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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-01 · Heft 1783 (1.2.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1783 (1.2.1924)
Date
1924-02-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wsen-r MoraenzeNuttS. 1. f^eBriwr T05I Nr. 178L gfeftt 3 ' W^en, ^reliag den bisherigen Gemeindepräsidenten Dr. Hugo K o n. Die Liste der „nichtzionistischen Juden" (Listenführer Sandor A. Alexander) erhielt 250 Stimmen, -so daß von den 45 Mandaten den „Selbstbewußten. Juden" 36. den Nichtzion ist er 9 zufallen. Dieses glänzende Resultat crregl in den weitesten Kreisen der jüdischen Bevölkerung des gesamten jugoslawischen Staates freudiges Aufsehen. Die Baron Hirsch-Schulen In Eollzlen. Die I. T. A. mitteilt. hat der jüdische Deputierte des polnischen Sejm Dr. Silberschein in der letzten Zeit in Wien mit dem Präsidium der Baron Hirfck-Stiftung wegen einer Wiederbelebung der Stiftungsschulen in Ostgalizien verhandelt. Ein „Verband zur Förderung der Berufsbildung an irr den Juden" soll die Cchu'häu-ser und. öffentlichen Gebäude der Baron Hirsch Stiftung in Pacht übernehmen und sie dem jüdischen B i l d u n g s w e r k nut-bar machen. Da die finanzielle Lage d'r Stiftung eine schlechte ist. tvar vom Kuratorium bereits der Verkauf einzelner Objekte in Galizien erwogen worden, doch hatte sich die jüdische Oeffentlichkeit sehr scharf gegen ein solches Prosekt gewendet. Man hält es für möglich, das; sich die Baron - Hirsch-S'iftung endgültig auflöst und die Schulen in Galizien endgültig in den Besitz des „Verbandes zur Förderung der Berufsbildung unter den Juden Galiziens" übergehen. KIn Lesesaal liir Wische HochLler. Die jüdische Ttudenterrschafl Wiens hatte vor dem Kriege einen kulturellen Mittelpunkt in der Lese- und R e d e h a l le jüdischer H o ch sch ü l e r. die unter den Augen Herzls vor ^dreißig Jahren geschaffen worden war. Bor allem waren die Srudenten die Träger des jüdischen Gedankens, und die Lese- und Redehalle, die mit der Prager und Brunner Halle in innigem Kontakte zusammeu.arbertete, konnte die Scharen der jüdischen llniverfitätshörer sammeln. Der Weltkrieg iedöch^ hat die Lage der Studentenschaft ganz besonders in wirtschaftlicher Hinsicht äußerst ungünstig beeinflußt und sie zum großen T.'ile vou den Aufgaben der jüdischnationalen Arbeit abgedrängt. Die ,Halle" verödete, der Lesesaal konnte iricht aufrecht erhalten w rden, das Kaffeehaus blieb die Stätte des Aufenthaltes und Studiums der jüdischen Hörer. Es ist daher freudig zu begrüßen, wen es wiederum gr-l lungen ist, die Halle wieder ihrem ursprünglichen Zwecke znzuführen und der zerstruten jüdischen Studentenschaft Wiens einen Mittelpunkt und Sammelplatz zu geben. Die vor kurzem erfolgt« fei rliche Ne-ueröffuung des Lesesaal.es in dem historischen Raume im Haufe Türkenstraße 9. den Herzls Genius adelte, trifft mit dem sechzigsten Semester des Bestandes der Halle zusammen. Ein.länglicher Raum mit langen Tischen. An den Wänden i hnen Stühle, derFaffungsraum ist-genügend groß, so daß auch Vorträge und Lehrkurse bequem ahgchalten werden können. Der. Saal ist einfach und ohne Schmuck, er atmet Studium und Bildungsdrang. Jüdische Zeitschriften aus aller Welt geben vorläufig ein Bild von dem Zwecke des Saales. Eine reichhaltige jüdische Bibliothek soll nebst den Tagesjournalen den Studenten zur Verfügung gestellt werden. Der Ehrenpräsident der Halle, Oberralbbmer .Doktor Ch a jes, dessen Hertz den Studenten b sonders warm entgegenschlägt, nahm die Eröffnung des Lesesaales ' durch eine Ansprache vor, in der er der Hoffnung Ausdruck gab,'der SaOl werde die führerlose jüdische Studentenschaft wieder vereinigen, sie mit dem Geiste jüdischer Kultur und Wissenschaft erfüllen und Generationen jüdischer Vorkämpfer Herangehen, damit die jüdische Studentenschaft an der Spitze des Äufbau- Mdankens marschiere und die ^geistige Trägerin der jüdischen Wiedergeburt werde. Der Präsident aus dem Nebel des Unbew-uß en oder Lalbbe rußten ins Re den leben auf'teigen, gedacht Hofmannsthal als einfachste dramatische Komponenten zu verwenden und ist daran, gescheitert. Denn nur zu unzulänglich haben sich diese Ge'talten und Konflikt« nicht bis zu einer eckten dramatischen Wirkilichkeit'krPallisiert, vielmehr ist diese Ausdeutung ins Mciderne, die allein uns diese Welt nahe gsbracht hätte, ins Pathologische und Perverse verzert worden. Aber auch der Sehnsucht nach der Tat verdanken die Griechendramen ihre Existenz. Der Dichter empfand di« siegreiche Gewalt der Stimmungen und Gefühle in seinem Innen* sein und auck ihre Gefahr. Der Will« zur harten, kantigen Welt . der äußeren Wirklichkeit-erwachte und lebte sich im Drama aus. Und gerade in den Schöpfungen dieser Gattung erkennen wir am deutlichsten die Grenzen seines Weltbildes. Denn seine Helden kämpfen nicht in aller Freiheit und SolibstsicheNheit den uriJ alten tragischen Kampf des einzelnen mi-t dom WeLtgesetz, sondern seine Dramenhalden handeln nicht, sie sind Werkzeuge der Natur sind Nachtwandler, die pWtzilich mit einem Aufschrei unter dem bösen Druck erwachen.' der auf ihn'n lastet. Nicht „ich will", „ich hanvle", „ich vollbringe" sagen diese Menschen, wohl aber „es geschieht in mir", ,-es Handolt in mir". Dieses ewige Gobundensein in die Netze des Schicksals, das unser Dichter mit dom Beer-Hofmami des --Grafen von Gharolais" und mit dem basten Wiener Erzähler unserer Zeit, Leo Perutz, gemeinsam hat, fuhrt uns zum Lebensgefühl des AssimilationLjuden zurück, denn es erklärt sich aus dem Schicksal des Nurindividuums, des Wurzel-- und ZubuuftLosen, der Heimat- und heimlberaubt im Unendli-chen schwebt. Keim Mutterboden unter' fernen Füßen, nur/schwer lastende Molken hi.nter sich und die tödliche Anast vor der Wirklichkeit um sich: Flucht davor in das einzige Ebbe, das ihm geblieben, in sein Innensein und seine edolst« Gestaltwerdung, der Kunst. Bor dem Wollen aber'und dem Dun, vor der Gestaltung der Mvlt durch ' den Hammer der eigenen Krafx hat dieses Menschentum versagt - wie der reifere Hofmannstlhal nicht einlösen konnte, was seine wahrhaft schöne und. reiche Jugend verbrach, der Kultnsgemtinde Pros. Dr. Pick -versicherte die Halle, der tatkräftigsten materiellen Untevstütznug der 'KultuKgemeinve, desgleichen der Vertreter der Israelitischen Mwme. Vertreter' der palästinensischen, russischen und saphardischen Sttch.Hen Werbrachten gleich den Sprechern der gesamten jüdischen Hochschüler Wiens die h rzM-sten Grüße und Wünsä-e. Im Namen der Alten Herren der Kcsthalle versprich Dr. Korn die größtmöglichste Förderung per Lese- und R.rdchalle, welche durch daS hilfsber ite Zusammenwirken aller Faktoren ihre großen kulturellen Aufgaben sicher werde erfüllen können. Auto« zu bllli-en Fnhrvretftll. Kleine Laagen für. zwei Personen. Im Auto fahren heutzutage meistens jene, die viel Zeit haben, während der hastende Großstädter froh sein muß, wenner in einem nach' Ende der Arbeitszeit besonders überfüllten Straßenbahnwagen noch'ein Stehplätzchen ergattern kann. Für den Mittelstand ist di? Benützung > eines Autos natürlich ein Luxus und bedeutet ill dringenden Fällen ein großes Opfer. Die Unternehmer schönen langsam einzusehen,. daß sie die Fahrgäste verlieren, da sie sich zu einer mäßigen Herabsetzung der Fahrpreise entschlossen haben. Aber damit ist dem großen Publikum, das ab und zu ein rascheres Verkehrsmittel benötigen würde, nicht gedient. Die hohen Betriebskosten eines großen Magens lassen eine wesentliche Verbilligung nicht zu. so daß. der. einzelne Fahrgast dafür aufkommen muß. Diesem Uebelstand soll demnächst zum Teil abgeholfen werden und zwar durch die Einstellung von kleinen Autosah r z e u g e n, die die Firma Perl herstellt. Es sind kleine Wagen, in denen außer dem Chauffeur noch zwei Personen Platz finden, die auf der dem Chauffeursitz gegenüberliegenden Seite einsteigen müssfn. Die Geschwindigkeit ist annähernd die gleiche wie bei den großen Autos. Die Taxe dürfte den 4000- bis 5000fachen Friedenspreis betragen. EineFahrt zuM Beispiel vom Stephansplatz bis zum Praterstern würde sich bei 4000facher Taxe auf 8 00 0 bis 9 0 00 Kronen stellen. Für Fahrten mit Gepäck und langen Strecken Mit großen Steigungen eignet sich diese Type nicht. Im Weichbild der Großstadt jedoch dürfte sie sich sehr bewahren. Anfang März werden die ersten zehn bis fünfzehn Wagcll versuchsweise eingestellt. Zwei Monate spater werden weitere f u n f z i.g s o l g e , Die Fordenmqrn der Polizei. Der Kpuips Schober—Kienböck. Die Verhandlungen über die Gebührenforderungen der Polizei, die. bisher M günstig bezeichnet wurden, haben eine ungünstige'Wendürig genommenda Finanzminislei Kienböck e'-.er Abordnung, die die Erledigung der Forderungen, erbat, eine negative Antwort erteilte.und hierbei erklärt?, die „Arbeit der Polizei sel. unproduktiv"! Diese Aeutzetung des Finanzministers hat bei der Sicherheitswache großen Unwillen hervorgerusen. Heute begeben sich Vertreter der Organisation der Sicherheitswache zum Bundeskanzler Dr. S § ipe 1, um ihn zu b e w e g e n. auf den Finanzminister im Sinne der Forderungen der Sicherheitswache einzuwirken. Eß ist anzunehmen, daß dieses Ansuchen Erfolg hat, da Polizeipräsident Schober vollkommen auf Seit? der Sicherheitswache steht und ihre Wünsche gegen den Finanzminister beim Bundeskanzler vertritt. Wie uns mitgeteilt wird, ist das Wiener Polizeikorps sowohl in der BesoldMgsfrage wie in der Angelegenheit 'der Rebengebühren viel schlechter gestellt als die anderen' Bmtdesangestellten, wie zum Beispiel die Postler, denen die Forderung der NebengebMen bewilligt wurde. Für den Nachtdienst der Polizei werden bloß 9000 K. als Nebengebühr gewahrt (für vier Nachtdienststunden). Die Polizei verlangt bloß die Gleichstellung mit den Postbeamten bezüglich der Ueberstunden und sonstigen Nebengebühren, welche Forderung als gerechtfertigt anzusehen ist. Der Raub in der PoWarkasfa. 'Ein erfolgloser Ranvversuch Cattilis? Gestern wurde der Beweis erbracht, daß der hier verhaftete Catilli ein Mitglied der unheimlichen Bande ist, die sich in den Tagen seit 'dem 23. d. hier in' großen Bankgebäuden Herumtrieb und Opfersuchte, die sie nach ihrer Methode, -um Beispiel durch' Anspucken der Kleider, vonader Vorsicht beim Tragen großer ®eM&tmge Merken wollte, umt sie zu berauben. Vorgestern hatte ein Beamter, der am 34. d. im Gsbäu-de des Wiener Bau-tzvwemS wM«, und eimn' großen Geldbetrag in einer Mentafche unter dem Arme trug, erzählt, daß er von ein'm Manne auf die Schulter geklopft wurde, sich jedoch nicht daran kehrte, sondern die Tasche Art dem Geilde nur noch fester hielt. Kurze Zeit danach wurde dann der Ueberfall aus MMch v.vLbt. Run hat sich gestem im Sicherheitsbur-eau ein zweiter Beamter gemeldet, dem am 33. d. mittags in der Na-tionailibank ans dem ersten Stiegenobsatz ein Mann auf die Schulter vopsbe -und ihn daim äbwifchte, als ob er einen.Schmutzfleck am Rock des Beamten entfernen wollte. Der Mnn zeigte mit dem Fi-ngtr auf den Fleck und sagte in gebr-ochell-vm Dentf-ch: ,-Spuck.'!" Der Beamte griff allerdings nach bei Stelle und. fühlte, daß sie feucht war.- Um« weit stand ein Aweiwr Mann, der,- chne zu sprechen, auch, mit dem. Finger nach der Stelle H?jgte. Diesen Mann hat der Beamte genau ins Aug^ gefaßt, mb gesehen, daß es ein etwas ält-crer, kleinerer, starker'Mann mit vollem, glattrasiertem. Gesicht und braunem Äantel war. Der Beamt« ging weiter. Als er zurückkam und zur Drchtüre kam, die vom Saale ins Stie-genhaus führt, sah er,' daß draußen der erste der Männer wioder warlcte. Der Zweite war vom-Schalter der Balntenwechsolstelle 'auch hinHwgekomitnen. Di« beiden Männer' folgten ' ihm, weshalb er die Stiege h'mablief, wobei er das Geld, das kl trug, nur noch sesß^ hielt. Ms der Beamte dem verhaMen Catilli gestern gegenübcrgestellt .wurde, hat er in dem zweiten Mann mit vollster Bestimmthei't ^Catilli erkannt. Dadurch ist erwiasen, daß die Bande auch an ihm, wie am folgenden Tag an dem zweiten Beamten, vergeblich das Manöver versucht hatte, -daschließlich bei Mavcfch geglückt ist. Talsächlich hat sich Catilli, -wie er'.selbstangab, am 23. d. ungefähr um dies lbe Feit in der Natioualbank 800.000 ungarischer -Kronen in österreichische Da'luta wechseln lassen. Die AMe HMenem. Eingehende Vernehmung von Aerzten. Der Vcnftaud der Wiener Aerztekammer hat, wie be« richite:, nach -'nahender Prüfung die Antwort Prozessors' Hdchmsgp als un-zulänglich erklärt und dm Beschluß 'gafaßt, die An^clegMeit einem Ghtenrai abzuireieu. Die drei Gn:ndbeschul1diiM.ngrn Hachen e-g^s: Zuweisung von' Pa'iuUnt an den Mehrzahlend'n, laxe Jnd'karion und Anui'-lhme von Provision, werden Gegenstand -eingeikjenLster Erihobuno-en bilden. Der Chwnrat wird eine formelle Untersuchung bis ins kleinste Detail durchfuhren -und alle Zeugen, Aerzie, Korporationen, Sanatorien, d:e irgendwie in Betracht kommen, darüber einvernchmen, ob Vorkommnisse, wie sie' Hockenegg in . seiner Anklage schildert, tatsächlich unter Be- Mis gestell' werden können. Das Ergebnis wird in einer detaillier'en Erklärung veröffentlicht werden. Weitere Schritte gegen Hochenegg wevdw nicht -unlemoimnen worden. Sie Lohnverhkndlnnaen der Bankbeamten. Gestern wunden die Verhandlungen der'Vertreter des Bankenverbaudes und des ReichÄxremes der Bankbeamten, die bei der ersten Beratung zu einer erregte» Debatte und beinahe zum A bb r u ch geführt hatten, fortgesetzt. Die Ba-nk>beamteu stehen auf dem Standpunkt, daß die Banken/die Forderung einer 1bProH:nt<ig:n 'Erhöhung leicht bewilligen kommen, wenn sie einen Teil her ungeheuren Syn dikatsgewin-ne z-ugunstende r Ban kbe a m t e n verwenden. Sie geben zu. daß der Ge* schastsgang zwar vorübergehend ungünstig sei, doch habe jedes Geschäft seine gut-vn und Metten Zeiten und seien buch bessere Zeiten zu erwarten. Es gche nicht an, wegen der ungünstigen GoschäftÄage die Forderungen, -der Beamten abzulchnon. zumal diese, abgssche» von der Forderung der löproyentrgen Erhöhung, nur eine N eusormul ierung des K olle kt ivver trag es beinhalten. Die Beratungen werden sich insbige der HMpu-g der Bankeü sehr langwierig gestalten. Auch mit den Privatbanken werden die Dechand-- lnngen wegen einer Gchalts-erhöhnng cinfetzen, zumal die Angestellten dort besonders schlecht gestellt sind, da bei den.Privat-' banken Gehälter von 8.00.00.0 bis 800.000 Krone« keine SeltenheM sind. Neuregelung des Reiniqunqsgelde«. M 1. Februar beträgt das - behördlich neu festgesetzte ReinigungSgold für ein Zimmer monatlich zweitausend Kronen, für das zweite Zimmer und ei« drittes Z-immer sind um je taufen-d Kronen m-chr zu bezahlen als für das vochevgchende, so daß für zwei Zimmer fünftausend und für drei Zimmer neuntausend Krön:« monatlich zu zahlen sind. Für jedes weitere Zimmer wurde das Reinigun-gLgeD um je zweitausend Kronen höher angesetzt alsfür -das vorhergehende. Bis zu drei Nebemäum-en beträgt das Reinigungsgeld für jeden Nebenraum tausend Kronen. Ms Nsbenräume gölten nur Kabinette, HauLgchllfinu-rnzimmer, Vorzimmer, Bxtdezimmer und Küchen. Bei den anderen Mi-etobsÄten, wie G e s ch ä s t slo k a l e n, Magazinen, Garagen, Werbstabten, Burpauranmen nfw. wird das Reini!NlngA7eld nach dem FriedenszinS gestaffelt. Von de» ersten zweitausend Kronen Friedensmietzins ist das Hundertfach«, von den nächsten zweitausend Kronen das Neunzigsoche und von -dem viertausend Kwpeu ülbeusteigonden Teivbetrag deS Friedens- Mietzinses das Achtziafache als N^inignnigLgeld zu zahlen. I« allen diesen Sätzen ist bereits das En'gÄt für die Beschaffung der zur Besorgung der Reinigunasavbeitvn erforderlichen Geräte und Materialien enthalten. Das Sperrgeld wird mit zweitausend Krone» für das Oeffne» des Tores vor Mitternacht und mit viertausend Kronen für das Oe-ffnen nach, Mitternacht ftstgasetzt. Die verschwundene khegMn. Die Frau des ' Feuerwehrmannes Osterm ayer, die mit ihrem Manne in uingkücklichcr Ehe lebte, ist seit dem 1. Dezember verschwunden. Ostermayer wurde mit seiner Geliebten Antonie Krcal unter dem Verdachte des Gattenmovdes. bezi hungswerse der Mitschuld daran, verhaftet. Er gibt an seine Frau .habe - erklärt, zu Verwandten »ach Wölkersdorf zu reisen, doch ist sie nach den Erhebungen der Polizei -dort nicht oingewoffen. Ostevmayer war bereits anfangs Dezember ülbSt Intervention -der Hauspavteien verhaftet, jedoch wieder aus freien Fuß gesetzt worden. Seine n-.uerliche Derhast-ung erfolgte jetzt über Anzeige her Geschwister der verfchwuu-donev Frau. Die Krcal hatte sich gleich am 1. Dezember häuslich iv d r Wohnung eingerichtet und. damals erzählt, daß 'die Fra» Ostermayer nicht mehr zurückkommen werde. Zum letzten Mals wurde Frau 'OsterMyer in Gesellschaft ihres Mannes an i. Dezembergcschen. Ostevmayer und seine Geliebte''leugner hartnäckig. Die'Schuld an dem Eh izwist wird von-dem Manm auf seine Frau geschoben, da sie sich mit fremden Männer» während der Zeit seines Mi-lilärdicufteS abgegeben haib«>

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