Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1783 (1.2.1924)
- Date
- 1924-02-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Moraenzeliunft. s. Februar 1934 Nr. 178t B.. "selatt fnnz Piliik Kommandite der Kroatischen Eskomptebank. Agram _ Wien, I. Seitzergatse 4 'EÄ™M _ Telephone: 60-4*82, 60-4*93. 63*4*85, 64-4*42. 68-4 78. 69-4*82 »y*H? Telegrammadresse; Frapobaitk Alle Arten von Bankgeschäften Kredit- und Warengeschäfte vene v Men. Frn'fasi Polizeipräsident Schober 1 ßur Einvernahme über ihre Beweisantrage, die alle dazu dxmen sollen, zu erweisen, daß auch andere Gesck^ifte mit Maschine- | gewehren abgeschlossen wurden, und daß die Anoeklachen im! guten Glauben sein konnten, daß die Masch ineng.wehre vor*- Händen seien und geliefert werden kannten. Die Staatsanwaltschaft spricht sich gegen die Anträge aus, die auch abgelehnt werden. AuS dom Zeugenverhör ist nach zu erwähnen, daß der Zeug* Mal ly, der der polnischen Gaändischaft;ugeteilt ist. 80 Millionen von HoreSzovsky nur dafür erhielt, daß er sich mit dem Arsenal in Verbindung setzte und aus Grund seiner Beziehungen zum Arsenasleiter Fächer, wann! auch fruchtlos, versuche, Maschineng'wehre zu beschaffen. Im 8a.u.fs der NachmittaoSverhandlung stellte sich heraus, daß die Behauptung bezüglich Oppenheims jeder Grün dläge entbehrte. Der Verteidiger gab im Namen seines Kollegen, des Dr. Rosenseld, die Erklärung ab, daß ein VeweiSantrag RojenfeldS mißverstanden worden sei. Rosenfeld habe nickt gesagt, daß Direktor Dr. Oppnch im geElegent-lich eines Waffengeschäftes eine Provision genommen habe. Das Urteil. Nach längerer Beratung wurden U r p a n i vom Verbrechen des B.'truaes und Eduard HoreSzovsky vom Verbrechen der Erpressung freigesprochen, dagegen letzterer sowie P a u l i c z e k und R e t t i n g e r wegen des Verbrechens des Betruges verurteilt, und zwar Vanliezek und Horeszcwsky zu ie Kweieinhalb Jahren und RettInger zu 15 Monaten. Retimger behielt sich Bed"nikzeit vor, während die b.vden anderen gegen das Urteil die Nichtigkeitsbeschwerde und gegen das Strafausmaß die Berufung anmoldoten. Ein Antrag des Staatsanwaltes auf Verhängung der Untersuchungshaft gegen Horeszovsky und Pauiliozk wurde vom Gerichtshöfe wegen Nichtvorliegens des Fluchtverdachtes cckgewiesen. Die Erklärung der Nolireidirektion. . Die Polsteidirektion teilt zn der Behauptung, daß Voli- Mprosldent Schober von der Aktion der fingierten Waffenlieferungen gewußt habe, folgendes mit: Diese Behauptung ist schon aus dem Grunde unzutreffend, weil die dieser Verhandlung znarunde limcnde S t r a f a n z e i g e von der P o l i z e i d i r e k t i o n Wien s e l b st ersta 1 tet worden ist. Der Poli'eidirektwn war nämlich im Oktober 1922 vom Volireikluumiskariate Wiener- Neustadt mitgeteilt worden, daß ein gewisser Heitler einen Transvort von Maschinengewehren per Bahn nach Ungarn zu bewerkstelligen beabsichtige. Die von der Polizeidirektion smort eingeleiteten Erhebungen ergaben, daß der Ingenieur Hans Paulicek und V»r Kautmonn Eduard H o r e s o v s k v, die schon einige Male die Polireidirektimr aus ähnlichen Anläßen beschäftigt hatten und bereits im Februar 1919 der Staatsanwaltschaft in Wien wegen Verdachtes des Betruges ange- ALigt worden waren, sich auch diesmal zur Lieferung einer größeren Anzahl von Maschinengewehren dem Reisenden Michael Heit! er angeboren hatten, daß es sich aber in Wahrheit um ,Fuftgeschäfte" handelte, und es den Genannten nur um die Herauslockung von Provisionen zu tun war. Nach Abschluß der Erhebungen wurde gegen P a u l i c c 1 und Horesovsky an die Staatsanwaltschaft Wien die Anzeige wegen Betruges erstattet, die den Anlaß zu der gegenwärtigen Gerichtsverhandlung bildete Wenn Doktor Alois Blüml behauptet haben sollte, „glänzende Beziehungen zur Polizei ur haben, wo er alles vertuschen könnte, wenn etwas auskommen sollte", so ist dies vollkommen unrichtig. Weder dem Polizeipräsidenten, noch einem der in leitender Stellung befindlichen Beamten ist ihres Wissens Dr. Blüml persönlichbekannt. Die Polizeidirektion kann naturgemäß erst nach Abschluß der Gerichtsverhandlung, wenn ihr die Akten zugänglich sein werden, dafür Sorge tragen, daß derartige aus der Luft gegriffene Angaben auch die entsprechende Sühne finden. Hundert Millionen Provision für den Nichtverkauf eines Palais. Ter Direktor und Verwaltungsrat Leo Pallasch klagte den Verwaltungsrat Samuel B r o n n e r lmm Zivillandesgerichte auf Zahlung einer Provision von 100 Millionen Krönen, weil er ihn im Jahre 192° beauftragt habe, sein damals neu erworbenes Palais zu verkaufen, da er auf den von ihm angekauften Modena-Gründen hinter dem S'adtpark ein Valors erbauen wollte. Durch die Schuld Bronners, der erst fünf Milliarden, dann 120 000 Dollar u"d imch mehr verlangte, sei der Kaufabschluß mit dem amerikanischen Gesandten und einem zweiten Interessenten, dem Gweraldir^tor Alexander Schindler, nickt zustande gekommen. Da der Vertreter des Geklagten angab, daß der Kläger niemals beauftragt war, den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen, wurde zur Vernehmung des Schindler und anderer Zeugen die Verhandlung vertagt. Die Bezeichnung „Krregsgewlnner" keine Ehrenbeleidigung. Der Schneidermeister Urbanskh trat gestern beim Bezirksgerichte in Strafsachen 1 als Privatkläger gegen den Arbeiterrat und Zeitungskorrektor Zechmeister auf. Der Kläger hatte durch zwei Jahre mit dem WobnunaSamte einen Kamps wegen Zuweisung der Wohnung an seine Braut, die er dann heiratete, geführt. Bei einem firii daraus ergebenden Prozesse soll Zeck> meister, der damals Zuweisungsk o m m i s s ä r war, den Kläger in höhnischem Tone einen „E b r e n m a n n" und „st r e i t s ü ch t i g" genannt und bemerkt haben, daß für die Geliebte eines Ausländers und Kriegsgewinners keine Wohnung zu haben sei. Der Angeklagte gab die Aeußerungen zu und bezeichnet? sie als berechtigte Kritik, da der Kläger. ar§ er von seiner ersten Frau noch nickt geschieden war, für seine Geliebte die Zuweisung einer Wohnung verlangte. Er habe ihm und einer anderen Person für die Zuweisung ein Geschenk anbieten wollen. Der Verteidiger vertrat den Standpunkt, daß die Ausdrücke „Ausländer" und „Kriegsaewinner" keine Ehrenbeleidigung beinhalten, zumal der Umstand, daß sich jemand durch den Krieg bereichert habe, von vielen Leuten sogar als sehr lobenswert angesehen werde. Ter Richter verurteilte den Angeklagten wegen der Ausdrücke „Ehrenmann" und „streitsüchtig" zu 50.000 K. Geldstrafe, sprach ihn jedoch wegen der Ausdrücke riegsgewinner" und „Ausländer" frei, da die Bezeichnung „Kriegsgewinner" keine Ehrenbeleidigung im Sinne des Strafgesetzes bi'de, zumal diese Bezeichnung, wenn sie auch verschieden gedeutet werden könne, nickt den Vorwurf einer unehrenhaften oder unsittlichen Handlung beinhalte. Volkswirt. Gestempelte Krone --- 8.8081'/« kentlme». Auszahlung Wie» ---- 8.8881'., Centimes. Zn Zürich notierte 81./I. 90,1. die ößerr. pellemrelte Krone . 0.0031*4 0.00817, die ösierreiä'ilche Krone . . . . . . 0.00817, 0.0,181'/, die tschechische Krone . .. . . . 16.637* 16.677, die Mark .. pro Milliarde Rolland. . , . ... 215 90 215.60 Vew-Vork. . . . . . . 578.50 579.- London.. . ... « » . 24.70 24.62 , . . 26.75 26.37 25.12 25.12 Velorad....... 6.637* 6.657, Bukarest ...... , . . I . 2 94 2.95 Sofia ....... . . . . . 4.15 4.14 Vudavest ...... . . . . 0.0204 0.0204 Warschau ...... Haraliri eines Verstorbenen. Bemerkungen znm österreichischen Wahrungsstreit. (Von einem Währungspolitiker.) Der frühere Gouverneur des Testerr-eichisch-ungarischen Bank, Dr. S p i h m ü l l e r, hatte, als er in das Dunkel der Pensionsberechtigung verschwand, die Sympathie der Oeffentlichkeit für sich, und als er seinen Abgang dazu benützte, um einen heftigen Angriff gegen den Beherrscher unseres Dalutaschickjals, Sektionsches Schwarzwald, zu reiten, standen chm nicht nur alle sogenannten bürgerlichen Blätter bei, sondern er fand auch den Beifall des Publikums. Leider hatte aber diese Attacke nicht den gewünschten Eifolg. Dr. Sp ihmü ller blieb weiter im Hintergrund des öffentlichen Lebens. Diese Muße hat er nun zu einem neuerlichen Angriff gegen die gegenwärtige Leitung der Notenbank benützt, der trotz seiner gedanklichen Inhaltslosigkeit von einzelnen Blättern in großer Aufmachung und unter enormer Papierverschwendung gebracht wurde. Mit diesen neuerlichen Angriffen hat sich der frühere Gouverneur der Desterrrichisch-ungarischen Bank den Rest der Sympathie verscherzt. Man muß den Scharfblick der früheren Leiter der österreichischen Finanzpolitik bewundern, die sich dieses Mitarbeiters entledigt und an seine Stelle den früheren Ministerialrat Dr. DraunriS gefetzt haben. Dr. Cpitzmüllers Kritik gipfelt darin, daß es verkehrt sei, eine fixe Relation der Krone zum Dollar während der ganzen Zeit der Sanierung einzuhalten. Das Richtige wäre, wenn die Regierung eine langsame Steigerung deS KronenkurseZ eintreten ließ«, um dadurch die monatlich fortschreitende Teuerung zu paralysieren. Diese Teuerung resultiere nämlich daraus, daß auch weiterhin Inflation betrieben wird, indem der Notenumlauf durch Aufkauf von Devisen gegen Hingabe von Kronennoten vermehrt wird. Aus dieser Argumentation kann man schon die Tatsache herauslesen, daß Dr. Spitzmüller nicht mehr Präsident des Noteninstituts ist. Wäre er es, dann würde er sich gegen die in seiner Argumentation' enthaltene Znmutnng an bi* Notenbank, sie solle den Wert der Krone heben, damit sie ihren Drvisenbesitz verliere, mit Entrüstung kehren. Die Notenbank übernimmt vom Staat fortlaufend Devisen, die aus dem Völkerbundkredit stammen, und gibt dafür dem Staat Kronen, die er braucht, um seine Ausgaben zu bestreiten. Es ist selbstverständlich, daß di* Notenbank dies nur tun kann, wenn sie vom Staat die vertragliche Zusicherung erhalten hat, daß sie für «inen eventnellen Verlust in diesem Devisenbesitz schadlos gehalten werden wird. Infolgedessen hat der Staat ebenfalls kein Interesse daran, durch eine Steigerung des Kronenwertes seim Zinsenlast zu vermindern, mamammaoBammmmmmmtammmaammmmmmmmmmmmmmmm Bekcmn'lich sieht die bisherig« Zollpraxis vor, daß Karrfleute gegen Hinterlegung von Wechseln, den sogenannten Zollweäscl'ln, den Zoll kreditiert erhalten. Die Wechsel blieben bisher bei den Zollbehörden liegen und wuvden bei Einlösung den Zollkreditnchmern zurückgestellt. Nun soll in diesem System eine Aendevung getroffen wenden. Die Zollbehörde will daran gehen, diese Zoll st und ungen nunmehr i ns o ferne z u r e a l i s i e r e n, als sie die Wechs l weiter begaben will. Es handelt sich hier darum, daß die Verwaltung sofort flüssiges Geld erhält und nicht bis aus dasEingohen der Zahlungen wartet? Zu diesem Zwecke schweben j. tzt Verhandlungen zwischen dem Finanzministerium und der Na'.ional'bank, die den Zweck verfolgen, die für Zollkredite hinterlegten Wechsel bei der Nationa 1 bank zu eskamptkeren, so daß der Staat sofort llber di« kreditierten Zollsummen verfügen kann. lieber diesen Plan der FinawMrwallung herrscht unter den Kaufleuten begreifliche Aufregung. B> 'kauntlich nehmen die meisten kauifmä-nnischen Wechsel ihren Wag in die NationaL» wogogen er aber, wie gesagt, der Notenbank einen eventuellen Kapitalsverlust am Devisen besitz ersehen müßte. Was nun die monatlich fortschreitende Teuerung betrifft, so ist etwas in den Gedanken Dr. Spitzmüllers richtig. Wenn nämlich z. B. vor dem Krieg sich der österreichische Rothschild von seinem englischen Detter 25 Millionen Pfund auSgeliehen und zur Bank des Herrn Dr. Spitzmüller getragen hätte, so hätte er ohne weiteres 628 Millionen Goldkronen in Papier dafür erhalten. Wenn er nun diese 625 Millionen Goldkronen dazu benützt hätte, sich einen Hoshalt von 100.000 Beamten, Gärtnern. Dienern, Kinderfräule'.us usw. zu halten und diese für ihr Nichtstun reichlich zu bezahlen, so hätte er durch diese Ausgaben, abstrakt wirtschaftlich gedacht, eine schwere Teuerung hervorgerufen. Insoweit der Staat dieses Beispiel in Wirklichkeit umsetzt, d. h. solange wir em auS unprodu kt iven Ausgaben resultierendes Budgerdesizit haben werden, werden wir über Teuerung klagen müssen. DieS hat aber mit der Politik der Notenbank gar n'chkS zu tun. ES wäre das Verkehrteste, die jetzige Teuerung durch eine Hebung des Geldwertes bekämpfen zu wollen. Zu bekämpfen ist sie nur durch Abschaffungdes Index und radikale Ordnung der staatlichen Einnahmen und Ausgaben. Die tslhecho-slowMche Handelsbilanz. Prag» 81. Jänner. Das tschecho-stowakische statistische Amt veröffentlicht eine. Ilebersicht über die tschecho-stowakische Handelsbilanz 1923, aus der hervorgeht, daß sich der Wert der Einfuhr aus 10.129 Millionen tschechische Kronen und der Wert der Ausfuhr auf 12.51? Millionen tschechische Kronen belief. Die Handelsbilanz war daher mit 2389 Millionen aktiv gegen 5390 Millionen im Vorjahre. Abnahme des deutschen Notenumlaufes. Berlin, 31. Jänner. Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Jänner läßt nach den Notenabflüssen während der letzten drei Dezemberwochen für die erste Jännevwoche ein« wenn auch geringfügige Abnahme des Banknotenumlaufes, nämlich um 5,5 auf 491 Trillionen Mark, erkennen. Auch die Girobestände auf den Papiermarkkonten der fremden Gelder gingen zurück, uno zwar um 66,3 auf 417,4 Trillionen Mark. Dagegen erfuhren die Rentenmarkgiro bestände von neuem eine beträchtliche Ausdehnung um 97 auf 172.4 Millionen Rentenmark. Insgesamt weisen also die fremden Gelder der Bank eine Zunahme um 41,7 Trillionen Mark auf. Den Zuflüssen an Remenmark im Giroverkehr stehen wachsende Ansprüche an Rentenmarkkrediten im Diskont- und Lombardgeschäft gegenüber. Der Bestand der Bank an Rentenmarkwechseln stieg um 56,6 auf 71,8, daS Rentenmarklombardkonto um 36,4 auf 163,4 Millionen Rentenmark. Im Papiermarkkreditgeschäft war ein weiterer Rückgang deS Wechselportefeuilles um 28,3 auf 284,2 Trillionen Mark zu beobachten, während die Lombardforderungen auch hier sich vermehrten, und zwar um 7,7 auf 149 Trillionen Mark. Die zinstragende Kapitalsanlage der Bank erhöhte sich demgemäß im ganzen um 77,4 auf 668,5 Trillionen Mark. In den Beständen der Bank an Rentenbankscheinen ergab sich — im wesentlichen unter dem Einfluß der erwähnten Rentenmarkgeschäfte — eine Verminderung um 17,4 auf 175,6 Millionen Rentenmark. Die Darlehenskassen des Reiches liehen 0,1 Trillion Mark neu auS. Ihr Dar^ehrnsbestand sowie der Bestand der Reichsbank an Darlehenskassenscheinen hob sich infolgedessen auf 9,4 Trillionen Mark. Anleihe« der ungarischen Sevifenzentrale. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 81. Jänner. Beim HandelSmmister Balko fand heute nachmittags ein« Beratung der Vertreter der Industrie und des Handels statt, die sich mit den Devisenfragen befaßt«. Von seiten der Industrie wurde eingewendet, daß die bank. Der Wechselkredit eines jeden Kaufmannes ist ziemlich begrenzt. Wenn nun daS Wechf lkonto des einzelnen Kau.fmannes durch die von der Zollbehörde hintevlogten Zollwechsel in Anspruch genommen wird, ist es selbstverständlich, daß dadurch di« sonstige Möglichkeit, sich im Wege d'r Wechselbe-gobung kaufmännischen Kredit zu verschaffen, eingeschränkt wird. Dies trifft die Kaufmannschast jetzt um so stärker, als diefeSbe bei den jetzigen exorbitanten Zinssätzen direkt auf den relativ niedrigen Zinssatz d?r Nationalbank angewiesen ist, und der einzelne Kaufmann, im Falle sein Wechselkredit dmch solche Zollkredite konsumiert wenden würde, nunmehr mit seinen Wechselin den offenen Markt au>fsuchen müßte, waS oiners>'itS die Geldnot verstärken, andererseits aber den Spesenetat deS Kaufmannes für Geldbeschaffung ringcheuer erhöhen würde. ES ist zweifcllos, daß die Vorteile, welche der Finanzbehörde durch darasche Hereintommen des Geld.s infolge der Begebung der Zollwechsel erwachsen, lange nicht so groß sind wie die Nachteile, welche die Kaufmannschaft dadurch zu erleiden droht. Gefährdung der österreichischen zollkredite. Plan der Begebung der Zollwechsel. — ClnschrSntung der kaufmönnischen Kredite. 399519785955