BorauSsaaer Vorwiegend heiterstellenweise Morgennebel. In den Niederungen Frost, in der Höbe m i l d, schwache Luftöewegung. Ein Kilo bnl tf«r Tausend Kronen Wien, 1. Februar. * Inspektor Sille« gestorben. Gestern ist im Waemeinen .Krankendauss der Leiter der städtischen Kleingartenstelle Franz S i l l e r gestorben. Er war der B e g r ü n d e r der Kl eingar t e n b e w e g « n g, die ihm ihren Aufschwung zu verdanken bat. * Bisumzwang für die Reise ins Fürstentum Liechtenstein. Da seit 1. d. -das Fürstentum Liechtenstein sich an das schwei^riische Zollgebiet angeschlossen hat, ist seither für die Einreise österreichischer Staatsangehöriger nach .Liechtenstein ein Paßvisum notwendig. Dieses Visum wird von der unständigen schweizerischen Auslandsvertretung erteilt. Für di§ Erteilung von Sichtvermerken zu Reisen nach Liechten-- stein an Hierlands wohnhafte Oesterrricher ist die schweizerische Gesandtschaft in Wien zuständig. Im Fürstentum Liechtenstein wohnhafte liechtensteinische und andere fremde Staatsangehörige haben sich die zur Reise nach oder durch Oesterreich erforderlichen Sichtvermerke bei den österreichischen Vertretungsbehörden in der Schweiz zu beschaffen * Zuckerdiebstahl in Nutzdorf. Im Nutzdorfer Bahnhof wurden aus einem Waggon sechs Säcke Kri st allzucker im Werte von 673 Millionen gestohlen. Drei Säcke wurden bei einem Delikatessenböndler in Döbling entdeckt. Es wurden der Hilfsarbeiter G i t s ch i a l e r und zwei seiner Freunde unter dem Berdocbte des Diebstahls verb "stet. * Internationales Bureau für Hochschulauskunfte. Das vom Völkerbund beschlossene internationale Bureau für Hochschulauskünfte hat söine Tätigkeit bereits ausgenommen. In seine« ersten Sitzung wurde beschlossen, ein offizielles Verösfentlichungsblatt zu gründen, das alle Vierteljahr erscheinen und Nachrichten über internationale Hochschulfragen erörtern soll. Kleine Wronil. ->'• Ein aufsehenerregender Konsessionswechsel. Aus London wird berichtet: In England erregt der vor kurzen! erfolgte Uebertritt des Sir Alexander Hamilton, eines der reichsten Grundbesitzer der Grafschaft Süssex, zunr Islam großes Aufsehens Sir Alexander Hamilton steht in: 47. Lebensjahre, hat am Kriege teilgenommen und ist der Führer der Konservativen in Sussex. Hamilton hat, den Vorschriften des mohammedanischen Glaubens entsprechend, eine Pilgerfahrt nach Mekka unternommen, von der er soeben zurückgekchrt ist. Dies ist aber, der zweite Fall, daß sich ein Mitglied des englischen Adels zum Islam bekehren läßt. Vor Jahren ist bereits die wegen ihrer Exzentrizitäten bekannte Lady Stau Ho pe Mohammedanerin geworden. * Colonel Kish bei eine« Beduinenscheich. Aus Jerusalem wird uns berichtet: Colonel Kish besucht2 vorigen Monat die neuen jüdischen Siedlungspunkte im Tale Jesreel. Ms er in der Kolonie Encharnth Werlte, erschien eine berittene Abordnung von Arabern, die ihm die Einladung des Beduinenscheichs des JordantaleS überbrachten. Colonel Kish begab sich zu Pferde, in Begleitung zweier Kolonisten aus Encharnth und Tel Josef, zum Betuche des Scheichs. Unter ganz besonderen Ehren wurde Kish im Lager der Beduinen empfangen und eingeladen, mit ihnen in einem der Feldlager zu übernachten. Die Gäste verbrachten einen sehr anregenden Abend. Die Araber sangen Heldenlieder und waren außerordentlich bemüht, den Gästen ihre Freude über die Ehre des Besuches zum Ausdruck zu bringen. Am anderen Morgen fand ein sehr herzlicher Abschied statt. Der Scheich begleitete mit seinem Gefolge Colonel Kish bis nach Beth Schan. Hier besuchte Colonel Kish den Gouverneur-Stellvertreter und fuhr dann nach Jerusalem zurück. * Die erste jüdische Zeitung in Manischer Sprache. Dieser Tage erschien in St owno die erste Nummer einer jüdische Wochenschrift in litauischer Sprache „MusuZodis" (Unser Wort). Redakteur ist Herr R u b i n st e i n. (I. I. A?. ® Antisemitisches Notgeld. Im „SlrtHMi Generalan- Mifler" ist folgende Bekanntmachung au Lasen: ,Me Noggenicheilne des Kreises Gre.ifenha.gen des Pomm-erschen Landendes, die Len Ausdruck tragen: ,/Dieser Schein ist unMti-L wenn er in die Hände von Juden oder Iudenmischlingen gelangt. Deutschland den Deutschen! rverden hiermit zum Umbusch in mrdcre Scheine bis 31. Jänner ansgerufen. Scheime d'.eser Art, die bis zu diesen! Zeitpunkte nicht zunr Umtqulsch vorgeilegt sind, verlieren ihre GiNWoit. Stettin, den 4. Jänner IM. Kmisgruppe Grerfenhagen des Pommerschen Landendes. RogMwschsmaiuSgadestellen Stettin und Greifenhagen. Die Leitung: v. Bedungen." - jüdisch« Schulwoche fit Warschau. Am Sonntag den 4). Jänner begann in Warschau eine S a m m e l w o ch e zugunsten des jüdischen Schulwesens. Die Woche wurde eingebettet durch große Volksversammlungen, in welchen nach Ansprachen bekannter jüdischer Schriftsteller Resolutionen znaunsten der jüdischen Schule angenommen wurden. Im Saale des Kaminski-Theaters allein wurden über 200 Millioneü Mark aufgebracht. Am Abend fand im Zentral-Theater rm Rähinen de« Schulwoche eine Kindervorstellung statt, hie einen großen finanziellen Erfolg hatte. Für den Venauf der Woche sirw weitere große Sammelaktionen vorgesehen. Feinste Oelsarbi neu '/^Dose (5—S Fische) K 6500 Engl. Matjesheringe Stk. X 20001 Berliner Rollmops Stk. K2600 FeinsteBiSmarkheringe „ „ 2200 > Feinste Bratheringe „ „3600 Täglich frisch gebratene« Kabliau 10 Deka K 2600 kiM tmmii: n. »INI»,MM. NU-ii-rr I.U-S-1I (Nachfolgende Notizen bis z« der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) 9 Tanzinstitut Hermann Braun, 14. B«z., Reindorfgasse 41 * Die neuen Telephonnnmmern der Nordisch-Oeftee» reichischen Bank, Wien 1. Bez-, Seilerstätte 22, lauten ab heute 77-6-85 Serie. Bered», BorttSgr und Brrsamnlmige». Palästina-SektiomzionistrscherHörer ander Hochschule für Welthandel, 2. Dez., Taborstraße 1. Mezzanin. Morgen Samstag, Vj8 Uhr abends, Vortrag Dr. I. Walomann: „Die sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen des Zionismus." Gäste willkommen. Vereinsjubiläum. In der ersten Februarwoche feiert der Verein zur Ausspeisung, arm er israelitischer Schulkinder für den 16. und 17. Bezirk daL Jubiläum seines 23jahrigen Bestandes. Dieser Verein, der ein eigenes Kinderheim, 16. Bez., Wurlitzergasse 11, besitzt, hat im Laufe seines Bestandes viel zur Linderung des jüdischen Elends beigetragen, indem er jüdische Schulkinder im Alter von 6 bis 14 Jahren unentgeltlich ausspeist und die Bedürftigsten unter ihnen mit Kleidungsstücken beteili. Gegenwärtig werden im Heim des Vereines täglich achtzig Wiener Schulkinder, darunter viele Kriegerwaisen, ausgespeist, überdies erhalten jetzt täglich 50 jüdische Kinder aus Deutschland im Vereinsheim unentgeltliches Mittagessen, wen Knaben- und Mädchenhort, welchen er in früheren Jahren unterhielt, mußte er infolge der ungünstigen Verhältnisse der Nachkriegszeit ein stellen und hat heute infolge der hohen Kosten Mühe, seine Aktion zu erhalten. Daher stellt der Verein, welcher sein 25jöhriges Jubiläum am 2. und 3. Februar durch eine Reihe von Festlichkeiten begeht, an die Wiener Jtwenschaft die Bitte, durch eine Iudiläumsspende zur Bildung eines Jubiläumsfonds oeizutragen. der den dauernden Bestand seiner Tätigkeit sichert: und die Möglichkeit zur Erweiterung seines Wirkungskreises geben soll. Bühne mid Kunst. «ne neue Sperette im Bürgertheater. „Agri", eine Operette, zu der A. M. Will ne r und Wilhelm Sterk den Text und ein für Wien neuer Mann, Ernst Steffan, die Musik geliefert haben, errang bei ihrer Erstaufführung im Wiener Bürgertheater beim Publikum Beifall in gewohntem Ausmaß. Das Aufgebot mehrerer Größen wie.Louis Treumann, Fritz Schulz, Ferdinand Bor:n, Luis« Kartousch und Mimi Kött hatte einen wesentlichen Anteil an den Lorbeerkränzen, die die Textdichter und der Komponist davontrugen. Heber das Werk und die Darstellung morgen noch ein Wort. dt. Eine Interessengemeinschaft zwischen der Berliner und Rew-Norker Oper? Zwischen der Berliner Staat^oper und der Metropolitan Oper in New-Aork steht der Abschluß einer Interessengemeinschaft bevor. Wie die „Vossische Zeitung" berichtet, war die Reise deS Intendanten der Berliner Staatsoper Max v. Schillings damit im Zusammenhang. Die Interessengemeinschaft soll vor allem dem Austausch von Solokräften dienen. Frau Aknay verläßt das Burgiheater. Wie „Pesti Naplo" mitteilt, hat die Wiener Burgschauspielerin Vilma Aknay, deren bevorstehenden Abgang vom Burgtheater unser Blatt Shon seinerzeit melden konnte, dieser Tage ihren Vertrag mit em Budapester Renaissaneetheater unterzeichnet. Frau Aknay ist bereits in Budapest eingetroffen und wird in dem neuen Stuck , von Ernst Kajda (Srdney Garrick) „Der Harem" in Budapest zum ersten Male auftreten. Ein« Ausstellung bei Würthle. Die ALaler Looipold Gottlieb und Fritz Groß und der Bildhauer Jakob Low eröffnen am 2. Februar in der Galerie Würthls (1. Boz., Weihburggasse 9). eine Kollektivausstellung ihrer Werke. Smetanas Oper „Zwei Witwen" in der Wiener Staatsoper. Wie wir dem „Prager Tagblatt" entnehmen, hat der in Prag gebürtige Musikschriftsteller und Lehrer an der Staatsakademie der Tonkunst Julius Bistron in Wien eine neue Uebersetzung des Textbuches von Smetanas „Zwei Witwen" vollendet, die zum ersten Male in der Wiener Staatsoper anläßlich 'der Smetana-Feier zur Verirendung kommt. Was alles vertont wird. Darius Milbaud har einen Blumenkatalog in Musik gesetzt; das Werk wurde in einem Londoner Konzert aufgeführt. Die Sängerin Esther Coleman führte den Gesangspart zu einer Begleitung von Saiteninstrumenten aus. Am den Theatern. Durgtheater. Morgen, ty*3 Uhr nachmittags, „Fl achSmann alSEr ziehe r". 7 Uhr abends „D i roteMühl e". Akademietheater. Morgen, 8 U h r nachmittags, „D e r S ch w a n". 7s& Uhr abends „A « T e e t i s ch". Operntbeater. Zn der heute stattfindenden Aufführung der .Boheme" singt Äaumersänger P a t t i e r a die. Pattie oes Rudolf. Kammersäntzürin Lehmann tritt zm» letzte» MH vor ihrem Gastspiel an der Mailänder Skala auf. — Dienstm den 12. d. findet in der Staatsoper ekn Opernball'stickt. In der Volks oper findet heute. 7 Ubr abends, dl, Erstaufführung der komischen Oper „Fürstin T a n a a r a" Musik von Offenbach, bearbeitet von Karl Lafits. statt. - Morger „T v S e a . — Sonntag nachmittags .Madame Butter* f l, abends .F ü r st t n T a n a g r a". Im Deutschen VolkStheater spielt Alex<mbe, M o i s s i heute zunr letzten Male die Titelrolle in Raonl AueruheimerS Lustspiel „Casanova in Wien".— Für Samt« tag den 9. d., ^8'Uhr nachmittags, wurde Hermann Heyermgn« Spiel .Kettenglieder" in neuer Inszenierung angesetzt In den K a m m e r s p i e l e n findet Dienstag den 5. b., 7 Uhr abends, die deutsche Urauffübrung des breiartigen Lustspiels .D i e A l a r m g l o ck e" ll-» Sonetts d’Ahrme) von Maurice Hennequin und Romain Coolus statt. — Mittwoch den 6. d. eröffnet im Rahmen der Nachtvorstellungen Maria O r 8 § a ein kurzes Gastspiel. Die Künstlerin spiett die Cbarlotte in Verneuils „Karussell", die sie in Berlin kreiert hat. Im Raimund-Theater spielt Max P a l l e «- berg heute den Malik in dem Lustspiel „Die Dampft m a s ch i n e", SamStag und Sonntag den Zawadil in „Familie S ch i m e k", Montag den L i l i o m. — Dienstag den 5. d. ist mit Pallenberg in der Hauptrolle die Erstaufführung ds§ jüngsten Werkes von Georg Kaiser .Nebeneinander" (mit dem Untertitel .Volksstück 1023"). Georg Kaiser trifft bereits Montag in Wien ein, um der Erstaufführung seines Werkes beiwohnen zu können. Im Modernen Theater gelangt heute Mrco Broeiners Komöbienzyklus .D a S W e i b ist bitter" zur ersten Wiederholung. Für diese Vorstellung gelten bereits g ewohnliche Preise. Z o Ü a u n S t r a u s;-T h e a t e r. Die morgen (Samstag) und Sonntag nachmittags mit Raoul A s l a n als Gast stattfindenden Jirbiläumsaufführungen der Operette .Die F S r st e r ch r i si l" beginnen um 3 Uhr. Gerichtssaal. tzuthüllmism aus einem «affeuschmumrl. Prozeß. (Die Hakenkreuzler und die Christlichsozialen kompromittiert.) In dem Prozeß gsgen die vier des Betruges Hei Gsschä-sben mt Waffen Angeklagten hat es sich herausgestellt, daß auch ein Rechtsairwalt imter ganz n^crNvüvdvgen Umständen Msschinengeivchre Lmftn wollte. Der Dertsidiger tstzlte mit, daß der Rechtsanwalt Dr. Blümel Maschinengewchre rm Jahre 1020 haben wollte, jsdoch nicht fürs Ausland, sondern firrS Inland zur Bewaffnung der Heimweh«. Er erklärte, es sei ihm gang gleichMttg, Lvvher diÄ« Waffen stammten, sie könnte« auch gestohlen sei». In der Kanzlei - des Dr. Blümel kam m Gevrrag Klftariöe, bvi dessen Abfaffung Obech Prochaska und Major Herlinger zugegen waren. Auf de» Einlwand des jetzigen Angeklagten Panliezek, was denn die Polizei sagen würde, wen« sie davon erführe, sagte Dr. MümÄ, er habe glänzende Beziehungen zur Poligei, Präsident Schober unterstütze die Aktion Mvd so sei nichts zn fürchten. Es evsÄlgte eine Anzeige brr der Polizei seitens des Avbeitervrtes, dach vevlief die Angvlegerchoit im Sands. Dr. Blümel ist sin bekannter Führer der HaKenkreuAer, der allem Anscheine nach die Waffen für die Hakenkrtttzlerorgsnisattottetl haben und dabei dem Pauliezek, um ihn zur LiefevuMg zu veranlaffen, emroden wollte, daß Schober von der Sache wiff« Auch der hakenkreuzlerische BdvÄkat Dr. Tpielvogrk spielt bei dm: Falle sine Rolle, da er angsblutz dem groß^ deutschen Vizekanzler Dr. Frank c>n Gesuch, zugunsten Pauliczeks übergab. Doch auä) die christlichsoziale Partei ist nach den Beweisanträgen der Verteidiger ko m pro mit" tiert, denn die Firma Sidersr u. Ko. in der Bräunerstraßs hatte sich i-m Smmner 19W an Pauliczck und HoreszovÄH durch den Major Sattler gewendet und ihnen Waffen zum Verkauf Egsboten, die aus dem Besitze der chrWichsoMen Partei stammten, welche dringend Geld für den christlichsozialen Wahlsonds brauchte und deshalb bk Waffen verkaufen wollte. Dis Verteidigung bchauptet weiters, daß im Herbst -1032 die bsiden gsnaM-ten AngMagte« ein Waffengofch-ai-r :w>n>en den: Leiter der ÄachdrmübilisierunL, RogieMrvgsva: Dr. Hermamr Oppenheim, und dem B-ertvc-ter der tschechischen MMmmriffio», ' Major Neander, -zusarnmengebracht haben und daß dabei eine Provision von Oppebheinr ausgezchlt wuvde. Da die Verteidigung Seine-andren Zeugen als die beiden Angeklagten führen karrn, erscheint dieser Fall u'nglaubwürdig, zumal im Prozeß Hornik- Oppenheim seinerzoi-t die Affäre Mander bespwchen -und die Schuldlosigkeit Oppenheims nachgawiesen wurde. Dagegen har sich im gestrigen Prozeß gezeigt, daß nahezu alle fremden Militärmissionen gute WaffenAoschäste in Wien genrach: haben. Dis Verteidigung beantragte unter anderein die Ladung des 100 em breit, neueste vesstns in »Neu bsrden Artur GriSn nur I. Adlergasse