Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1778 (27.1.1924)
- Date
- 1924-01-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, Sonniag Wiener Moroen^eltunft. Nr. 1778 27. Jänner 1924 Seite 8 Ae Leimung in Franlrelch. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris, 25. Jänner. Die amtliche Statistik gibt als Index für die Großhandelspreise Ende Dezember die Ziffer 468 an, die gegenüber dein Stande Ende November um 16 Punkte höher ist. Der Index für den Kleinhandel wird mit 365 gegen 355 Ende November angegeben. Der Sturz des Franken beginnt auch auf die Preise derZeitungen zu wirken. Die „Daily Mail" kündigt an, daß die Pariser Ausgabe nm 10 Centimes teurer geworden sei und daß der Preis noch mehr erböht werden müsse, ivenn das englische Pfund mehr als 80 Franken Lostet. Gestern stand das englische Pfund auf über 95 Franken. Eine eigenartige Manise.station gegen die Teuerung fand am Sonntag statt. Da Straßenuulgüge verboten sind, haten einige GeweEchafts- und Beamten-- vereinigungen vier große T o u r i st e n a u t o s gemietet, wie sie zu Ausflügen in die Umgebung benützt werden. In jedem dieser Wagen saßen etwa 50 Personen. An Tafeln waren die Preise der w i ch t i g st e n Lebensm i t t e l zu lesen, so wie sie sein sollten und so wie sie sind. Jeder' dieser Magen machte eine Fahrt durch einen anderen Teil der Stadt, bis alle vier schließlich vor der Arbeitsbörse w'eder zusammentrafen. Die Polizei konnte nicht einschrei ten. Ler französische Mstungskredit in der Skupschtina angenommen. Belgrad, 26. Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) In der heutigen Sitzung der Skupschtma wurde die 300 Millionen-Frankenanleihe verhandelt, die Frankreich an Südslawien für Rüstungszwecke gewährt Hai. Finanzminister Stojavinovic bemerkte, es handle sich hier nicht um ein Geschäft, sondern um einen Akt der Freundschaft des großen Verbündeten. Die französische Regierung werde das Geld ausbezahlen und Südslawien bei der Wiederherstellung der Schlagfertigkeit der südslawischen Armee behilflich sein. Die'Skupschtma nahm den Gesetzentwurf mit 103 gegen 61 Stimmen an. Ae rumönlschen Gruben solle« nationMert werde«. Bukarest, A. Zauner. D!e neue Session des Parla- Ments wird sich mit neuen wirtschaftlichen Gesetzentwürfen befassen. Unter anderem ist ein besonderes Bergwerksgesetz in Vorbereitung, das die Nationalisierung, der! Gruben und Wasserkräfte Vorsicht, ebenso die I Kommerzialisierung der öffentlichen Betrieeb der Eisenbahnen. Ein A l k o h o l m o n o p o l ist vorgesehen. Die Regierung bereitet einen neuen Gesetzentwurf vor, der Militärlieferungen jeder Art der heimischen Jnd n st r ie Vorbehalt. Me yngarische Anleihe vor der Revarationslommiffio«. Paris, 26. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenzjeitung".) Die Reparationskommifsion hat heute früh die erste vorbereitende Sitzung für die Prüfung der ungarischen Finanzlage abgehalten. Der ungarische Ministerpräsident Graf B e t h l e n wurde a n g e h ö r t. Er teilte der Kommission mit, daß er heute abends nach Budapest zurückkchren werde. Dagegen werde sich der ungarische Gesandte K o r a n h i zur Verfügung der Kommission halten. Kabinettrrekonstrultio«? Gerüchte über einen Rücktritt des Finanzministers. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 26. Jänner. Der „Magyar Orszag" verschriet ein neuerliches Gerücht über eine R e k o n st r u k- 1 i o n des Kabinetts Bethlen. Es handelt sich um die Demission des Finanzministers Kallay, an dessen Stelle Handelsministers V a l k o treten soll. Anklage gegen vktobristen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest. 26. Jänner. Die Budapester Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen die Teilnehmer am Bankett der Okwbrksten, bei welchem Karolyi und die Republik gefeiert wurdest. Außerdem verlangt die Staatsanwaltschaft die Auslieferung von vier oppositionellen Abgeordneten. I Barchente und Waschwaren] Wäsdiefl an eile..per Meter £ 18 800 Velourbarchente . . . . per Meter 18 900 £ ISOt.'O Wäschebarcbente . . . . per Meter £ 10 500 Französische Wasch veloure 80 cm, p. Meter £ 87 800 Etamlne, grosse Auswahl, weiss und farbig, per Meter S 14 000 Seidencloth, alle Farben .... per Meter £ 85 000 Blaudruck: . . . ..per Meter £ I8SÖ0 JackenfuUer, neueste Muster . . per Meter £ 84.500 [ bamenwasche midi Wirkwaren | Garnituren. Hemd und Hose . £ 40 800 Damenhemden.28.000, 26.000 £ 10.000 Miederleibchen.K 0 800 Damenwollwesten .. 1/5 000 £ 08000 Schalvirolljacketl..125.000. 08 000 Ii 75.000 Seidenjumper ..118.0.0, 05.000 JT 49.000 Verkehrsbureau IX. Hörigasse Nr. 13 Telephon 16-2*20 gewährt Hypothekarkredite in jeder Höhe billigst und schnell auf Häuser, Villen, Landwirtschaften, Industrieobjekte etc., sowie Warenkredite an erstklassige Kaufleute. Vorschüsse sofort 60i6 Ungarischer Schalunterricht. Das Mudlum" rineS Schwagers Hejjas'. Budapest. 26. Jänner (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Die Blätter melden aus Kecskernet: Der junge Franz Eördvgh, ein Schwager Hejjas', Schüler der Kecskemeter Handelsschule, machte sich kürzlich in der Klasse während des Vortrages den „Spaß", zwei vor ihm sitzenden jüdischen Mitschülern hinterrücks ein glühendes Lineal auf den Nacken zu drücken. Die beiden Knaben trugen erhebliche Brandwunden davon. Franz Eördögh kam vor das Professorenkollegium, welches ihn verurteilte, dem Direktor der Schule Abbitte zu leisten und ihm das Versprechen zu geben, sich in Zukunft solcher Handlungen zu enthalten. Russische Monarchistenköyserenz ln Belgrad. Ueberführung des Wrangel-Generalstabes nach Frankreich. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Belgrad, 26. Jänner. Wie die heutigen Abendblätter melden, haben die hiesigen russischen Kreise heute vormittags eine Konferenz abgehalten, der auch russische Militärs beiwohnten. Nach längeren Beratungen wurde beschlossen, den Generalstab Wrangels aus Karlovice nach F r a n k r e i ch zu verlegen. Die französische Regierung bat, wie mitgeteilt wird, ihre Zustimmung zu dieser Ueberführung gegeben. Rodzianko gestorben. Der Präsident der letzte» Duma. Graz, 26. Jänner. Die „Tagespost" meldet aus Belgrad: In Werschetz im Banat ist gestern der letzte Präsident der russischen Duma, Rodzianko, gestorben. Sesetzllche Freltagrnche l« der Türkei. Konstantinopel, 24. Jänner. (I. T. A.) Die gesetzliche Freitagsruhe ist soeben durch die Angora-Versammlung veÄündet, worden. Danach müssen ch r i st l i ch e und jüdische GsschäftslbetrWbe, die für gewöhnlich am Sonntag, beziehungsweise am Sonnabend geschlossen sind, auch an dem mohammedanischen Ruhetag stille stehen, wenn sich deren Inhaber nicht strafbar machm wollen. Die jüdischen und die christlichen Gemeinschaften haben in einem Memorandum an die Regierung gegen die Anwendung des Gesetzes protestiert. Ae medizinische FaknM der hebräischen Universität. Aus Mw-Bovk wird unS berichtet: Binnen nicht allzu langer Zeit wird vorn Oelbergs eine moderne medizinischeFakultät, verbunden mit einem Krankenhaus, auf Jerusalem herabblicken. Dis Delegation des Amerikanisch- Jüdischen Aerztekomitoes, die im vergangenen Sommer eine Studienreise nach Palästina unternommen hatte, hat dieses Aerztekomitee veranlaßt, zu diesem Zweck 8 Acres Boden für einen Betrag von 60.000 Dollar zu erwerben. Der ehemalige GesundhettskonnMär von New-Pork, Dr. S. S. Goldwate r, eine bekannte Autorität auf dem Gebiete des Spitalbaues, wird sich im kommendett Sommer nach Palästina begeben, um die Pläne des Spitakbaues zu vervollständigen. im Warenhaus MSchiffmann Wien. II. Taborstraße 48 Telephon 47.1.79 Nachstehend einige Beispiele: ILeinenwarenj ---a Webe . . . ..per Meter 10.500 £ 8 500 Chiffon.per Meier 13.600, 11.000 £ 0 800 Streifgradl.per Meter 19 800 £ 17 500 Damast. ....... . per Meter 22.8 0 £ 18500 lnlet ............ per Meter £ 14.800 Molino...per Meter K 8 800 Bettzeuge ...... .per Meter 15.800 K 18800 Batistchiffon ..per Meter £ 15800 Matratzengradl.... .per Meter 30.000 K 84.000 Bettttcher.. 26.500 £ 1» 800 Tischtücher.. . ... £ 48 000 Kaffeegarnituren ..& 08.000 Gläsertücher ............ L 8 000 Wie der Präsident des Amerikanisch,Jüdischen Aorzl«- komitees, Dr. R a t n v f f, mitteilt, soll das jetzt zu errichtende Gebäude, das das chemische und das mikrobiologische Laboratorium sowie Unterrichtsräume umfassen fofl^ im kommenden Juni einzugsbereit sein. Die mikrobiologischst Abteilung wird sich Hauptsächlich mit der Untersuchung der tropischen Krankheiten, vor allem der Malaria und des T r a ch o m s, befassen. Das chemische Laboratorium, das aus einer physiologischen und timt industriell c n Abteilung bestehen wird, wird hauptsächlich für die ^industrielle Entwicklung des Landes von Nutzen sein. Das Amerikanisch-Jüdische Aerztekomitee Hai es auch übernommen, ein hebräisches medizinisch-terminologisches Handbuch herauszugeben. Die Arbeiten zur Schaffung einer hebräischen Terminologie wurden von den Herren Dr. L. Gold in, Dr. A. Goldstein und Dr. L. M. Herbert, alle in New-Aork, durchgeführt. Erwähnt sei noch, daß einer der Direktoren des Komitees, Dr. Julius I a r ch o, eine 10 000 Bände umfassende medizinische Bibliothek gegründet und finanziert hat. (Ziko.) Ler polnische Außenminister erkrankt. Keine Zusammenkunft mit dem Bundeskanzler. Der neu ernannte polnische Außenminister Graf Zamojskt, der heute hier eintreffen sollte, ist laut einem Telegramm aus Paris dortselbst erkrankt und mußte seine Abreise auf unbestimmte Zeit verschieben. Da der Bundeskanzler Dr. Seipel mit dem Außenminister Dr. Grünberger Samstag den 2. Februar früh nach Bukarest abreist, so ist im Falle einer längeren Dauer der Krankheit des neuen polnischen Außenministers die diesmalige Zusammenkunft mit dem österreichischen Bundeskanzler und dem österreichischen Außenminister unter Umständen in Fragege stellt. Fnllmd. Me Wahlbeschwerven abgewiesen. Der Verfassungsgerichtshof hat gestern samt: liche Beschwerden, die wegen der Durchführung der letzten Nationalratswahlen eingebracht worden waren, abgewiesen, zunächst die Anfechtung der Wahl der christlichsozialen Abgeordneten Streeruwitz und Dr. Weidenho ff er. Die sozialdemokratische Partei hatte behauptet, daß beide über Einschreiten des Hauptverbandes der Industrie in die christlichsoziale Liste ausgenommen worden waren und daß dem christlichsozialen Wahlfonds, beziehungsweise einem anderen Fonds dieser Partei, Vermögensvorteile gegeben oder in Aussicht gestellt wurden; im Falle Weidenhoffer habe die Zuwendung zweieinhalb Milliarden betragen. Die Beschwerde wurde abgewiesen, weil diese Behauptung nicht erwiesen wurde. Die Zeugen erklärten, daß kein Zusammenhang zwischen irgendwelchen dem christlichsozialen Wahlfonds oder einem anderen Fonds gemachten oder versprochenen Vermögensvorteilen und der Aufstellung Doktor Weidenhoffers und Streeruwitz' als christlichsozialen Kandidaten bestand. Ferner wurde die Beschwerde des Landbundes gegen die Entscheidung der Verbandswahlbehörde in Graz wegen der Mandatsverteilung abgewiesen. Der Ansechtungsgrund, daß die Partei keinen Untertitel geführt habe, wurde als nicht richtig erkannt. Ebenso wurden die Beschwerden wegen der Untertitel, die die Landbundlisten in Salzburg und Tirol führten, abgewiesen, weil die auf diese Listen entfallenen Stimmen auf das Ermittlungsverfahren keinen Einfluß ausübten. Die Verhandlungen mit de» BnndesangeftMe« Die Verhandlungen mit den Organisationen der Bundesangestellten über die Revision der Reihung werden D i e n s t ag vormittags beginnen. Bei der Revision der Reihung handelt es sich um die endgültige Einreihung der Bundesangestellten in die ihnen nach dem Stellenplan gebührende Gruppe. Diese Revision wird von den Bundesangestellien seit Monaten verlangt, wurde jedoch von der Regierung immer wieder hinausgeschoben. Almmeman-Zelenka. Nationalrat Z e l e n k a teilt zur gestrigen Erklärung deZ GeueralkommissärS Zimmermau mit, daß er die Mitteilung über den Empfang der Salinenarbeiter von der Arbeiterschaft und vom Betriebsräte der Salinenverwaltung H a! l e i n erthalten habe. Es sei daber seine Mitteilung nicht au§ der Luft' gegriffen. und Zelenka wird in der Spezialdebatte die Namen der zwei Salzarbeiter dem Generalkommiffär in Erinnerung bringen. | Vorhänge und! teppidiel Madrassvorhiinge, 2 Teile, eine Draperie 175.000 148.( 00 £ 185 000 Halbstores.. 98.000, 75 COO £ 48.000 Laufteppiche ......... 30 030 £ 87 800 Bettgarnituren. 348.000 £ 875 000 Doppeldecken, Tüll und Batist. .... K 188 000 1 Herrenwäsche und Modeartikel j Modehemden . .£ 49 800 Kretonhemden. . £ 89 8»>0 Unterhosen ....... 39.000, 29.000 £ 19 800 Flanellpyjamas . ............ £ 98000 Krawatten, gestrickt.9.800 £ 5 900 Wintersocken.• . . .£ 7 900 Herrenstrümpfc.K 9 800 Regenmäntel. 175.000. 14S.000 K 185.000 8«« ai en Abteilungen — enorme Auswahl — billige Preise! »»I >»W! II II Ml ■■■—■ wJwnn—wmmnnwiw wi T i im—«»«lii—. ■ i'wiiiii——WMI